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Feuerwehr

Am Montag kam es zur Mittagszeit auf de A 92 zwischen den Anschlussstellen Landshut West und Altdorf in Fahrtrichtung Deggendorf kurz hinter der Anschlussstelle LA West zu einem schweren Verkehrsunfall. Dabei wurden nach Kenntnis der Feuerwehr zwei Personen schwerst und zwei leicht verletzt. Die beiden schwerverletzten Personen arbeiteten zum Unfallzeitpunkt an einem Pannenfahrzeug wurden durch den Aufprall eines weiteren PKW mehrere Meter über die Leitplanke geschleudert und kamen neben dem Autobahndamm zum liegen.
Die alarmierten Feuerwehren aus Landshut und Altdorf begannen nach dem Eintreffen sofort mit der Unterstützung von Rettungsdienst und Notärzten bei der Versorgung, Stabilisierung und Rettung der verletzten Personen. Dazu wurden durch die Einsatzkräfte Steckleiterteile am Autobahndamm ausgelegt, um so einen sicheren Tritt zu haben. Nach der Erstversorgung wurden die Verletzten von Rettungsdienst und Feuerwehr auf mit Feuerwehrleinen gesicherten Tragen über den steilen Autobahndamm hochgetragen und oben den wartenden Hubschraubern übergeben. Zwei weitere Unfallbeteiligte wurden von Rettungswägen in Krankenhäuser gebracht. Parallel wurde durch nachrückende Einsatzkräfte eine Komplettsperre der Autobahn in die Wege geleitet. Dies führte zu einem erheblichen Rückstau. Nach der Personenrettung wurde die Unfallstelle soweit im Originalzustand belassen, um die Spurensicherung durch Polizei und Gutachter nicht zu beeinträchtigen. Nach Ende deren Arbeit wurde durch die Feuerwehr die Unfallstelle von auslaufenden Betriebsstoffen und Trümmerteilen gereinigt. Der Einsatz dauerte bei schwülheißen Temperaturen mehrere Stunden. Die weitere Sperre wurde durch die Autobahndirektion übernommen.

Bildunterschrift (v.l.): Rudi Schnur, Martina Hammerl und Helmut Radlmeier im Gespräch mit den “Blaulicht-Organisationen”. Es war ein sehr interessanter und konstruktiver Runder Tisch. 

Bereits viel erreicht – es gibt aber noch viel zu tun!

Region Landshut. Der Stimmkreisabgeordnete für die Region Landshut Helmut Radlmeier hat in den vergangenen Jahren bei seiner Arbeit im Landtag einen Schwerpunkt auf die Sicherheit in Bayern und der Region gelegt. So war es ihm eine Herzensangelegenheit, die Vertreter der so genannten “Blaulicht-Organisationen” in die Tafernwirtschaft Hotel Schönbrunn einzuladen. Am Gespräch nahmen auch Bezirksrätin Martina Hammerl und der Rudi Schnur, Vorsitzender der Landshuter CSU-Stadtratsfraktion, teil. Die drei Politiker wollten aus erster Hand erfahren, wo es noch Verbesserungsmöglichkeiten gibt. Als Fazit wurde festgehalten, dass bereits viel erreicht wurde, es aber auch noch viel zu tun gibt.

Wie wichtig dieses Gespräch war, wurde durch die Gäste deutlich. Von allen Blaulicht-Organisationen aus der Region Landshut waren über 20 hochrangige Vertreter gekommen. Die Polizei war vollzählig anwesend mit den Dienststellenleitern Helmut Eibensteiner (PI Landshut), Stephan Schrottenbaum (Bundespolizei), Bernhard Walter (PI Rottenburg), Hermann Vogelgsang (PI Vilsbiburg) und Franz Geigenberger (Autobahnpolizei Wörth).

