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Dr. Franz Niehoff

  GEGENDARSTELLUNG gegen drei Veröffentlichungen

In der Landshuter Zeitung vom 12. Oktober 2019 sind auf Seite 25 unter den Titeln „Verschollene Schätze“, „Vermisst: Franz Xaver Krenkls Taschenuhr“ und „Alles ins Depot“ drei Artikel erschienen, die unter anderem den Umgang der Museen der Stadt Landshut mit archäologischen Funden thematisieren. Im Wesentlichen inhaltsgleiche Artikel derselben Autorin wurden unter den Titeln „Die verschwundenen Schätze“ und „Vermisst! Wo ist Franz Xaver Krenkls Taschenuhr geblieben?“ ebenfalls am 12. Oktober 2019 auf Seite 3 der Abendzeitung Landshut sowie in Landshut aktuell am 16. Oktober 2019 auf Seite 12 veröffentlicht. In diesen Beiträgen werden eine Reihe unwahrer Tatsachenbehauptungen verbreitet, die die Museen der Stadt Landshut wie folgt richtig stellen:

  1. Unwahr ist die in der Bildunterschrift zu vier Vitus Lechner zugeschriebenen Fotos aufgestellte Behauptung, dass sich die abgebildeten, 1985 entdeckten Funde aus dem Gräberfeld in Bruckberg „heute im Fundus der städtischen Museen Landshut befinden“ sollen. Richtig ist: Drei der in der LZ abgebildeten Objekte wurden auf Kosten der Stadt Landshut restauriert und befinden sich zusammen mit einer weiteren restaurierten Bruckberger Bernsteinkette seit 2012 sicher in zwei Vitrinen der Ausstellung „ArchäologieRegion Landshut“ in der Stadtresidenz. Sie sind während der Öffnungszeiten bei freiem Eintritt für jedermann zugänglich.
  1. Unwahr ist die dem Bruckberger Heimatpfleger Vitus Lechner zugeschriebene Behauptung, „aus Landshut eine Auskunft zu Ausgrabungsgegenständen zu bekommen, geschweige denn eine Überlassung zur Vermessung oder Fertigung von Repliken, sei schwierig“. Richtig ist: Die städtischen Museen haben 2017 und – mit großem Aufwand – 2018 Objektrecherchen für zwei Anfragen von zwei Bruckberger Funktionsträgern erbracht (diese können auf Wunsch von der Redaktion eingesehen werden, sind aber nicht zur Veröffentlichung bestimmt). In diesem Rahmen wurden Angebote für Repliken auf der Grundlage von detaillierten Objektbeschreibungen eingeholt und im November 2018 nach Bruckberg übermittelt. Die dritte Anfrage stammt von Herrn Bürgermeister Wilhelm Hutzenthaler und ging im August 2019 – also während der Urlaubszeit – ein. Sie bedurfte vonseiten der Museen der Stadt Landshut Recherchen beim Landesamt für Denkmalpflege, da ein Fundkonvolut zur wissenschaftlichen Bearbeitung dorthin überstellt worden war. Zwischenzeitlich konnte die Rückgabe des Fundkomplexes geklärt werden. Damit steht einer Beantwortung der Anfrage von Herrn Bürgermeister Hutzenthaler nun nichts mehr im Wege.
  2. Unwahr ist die Behauptung, es sei „für Fachleute auch nicht leicht, an Objekte heranzukommen, die den Landshuter Museen überlassen wurden“, sowie das der langjährigen Leiterin des Heimatmuseums Adlhochhaus in Altdorf, Monika Weigl, zugeschriebene Zitat „Wir haben nichts gekriegt, obwohl wir uns mehrmals um einen Austausch bemüht haben“. Richtig ist, dass die Leihanfragen von Frau Weigl für das damalige Altdorfer Heimatmuseum durch keinen seriösen Facilities Report gestützt wurden. Vor der Neugestaltung des Adlhochhauses durch ihre akademische Nachfolgerin war im Altdorfer Museum die Korrosion auf Eisenobjekten mit bloßem Auge sichtbar. Unter diesen die Objekte gefährdenden Umständen konnten die Museen der Stadt Landshut den gewünschten Leihgaben leider nicht zustimmen. Von einer im Beitrag suggerierten generellen Verweigerungshaltung Leihanfragen gegenüber kann jedoch keine Rede sein: Vielmehr sind unter den deutlich verbesserten, aktuellen Bedingungen Leihgaben der städtischen Museen sehr wohl auch in der Altdorfer Dauerausstellung präsent.
