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Energieeffizienz

Pressemitteilung

Gemeinsame Presseerklärung mit dem BMWi: Klimabeschlüsse der Bundesregierung umgesetzt: Förderung für energieeffizientes Bauen und Sanieren wird jetzt noch attraktiver

2020-01-24T11:01:59      Frankfurt am Main (ots) –

   - Investitions- und Tilgungszuschüsse steigen deutlich
   - Kredithöchstbetrag für Effizienzwohnhäuser steigt von 100.000 
     auf 120.000 EUR

Mit energetisch hochwertigen Neubauten und Sanierungen bares Geld zu sparen und gleichzeitig zum Klimaschutz beizutragen, zahlt sich künftig noch mehr aus: Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und die KfW verbessern ab 24.01.2020 die Förderung für energieeffizientes Bauen und Sanieren im CO2-Gebäudesanierungsprogramm. Damit werden die Klimabeschlüsse der Bundesregierung aus September 2019 umgesetzt. Gleichzeitig wird der Zugang zu den Förderprogrammen mit Hilfe des “Förderwegweisers Energieeffizienz” noch einfacher und transparenter.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier: “Das ist ein starkes Signal für mehr Klimaschutz im Gebäudebereich – und eine gute Nachricht für alle Hausbesitzer. Ich freue mich, dass wir diese wichtige Entscheidung des Klimakabinetts gemeinsam mit der KfW so schnell auf den Weg bringen konnten!”

KfW-Vorstandsmitglied Dr. Ingrid Hengster: “40% des Energieverbrauchs in Deutschland entfallen auf den Gebäudebereich. Mit ihrer Förderung setzt die KfW Maßstäbe für Energieeffizienz in Gebäuden in Deutschland und unterstützt die Bundesregierung in ihrer Energie- und Klimapolitik. Durch die aktuellen Produktverbesserungen wird die Energieeffizienz für Hausbesitzer und Unternehmen noch attraktiver.”

Von den Anpassungen in den Förderprogrammen profitieren Privatpersonen, Unternehmen und Kommunen. So steigen die Tilgungszuschüsse in den Kreditprogrammen gemäß den Vorgaben aus dem Klimaschutzprogramm 2030 der Bundesregierung um zehn Prozentpunkte. Für Sanierungen von Wohngebäuden werden die Tilgungszuschüsse zudem um weitere 2,5 Prozentpunkte angehoben. Die jährlichen effektiven Kreditzinsen sind dadurch in den meisten Fällen negativ. Der Zuschuss für die Sanierung von Wohngebäuden steigt um 10 Prozentpunkte. Zusätzlich wird der Förderhöchstbetrag für Effizienzhäuser im Kredit und im Zuschuss für Wohngebäude von 100.000 auf 120.000 EUR erhöht.

Die Änderungen im Einzelnen:

   - Sanierung von Wohngebäuden: Erhöhung der Tilgungszuschüsse im 
     Kredit um 12,5 Prozentpunkte (Programme Nr. 151, 152) und der 
     Investitionszuschüsse um 10 Prozentpunkte (Programm Nr. 430)
   - Neubau von Wohngebäuden: Erhöhung der Tilgungszuschüsse um 10 
     Prozentpunkte (Programm Nr. 153)
   - Sanierung von Nichtwohngebäuden: Erhöhung der Tilgungszuschüsse 
     um 10 Prozentpunkte (Programme Nr. 277, 278, 218, 219)
   - Erhöhung des Förderhöchstbetrages für Effizienzhäuser 
     (Wohngebäude) im Neubau und der Sanierung von 100.000 EUR auf 
     120.000 EUR (151, 153, 430)

Bereits zum 01.01.2020 wurde die Förderung von Öl-Heizungen eingestellt. Hauseigentümer, die sich für eine neue Heizungsanlage interessieren, können sich seit 01.01.2020 an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) wenden. Dort können sie auch die im Rahmen des Klimaschutzprogramms 2030 beschlossene Austauschprämie für Ölheizungen beantragen.

Die Programme “Zuschuss Baubegleitung (431)” und “Zuschuss Brennstoffzelle (433)” bleiben unverändert.

Weitere Informationen: www.kfw.de/inlandsfoerderung/EBS-2020/

Ab jetzt die passende Förderung noch einfacher finden: mit dem neuen “Förderwegweiser Energieeffizienz”

Damit Interessierte für ihr Vorhaben noch schneller geeignete Fördermöglichkeiten finden, steht ab dem 24.01.2020 auch der neue “Förderwegweiser Energieeffizienz” auf www.machts-effizient.de/foerderwegweiser sowie KfW.de und BAFA.de zur Verfügung.

Der Förderwegweiser Energieeffizienz unterstützt dabei, mit wenigen Klicks ein passendes Förder- und Beratungsangebot im Bereich Energieeffizienz und erneuerbare Energien zu finden. Sowohl Privatpersonen, Unternehmer als auch Kommunen werden hier fündig.

