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Entlastungsstraße Ost

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Zunächst einmal: Wer von einer Tangente spricht hat weder von Mathematik, noch vom Stadtplan eine Ahnung! Zum anderen: Ergolding würde durch die von Bürgern aus dem Stadtosten entwickelte Trasse nach dem Flächennutzungsplan keine Mehrbelastung erfahren! Im Gegenteil Piflas würde entlastet werden! Das eigentliche Problem ist, dass zuviel Unsinn geredet und geschrieben wird. So hat der LA-Stadtrat seit 2006 fünfmal abgestimmt und war inkl. OB mehrfach dagegen. Die Argumente dafür haben sich nicht geändert, aber die wurden damals nicht gehört oder verstanden und nun genau von den Leuten ausgerufen, die damals dagegen waren. Manche stellen sich so dar, als würden sie das Rad erfinden. Stattdessen wollen sie geistig dahin, wo der Stadtosten seit 1995 her kommt. Erzählt etwas Neues und verkauft nicht nur Altes als NEU!
Warum sollen Schönbrunn und Auloh für eine “Osttangente” sein, wenn dann der Verkehr aus der Konrad-Adenauer-Str. in diese Wohngebiete kommt? Nur eine “Entlastungsstrasse Ost” ist für den Stadtosten sinnvoll!

Rudolf Schnur

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Wer von einer Ost-Tangente spricht kennt entweder den Stadtplan nicht oder hat in Mathematik geschlafen! Die erneut (u.a. auch 2002, 2006, 2010 und 2012) in der Diskussion befindliche Trasse verläuft durch zwei Landshuter Wohngebiete und kann allein deswegen keine Tangente sein. Eines muss klar sein: Eine solche Straße führt entweder zu einer Entlastung in vielfältiger Weise, daher verwende ich seit Jahren den Begriff “Entlastungsstraße” oder sie hat zu unterbleiben! Insbesondere dulden die Bürger der Auwaldsiedlung und Auloh kein mehr an Lärm und Verkehr.

Nachdem die Ergoldinger Marktgemeinderäte und der Kreistag der Stadt Landshut einen Katalog an Prüfungszwängen auferlegt haben, in dem die Aufgabe “keine Mehrbelastung für Ergolding” darüber steht, sollen  verschiedenste Varianten geprüft werden.

Die Ergoldinger Bürgervertreter wollen Ihrem eigenen Bekunden nach zwischen Isar (Nordufer) und der B 11 / B 15 keine weitere Wohnbebauung, sondern nördlich der Bundesstraßentrasse auf dem ehem. Feldflugplatz östlich der Rottenburger Straße.
Eine tiefergelegte Fahrbahn mit Einhausung der Entlastungsstraße Ost ist dabei ebenfalls in Betracht zu ziehen. Diese Einhausung sehe ich als unabdingbar an, da nicht nur in Ergolding die bestehenden bewohnten Weiler, sondern gerade die Ortsteile Auloh und Schönbrunn, insbesondere vor Lärm geschützt werden müssen.
Diesen Gesichtspunkt vertritt mein Kollege Ludwig Graf und ich seit Jahren. Ebenso war für uns immer nur eine Entlastungsstraße, insbesondere für den Verkehr von und zu den Bildungseinrichtungen und den Wohngebieten in Schönbrunn und Auloh denkbar. Daher haben wir auch eine Tonnagebeschränkung zur Prüfung eingebracht.
Eine Umfahrung der B 299 (Konrad-Adenauer-Straße) oder gar ein Ersatz der B 15neu würde von uns entschieden bekämpft werden.
Auch deswegen haben wir im Plenum am Freitag darauf gedrungen, dass der mathematisch völlig falsch gewählte Begriff einer “Tangente” nicht mehr verwendet wird.
Die Sitzungsvorlagen wurden entsprechend geändert.
Abschließend meine Einschätzung, da ich als einziger Landshuter Stadtrat die beiden Sitzungen des Marktgemeinderates Ergolding vom November 2012 und November 2014 mit erlebt habe: Die Ergoldinger Bürgervertreter sind gegen jede Form einer Straße durch ihr Gemeindegebiet.
Sie wollten nur dem neuen Landrat nicht von vorneherein die Türe zuschlagen, wie sie es 2012 mit der Stadt Landshut getan haben (siehe www.klartext.LA “Ergolding schlägt die Tür zu”).
Aber: die Hoffnung stirbt zuletzt und wir sollten uns nicht den Vorwurf gefallen lassen, dass wir Landshuter die Entlastungsstraße zu früh aufgegeben haben.
Ihnen und Ihrer Familie wünsche ich ein besinnliches Weihnachtsfest und Gesundheit, Glück und Zufriedenheit in 2015!

