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Fakten

Pressemitteilung der Staatlichen Schulämter in der Stadt und im Landkreis Landshut

 

 

Schuljahresbeginn 2019/20

 

„Die Landshuter Grund- und Mittelschulen – fundierte Ver-mittlung von Werten und Kompetenzen sowie Wissen, Können und Haltungen” — Grund-, Mittel- und Volksschulen

(41 Grund- und 20 Mittelschulen sowie 1 Volksschule)

 

Zahlen, Daten, Fakten

1. Personelle Veränderungen

1.1. Schulamt

Michael Kugler Schulamtsdirektor, Fachlicher Leiter

Anja Hartwig Schulamtsdirektorin, stv. fachliche Leiterin

Sylvia Blank Schulrätin

Sebastian Hutzenthaler Schulrat

1.2. Neubesetzung von Funktionsstellen an Schulen

Stadt Landshut:

Schulleitungen:

Mittelschule Schönbrunn: Hr. R Hansjörg Sedlmeier (vormals Schulleiter der Mittelschule St. Wolfgang)

Mittelschule St. Wolfgang: Hr. KR Dr. Klaus Werner (vormals stv. Schulleiter der Grund- und Mittelschule Pfeffenhausen)

Stellvertretende Schulleitungen: Grundschule Peter und Paul: Fr. Lin Stefanie Wejnar (vormals Lehrerin an der GS Peter und Paul)

Grundschule Karl Heiß: Fr. BRin Rosa-Maria Bogenrieder (vormals Lehrerin an der Grundschule Dorfen-Nord und Beratungsrektorin für den Schulamtsbezirk Erding) Mittelschule St. Nikola: Hr. L Florian Frohnholzer (vormals Lehrer an der Mittelschule Ergolding)

Landkreis Landshut:

Schulleitungen:

Grundschule Aham Fr. KR Barbara Kirmse

(vormals stv. Schulleiterin an der GS Karl Heiß)

Grund- und Mittelschule Fr. KRin Karin Högl

Bodenkirchen: (vormals stv. Schulleiterin an der Grund- und Mittelschu-le Gerzen)

Grund- und Mittelschule Fr. KRin Viola Kübler

Bruckberg-Gündlkofen: (vormals stv. Schulleiterin an der Grund- und Mittelschu-le Kronwinkl)

Stellvertretende Schulleitungen:

Grund- und Mittelschule Fr. Lin Andrea Frohnholzer (2. Konrektorin)

Ergolding: (vormals Lehrerin an der Mittelschule Ergolding)

Grund- und Mittelschule Fr. Lin Ulrike Dreier

Gerzen: (vormals Lehrerin an der Mittelschule St. Nikola)

Grund- und Mittelschule Fr. KRin Alexandra Schuster-Grill

Pfeffenhausen: (vormals stv. Schulleiterin an der Mittelschule Freyung)

Grund- und Mittelschule Hr. L Markus Bauer

Kronwinkl: (vormals Lehrer an der Mittelschule in Isen,

Landkreis Erding)

1.3. weitere Funktionsstellen

Fr. Maria Spann (GS St. Wolfgang) wurde das Amt einer Seminarrektorin als Leiterin eines Seminars für den Vorbereitungsdienst für das Lehramt an Grundschulen in dem Schulamtsbezirk Kelheim / Landshut übertragen.

1.4. Mittelschulverbund Ergolding-Essenbach-Niederaichbach

Die Koordination dieses Mittelschulverbundes wird turnusgemäß Hr. R Peter Manhart (GMS Ergol-ding) übernehmen.

2. Vorstellung des Schulamtsbereiches Landshut

Die Staatlichen Schulämter in der Stadt und im Landkreis Landshut sind ein Doppelschulamt, das in Personalunion geführt werden. Neben dem „Fachlichen Leiter” der beiden Schulämter, Hr. SchAD Kugler, und der stellvertretenden fachlichen Leiterin Frau SchADin Anja Hartwig, stehen zwei „Recht-liche Leiter”: Hr. Oberbürgermeister Putz und Hr. Landrat Dreier.