Hochschule Landshut arbeitet an einem Managementsystem, das Unternehmen und Regionen helfen soll, ihre Energieeffizienz zu steigern und Energiekosten zu sparen

Damit Deutschland seine energie- und umweltpolitischen Ziele erreichen kann, müssen der Energieverbrauch und die damit verbundenen CO2-Emissionen drastisch sinken. Einen wesentlichen Beitrag dazu will nun die Hochschule Landshut mit dem neuen Forschungsprojekt „DENU – Digitale Energienutzung zur Erhöhung der Energieeffizienz durch interaktive Vernetzung“ leisten. Sie entwickelt ein Energieeffizienz-Managementsystem zur Sektorenkopplung (d.h. zur Vernetzung der Sektoren Strom, Wärme, Kälte, usw.) in Anlehnung an den ISO Norm-Standard. Es soll Unternehmen und Regionen als Werkzeug dienen und helfen, die geforderte Energiewende umzusetzen. Dazu wird in Echtzeit der Energie-und Ressourcenbedarf sowie das Angebot mehrerer Gebäudekomplexe in Niederbayern unter Berücksichtigung der Wetterprognosen miteinander vernetzt, um automatisiert bestehende Energieerzeugungs- und Verteilstrukturen effizienter zu nutzen und zu entlasten. Basierend auf den identifizierten Maßnahmen und Handlungsempfehlungen untersuchen die Forschenden zudem, inwieweit langfristig möglichst 100 Prozent des Gesamtenergiebedarfs durch erneuerbare Energien abgedeckt werden kann. Prof. Dr. Diana Hehenberger-Risse, Projektleiterin an der Hochschule Landshut, ist überzeugt: „Durch die ganzheitliche Betrachtung aller Faktoren können wir über 50 Prozent Primär-Energie einsparen.“ Am Projekt beteiligt sind drei Fakultäten der Hochschule Landshut sowie die Ingenieur-Unternehmen Sehlhoff und HPE. Darüber hinaus kooperiert die Hochschule Landshut im Projekt mit den Kommunen Bad Füssing, Markt Ruhstorf und Pocking dem Energieversorger Stadtwerke Landshut sowie mit den Firmen Leipfinger-Bader und Wolf Heiztechnik.

Mehr Effizienz durch intelligente Steuerung der Gebäude

Um die Datenerfassung kümmert sich Prof. Dr. Stefan-Alexander Arlt aus der Fakultät Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurwesen. Dazu werden Mess- und Steuerungsgeräte in verschiedenen Gebäudetypen installiert, z.B. in Hotels, Hallenbäder, Verwaltungs- und Fabrikgebäuden. Prof. Dr. Markus Mock aus der Fakultät Informatik vernetzt die gemessenen Daten mit bereits bestehenden Energie- und Gebäudeeffizienz-Managementsystemen zu einem ganzheitlichen System. Diese Daten analysiert er unter Einsatz von Maschinellem Lernen und entwickelt Algorithmen, wie der Energieverbrauch durch die intelligente Steuerung der Gebäude gesenkt werden kann.

Weniger Energieverluste, Entlastung der Stromnetze

„Beispielsweise lassen sich bei schönem Wetter die Vorlauftemperaturen von Wärmeerzeugungsanlagen frühzeitig reduzieren“, erklärt Hehenberger-Risse, Professorin an der Fakultät Interdisziplinäre Studien und Koordinatorin, „oder es verringert sich der Kühlbedarf in Gebäuden, indem Jalousien automatisch für Schatten sorgen.“ Möglich sei auch, im Sommer die gespeicherte Energie aus der Photovoltaik zur Warmwasserbereitung zu nutzen und dafür während dieser Monate Nahwärmenetze abzuschalten, die mittels Blockheizkraftwerken oder Erneuerbare-Energien-Anlagen betrieben werden. Hierdurch lassen sich die Wärmenetzverluste (bis zu 60 Prozent) und damit den Energieträgereinsatz in den Sommermonaten deutlich reduzieren. Außerdem werden die Stromnetze entlastet, da der Überschuss-Strom, z.B. aus Photovoltaik-Anlagen, zur Wärmeerzeugung genutzt wird.

Ganzheitlicher Ansatz – konkrete Handlungsempfehlungen

Aus den gewonnenen Erkenntnissen entwickeln die Forschenden schließlich Maßnahmen und Handlungsempfehlungen, die dann in den Prototypen des neuen Managementsystems eingebettet werden. „Das Besondere daran ist der ganzheitliche und zeitaktuelle Ansatz sowie die Vernetzung verschiedener Energieabnehmer und die sektorenübergreifende Vernetzung“, erläutert Hehenberger-Risse. Bisher gebe es zwar viele einzelne Energie- oder Umweltmanagement-Systeme, diese arbeiten jedoch oft mit Daten aus der Vergangenheit und betrachten keine Gesamtszenarien unter dem Aspekt der Sektorenkopplung. „Bei DENU vereinen wir das Know-how aus Informations-, Energie-, Umwelt, Ingenieurs- und Geoinformationswissenschaft“, so die Professorin.

Vorteile für Verbraucher, Energieversorger und öffentliche Hand

Sowohl Industrie als auch Energiewirtschaft und Kommunen könnten in Zukunft von dem neuen System profitieren. „Bisher nutzten weniger als 20 Prozent der Unternehmen ein professionelles Energiemanagement“, so Hehenberger-Risse, „trotz der gesetzlichen Pflicht setzen viele Firme keine Softwarelösung ein, sondern stellen die Verbrauchsdaten zeitaufwendig manuell mit Excel zusammen.“ Auch beim Thema Städtebau könne das System zum Einsatz kommen und als Planungsinstrument eine wichtige Rolle bei der energieeffizienten Stadtentwicklung führen.