Rudolf Schnur, Stadtrat

Stadtratsantrag-Nr_0876-1

Unter TOP 3 wurde gegen 22.15 Uhr beschlossen:

19 : 5

“Der Marktgemeinderat befürwortet eine Machbarkeitsstudie.

Eine Kostenbeteiligung erfolgt nicht.

Die im Sachverhalt aufgeführten Anregungen sind dem Landratsamt und der Stadt Landshut mitzuteilen und sollen in dieser Machbarkeitsstudie abgehandelt werden.”

Die Anregungen sind:

– 4-spuriger Ausbau der Konrad-Adenauer-Straße

– Untertunnelung der Isar

– Optimierung des ÖPNV

– Umgestaltung des Kasernenecks: zwei Trassen a) nach Auloh und b) nach Geisenhausen

– Osttangente bis Berggrub

– Ergoldsbacher Straße – Zettlstraße – Kollmeder;  unter Berücksichtigung der Hochwasserproblematik

– Fußgänger und Radfahrerbrücke über die Isar; zusätzlich oder alleine?

In der vergangenen Woche trafen sich die Vertreter der Bürgerinitiative „LA-Ost-staufrei“ mit Fritz Colesan, einem der Sprecher der Initiative „PRO B15 neu“ zu einem Gedankenaustausch hinsichtlich der Auswirkungen der B15 neu auf die Landshuter Verkehrssituation. Beide Seiten waren sich einig, dass diese Baumaßnahme unabdingbar für die Entlastung der Stadt Landshut, insbesondere für die Konrad-Adenauer-Straße, auf der die B299 verläuft, aber auch für die Luitpold-, Witt- und Veldener Straße im Westen der Stadt, ist. Die BI „LA-Ost-staufrei“ war im vergangenen Jahr zunächst mit dem Ziel angetreten, eine innerstädtische Entlastung der Stadtteile im Landshuter Osten mit dem Bau einer Entlastungsstraße zwischen der LA 14 und der Gemeinde Ergolding zu erreichen. Zu diesem Zweck wurden innerhalb kurzer Zeit fast 1000 Unterschriften gesammelt, die sich für dieses Anliegen stark machten. Damals wurde aber auch immer betont, dass diese Straße keinesfalls als Umgehung von Landshut anzusehen ist und der Schwerlast- und Durchgangsverkehr nur durch den Bau der B15 neu bewältigt werden kann. Aus diesem Grund sicherten die Vertreter der BI „LA-Ost-staufrei“ Colesan zu, künftig die Initiative „PRO B15 neu“ tatkräftig zu unterstützen. So werden beispielsweise die Unterstützer der BI „LA-Ost-staufrei“ darum gebeten, sich auf der Website der Initiative „PRO B15 neu“ zu registrieren, um ein klares Zeichen für den Weiterbau über Landshut hinaus und für eine Entlastung des Stadtgebiets zu setzen.

 

Heucheln, Täuschen oder Tagträumen?

Die Grünen und ihre Sicht zu einer Verkehrsumgehung der Stadt im Osten

Frau Floegel zitiert den Oberbürgermeister der Stadt Landshut in ihrem Leserbrief vom 10.08.2013 wie folgt: „…Landshut brauche entweder die B15 neu ODER eine Osttangente…“. Er soll dies bei der Verkehrskonferenz der Grünen am 25. Juli 2013 im Landshuter Rathaus gesagt haben.

Auf der Internetseite von „pro-b15neu.de“ steht folgendes Zitat:
“Für Landshut als Regierungshaupt
stadt Niederbayerns und regionales Oberzentrum ist eine gute Infrastruktur unerlässlich. Darüber hinaus wird der
 Stadt bis 2030 ein deutlicher Zuwachs an Einwohnern prognostiziert. 
Die B 15neu ist eine wichtige Verbindung mit der Region zum Beispiel auch für Ein- und Auspendler und außerdem eine dringend benötigte Ergänzung des städtischen Infrastrukturkonzepts, da sie den Verkehr durch die Stadt spürbar entlasten wird.”
Hans Rampf, Oberbürgermeister Stadt Landshut

