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Ehrenamt

Bildunterschrift: Landshuts Landrat Peter Dreier, Ergoldings Erster Bürgermeister Andreas Strauß, Heinke Gschlößl und Landtagsabgeordneter Florian Streibl

Ergolding. Kürzlich nahm Heinke Gschlößl aus Ergolding eine hohe Auszeichnung in Empfang. Ministerpräsident Markus Söder überreichte in der Allerheiligen-Hofkirche in München der engagierten Ergoldingerin das Ehrenzeichen für Verdienste im Ehrenamt.

In einer launigen Rede stellte Ministerpräsident Markus Söder die besondere Bedeutung des Ehrenamtes heraus. “Stellen Sie sich mal einen Tag in Bayern ohne Ehrenamt vor – unvorstellbar” so Söder. Daher gibt es das Ehrenzeichen für Verdienste im Ehrenamt. Das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten wird seit 1994 als ehrende Anerkennung für langjährige hervorragende ehrenamtliche Tätigkeit verliehen. Es erhalten Personen, die sich durch aktive Tätigkeit in Vereinen, Organisationen und sonstigen Gemeinschaften mit kulturellen, sportlichen, sozialen oder anderen gemeinnützigen Zielen hervorragende Verdienste erworben haben. Die Verdienste sollen vorrangig im örtlichen Bereich erbracht worden sein und mindestens 15 Jahre umfassen. Heinke Gschlößl hat sich diese Auszeichnung mehr als verdient. Bereits im Jahr 1996 übernahm sie die ehrenamtliche Tätigkeit der Mannschaftsführung und sieben Jahre später die Sportleitung der Adlerhorstschützen Landshut. Ab dem Jahr 2005 war sie zweite Gauschützenmeisterin des Schützengaus Landshut bis sie dann 2014 dessen Rolle der 1. Bezirksschriftführerin einnahm. Ein Jahr später folgte die Tätigkeit der Festmutter dieses Vereins.

Im Rahmen der Ehrung gratulierten auch Landshuts Landrat Peter Dreier, Ergoldings Erster Bürgermeister Andreas Strauß und Landtagsabgeordneter Florian Streibl.

Egoismus:

Stellen Sie sich vor, freiwillige Feuerwehrangehörige sind wieder einmal selbstlos mit Blaulicht und Martinshorn unterwegs zum Einsatzort. Kurz vor dem Ziel werden Sie von gestikulierenden Bürgern gestoppt, die deswegen den Einsatz verzögern, weil sie darauf hin weisen, dass die Feuerwehrfahrzeuge Staub aufwirbeln, wenn sie sich in schneller Fahrt bewegen. Ob sie eine Temporeduzierung auch dann fordern würden, wenn sie selbst in Not wären?

Empathie:

Ja, es gibt sie noch, die Bürger die sich gegenüber der Feuerwehr und Rettungskräften anerkennend, verständnisvoll und hilfsbereit zeigen.
Heute z.B. beim Wohnungsbrand in der Auwaldsiedlung in Landshut.
Bei Temperaturen um die 35 °C mussten die Feuerwehrleute mit Atemschutz und maximaler Körperschutzausrüstung den Brand im zweiten Geschoss des Mehrfamilienhauses über Treppenhaus und Drehleiter bekämpfen. Keine Frage der Flüssigkeitsverlust dabei ist auch für junge und durchtrainierte Körper eine gesundheitliche Bedrohung.
Umso erfreulicher war es, dass die umliegenden Bewohner für die Rettungskräfte Getränke bereitstellten.
Eine großartige Geste und ein erfreuliches Sozialverhalten!

Rudolf Schnur, Herausgeber

Ein sehr arbeitsreiches Wochenende liegt hinter der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Landshut. Insgesamt mussten sieben Löschzüge der Landshuter Feuerwehr zwischen Freitagnachmittag und Sonntagnachmittag zu elf Einsatzstellen ausrücken, davon alleine drei mal während der am Samstagnachmittag stattfindenden Florianifeier in Schönbrunn. Neben einigen kleineren Alarmen wie mehreren Türöffnungen – unter anderem musste in der Asylunterkunft an der Niedermayerstraße ein Kind mittels KImbispreizer aus einer Toilette befreit werden, einer Türverschalung und der Bergung eines Einkaufswagens aus der kleinen Isar hatte es die Feuerwehr auch mit dem Brand auf einem Balkon, mit einer automatischen Brandmeldeanlage im Kreiskrankenhaus Achdorf, einer größeren Ölspur auf der Autobahn A 92 sowie zwei schweren Verkehrsunfällen auf der LA 14 auf Höhe der Hochschule sowie auf der A 92 zu tun. 

