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Dr. Ingo Bauerfeind

Bildtext: Dr. Ingo Bauerfeind, Chefarzt der Frauenklinik, bei der Hebammenfortbildung. Fotos: Klinikum Landshut

 

Großes Interesse bei Hebammenfortbildung im Klinikum

 

Gestose, Risikomanagement und Freiberuflichkeit waren am Mittwoch nur einige Themen bei der Hebammenfortbildung im Klinikum Landshut. Mit rund 40 Hebammen aus dem Großraum Landshut und aus allen möglichen Tätigkeitsbereichen war die Fortbildung im Raum Hammerbach gut besucht. Dr. Ingo Bauerfeind, Chefarzt der Frauenklinik, ging in seiner Begrüßung auf den berufspolitischen Wandel ein, dem die Hebamme von heute unterliegt. Danach standen vier Vorträge und ein Workshop auf dem Programm.

 

Neben medizinischen Aspekten wurden auch organisatorische und betriebswirtschaftliche Aspekte in den Vorträgen thematisiert. Hautaugenmerk der Fortbildung war neben dem persönlichen Austausch und der Vernetzung miteinander ein Sensibilisieren für Risiken, die mit der Ausübung der freiberuflichen Hebammentätigkeit verbunden sind. Als erste Referentin sprach Susann Reinhardt, Oberärztin der Frauenklinik am Klinikum Landshut, über „Gestose – Präeklampsie und HELLP: Von der Diagnose bis zur Therapie“. Die weiteren Vorträge beschäftigten sich mit den Themen „Chancen der Freiberuflichkeit – Pflichtfortbildung Risikomanagement“, mit Verwaltung und Abrechnung und „Hyperbilirubinämie – aktuelle Empfehlungen“. Mit dem Workshop „Voraussetzungen für den (Wieder-)Einstieg in die freiberufliche Tätigkeit“ ging die Hebammenfortbildung zu Ende.

 

Fotos: Klinikum Landshut

Bildtext: Theresa Eberl, Sprecherin der Hebammen am Klinikum Landshut

 

Fortbildung für Hebammen

Gestose, Risikomanagement und Freiberuflichkeit sind nur einige Themen bei der Fortbildung für Hebammen am Mittwoch, 5. Februar. Die Frauenklinik am Klinikum Landshut lädt von 8.50 bis 14 Uhr in den Raum Hammerbach ein.

Nach der Begrüßung durch Dr. Ingo Bauerfeind, Chefarzt der Frauenklinik, geht es um 9 Uhr los mit dem ersten Vortrag „Gestose – Präeklampsie und Hellp: Von der Diagnose bis zur Therapie” von Susann Reinhardt, Oberärztin der Frauenklinik. Von 9.50 bis 10.40 Uhr referiert Tanja Brembs, Qualitätsmanagement-Beraterin und Hebamme, zum Thema „Chancen der Freiberuflichkeit – Pflichtfortbildung Risikomanagement”. Nach einer Pause geht es um 11.20 Uhr weiter mit „Verwaltung und Abrechnung in der Freiberuflichkeit” mit Hadi Al-Wakil, Geschäftsführer der Abrechnungszentrale für Hebammen. Das nächste Thema ab 12.10 Uhr von Sophia Stadermann, Pädiaterin am Kinderkrankenhaus, lautet „Hyperbilirubinämie – aktuelle Empfehlungen”. Als Abschluss findet von 13.15 bis 14 Uhr der Workshop „Voraussetzungen für den (Wieder-)Einstieg in die freiberufliche Tätigkeit” mit Tanja Brembs statt.

Weitere Informationen unter Tel. 0871/698-3239 (Kreißsaal Klinikum) oder per Mail unter beleghebammen@klinikum-landshut.de.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldungen werden per E-Mail an beleghebammen@klinikum-landshut.de entgegengenommen. Bitte für den Workshop separat anmelden. Anmeldeschluss ist am Mittwoch, 29. Januar.

