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Feuerwache Siedlung

In der Frageviertelstunde des Bausenats vom 24.04.2020 fragte Stadtrat und Verwaltungsbeirat für die Feuerwehr Rudolf Schnur den anwesenden Leiter des Amtes für Gebäudewirtschaft Gerhard Mayer nach dem Sachstand zum Neubau der Feuerwache Siedlung an der Oberndorfer Straße.
Mayer geht davon aus, dass der Rohbau vor Weihnachten fertig gestellt sein könnte und im nächsten Jahr dann der Betrieb aufgenommen werden kann.


Die neue und längst überfällige Feuerwache Siedlung erhält fünf Hallenstellplätze für Feuerwehrfahrzeuge.

Foto: klartext.LA / hjl

Die LZ ignoriert ihre eigene Berichterstattung, der OB spricht von fake news und blendet die Fakten völlig aus…

Aus der Presseerklärung des OB Putz vom 17. Juli 2018:

  1. “Ich bedauere das sehr, muss aber schon darauf hinweisen, dass die entsprechenden Entscheidungen weit vor meinem Amtsantritt im Januar 2017 gefallen sind“, betont Putz.”
  2. “der Bausenat seiner Auffassung nach durchaus befugt, habe das aber auch später und unter seinem Vorsitz nicht verlangt. Auch nicht in der Sitzung am 28. September 2017, als die konkreten Planungen für die Feuerwache vorgestellt und beschlossen wurden.”

Tatsache ist, dass im Bausenat am 28.09.2017 unter dem Vorsitz des OB A. Putz und unter dem Tagesordnungspunkt “Freiwillige Feuerwehr Wolfgangsiedlung – Neubau; Vorstellung der Planung” einstimmig (Manfred Hölzlein, Rudolf Schnur, Dr. Dagmar Kaindl, Prof. Dr. Frank Palme, Gerd Steinberger, Tilman von Kuepach, Erwin Schneck, Bernd Friedrich, Elke März-Granda) beschlossen wurde:

“…Die Thematik der Kampfmittel und Bodenbelastung wird detailliert untersucht und die weitere Vorgehensweise dem Bausenat vorgestellt.”

Die Landshuter Zeitung berichtete darüber am 2.10.2017 sehr ausführlich:

Wieso wurden diese eindeutigen Fakten in der Pressemitteilung des OB und im Bericht der LZ vom 18.07.2018 völlig aussen vor gelassen und stattdessen unwahre Tatsachenbehauptungen verbreitet?

Eine bodenlose Sauerei, ein totales Versagen der Verwaltung, Dummheit, erbärmliches Verhalten, Unverantwortlich, Sabotage und vieles mehr geht zu Recht durch die Köpfe derer, die seit vielen Jahren für den Neubau einer Feuerwache 7 gekämpft haben.
In jedem Fall ist der Status der nun erreicht wurde nicht mehr akzeptabel!
Der Chef der Verwaltung, Alexander Putz (von Beruf Tiefbauingenieur) müsste jetzt sofort und rigoros handeln und beweisen, dass es Landshut nicht nur schlechter kann.
Seinen Wahlkampf-Slogan “Landshut kann es besser” nimmt ihm schon lange niemand mehr ab, der die Stadtpolitik seit dem 1.1.2017 aufmerksam verfolgt.
Nach einer Reihe von Rückschlägen und Versäumnissen ist er nun bei seinem persönlichen Waterloo angekommen.
Genau vor dieser Situation habe ich mehrere Jahre im Bausenat ständig gewarnt.
Sogar mein politischer Gegenspieler, der Fraktionsvorsitzende Stephan K. Gruber bestätigte am vergangenen Samstag, dass ich gebetsmühlenartig auf eine der größten Altlastenfläche in der Stadt hingewiesen haben. Während der letzten Jahre und vor allem nach dem Kauf der Fläche an der Oberndorferstraße hätte die Verwaltung genug Zeit gehabt eine verantwortliche Erkundung und gegebenenfalls Sanierung durch zu führen ohne eine Verzögerung des Neubaus der Feuerwache 7 zu verursachen.

Immer wieder habe ich gefordert rechtzeitig auf Altlasten zu untersuchen und die Zeit bis zum Baubeginn zu nutzen um Blindgänger, Kriegsschutt und seit den Untersuchungen von Dr. Kollmann vor ca. 20 Jahren auch die Verunreinigungen zu entfernen.
Aber nein, es hieß in einer Mischung aus Unfähigkeit, Überheblichkeit und Desinteresse immer wieder, dass alles im Blick sein und selbstverständlich alles bedacht werden! Unter zwei Oberbürgermeistern durfte die Verwaltung abwiegeln und sich zum Herrn der Lage aufspielen.
Mehrmals habe ich gefordert, dass verantwortliche Untersuchungen und Aushübe vorgenommen werden.
Aber im Gegenteil: zunächst übersieht man über 100 Gasflaschen, übersieht Asbestplatten im Einfahrtsbereich und nun stellt man fest, wovor ich seit Jahren warne.

Und wer ist der Leidtragende???
Der Löschzug Siedlung, das Ehrenamt und die Bürger in Landshut (z.B. finanzieller Mehraufwand für die Altlasten).

Das selbe gilt für die Feuerwache Hofberg:
Im November 2017 werden einstimmig im Stadtrat fünf Stellplätze beschlossen und die Verwaltung plant seit dem nur vier Stellplätze…

Für mich persönlich steht fest, dass in Landshut “Blindgänger” nicht nur am Bahnhof, sondern auch in Teilen der Verwaltung zu finden sind.

Jedenfalls ist es Zeit im Sinne der Feuerwehr und der Bürgerschaft endlich die Glacehandschuhe aus – und die Arbeitshandschuhe anzuziehen!

Herr Baudirektor Doll hat am Donnerstag bei der Einweihung der neuen Halle in der Hauptwache der Feuerwehr Landshut gesagt, dass ich ihn für die Belange der Feuerwehr nerve – das ist nun vorbei, jetzt werde ich zum Alptraum der Verwaltung und des OB!

Ein Kommentar von Rudolf Schnur, Stadtrat und Verwaltungsbeirat für die Feuerwehr