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Feuerwehr Landshut

Eine ausgedehnte Ölspur, die sich über die B11/15 durch die Harlander-, Stetthaimer- und Nikolastraße bis zur Berufsschule 1 zog, hat am Dienstagvormittag die Freiwillige Feuerwehr Piflas sowie zwei Löschzüge der Landshuter Feuerwehr zwei Stunden lang auf Trab gehalten. Die Ölspur wurde von einer defekten Hydraulikleitung eines Baggers verursacht und von den Einsatzkräften mit vielen Säcken Ölbindemittel abgestreut. Anschließend kam eine Kehrmaschine der Bauamtlichen Betriebe zum Einsatz. Während der Arbeiten kam es im direkten Arbeitsbereich der Einsatzkräfte immer wieder kurzzeitig zu Verkehrsbehinderungen.

Abschlussbericht der FFW Landshut zum Brand  am Tannenweg

 

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch wurden die Freiwilligen Feuerwehren aus Landshut und Altdorf kurz vor Mitternacht zu einem Dachstuhlbrand in einer großen dreistöckigen Mehrparteienanlage am Landshuter Tannenweg alarmiert.

Bereits auf der Anfahrt waren eine massive Rauchentwicklung sowie Flammen weithin sichtbar, so dass die Alarmstufe unmittelbar nochmals erhöht wurde. Auf Grund der Vielzahl an gemeldeten Bewohnern im Brandobjekt wurde parallel auch seitens der Polizei und vom Rettungsdienst ein Großaufgebot in Marsch gesetzt. Auch Mitarbeiter der Landshuter Stadtwerke wurden zur Einsatzstelle beordert, um das Gebäude komplett von der Strom- und Gasversorgung abzuschließen.

Am Brandobjekt – einer großen U-förmigen Mehrparteienanlage – stellte sich die Lage wie folgt dar. Der Dachstuhl des Gebäudes stand an einer Ecke im Vollbrand, das Feuer breitete sich deutlich sichtbar in beide Richtungen weiter aus. Deshalb wurden sofort über die Drehleiter aus Altdorf sowie über mehrere Strahlrohre vom Boden aus mit den Löscharbeiten bzw. mit der Abschirmung der angrenzenden Gebäudetrakte begonnen. Parallel machten sich Atemschutztrupps der Feuerwehr auf den Weg ins Gebäude. Seitens der Polizei und weiteren Feuerwehrkräften wurden zwischenzeitlich insgesamt fünf Eingänge des Gebäudes rund um den brennenden Bereich geräumt. Der Bewohner der Wohnung unter dem brennenden Dachstuhl bemerkte das Feuer, konnte sich selbst ins Freie retten und Alarm schlagen. Insgesamt waren in den Eingängen 75 Personen gemeldet, wovon schließlich etwa 55 Personen vom Rettungsdienst bei einem benachbarten Hotel betreut wurden. Die Personen, die Kontakt mit Rauch hatten, wurden von Ärzten gesichtet. Nach Kenntnis der Feuerwehr wurden zwei Personen mit einer Rauchgasinhalation leicht verletzt, wovon eine Person in ein Krankenhaus eingeliefert werden musste. Ob sich die übrigen Personen direkt nach der Räumung ohne Meldung beim Rettungsdienst zu Freunden begaben oder zum Zeitpunkt des Brandausbruchs überhaupt nicht zu Hause waren, ist der Feuerwehr nicht bekannt. Eine intensive Absuche der Gebäude im Laufe des Einsatzes verlief negativ.

