Home Tags Posts tagged with "E-Mobilität"

E-Mobilität

Pressemitteilung
Berlin, 12.09.2019. Kunden und Interessenten der Elektromobilität fühlen sich beim Kauf eines eAutos durch Autohersteller, Händler und Energieversorger schlecht beraten. Die Recherche über das Fahrzeug, die Nutzung und viele weitere Touchpoints zum Gebrauch des eAutos gerät beim Kunden zu einer Odyssee, die nicht selten im Internet in den Social Media Kanälen endet – zu diesem Ergebnis kommt eine Befragung des Marktforschungsinstituts UScale im Auftrag des Bundesverbandes eMobilität e.V. BEM.

Ausgangspunkt der Untersuchung war die Frage, wo und warum der Kunde im bislang schlecht laufenden Verkaufsprozess verloren geht. Dabei wurden eFahrerInnen und solche, die es werden wollen, systematisch nach ihren Erwartungen und Erfahrungen während der sogenannten Customer Journey befragt; angefangen von der Orientierungs- und Informationsphase bis über den Kauf, die Übernahme und die Nutzung des neuen Wagens.  

Beim Besuch im Autohaus gehen viele Kunden verloren

In der Auswertung von knapp mehr als 1100 Befragten wurde deutlich, dass Kunden der eMobilität bis zu vier Automodelle für ihren Kauf ins Auge fassen, wobei der ökologische Gedanke, der Fahrspaß und der Komfort die wichtigsten Kaufmotive darstellten. 41% der Befragten fanden auf den Webseiten der Hersteller und Händler keine ausreichenden Argumente und 21% nur teilweise ausreichende Argumente für den Kauf der recherchierten Marke. Vielmehr empfanden die Kunden, dass die Online-Angebote auf Verbrenner-Modelle ausgelegt sind und offene Fragen nicht beantwortet werden. Auch beim Besuch im Autohaus gehen viele Kunden verloren: Nur 40% der Befragten waren nach dem Besuch überzeugt und bestätigt, ein Auto der gewählten Marke zu kaufen. 36% verneinten diesen Punkt, 24% waren sich unsicher. Befragte spürten „keinen Willen“ oder schlicht „Unkenntnis“ beim Verkäufer und fühlten sich in der Verantwortung, sich selbst schlau zu machen.

„eMobilität ist mehr als ein neuer Antrieb“, sagte Markus Emmert, Wissenschaftlicher Beirat und Leiter der BEM-Arbeitsgruppen zu den Ergebnissen der Studie. „Um die neue Technologie dreht sich ein ganzes Ökosystem neuer Aspekte wie zum Beispiel die Ladestationen, der Energievertrag, die Werkstattfrage, Versicherung, Fahrzeugbedienung und vieles mehr, zu denen die Kunden ganzheitliche Beratung erwarten. Das betrifft neben den Automobil-Herstellern übrigens auch die Energieversorger, weshalb wir dringend die strukturierte Zusammenarbeit empfehlen.“

„eMobilität ist mehr als ein neuer Antrieb“

„Die Untersuchung hat gezeigt, dass lange und ausführliche Probefahrten und die gründliche Ladebetreuung kaufentscheidend sind“, ergänzte Susanne Weiß, Co-Leiterin der BEM-Arbeitsgruppe „Autohaus mit Zukunft?“ und Vorsitzende der BEM-Landesgruppe Hessen. „Grundsätzlich ist ein Perspektivwechsel notwendig, um Kunden für die neuen eAutos zu begeistern und Verunsicherung zu nehmen. Hier muss der Automobilhandel intensiv an den Kaufbarrieren arbeiten und sich anstelle von Technologie und PS um emotionale Fragen und Wissenstransfer bemühen.“

„Autohersteller, Importeure und Händler verkaufen eAutos wie Verbrenner – Energieversorger verkaufen Fahrstrom wie Hausstrom; Kunden suchen aber kein Auto und Strom, sondern eine Mobilitätslösung. Von dieser Perspektive sind die Anbieter noch weit entfernt“, fasste Dr. Axel Sprenger, Geschäftsführer von UScale, die Studienergebnisse zusammen.