Das Schulamt hat die Aufsicht über 62 Schulen, das sind 41 Grundschulen, 20 Mittelschulen und 1 Volksschule. Diese Schulen werden jährlich im August im Rahmen der Klassenbildung mit dem nötigen Lehrpersonal durch das Staatliche Schulamt versorgt. Die neu gegründete Waldorfschule, die im Schuljahr 2018/19 den Schulbetrieb mit den Jgst. 1 und 3 aufgenommen hat, befindet sich weiter im Aufbau.

3. Lehrerversorgung

Durch Wegversetzungen und Pensionierungen entsteht regelmäßig ein großer Bedarf an Lehrkräften, den die Regierung von Niederbayern durch die Zuweisung von Lehrkräften auffängt. Für das Schul-jahr 2019/ 20 gestalten sich die Zahlen wie folgt: 132 Lehrerinnen und Lehrer durch Neueinstellungen und Versetzungen überwiegend aus dem Regierungsbezirk Oberbayern dem Schulamt Landshut zugewiesen.

Zusätzlich beginnen 22 LehramtsanwärterInnen für das Lehramt an Grundschulen, 11 Lehr-amtsanwärterInnen für das Lehramt an Mittelschulen, 3 Fachlehrer- und 3 Förder-lehreranwärterInnen in den Schulamtsbezirken Landshut-Stadt und Landshut-Land ihre Seminarzeit.

5 Lehrkräfte aus dem Gymnasial- oder Realschulbereich beginnen neu die ein- bzw. zweijäh-rige Sondermaßnahme der Nachqualifizierung für den Einsatz in Grund- und Mittelschulen. Bei entsprechender Bewährung können diese im Anschluss an die Nachqualifizierung in das Beamtenverhältnis übernommen werden. In unserem Schulamtsbezirk werden 3 Lehrkräfte für das Lehramt an GS und 2 für das Lehramt an MS nachqualifiziert.

Insgesamt wurden dem Schulamt Landshut 159 Lehrkräfte neu zugewiesen.

Die Staatlichen Schulämter in der Stadt und im Landkreis Landshut wurden vom Staatsministerium und von der Regierung von Niederbayern mit folgenden Stundenbudgets versorgt:

GS-Budget MS-Budget Budget zur Förderung von Schülern mit Mig-rationshintergrund (Deutschklasse, Deutsch PLUS Maß-nahmen, Vorkurse, Migrationsteilung) sonstige päd Vorha-ben (Inklusion, geb. Ganztagsklassen, Flexible Grundschule, Englisch im M-Zug)
Stadt 3500 1500 1110 150
Land 7500 4500
Gesamt 11000 6000 1110 150

Die Schulen konnten insgesamt mit Stunden und Lehrkräften noch besser als im Schuljahr 2018/19 bedient werden. An jeder Schule stehen über den Pflichtunterricht hinaus Stunden zur Förderung der Schülerinnen und Schüler, z. B. in Differenzierungen, Wahlfächern und Arbeitsgemeinschaften zur Verfügung über die die Schulleitung gemeinsam mit dem Lehrerkollegium nach den Bedürfnissen vor Ort entscheiden kann.

Qualifizierte Beratungslehrkräfte stehen mit ca. 70 Stunden den Grund- und Mittelschulen mit Rat und Tat bei Schulberatungsfällen und Schullaufbahnfragen zur Verfügung. Auch kann sich jede Schule an eine für sie zuständige Schulpsychologin wenden.

4. Mobile Reserve

Die Einsatzgebiete für die Lehrkräfte der sogenannten „Mobilen Reserve” sind sowohl das Stadtge-biet wie auch der Landkreis. Vorgesehen sind diese Lehrerinnen und Lehrer für die Unterrichtsver-sorgung bei z. B. Erkrankungen, Beschäftigungsverboten und Mutterschutz im Rahmen von Schwan-gerschaften.

Wie bereits in den Vorjahren haben die Staatlichen Schulämter Landshut mehr Stunden für die Mobi-le Reserve eingeplant, als vom Staatsministerium gefordert. Tatsächlich sind insgesamt ca. 140 Lehrkräfte (Lehrkräfte und Fachlehrkräfte) in der Mobilen Reserve gelistet, das sind 2650 Stunden (über 400 Stunden mehr als im Schuljahr 2018/19).