Die Entscheidung GEGEN eine Entlastungsstraße Ost, vulgo „Osttangente“, zwischen der B 15 (Ortsdurchfahrt von Ergolding) und der LA 14 (Stadt Landshut) mit Brückenschlag über die Isar ist am Abend des 8. November 2012 im Rathaus von Ergolding einstimmig gefallen. Dabei war OB Hans Rampf anwesend!
Die ihm eingangs unterstellte Einlassung “ODER” ergibt vor diesem Hintergrund keinen Sinn.
Die Ergoldinger Entscheidung fiel völlig im Sinne der sogenannten Grünen im Landshuter Stadtrat, da sie in den vergangenen Jahren bei ALLEN Abstimmungen über die Entlastungsstraße Ost dagegen gestimmt haben!
Daher wundert es den informierten Leser, wie sich Herr Dr. Thomas Gambke, MdB bei der Podiumsdiskussion im Blumberg zu folgender Aussage versteigen konnte: „Was wir brauchen, ist eine weitere Überquerung der Isar, um die hochbelastete Konrad-Adenauer-Straße zu entlasten. … Kassieren Sie die Lüge B15 neu und lassen Sie uns das Landshuter Problem gemeinsam nach Berlin tragen.“ (LZ vom 20.06.2013).
Herr Dr. Gambke sollte sich mit den Tatsachen genau beschäftigen, bevor er so etwas sagt, wenn ihm an der Wahrheit gelegen ist. Nötigenfalls soll er jemand fragen, der die Fakten kennt und die Thematik seit Jahren aktiv verfolgt. Fakt ist erstens, die Grünen im Stadtrat haben die Entlastungsstraße Ost immer abgelehnt und das sogar als er selbst noch im Stadtrat saß! Zweitens die Finanzierung einer Entlastungsstraße Ost wurde bereits seit 2006 mehrmals mit dem Bayerischen Innenministerium (Oberste Baubehörde) und dem Bundesministerium für Verkehr erörtert. Sein Kollege Dr. Wolfgang Götzer hat hierfür bereits vor Jahren für Klarheit gesorgt: es gibt nur eine Planung, die vom Bund finanziert und getragen werden würde: Die B 15neu! Es wäre gut, wenn dies auch MdB Dr. Anton Hofreiter wahrheitsgemäß darstellt, bevor er tagträumerische Aussagen trifft: „Der Kompromiss der Ostumgehung unter Bauträgerschaft des Bundes wäre für die Stadt eine Alternative und sollte dem Stadtrat als Lösungsmöglichkeit vorgelegt werden.“ Und legt dann noch eine weitere unhaltbare Behauptung nach: Den Schwerlastverkehr durch Landshut mittels eines Stadtratsbeschlusses für eine Umweltzone zu verbieten! Dass der Stadtrat keine Sperrung einer Bundesstraßenortsdurchfahrt ohne geeignete Umfahrung beschliessen kann, wissen wir in Landshut seit einem entsprechenden Vorstoß im Stadtrat zur Entlastung der Veldener Straße (B15).
Wenn jemand, der dem Ausschuss für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung des Deutschen Bundestages vorsitzt, den Wählern wieder besseren Wissens, solche wirkungslosen Vorschläge unterbreitet, ist dies beschämend und skandalös zugleich. Sein Kollege, Herr Dr. Gambke hat OB Rampf schon wegen weniger zum Rücktritt aufgefordert.

Rudolf Schnur

 

Information für alle interessierten Bürger, insbesondere die Unterstützer der BI „LA-Ost-staufrei“, die sich mit ihrer Unterschrift für eine Entlastungsstraße im Landshuter Osten eingesetzt haben

 

 

Im Dezember des vergangenen Jahres haben wir die Bürgermeister der Stadt Landshut angeschrieben, um ihnen – nach der ablehnenden Haltung des Marktes Ergolding zur Entlastungsstraße Ost – Gelegenheit zu geben, zu verschiedenen Fragen, die Verkehrssituation im Landshuter Osten betreffend, Stellung zu nehmen.

