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Fastenprediger

FASTENPREDIGER BARNABAS, ALIAS LUDWIG SCHNUR, LAS OB PUTZ UND SEINEN STADTRÄTEN DIE LEVITEN BEIM STARKBIERFEST DER JU-LANDSHUT 2019

JU-Laienschauspieler zeigten große Schauspielkunst zum Thema „Who is Who“ im Bernlochner-Saal

 

 

Schon vor 18 Uhr stand am Samstag eine große Schlange von Besuchern vor den Toren der Bernlochner- Säle und baten um Einlass zur Veranstaltung der JU-Landshut, um einen guten Sitzplatz zu ergattern. Schon Wochen zuvor war die Veranstaltung bereits ausverkauft. Bis auf den letzten Platz war der Bernlochner-Saal gefüllt. Die Veranstaltung der JU fand zum ersten Mal im „Bernlochner“ statt, da aus Platzmangel die Gaststätte Hahn für den großen Andrang bei dieser Veranstaltung nicht mehr genügt. 

 

Stellvertretender JU-Vorsitzender Georg Steinberger begrüßte die ca. 250 Besucher, die sich im Berlochner-Saal drängten und wies darauf hin, dass die Schauspielgruppe der JU aus lauter Laienschauspieler besteht. „Wir geben unser Bestes und wenn sich Jemand beleidigt fühlen sollte, dann tut uns das leid, wir versuchen, das einigermaßen hinzubringen!“

Begleitet vom Bayerischen Defiliermarsch betrat der Kreisvorsitzende der JU Ludwig Schnur, als Fastenprediger Barnabas die Bühne. Sofort ging Barnabas mit frecher und dennoch fein abgestimmter Rhetorik ans Werk. Sein Gruß galt vor allem den Sitzungsgelderhöhern, Chinareisenden, Uffizienskeptikern, Tunnelsperrer, Klinikumsanierer und Medienvertreter, den echten und den von den ONLINE-Portalen. Nachdem der Streit um die Örtlichkeit des Starkbierfestes der JU aus der Bevölkerung bereits entschwunden sei, habe man sich nun das Stadttheater ausgesucht, vielleicht wäre noch das Koenig-Museum eine Möglichkeit gewesen, aber bei einem Starkbierfest im Museum hatte Stadtdirektor Bohmeyer ernsthafte Bedenken. Der Grund war, dass die Kunstgegenstände nicht ausreichend gesichert seien. Barnabas bedankte sich herzlich bei der Familie Hahn um deren langjährige Aufnahme der JU in der Gaststätte Hahn in Salzdorf.

Themen seiner Fastenpredigt waren meist aus der Landshuter Stadtpolitik gegriffen, wie die Verbrüderung der CSU mit der katholischen Kirche in Persona von Dr. Haslinger und dem Stiftsprobst Dr. Baur am Aschermittwoch, „das gab es doch noch nie in Bayern, das wäre völlig neu.“ Den MdB Florian Oßner fragte Barnabas, warum er so lange zögere sich als Landratskandidat zur Verfügung zu stellen. Über 1 Million Besucher hätten sich in Florenz die Uffizienausstellung angesehen und Barnabas befragte Stadtdirektor Bohmeyer über die Versicherung der Kunstgegenstände von Fritz Koenig. „Hätte Koenig zu Lebzeiten seine Versicherungsbeiträge so abgeführt, wie seine Beiträge zur Sozialversicherung, so könne Bohmeyer froh sein, dass am Ganslberg nie etwas passiert sei.“

Der Stiftsprobst würde der Bayerischen SPD noch die Letzte Ölung geben, bevor die Europawahlen abgehalten werden. Barnabas wünschte Patricia Steinberger für die OB-Wahl 2020 bessere Werbefotos, bessere wie die Fotos von Vater Gerd.

Die Landshuter Mitte hätte in jedem Starkbierfest in der Stadt hart daran gearbeitet, erwähnt zu werden, das wäre eine starke Leistung. Das Verhältnis der Landshuter Mitte zur Landshuter Feuerwehr sei nicht das Beste, man muss feststellen, dass Merkel mehr Anhänger in der AfD hätte, als v. Kuepach in der Landshuter Feuerwehr. Stadtrat der Landshuter Mitte Hans Peter Summer möchte eine Trambahn mit Rädern, Barnabas erinnerte ihn, dass man seit achtzig Jahren dieses Gefährt als Bus bezeichnet.

