Home Tags Posts tagged with "Fracking"

Fracking

München, 04. Juli 2014

PM 131/14

Huber: Zügiges gesetzliches Fracking-Verbot notwendig / Eckpunkte des Bundes gehen in richtige Richtung

Bayern setzt sich auf Bundesebene weiter für ein schnelles und umfassendes gesetzliches Verbot für unkonventionelles Fracking ein. Das betonte der Bayerische Umweltminister Dr. Marcel Huberangesichts der vom Bund vorgelegten Eckpunkte für das weitere Vorgehen beim Fracking: “Die Eckpunkte des Bundes gehen in die richtige Richtung. In der Bevölkerung herrscht große Verunsicherung wegen der Gefahren von Fracking für Trinkwasser und Umwelt. Es ist jetzt Aufgabe des Bundes, die breite Ablehnung der Fracking-Technologie bei den Menschen schnellstmöglich in eine verbindliche Gesetzesform zu gießen. Wir brauchen zügig ein umfassendes gesetzliches Verbot für eine Gasförderung mit Giftstoffen. Solange nicht alle Gefahren sicher ausgeschlossen werden können, ist für Fracking in Deutschland kein Platz.” Bayern werde sich dazu am weiteren Gesetzgebungsverfahren aktiv beteiligen und auf ein flächendeckendes Verbot hinwirken. Bei konkreten Vorhaben werde Bayern aber auch auf Landeseben entsprechend handeln: “Fracking wird in Bayern über das Wasserrecht unterbunden. Wir haben ein sehr strenges Wasserecht, mit dem Gefährdungen des Trinkwassers verhindert werden können.”

Bayern hat sich bereits in der Vergangenheit für ein Verbot eingesetzt und ein faktisches Moratorium im Koalitionsvertrag auf Bundesebene verankert. Auch die Umweltminister der Länder haben sich in der Vergangenheit eindeutig gegen das unkonventionelle Fracking in Deutschland ausgesprochen. Huber: “Bayern hat eine klare Haltung: keine Gasförderung unter Verwendung eines Giftcocktails. Der Schutz unseres Grund- und Trinkwassers steht über allem. Hier kann es keine Kompromisse geben: Einmal vergiftet, ist es für immer verloren. Die Forderungen müssen vom Bund nun umgesetzt werden.”

 

 

 

PM 83/14

Huber: Bayern ist nicht Texas – Klares Votum für Fracking-Verbot – Umweltministerkonferenz 2015 in Bayern

 

Die Umweltministerkonferenz hat in Konstanz (8./9. Mai) ein eindeutiges Bekenntnis gegen das unkonventionelle Fracking in Deutschland abgegeben. Der Bayerische Umweltminister Dr. Marcel Huber begrüßte die Entscheidung: “Der breite Schulterschluss der Länder ist ein deutliches politisches Signal für den Schutz der Umwelt. Bayern ist für ein Verbot von Fracking: Bayern ist nicht Texas. Jetzt ist ein generelles bundesrechtliches Verbot für eine Gasförderung mit Giftstoffen erforderlich. Wir brauchen schnellstmöglich ein umfassendes Anwendungsverbot. In diesem Punkt ist der Bund gefordert.” Konkret hat die Umweltministerkonferenz beschlossen, das Fracking zur Aufsuchung und Förderung von Gas aus unkonventionellen Lagerstätten unter Einsatz umwelttoxischer Substanzen zu verbieten. Grundsätzlich soll außerdem eine Umweltverträglichkeitsprüfung für alle Vorhaben zur Gasförderung Pflicht werden. Auch der Umgang mit dem Rückfluss der eingesetzten Substanzen soll mit geregelt werden. Insbesondere das Bergrecht des Bundes soll dazu stärker auf den Umweltschutz und eine Beteiligung der Öffentlichkeit ausgerichtet werden. Transparenz und Beteiligungsrechte der für die Bürger sowie eine stärkere Berücksichtigung umweltrelevanter Standards stehen dabei im Mittelpunkt. Bayern hat sich bereits in der Vergangenheit dafür eingesetzt, dass die Fracking-Technik solange nicht zur Anwendung kommt, bis jegliches Risiko für Mensch und Natur ausgeschlossen ist. Huber: “Giftige Substanzen dürfen unter keinen Umständen in unser Grundwasser gelangen. Wir dürfen nicht die Lebensgrundlagen nachfolgender Generationen in Gefahr bringen. Der Schutz unseres Trinkwassers hat oberste Priorität.”

Die Umweltministerkonferenz (UMK) ist eine Fachministerkonferenz für Umweltpolitik. Im kommenden Jahr übernimmt der Freistaat den Vorsitz. Deshalb wird die UMK im Frühjahr und Herbst 2015 in Bayern stattfinden.