5. Weitere Partner – externe Kräfte für die Schülerinnen und Schüler

Neben der Vielzahl an staatlichen Lehrkräften stehen den Schülerinnen und Schülern externe Part-ner, die an den Schulen tätig sind zur Verfügung.

Ein-Fach-Lehrkräfte haben die Lehrbefähigung für z. B. das Fach Sport oder Musik über einen ande-ren Weg als das klassische Lehramtsstudium erworben. Im Schuljahr 2019/20 beginnt erstmals eine Lehrkraft mit der Lehrbefähigung mit dem Fach Sport.

25 Drittkräfte mit insgesamt 180 Stunden, das heißt Personen mit einer pädagogischen Qualifizierung und erzieherischem Interesse, helfen bei besonderen Fördermaßnahmen, wie z. B. Sprachförderung, Inklusion, Integration oder auch künstlerischen und musischen Projekten.

Integrationshelfer, auch Schulbegleiter genannt, sorgen für die individuelle Unterstützung inklusiv beschulter Schülerinnen und Schüler. Von der Hilfe auf dem Schulweg bis zur Hilfe am Arbeitsplatz des Schülers im Klassenzimmer decken diese wichtigen Kräfte ein großes Feld an Unterstützungs-maßnahmen ab.

An den meisten Grund- und Mittelschulen wird das bewährte System der Jugendsozialarbeit an Schulen zur Begleitung bei individuellen Unterstützungsbedarfen eingesetzt.

6. Gesamtsituation

Schulamtsbereich Landshut Stadt
1. Schulen
Anzahl der Schulen GS MS Summe
(1 – 4) (5 – 9/10)
8 3 11
2. Schüler
Anzahl der Schüler GS MS Summe
aktuell 2429 883 3312
Vorjahr 2435 897 3332
Differenz -6 -14 -20
Anzahl der Schüler mit Migrationshintergrund
aktuell 1825
55,10%
Vorjahr 1740
52,20%
Differenz +85
Anzahl der Schulanfänger
aktuell 592
Vorjahr 590
Differenz +2
3. Klassen
Anzahl der Klassen GS MS Summe
aktuell 110 46 156
Vorjahr 109 49 158
Differenz +1 -3 -2
Durchschnittl. Klassenstärke GS MS Summe
aktuell 22,08 19,20 21,23
Vorjahr 22,33 18,31 20,51
4. Klassenfrequenzen
Anzahl der Klassen mit … Schü-lern
bis 15 16 – 20 21 – 25 26 – 28 29 Summe
7 54 77 18 156
5. Aktives Lehrpersonal
Lehrer Grundschule 149
Lehrer Mittelschule 67
Fachlehrer 30
Förderlehrer 9
Lehramtsanwärter 20
Fachlehreranwärter 0
Förderlehreranwärter 2
Lehrkräfte im Kirchendienst 22
gesamt 299
Schulamtsbereich Landshut Land
1. Schulen
Anzahl der Schulen GS MS VS Summe
(1 – 4) (5 – 9/10) (-9/10)
32 17 1 50
2. Schüler
Anzahl der Schüler GS MS Summe
aktuell 5884 2972 8856
Vorjahr 5884 2930 8814
Differenz 0 +42 +42
Anzahl der Schüler mit Migrationshintergrund
aktuell 2073
23,41%
Vorjahr 1945
22,06%
Differenz +128
Anzahl der Schulanfänger
aktuell 1426
Vorjahr 1470
Differenz -44
3. Klassen
Anzahl der Klassen GS MS Summe
aktuell 275 149 424
Vorjahr 275 151 426
Differenz 0 -2 -2
Durchschnittl. Klassenstärke GS MS Summe
aktuell 21,39 19,95 20,87
Vorjahr 21,39 19,40 20,69
4. Klassenfrequenzen
Anzahl der Klassen mit … Schü-lern
bis 15 16 – 20 21 – 25 26 – 28 29-30 Summe
29 162 188 41 4 424
5. Aktives Lehrpersonal
Lehrer Grundschule 371
Lehrer Mittelschule 184
Fachlehrer 77
Förderlehrer 17
Lehramtsanwärter 45
Fachlehreranwärter 5
Förderlehreranwärter 3
Lehrkräfte im Kirchendienst 73
gesamt 775

Pädagogische Herausforderungen und Konzepte

1. Unterrichtsversorgung und Betreuung

1.1. Deutschklassen und Deutsch Plus – Maßnahmen

Der Anteil der Schüler mit Migrationshintergrund liegt in der Stadt Landshut bei 55,1 % und bei 23,4 % im Landkreis. Der Freistaat Bayern investiert viel, um die Sprachförderung und Integration von Kindern mit Migrationshintergrund in Kindertagesstätten und Schulen gut zu unterstützen.