Stefan Gruber von den Grünen hätte es wirklich nicht leicht, bei der CSU war er ein beliebter Sohn, bei den Grünen scheinbar auch, spielt dabei aber einen unglaubwürdigen Unterstützer der OB-Kandidatin Sigi Hagl. Dieser Vorgang ähnelt der Unterstützung von Thomas Haslinger für Helmut Radlmeier bei der letzten OB-Wahl. Die Sigi Hagl mit Dirndl im Bierzelt, passe so gut wie Stadtrat Rudi Schnur als Schirmherr beim Haus International.

Von Jutta Widmann glaubte Barnabas eigentlich, sie zöge ins Kabinett der Bayerischen Regierung ein. Aber der Aiwanger Hubert sagte, er vereinige alle Minderheiten in Bayern in sich selber so vollständig, dass er keine Frau ins Kabinett nehmen müsse. „Sind wir doch einmal ganz ehrlich, Jutta, die Baustelle eines Hotels muss so viel in Anspruch nehmen, dass dir gar keine Zeit bleibt, für einen anderen Job.“

Seit die JU ihr Starkbierfest in Landshut öffentlich macht, kommt zwei Wochen später der Robert Neuhauser und haut einen Spruch heraus, dass die Wände wackeln. Dieses Mal auch wieder, Neuhauser meinte, im Stadtrat säßen 44 Psychopathen. Man kann aber schon sagen, dass der Eine oder Andere von den 44 zu Verhaltensauffälligkeiten neige. Barnabas findet es Klasse, wie Robert Neuhauser agiert, so braucht sich die JU keine Sorgen mehr darüber zu machen, was man selber veranstaltet.

Die ÖDP hat es auch nicht leicht, denen geht es wie Hubert Aiwanger. Die Idee des Volksbegehrens für die Bienen wird ihr von den Grünen und die Ideen von Hubert Aiwanger werden von der CSU geklaut. Aber nun hätte die ÖDP einen OB Kandidaten, der am liebsten Frösche in der Ochsenau zählt, was die Stadträte Schnur und Graf Klasse finden, weil in der Zeit kein „Fahrendes Volk“ kampiert.

Es gibt noch einen OB-Kandidaten, und zwar den Dr. Thomas Haslinger von der CSU, dessen Erfolgsaussichten realistisch einzuschätzen sind. Neulich hatte er den ehemaligen JU-Vorsitzenden und jetzigen Bayerischen Verkehrsminister Dr. Hans Reichhart eingeladen. Was diese beiden alles besprochen haben, Ü-Flex, S-Bahnhof, Wohnungsbau, dritte Start- und Landebahn und Westtangente, Barnabas wundere sich, dass sie nicht auch noch die Weltraumbasis von Markus Söder diskutiert haben. „Wann das alles einmal umgesetzt wird, darauf bin ich sehr gespannt, denn 2014 hat Haslinger ein Wahlversprechen abgegeben, da hat er Liegebänke für die Mühleninsel versprochen.“ Wie lange wird man wohl auf den S-Bahnanschluss warten müssen? Barnabas ist gespannt, wer beim Wahlkampf der CSU vorbeischauen wird. Wahrscheinlich der Bernd Siebler, der irgendetwas zur Hochschule sagen wird, Andreas Scheuer sagt irgendwas zum Auto und am Ende kann man nur hoffen, dass es Thomas Haslinger nicht so geht wie Helmut Radlmeier, denn all die Prominenz hilft nichts, wenn ihn Horst Seehofer im Bierzelt mit Hans Radlmeier begrüßen sollte. Auch die Nähe zu dem Grünen Stefan Gruber könnte für Haslinger verhängnisvoll sein.