 

 

 

Science-Studie bestätigt Befürchtungen: Fracking kann Erdbeben auslösen

Samstag, 13. Juli 2013

Palisades (USA) – Schon seit einiger Zeit warnen einige Wissenschaftler jedoch vor unabsehbaren geologisch-seismischen Folgen dieses Verfahrens und sehen neben der Grundwasserverunreinigung mit Schmutzwasser und Chemikalien sogar Hinweise darauf, dass das sogenannte “Fracking” Erdbeben und seismisches Chaos verursachen können. Eine neue Studie erbringt hierfür nun den wissenschaftlichen Beweis.


Wie die Forscher um Nicholas van der Elst vom Earthquake vom Lamont-Doherty Earth Observatory an der Columbia University aktuell im Fachjournal “Science” (DOI: 10.1126/science.1238948) berichten, können Erdbeben in tausenden Kilometern Entfernung Reflex-Beben in Gegenden auslösen, in denen Fracking angewendet wurde und wird.

Schon frühere Studien hatten gezeigt, dass Fracking die seismische Aktivität in einer Region erhöhen kann. Die Fracking-Flüssigkeiten, so die aktuelle Studie, wirken wie ein druckdichtes Kissen, wodurch größere Erdbeben an gänzlich anderen Orten durch die Übertragung der seismischen Wellen auf bis dahin eigentlich stabile Falten kleinere Beben an Ort und Stelle bzw. den Fracking-Regionen hervorrufen können.

In ihrer Studie analysierten die Wissenschaftler drei große Beben: das Tohuku-oki-Erdbenen in Japan 2011 mit einer Stärke von 9, das Maule-Beben 2010 in Chile mit einer Stärke von 8,8 und das Beben von Sumatra und Indonesien 2012 mit einem Wert von 8,6 auf der Richter-Skala. Kleinere Erdbeben in Fracking-Regionen im Mittleren Westen der USA konnten noch 20 Monate nach den großen Erdbeben auf diese zurückgeführt werden.

Wie van der Elst gegenüber dem US-Politmagazin “Mother Jones” (motherjones.com) berichtete, ist die Erkenntnis allerdings keine wirkliche Überraschung, schließlich sei schon lange bekannt, dass Gegenden mit starkem Flüssigkeitsdruck unter der Oberfläche, wie etwa der Yellowstone Nationalpark, ein Anstieg der seismischen Aktivität in Folge selbst weit entfernter großer Erdbeben aufzeigen. “Wenn dies an Orten mit von Natur aus hohem Flüssigkeitsdruck im Untergrund passiert, so ist es nicht verwunderlich, dass es auch dort passiert, wo der Mensch diesen Druck im Untergrund erhöht”, so der Wissenschaftler.

Neu sei nun allerdings, dass Wissenschaftler erstmals eine direkte Verbindung zwischen entfernten Erdbeben und ansteigender seismischer Aktivität an Orten gezogen werden kann, an denen der Mensch den Flüssigkeitsdruck im Untergrund durch Fracking und verwandte Methoden erhöht hat.

Auf die konkrete Studie bezogen konnten die Forscher nachweisen, dass kleinere Beben in der Umgebung von Prague im US-Bundesstaat Oklahoma auf das chilenische Maule-Beben zurückgeführt werden können, während das Japan-Beben und das von Indonesien kleinere Erdstöße im westlichen Texas und im südlichen Colorado verursachte.

– Eine Review der aktuellen Science-Artikel zum Thema durch William L. Ellsworth vom Earthquake Science Center der U.S. Geological Survey finden Sie HIER

– Einen ausführlichen Übersichtsartikel – auch mit Hinweisen zur Situation in Deutschland und Europa finden Sie HIER

grenzwisseschaft-aktuell.de

Quelle: sciencemag.orgmotherjones.com

 

 

 

0 1703

Pressemitteilung

München, 08. Mai 2013

PM 131/13

Huber: Kein Fracking mit gefährlichen Substanzen

Der Einsatz von grundwassergefährdenden Stoffen zur unkoventionellen Gasförderung durch Fracking muss verboten bleiben. Dies erklärte der Bayerische Umweltminister Dr. Marcel Huber anlässlich der Pläne der Bundesregierung für eine bundesweit einheitliche Regelung. „Solange die Risiken des Einsatzes chemischer Substanzen beim Fracking nicht abschätzbar sind und negative Folgen für Mensch und Natur nicht ausgeschlossen werden können, darf diese Technik nicht zur Anwendung kommen“, betonte Huber. „Es muss ein bindendes Moratorium gelten solange die Umweltgefahren nicht geklärt sind.“ Huber fordert deshalb eine entsprechende Klarstellung. Es müsse klar sein, dass dies kein Gesetz für Fracking, sondern ein Gesetz gegen Fracking sei, solange bis die Unbedenklichkeit der Methode nicht wissenschaftlich fundiert und stichfest nachgewiesen ist.