Nachdem der erste massive Löschangriff eine erste Wirkung gezeigt hatte, konnten noch mehr Atemschutztrupps in die Wohnungen sowie in den Dachstuhl vordringen. Jedoch erschwerten den Einsatzkräften die immer wieder aufflammenden Glutnester und Brandherde unter den Ziegeln sowie in der Isolierung die Arbeiten massiv. Deshalb wurde von der nördlichen Seite eine weitere Drehleiter in Stellung gebracht. Dazu mussten zunächst mit schwerem Gerät mehrere gusseiserne Fahrradständer und Wäschespinnen weggeflext werden. Anschließend konnten die Einsatzkräfte mit den umfangreichen Nachlöscharbeiten beginnen. Dazu musste unter anderem die Dachhaut von Außen an mehrere Stellen geöffnet werden, im Speicher mussten Wände aufgestemmt sowie Blechverkleidungen und Isolierungen entfernt werden.

Gegen 2:30 konnten erste Kräfte wieder aus dem Einsatz heraus gelöst werden. Die Nachlöscharbeiten zogen sich jedoch bis in den Mittwochvormittag hinein. Auch im Laufe des Vormittages wurden nochmals Brandnachschauen durchgeführt, je nach Ergebnissen werden diese auch über den Mittwoch noch weiter fortgeführt. Während die Wohnungen in den Eingängen neben der Brandstelle noch bewohnbar sind, so sind die Wohnungen im Hauseingang direkt unter dem Brandherd durch Brand- und Wassereinwirkungen nach aktuellem Stand unbewohnbar.

Ein in Absprache zwischen Rettungsdiensten und dem Katastrophenschutz der Stadt Landshut eingerichtetes Notquartier in der Sparkassenarena wurde schlussendlich nicht mehr bezogen. Bis auf ein älteres Ehepaar, welches im Hotel blieb, konnten alle anderen Bewohner entweder zurück in ihre Wohnungen oder bei Freunden und Bekannten unterkommen. Ein zwischenzeitlich angedachtes Abstützen des beschädigten Dachstuhls durch das THW musste in der Nacht nicht mehr durchgeführt werden. Das Gebäude wurde nach Abschluss der Löscharbeiten am Vormittag in die Obhut der Hausverwaltung übergeben.

 

Seitens der Freiwilligen Feuerwehren aus Landshut (Löschzüge Stadt, Rennweg, Hofberg, Siedlung, Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung) und Altdorf waren rund 100 Kräfte vor Ort. Die Einsatzleitung lag bei Stadtbrandrat Gerhard Nemela und Stadtbrandinspektor Martin Dax. Hinzu kamen weitere rund 50 Kräfte der Rettungsdienste, mehrere Streifenbesatzungen der Polizei und Fachpersonal des THW Landshut. Zu Sachschaden und Brandursache haben Polizeibeamte noch in der Nacht die Ermittlungen aufgenommen.

 