In der CSU-Fraktion solle man sich schämen über den Faschingsauftritt in der Stadt. Die Verkleidung war nicht gerade angetan, ein gutes Bild abzugeben. Barnabas meinte, Stadtrat Lothar Reichwein sähe aus wie der „Boandlkramer“ persönlich. Das Bedienen des I-Pad in der Fraktion stelle immer noch ein Problem dar, denn das I-Pad hat die dumme Angewohnheit, sich bei Nichtbetätigung abzuschalten. Lothar Reichwein sorgte dafür, dass die I-Pads auf 15 Minuten Abschaltung eingestellt wurden, so muss nun jedes Fraktionsmitglied eine Taste drücken um zu beweisen, dass man wach ist und mitarbeitet. Die Fraktion kümmert sich, dass es in der Stadt mit der Digitalisierung aufwärts geht. Ludwig Zellner befindet sich viel im Face Book und Gaby Sultanow weilt des Öfteren in Florida, weiß Barnabas zu berichten. Er wollte gerne mehr über Sultanow vermelden, aber leider sei sie zu wenig im Lande. Die Frau Rössl sei immer da, aber die sei so brav, dass sie gleich gar nicht auffällt. Die Traudl sei immer gut drauf, sie ist ausgleichend, man könnte fast sagen, sie sei die Barbara Stamm des Landshuter Stadtrates. Ausgleichend sei der Willi Hess nicht immer, es kommt darauf an, wie viele Weißbiere er intus hat. Allerdings ist er dadurch um einen flotten Spruch nicht verlegen. Dagmar Kaindl vertritt alles, was die Grünen nicht vertreten, darum steht sie auf der roten Liste der Grünen. Sie will Immobilien verkaufen und nicht verpachten. Meistens kennt sie bereits einen Investor. Dagmar fährt mehrere Mercedes-Modelle, die an einem Tag mehr an Kraftstoff schlucken als ein Toyota-Primus im ganzen Jahr. Helmut Radlmeier hätte sich viel Sorgen gemacht, ob der Walter Hahn ihn wieder im Schauspiel darstellt. Auch habe Helmut bei den letzten Landtagswahlen das Mandat gegenüber Aiwanger verteidigt und es mit ganzen 27,9 Prozent gewinnen können. Helmut Radlmeier hätte im vergangenen Jahr auch Karriere gemacht, er sei in den Ältestenrat im Landtag und in den Prüfungsausschuss der Stadt gewählt worden. Das sei eine Supersache, denn dadurch kann man den OB Putz ärgern, als dass man ständig überprüfen lässt, was er so ausgegeben hat das ganze Jahr. Mächtig ausgeteilt hätte der Rudi Schnur das letzte Jahr insbesondere an Johannes Doll in Sachen Feuerwache Wolfgangsiedlung. „Eine bodenlose Sauerei, ein Totalversagen der Verwaltung, Dummheit, erbärmliches Versagen und Sabotage“, so schreibt er in KLARTEXT.LA. Seit aber der neue Klinikums-Geschäftsführer mit einem Bericht der Schließung der Inneren Intensivstation sich in Stellung gebracht hat, haben sich für Schnur ganz neue Perspektiven aufgetan und es sind neue Jagdinstinkte geweckt worden.

„Lieber Alex, Deine Flitterwochen sind auch schon lange vorbei und jetzt bist Du in dem Wahnsinn Landshuter Stadtrat so richtig angekommen“, so Barnabas. Es hätte aber auch besser laufen können. Die Uffizien, die Westtangente zieht sich noch und man merkt, dass das Leben nicht nur aus Face-Book-Einträgen besteht. Barnabas hat nicht gewusst, dass Putz bei dem Bau des Berliner Flughafens mitgeplant hat. Jetzt ist Barnabas klar, warum sich alle Bauprojekte in Landshut verzögern. Fairerweise muss man gegenüber den Berliner Planern zugeben, dass der Berliner Flughafen im Vergleich zur Feuerwache-Siedlung ja fast schon einen rasenden Baufortschritt zu verzeichnen hätte. Barnabas befürchtet, dass das Landshuter Stadttheater ein genauso großes Fiasko werden wird. Bei der Selbstdarstellung von Alexander Putz im Face Book muss man zur Kenntnis nehmen, dass die Oberbürgermeister-Wahlen vor der Türe stehen.

Barnabas zitierte zum Schluss seiner Rede aus dem 1. Buch Samuel: „ Ich habe doch am Hofe wahrlich genug Wahnsinnige – was wollt ihr mit auch nur einem weiteren?“

 

Das Schauspiel „ Die 45 Ahnungslosen im wilden Isartal – eine Stadt kennt kein Gesetz“, mit den Schauspielern Georg Stemberger als Alexander Putz (OB), Ludwig Schnur als Rudolf Schnur (Stadtrat), Michaela Lochner als Jutta Widmann (MdL, Stadträtin) Paul Petschko als Andreas Bohmeyer (Stadtdirektor), Florian Luginger als Thomas Haslinger (Stadrat), Johannes Alfery als Stefan Gruber (Stadtrat), Alexandra Baier als Patricia Steinberger (Stadträtin), Walter Hahn als Helmut Radlmeier (MdL, Stadtrat), Dr. Isabella Bubb als Sigi Hagl (Stadträtin), handelte von einem selbstverliebten, mit einem Selfie-Stick ausgestatteten Gittarrespieler, dem sie alle den Stern entreißen wollen. Hilfssheriff Andreas Bohmeyer steht ihm aber zur Seite.

 

Zu später Stunde, kurz vor Ende der Veranstaltung gab sich der Bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger noch die Ehre und wurde von Barnabas Ludwig Schnur, der Jungen Union und den Starkbierfest-Besuchern herzlich empfangen.

 

-hjl-

 

Fotos: h.j.lodermeier