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Entschuldigung

“Leider ist mir hier unbewusst ein Fehler unterlaufen, für den ich mich bereits auf Facebook entschuldigt habe.
Den Post habe ich ebenfalls bereits gelöscht.
Stellvertretend für alle, die ich damit beleidigt habe, habe ich mich auch schriftlich bei Frau Hagl entschuldigt.
Dies möchte ich hiermit ausdrücklich noch einmal tun.
Zwar wollte ich diesen Post teilen, habe aber diesen Zusatz nicht registriert.
Ob ich diesen Zusatz übersehen habe, oder ob dieser zu dem Zeitpunkt noch gar nicht auf meinem Bildschirmausschnitt sichtbar war, kann ich nicht mit Sicherheit sagen.
Da aber einige andere diesen Post auch geteilt oder geliked haben, die sicherlich dies auch nicht sagen wollten, kann es  gut sein, dass der Zusatz übersehen worden ist.
Bitte glauben Sie mir, dass dies nicht meiner Ausdrucksweise entspricht.
In den vergangenen 24 Jahren meiner bisherigen Stadtratstätigkeit hatte ich noch nie persönlich Probleme mit einer Kollegin oder einem Kollegen der Grünen Fraktion.
Wir haben immer demokratisch, höflich und stilvoll zusammengearbeitet.
Dies hoffe ich, ändert sich auch zukünftig nicht.
Von dem oben erwähnten Ausdruck distanziere ich mich ausdrücklich.
Letztlich kann ich nur hoffen , dass meine Entschuldigung akzeptiert wird.”Gaby Sultanow
Stadträtin

An den Bayerischen Staatsminister des Inneren

per E-Mail

Herr Minister,

bei Ihrem Besuch in Vilsbiburg (anläßlich des CSU-Ehrenamtsempfangs am 6. März 2020; Bericht der LZ vom 9.3.2020: Anmerkung der Redaktion) nannten Sie AfD-Mitglieder Idioten. Demnach bezeichnen Sie mich auch als Einen. Ich habe über 40 Jahre CSU gewählt, habe 45 Berufsjahre hinter mir, habe in den vielen Jahren ehrenamtliche Tätigkeiten von Katholischer Landjugend, Feuerwehr, Bundeswehr, Krieger und Soldatenkameradschaft, Pfarrgemeinderat bis hin zum langjährigen Jugendtrainer im Sportverein auch die bayrische Ehrenamtskarte des Landkreis Landshut erhalten. Ich lasse mich von Ihnen nicht beleidigen und als Idioten bezeichnen. Ich habe meine Meinung zu unserem Land und Politik nie verändert, aber die CSU läuft einem links/grünem Mainstream hinterher und gefällt sich in der Rolle als Hetzer gegen Rechts. Wenn Sie noch einen Funken Charakter und Anstand haben, dann entschuldigen Sie sich in aller Öffentlichkeit, in der Sie mich und viele Andere beleidigt und diffamiert haben. Wir sind alles Bürger der Mitte der Gesellschaft und Leistungsträger dieser.
Ich bitte um eine Entschuldigung.

Name der Redaktion bekannt
Ein Bürger aus dem Landkreis Landshut

 

Anmerkung:

“…Eine Minderheit in unserer Gesellschaft vergifte und verrohe politische Debatten. Beleidigungen und Bedrohungen belasteten viele Menschen, die sich im Ehrenamt oder hauptamtlich vor Ort engagieren….”

 

Deutscher Städtetag, 10.03.2020

Menschenverachtende Hetze darf nicht salonfähig werden – Kommunale Mandatsträger brauchen Unterstützung der Zivilgesellschaft

Statement von Burkhard Jung, Präsident des Deutschen Städtetages und Oberbürgermeister aus Leipzig, zur heutigen Veranstaltung “Gemeinsam gegen Hass und Gewalt – Kommunalpolitiker nicht allein lassen” in Zwickau gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND)

Auf Einladung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und der Zwickauer Oberbürgermeisterin Pia Findeiß wollen Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker ein Zeichen setzen. Der Deutsche Städtetag ruft anlässlich der Veranstaltung “Gemeinsam gegen Hass und Gewalt – Kommunalpolitiker nicht allein lassen” dazu auf, stärker gegen eine Verrohung politischer Auseinandersetzungen vorzugehen.

