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Dr. Georgios Meimarakis

„Wir wollen die Bombe im Bauch nicht platzen lassen“

Großes Interesse beim Gefäßtag am Samstag im Klinikum

Sowohl Thomas Mann als auch Albert Einstein sind an inneren Blutungen gestorben – nachdem ihre erweiterte Bauchschlagader aufgeplatzt war. Heutzutage lassen sich solche Veränderungen rechtzeitig erkennen und entschärfen – wie das geht, war nur eines der Themen beim 2. Landshuter Gefäßtag. Über 300 Besucher kamen am Samstag ins Klinikum, um sich rund um das Thema Gefäßgesundheit zu informieren.

Über 300 Besucher informieren sich am Samstag rund um die Gefäßgesundheit. Foto: Klinikum Landshut

So ein lebensrettendes Röhrchen kann eigentlich ziemlich unscheinbar sein: Das erfuhren die Besucher am Samstag beim 2. Landshuter Gefäßtag. Und sie durften die Stent-Prothese aus weißem Kunststoff und feinem Spiral-Draht sogar anfassen. Bei der Führung durch den gefäßchirurgischen Operationssaal im Klinikum Landshut erklärte das OP-Team, wie das genau funktioniert mit dem Kunststoff-Röhrchen. Ist nämlich die Bauchschlagader erweitert, kann diese Bombe platzen – und der Patient verblutet innerlich. Die Prothese entschärft die Gefahrenstelle. Vor allem Männer sind von einem solchen Bauchaorten-Aneurysma betroffen. Beim 2. Landshuter Gefäßtag ging es nicht nur um die Behandlung, sondern auch um die rechtzeitige Vorsorge. „Wir wollen die Bombe auf keinen Fall platzen lassen“, so Privatdozent Dr. Georgios Meimarakis, Chefarzt der Gefäßchirurgie. Mit einer Früherkennungs-Untersuchung mit Ultraschall lässt sich innerhalb weniger Minuten feststellen, ob die Bauchschlagader erweitert oder normal groß ist. Diese Technik wurde am Samstag live demonstriert und stieß wie schon im vergangen Jahr auf großes Interesse.

Doch es ging noch um viel mehr am Samstag: Rund um das Thema Gefäßgesundheit drehten sich die zwölf Expertenvorträge. Wie verhindere ich eine chronische Wunde? Wie wird Betroffenen der Schaufensterkrankheit geholfen? Und wie führe ich trotz Dialyse ein selbstbestimmtes Leben? Über all diese Fragen klärten die Referenten umfassend auf. Die rund zehn Aktionsstände rundeten das Informationsangebot ab.

 

So sieht der gefäßchirurgische Operationssaal von innen aus. Der Leitende Oberarzt Norbert Schrank (Mitte) führte die Besucher durch den OP. Foto: Klinikum Landshut

 

Was tun, wenn die Bombe im Bauch tickt? Das erläuterte Privatdozent Dr. Georgios Meimarakis, Chefarzt der Gefäßchirurgie am Klinikum Landshut. Foto: Klinikum Landshut

 

Fotos: Klinikum

Krampfadern

 

Die Krampfader-Erkrankung ist eine Volkskrankheit, bei der es die Venen nicht mehr schaffen, das Blut gegen die Schwerkraft zum Herzen zurück zu transportieren.

Typische Beschwerden sind schwere Beine, geschwollene Unterschenkel, kribbelnde Beine oder Juckreiz. Einen Vortrag zu Krampfadern hält am Donnerstag, 11. Mai, Privatdozent Dr. Georgios Meimarakis, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie. Bei fortgeschrittener Erkrankung können Komplikationen wie Hautverfärbungen, Unterschenkelgeschwüre, Venenentzündungen oder Thrombosen auftreten. Die Medizin kann heute mit modernen Therapieverfahren die Krampfaderentwicklung stoppen und Beschwerden beseitigen. Krampfader-Operationen gehören am Klinikum schon seit vielen Jahren zu den Routineeingriffen, insbesondere mit minimal-invasiven Operationsmethoden unter kosmetischen Aspekten. Das am wenigsten invasive Verfahren ist das sogenannte Closure-Verfahren, bei dem Krampfadern nicht mehr gestrippt, sondern fast schmerzfrei mit einem Katheter von innen mittels Wärmebehandlung verschlossen werden. Die Eingriffe können überwiegend ambulant durchgeführt werden. Der Referent stellt verschiedene offene und endovenöse Operationsmethoden vor.

Beginn ist um 18 Uhr im Klinikum Landshut, Raum Hammerbach, Ebene 0. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

 

Bild: Privatdozent Dr. Georgios Meimarakis, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie, vaskuläre und endovaskuläre Chirurgie

Veranstaltungshinweis

 

Aortenaneurysma – Die tickende Zeitbombe: Prävention und Therapie

 

Aortenaneurysmen sind schon längst zu einer Volkskrankheit geworden. Bei dieser Erkrankung erweitert sich die Bauchschlagader. Dieser Prozess verläuft häufig langsam und bleibt meist unentdeckt. Im schlimmsten Fall erweitert sich die Bauchschlagader so sehr, bis es zu einem spontanen Gefäßeinriss kommt. Eine solche Ruptur bedeutet für die meisten Betroffenen den Tod. Die häufigste Ursache für die Entstehung ist die Arteriosklerose, die über 80 Prozent der Fälle ausmacht. Eine Vorsorgeuntersuchung kann helfen, Aneurysmen frühzeitig zu erkennen. Privatdozent Dr. Georgios Meimarakis informiert am Donnerstag, 17. November, über das Aortenaneurysma, über Behandlungsmöglichkeiten und über die Vorsorge. Interessierte können sich nach dem Vortrag in der Gefäßchirurgischen Abteilung screenen lassen.