Einiges erreicht

Der Landshuter Landtagsabgeordnete Helmut Radlmeier betonte eingangs: „Jeder Bürger möchte sich sicher fühlen. Dabei geht es nicht nur um die Polizei, sondern auch um das Technische Hilfswerk und die anderen Hilfs- und Rettungsorganisationen. Deshalb habe ich bei meiner Arbeit im Bayerischen Landtag das Thema Sicherheit ganz groß geschrieben”. Radlmeier verwies hierzu auf regionale und überregionale Erfolge. So war Ende des vergangenen Jahrs die Freude groß, als man erreichte, dass die Marktgemeinde Ergolding für ihre drei neuen Feuerwehrfahrzeuge trotz schwieriger Sachlage die erhofften Fördergelder erhalten konnte. Mehr noch: Die Förderrichtlinien wurden daraufhin gleich bayernweit zum Vorteil für die Feuerwehren geändert. Radlmeier engagierte sich auch für Fortschritte in der Videokonferenztechnik, wodurch die Landshuter Polizei bei Vorführungen nun entlastet werden soll. Radlmeier erinnerte ferner, dass der Bayerische Landtag im Nachtragshaushalt 2018 in eine gut ausgestattete Polizei investierte. Die Mittel wurden um 35 Millionen Euro erhöht, wodurch unter anderem neue Mitteldistanzwaffen zur Bewältigung von Terror- und Amoklagen sowie mobile Fahrzeugsperren zum Schutz von Versammlungen und Veranstaltungen angeschafft werden konnten. Das bereits 2016 beschlossene Konzept “Sicherheit durch Stärke” sieht ferner auch für die Jahre 2019 und 2020 jeweils 500 neue Stellen für die Polizei vor. Es wurde also bereits viel erreicht.

Interessante Diskussion

Trotz dieser Erfolge bleibt aber noch viel zu tun. Interessante Erkenntnisse konnten aus der Diskussion gewonnen werden. So wurde deutlich, dass es Probleme beim Umbau von Gebäuden geben kann. Auch sei es für die Organisationen wichtig, Planungssicherheit zu haben, insbesondere bezüglich der Personalplanung. Ein unterschiedliches Meinungsbild ergab sich bei der Zufriedenheit mit dem Digitalfunk. Zweifel an der Technik bzw. Qualität wurden hinsichtlich der geplanten digitalen Alarmierung geäußert. Man erfuhr ferner, dass es Probleme bei Freistellungen für Fortbildungen gäbe. Einig waren sich alle Vertreter, dass man noch eine bessere finanzielle Ausstattung benötigen würde.

Viel Lob gab es von der Polizei für die Ehrenamtlichen: „Sie leisten Arbeit wie die Profis“. Überhaupt wurde die sehr gute Zusammenarbeit aller Organisationen untereinander gewürdigt. Lob gab es zudem für diese Veranstaltung, bei der alle mit vielen interessanten Informationen nach Hause gingen. Angesichts der positiven Resonanz hielt Radlmeier fest: „Diese Gesprächsrunde werden wir wiederholen!“

 

Löschzug Hofberg und Pfarrei Heilig Blut freuen sich auf viele Besucher
Am Wochenende 2.und 3. Juni findet auf dem Areal der Hofberger Feuerwache wieder das traditionelle zweitägige Fronleichnamsfest des Löschzugs Hofberg der Freiwilligen Feuerwehr Landshut und der Pfarrei Heilig Blut statt. Los geht’s am Samstag, den zweiten Juni ab 17:00. Dannöffnet der Bierzeltbetrieb rund um die Feuerwache in der Kalcherstraße für die Bevölkerung. Neben Spezialitäten vom Grill gibt es auch wieder die begehrten Steckerlfische. Diese sollten aber unbedingt unter www.steckerlfisch.vom-hofberg.devorbestelltwerden. Zu späterer Stunde öffnet dann gegen 20:00 auch die Bar. Am Sonntagmorgen beginnt dann um 8:30 in der Pfarrkirche Heilig Blut der Gottesdienst. Danach findet die große Fronleichnamsprozession über den Hofberg statt. Anschließend geht es mit Blasmusik im Festzelt weiter mit dem Frühschoppen, ehe anschließend zum Mittagessen wieder eine breite Palette an Speisen und Getränken angeboten werden. Am Nachmittag kommen dann auch die Kleinen voll auf Ihre Kosten – dann gibt es neben einem eigenen Kinderprogramm auch Vorführungen mit den Einsatzfahrzeugen der Feuerwehr. Das zweitägige Fronleichnamsfest endet schließlich am Sonntagabend und wird bei jeder Witterung stattfinden. Alle Bürgerinnen und Bürger sind hierzu herzlich eingeladen.