Im Schuljahr 2019/20 wurden den Staatlichen Schulämtern Landshut 1110 Stunden zusätzlich für Maßnahmen zur Förderung von Kindern und Jugendlichen mit fehlenden oder sehr geringen Sprach-kenntnissen zugewiesen. So können 86 Vorkurse (31 Stadt; 55 Land), 6 Deutschklassen (früher: Übergangsklassen), und weitere Deutsch PLUS Maßnahmen umgesetzt werden.

Ein wichtiges Element der Deutschklassen ist die „Sprach- und Lernpraxis”, die auf eine Vertiefung der sprachlichen Fertigkeiten in Alltagssituationen abzielt und als eigenständiges Angebot auch am Nachmittag umgesetzt werden kann.

Sie wird ergänzt um die „Kulturelle Bildung und Werteerziehung”, die mit 4 Stunden in der Woche die fächerübergreifenden kulturellen, interkulturellen und politischen Bildungsziele des Lehrplans um-setzt.

In der Stadt Landshut werden zum neuen Schuljahr 6 Deutschklassen: An der GS Nikola (1), MS Nikola (2), MS Schönbrunn (2), MS Wolfgang (1).

1.2. Inklusion

Der Schulamtsbezirk Landshut hat 5 Profilschulen Inklusion (GS Furth, GS Nikola, GS Wolfgang, MS Ergolding, MS Pfeffenhausen) und kooperiert mit 5 Sonderpädagogischen Förderzentren, davon 1 Förderzentrum mit Schwerpunkt Geistige Entwicklung.

Es werden im nächsten Schuljahr 21 Kooperationsklassen eingerichtet. In Kooperationsklassen wer-den Schülerinnen und Schüler mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf in einer Regelklas-se gemeinsam unterrichtet.

Desweiteren bestehen an 2 Schulstandorten 3 Partnerklassen (Grundschule Carl-Orff, Grund- und Mittelschule Bruckberg-Gündlkofen). Partnerklassen sind Klassen der Pestalozzischule, die in mög-lichst vielen Fächern und Themen gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Regelschule zu-sammenarbeiten.

Die Kooperative Sprachförderung in Kooperation mit dem SFZ Landshut Land an der GS Altdorf wird im Schuljahr 2019/20 fortgesetzt.

Auch im Schuljahr 2019/20 bieten wir mit der Inklusionsberatungsstelle an der MS Ergolding eine qualifizierte, unabhängige Anlaufstelle zum Themenkreis Inklusion. Hier unterstützen eine Schulpsy-chologin und eine Lehrkraft aus dem Bereich des Förderzentrums Eltern, Lehrkräfte und Schulleitun-gen in Fragen der Inklusion. Ziel ist es, durch neutrale Beratung und Vernetzung mit allen an der In-klusion beteiligten Partnern unverbindlich Entscheidungshilfen anzubieten und mögliche Ausbil-dungswege für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf aufzuzeigen.

1.3. Flexible Grundschule

Die beiden bestehenden Flexiblen Grundschulen, GS St. Peter und Paul, GS St. Wolfgang werden auch im neuern Schuljahr jeweils 2 jahrgangsgemischte Eingangsklassen anbieten.

1.4. Praxisklassen

Die Praxisklasse in Bayern ist ein Modell für Schülerinnen und Schüler, deren Stärken in einer hohen Praxisorientierung liegen.

Diese Jugendlichen werden in Kooperation mit Betrieben und hohen berufsbezogenen Praxisanteilen in das Berufsleben begleitet.

Landkreis Landshut

Standort in diesem Schuljahr ist die Mittelschule Altdorf.

1.5. Modell „Q9+”

An der Mittelschule Schönbrunn wird das erfolgreiche Modell Q9+ fortgesetzt. Dabei werden Schüle-rinnen und Schüler im zweiten Anlauf speziell auf den Erwerb des qualifizierenden Mittelschulab-schluss vorbereitet.