 

Foto: Klinikum Landshut

 

Bildtext: Am Brustkrebspatientinnentag informierten v.l. Rosemarie Reindl-Erhard (Sanitätshaus Zimmermann), Chefarzt Dr. Ingo Bauerfeind, Sibyll Michaelsen (Breast Care Nurse am Klinikum), Tätowierer Andy Engel, Renate Haidinger (Brustkrebs Deutschland e.V.), Claudia Tillmann und Physiotherapeutin Christina Jakob-Ertel. Foto: Klinikum Landshut

 

 

“Brustkrebs ist nicht glcich Brustkrebs”

 

Etwa 90 Besucher beim 12. Brustkrebs-Patientinnentag am Klinikum

Die Chancen Brustkrebs zu heilen, nehmen rasant zu. Welche neuen Erkenntnisse gibt es? Wie komme ich mit den Nebenwirkungen von Chemotherapie und Co. zurecht? Und was kann ein Tätowierer für Erkrankte tun? Diese und viele weitere Fragen wurden am Donnerstag beim zwölften Brustkrebs-Patientinnentag im Klinikum Landshut beantwortet.

Am Brustkrebspatientinnentag informierten v.l. Rosemarie Reindl-Erhard (Sanitätshaus Zimmermann), Chefarzt Dr. Ingo Bauerfeind, Sibyll Michaelsen (Breast Care Nurse am Klinikum), Tätowierer Andy Engel, Renate Haidinger (Brustkrebs Deutschland e.V.), Claudia Tillmann und Physiotherapeutin Christina Jakob-Ertel. Foto: Klinikum Landshut

„Brustkrebs ist nicht gleich Brustkrebs”: Das hat Dr. Ingo Bauerfeind, Chefarzt der Frauenklinik und Leiter des Brustkrebszentrums am Klinikum, am Donnerstagabend betont. „Es gibt mehrere unterschiedliche Typen”, so Bauerfeind beim Brustkrebs-Patientinnentag. Noch sind nicht alle Arten und ihre Entstehung restlos entschlüsselt. Und doch können er und sein Team den betroffenen Frauen (und Männern) immer vielseitigere und zielgerichtetere Therapien anbieten. „Die Entscheidung, welche Behandlung für welche Frau die beste ist, wird für uns Ärzte aber auch immer schwieriger.” Er stellte in seinem Vortrag aktuelle Studien und neue Erkenntnisse vor. „Bei allen Erfolgen in der Behandlung von Brustkrebs: Früherkennung ist noch immer das Beste. Nehmen Sie diese Möglichkeiten wahr”, so sein Appell zum Schluss.

„Nehmen Sie die Nebenwirkungen Ihrer Therapie nicht stillschweigend hin”, war am Donnerstag die Bitte von Sibyll Michaelsen, Fachschwester für Onkologie und Breast Care Nurse am Klinikum. Denn auch vermeintlich banale Beschwerden wie leichtes Fieber oder blaue Flecken können ernste Reaktionen des Körpers sein. Sie hatte auch viele praktische Tipps für die Frauen dabei: „Benutzen Sie keine elektrische Zahnbürste, sondern eine weiche, normale Bürste. Die Schleimhäute sind sehr empfindlich.” Zitrone und Ginger Ale würden sich im Geschmack oft nicht verändern, anders als viele Lebensmittel. Zusätzliche Vitaminpillen empfehlen sie und

auch die Ärzte nicht, da hier die Gefahr von Wechselwirkungen mit Medikamenten besteht. Tägliche Bewegung sei gut für Vitalität, Muskelkraft und um auf andere Gedanken zu kommen. „Und wenn es nur zehn Minuten pro Tag ums Haus sind.”