Für die eMobility Retail-Studie hat die UScale GmbH im Juni und Juli 2019 über 1100 Fahrer und Käufer von eAutos befragt. Im Fokus waren die online- und offline-Angebote der Anbieter von eAutos, Ladestrom und Infrastruktur. Die Studie richtet sich an alle Anbieter im Ökosystem eMobilität und liefert detaillierten Input zur Überarbeitung der Multi-Channel-Retail-Prozesse. Nähere Informationen finden Sie unter www.uscale.digital/insights.

Der Bundesverband eMobilität (BEM) ist ein Zusammenschluss von Unternehmen, Institutionen, Wissenschaftlern und Anwendern aus dem Bereich der Elektromobilität, die sich dafür einsetzen, die Mobilität in Deutschland auf Basis Erneuerbarer Energien auf Elektromobilität umzustellen. Zu den Aufgaben des BEM gehört die aktive Vernetzung von Wirtschaftsakteuren für die Entwicklung nachhaltiger und intermodaler Mobilitätslösungen, die Verbesserung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für den Ausbau der eMobilität und die Durchsetzung von mehr Chancengleichheit bei der Umstellung auf emissionsarme Antriebskonzepte. Der Verband wurde 2009 gegründet. Er organisiert 300 Mitgliedsunternehmen, die ein jährlichen Umsatzvolumen von über 100 Milliarden Euro verzeichnen und über eine Million Mitarbeiter weltweit beschäftigen.

Bundesverband eMobilität e.V.
Oranienplatz 5, 10999 Berlin

Foto: Klartext.LA

Landshut als Treffpunkt für Bordnetz-Experten

 

Am 26. September findet an der Hochschule Landshut der Bordnetzkongress 2019 statt

Anmeldung läuft

 

Der Innovationsdruck in der Automobilindustrie nimmt durch die aktuellen Anforderungen hinsichtlich des autonomen Fahrens, der E-Mobilität und der zunehmenden Vernetzung immer mehr zu: Neue Fahrzeug-Generationen sollen leichter und effizienter sein und gleichzeitig dem Fahrer zusätzliche Funktionen bieten. Am 26. September 2019 treffen sich beim „Bordnetzkongress 2019″ an der Hochschule Landshut zum achten Mal wieder Expertinnen und Experten der Automotive-IT, um die Herausforderungen zu diskutieren und sich über die neuesten Trends zu informieren. Der Kongress richtet sich an Entwickler und technische Fachkräfte aus der gesamten automobilen Wertschöpfungskette und wird vom Fachmedium Elektronik automotive organisiert. Weitere Informationen sowie Hinweise zur Anmeldung finden sich unter www.bordnetz-kongress.de.

Hochschule Landshut als starker Partner im Bereich Automotive

Mit ihren Studiengängen „Automobilwirtschaft und -technik” (Bachelor), „Automobil- und Nutzfahrzeugtechnik” (Bachelor und Master) und „Bordnetzentwicklung” (Master) sowie zahlreichen Forschungsaktivitäten verfügt die Hochschule Landshut über vielfältige Kompetenzen im Bereich Automotive. „Umso mehr freue ich mich, dass der Bordnetz-Kongress wieder an der Hochschule Landshut stattfindet und so der Kontakt zwischen Hochschule und Unternehmen gestärkt wird”, betont Hochschulpräsident Prof. Dr. Karl Stoffel.

Bundesweit einzigartiger Studiengang „Bordnetzentwicklung”

Um die komplexen Anforderungen bei der Entwicklung und Produktion von Bordnetzen erfüllen zu können, startete bereits 2015 an der Hochschule Landshut der deutschlandweit einmalige Masterstudiengang „Bordnetzentwicklung”, unterstützt von sechs Firmen. Das Bordnetz eines Fahrzeugs, auch Leitungssatz oder Kabelbaum genannt, ist sein Nerven- und Energieverteilungssystem und zählt zu den komplexesten und teuersten Komponenten. So besteht es bei einem Mittelklasse-Pkw in etwa aus genau so vielen Einzelteilen wie das restliche Fahrzeug und ist so teuer wie die gesamte lackierte Rohkarosse. Für die Entwicklung sind Fachkenntnisse aus fast allen Ingenieurswissenschaften erforderlich: Elektrotechnik, Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen und Fahrzeugtechnik. Das Studium dauert drei Semester und wird mit einem Master of Engineering abgeschlossen.