Gerade bei den beiden Verkehrsunfällen am Sonntagmittag (LA 14 Höhe Hochschule) und am Nachmittag auf der A 92 hatten die beiden Fahrzeugführer sehr viel Glück. 
Auf der LA 14 kam kurz nach Mittag ein in Richtung Niederaichbach fahrender BMW plötzlich nach links von der Fahrbahn ab und krachte gegen einen Baum. Der Fahrer konnte das völlig deformierte Fahrzeug glücklicherweise ohne technische Hilfe und soweit der Feuerwehr bekannt ist, nur leicht verletzt verlassen. Die Feuerwehr sperrte die LA 14 während der Rettungs- und Aufräumarbeiten komplett. Der beschädigte Baum wurde sicherheitshalber umgeschnitten. Der Fahrer wurde vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus eingeliefert. Nachdem alle Trümmerteile beseitigt, das Fahrzeug abgeschleppt und die auslaufenden Betriebsstoffe gebunden waren, konnte die Straße nach etwa 90 Minuten wieder freigegeben werden. Zu nennenswerten Verkehrsbehinderungen kam es nicht. Unfallursache und Sachschaden ermittelt die Polizei.

Auf der A 92 kam am Nachmittag ein in Richtung München fahrender PKW nach rechts von der Fahrbahn ab und rutschte in den Graben. Durch die alarmierten Feuerwehren aus Landshut und Altdorf wurde die Unfallstelle abgesichert. Dazu musste die rechte Fahrspur und der Standstreifen gesperrt werden. Nachdem die Person rettungsdienstlich versorgt wurde, konnte die Feuerwehr die Einsatzstelle nach gut 45 Minuten an die Polizei übergeben. Während des Einsatzes staute sich der Verkehr in Richtung Landshut zurück. 
Der Brand auf einem Balkon im Landshuter Westen stellte sich als Kleinbrand einiger trockener Pflanzen heraus. Nach einer kurzen Kontrolle konnte die Feuerwehr wieder abrücken. Die automatische Brandmeldung im Achdorfer Krankenhaus entstand vermutlich durch ausgetretenen Wasserdampf. Beim Eintreffen der Feuerwehr wurden auch mit einer Wärmebildkamera keine besonderen Feststellungen mehr gemacht. Für eine größere Ölspur sorgte ein Motorplatzer auf der A 92 zwischen Landshut West und Moosburg Nord. Die Feuerwehren aus Landshut und Altdorf waren dabei gut 90 Minuten mit dem Abstreuen der Ölspur sowie der Absicherung der Gefahrenstellen beschäftigt. 

Andreas Scheuer presst die Lippen zusammen und schweigt gegenüber den Parteifreunden*…

Die Landesversammlung des AK Umwelt entscheidet, doch der Bezirksvorsitzende schweigt beharrlich!
Andreas Scheuer, der Bezirksvorsitzende der CSU in Niederbayern und gerade in Sachen Dieselkrise sehr erfolgreicher Verkehrsminister, spricht nicht gerne mit den ehrenamtlichen in den eigenen Reihen. Entweder ist er sich zu gut dazu oder er zeigt damit, was er vom Ehrenamt hält. Jedenfalls reagiert er auf Schreiben aus dem Bezirksvorstand des AK Umwelt der CSU in Niederbayern nicht. Da kann auch das Ersuchen eines Kreisvorsitzenden der CSU aus Landshut daran nichts ändern. Auch mit Listenkandidaten für den Landtag spricht er nicht direkt, sondern lässt mit ihnen sprechen. Euer Majestät lässt mitteilen  hieß es früher…mancher ist zu spät geboren…

*Adenauer: “Feind, Erzfeind, Parteifreund…”

Fotos: h.j.lodermeier

CSU Arbeitskreis Umwelt: keine Fremdcastoren nach Niederaichbach

Er kann auch anders – nicht immer bleibt sein Mund geschlossen:

Die Diskussion über den Haushalt 2019 und folgende sollte redlich geführt werden.