Am Lehrgang nahmen teil: Luca Abmeier (LZ Siedlung); Alexander Altmann (LZ Stadt); Benedikt Brügger (LZ Siedlung); Jochen Germowitz (LZ Hofberg); Oliver Liebl (LZ Stadt); Stefan Luger (LZ Stadt);  Florian Mirlach (Werkfeuerwehr BMW Landshut); Patrick Pöschl (LZ Achdorf); 

Am 27. und 28. April hat die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Landshut in Eigenregie neue Träger von Chemikalienschutzanzügen ausgebildet. Neben sieben Teilnehmern aus den Löschzügen der Stadt war auch ein Teilnehmer der Werkfeuerwehr der BMW Group – Werk Landshut mit von der Partie. Unter der Leitung von Alexander Zerrmann (Leiter Atemschutz der FF Landshut) und Bernhard Schmid (Fachgruppenleiter ABC) wurden allen Teilnehmern in der rund 10-stündigen Ausbildung neben theoretischen und rechtlichen Grundlagen auch viele praktische Dinge beigebracht. Neben einer Gewöhungsübung – das Bewegen und allgemeine Verhalten im Chemikalienschutzanzug unterscheidet sich doch sehr deutlich vom Atemschutzeinsatz – standen mehrere Einsatzübungen auf dem Programm. Dabei hatten die Lehrgangsteilnehmer unter anderem Leckagen abzudichten und auslaufende Flüssigkeiten aufzufangen. Ein weiterer Teil der Ausbildung bestand im Zusammenspiel mit der Dekontaminationseinheit. Nach dem Kontakt mit gefährlichen Stoffen ist vor dem Ausziehen des Anzuges eine gründliche Dekontamination unerlässlich. Nach Abschluss des Lehrgangs erhielten alle Teilnehmer aus den Händen der Landshuter Feuerwehrführung die Zeugnisse.

Auf der A 92 kam es am heutigen Freitag zur Mittagszeit zwischen den Anschlussstellen Moosburg Nord und Landshut West in Fahrtrichtung Deggendorf – circa zwei Kilometer vor der Anschlussstelle Landshut West zu einem schweren Verkehrsunfall mit einem alleine beteiligten PKW. Dieser kam bei hoher Geschwindigkeit nach rechts von der Fahrbahn ab und schlitterte  über den Abhang in einen Waldbereich und anschließend wieder zurück Richtung Fahrbahn. Die Einsatzstelle wurde zunächst zwischen LA West und Altdorf angegeben, konnte aber bereits bei der Auffahrt der Einsatzkräfte auf die Autobahn korrigiert werden.

Beim Unfall wurde eine Person aus dem Fahrzeug geschleudert und schwerst verletzt. Eine zweite Person kam dem ersten Anschein nach mit mittelschweren Verletzungen davon und konnte ohne schweres Gerät aus dem total zerstörten Fahrzeug gerettet werden. Beide wurden von Notärzten und Rettungsdienst versorgt sowie mit einem Hubschrauber und einem Rettungswagen in Krankenhäuser verbracht. Durch die Feuerwehren aus Landshut und Altdorf wurde eine vorübergehende Totalsperre (während des Einsatzes des Hubschraubers) der Autobahn in Richtung Deggendorf eingerichtet, die Unfallstelle abgesichert und Fahrzeugteile sowie Betriebsstoffe beseitigt und gebunden. Ab dem Start des Hubschraubers könnte zumindest eine Spur Richtung Deggendorf wieder freigegeben werden, was aber am erheblichen Verkehrsaufkommen und am kilometerlangen Rückstau zunächst nicht viel änderte. Nach rund drei Stunden war der Einsatz dann komplett beendet. Wie es zu dem Unfall kommen konnte, ermittelt die Polizei.