Beim Fracking sollen im Gestein Hohlräume und damit Wege für Gase und Flüssigkeiten geschaffen werden, um gebundenes Gas durch hineingepresste Flüssigkeit zu fördern. Dabei gelangen grundwassergefährdende Stoffe in tiefe Gesteinsschichten. Der bayerische Umweltminister sieht darin erhebliche Gefahren für das Trinkwasser: „Gerade unser bayerisches Trinkwasser ist von hervorragender Qualität. Weltweit haben schätzungsweise eine Milliarde Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Wir können unser Leitungswasser hingegen bedenkenlos trinken. Dies dürfen wir nicht durch mögliche Giftcocktails, die unwiderruflich in die Natur eingebracht werden, auf´s Spiel setzen.“ Zwar sieht der Bund ein Verbot für die Nutzung von Fracking zur unkonventionellen Gasgewinnung in Wasserschutzgebieten vor und fordert vor jedem Einsatz eine Umweltverträglichkeitsprüfung. Huber stellt dennoch klar: „Solange Risiken nicht ausgeschlossen sind, ist Fracking auch außerhalb von Wasserschutzgebieten nicht verantwortbar. Auch wenn diese Methode aus geologischen Gründen in Bayern nicht angewendet werden kann, beziehen wir klar Position. Denn: Was wir heute der Natur antun, können wir morgen nicht einfach ungeschehen machen. Vergiftetes Grundwasser ist für immer verloren.“

© Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit – www.stmug.bayern.de

 

0 1750

Pressemitteilung

München, 21. März 2013

PM 69/13

Huber: Global denken – lokal handeln für sauberes Wasser – 2,2 Milliarden Euro für Gewässerqualität / Weltwassertag am 22. März mit zahlreichen Veranstaltungen

 

Die Ressource Wasser hat für Bayern herausragende Bedeutung. Der Bayerische Umweltminister Dr. Marcel Huber ruft deshalb anlässlich des Weltwassertags (22. März) zum Schutz und verantwortungsbewussten Umgang mit Wasser auf. Huber betonte: “Bayerisches Wasser ist ein Premiumprodukt: ein einzigartiges Lebensmittel, Lebensquell für unser Ökosystem und für die Klimaregulierung von zentraler Bedeutung. Sauberes Wasser ist das Schlüsselthema des 21. Jahrhunderts. Beim Schutz des Wassers müssen wir global denken, aber lokal handeln.” Weltweit haben schätzungsweise eine Milliarde Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser – anders in Bayern: “Bayerisches Trinkwasser ist von hervorragender Qualität. Ein Glas Leitungswasser ist für uns keine Besonderheit, für andere Länder purer Luxus.” 95 Prozent des Trinkwassers im Freistaat wird aus Brunnen und gut geschützten Quellen gewonnen, zwei Drittel muss nicht einmal aufbereitet werden. Grund sind auch 3.400 Wasserschutzgebiete in Bayern. Von 2010 bis 2015 werden im Freistaat laut Huber 2,2 Milliarden Euro in die Gewässerqualität investiert, davon allein 300 Millionen Euro für Renaturierungen.

Zum Schutz des Wassers stellt sich Bayern gegen Maßnahmen, die die hohe Gewässerqualität gefährden können. Huber hatte sich dazu in den vergangenen Wochen mehrfach gegen die Pläne aus Brüssel für neue Wettbewerbsregeln in der Trinkwasserversorgung ausgesprochen. Huber unterstrich: “Wasser ist keine Handelsware. Bayern wird sich auch in Zukunft dafür einsetzen, dass unsere Wasserversorgung in kommunaler Hand verbleibt. Die Entscheidungshoheit darf nicht von der EU beschränkt werden. Wir stehen dabei an der Seite der Kommunen.” Zum Schutz des Trinkwassers lehnt Bayern auch das Erschließen unkonventioneller Gasvorhaben durch Fracking ab. Huber: “Solange Risiken für das Trinkwasser nicht völlig ausgeräumt sind, darf es keinen Freifahrtschein für Fracking geben. Das Einbringen eines chemisches Giftcocktails ist nicht hinnehmbar. Vergiftetes Grundwasser ist für immer verloren.” Deshalb lehnt Bayern Fracking zur Förderung unkonventioneller Gasvorhaben ab.Der Weltwassertag 2013 steht unter dem Motto “Wasser und Zusammenarbeit”. In ganz Bayern finden dazu Veranstaltungen statt. Pünktlich zum Weltwassertag wurde auch die Broschüre “Wasserland Bayern” neu aufgelegt. Sie wendet sich mit umfassender Information zum Thema Wasser an alle Bürgerinnen und Bürger. Die Broschüre und auch eine Übersicht über die Veranstaltungen sind im Internet unter www.wasser.bayern.de verfügbar.

 

 

© Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit – www.stmug.bayern.de