Für den Studiengang „Automobil- und Nutzfahrzeugtechnik” können sich Studieninteressierte noch bis zum 6. September (Bachelor) bzw. bis zum 15. August (Master) anmelden. Weitere Informationen finden sich unter www.haw-landshut.de.

 

Foto: Hochschule Landshut

 

Bildtext: Die Geschäftsführer der LUM, Rudolf Schnur, (3. von links) und Andrea Lapper, (5. von links) mit Ausstellern und Mitarbeitern der Landshuter Umweltmesse

 

100 BIS 150 E-MOBILE ERWARTET

Zum dritten Mal Durchführung einer internationalen Sternfahrt bei der Landshuter Umweltmesse

 

Bevor die Geschäftsführer der Landshuter Umweltmesse Andrea Lapper und Rudolf Schnur bei einer Pressekonferenz zum Thema E-mobile Sternfahrt informierten, gab es noch allgemeine Hinweise zur Umweltmesse. Die Aussage, dass nur ein „Caterer“ aus Polen die Umweltmesse mit Speisen und Getränke versorgt sei absolut falsch. Es gibt insgesamt sieben Anlaufstellen, wo sich  die Besucher laben können. Für jeden Geschmack sei gesorgt, sogar Veganer finden ihre speziellen Speisen vor.

Erfreulich für die Veranstalter der Messe sei die Zusage aus Berlin, dass NOW/E in einer Roadshow das ressortübergreifende Nationale Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) der Bundesregierung vorstellt.

Die Hanns-Seidel-Stiftung ist am Samstag auf der Messe mit zwei Professoren vertreten, die den ganzen Tag über „Plastik in der Umwelt“ sprechen werden. In diesem Rahmen wird auch das Landshuter Biomasse-Heizkraftwerk einbezogen sein. Ein Besuch des Heizkraftwerkes sei möglich, da es sich in unmittelbarer Nähe des Ausstellungsgeländes befindet.

Ein hochinteressanter Vortrag einer Zahnärztin aus Straubing, die Bundesweit vernetzt ist, informiert die Messebesucher mit dem Vortrag „ Krank durch Zähne und zahnärztliche Werkstoffe.“  Das Thema bei Zahnersatz sei nicht der Zahn selber sondern der Klebstoff, der bei Reparaturen verwendet wird. Der Kleber, der aus dutzenden chemischen Stoffen besteht, dringt nicht nur in den gebrochenen Zahn, sondern verteilt sich bis in die Knochen und ins Gewebe und kann sich auf die Gesundheit eines Menschen schädlich auswirken.

Auch das Thema Kunst ist ein Bestandteil der Umweltmesse. Aus Plastik kunstvoll gestaltete Kleider werden gezeigt. „Ich finde das gut, es bereichert die Messe, was die Sinne betrifft“, so Rudolf Schnur. Geschäftsführerin Andrea Lapper wies darauf hin, dass die Landshuter Umweltmesse zum ersten Mal von einem sprachlich internationalen Messe-Hostessen-Team begleitet wird. Besucher mit Sprachen wie italienisch, russisch, chinesisch, englisch, indisch, portugiesisch, pakistanisch und französisch sind bei Fragen, bestens bei diesem Messeteam aufgehoben.

 

Das große Thema an diesem Samstag aber wird die Mobilität sein. Das “Radhaus Martin Maier aus Salksdorf” zeigt Spezial-Fahrräder in allen Varianten, wie die bevorzugten Fahrräder für innerbetriebliche Materialtransporte bis elektrisch betriebene Liegeräder.

 