Einen sehr persönlichen Bericht gab am Donnerstag Claudia Tillmann, Patientin im Klinikum. Die Diagnose Brustkrebs habe ihr damals den Boden unter den Füßen weggerissen. Doch schnell sei sie zur „Aktivistin” gegen den Krebs geworden. „Der Krebs kann versuchen mich aufzufuttern, aber meinen Stolz kriegt er nicht. Attacke nach vorne”, erzählte Tillmann. Sie habe mit Perücken, falschen Wimpern und vielen verschiedenen Tüchern gearbeitet. „Ich wollte nicht, dass man mir die Krankheit ansieht. Und ich wollte nicht zuhause sitzen und über meine Krankheit grübeln.” Sie appellierte an die Frauen, sich nicht zu verkriechen und weiter am Leben teilzunehmen. Ein weiterer Tipp: „Legen Sie sich einen Ordner an für alle Diagnosen, Arztberichte usw. Die Administration ist nicht zu unterschätzen und Sie können dem Stress während der Chemotherapie vorbeugen.”

Renate Haidinger, 1. Vorsitzende von Brustkrebs Deutschland e.V., stellte in ihrem Vortrag viele Fragen an die Anwesenden. Sie war vor rund 20 Jahren selbst an Brustkrebs erkrankt und berät Betroffene seit 18 Jahren. Am Klinikum bietet sie jeden dritten Mittwoch im Monat die Sprechstunde „Betroffene beraten Betroffene” mit anschließender Selbsthilfegruppe an. Beim Brustkrebspatientinnentag widmete sich Haidinger dem Thema „Sexualität nach Brustkrebs”. „Partnerschaft, Nähe, Zärtlichkeit und Sexualität sind oft neu zu definieren”, sagte Haidinger. Jede Frau nehme ihre Erkrankung, die Behandlung und auch ihren Körper danach anders wahr. In der Partnerschaft liege der Schlüssel in einer offenen Kommunikation: „Gerade in dieser Zeit beginnt oft eine gewisse Sprachlosigkeit in einer Partnerschaft. Wenn möglich ist es sehr hilfreich, bereits in dieser Zeit über Bedürfnisse, Wünsche und auch vielleicht Grenzen zu sprechen.” Für die Zeit nach der Therapie empfahl Sie: „Finden Sie erst allein und dann langsam gemeinsam wieder Vertrauen zu Ihrem Körper.”

„Lymphödeme kann man sehr gut behandeln, wenn man rechtzeitig reagiert”, war das Fazit des Vortrags von Christina Jakob-Ertel, Physiotherapeutin mit Lymphologischer Schwerpunktpraxis / Praxis für Psychotherapie in Wolfratshausen. Wenn eine Schwellung beispielsweise an den Armen oder Beinen auftritt, sollte die Entstauung sofort eingeleitet werden. Das bedeutet täglich: manuelle Lymphdrainage, Hauptpflege, Kompression mit Bandagen und Bewegung. Bei der Lymphdrainage werde die angestaute Flüssigkeit nicht nur in „freie Gebiete” verschoben. Auch gesunde Gebiete werden schon vorbehandelt. Vermeiden könne man Ödeme u.a., indem man Abschnürungen, Verletzungen und Verletzungen vermeidet und nicht an Gewicht zunimmt.

Über den Kompressionsverband bei Lymphödem sprach im Anschluss Rosemarie Reindl-Erhard vom Sanitätshaus Zimmermann in Landshut. Durch die Kompression erhöht sich der Druck im Gewebe – Flüssigkeit und Eiweiß können abfließen und das Lymphödem bildet sich zurück. Bei einem Kompressionsverband am Arm ist der Druck am Handgelenk immer am größten, nach oben hin nimmt er ab. Dafür stehen unterschiedliche Bein- oder Armstrümpfe zur Verfügung, mit großen oder kleinen Maschen oder größerem oder niedrigeren Druck.