Über das Projekt

Das Projekt „DENU – Digitale Energienutzung zur Erhöhung der Energieeffizienz durch interaktive Vernetzung“ läuft bis 2022. Die Projektleitung übernimmt Prof. Dr. Diana Hehenberger-Risse von der Hochschule Landshut; weitere Projektpartner sind das Technologiezentrum Energie, der Generalplaner Sehlhoff das Ingenieurbüro HPE, die Kommunen Bad Füssing, Markt Ruhstorf und Pocking, die Stadtwerke Landshut sowie die Firmen Leipfinger-Bader und Wolf Heiztechnik. Die Finanzierung des Projekts übernimmt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen des 6. Energieforschungsprogramms. Die Gesamtsumme liegt bei über 1,4 Millionen Euro.

Prof. Dr. Diana Hehenberger-Risse von der Hochschule Landshut übernimmt die Projektleitung.

Foto: Hochschule Landshut

Wenn es nach der CSU-Fraktion geht, dann wird die Stadt Landshut dauerhaft auf energieeffiziente Beleuchtung setzen. Dafür treten wir seit Jahrzehnten ein. Der letzte Antrag betrifft übrigens auch die Leuchten, die nun für eine Stunde ausgeschaltet werden: Antrag_0463 Freilich wäre es sinnvoller und wirksamer bei diesen Strahlern neueste Technik einzusetzen und damit stündlich den Energiebedarf deutlich  zu senken.

Und nun zur Pressemitteilung:

Stadt Landshut macht mit und knipst am 25. März das Licht aus – für eine Stunde…

Der Eifelturm in Paris, das Empire State Building in New York und die Burg Trausnitz in Landshut haben am Samstag, 25. März, dem „Earth Hour Day“, eines gemeinsam: In und an allen Gebäuden gehen ab 20.30 Uhr die Lichter aus. Denn auch in diesem Jahr beteiligt sich die Stadt Landshut erneut an der weltweiten Aktion „Earth Hour“ der WWF-Umweltstiftung. Neben den städtischen Wahrzeichen hüllen sich ab 20.30 Uhr weitere markante Gebäude für eine Stunde in Dunkelheit.

Die WWF-„Earth Hour“ findet dieses Jahr bereits zum elften Mal statt. Die Aktion motiviert jedes Jahr weltweit Millionen von Menschen zu mehr Umweltbewusstsein, weit über die 60 Minuten der Aktion hinaus. Unzählige Gebäude und Sehenswürdigkeiten versinken bei der „Earth Hour“ im Dunkeln. Im vergangenen Jahr waren beispielsweise der Eifelturm in Paris, das Empire State Building in New York und viele andere Gebäude dabei; Landshuts Wahrzeichen reihen sich mit ein. „Das tolle an der Aktion ist, dass jeder mitmachen kann. Jeder Einzelne kann ein Zeichen für den bewussten Umgang mit Energie und der Umwelt setzen, indem er einfach zuhause für eine Stunde die Lichter ausschaltet“, sagt die Klimaschutzmanagerin der Stadt Landshut, Stella Haun. Das diesjährige Motto „Klimaschutz geht gemeinsam“ könnte daher treffender nicht sein. Die Stadt Landshut nimmt sich ebenfalls nicht aus und geht selbst mit gutem Beispiel voran: Die Beleuchtung der Burg Trausnitz, Martinskiche, Stadtresidenz, Jesuiten- und Sebastianikirche, des Rathauses, des Ländtors, der Hl. Geistkirche, des Maxwehrs und des Stadtwerke-Verwaltungsgebäudes werden ausgeschaltet.

Die Aktion sei dann besonders erfolgreich, ergänzt Haun, wenn sich möglichst viele Menschen daran beteiligen. Denn bei der „Earth Hour“ gehe es nicht um die reine Stromeinsparung während der Aktionszeit, sondern um ein Zeichen des Klimabewusstseins, das in den Köpfen der Menschen verankert werden soll: „Jeder Beitrag zählt“.

Ihren Anfang nahm die Aktion im Jahr 2007 in Sydney. In den darauffolgenden Jahren breitete sie sich dann über die gesamte Welt aus. Mittlerweile wird die „Stunde der Erde“ auf allen Kontinenten in über 170 Ländern begangen. Weltweit nehmen rund 7.000 Städte teil, allein in Deutschland waren es 241 im vergangenen Jahr. Weitere Informationen zur „Earth Hour“ gibt es auch unter wwf.de/earthhour/.

“Effizienztechnologien sind die Ölquellen der Zukunft. Sie machen Energie langfristig sicher, kostengünstig und umweltfreundlich. Deutschland hat ein gewaltiges Potential für technologische Innovationen und die Schaffung von Arbeitsplätzen, das wir noch nicht genug nutzen. Hier müssen die Anreize richtig gesetzt werden, dann sprudeln diese neuen Energiequellen wie gestern das Öl.”

