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Erklärung

Als Sohn eines Überlebenden des sogenannten Dritten Reiches, der erst nach Jahren während der letzten Kriegstage aus einem deutschen Konzentrationslager befreit wurde, möchte ich zu den Vorwürfen, ich habe absichtlich einen „rechten“ Beitrag auf Facebook geteilt, folgende Erklärung abgeben:

Vor wenigen Tagen erhielt ich auf meiner Facebook-Seite ein sehr fragwürdiges Bild mit

der Aufschrift „Deutscher zu sein heißt, dass deutsches Blut durch deine Adern fließt“.

Das hat mich aus persönlichen Gründen so empört, dass ich diesen Satz konterkarieren

und der Lächerlichkeit preisgeben wollte. Dazu habe ich den Beitrag mit dem

Kommentar: „Interessant! Wie konnten die 1871 so viele Bluttransfusionen durchführen

und woher hatten sie so viele Blutspender?“ versehen und am 29.10.2019 um 19:15 Uhr

auf meiner Seite geteilt. Unerklärlich ist mir deshalb, wieso mein Kommentar nicht zu

sehen ist. Dieser Umstand ist sehr bedauerlich, denn auf gar keinen Fall war es meine

Absicht, den Inhalt dieses Posts, als „positiven Propagandabeitrag“ zu verbreiten und

dadurch Missverständnisse zu erzeugen. Vielmehr wollte ich mit meiner Aktion zeigen,

dass ich mich von diesem Inhalt deutlich distanziere.

Da ich aus Zeitmangel nur sporadisch auf Facebook bin und deshalb sicher nicht so

geübt, wurde ich auf den folgenden Shitstorm erst später von anderen hingewiesen.

Mit Unterstützung habe ich den geteilten Beitrag unverzüglich gelöscht, um zu

verdeutlichen, dass ich die dort vertretene Ansicht eben gerade NICHT teile.

Aufklärungsversuche im Netz waren leider vergeblich, vielmehr wurden meine Angaben

in Zweifel gezogen. Nur Herr Ahmet Karaman hatte die Courage, mit bedachten

Überlegungen Fürsprache für mich einzulegen. Ihm reichte für diese Einschätzung

offenbar ein einziges Gespräch mit mir. Respekt und vielen Dank dafür!

Sachliche Kritik und harte Worte akzeptiere ich. Aber ohne mich zu kennen oder auch

nur das Geringste über meine Person zu wissen, wurden leider von vielen Personen

bösartige, extrem beleidigende und unwahre Behauptungen über mich verbreitet.

Diese Gehässigkeiten fallen auf ihre Urheber zurück.

Nach meiner Auffassung wird diese Art des Umganges den NS-Opfern nicht gerecht!

Facebook werde ich künftig noch kritischer betrachten und vorsichtiger damit umgehen.

„Das Facebook vergisst nichts“, schrieb einer so schön. Richtig! Aber es ist kein

rechtsfreier Raum.

Mein Dank gilt allen Personen und Freunden, die mich in dieser ungewohnten Phase

durch Wort und Tat unterstützt haben.

Vielen Dank auch der Presse für die objektive Berichterstattung.

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06.09.2013 11:54 

Haftung gegenüber Dritten auf dem Gebiet der Kernenergie zwischen Frankreich und den USA

Marie de Chalup Wissenschaftliche Abteilung
Wissenschaftliche Abteilung, Französische Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland

Frankreich und die Vereinigten Staaten unterzeichneten am 13. und 28. August 2013 eine gemeinsame Erklärung über die zivilrechtliche Haftung für Nuklearschäden. Die Erklärung bekräftigt das Engagement beider Staaten, zur Schaffung einer globalen nuklearen Haftungsregelung für eine faire Entschädigung der Opfer von nuklearen Unfällen beizutragen, wie von der Internationalen Atomenergiebehörde empfohlen wird.