 

Am 23. März 2013 trafen sich nun Herr Anton Schwarz, Herr Walter Ebner, Herr Jörg Maassen, Frau Franziska Böhm und Herr Harald Böhm als Vertreter der Bürgerinitiative, mit dem Oberbürgermeister, Herrn Hans Rampf sowie dem Stadtbaudirektor, Herrn Johannes Doll, um über die gestellten Fragen Auskunft zu erhalten. Ebenfalls anwesend war Herr Rudolf Schnur, Stadtrat, der die Initiative von Anfang an unterstützend begleitet hat. Von Herrn Dr. Thomas Keyßner, 2. Bürgermeister, haben wir eine schriftliche, von Herrn Gerd Steinberger, 3. Bürgermeister, gar keine Stellungnahme erhalten. Im Folgenden berichten wir über die Antworten der Befragten, weisen aber darauf hin, dass es sich im Fall von OB Rampf lediglich um eine sinngemäße Wiedergabe der getroffenen Aussagen handelt, die aus dem Gedächtnis wiedergegeben werden:

 

 

1. Wie bewerten Sie die Verkehrskonferenz, die am 12.11.2012 in der Regierung von

Niederbayern stattgefunden hat?

 

OB Rampf Die Verkehrskonferenz hatte lediglich informativen Charakter, d.h. es wurde

hier weder vorgeschlagen, noch beantragt und schon gar nichts beschlossen.

Der OB betont, dass er die B15n für unabdingbar hält und sich vehement für

deren Bau einsetzt. Baudirektor Doll ist der Auffassung, dass die Straße einer-

seits zwar weitere Belastung für den Osten bringt, im Gegenzug aber zur Ent-

lastung führt, vor allem in Bezug auf die Berufspendler, Schüler und Hoch-

schulstudenten, die die künftige Anschlussstelle Dirnau nutzen werden.

 

BM Dr. Keyßner „Eine andere Sicht als die Stadtverwaltung habe ich allerdings beim Thema

B15 neu. Anders als die Stadtverwaltung glaube ich – aufgrund des Autobahn-

charakters – nicht daran, dass die B15 neu den Landshuter Osten wirklich ent-

lasten könnte.“

 

BM Steinberger keine Stellungnahme

 

 

2. Gibt es für die Konrad-Adenauer-Straße Messwerte in Bezug auf Lärmentwicklung, Feinstaub-

und andere Schadstoffbelastungen, die durch Abgase hervorgerufen sein können?

 

OB Rampf Der OB überreichte eine Stellungnahme des städtischen Umweltamtes, in dem

mitgeteilt wurde, dass im Bereich K.-A.-Straße keine Messungen durchgeführt

werden. In der Podewilsstraße – Höhe CCL – dagegen werden Messungen

durchgeführt, deren Werte mit denen der K.-A.-Straße vergleichbar seien!

 

BM Dr. Keyßner „…seitens des Fachbereichs Umweltschutz habe ich aber auch erfahren, dass

Sie bereits durch einen Brief von Oberbürgermeister Rampf die Auskunft zu

Lärm- und Feinstaubsituation erhalten haben, welcher ich mich anschließe.“

 

BM Steinberger keine Stellungnahme

 

3. Welche Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrsbelastung und Staubbelastung

erachten Sie für möglich und wann und in welcher Form werden Sie diese auf den Weg

bringen? (In diesem Zusammenhang sehen wir die Ausweisung weiterer Bau- und Nutz-

flächen in Schönbrunn und Auloh sehr skeptisch, da nach wie vor die nötige Verkehrs-

infrastruktur fehlt und eine Zunahme der Belastung der bestehenden Straßen nicht

mehr erträglich ist.)

 

OB Rampf Bestätigte, dass sowohl im Bereich der Auwaldsiedlung, der ehemaligen

Schochkaserne, als auch in Auloh weitere Bebauung stattfinden soll und

wird. Als einzige Maßnahmen wurde der Ausbau der Kreisstraße LA 14

und der Bau der B15n genannt. Der Bau der B15n unterliegt aber bekannter-

maßen nicht der Verantwortung und damit auch nicht im Einflussbereich der

Stadt Landshut.

 

BM Dr. Keyßner keine Stellungnahme. Herr Dr. Keyßner hat zu diesem Punkt aber ein persön-

liches Gespräch angeboten, das von der BI aus terminlichen Gründen bislang

nicht wahrgenommen wurde.

 

BM Steinberger keine Stellungnahme

 

 

Kommentar:

 

Aus den vorstehenden Antworten ist nur zu entnehmen, dass ihnen nichts Konkretes zu entnehmen ist. Die Situation im Landshuter Osten bleibt nicht nur wie sie ist, sie wird sich künftig vermutlich noch verschlechtern.