Eberhard Brandes, Geschäftsführer World Wide Fund for Nature Deutschland (WWF)

Ein erfolgreicher Stadtratsantrag aus dem Jahre 2010 ist am kommenden Montag Grundlage für einen Vortrag in der Reihe “Landshuter Energiegespräche” am Montag, den 13. Januar 2014 um 18.30 Uhr. Er findet im Raum ZH 013 statt. Einladung_Vortrag_Schreff_web

Referent ist der durch Stadtratsbeschluss mit der Umsetzung beauftragte Inhaber des Ingenieurbüros Schreff, Dr.-Ing. Dieter Schreff.

Nach jahrelangen Anregungen bezüglich der Möglichkeit den Energiebedarf zu senken und damit die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen, entschloss sich Stadtrat Rudolf Schnur im Oktober 2010, ermuntert durch den Physiker und Energie-Fachmann Max Winkler aus Simbach am Inn zu seinem Antrag Nr. 637: “Überprüfung der Wirtschaftlichkeit von elektrischen Aggregaten im Stadtbad und in der Kläranlage”.

Im Werksenat vom 24.02.2011 und 22.11.2011 wurde dann einstimmig der Einstieg in diese Verbesserungsmaßnahme beschlossen.

WS 2011 Beschluss-133      Kläranlage Beschluss-134

Dabei überzeugten auch die Skeptiker die Verbrauchszahlen beim Strom. Diese lagen damals über 6.000.000 kWh/a!

Sitzungsvorlage-152

Nachdem der erste Antrag auf Einsparungen beim Stadtbad durch energetische Maßnahmen aus dem Jahre 2009 Stadtratsantrag-Nr_0392  nicht angemessen verfolgt worden war, musste nun im zweiten Anlauf auch dieser Bereich in die Betrachtung sorgfältig einbezogen werden.

Fazit: Das Politik das Bohren dicker Bretter bedeutet hat sich wieder einmal bewahrheitet. Kurz: Erfolg braucht Ausdauer und hat viele Väter!

 

Rudolf Schnur                                                                        Landshut, 28.10.2010

 

An den Stadtrat der Stadt Landshut

Rathaus

84028 Landshut

Antrag

Der Stadtrat möge beschliessen:

Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, welche Pumpen / elektrische Antriebe im Einflussbereich der Stadt und den Stadtwerken im Einsatz sind, welche durch hochenergieeffiziente Modelle oder Umrüstungen ersetzbar wären und welche Wirtschaftlichkeit (Einsparpotential / Fördermittel) sich daraus ergäbe.

Aufbauend auf das Ergebnis sind ggf. die entsprechenden Maßnahmen durchzuführen.

Auf Grund hoher Laufzeit haben Motoren und Antriebe (z.B. Pumpen, Lüftungen, Ventilation, Klimatechnik, Druckluft, Fördertechnik) bezogen auf Ihre Lebenszykluskosten meistens nur geringe Anschaffungskosten. Der Großteil der Kosten entfällt dabei auf die Betriebskosten und dabei besonders auf die Energiekosten.

Der Austausch oder die Nachrüstung durch einen Frequenzumrichter mit bedarfsgeführter Steuerung  von elektrischen Antrieben kann daher schon bei geringer Effizienzsteigerung hohe Kostensenkungspotentiale haben und äußerst wirtschaftlich sein.

Fakten:

1. Nach Angaben des Umweltbundesamtes zufolge ließen sich in den rund 10.000 kommunalen Kläranlagen in Deutschland durch effizientere Belüftung, verbesserte Steuerung der Aggregate und den Einsatz von Motoren und Pumpen mit höchster Energieeffizienz durchschnittlich 20 % der dortigen Energieverbräuche einsparen. Dies allein entspräche der Jahresleistung eines Großkraftwerkes (Kohle oder Atom).

2. Die jährlichen Stromkosten einer Pumpe im Dauerbetrieb kann höhere Stromkosten bedingen, als der gesamte Anschaffungswert beträgt.

3. Einsparungen mit einer Amortisationszeit von weniger als 2 Jahre wurden für das Stadtbad Landshut im Februar 2010 (von Max Winkler) errechnet.

4. In Bayern erhalten z.B. Kläranlagenbetreiber bis zu 10.000 Euro Fördermittel für eine Energieanalyse durch das Umweltministerium.

LED für den besten und schnellsten Weg zur Energiewende

Johann Hartl Bisamstraße 13  84030 Ergolding   johann-hartl@gmx.de

Stellungnahme zum Interview zur Energiewende mit Prof.Dr. Michael  Sterner

In vielen Punkten ist den Ausführungen von Prof. Sterner zuzustimmen  aber einige Aussagen sind kritisch zu sehen.

Mit keinem Wort ist die Primärlösung zur Energiewende, die Verbesserung der Energieeffizienz erwähnt.

„Bilanzielle“ Anteile zur Stromverbrauchserzeugung am Beispiel Windenergie nützen uns  nichts. Entscheidend ist bei der Stromerzeugung die bedarfsabhängige Strombereitstellung. Dies gilt für die Windenergie als auch für die solare Stromerzeugung. Strom, der nicht bedarfsgerecht erzeugt  und verbraucht werden kann,  ist wertlos oder hat sogar einen negativen Wert!