Foto: FFW Landshut

Im Bild von links. Vorsitzender Andreas Kei, Stadtbrandinspektor Martin Dax, Michael Lipp, Christian Bauer, Markus Heinrich, Hans Zirngibl, Stadtbrandrat Gerhard Nemela. 
Seit vergangenem Mittwoch steht der Löschzug Münchnerau der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Landshut unter neuer Führung. Für den bisherigen Zugführer Michael Lipp und seinen Stellvertreter Hans Zirngibl, die beide bereits im Winter angekündigt hatten, sich nach insgesamt 18 gemeinsamen Jahren an der Spitze des Löschzugs nicht mehr zur Wahl zu stellen, wurden Christian Bauer als neuer Zugführer und Markus Heinrich als sein Stellvertreter neu gewählt. Christian Bauer wurde dabei als einziger Kandidat von den aktiven Zugsmitgliedern einstimmig zum Zugführer gewählt. Bei der Wahl zum Stellvertreter erhielt Markus Heinrich die Mehrheit gegenüber seinem Mitbewerber Stephan Höschele.
Christian Bauer ist 39 Jahre alt und seit 1998 freiwilliger Feuerwehrmann. Seit er 2011 nach Landshut kam, ist er beim Löschzug Münchnerau aktiv. Markus Heinrich ist 42 Jahre alt und seit 2002 bei der Landshuter Feuerwehr. Beide können in ihrem bisherigen Feuerwehrleben bereits auf jede Menge Einsatzerfahrung sowie auf diverse Lehrgänge bis hin zum Zugführer und unterschiedliche ausgeführte Zusatzaufgaben wie Jugendwart, Internetbeauftragter (Christian Bauer) sowie Funkbeauftragter und Wacheinteiler (Markus Heinrich) zurückblicken.
Stadtbrandrat Gerhard Nemela, Stadtbrandinspektor Martin Dax sowie der Vorsitzende der Landshuter Feuerwehr Andreas Kei dankten Michael Lipp und Hans Zirngibl für ihren Vorgängern für deren langen Einsatz rund um den Löschzug Müncherau und die Landshuter Feuerwehr. Beide standen gemeinsam seit 2001 an der Spitze des Löschzugs. Michael Lipp war zuvor noch von 1995 bis 2001 stellvertretender Zugführer. Die scheidenden Zugführer wünschen ihren Nachfolgern alles Gute und ein stets glückliches Händchen bei ihren Entscheidungen. Lipp und Zirngibl bleiben dem Löschzug Münchnerau als aktive Feuerwehrleute und Dienstgrade weiter erhalten und werden auch ihren Nachfolgern wenn nötig gerne mit Rat und Tat zur Seite stehen. Die neue Wahlperiode dauert satzungsgemäß wieder sechs Jahre.
Der Löschzug Münchnerau der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Landshut ist mit aktuell drei Einsatzfahrzeugen, einem Anhänger und 49 aktiven Feuerwehrfrauen und -Männern für das Gebiet rund um die Münchnerau und den durch Landshut führenden Autobahnabschnitt der A 92 zuständig. Zu den wichtigsten Sonderobjekten im Einsatzgebiet gehören der LA Park, der Flugplatz Ellermühle sowie das Speedwaystadion. Pro Jahr absolvieren die ehrenamtlichen Einsatzkräfte zwischen 50 und 60 Einsätze.

FEUERWEHR LANDSHUT IM EINSATZ

Verkehrsunfall in der Luitpoldstraße – Entenfamilie gerettet

 

Gegen 09:20 wurde die Feuerwehr zu einem Verkehrsunfall zwischen zwei PKW in der Luitpoldstraße gerufen. Dabei wurde nach Kenntnis der Feuerwehr eine Person verletzt. Da beide PKW erheblich beschädigt und nicht mehr fahrbereit waren, musste die Feuerwehr die Fahrbahn teilweise sperren. Weiter wurden auslaufende Betriebsstoffe gebunden und der Brandschutz sichergestellt. Nachdem die Fahrzeuge abgeschleppt waren, konnte die Luitpoldstraße wieder komplett freigegeben werden. Zur Unfallursache und zum entstandenen Sachschaden ermittelt die Polizei.

 

Kurz nach diesem Einsatz wurde die Feuerwehr über eine Entenfamilie in Kenntnis gesetzt, die auf dem begrünten Dach eines Bürogebäudes an der Luitpoldstraße lebt und nun den Weg zum Wasser suchte. Die Einsatzkräfte fingen die Mutter mit ihren Jungen vorsichtig ein und setzten diese außerhalb Landshut an einem ruhigen Platz wieder aus.

 

Fotos: Feuerwehr Landshut

 

Landshuts neue Feuerwehrfrau ist Katharina Lutz vom LZ Siedlung. Die acht neuen Feuerwehrmänner sind Daniel Hamm und Michael Guttenberger vom LZ Stadt, Andreas Helzel und Andreas Hödl vom LZ Achdorf, Josef Obinger vom LZ Rennweg, Tam Van Le vom LZ Siedlung, Manuel Huber vom LZ Schönbrunn und Sebastian Rückl vom LZ Frauenberg. 