1.6. Das Modell „9+2″

Mit diesem Modell haben Schülerinnen und Schüler, die bisher keine Mittlere-Reife-Klasse besucht haben, durch zwei weitere zusätzliche Schuljahre nach dem Qualifizierenden Abschluss der Mittel-schule, die Möglichkeit an der Mittelschule den Mittleren Bildungsabschluss zu erwerben.

Stadt / Landkreis Landshut

Die Mittelschule St. Wolfgang bietet im Sj. 19/20 in Kooperation mit der MS Altdorf dieses Modell an.

Im Landkreis Landshut bietet die Mittelschule Ergoldsbach den Schülerinnen und Schülern dieses Modell an.

1.7. Mittlere-Reife-Klassen (M-Zug)

Stadt Landshut:

An der Mittelschule Schönbrunn sind M-Klassen von der 7. bis zur 10. Jahrgangsstufe eingerichtet.

Landkreis Landshut

Die Mittelschulen Ergolding, Rottenburg-Hohenthann und Vilsbiburg führen ebenfalls von der 7. bis zur 10. Jahrgangsstufe M-Klassen und bieten somit die Möglichkeit des Erwerbs eines mittleren Bil-dungsabschlusses an.

Die private Mittelschule Oberroning führt im Sj. 2018/19 die Jgst. 7, 8 und 9 im Mittlere-Reife-Zug.

1.8. Gebundene, offene Ganztagsschule und Mittagsbetreuung

Stadt Landshut

Die gebundene Ganztagsschule mit Ganztagsklassen wird an der GS St. Nikola (1. bis 4. Jgst.) und an der MS St. Nikola (5. bis 9. Jgst.) mit jeweils 5 Klassen weitergeführt.

Im Rahmen der offenen Ganztagsschule bieten die MS Schönbrunn und die MS St. Wolfgang eine Nachmittagsbetreuung an.

Zudem wird auch an allen Grundschulen der Stadt eine Nachmittagsbetreuung angeboten.

Landkreis Landshut (4 Schulen/12 Klassen)

Gebundene Ganztagsklassen sind eingerichtet an der GS Geisenhausen, MS Geisenhausen, MS Vilsbiburg.

Offene Ganztagsklassen sind an 7 Grundschulen installiert: GS Bodenkirchen, GS Gerzen, GS Niederaichbach, GS Pfeffenhausen, GS Rottenburg-Hohenthann, Montessori Geisenhausen, GS Kumhausen

Offene Ganztagsklassen sind an folgenden Mittelschulen installiert: Mittelschule Altdorf, Mittelschule Buch a. Erlb., Mittelschule Ergolding, Mittelschule Ergoldsbach, Mit-telschule Gerzen, Montessori-Schule Geisenhausen, Mittelschule Ast-Kronwinkl, Mittelschule Nieder-aichbach, Mittelschule Pfeffenhausen, Mittelschule Rottenburg-Hohenthann und an der Mittelschule Velden.

Insgesamt wurden über 90 Gruppen Mittagsbetreuung an den Grundschulen in Stadt und Landkreis eingerichtet.

2. Schwerpunktprogramm für die Lehrerfortbildung in den Jahren 2019/2020

„Die Landshuter Grund- und Mittelschulen – gut gerüstet für aktuelle Herausforderungen zwischen Schule 4.0 und Wertebildung” – Um dieses umfangreiche Paket den Schülerinnen und Schüler zu teil werden zu lassen, müssen die Lehrkräfte für diese Herausforderungen vorbereitet sein.

Dies wird mit zahlreichen Maßnahmen umgesetzt:

  • Schulhausinterne Fortbildungen und regionale Fortbildungen hinsichtlich Digitalisierung (Wei-terführung der Fortbildungsoffensive)
  • Kompetenzorientierung – Weiterführung der Maßnahmen zum Lehrplan Plus an Grund- und Mittelschule
  • Förderung des Austausches zwischen Lehrkräften und Schulleitung bei speziellen pädagogi-schen Themen, wie Flexible Grundschule, Deutschförderungsmaßnahmen, Werteorientie-rung,…
  • Weitere Fortbildungen werden für Drittkräfte, Inklusionsbegleiter, Lehrkräfte aus anderen Schularten und Ein-Fach-Lehrer angeboten.