Die Behauptung, dass die Feuerwache Hofberg „zusätzlich“ in den Haushalt 2019 ff aufgenommen werden soll ist schlichtweg eine Lüge:
Bereits am 13.11.2017 wurde im Haushaltsausschuss zum Haushalt 2018 und folgende Jahre (= mittelfristige Finanzplanung) der einstimmige Beschluss gefasst in den Jahren 2018 bis 2020 den Neubau der Feuerwache Hofberg zu finanzieren. Am 12.11.2018 wurde im Haushaltsausschuss auf meinen Antrag mit 12:3 beschlossen, diese im Jahre 2018 bereitgestellten aber nicht verbrauchten Mittel (400.000 Euro) auf das Jahr 2019 zu übertragen.“
Die Finanzierung für den Baubeginn war also bereits im Jahre 2018 gesichert (siehe Protokoll vom 13.11.2017)!
Rudolf Schnur

IM EHRENAMT ZU HAUSE – ANNELIESE ZEILBECK UND RICHARD KIERMEIER BERATEN SENIOREN DER STADT LANDSHUT

 

Die Vorstandsmitglieder Anneliese Zeilbeck und Richard Kiermeier vom Seniorenbeirat der Stadt Landshut kümmern sich um ältere Bürgerinnen und Bürger der Stadt Landshut.

 

Jeden ersten und dritten Freitag im Monat sitzen Anneliese Zeilbeck und Richard Kiermeier in ihrem Büro des Seniorenbeirates von 10 bis 11 Uhr im Rathaus der Stadt und halten dort eine Sprechstunde für ältere und zum Teil gebrechliche Senioren/Innen ab. Die Besetzung des Büros wird von diversen Spezialisten des Seniorenbeirates vorgenommen.

Sehr vielseitige Beratungsmöglichkeiten stellt der Seniorenbeirat zur Verfügung. Die hauptsächliche Tätigkeit ist, die Beschwerden und Anregungen älterer Frauen und Männer mit entsprechenden Begründungen, den zuständigen Stellen zuzuweisen. Der Seniorenbeirat ist außerdem der Ansprechpartner für die Gremien des Stadtrates, der kommunalen und staatlichen Behörden, der Verbände und der sonstigen öffentlichen und privaten Organisationen.

Der Seniorenbeirat kümmert sich um Möglichkeiten der Hilfe oder wird, falls möglich, auch selbst tätig. Um Anträge, Anregungen, Empfehlungen und Stellungnahmen gegenüber Stadtrat, Stadtverwaltung und Verbänden bemühen sich die Leute vom Beirat. In Stadtratsausschüssen wirkt der Seniorenbeirat bei allen Fragen, die Senioren betreffen, aktiv mit.

Der Seniorenbeirat bemüht sich bei den jeweiligen Kostenträgern um Seniorengerechten Wohnungsbau, den Bau und Ausbau von Alten- und Pflegeheimen und die Errichtung von Altentagesheimen und Kurzzeitpflegeplätzen. Er ist im Verkehrsbereich, besonders beim öffentlichen Nahverkehr auf Verbesserungen bedacht.

Beratung und Hilfe zeigt der Seniorenbeirat der Stadt Landshut auf bei Pflegebedürftigkeit, bei Aufnahme in ein Alten- oder Pflegeheim, bei finanziellem Notstand und bei Fragen einer altersgerechten Ernährung. Um ein besseres Verständnis zwischen den Generationen zu erzielen, werden Aktivprogramme und kulturelle Veranstaltungen durchgeführt.

Darum, liebe ältere Landshuter Bürgerinnen und Bürger haben sie keine Scheu, die Sprechstunden des Seniorenbeirates in Anspruch zu nehmen. Ein Besuch verursacht keine Kosten und sie sind dort bestens aufgehoben.

 

-hjl-

 

Foto: lodermeier

Foto: Helmut Radlmeier, Stimmkreisabgeordneter für die Region Landshut (2.v.l.) und Bezirksrätin Martina Hammerl (l.) nahmen die Anliegen der sozialen Verbände und Träger auf und sicherten zu, sich dafür einzusetzen.

Ergolding. Gesellschaftliches Engagement, gleich ob ehrenamtlich oder beruflich, stand im Mittelpunkt des Runden Tisches, zu dem die CSU-Kandidaten für die Landtags- und Bezirkstagswahl eingeladen hatten. Festgehalten wurde, dass das Ehrenamt sich wandelt. Auch konkrete Anliegen der einzelnen Träger wurden vorgebracht.