  1. Unwahr ist die im Zusammenhang mit der 2001 im Adelmannschloss durchgeführten Ausstellung „Bernsteinperlen und Bronzeschwerter“ aufgestellte und in Teilen dem heutigen Leiter des Archäologischen Museums Frankfurt am Main Dr. Wolfgang David zugeschriebene Behauptung, Museumsleiter Dr. Franz Niehoff „sei nicht an der archäologischen Ausstellung interessiert gewesen“. Richtig ist, dass sogar zwei Mitarbeiter der städtischen Museen damals zur intensiven Betreuung der Ausstellung abgeordnet wurden. Von angeblichem Desinteresse oder gar einer Blockadehaltung der Museen der Stadt Landshut bzw. deren Leitung kann nicht gesprochen werden.
  2. Unwahr sind weiterhin die anonymen Fachleuten zugeschriebenen Behauptungen, Museumsleiter Dr. Niehoff persönlich habe an dem Fachgebiet – gemeint ist die Archäologie – „nie Interesse gezeigt“, das Depot der städtischen Museen sei „die reinste Rumpelkammer, in der die Funde aus 17 Jahren Stadtarchäologie vermoderten“ und „auch spätere Funde seien weder konservatorisch behandelt noch restauriert worden“. Richtig ist vielmehr, dass seit dem Amtsantritt von Dr. Niehoff im Jahr 1996 regelmäßig wichtige und aufwändige Maßnahmen für das Sachgebiet Archäologie in den Landshuter Museen durchgeführt wurden. Darunter sind bis heute allein fünf Wechsel- und Dauerausstellungen zur Archäologie der Vorgeschichte und Stadtgeschichte zu nennen, ferner die Verlagerung der umfangreichen Bestände aus dem Adelmannschloss. Darüber hinaus wurden Leihgaben für verschiedenste Ausstellungen nach Nah (Altdorf, Ergolding, Essenbach, Goldern, Künzing) und Fern (Aalen, Bonn, Halle, Stuttgart und Nijmegen/Niederlande) ermöglicht. Regelmäßig werden auch wissenschaftliche Anfragen beantwortet. Objekte aus der archäologischen Sammlung wurden und werden selbstverständlich für eine wissenschaftliche Bearbeitung bereitgestellt.
    Seit 2012 präsentieren die Museen der Stadt auf 400 Quadratmetern eine Dauerausstellung zur „ArchäologieRegion Landshut“ in der Residenz, nachdem bereits von 2004 bis 2008 dort eine ebenso große Ausstellung zum selben Thema zu sehen war. Über Jahre hat Frau Dr. Angelika Hofmann, die heute für das Germanische Nationalmuseum Nürnberg tätig ist, die Sammlung der Museen der Stadt Landshut wissenschaftlich erschlossen und durch wichtige Publikationen – darunter zwei Ausstellungskataloge und mehrere wissenschaftliche Aufsätze – entscheidend vorangebracht.
  3. Unwahr ist der im Zusammenhang mit der Berichterstattung über den unklaren Verbleib von in der Stadtresidenz gemachten Grabungsfunden vermittelte Eindruck, dass auch die Museen der Stadt Landshut zumindest mitverantwortlich dafür seien, dass „Grabungsfunde im Lauf der Zeit […] verlustig gegangen“ seien. Richtig ist, dass für diese Ausgrabungen in der Residenz, die sich bekanntlich im Besitz der Bayerischen Schlösser- und Seenverwaltung und damit des Freistaats befindet, das Landesamt für Denkmalpflege zuständig war und ist. Damit sind in diesem Fall zwei staatliche Institutionen unter sich. Die Stadt Landshut im Allgemeinen und ihre Museen im Besonderen hatten mit der Grabung im März 2005 nichts zu tun.
  1. Unwahr ist schließlich die dem Landshuter Erich Weingärtner zugeschriebene Behauptung, dass eine von seinem Großvater übernommene, vermisste Taschenuhr von dem legendären Münchner Lohnkutscher Franz Xaver Krenkl stamme. Richtig ist, dass es sich bei der Uhr, einer sog. Spindeluhr, um eine Arbeit des Landshuter Kleinuhrmachers Xaver Krenkl handelt. Die Uhr wurde 1939 von dem Auktionator und Antiquitätenhändler Josef Groß zum Preis von 5 Mark angekauft. Über eine Herkunft aus dem Besitz des Münchner Lohnkutschers Franz Xaver Krenkl ist im Inventar der städtischen Museen nichts vermerkt. Die im Inventarverzeichnis unter der Nummer 2115 geführte „Spindeluhr des Kleinuhrmachers Xaver Krenkl“ wurde übrigens bereits lange vor Amtsantritt des aktuellen Museumsleiters im Jahr 1996 aus unbekanntem Grund aus der Schausammlung entfernt und in ein Depot verbracht. Keiner der heutigen Bediensteten der Museen der Stadt Landshut hat diese Uhr gesehen, es existiert offenbar auch kein Dokumentationsfoto davon.