Was kann ein Tätowierer für Brustkrebs-Erkrankte tun? Diese Frage beantwortet zum Schluss des Patientinnentages Andy Engel aus Marktsteft. Er ist seit 25 Jahren als Tätowierer und seit über zehn Jahren in der medizinischen Brustwarzenrekonstruktionen tätig. Mussten eine oder beide Brustwarzen operativ entfernt werden, können diese dreidimensional und möglichst lebensecht auf die Brust tätowiert werden. „Es handelt sich hier um eine rein optische Täuschung”, so Engel. Größe, Form und Farbe orientieren sich entweder an der noch vorhandenen Brustwarze oder können aus einer Datenbank ausgesucht werden. Engel arbeitet eng mit Kliniken, Ärzten und Krankenkassen zusammen, meist wird die Tätowierung auch von den Kassen übernommen.

 

Bildquelle: Klinikum Landshut

Karina Habereder und Dr. Thomas Haslinger mit Oberärztin Susann Scheunpflug (rechts) und Hebamme Sonja Stamm (links). Die beiden Stadträte sind stolze Eltern eines gesunden Jungen geworden. Der kleine Julius kam am Mittwoch im Klinikum zur Welt. Foto: Klinikum

Mittwoch, 17.24 Uhr: Mit 3200 Gramm und einer Größe von 51 Zentimetern kommt der kleine Julius Haslinger auf die Welt. Die stolzen Eltern, die beiden Stadträte Dr. Thomas Haslinger und Karina Habereder, sind überglücklich. Liebevoll umsorgen sie ihr Neugeborenes seitdem in einem Familienzimmer auf der Geburtshilfestation am Klinikum. „Alle hier sind so nett. Wir fühlen uns sehr wohl“, sagt die frischgebackene Mutter. Von der Geburtsvorbereitung über die Aufnahme bis hin zur Entbindung fühlten sich die beiden am Klinikum gut betreut. Dabei hatte es der kleine Julius doch recht eilig. „Den letzten Termin des Geburtsvorbereitungskurses haben wir jetzt gar nicht mehr geschafft.“ Der wäre am Donnerstag gewesen. Acht Tage vor dem errechneten Geburtstermin setzten bei Karina Habereder die Wehen ein. Am Dienstagmorgen blieb sie zunächst noch zu Hause. Kurz nach 14 Uhr kam das Ehepaar dann ins Klinikum – und gute drei Stunden später war der kleine Julius auch schon da. Es war eine schnelle, natürliche Geburt. „Alle haben sich viel Zeit für mich genommen“, erzählt Habereder. Nach dem Kraftakt der Geburt waren sie und ihr Mann überwältig. „Ich habe dann auch die Nabelschnur durchgeschnitten“, erzählt Haslinger. Begleitet wurden sie bei der Entbindung von Oberärztin Susann Scheunpflug, Assistenzärztin Mareike Behrens und Hebamme Anja Grötzinger.

Für die Entbindung am Klinikum entschieden sich die beiden Stadträte nicht zuletzt aufgrund des guten Rufs von Chefarzt Dr. Ingo Bauerfeind und seinem Team. Überzeugt hatte sie auch der Besuch des Elterninformationsabends. Seit Mittwoch finden sie sich nun in ihre neue Rolle als Eltern ein. „Das Windeln wechseln gehört für mich selbstverständlich auch dazu“, sagt Haslinger während er  seinen Sohn stolz im Arm hält, der seine Augen gerade langsam schließt und einschläft. Am Samstag kann die junge Familie nach Hause.

Weitere Informationen gibt es unter www.klinikum-landshut.de.

Veranstaltungshinweis:

Informationsabend für werdende Eltern

 

Im Rahmen des Informationsabends am Donnerstag, 2. März, erfahren werdende Eltern alles über die geburtshilfliche Abteilung und das Team der Geburtsstation am Klinikum Landshut. Die Mitglieder des Ärzte- und Hebammenteams informieren umfassend über Abläufe und Angebot. Anschließend werden die werdenden Eltern, soweit möglich, durch den Kreißsaal und die Station geführt.

Beginn ist um 19 Uhr im Raum Hammerbach, Ebene 0. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Bild: Chefarzt Dr. Ingo Bauerfeind informiert zusammen mit dem Ärzte- und Hebammenteam der Geburtshilfe