Die CSU-Kandidaten für die Landtags- und Bezirkstagswahl, Helmut Radlmeier, Stimmkreisabgeordneter für die Region Landshut, Prof. Dr. Ralph Pütz, Landtagslistenkandidat, Bezirksrätin Martina Hammerl und Rudolf Schnur, Bezirkstagslistenkandidat, hatten gesellschaftlich engagierte Verbände, Träger und Organisationen eingeladen, um zu erfahren, wie man deren wichtige Arbeit weiter erleichtern könne. Denn, wie Radlmeier eingangs festhielt: „Unsere Gesellschaft ist im Wandel. Megatrends wie Globalisierung, Digitalisierung und Pluralisierung beeinflussen unsere Zivilgesellschaft. Wir sind gefordert, die Veränderungen anzunehmen und darauf zu reagieren.“ Der Abgeordnete betonte: „Wir dürfen aber unsere Wurzeln nicht verleugnen. Denn Bayern ist ein Land mit vielfältigen Traditionen, zu denen besonders das herausragende gesellschaftliche Engagement unserer Bürger gehört.“

Damit hatten die Gäste das Wort.  Als allgemeines Problem wurde in der folgenden konstruktiven Diskussion Anzeichen einer schleichenden Verrohung der Gesellschaft ausgemacht. Geschäftsführerin Dr. Hannelore Omari der Lebenshilfe Landshut warnte vor einer aufkommenden Behindertenfeindlichkeit. Sie beschrieb aktuelle Fälle aus Landshut, bei denen behinderte Menschen gezielt angegangen wurden – Schilderungen, die alle Anwesenden entsetzten. Hier müsse eine konsequente Reaktion der Gesellschaft erfolgen, war man sich einig.

Lob für Ehrenamtskarte 

Zur Sprache kam auch das Ehrenamt. Dr. Elisabeth-Maria Bauer, Geschäftsführerin der Freiwilligenagentur Landshut (fala), sah als Problem die zunehmende Monetarisierung des Ehrenamts an. Dr. Bauer warb für das echte Ehrenamt ohne Bezahlung, damit dieses Engagement nicht instrumentalisiert wird: „Ehrenamt findet aus einer anderen Motivation statt. Die Ehrenamtlichen wollen kein Geld, sie wollen Anerkennung.“ Lob gab es in diesem Zusammenhang für die Ehrenamtskarte. Eine flächendeckende Ausrollung der Ehrenamtskarte in allen Gemeinden wurde gewünscht. Um die Attraktivität der Karte und damit die Wertschätzung des Ehrenamts zu erhöhen, sollte das Angebot der Akzeptanzstellen vergrößert werden. Radlmeier, der sich im Landtag in der AG Ehrenamt engagiert, konnte diese Eindrücke nur bestätigen.

Festgestellt wurde außerdem ein Wandel im Ehrenamt. Mehr und mehr Menschen engagieren sich projektbezogen, statt sich auf Dauer fest in Vereinen zu binden. Ein Grund dafür könnte auch in den zunehmenden Auflagen und bürokratischen Anforderungen liegen, wie die Runde feststellte. So musste etwa Kunibert Herzing, Vorsitzender des Hospizvereins Landshut, aufgrund neuer Regelungen für gerade einmal drei Angestellte einen Betriebsarzt finden. Der Freistaat steuere hier aktiv gegen, betonte Radlmeier. Bürokratische Regelungen, die praxisfremd sind, solle man ihm deshalb melden. Bezirksrätin Martina Hammerl und Radlmeier hielten abschließend fest: „Ohne das Engagement gerade im sozialen Bereich würde unserer Gesellschaft eine wesentliche Stütze fehlen.“

 

Bildunterschrift:

Oberbürgermeister Alexander Putz ließ sich von den Fala-Vorstandsmitgliedern Holger Peters und Dr. Hannelore Omari (von rechts), Geschäftsführerin Dr. Elisabeth-Maria Bauer (Vierte von rechts) und einigen Fala-Projektleiterinnen durch die Jubiläumsausstellung führen.

 

Ehrenamt ist das Tragwerk unserer Gesellschaft“

OB Alexander Putz würdigt Freiwilligenagentur als „unverzichtbar für unsere Stadt“

 

Die Freiwilligen Agentur Landshut (Fala) feiert heuer ihr zehnjähriges Bestehen. Dazu ist derzeit eine Jubiläumsausstellung im Rathausfoyer zu sehen, die Oberbürgermeister Alexander Putz am Mittwoch besucht hat. Das Motto der Ausstellung – „Engagement ist ein Gewinn“ – könne er nur unterstreichen, sagte Putz: „Das Ehrenamt ist Fundament und Tragwerk unserer Gesellschaft gleichzeitig. Ohne den freiwilligen Einsatz so vieler Bürger, den ich einfach umwerfend finde, könnte die Stadt ihre vielfältigen Aufgaben gerade im sozialen Bereich gar nicht meistern.“

 

Der Beitrag, den die Freiwilligen Agentur dazu seit einem Jahrzehnt leiste, sei nicht genug zu würdigen, betonte der OB. Schließlich sind bei der Fala mittlerweile mehr als 900 Freiwillige registriert, die sich für das Gemeinwohl engagieren möchten. Die Fala vermittelt Interessierte entweder an gemeinnützige Organisationen in der Region weiter oder setzt sie für eigene Projekte ein.