Bei  „richtiger Umsetzung ist die Energiewende (Ausstieg aus der Kernenergienutzung) kein Problem“. Leider wird sie bei Beachtung des realistischen  Potenzials der erneuerbaren Energien  im energiewirtschaftlichen, volkswirtschaftlichen  und ökologischen  Rahmen ein großes Problem bleiben. Einen wesentlichen Anteil zur Stromerzeugung, Wärmeversorgung und Kraftstoffversorgung können die erneuerbaren Energien nur bei einer extremen Minderung des Energieverbrauchs bringen, die leider im erforderlichen Maße nicht in den nächsten zwei Jahrzehnten  praktikabel durchsetzbar sein dürfte.  Seine Befürwortung für ein Gaskraftwerk in Pleinting halte ich für richtig. Die Energiewende kann nicht mit einem  krampfhaften  Ersatz der Kernenergie und fossilen Energieträger durch erneuerbare Energien in der Praxis funktionieren.  Seine Ansichten für den erforderlichen Netzausbau  ins besonders  des Nord-Süd-Verbundes sind zutreffend. Verlustarme HGÜ-Leitungen sind hierfür die richtige Technik.

Zum Potenzial Bioenergie sollte sich Herr Prof. Sterner neben  den Verhältnissen im Landkreis Passau  an der bundesweiten Situation orientieren.  Dabei  kann auch bei einer Verminderung des gesamten Wärmeverbrauchs um z.B. 30 % nur ein kleiner Teil mit Bioenergieträgern gedeckt werden und zusätzlich soll richtigerweise auch noch Strom erzeugt werden. Sinnvoll ist es allerdings schon die örtlich gegebenen Möglichkeiten zu nutzen, wie sie  im Landkreis Passau mit vielen Wäldern gegeben sind.

Zur Energiespeichermethode „power to  gas“ hat er das Problem der hohen Kosten  angesprochen aber nicht die sehr hohen Energieverluste erwähnt. Es scheint  naheliegend zu sein,  Überschuss-Strom aus Windkraft und Photovoltaik besser mit schlechtem Wirkungsgrad zu nutzen als gar nicht. Aber  es gibt keinen Sinn für den damit wiedergewinnbaren Strom jeden Aufwand und  Preis zu akzeptieren. Die Energiewende muss schließlich bezahlbar sein. Es ist daher wichtig den Ausbau der Windenergie und besonders der Solarstromerzeugung auf das energiewirtschaftlich sinnvolle Maß zu begrenzen. In diesem Rahmen kann noch eine relativ „kostengünstige“ Wasserstofferzeugung einen gewissen Sinn ergeben.

Herr Sterner hat laut anderer Veröffentlichungen erkannt, dass die Photovoltaik der größte Preistreiber der Energiewende, bei geringer Wirkung ist. Und im „Fahrplan Energiewende“ von Dr. Pehnt und Prof.Dr. Sterner wurden auch die Energiesparmöglichkeiten behandelt.

Wichtig ist, dass Berater der Bundesregierung nicht nur die theoretischen Möglichkeiten aufzeigen sondern besonders auch die Praktikabilität und Wirkung im energiewirtschaftlichen, volkswirt-schaftlichen  und ökologischen Rahmen  beachten und darstellen. Dies gilt natürlich besonders auch für das „Bayerische Energiekonzept“,  das mehr als unbefriedigend ist.

Ich bin selbst ein Befürworter der Energiewende, aber nur wenn die praktikablen Grenzen der Möglichkeiten der erneuerbaren Energien beachtet werden und volkswirtschaftliche, ökologische  und soziale Gesichtspunkte berücksichtigt werden und wenn die primäre Chance der Energieeffizienzverbesserung massiv genutzt wird.

Unter dem nicht klar definierten Begriff Energiewende verstehe ich jedenfalls nicht den  krampfhaften Ersatz von fossilen Energieträgern und Kernenergie durch erneuerbare Energien um jeden Preis sondern die deutliche  ökologische und volkswirtschaftliche  Verbesserung der jetzigen Situation bei Inkaufnahme des Verzichts auf die Kernenergie.

 

Passau. Ob für Handwerk, Privatpersonen oder forschende Unternehmen: Die Energiewende sorgt nach Meinung von Prof. Michael Sterner schon jetzt gerade in Niederbayern für einen Wachstumsschub. Und wie der aus Aicha vorm Wald stammende Energieexperte, der an der Hochschule Regensburg in den Bereichen Energiespeicher, Energiewirtschaft und Solarenergie forscht, meint, schlummert in der Region noch weiteres Potenzial.

Herr Prof. Sterner. Sehen Sie Deutschland in Sachen Energiewende im Zeitplan?
Prof. Michael Sterner: Definitiv. Wir sind in Sachen Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien viel schneller vorangekommen, als geplant. Das 35-Prozent-Ziel werden wir vor 2020 erreichen, in Bayern sowieso. Ich erinnere an Zeitungsanzeigen der Energieversorger in den 90ern, in denen behauptet wurde, dass Deutschland auch langfristig keinen Anteil der erneuerbaren Energie an der Gesamtstromversorgung höher als vier Prozent schaffen wird. Die Energieversorger haben unser Ingenieursland unterschätzt. In der Wärmewende und der Mobilitätswende sind wir aber noch nicht soweit.