Die Landshuter Feuerwehr durfte sich am gestrigen Samstagabend über die Übernahme von neun Feuerwehranwärtern freuen. In den Wochen zuvor konnten eine Feuerwehrfrau und acht Feuerwehrmänner erfolgreich die Modulare Truppmannausbildung durchlaufen und sind somit für den aktiven Einsatzdienst gerüstet. Stadtbrandrat Gerhard Nemela gratulierte allen Anwärtern zu deren sehr guten Ergebnissen bei den Abschlussprüfungen sowie bei der Leistungsprüfung, merkte aber zugleich an, dass es in der Feuerwehr mit dem Lernen nun nicht vorbei sei, sondern dass im Rahmen der regulären Übungen und nachfolgenden Lehrgängen weitere Lerninhalte, neue Gerätschaften und Handgriffe folgen werden, die es ebenso zu verinnerlichen gilt. Ausbildungsleiter Thomas Schindler, der in diesem Jahr erstmals den Grundausbildungslehrgang geleitet hat, machte seiner Truppe für deren Einsatz, Engagement und die hohe Anwesenheit bei den Ausbildungsstunden ein dickes Kompliment. Zugleich dankte er seinem Vorgänger Josef Singer für seine Unterstützung sowie allen Zugsausbildern für deren stete Bereitschaft, bei Ausbildungen mitzuarbeiten. Landshuts Oberbürgermeister Alexander Putz gratulierte allen Anwärtern für deren Ergebnisse und unterstrich in seinen kurzen Grußworten noch einmal die enorme Bedeutung des Ehrenamts und der Freiwilligen Feuerwehr in einer nun 72.000 Einwohner zählenden Stadt wie Landshut. Anschließend nahmen der 1. Vorsitzende Andreas Kei, Stadtbrandrat Gerhard Nemela und Oberbürgermeister Alexander Putz im Beisein von Stadtrat und Verwaltungsbeirat der Feuerwehr Rudi Schnur die offizielle Übernahme der acht anwesenden Anwärter vor. Dabei wurden allen die Beförderungsurkunde zum Feuerwehrmann bzw. zur Feuerwehrfrau sowie die Ärmelzeichen und das Leistungsabzeichen in Bronze verliehen. Nicht fehlen durfte dabei natürlich auch der Funkmeldeempfänger, mit denen die Nachwuchskräfte künftig mit der aktiven Mannschaft zu Einsätzen gerufen werden. Bei der Übernahme konnte Manuel Huber vom LZ Schönbrunn leider nicht anwesend sein, wurde aber ebenso wie seine acht Kolleginnen und Kollegen in den aktiven Einsatzdienst übernommen.

Ein Wohnungsbrand hat am Samstagvormittag in der Nikolaus-Alexander-Mair-Straße in Landshut in einem dortigen Mehrparteienhaus drei Verletzte gefordert, wobei nach Kenntnis der Feuerwehr der Bewohner der Brandwohnung mittelschwer und zwei weitere Bewohnerinnen aus dem Erdgeschoss und dem zweiten Obergeschoss leicht verletzt wurden.
Beim Eintreffen der Feuerwehr stand die Wohnung im ersten Obergeschoss bereits im Vollbrand und starker Rauch drang über das Treppenhaus und die Fenster nach draußen. Da im 2. OG noch eine Bewohnerin in ihrer Wohnung ausharrte und diese nicht über das bereits verrauchte Treppenhaus ins Freie verlassen konnte, wurde diese sofort mit der Drehleiter der Feuerwehr gerettet. Der Bewohner der Brandwohnung und eine weitere Bewohnerin des Erdgeschosses befanden sich zu diesem Zeitpunkt bereits im Freien. Parallel gingen Atemschutzträger mit Wasser zum Innenangriff und zur Absuche nach weiteren möglicherweise noch im Objekt befindlichen Bewohnern vor. Diese Suche verlief aber zum Glück negativ. Somit konnten sich die Einsatzkräfte dann komplett auf das Ablöschen der Wohnung konzentrieren, was nach kurzer Zeit dann auch erfolgreich war. Wegen der starken Rauchentwicklung wurden im Anschluss das Brandobjekt selbst sowie ein baulich getrennt stehendes Nachbarhaus mit Überdrucklüftern entraucht. Die Wohnung ist nahezu komplett ausgebrannt und nicht mehr bewohnbar. Die Bewohner der Nachbarwohnungen konnten nach Abschluss der Lösch- und Kontrollarbeiten wieder in Ihre Wohnungen zurückkehren.
Im Einsatz waren unter der Leitung von Stadtbrandrat Gerhard Nemela und Stadtbrandinspektor Martin Dax rund 55 Feuerwehrkräfte der Landshuter Löschzüge Stadt und Siedlung sowie von der Feuerwehr Piflas. Die Einsatzleiter wurden dabei von der UGÖEL unterstützt. Bezüglich Brandursache und Sachschaden ermittelt die Polizei.