Der Leiter Vertrieb und Marketing des Unternehmens EVUM Stefan Dietz, stellte EVUM Motors als junges und innovatives Unternehmen vor, das sich das Ziel gesetzt hat, nachhaltige Mobilitätskonzepte für jedermann weltweit anzubieten. EVUM Motors ist das Unternehmen, welches die Ergebnisse des Forschungsprojektes aCar mobility der Technischen Universität München industrialisiert. In einem Forschungsprojekt stellte man sich die Frage, wie man E-Mobilität in die Schwellen- und Entwicklungsländer tragen und vorantreiben kann. Ziel von EVUM ist es, eine erschwingliche und nachhaltige Elektromobilität und Fahrzeuge als wirtschaftliches und nachhaltiges Verkehrsmittel für Entwicklungsländer zu konzipieren und auch dort herzustellen. Diese Fahrzeuge mit einer Reichweite von 100 bis 200 km und 60 km/h Geschwindigkeit, sind aber auch perfekt bei Anwendungen in Industrieländern und städtischen Gebieten geeignet. Die Anpassungsfähigkeit und Robustheit der Fahrzeuge ermöglicht unzählige Anwendungen für Weinberge, Bauernhöfe, Gärtner oder Kommunen. EVUM wird diese Fahrzeuge im Jahre 2020 zunächst nur in Bayern und Baden-Württemberg vertreiben, „weil man die Fahrzeuge in der Nähe haben will“, wie es immer so sei, wenn neue Fahrzeuge auf den Markt kommen. Danach möchte man sich in ganz Europa ausbreiten. Der Preis eines Fahrzeuges wird in der Standartversion für 22.000 Euro in Europa, in den afrikanischen Ländern für 10.000 Euro angeboten werden. Ob man bei der Sternfahrt schon mitmachen wird, kann Stefan Dietz jedoch jetzt noch nicht versprechen.

„Immer, wenn man etwas Gutes auf die Beine stellt, gibt es sofort wieder Nachahmer“, konstatiert der Geschäftsführer der Umweltmesse Rudolf Schnur. Damit beschrieb er die Situation der E-Mobil-Sternfahrten im Lande. Der Unterschied ist, dass die Sternfahrer die nach Landshut zur Umweltmesse kommen, eine Brotzeit und Sachpreise spendiert bekommen, hingegen muss man bei anderen Sternfahrten in Deutschland Startgebühren bezahlen. Die Veranstalter der LUM freuen sich über jeden, ob er mit einem Wasserstoffauto, E-Mobil, Hybridfahrzeug, mit einem elektrisch betriebenen LKW, Bus oder E-Bike nach Landshut kommt. Auch ein elektrisch betriebenes „Bierkistl“ wie alle anderen spaßig elektrischen Gefährte sind herzlich willkommen. Solarbetriebene Fahrzeuge sind besonders gefragt. Die Twizy-Fahrgemeinschaften aus ganz Deutschland stellen eine besondere Gruppe bei der Sternfahrt dar und sind ebenfalls gern gesehene Gäste bei der Umweltmesse. Bereits gegen 11 Uhr am Samstag begrüßen die Schirmherren OB Alexander Putz und der Bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger bei der LUM alle angekommenen E-Mobillisten. Gegen 13 Uhr werden die Preise an die Teilnehmer der Sternfahrt vergeben, die eine Jury nach gewissen Kriterien vergibt, überreicht. Vorträge zum Thema E-Mobilität runden den voraussichtlich turbulenten Samstag ab.

 

-hjl-

 

Foto: h.j.lodermeier

Bildtext: Vertreter einer ganzen Reihe von Landkreis-Gemeinden nahmen an der Informations-Veranstaltung des Regionalmanagements für die Region Landshut teil, bei der elektro-getriebene Nutzfahrzeuge vorgestellt wurden und getestet werden konnten.

 

E-Mobilität auch für Nutzfahrzeuge

Regionalmanagement organisierte Informations-Veranstaltung für Kommunen

 

„StreetScooter“ – „Straßenroller“, so heißen die Nutzfahrzeuge, die das Unternehmen DHL, der Paket- und Brief-Expressdienst der Deutschen Post, vor einigen Jahren als Elektro-Fahrzeuge entwickelt hat für seine Paket- und Postzusteller. Nach mehrjährigen erfolgreichen Einsätzen der elektro-getriebenen Fahrzeuge gibt es inzwischen Nutzfahrzeug-Varianten der „Straßenroller“, die zum Beispiel auch bei kommunalen Bauhöfen eingesetzt werden können.

Kai Goldmann, Regionalmanager für die Region Landshut, hat vor diesem Hintergrund zusammen mit der DHL erstmals eine Informations-Veranstaltung durchgeführt für Repräsentanten und Mitarbeiter von Kommunen: Im Bauhof der Marktgemeinde Ergolding konnten sich die Teilnehmer einen Eindruck verschaffen, was mit E-Mobilität inzwischen auch in diesem Sektor möglich ist.