Diese Erklärung ermutigt andere Staaten, einem solchen System zuzustimmen. Als Ergebnis der konstruktiven und umfassenden Gespräche zwischen den französischen und amerikanischen Behörden im Laufe des vergangenen Jahres wurde die gemeinsame Erklärung nun vom französischen Minister für Ökologie, nachhaltige Entwicklung und Energie, Philippe Martin, und dem US-Energieminister Ernest Moniz unterzeichnet.
Frankreich und die Vereinigten Staaten unterzeichneten am 13. und 28. August 2013 eine gemeinsame Erklärung über die zivilrechtliche Haftung für Nuklearschäden. Die Erklärung bekräftigt das Engagement beider Staaten, zur Schaffung einer globalen nuklearen Haftungsregelung für eine faire Entschädigung der Opfer von nuklearen Unfällen beizutragen, wie von der Internationalen Atomenergiebehörde empfohlen wird. Diese Erklärung ermutigt andere Staaten, einem solchen System zuzustimmen. Als Ergebnis der konstruktiven und umfassenden Gespräche zwischen den französischen und amerikanischen Behörden im Laufe des vergangenen Jahres wurde die gemeinsame Erklärung nun vom französischen Minister für Ökologie, nachhaltige Entwicklung und Energie, Philippe Martin, und dem US-Energieminister Ernest Moniz unterzeichnet.

Philippe Martin betonte, dass diese Initiative die Erarbeitung einer globalen, auf vertraglichen Beziehungen zwischen Staaten basierenden nuklearen Haftungsregelung beschleunigen wird. Frankreich ist insbesondere der Auffassung, dass die überarbeiteten Pariser (und das zusätzliche Brüsseler) und Wiener Übereinkommen sowie das gemeinsame Protokoll zur Umsetzung dieser Übereinkommen eine geeignete Grundlage für die Entschädigung bei Nuklearschäden bilden.

Die gemeinsame Erklärung bekräftigt das Engagement Frankreichs und der Vereinigten Staaten bei der:
• Zusammenarbeit, mit dem Ziel einer globalen nuklearen Haftungsregelung basierend auf vertraglichen Beziehungen zwischen Frankreich, den Vereinigten Staaten und anderen Staaten, die von einem nuklearen Unfall betroffen sein könnten
• Koordinierung ihrer Maßnahmen durch die Förderung des Beitritts zu bestehenden internationalen Rechtsinstrumenten zur nuklearen Haftung, (gegebenenfalls) einschließlich dem überarbeiteten Pariser Übereinkommen (und dem überarbeiteten Brüsseler) oder dem überarbeiteten Wiener Übereinkommen, die durch das gemeinsame Protokoll verbunden werden könnten, und dem Übereinkommen über zusätzliche Entschädigungsleistungen für Nuklearschäden; das Inkrafttreten des letztgenannten Übereinkommens stellt einen ersten Schritt dar
• Ermutigung der anderen Staaten Gesetze zu erlassen, die international anerkannte Prinzipien einbeziehen, darunter die exklusive und objektive Haftung des Betreibers sowie die bewährten Verfahren zur Entschädigung von Opfern nuklearer Unfälle.

Die Vereinigten Staaten und Frankreich sind der Meinung, dass diese Initiative zur Schaffung eines angemessenen und für die Opfer von Nuklearschäden fairen Rahmens beiträgt, und beabsichtigen, ihre Bemühungen zur Stärkung des internationalen Rahmens für nukleare Sicherheit weiterzuführen, um den höchsten Sicherheitsanforderungen im Kernenergiebereich zu entsprechen.

Quelle:
Pressemitteilung des Ministeriums für Ökologie, nachhaltige Entwicklung und Energie– 29.08.2013 –http://www.developpement-durable.gouv.fr/spip.php?page=article&id_article=33…

Redakteurin:
Hélène Benveniste, helene.benveniste@diplomatie.gouv.fr