Einer IHK-Studie zufolge herrscht bei vielen ostbayerischen Firmen wegen steigender Strompreise Skepsis hinsichtlich des Gelingens der Energiewende. Ist das nachvollziehbar?
Sterner: Nur bedingt. Ich sehe vielmehr die Chancen. Wenn die Wirtschaft diese umsetzt, ist der Nutzen größer als der vermeintliche Schaden.

Wo liegen denn die Chancen Ostbayerns bei der Energiewende?
Sterner: Die heimische Wirtschaft profitiert schon jetzt enorm davon. Denken Sie an das Handwerk, das sich mit Solarenergie oder Energieeffizienz beschäftigt, oder an die Betriebe wie ZF oder Loher, die Komponenten etwa für Windkraftanlagen zuliefern. Die Aufträge, die sich aus der Energiewende ergeben, haben vielen Betrieben auch über die Krise geholfen − und schaffen aktuell Wachstum; die Energiewende ist ein Wachstumsprogramm vom Ausmaß der deutschen Wende 1989/90.

Sehen Sie weiteres Potenzial?
Sterner: Unsere Region ist mit Sonne, Holz und ehrlichen, fleißigen Leuten reich gesegnet. Potenziale haben wir noch überall, auch beim Wind. Wenn wir nur zwei Prozent der bayerischen Landesfläche für Windkraftanlagen nutzen, können wir bilanziell den bayerischen Strombedarf decken. Wenn die Stromwende richtig umgesetzt wird, haben wir mit dem Abschalten der Atomkraftwerke kein Problem. Ein weiterer wichtiger Bereich für die Zukunft ist die Stromspeicherung. Und auch das ist eine Chance für die Region. Hier wird etwa am Energiezentrum in Ruhstorf an Batteriespeichern geforscht, an dem sich u.a. auch die Firma Younicos engagiert. Batterien werden neben der dezentralen Elektromobilität für die zentrale Stabilisierung der Stromversorgung sehr wichtig werden.

Sie sprechen von notwendigen Stromspeichern. Wie stehen Sie zum geplanten Pumpspeicherwerk Riedl?
Sterner: Riedl kann energiewirtschaftlich ein Segen für die Region sein, wenn der für das Hochpumpen des Wassers verwendete Strom aus erneuerbaren Energien aus der Region kommt. Dann dient Riedl als lokaler Speicher, sichert uns die Stromversorgung und ist damit leichter akzeptiert. Generell sollte Strom nur bei Überschüssen gespeichert werden. Da das schwer umzusetzen ist, wäre es besser, wenn Riedl nur dann “speichert”, wenn die Sonne scheint, oder die Wasserkraft nicht sinnvoll verkauft werden kann. Rein am Strommarkt betrieben, sorgt der Pumpspeicher bei gut ausgebautem Netz für zusätzliche Klimagase, weil er Braunkohlekraftwerke länger und Gaskraftwerke kürzer laufen lässt. Dabei brauchen wir neue Gaskraftwerke dringend, weil sie sehr gut auch längere Stromlücken füllen, und auch mit Wind-, Solar- oder Biogas betrieben werden können. Für so ein Gaskraftwerk wäre Pleinting als Standort ideal: Kraftwerkstechnik, Stromtrassen und die Gasleitung in der Nähe sind ja vorhanden.

Was bedeutet das für die Regionalpolitik?
Sterner: Mit Technik kann man vieles anfangen. Entscheidend ist, dass die Politik die richtigen Weichen stellt: Ich war vor einiger Zeit beim Passauer Landrat Franz Meyer. Ich habe ihn bestärkt, aus Pleinting was zu machen, und im Dialog mit Bürgern und Betreibern Riedl nachhaltig umzusetzen.

Sie forschen zu Energiespeichern und sind einer der Erfinder der Speichertechnologie “Power-to-Gas”. Um was geht es dabei?
Sterner: Power-to-Gas ist eine Speicherlösung für lange Stromflauten und eine große Lösung für die Mobilität: Ich kann aus Wind, Solar, Wasser und CO2 einen Kraftstoff herstellen, der konventionelle Autos antreiben kann. Mit meinem “Windgas” kann ich Energie- und Landwirtschaft kombinieren: eine Windkraftanlage nimmt anders als bei Biokraftstoffen kein Getreidefeld weg. Ich habe nahezu keine Konkurrenz zu Nahrungsmitteln, und mit dem Fahrzeug eine uneingeschränkte Reichweite. Nicht umsonst haben wir Audi dafür begeistern können. Einziger Haken: die junge Technologie kostet noch sehr viel Geld.