 

Zum Verhalten von Bürgermeister Steinberger bedarf es eigentlich keiner Worte. Gleichwohl möchte ich anmerken, dass es der Anstand gebietet, in irgendeiner Form auf unsere Anfrage zu reagieren, und sei es nur, dass er keine Stellungnahme dazu abgeben will.

 

Als Fazit bleibt, dass das Ganze ein bisschen an den Kampf Don Quijotes gegen die Windmühlen erinnert. Doch wir werden nicht locker lassen, auch wenn es ein langwieriges Unterfangen ist, denn: „steter Tropfen höhlt den Stein!“

 

Für die BI LA-Ost-staufrei

Harald Böhm

 

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Das Jahr 2012 hat erneut gezeigt, dass die Art und Weise, wie in Landshut mit manchen Herausforderungen umgegangen wird, keine tauglichen Lösungen ergeben kann.

Jahrelanges Aussitzen, Zaudern und Dabattieren sollte 2012 in plötzliche Entscheidungen umgemünzt werden.
Der Dauerbrenner Westtangente musste schon deswegen scheitern, weil selbst der Oberbürgermeister in dem entscheidenden Interview vor dem Bürgerentscheid den unschlüssigen Bürgern eine eher gegen die Westtangente stehende Haltung aufzeigte, indem er wörtlich zitiert wurde: “Wenn ich nicht Oberbürgermeister wäre, würde ich vielleicht auch anders entscheiden.” und “Ich brauche die Straße nicht, auch weil wir da draußen gerne spazieren gehen.” Zudem wird der Sinn der Westtangente bezüglich der Fortführung im Landkreis Landshut in Frage gestellt: “…weil das Ganze natürlich nur mit einer Weiterführung zwischen Landshut und Tiefenbach Sinn macht.” Oft äußerten daher vor allem Bürger, die sonst eher dem OB zu gewandte sind, deswegen gegen die Westtangente stimmen zu müssen. Er sei ja schließlich selbst nicht davon überzeugt.
Eine weitere Äußerung zur Westtangente, die Versäumnisse im Stadtosten eingesteht: “Wir dürfen hier nichts verschlafen, wie wir es im Osten getan haben.” leitet zur bestehenden Engstelle in den Verkehrsadern der Stadt über.
Hier war bereits in mehreren Sitzungen seit 2006 seine Haltung immer deutlich zum Ausdruck gebracht worden: Keine Zustimmung für eine Machbarkeitsstudie über eine Entlastungstraße Ost! Denkbar knapp war die Entscheidung um Bausenat im Jahre 2006 ausgefallen, bei der mit der Stimme des OB mit 5:4 Stimmen gegen weitere Untersuchungen einer Entlastungsstraße Ost votiert wurde. Zudem Zeitpunkt gab es noch keine weiteren Machbarkeitsuntersuchungen für eine Westtangente, wie sie danach erstellt wurde. Das Signal aus München, das der Unterzeichner für eine Entlastungsstraße Ost mit der Unterstützung der damaligen Landtagsabgeordneten Ingeborg Pongratz eingeholt hatte, wurde geradewegs für eine Westtangente vereinnamt.
Im Juli 2006 wurde den beiden Stadträten aus Landshut, die sich wegen einer Entlastungsstraße Ost in der Obersten Baubehörde erkundigt hatten, vor der genannten Entscheidung des Bausenates, eine Förderung bis zu 80,5 % in Aussicht gestellt.

Zum Auftritt im Marktgemeinderat in Ergolding empfehle ich die Mitschrift unter “Ergolding schlägt die Türe zu!”.  Durchsetzungswille sieht anders aus! Niemand kann erwarten, dass die selbstbewussten und durchsetzungswilligen Ergoldinger Marktgemeinderäte der Stadt eine Gefallen tun, von dem dessen Vertreter selbst nicht überzeugt sind. Keinerlei Vorteile für Ergolding vermittelnd, nicht die Zusammenarbeit u.a. in Sachen Strom und ÖPNV erwähnend, dafür selbst einen Reigen an Skepsis frei Haus liefernd, lässt sich kein Staubsauger und schon gar keine Straße an den Mann bzw. Marktgemeinderat bringen.
Gerade zu kontraproduktiv war es, den Ergoldingern zuerst eine Planung vorzustellen, die seit Jahren nicht mehr zur Debatte steht. Der Anschluss einer Entlastungsstraße Ost direkt an die Rottenburger Straße war seit 2006, nach einem Auftritt des Verkehrsgutachters Prof. Lang im Ergoldinger Marktgemeinderat kein Thema mehr. Prof. Lang hatte damals geraten nur dann eine Entlastungsstraße Ost der Landshuter hinzunehmen, wenn kein direkter Anschluss an die Rottenburger Straße erfolgen würde. Daran hatte sich die Bürgerinitiative “LA-Ost-staufrei” stets gehalten. Dieses Schreckgespenst einer Belastung der Ergoldinger Ortsmitte durch eine Entlastungsstraße Ost hätte man getrost weglassen können, um auch nur den Hauch einer objektiven Entscheidungsfindung zu begründen. Ausführungen des OB, dass die Kasernenkreuzung mehr belastet werden würde, als ohne Entlastungsstraße Ost, sind nicht nur falsch, sondern die Entscheidung vorbestimmend. Nicht einmal die alte und mehrfach widerlegte Mär von der Konkurrenz einer Entlastungsstraße Ost mit der B 15 neu wurde ausgelassen.