3. Berufsorientierung

Wie in den vergangenen Schuljahren wird auch im Sj. 19/20 viel Wert auf die Berufsorientierung als ein Alleinstellungsmerkmal der Mittelschule im bayerischen Bildungssystem gelegt.

Neben berufsbezogenen Fächern, Praktika bis zu einem Fünftel der Unterrichtszeit ab Jgst. 8 und Projekte mit ehrenamtlich Tätigen kommt hier der Zusammenarbeit mit externen Partnern, wie z. B. der Arbeitsagentur, Ausbildern und Meistern, weiteren Trägern der beruflichen Bildung (wie z. B. hwk, bfz, …) große Bedeutung zu.

Insgesamt werden hierbei Projekte in der Höhe von ca. 180.000 € umgesetzt, die durch Mittel des Freistaats Bayern und der Arbeitsagentur finanziert werden.

Neu im Schuljahr 2019/20 sind im Rahmen der Kooperation mit der Arbeitsagentur die Buchungs-möglichkeit von berufsorientierenden MINT-Modulen. Davon haben bereits einige Mittelschulen Ge-brauch gemacht.

4. Digitalisierung – Schule 4.0

Im Rahmen der deutschlandweiten Bildungsinitiative „Schule 4.0″ wurde die Vermittlung der Grundideen einer digitalen Schulkultur in den Fokus gestellt. Es gilt hier Schülerinnen und Schüler fit und kompetent zu machen für die Arbeitswelt von morgen und übermorgen. Sie sollen mittels digitaler Medien ihren Lernprozess ergänzen und selbstständig steuern.

  • Folgende Schwerpunkte werden auch im Schuljahr 2019/20 verfolgt:
  • Funktion und Weiterarbeit der einzelnen Bestandteile des Medienkonzepts
  • Beratung und Erstellung des Ausstattungsplans
  • Weiterführung und Ergänzung eines schuleigenen Mediencurriculums, Unterstüt-zung bei der Nutzung der bereitgestellten Curricula
  • Hilfe beim Auffinden geeigneter Unterrichtsbeispiele zur Anbahnung der Kompe-tenzen bzw. bei der Erstellung eigener Beispiele
  • Nutzung von Erfahrungen aus anderen Beispielen guter Praxis, Empfehlungen bei Kontaktaufnahme mit anderen Schulen, Beratung zu    ergänzenden Maßnahmen wie Medienscouts o. ä.

Die Schulen erhalten Unterstützung durch:

  • Fortbildungsangebote,
  • die Staatlichen Schulämter,
  • den Medieninformationstechnischen Berater Herrn BR Stefan Holländer,
  • die Experten für digitale Bildung, Herrn Lehrer Maximilian Ammer und Herrn Lehrer Christian Messner sowie den informationstechnischen Berater für digitale Bildung, Herrn Lehrer Heribert Thöne.

5. Konzept „Fördern und Qualifizieren” für Personal

Das Konzept, das bereits seit einigen Jahren umgesetzt wurde, wird weiter ausgebaut um Lehrkräfte und Schulleitungen zu unterstützen und zu qualifizieren. Es umfasst verschiedene Bausteine:

5.1. Nachwuchsförderung

Zielgruppe: leistungsfähige und leistungsinteressierte Lehrkräfte, die Interesse an der Ge-staltung von Schule und Bildung haben und sich ggf. auf eine zukünftige Funktionsstelle be-werben möchten.

Inhalt: Qualifizierung durch besondere Fortbildungsangebote und Referenten; Bildung von thematischen Arbeitskreisen

5.2. DK „Meine ersten 100 Minuten” und DK „100 Tage”

Zielgruppe: neue Funktionsträger oder Funktionsträger, die den Dienstort gewech-selt haben.