Gerade in Ostbayern gibt es besonders viel Wald. Wie könnte man dies besser netzen?
Sterner: Die Experten vom Straubinger Zentrum für nachwachsende Rohstoffe sagen uns schon lange, dass wir noch sehr große Potenziale im Wald haben. Der Wald ist der größte Energiespeicher Bayerns. Allein im Landkreis Passau speichert der Wald im Jahr ein Energieäquivalent von 100 Millionen Liter Heizöl, in dem er Solarenergie in Holz umwandelt. Beim heutigen Heizölpreis wären das 90 Millionen Euro. Damit ließen sich 50 000 Haushalte mit Wärme versorgen. Das ist der größte Energiespeicher, den wir im Landkreis haben − und er ist in der Bevölkerung voll akzeptiert. Verglichen mit einem Pumpspeicherwerk Riedl speichert uns der Wald jedes Jahr 280 Mal so viel Energie ein. Es gibt noch viele Haushalte, die mit Erdöl heizen anstatt es in klimaneutrale Heizenergie, also in Holz, vor Ort zu investieren und damit das Geld in der Region arbeiten zu lassen. Durch einen gesunden Wald kann das Potenzial noch deutlich gesteigert werden. Leider haben wir vielerorts kaum eine gesunde Naturverjüngung, weshalb ich unseren Landrat aufgefordert habe, die bestehenden Missstände zu beseitigen, um das gesetzlich vorgeschriebene ausgewogene Verhältnis zwischen Wald und Wild wieder herzustellen. Er sollte dem Wald als Identitätsstifter, Erholungsraum und Energielieferant eine größere Rolle beimessen.

E.ON und Tennet betonen die Notwendigkeit des Milliarden Euro teuren Netzausbaus. Ist der wirklich alternativlos?
Sterner: Technisch gesehen brauchen wir für eine stabile Stromversorgung eine Ergänzung zu Wind und Solar, die alleine die Stromwende nicht stemmen können. Dazu gehören auch neue Überlandleitungen von Nord nach Süd. Wir brauchen alle Flexibilitäten im System: Netze, Speicher, flexible Kraftwerke, flexible Verbraucher – zentral und dezentral. Damit die Kosten nicht ausufern, sollten wir nach der Reihe die günstigsten Optionen umsetzen. An erster Stelle steht der Netzaus- und -umbau. Im Übertragungsnetz brauchen wir dringend die Thüringer Trasse, um das AKW Grafenrheinfeld Ende 2014 abschalten zu können. Im Verteilnetz muss ich vielerorts keine Straßen aufreißen. Es genügt, den Trafo zu tauschen. Technisch-wirtschaftlich sind die Netze klar Vorreiter, aber die gesellschaftliche Dimension ist schwierig. Eine finanzielle Bürgerbeteiligung kann hier helfen. Das ist bei Speichern und flexiblen Kraftwerken wie Gaskraftwerken leichter, aber kostspieliger. Eine Ideallösung gibt es also nicht.

Könnten nicht mit einer intelligenten Stromsteuerung viele neue Leitungen überflüssig gemacht werden?
Sterner: Wirtschaftlich gesehen brauchen wir ein neues Strommarktdesign, in dem Wind und Solar differenziert vergütet werden, und sich auch die Flexibilitäten rechnen, damit wir die Stromversorgung “wetterfest” machen können. Dazu habe ich letzte Woche in meiner Eigenschaft als Regierungsberater in Sachen Energie Bundesumweltminister Altmaier persönlich konkrete Vorschläge gemacht.

Könnten Sie ganz kurz die wichtigsten Punkte nennen?
Sterner. Es ging um die Verknappung der CO2-Verschmutzungsrechte, damit die Finanzierung der Energiewende stehen bleibt, sich Gaskraftwerke und Speicher wieder rechnen und klimaschädliche Stromerzeugung wie Braunkohle langfristig nicht mehr lohnt. Zudem muss er EEG und Strommarkt zusammenbringen, wozu eine differenzierte Förderung und Marktintegration der erneuerbaren Energien notwendig wird.

Zentral, dezentral? Was sollte bei der Energiewende Vorrang haben?
Sterner: Wir brauchen beides, aber: Die Umsetzung vor Ort ist das Entscheidende, weil hier die Energiewende real wird! Im Haus hat jeder die Energiewende selbst in der Hand: über den einfachen und nicht teureren Bezug von Grünstrom, mit Investitionen in die energetische Sanierung − und mit einem generell effizienteren und bewussteren Umgang nicht nur mit Strom, sondern auch mit allen anderen Energien. Das betrifft auch den Verkehr: Zum Vortrag am Donnerstag komme ich per Zug.

Das Interview führte Alois Schießl

0 1979

Betreff: BMU Pressedienst Nr. 151/12 — Klima/Studie

Studie: Energiebedarf der EU lässt sich um zwei Drittel senken
Reiche: Potenzial für Energieeffizienz größer als erwartet

Mit Energieeffizienz-Maßnahmen kann der Energiebedarf der Europäischen Union
bis zum Jahr 2050 um zwei Drittel gesenkt werden. Das ist das Ergebnis einer
Studie des Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI
(Fraunhofer ISI) im Auftrag des Bundesumweltministeriums, die heute in
Berlin vorgestellt wurde. „Die Steigerung der Energieeffizienz bietet
enormes Potenzial. Unser Energiebedarf kann hierdurch deutlich gesenkt
werden. Gleichzeitig tragen sich rund 90 Prozent aller Einsparmaßnahmen von
selbst. Durch Energieeffizienz können die Energiekosten deutlich gesenkt und
sogar Einspargewinne erzielt werden,“ sagte die Parlamentarische
Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Katherina Reiche.