Manuel Schmid, Spezialberater für Elektro-Kraftfahrzeuge, legte bei der Veranstaltung dar, dass das Post-Tochterunternehmen DHL die „Straßenroller“-Nutzfahrzeuge entwickelt habe, weil kein Autohersteller bis heute ein für diese Zwecke von Paket- und Postzustellern optimal geeignetes Modell anbiete. Daher habe man ein speziell an diese Ansprüche angepasstes und elektrisch betriebenes Fahrzeug konzipiert und entwickeln lassen.

Die „Straßenroller“ haben sich nach den Worten von Lothar Karney, Vertriebsleiter der Post für Süddeutschland, auf dem Sektor der leichten Nutzfahrzeuge mittlerweile sehr gut etabliert. DHL versuche nun, solche E-Fahrzeuge zu vermarkten. In Zusammenarbeit mit Firmen, die Fahrzeuge mit Aus- und Aufbauten umrüsten, könne DHL inzwischen eine Reihe von Aufbau-Varianten anbieten, die für unterschiedliche Zwecke eingesetzt – und zum Beispiel als Kleintransporter oder Müllfahrzeug dienen können.

Im Bauhof von Ergolding konnten die Teilnehmer aus den Gemeinden zum Beispiel einen „StreetScooter“ mit Box-Aufbau und eine Variante mit einer Müll-Haube beziehungsweise Kipper-Aufbau begutachten und Probe fahren. Eine Nutzfahrzeug-Firma aus Vilshofen, die für die DHL als Kooperationspartner für den Aufbau und Umbau in Niederbayern tätig ist, stellte die Fahrzeuge für Probefahrten zur Verfügung.

Mitarbeiter der Bauhöfe einer ganzen Reihe von Landkreis-Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften (VG) nahmen diese Gelegenheit wahr, die Fahrzeuge zu besichtigen. Vertreten waren die Gemeinde Bruckberg, VG Altfraunhofen, der Markt Ergolding, die VG Ergoldsbach, der Markt Essenbach, die VG Furth (Gemeinde Weihmichl), die VG Gerzen (Gemeinde Schalkham) und die Gemeinden Neufahrn, Niederaichbach, Tiefenbach und Vilsheim. Fünf Kommunen haben inzwischen das Angebot in Anspruch genommen, jeweils drei Tage lang diese leichten Nutzfahrzeuge in der Praxis durch ihre Bauhöfe zu testen.

 

Manuel Schmid, Fachmann für Elektro-Kraftfahrzeuge, gab den Zuhörern – meist Mitarbeiter von Gemeinde-Bauhöfen – einen guten Überblick über Technik und Einsatz-Möglichkeiten der „StreetScooter“, auf Deutsch: „Straßenroller“.

 

 

LADEN, FAHREN, UMWELT SCHONEN – Eine Demonstration für die E-Mobilität durch die 1. Internationale Sternfahrt zur 12. Landshuter Umweltmesse – Große Teilnahme von begeisterten E-Mobilisten

Elektromobilität – das ist umweltfreundlicher Fahrspaß mit Elektrofahrzeugen, die für eine leise, saubere und komfortable Mobilität stehen. Diverse Unternehmen bieten dazu das passende Komplettangebot: vom grünen Strom über ein großes Netz öffentlicher Ladepunkte, komfortablen Ladelösungen für zu Hause bis hin zu Dienstleistungen für Ladestationsbetreiber.

In Kombination mit Strom aus regenerativen Quellen ist Elektromobilität eine nachhaltige Lösung, um dem fortlaufenden Klimawandel entgegenzuwirken. Heute schon ist es möglich an vielen öffentlichen Ladepunkten ausschließlich Ökostrom zu tanken, um die elektrische Reichweite zu verlängern.

Ein dynamischer Vortrieb, aber leise und gleichmäßig, das begeistert Fahrer von Elektrofahrzeugen bei jedem Tritt auf das Beschleunigungspedal. Das sind nur einige Gründe, weshalb vermehrt Fahrzeuge mit Elektroantrieb eingesetzt werden. Hinzu kommt, dass es in nahezu jeder Fahrzeugklasse ein oder mehrere attraktive Modelle zur Auswahl gibt.