Am Montagmorgen kam es im Berufsverkehr in Fahrtrichtung München zwischen den Anschlussstellen Landshut West und Moosburg Nord – ungefähr auf Höhe der Radwegunterführung zur Ellermühle – zu einem schweren Verkehrsunfall mit mehreren LKW. Dabei fuhr ein mit etwa 20 Tonnen Schotter beladener Sattelschlepper auf einen anderen LKW auf. Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Führerhaus des LKW komplett demoliert und der Fahrer im Führerhaus eingeklemmt. In den Unfall wurde dann noch ein weiterer direkt hinter dem LKW befindlicher Kleintransporter verwickelt, der über umherfliegende Trümmerteile gefahren ist. Durch die alarmierten Feuerwehren aus Landshut und Altdorf wurde zuerst der eingeklemmte LKW Fahrer mit schwerem hydraulischen Rettungsgerät aus der Fahrzeugkabine gerettet und dem Rettungsdienst übergeben. Er wurde mit dem Hubschrauber in ein Krankenhaus eingeliefert und nach Kenntnis der Feuerwehr schwer verletzt.
Als weitere Schwierigkeiten für die Einsatzkräfte entpuppten sich der völlig zerfetzte Fahrzeugtank des LKW, wodurch der Treibstoff über die gesamte Autobahn verteilt wurde und die 20 Tonnen Schotter auf der Ladefläche. Die mit Treibstoff verunreinigte Fahrbahn wurde von den Einsatzkräften mit etlichen Säcken Bindemittel abgestreut – anschließend kam eine Kehrmaschine zum Einsatz. Für die Entladung des LKW wurde dazu noch das THW Landshut, ein Kran der Autobahndirektion sowie eine Fachfirma verständigt. Während der Rettungsarbeiten und auch aktuell noch wegen der Umladearbeiten ist die Autobahn in Richtung München ab Landshut West komplett gesperrt. Der Einsatz dauert zur Stunde noch an. Bis zur endgültigen Freigabe der BAB – sprich bis der LKW komplett entladen und alle Fahrzeuge abgeschleppt sind sowie die Autobahn komplett gereinigt ist – ist nach Einschätzung der Feuerwehr erst um die Mittagszeit zu rechnen. Im Einsatz sind rund 60 Einsatzkräfte der Löschzüge Stadt und Münchnerau sowie der Feuerwehr Altdorf. Ebenfalls im Einsatz ist das THW Landshut, das bei der Umladung des LKW hilft. Neben dem Fahrer des aufgefahrenen LKW gibt es soweit der Feuerwehr bekannt ist keine weiteren Verletzten.
Die Rettungsgasse kann beim heutigen Einsatz mit Ausnahme des ersten Fahrzeuges als sehr gut bezeichnet werden. Bei der Durchfahrt des ersten Fahrzeuges musste die Mannschaft zwei Mal aussteigen, um Fahrzeuge zum Freimachen der Rettungsgasse zu bewegen. Alle nachrückenden Fahrzeuge hatten dann keine Probleme bei der Durchfahrt – hier wurde die Rettungsgasse vorbildlich gebildet und auch offen gehalten.
Das Bild der Feuerwehr Landshut zeigt die aktuell laufende Umladeaktion.