Ein ausgedehnter Waldbrand hat ab Freitagnachmittag bis teilweise Samstagvormittag rund 300 Einsatzkräfte mehrerer Feuerwehren sowie etliche Kräfte von Polizei, THW und den Rettungsdiensten gefordert. Der Brand in einem großen Waldgebiet zwischen Beutelhausen und Eugenbach wurde am Freitag gegen 16:30 von Autofahrern von der A 92 aus entdeckt. Als die ersten Kräfte in der Nähe des Brandortes eintrafen, stand schon eine große Fläche Wald in Flammen. Wegen des bereits weit fortgeschrittenen Brandes und der schwierigen Zugänglichkeit der Brandstelle an einem Abhang wurde sofort ein Großaufgebot an Feuerwehren und Rettungskräften in Marsch gesetzt. Dazu gehörten auch die Flughelfergruppe Neustadt an der Donau mit Hubschrauber-Außenlastbehältern sowie zwei Hubschrauber der Polizei. 
Durch die Einsatzleitung wurde die Einsatzstelle dann in mehrere Abschnitte unterteilt. Ziel war es zuerst, sowohl auf der Ostseite als auch auf der Westseite der Brandstelle ein weiteres Ausbreiten der Flammen zu verhindern. Dazu wurden längere Schlauchleitungen von Weihern und Bächen im Tal zur Einsatzstelle gelegt und dazu noch ein Pendelverkehr mit mehreren Tanklöschfahrzeugen und Güllefässern eingerichtet. Nachdem diese logistisch und materiell äußerst anspruchsvolle Aufgabe gemeistert war, konnten dann auch erste Löscherfolge erzielt und die Flammen unter Kontrolle gebracht werden. Die verbrannte Fläche betrug aber zu diesem Zeitpunkt bereits mehrere Tausend Quadratmeter. Ein weiterer Einsatzabschnitt war die Brandbekämpfung aus der Luft mit den beiden jeweils 900 Liter Löschwasser fassenden Außenlastbehältern der Feuerwehr Neustadt. Diese wurden von Feuerwehrkräften auf dem Sportplatz in Gündlkofen gefüllt und dann mit Hubschraubern der Polizei zur Brandstelle geflogen und dort abgelassen. Die endgültigen Löscharbeiten stellten sich dann als äußerst schwierig und langwierig dar. Immer wieder flammten am trockenen Waldboden Glutnester und Flammen auf, die dann in mühevoller Kleinarbeit gelöscht und umgegraben wurden. Unterstützt wurden diese Arbeiten von einem weiteren Hubschrauber der Polizei mit einer Wärmebildkamera. Teilweise wurden die Löschmannschaften am Boden von der Crew des Hubschraubers zu den Glutnestern gelotst. Dazu kamen auch am Boden mehrere Wärmebildkameras zum Einsatz. Bis kurz nach Mitternacht konnten dann die größten Glutnester gefunden und gelöscht werden, so dass der Einsatz für diesen Tag abgebrochen werden konnte. Nachdem über Nacht glücklicherweise eine leichte Abkühlung einsetzte, kamen bei der Tags drauf durchgeführten Kontrolle – ebenfalls wieder unterstützt von einem Hubschrauber – keine weiteren Glutnester mehr zum Vorschein. Der Einsatz konnte daraufhin in den Vormittagsstunden des Samstages beendet werden. Die insgesamt verbrannte Fläche dürfte bei rund 6.000 bis 7.000 Quadratmetern liegen. Eine Gefahr für bebaute Gebiete sowie Menschen und Tiere bestand zu keiner Zeit. 
Insgesamt kamen bei diesem Waldbrand, der zu den größten Waldbränden in der Region in den letzten Jahren zählt, fast 400 Einsatzkräfte – davon rund 300 der Feuerwehr aus Stadt und Landkreis Landshut, dem Landkreis Freising und dem Landkreis Kelheim – zum Einsatz. Die Zusammenarbeit zwischen allen Kräften funktionierte dabei reibungslos. Die Gesamteinsatzleitung lag bei Kreisbrandinspektor Karl Hahn, der von den Kreisbrandmeistern Günther Deller und Florian Baumann als Abschnittsleiter unterstützt wurde. Bezüglich Sachschaden und Brandursache ermittelt die Polizei. 
Bilder: „Kreisbrandinspektion Landshut“.