Fazit: Es wurde vieles gegen die Entlastungsstraße Ost vorgebracht, wenig, zu wenig dafür. Der Gang nach Ergolding war durch die Unterschriftensammlung der BI erwzungen (drohendes Bürgerbegehren) und nicht freiwillig! Das Vermeiden einer Entlastungssstraße Ost wurde vom OB konsequent weiter verfolgt und in seinem langjährig verfolgten Sinne erfolgreich beendet.
Sage mir keiner, der nicht bei allen Sitzungen zu dem Thema dabei war, es wäre anders gewesen!

Im übrigen musste man kein Anhänger einer Verschwörungstheorie sein, um zu ahnen, wie die Entscheidung ausgehen wird, wenn man als erster im Saal war und alle eintreffenden Entscheidungsträger beobachtete. Selbst die Vertreter des Landkreises entzogen sich nicht dem Ritual: Hereinkommen, den Plan ansehen und den Kopf schütteln!

Wie heißt es so treffend: Wer nicht kämpft hat schon verloren!

 

Rudolf Schnur

 

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Ergoldinger CSU kritisiert BI Landshuter Wochenblatt vom 28 11 2012

Wieso der Nachtarock? Wieso dieses Niveau?

Die Sache ist mit den Stimmen der CSU-Marktgemeinderäte aus Ergolding seit dem 8. November 2012 entschieden!

Auch mit den Stimmen derer, die bei der Stadt Landshut beschäftigt sind, wie die zweite Bürgermeisterin Annette Kiermaier und der ehemalige Bürgermeister und jetzige Marktgemeinderat Georg Kammermeier.

Die Bürgerinitiative (BI) hat sich, wie bei Demokraten üblich mit der Abstimmung und der von 1. Bürgermeister Johann Heckner angekündigten Herausnahme der Trasse einer Entlastungsstraße Ost abgefunden.

Die Sache ist demokratisch entschieden und zu akzeptieren. Die BI hat sich nun auf den guten Weg gemacht, andere Möglichkeiten mit dem alleinigen Träger der Verkehrslast, der Stadt Landshut, anzuregen.

Jetzt kommen die Ergoldinger CSU-Stammtischler daher und tarocken nach. Dabei setzen sie Zahlen in die Welt, die eher aus der Glaskugel oder dem Bierglas stammen, als aus Modellrechnungen von Verkehrsfachleuten.

Allein die grundlegend falsche Behauptung, dass die Entlastungsstraße Ost zu einer Mehrbelastung am Kaserneneck führen würde, wird dadurch nicht wahrer, indem sie ständig und von bestimmten Personen wiederholt wird.

Im übrigen ist es schon interessant zu sehen, dass sich Bürgervertreter anmassen, das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie, vorweg zu nehmen.

Wir dürfen gespannt sein, wie und wann der Verkehr nach Vorschlag der Stammtischrunde an Ergolding und Landshut vorbei geführt wird.

Im übrigen sei der feucht-fröhlichen Runde noch etwas mitgegeben:

1. Es gibt nach dem Marktgemeinderatsbeschluss vom 8.11.2012 keinen Planungsstand mehr!

2. Die von der BI verdeutlichte Trassenführung entspricht der Trassenführung in den Flächennutzungsplänen von Stadt Landshut und Markt Ergolding.

Manchmal wäre es wirklich besser zu schweigen, nach dem eine Entscheidung gefallen ist.

 

Rudolf Schnur