Evakuierungen im Bereich Wolfsbacher Weg wegen drohenden Dammbruchs

Ein Unwetter mit extremen Starkregen und ein nachfolgendes lange stehendes Starkregengebiet haben am Dienstagabend im Landshuter Osten sowie in Teilen des Landkreises für teils schwere Überschwemmungen gesorgt. In Landshut war davon vor allem der Bereich rund um Schönbrunn/Schweinbach betroffen. In diesem Bereich waren in der Spitze bis zu 200 Kräfte von Feuerwehr, THW, Polizei und Rettungsdiensten von 18:30 bis 5:00 morgens im Einsatz.
Durch den heftigen Starkregen – ein Kamerad der Landshuter Feuerwehr hat aus seinem privaten Regenmesser bereits nach einer halben Stunde 50 Liter Wasser entleert – liefen gegen 19:00 mit der ersten Unwetterzelle sowohl die Regenrückhaltebecken in Attenkofen als auch die Becken oberhalb Schweinbach voll. Nach Kenntnis der Feuerwehr wurden in diesen Becken 105.000 Kubikmeter Wasser zurückgehalten. Trotzdem kam es bereits zu diesem Zeitpunkt im Bereich der Staatsstraße 2045 nach Adlkofen/Jenkofen, im Bereich der Wildbachstraße und auch im Kreuzungsbereich Niedermayerstraße/Wildbachstraße zu Überflutungen der Fahrbahn und einiger Garagen und Grundstücke. Hier wurden von Anwohnern und Feuerwehrkräften Sandsäcke zum Schutz der Grundstücke aufgebaut. Da mit den Wassermassen auch einiges an Geröll, Schlamm und Holzteilen auf die Fahrbahn geschwemmt wurde, rückte das THW zusätzlich mit schwerem Räumgerät an. So musste auch die Anfahrt des Löschzugs Frauenberg über die Frauenberger Straße nach Schönbrunn erst von Unrat befreit werden. Die Straße wurde zwischen der Sparkassenarena und der Gretlmühle komplett gesperrt. Durch den kurzzeitig nachlassenden Regen entspannte sich gegen 21:00 die Situation schließlich ein wenig.
Rund eine Stunde später setzte dann aber über Landshut und dem Landshuter Osten erneut heftiger Starkregen ein. Durch die bereits gefüllten Regenrückhaltebecken lief das hier niedergehende Wasser sofort über den Schweinbach ab, was schließlich gegen 23:00 zu steigenden Pegeln und damit zu einer Zuspitzung der Lage am Schweinbachdamm auf der Seite des Wolfsbacher Weges führte. Die dortige Wohnbebauung liegt an den tiefsten Stellen rund drei bis vier Meter unterhalb der Dammkrone des Schweinbachs. Da hier ein Überschwappen des Wassers und damit eine akute Gefährdung des Dammes nicht mehr ausgeschlossen werden konnte, wurde hier mit mehreren tausend Sandsäcken der Damm erhöht. Zusätzlich wurden mit weiteren Sandsäcken einige Anwesen gesichert. Durch das schnell steigende Wasser und bereits einige leicht überströmte Stellen konnte gegen 23:30 auch ein Dammbruch nicht mehr ausgeschlossen werden. Daher entschlossen sich die Einsatzkräfte aus Sicherheitsgründen dazu, den Bereich des Wolfsbacher Weges zu evakuieren und bis auf einen Löschzug, alle verfügbaren Kräfte der Landshuter Feuerwehr nach Schönbrunn zu beordern. Die von Polizeibeamten und Feuerwehrkräften durchgeführte Evakuierung von über 50 Personen verlief völlig reibungslos. Für sie wurde von Kräften der Rettungsdienste in der nahen Sparkassenarena eine Notunterkunft