Landshut. Zu einem Brand mussten mehrere Löschzüge der Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei am Freitag, 13.04.2018, gegen 13:10 Uhr, nach Schönbrunn ausrücken. Auf dem Dach des Neubaus der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz Am Lurzenhof brannte eine noch kurz zuvor verlegte Bitumenbahn. Das Feuer griff dabei auf den angrenzenden Neubau der Halle über und beschädigte dabei einen Leimbinder des Daches. Verletzt wurde bei dem Brand niemand. Nach ersten vorsichtigen Schätzungen könnte der Schaden ca. 70 – 80 000,- Euro betragen. Die Polizei ermittelt wegen Fahrlässiger Brandstiftung.

 

Glimpflich endete die Notlandung eines kleinen Sportflugzeuges am späten Samstagnachmittag am Flugplatz Ellermühle. Die hinzugezogene Feuerwehr musste sich lediglich ausgelaufene Betriebsstoffe beseitigen, die aus einem bei der Notlandung beschädigten Tank austraten. Die Feuerwehr setzte hierzu mehrere Säcke Ölbindemittel sowie mehrere Besen ein. Nachdem die Betriebsstoffe gebunden und das Flugzeug durch Fachleute gesichert wurde, konnte die Feuerwehr wieder abrücken. Der Pilot kam soweit der Feuerwehr bekannt ist, mit dem Schrecken davon. Zum Sachschaden und zur Unglücksursache kann die Feuerwehr keine Angaben machen.

Der Einsatz zur Bergung und Beseitigung der in der Oberndorfer Straße in Landshut aufgefundenen Gasflaschen konnte mit der Sprengung der letzten Flasche am Abend des 27. März beendet werden. Damit endete für die Landshuter Feuerwehr sowie für viele weitere involvierte Feuerwehren und Hilfskräfte ein fast 13-tägiger Einsatz. Während an den ersten Tagen (15/16/17 März) das Hauptaugenmerk der Einsatzkräfte auf der Evakuierung und Sicherung des Areals an der Oberndorfer Straße lag, so konzentrierten sich die Arbeiten mit Beginn der Sprengarbeiten auf eine Kiesgrube im nördlichen Landkreis Landshut.