 

Die Möglichkeiten, die die Fala dabei selbst bietet, sind vielfältig. Ob in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Senioren oder Menschen mit Behinderung, aber auch in den momentan besonders gefragten Bereichen Integration und Flüchtlingshilfe: Beinahe allen Altersgruppen und Gesellschaftsschichten kommen die sozialen Initiativen der Fala zugute. Nicht selten decke man damit auch Bereiche ab, die eigentlich in die Zuständigkeit der Stadt fielen, merkte Fala-Vereinsvorstand Dr. Hannelore Omari an. „Wenn diese Aufgaben nicht von Ehrenamtlichen wahrgenommen würden, müssten das professionelle Sozialarbeiter erledigen, die die Stadt natürlich zu bezahlen hätte.“

 

Das bestätigte OB Putz ausdrücklich: „Die Stadt profitiert in jeder Hinsicht von der Tätigkeit der Fala und ihrer guten Vernetzung mit den anderen gemeinnützigen Einrichtungen und Ämtern in der Region. Das ist nicht zuletzt ein Verdienst der Geschäftsführerin Dr. Elisabeth-Maria Bauer mit ihrem Team, die hervorragende Arbeit leisten.“ Gleichzeitig beeindrucke es ihn immer wieder, wie ausgeprägt die Bereitschaft zu ehrenamtlichen Engagement in der Bürgerschaft nach wie vor sei, lobte Putz: „Das ist einfach sehr schön zu sehen. Dafür kann ich allen Freiwilligen nur im Namen der Stadt danken und der Fala zu ihrem Jubiläum herzlich gratulieren.“

 

Dass der Oberbürgermeister den Einsatz der Fala sehr zu schätzen weiß, nahmen Hannelore Omari, ihr Vorstandskollege Holger Peters und Elisabeth-Maria Bauer ebenso wie einige Projektleiterinnen, die ebenfalls zu dem Termin gekommen waren, sichtlich erfreut zur Kenntnis. Derart ermutigt, brachte Omari freilich auch einen kleinen Jubiläumswunsch vor: „Es wäre uns wirklich ein Herzensanliegen, dass die Stadt sich finanziell noch mehr als bisher für unsere Arbeit engagiert“, sagte sie und verwies darauf, dass die Fala derzeit nur rund ein Viertel ihres Budgets über einen festen kommunalen Zuschuss decken könne. Der Rest, also etwa 75 Prozent der Ausgaben, müsse über Spenden finanziert werden. „Das ist auf die Dauer einfach nicht mehr zu schaffen.“

 

Putz zeigte Verständnis für die Bitte: „Dafür habe ich ein offenes Ohr.“ Über einen entsprechenden Antrag der Fala müsse letztlich aber der Stadtrat im Rahmen der Haushaltsberatungen für das kommende Jahr befinden, sagte der Rathauschef. „Ich bin aber zuversichtlich, dass wir eine für alle befriedigende Lösung finden werden.“

 

HINWEIS: Die Ausstellung „Engagement ist Gewinn“ ist noch bis Sonntag, 27. Mai, von Dienstag bis Samstag jeweils von 12 bis 18 Uhr und sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

 

 

Foto:

Stadt Landshut

 

Foto (v.l.n.r.):

Dr. Thomas Haslinger, MdL Helmut Radlmeier, Martina Hammerl, Rudolf Schnur, Wilhelm Hess