mit Betten, Verpflegung und Betreuung eingerichtet. Durch die massive Dammsicherung gelang es den Einsatzkräften schließlich, den Damm zu sichern und eine großflächige Überflutung des Wolfsbacher Weges zu verhindern. Bis auf kleinere Probleme in Kellern und Garagen kann man hier am Ende dann doch von Glück im Unglück sprechen. In der Nacht rückte dann zusätzlich zur Entlastung der Landshuter Kräfte noch das THW Mühldorf an, die sich aber glücklicherweise auf kleinere Sicherungsmaßnahmen sowie Aufräumarbeiten beschränken konnten. Die Evakuierung konnte schließlich gegen 4:00 morgens aufgehoben werden.
Bei diesem Einsatz konnte auch erstmals der neue Teleskoplader der Landshuter Feuerwehr seinen hohen Einsatzwert unter Beweis stellen. Das Fahrzeug unterstützte im Bereich Schönbrunn die Verladetätigkeiten der Sandsäcke, so dass den dort arbeitenden Kräften einige Meter Trageweg erspart werden konnten. Bewährt hat sich ebenfalls das massive Aufstocken des Sandsackbestandes im Bereich der ehemaligen Panzerhallen. Diese wurden im Bereich Schönbrunn eingesetzt, weitere Paletten wurden zur Unterstützung nach Geisenhausen geschickt. Ein kurzzeitig möglicher Engpass wurde durch Sandsacklieferungen aus dem Gemeindebereich Essenbach kompensiert.
Insgesamt waren an diesem Abend im Bereich Schönbrunn/Schweinbach rund 200 Kräfte von Feuerwehr, THW, Rettungsdiensten und Polizei im Einsatz. Der Einsatz wurde dabei von den Führungskräften um Stadtbrandrat Gerhard Nemela sowie der Einsatzleiter von THW, Polizei und BRK aus der Kreiseinsatzzentrale koordiniert und geleitet. Vor Ort fungierten Landshuter Zugführer mit Unterstützung des Führungsfahrzeuges sowie der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung als Abschnittsleiter. Seitens der Landshuter Feuerwehr standen in dieser Nacht die Löschzüge Stadt, Achdorf, Rennweg, Hofberg, Münchnerau, Schönbrunn und Frauenberg im Einsatz. Für die Notwendigkeit einer etwaigen weiteren Sandsackfüllung wurde dazu der Löschzug Siedlung in Bereitschaft gehalten. Den Brandschutz in der Stadt stellten in dieser Zeit Bereitschaften in der Hauptwache und in der Wache Rennweg sicher. Die Zusammenarbeit mit allen weiteren Hilfsorganisationen funktionierte dabei gewohnt reibungslos.
Gegen 5:00 morgens endete der Einsatz schließlich für die meisten Kräfte der Landshuter Feuerwehr. Für einige Kräfte ging es jedoch bis zum Mittwochmorgen mit Kleinren Aufräumarbeiten, Kellerpumpen und Erkundungen in vorher nicht zugänglichen Bereichen weiter.
Zusätzlich zum Einsatzgeschehen in Landshut wurden von der Kreiseinsatzzentrale im Landkreis Landshut im Zeitraum von 18:00 bis 4:45 morgens – vorwiegend in den Bereichen Adlkofen, Hohenegglkofen, Geisenhausen sowie Pfeffenhausen – nahezu 200 Einsätze von 51 alarmierten Feuerwehren koordiniert. Die reale Zahl dürfte gerade wegen der Großschadenslage rund um Geisenhausen, bei der noch nicht alle Einsätze einzeln erfasst werden konnten, noch deutlich höher liegen. Hierzu wurde das Personal der Kreiseinsatzzentrale von Kreisbrandinspektor Andres Pichl unterstützt.