Beginn ist um 18 Uhr im Klinikum Landshut, Raum Hammerbach, Ebene 0. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

 

Bild: Privatdozent Dr. Georgios Meimarakis, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie, vaskuläre und endovaskuläre Chirurgie:

 

 

 

 

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Pressemitteilung

Neues Medizinforum startet Mitte September Über 40 Gesundheits-Vorträge im Klinikum Landshut

Komplexe Krankheitsbilder verständlich erklärt: Das Patientenforum des Klinikums Landshut steht für kompetente Hilfe rund um die Gesundheit. In Zusammenarbeit mit der vhs Landshut startet im September das neue Programm. Bei 40 Vorträgen und Veranstaltungen können die Besucher mit Chefärzten und Spezialisten im Wintersemester ins Gespräch kommen.

Chefarzt Priv.-Doz. Dr.Georgios Meimarakis informiert am 18. Oktober über Krampfadern und am 17. November über die tickende Zeitbombe Aortenaneurysma. Foto: Klinikum Landshut

Seit fast zehn Jahren bieten das Klinikum und die vhs Landshut interessante Vorträge zu Volkskrankheiten und auch seltenen Erkrankungen an. Dass die Landshuter dieses Angebot schätzen, beweisen auch die Zahlen: Über 2000 Besucher bei 45 Veranstaltungen – das ist die bisherige Bilanz für 2016. Ein Erfolg, an den das Klinikum anknüpfen will. „Es ist uns erneut gelungen, ein abwechslungsreiches und interessantes Programm aufzustellen“, so Geschäftsführer Nicolas von Oppen. Chefärzte und Spezialisten des Klinikums bieten wieder zahlreiche informative und anschauliche Vorträge an. Im Anschluss haben die Zuhörer stets die Gelegenheit, Fragen zu stellen und unkompliziert mit den Experten ins Gespräch zu kommen.

An größeren Veranstaltungen erwarten die Besucher diesmal Thementage zu Brustkrebs, zur Schilddrüse und zur Männergesundheit. Beim Brustkrebspatientinnentag am Donnerstag, 13. Oktober, geht es von 16 bis 19 Uhr um klassische Therapieformen, die richtige Ernährung und Bewegung beim Mammakarzinom. Rund einen Monat später, am Samstag, 12. November, dreht sich ab 10 Uhr alles um die Schilddrüse. Das Landshuter Schilddrüsenzentrum ist ein Kompetenzzentrum und veranstaltet seit Jahren solche Aktionstage, die sich großer Beliebtheit erfreuen. Weiter geht es am Samstag, 11. Februar, von 9.30 bis 13 Uhr mit dem Männergesundheitstag. Diesen veranstalten das Klinikum und die Prostatakrebs-Selbsthilfegruppe Landshut gemeinsam. Ein Schwerpunkt ist dabei die Vorsorge – denn hier sind viele Männer ein wenig nachlässig. Außerdem gibt es Ernährungs- und Bewegungs-Tipps, verschiedene Vorträge und den Golf Simulator “Driving Range”.

Darüber hinaus finden fast jede Woche ein bis zwei Vorträge im Rahmen des beliebten Patientenforums statt. Los geht es am 15. September mit dem Thema „Schwindel – Wenn sich alles dreht“. Besonders gut besuchte Vorträge aus dem vergangenen Semester werden zudem wiederholt: So geht es am 22. September um Blutverdünnung bei Herzerkrankungen und am 17. Januar erhalten die Zuhörer Informationen zum Thema „Ausgeschlafen, aber trotzdem müde? Diagnose und Behandlung der Schlafapnoe“. Den neuen Chefarzt der Medizinischen Klinik I können die Besucher außerdem bei zwei Vorträgen kennenlernen: Am 29. September referiert Prof. Dr. Matthias Dollinger über „Die Fettleber: Keine Beschwerden und trotzdem gefährlich!“ und am 24. November zum Thema „Darmkrebs vorbeugen“. Des Weiteren stehen Vorträge zu den Themen chronische Schmerzen, Bluthochdruck, Inkontinenz, Krebstherapie und vieles mehr auf dem Programm.

Und natürlich dürfen auch die „Klassiker“ nicht fehlen: Jeweils am ersten Donnerstag im Monat findet der Vortrag „Ich bekomme ein künstliches Gelenk“ statt. Ab 15 Uhr erhalten die Zuhörer Informationen zu Gelenkverschleiß, aktuelle Behandlungsmöglichkeiten und den Umgang mit dem Gelenkersatz im Alltag. Ebenfalls jeden ersten Donnerstag im Monat können werdende Eltern die Geburtshilfe besichtigen. Dabei werden jeweils ab 19 Uhr die Angebote des Klinikums vorgestellt.

Alle Veranstaltungen sind kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Vorträge finden soweit nicht anders bekannt gegeben im Klinikum Landshut, Raum Hammerbach, Ebene 0, Gebäude B, statt.

Das ausführliche Programm finden Sie unter www.klinikum-landshut.de/aktuelles/veranstaltungen

 

 

 

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