Mit Elektrofahrzeugen wird Parkzeit zur Ladezeit. Zuhause, am Arbeitsplatz oder auf dem Supermarktparkplatz. Strom gibt es sprichwörtlich an jeder Ecke, so dass man nicht länger zum Tanken fahren muss. Für den Anschluss an die Ladestation werden erprobte Standards genutzt, welche eine schnelle, komfortable und sichere Nutzung gewährleisten.

Diese Vorzüge haben inzwischen viele E-Mobilisten erkannt und demonstrierten sie auch dieses Jahr bei der 1. Sternfahrt bei der Landshuter Umweltmesse. Eine riesige Schlange von E-Mobilen staute sich auf dem Freigelände am Eingang West-Tor der Messe. Jeder Teilnehmer wurde von einem Moderator eines Landshuter Radiosenders über seinen e-mobilen Untersatz befragt. Einige E-Fahrer kamen von weit her und konnten eine kleine Story über ihre Fahrt nach Landshut zum Besten geben.

Im 1. Stock der Live-Box verteilte der Leiter dieses „Projekts Sternfahrt“, Christian Guckel, Preise für die E-Mobilisten, die eine E-Mobilitäts-Jury ermittelte. Der erste Preis, ein Rundflug über Landshut, ging an einen Fahrer mit Münchner Kennzeichen, der Landshut über Umwege nach 420 km erreichte und mit einem international sehr bekannten E-Mobilhersteller unterwegs war. Weitere Preise wurden von den Gewinnern gerne entgegen genommen.

Nach dem die E-Mobilisten die Batterien ihrer Fahrzeuge wieder „vollgeladen“ hatten, begab man sich wieder auf die Heimreise und freut sich auf die 2. Internationale Sternfahrt zur Landshuter Umweltmesse.

-hjl-

Nachfolgend Bilder von den teilnehmenden E-Mobilisten der 1. Sternfahrt zur 12. Landshuter Umweltmesse:

 

Fotos: Lodermeier

*ENDE*

 

REISE EINES PROTAGONISTEN AUS WIEN ZUR LANDSHUTER UMWELTMESSE – Martin Mai von „greenmove“ beschreibt seine Reise mit einem E-Automobil

Martin Mai ist Geschäftsführ eines Unternehmens, das sich der E-Mobilität verschrieben hat. Er war zur Landshuter Umweltmesse eingeladen. In einer Runde von Fachleuten und begeisterten Umweltmessebesuchern erzählte er seine Reise in einem elektrisch betriebenen Auto von Wien nach Landshut zur momentan stattfindenden Messe.

Als E-mobiler Fahrer hat Martin Mai natürlich seine Reise exakt dokumentiert. Seine Abfahrt begann um 06:35 Uhr in Wien 16, bei sieben Grad und die Armatur seines E-Autos zeigte eine Reichweite von 184 km an. Zur Auffahrt bei Steinhäusl auf die West-Autobahn, herrschte eine Außentemperatur von vier Grad. Diese Temperatur bedeutet natürlich einen Einbruch der Reichweite seines Fahrzeugs. Der Tempomat wurde auf 100 km/h eingestellt und Martin musste nun schau`n, wo die nächste Möglichkeit bestand, eine Ladestation zu finden um die Batterie aufzuladen. Bei Obereging ergab sich diese Möglichkeit. Die Reichweite betrug zu diesem Zeitpunkt noch ca. 40 km. Im Navi wurde ihm diese Lademöglichkeit angezeigt, außerdem konnte er in einer App feststellen, wo er die Möglichkeit findet, um zu tanken. „Mit Aufladen war`s nix“ und die nächste Ladestation war dann auch noch 40 km entfernt. Martin wurde, dieser Tatsache geschuldet, etwas unruhig und drosselte gezwungenermaßen sämtliche stromfressenden Aggregate in seinem E-Mobil. Dabei trat ein gewisser Frust bei ihm ein, da ihn sämtliche Lkw`s überholten; der Vorteil war, dass er dadurch keine Radarstrafen zu erwarten hatte. Nach zwei Stunden Fahrt war er an der Ladestation angelangt und tankte voll, d.h., die Anzeige stand nun wieder auf 100 Prozent. In Österreich gibt es ein Emissionsgesetz, nachdem die Hunderter- Geschwindigkeits-Marke nicht überschritten werden darf. Das kam dem E-Mobilisten zu Gute. Sein Verbrauch wurde dadurch geregelt und seine Reichweite dementsprechend vergrößert. Beim nächsten Schnelllader auf Höhe der Autobahn Anschlussstelle Suben tankte Martin noch einmal, während dessen er eine Tasse Kaffee schlürfte. Hier zeigte seine Ladungsanzeige noch 50 Prozent an. Er nahm die Fahrt wieder in Richtung Landshut auf und „war dann da“, wie Martin es bezeichnete. Seine Reise dauerte demnach ca. sechs Stunden und die Restanzeige „seiner Ladung“ war ca. 30 Prozent. Nach den Schilderungen von Martin Mai stellte sich natürlich die Frage: „Wie werden in zehn Jahren die Daten seiner Erzählung aussehen, oder wird er sie dann überhaupt noch registrieren?“