SPATENSTICH FÜR DEN NEUBAU DES FEUERWEHRGERÄTEHAUSES WOLFGANGSSIEDLUNG – Die Gesamtkosten der Baumaßnahme belaufen sich auf 2,55 Millionen Euro

 

Oberbürgermeister Alexander Putz gemeinsam mit Stadtbrandrat Gerhard Nemela und dem Zugführer des Löschzuges 7 – Siedlung Hermann Ertl haben den ersten symbolischen Spatenstich für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses Wolfgangssiedlung an der Oberndorferstraße gesetzt.

 

OB Alexander Putz und Standbrandrat Gerhard Nemela ei Ihren Begrüßungworten und Ansprachen

 

Der Neubau auf dem knapp 3000 qm großen Grundstück umfasst teils ein zweigeschossiges Gebäude mit Pultdach und schließt städtebaulich die dortige Baulücke zwischen dem Parkdeck und der neuen Bebeauunng. Das Gebäude rückt im Norden an die Oberndorferstraße und erstreckt sich längs an der Ostgrenze des Grundstückes in Richtung Bahnlinie. Die Ausfahrten aus der Fahrzeughalle orientieren sich aus Westen. Im Inneren sind die Räume zweigeschossig und die Fahrzeughalle mit fünf Stellplätzen angeordnet. Ebenerdig, entlang der Oberndorferstraße, neben dem Hupteingang, schließt die Einsatzzentrale mit der Verwaltung an. Es folgen – getrennt durch die Treppe ins Obergeschoß mit direkter Verbindung zur Fahrzeughalle – die Lagerräume sowie die Umkleiden mit Sanitärräumen. Im Obergeschoß befinden sich die Schulungs- und Bereitschaftsräume mit eigenen Sanitärräumen.

Die Gesamtmaßnahme soll in einem Bauabschnitt erfolgen und bereits im Sommer 2019 fertiggestellt werden. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme belaufen sich auf 2,55 Millionen Euro. Nach Abzug einer finanziellen Förderung von voraussichtlich 314.000 Euro (FwZR – Feuerwehr-Zuwendungsrichtliniuen) investiert die Stadt insgesamt 2.32 Millionen Euro.

 

Fotos: lodermeier

Die Feuerwehr Landshut hatte am Wochenende ein breites Einsatzspektrum zu absolvieren.

Gleich drei Mal mussten im Bereich der E.ON Allee, am Isargestade und an der Weilerstraße auslaufende Betriebsstoffe bzw. Ölspuren gebunden werden.

Dazu musste die Feuerwehr am Samstag zwei Kleinkindern zur Hilfe kommen, die eine Mutter während des Einkaufens am Parkplatz des LA-Parks in einem schwarzen PKW mit getönten Scheiben sitzen lies. Passanten bemerkten dies und alarmierten wegen des augenscheinlich schlechten Zustandes eines der beiden Kinder die Rettungskräfte. Die Feuerwehr schlug daraufhin eine Seitenscheibe ein und befreite die Kinder. Diese wurden dann vom Rettungsdienst durchgecheckt. Anschließend wurde die Angelegenheit an die Polizei übergeben. In der Nacht von Samstag auf Sonntag musste die Feuerwehr zu einer Rauchentwicklung in einem Mehrparteienhaus am Ludwig-Bachmeier-Platz gerufen. Der Einsatz stellte sich dann als angebranntes Essen heraus, die Feuerwehr musste nicht mehr eingreifen. Am Sonntagmittag musste dann noch ein brennender Mülleimer auf der Grieserwiese gelöscht werden, ehe die Einsatzkräfte am Nachmittag am Grillweg einer Entenmutter zur Hilfe kommen musste, deren Küken in einen Gully gefallen waren. Die Feuerwehr konnte alle Tiere retten und die Familie anschließend im Hofgarten aussetzen.

 

Foto: Feuerwehr Landshut