Inhalt: Vorbereitung auf die zukünftige Aufgabe und den Rollenwechsel; Erfah-rungs- und Informationsaustausch; Bildung von Teams

5.3. EDV / Verwaltung

Zielgruppe: Schulleitungen und Stellvertretungen mit Verwaltungsangestellten

Inhalt: Schulung von sachgerechtem Einsatz der EDV sowie die Beachtung von Normen und Standards im Umgang

5.4. Pädagogische Themen

Zielgruppe: Lehrkräfte, Drittkräfte, Integrationsbegleitungen

Inhalt: Begleitung bei der inhaltlichen Ausgestaltung und organisatorischen Umset-zung im Hinblick auf die individuelle Schulentwicklung; Vernetzung

5.5. Begleitung der Schulen durch Schulbesuche und Mitarbeitergespräche

Zielgruppe: Lehrkräfte und Schulleitungen

Inhalt: Unterstützung bei Umsetzung von Maßnahmen im Rahmen der Schulent-wicklung

6. FAZIT

Beide Schulamtsbereiche – Landshut Stadt und Landshut Land – haben in der Grund- und Mittel-schule leichte Zuwächse zu verzeichnen, so dass wir von guter Stabilität sprechen können.

Aufgrund der zukünftig wachsenden Schülerzahlen in den Grundschulen der Stadt Landshut werden in der Stadt Landshut in den nächsten 5 Jahren 2 neue Grundschulen gebaut, um den prognostizier-ten Schülerzuwachs von ca. 550 Schülern aufzufangen.

Die Bandbreite der Aufgaben unserer Lehrkräfte an Grund- und Mittelschulen ist sehr vielfältig.

Die Förderung aller Kinder – vom sonderpädagogischen Förderbedarf bis zur Hochbegabung – durch Individualisierung und Differenzierung, die Förderung von Zuwanderern mit keinen oder geringen Deutschkenntnissen – darunter auch Analphabeten ohne jegliche Schulbildung, die Flexible GS, die Hinführung von Kindern und Jugendlichen zu weiterführenden Schulen, zum Erfolgreichen Mittel-schulabschluss, zum Qualifizierenden Abschluss der Mittelschule oder zum Mittleren Abschluss der Mittelschule in M-Klassen oder 9+2 Klassen, die intensive Begleitung bei der Berufsorientierung, die Entwicklung zur Schule mit Schulprofil Inklusion, „MINT-Schule”, „MINI-Phänomenta”-Schule, „Sinus-Schule”, „MEBIS-Schule”, „Starke Schule”, „Schule ohne Rassismus” und die Initiierung vieler weite-rer Modelle und Projekte erfordern große Flexibilität, hohe Kompetenz und sehr große pädagogische Empathie. Diese sehr anspruchsvolle und hochwertige Arbeit verdient in der Öffentlichkeit eine hohe Achtung und einen hohen Stellenwert.

Alle oben genannten besonderen Maßnahmen, Stunden und pädagogische Module haben zum Ziel die bewährte Arbeit der Schulen von Schuljahr 2018/19 fortzusetzen und in Nuancen zu ergänzen und zu intensivieren.

Besonders im Spannungsgefüge zwischen Schule 4.0 und grundlegender Werteerziehung beweisen unsere Schulen stets, dass die Schülerin und der Schüler im Mittelpunkt stehen:

Vermittlung von Basis- und Alltagskompetenzen sowie Schlüsselqualifikationen, wie sinnerfassen-des Lesen, orthographische Richtigkeit beim Schreiben, sicheres Kopfrechnen, aber auch Ehrgeiz, Fleiß, Pünktlichkeit, Verantwortungsbewusstsein, Werteerziehung mit Fortführung des Landshuter Wertepreises 2020…

Projekte, Aktionen und Fortbildungen im Rahmen der Digitalisierung: PC, Handy, Tablet, Laptop nicht primär als Unterrichtsgegenstand sondern als Werkzeug – gleichwertig zu Stift, Block, Krei-de, Lupe, Mikroskop, Tafel, …

Die Landshuter Grund- und Mittelschulen stehen auch im Schuljahr 2019/20 wieder für die fundierte Vermittlung von Werten und Kompetenzen sowie Wissen, Können und Haltungen.

Wir wünschen allen Schülerinnen und Schülern, allen Lehrkräften und allen am Erziehungs- und Bildungsprozess Beteiligten einen guten Start in das Schuljahr 2019/20 und bitten die El-tern und Erziehungsberechtigten im Sinne einer Erziehungspartnerschaft um eine vertrauens-volle Kooperation mit der Schule und den Lehrkräften.

 

Foto: Landkreis Landshut