Bildbeschreibung: Martin Mai – links vorne

 

-hjl-

 

Foto: Lodermeier

 

LUM: 12. LANDSHUTER UMWELTMESSE STARTET IM MÄRZ 2017 – Neue Themen gesetzt: Sternfahrt in ganz Bayern — Pilgern und Wandern – E-Mobilität – Schirmherr OB Putz

Die Chefs der Landshuter Umweltmesse Andrea Lapper und Rudolf Schnur konnten bei einer Pressekonferenz in der Sparkassen-Arena viele Aussteller begrüßen, die ihre Produkte oder Angebote darstellten und beschrieben. Alle Aussteller freuen sich jetzt schon auf den Startschuss im März.

Neben den Ausstellern und Vorträgen, wird heuer auch für Schulen ein Bildungsprogramm durchgeführt. Es sei eine große Anstrengung des Veranstalters so Schnur, dass so nebenbei für die Schulen ein ansprechendes Programm geboten werden kann. Zuständig dafür sei der Projektleiter Christian Guckel, der diverse Schulen angeschrieben hat und sie bittet, am Freitag, den 24. März mitzumachen.

Das Thema Pilgern und Wandern wird eine erste große Attraktion der Messeveranstaltung einnehmen. Eine weitere große Aufmerksamkeit wird der Elektromobilität gewidmet sein. In einer Sternfahrt finden sich im Länderdreieck Österreich-Bayern-Tschechien Elektromobillisten ein. Die Stadtwerke Landshut werden für das Nachtanken der E-Autos sorgen und zwar kostenlos.

Auch Kunst und Kultur spielen bei der diesjährigen Umweltmesse eine Rolle. Der Holzbildhauer Franz Weickmann zeigt seine zum Teil exotischen Tiere aus Holz. Dr. Markus Wimmer, der bereits einen festen Bestandteil der Messe darstellt, übernimmt die umweltpädagogische Betreuung von Kindern und bringt sich mit einem eigenen Team in die Messe ein, wobei es hier auch um Kunst und Kultur geht.

Der neue Oberbürgermeister der Stadt Landshut Alexander Putz, übernimmt gerne die Schirmherrschaft über diese, auch für ihn bedeutende Messe.  Er berichtete, dass er 2010/11 gebaut habe und sich vorher in der Umweltmesse über viele Dinge informiert hat. Er sei sehr gut beraten worden. Tipps über Heizung und Lüftungseinrichtungen hat er von Firmen, die in der Messe ausgestellt haben, gerne entgegengenommen. Den einen oder anderen Handwerker, der bei ihm später gearbeitet hat, hat er hier kennen gelernt.

Als zweite Schirmherrin konnte die Umwelt-Bundesministerin Barbara Hendricks gewonnen werden , die aber zum Zeitpunkt der Veranstaltung nicht anwesend sein kann. Ihr liegt, so das anwesende Mitglied des Landtages Ruth Müller besonders am Herzen, das Thema Nachhaltigkeit und das Thema E-Mobilität , das in der Landshuter Umweltmesse einen breiten Raum einnimmt.

Die Eröffnungsrede wird der parlamentarische Staatssekretär Florian Pronold halten.

Erstmals auf der Messe: Pilgern und Wandern

 

h.j.lodermeier