Damit würde Energieeffizienz entscheidend dazu beitragen, die
Treibhausgas-Emissionen in der Europäischen Union wie geplant bis zum Jahr
2050 um 80 Prozent zu reduzieren. Würden alle in der Studie beschriebenen
Maßnahmen umgesetzt, ließen sich darüber hinaus jährlich steigende
Milliardenbeträge einsparen; im Jahr 2050 betrüge die Einsparung bereits
rund 500 Milliarden Euro im Jahr, so die Forscher.

Fraunhofer ISI errechnet alleine für die Privathaushalte mögliche
Kosteneinsparungen von 125 Milliarden Euro jährlich, vor allem im Gebäude-
und Heizungsbereich. In der Industrie können bis zum Jahr 2050 die
Energierechnungen um 100 Milliarden Euro jährlich geringer ausfallen, vor
allem durch den Einsatz effizienter Querschnittstechnologien wie etwa
Technologien zur Dampf- und Heißwasserbereitstellung oder bei effizienten
Motoranwendungen. Im Transportsektor können vor allem technologische
Verbesserungen im Straßenverkehr zur Halbierung der Energie-Nachfrage
führen. Durch geringeren Kraftstoffverbrauch könnten rund 200 Milliarden
Euro pro Jahr gespart werden.

Die Broschüre zur Studie kann unter www.bmu.de/49202 heruntergeladen werden.

Die Studie selbst ist elektronisch abrufbar unter: www.isi.fraunhofer.de/isi-en/e/projekte/bmu_eu-energy-roadmap_315192_ei.php.

Unter www.isi.fraunhofer.de/isi-en/x/projekte/314587_bmu-langfristszenarien.php ist zudem eine aktuelle Studie verfügbar, die zeigt, dass langfristig gesteigerte Energieeffizienz gekoppelt mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien ausreicht, um die notwendigen CO2-Einsparungen im Strombereich zu erbringen.

 

World Energy Outlook 2012 der IEA: Energieeffizienz im Mittelpunkt

Datum: 13.11.2012

Im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) wurde heute der “World
Energy Outlook 2012” der Internationalen Energieagentur (IEA) durch deren
Chefökonom, Dr. Fatih Birol, vorgestellt. Der Weltenergieausblick zeigt die
energiewirtschaftlichen Trends
<http://www.bmwi.de/DE/Themen/Energie/Energiedaten/energieprognosen.html> bis zum
Jahr 2035 auf. Demnach wird der weltweite Energieverbrauch weiter deutlich
ansteigen, wenn sich die internationale Staatengemeinschaft nicht auf drastische
Maßnahmen insbesondere zur Energieeffizienz
<http://www.bmwi.de/DE/Themen/Energie/energieffizienz-und-einsparung.html>
verständigt.

Der Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Stefan
Kapferer: “Der Weltenergieausblick erweitert die oft nur national geführte
energiepolitische Diskussion. Der Blick über den Tellerrand ist außerordentlich
wichtig, um die energie- und klimapolitischen Herausforderungen richtig
einschätzen zu können. Ich begrüße, dass der Weltenergieausblick dabei den
Stellenwert von Energieeinsparung und Energieeffizienz für die Lösung der
langfristigen Energie- und Klimaprobleme hervorhebt. Wir sehen darin eine
Bestätigung für die von der Bundesregierung beschlossene Energiewende
<http://www.bmwi.de/DE/Themen/Energie/energiewende.html>.”

Nach Einschätzung der IEA werden im Rahmen der bereits geplanten politischen
Maßnahmen zwei Drittel des globalen Energieeffizienzpotenzials nicht
ausgeschöpft. Durch die Realisierung dieser Effizienzpotenziale könnte die
internationale Staatengemeinschaft
<http://www.bmwi.de/DE/Themen/Energie/Energiepolitik/internationale-energiepolitik.html>
jedoch fünf Jahre mehr Zeit gewinnen, um den Umfang der vertretbaren
CO2-Emissionen so zu begrenzen, dass das 2°C-Ziel erreichbar bleibt.

Weiterer Schwerpunkt des Weltenergieausblicks ist die Rolle des Iraks für die
globale Ölversorgung. Die IEA geht davon aus, dass der Irak bis zum Jahr 2035 der
zweitgrößte Ölexporteur der Welt werden könnte.

Thema der Veranstaltung waren zudem die zunehmenden Interdependenzen auf dem
Energiemarkt. So weist die IEA darauf hin, dass durch verstärkte Nutzung der
Fracking-Technologie in den USA zunehmend US-Steinkohle nach Europa exportiert
werde und dort das teurere, aber auch klimafreundlichere Erdgas verdränge. An der
gemeinsamen Veranstaltung von BMWi und BDI nahmen 300 Gäste aus Wirtschaft,
Wissenschaft und Politik teil.

Der World Energy Outlook 2012 kann hier <http://www.worldenergyoutlook.org>
eingesehen werden.

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Nun ist auch im Sitzungssaal “Alter Plenarsaal” des Rathauses endlich die Energieeffizienz eingekehrt.

Während vor den Sitzungsferien nur eine LED-Testleuchte im Strahlenkranz zu sehen war, ist nun der gesamte Leuchtring damit ausgestattet.

Bleibt zu Hoffen, dass nun den Sitzungsteilnehmern allzeit und rasch ein Licht aufgeht und die Sitzungsdauer dadurch kürzer wird.