Die Evakuierungsaktion begann für die Feuerwehr, die Polizei, das THW, die Rettungsdienste und diverse Mitarbeiter der Stadtverwaltung am Donnerstagabend. Wie schon beim Bombenfund an der Flutmulde wurden alle betroffenen Bewohner vorab informiert und unterwiesen. Parkplätze wurden vorab gesperrt. Nach einer kurzen Nacht begann dann am Freitag die Evakuierung und Sperrung des Areals rund um das ehemalige Hentschelgrundstück. Nachdem die Evakuierung gegen 9:00 abgeschlossen war, konnten die Sprengmeister mit ihrer mühevollen Kleinarbeit beginnen. Im Erdreich tauchten dann weit mehr als die ursprünglich festgestellten rund 30 Flaschen – am Ende waren es 133 alte Gasflaschen – auf. Der Kampfmittelräumdienst schaffte es dennoch auch mit Arbeiten bei Dunkelheit, die Flaschen alle bis Samstagabend bergen zu können. Während dieser Zeit standen permanent Rettungskräfte bereit, um im Notfall sowohl bei einem Brandausbruch als auch bei anderweitigen Komplikationen oder Verletzungen einschreiten zu können. Anschließend konnten die Bewohner wieder in ihre Wohnungen zurückkehren und die Sperren wurden aufgehoben. Doch damit war der Einsatz noch nicht beendet. Nun galt es, alle als potentiell gefährlich bzw. alle nachweislich noch gefüllten Flaschen sachgerecht zu sprengen und zu entsorgen. Dafür wurde eine abgelegene Kiesgrube im nördlichen Landkreis Landshut ausgesucht. Täglich wurde fortan in dieser Kiesgrube Flasche für Flasche sorgfältig gesprengt.

Dass diese Vorsichtsmaßnahmen von Anfang bis Ende vollauf gerechtfertigt waren, zeigt nun die Bilanz nach Abschluss der Sprengungen. Von 133 Flaschen mussten 98 gesprengt werden. Weitere neun Flaschen, in denen sich Ammoniak, Schwefeldioxid und zweimal ein nicht näher definierbares Gasgemisch befanden, mussten als Sondermüll entsorgt werden. Bei den gesprengten Flaschen waren nachweislich noch rund ein Dutzend mit Acetylen, Sauerstoff und Propan gefüllt. Zwei gefüllte Propangasflaschen und zwei volle Acetylengasflaschen gingen bei der Sprengung sogar in einem großen Feuerball in die Luft. Für die Sprengmeister und Wachmannschaften sowie für die umliegenden Flächen bestand jedoch auf Grund des abgelegenen Sprengplatzes keine Gefahr.
Seitens der Feuerwehr Landshut waren während der Evakuierung und Räumung des Grundstückes rund 30 Einsatzkräfte vor Ort. Wähernd der Sprengung wurde die Absicherung des Brandschutzes täglich durch jeweils 10-15 Mann der Feuerwehren Furth, Arth und Schatzhofen sichergestellt, die Landshuter Feuerwehr unterstützte die Sprengarbeiten mit einem Messtrupp. Geleitet wurde der komplette Einsätz in Landshut vom im Vorfeld als Örtlichen Einsatzleiter bestimmten Stadtbrandrat Gerhard Nemela, der von Stadtbrandinspektor Martin Dax unterstützt wurde. Die Einsatzleitung im Landkreis hatten Kreisbrandinspektor Johann Haller und der Kommandant der FFW Furth Stephan Bach inne. Die Landshuter Feuerwehr dankt an dieser Stelle allen Bürgerinnen und Bürgern für deren Verständnis sowie den zusätzlich beteiligten Feuerwehren, Hilfsorganisationen und der Stadtverwaltung für die lange und gute Zusammenarbeit. 

Allen beteiligten Einsatzkräften aus Stadt und Landkreis sowie den Mitarbeitern der Verwaltungsbehörden gilt dazu ein besonderer Dank des Oberbürgermeisters Alexander Putz.

weiterer Zwischenstand:
– Zur Fundstelle: Die Bergung der Gasflaschen beginnt, für den Abtransport werden Sand und Paletten angeliefert. Die Arbeiten erfolgen auch nachts, Sperrungen bleiben aufrecht erhalten.
Die Entsorgung der Gasflaschen erfolgt auf der Deponie Spitzlberg.
– Anzahl der Einsatzkräfte: Waren in der Spitze 93, derzeit 46.
– Verkehr, Polizei, Feuerwehr und Rotes Kreuz meldeten keine Besonderheiten und äußerten sich positiv über reibungslosen Ablauf. Die Betroffenen haben sich vorbildlich verhalten – hierfür und vor allem für das entgegengebrachte Verständnis möchten wir uns nochmals herzlich bedanken.