Angesichts der wachsenden Zahl der Straftaten gegen Mandatsträger sagte der Präsident des kommunalen Spitzenverbandes, Oberbürgermeister Burkhard Jung aus Leipzig gegenüber RND: “Kommunalpolitik braucht Bürgernähe, Empathie und konstruktiven Dialog. Diese Basis, um das Leben in unseren Kommunen gut zu gestalten, dürfen wir uns nicht kaputtmachen lassen.” Eine Minderheit in unserer Gesellschaft vergifte und verrohe politische Debatten. Beleidigungen und Bedrohungen belasteten viele Menschen, die sich im Ehrenamt oder hauptamtlich vor Ort engagieren.

Toleranz und Weltoffenheit müssten aber auch generell gestärkt werden, um gegen Rechtsextremismus anzukämpfen, so Jung: “Wir müssen ein Stoppschild setzen und dürfen nicht zulassen, dass Rassismus, Hass und Gewalt in Teilen unserer Gesellschaft weiter Fuß fassen. Die Städte treten entschieden dafür ein, dass menschenverachtende Hetze nicht salonfähig wird. Viele Städte und ihre Bürgerinnen und Bürger haben in den vergangenen Wochen Zeichen gesetzt für eine offene und tolerante Gesellschaft. Wir wollen in den Städten extremen Haltungen und Handlungen entschlossen entgegentreten.”

Städtetagspräsident Jung sagte im Einzelnen:

“Die Städte treten entschieden dafür ein, dass menschenverachtende Hetze nicht salonfähig wird. Wir wollen Toleranz, Demokratie und Weltoffenheit als zentrale Werte für unser Zusammenleben stärken. Wir stehen als Städte ein für Grundregeln der demokratischen Kultur und einen respektvollen Umgang miteinander. Der Zusammenhalt der Gesellschaft und die Demokratie dürfen nicht Schaden nehmen. Viele Städte und ihre Bürgerinnen und Bürger haben in den vergangenen Wochen Zeichen gesetzt für eine offene und tolerante Gesellschaft. Wir wollen in den Städten extremen Haltungen und Handlungen entschlossen entgegentreten.

Kommunalpolitik braucht Bürgernähe, Empathie und konstruktiven Dialog. Diese Basis, um das Leben in unseren Kommunen gut zu gestalten, dürfen wir uns nicht kaputtmachen lassen. Wir müssen stärker dagegen angehen, dass eine Minderheit in unserer Gesellschaft Sprache und Stil politischer Auseinandersetzungen vergiftet und verroht. Kommunale Amtsträgerinnen und Amtsträger werden beleidigt und bedroht, bis hin zu tätlichen Angriffen. Die Polizei registrierte 2019 mehr Straftaten gegen Mandatsträger als je zuvor.

Das belastet die Menschen, die sich im Ehrenamt oder hauptamtlich tagtäglich für die Kommunen engagieren. Ohne sie und ihr Engagement gerät unsere Demokratie aus den Fugen. Deshalb müssen wir es schaffen, dass alle, die sich für das Gemeinwohl einsetzen, die Unterstützung der Zivilgesellschaft spüren. Wir brauchen sie in jeder Stadt und jeder Region. Und es hat starkes Gewicht, dass der Bundespräsident uns vor Ort bei diesem Thema immer wieder den Rücken stärkt.

Wir müssen ein Stoppschild setzen und dürfen nicht zulassen, dass Rassismus, Hass und Gewalt in Teilen unserer Gesellschaft weiter Fuß fassen. Und wir müssen klar dagegenhalten, wenn Menschen in der Kommunalpolitik oder in der Verwaltung menschenunwürdig behandelt werden, wenn Menschen bei der Polizei oder der Feuerwehr in einem schlimmen Jargon verhöhnt werden. Das Internet und die sozialen Netzwerke dürfen nicht missbraucht werden als Tummelplatz für Menschenfeindlichkeit.

Deshalb ist es richtig, dass die Bundesregierung nun mit mehreren Gesetzesänderungen entschlossener gegen Hasskommentare und Beleidigungen, gegen Drohungen und Volksverhetzung vorgeht. Wir müssen wirksamer handeln gegen extreme Auswüchse im Netz und gegen direkte Bedrohungen. Diese Gesetzesänderungen müssen jetzt zügig verabschiedet und umgesetzt werden. Denn es ist für viele Betroffene frustrierend, wenn Ermittlungsverfahren bei verbalen Attacken wegen Geringfügigkeit eingestellt werden.”