Kürzlich hielt die CSU-Senioren-Union Landshut-Stadt in der Sportgaststätte des ETSV 09 satzungsgemäß ihre Kreishauptversammlung ab. Die Arbeitsgemeinschaft nimmt sich bei  ihrer politischen Arbeit insbesondere der älteren oder behinderten Menschen an. Als Stichworte seien hier nur die Gleichstellung aller Mütter durch die sog. Mütterrente sowie der Bereich der Pflege genannt. Nach dem Gedenken an die im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder und einem Grußwort von CSU-Kreisvorsitzenden Dr. Thomas Haslinger stellte Vorsitzender Stadtrat Wilhelm Hess seinen Arbeitsbericht über die Aktivitäten sowie Schatzmeister Heinrich Karl den Kassenbericht vor, so dass der Vorstand entlastet werden konnte. Als Referenten konnten nun die CSU-Kandidaten für den Land- bzw. Bezirkstag ihre politischen Positionen vorstellen.
Stimmkreisabgeordneter Helmut Radlmeier dankte der Senioren-Union und verwies darauf, dass die Senioren mit ihrem Erfahrungsschatz wichtige Ratgeber seien und bereits viel für unsere Gesellschaft geleistet haben. Auch im höheren Alter seien sie beispielsweise im Ehrenamt wichtige Stützen. “Schon allein deshalb muss die Politik den Senioren unter die Arme greifen“, führte Radlmeier aus. Deshalb werde der Freistaat im Bereich der Pflege nicht länger auf den Bund und andere Verantwortliche warten, sondern Verbesserungen selbst in die Hand nehmen. „Wir werden zeitig ein Landespflegegeld in Höhe von 1.000 Euro im Jahr einführen. Damit unterstützen wir Menschen, die von ihren Angehörigen zu Hause betreut werden. Zudem stärken wir nicht nur die häusliche Pflege, sondern bauen auch die Zahl der stationären Pflegeplätze aus. 60 Millionen Euro stehen für jährlich 1.000 zusätzliche Plätze bereit. In der Kurzzeitpflege werden ebenfalls mindestens 500 neue Plätze geschaffen“, erläuterte Radlmeier, der Mitglied im Ausschuss für Gesundheit und Pflege ist. Auch ging er auf die Verbesserung der medizinischen Versorgung und die Stärkung der Krankenhäuser ein, für die drei Milliarden Euro (+ 23 %) zur Verfügung gestellt werden. „Ein Eigenheim ist die beste Altersvorsorge”, sagte er im Hinblick auf künftige Altersgenerationen, weshalb Eigentum gefördert werden soll.  Als Beispiel nannte der Abgeordnete die neue bayerische Eigenheimzulage und das Baukindergeld: Die Eigenheimzulage wird eine Grundförderung von 10.000 Euro haben. Beim neuen Baukindergeld Plus stocken wir das Baukindergeld des Bundes um weitere 300 Euro auf. Damit soll die Eigentumsquote erhöht und der Gefahr von Altersarmut vorgebeugt werden.“ Ziel ist es, weiterhin auf der Basis guter bayerischer Politik den Freistaat für alle Generationen bestmöglich weiterzuentwickeln“.

Bezirksrätin Martina Hammerl berichtete über die vielfältigen Aufgaben des Bezirks, dessen Bedeutung für ältere und behinderte Menschen viele nicht kennen. Der Schwerpunkt liege dabei eindeutig im sozialen Bereich, wo enormes geleistet wird und die 90 % des Gesamthaushaltes ausmachen. Im Jahr 2018 sind das 319 Millionen Euro.  Diese sozialen Leistungen prägen das gute Miteinander und sorgen für eine soziale Gerechtigkeit. Die Umlagekraftsteigerung gegenüber dem Vorjahr spreche für eine wirtschaftlich gute Entwicklung, wodurch die Kommunen wesentlich entlastet werden.

Bezirkstagslisten-Kandidat Rudolf Schnur ging auch im Sinne von Landtagslistenkandidat Prof. Dr. Ralph Pütz, der nicht anwesend sein konnte, aber von Berufs wegen ein profunder Fachmann ist, auf die herrschende Diesel-Diskussion ein. Dabei stellte er wissenschaftliche Erkenntnisse dar und monierte Widersprüchlichkeiten und mangelnde Sachkenntnis bei erklärten Dieselgegnern und Medienberichten auf. Ebenso beleuchtete er mögliche Alternativen zu Diesel und Benzin-Antrieben und stellte klar, dass eigentlich nur mitreden sollte, wer selbst ausreichend Erfahrung im Umgang mit Elektromobilität usw. gesammelt hat. Insbesondere zeigte er sich erfreut, dass Prof. Pütz mittlerweile nachweisen konnte, dass die bereits im Jahre 1998 von der CSU-Stadtratsfraktion beantragte Umrüstung des Fuhrparks der Verkehrsbetriebe auf Biogasbetrieb die absolut umweltfreundlichste Methode für den ÖPNV wäre.