Landshut, den 17. Oktober 2019

gez.

Dr. Franz Niehoff

Direktor der Museen der Stadt Landshut

 

 

 

 

 

 

Vortrag „Arabergestüt und Menagerie: Ganslberg als Ort für Zwei- und Vierbeiner“

am Dienstag, 19.03.19, 19:30 Uhr


Der entscheidende Grund für die Entstehung des Ganslberg liegt in der Begeisterung der Ehepaares Koenig für Pferde und für das Reiten. Für den Ganslberg verzichtete Fritz Koenig zu Beginn der 60er-Jahre auf eine Berufung an die Düsseldorfer Akademie. Rund um diese Leidenschaft entstand das Arabergestüt Ganslberg, welches 1993 in Paris mit dem Weltchampionat ausgezeichnet wurde. Die ›Rösser vom Ganslberg‹ wurden zur Legende – der verwunschene Ort zum Paradies für Zwei- und Vierbeiner.

Dr. Franz Niehoff geht in seinem Vortrag am 19. März um 19:30 Uhr im KOENIGmuseum (früher Skulpturenmuseum im Hofberg) einer wichtigen Zukunftsfrage nach: Ist ein Ganslberg ohne Pferde noch das koenigliche Refugium?

Der Vortrag kostet vier Euro (Mitglieder des Freundeskreises frei, Eintritt frei).

 

Foto: Christine Vincon

 

Öffentliche Führung „Lebenslinien – Paul Klee und Fritz Koenig“ am Donnerstag, 09.08.18, 15:00 Uhr

 

Am Donnerstag, den 9. August führt Dr. Verena Linseis um 15 Uhr Kinder und Familien durch die Ausstellung „Lebenslinien – Paul Klee und Fritz Koenig“ im KASiMiRmuseum.

Es geht ums Zeichnen und Malen, um Punkte, Striche und Farbe – um große Künstler, die einmal klein angefangen haben.

Gemeinsam entdecken wir, wie ein Maler ein Bild malt und warum so und nicht anders: Wie sieht eigentlich ein Dromedar aus, woran denkt wohl eine Katze und: kann man zwitschernde Vögel eigentlich malen?

Die Führung kostet vier Euro (Mitglieder des Freundeskreises frei, Eintritt frei).

 

Foto: Peter Litvai

 

Öffentliche Führungen „Dialoge im Labyrinth“ und „Koenigs Meisterwerke: Schlüsselfragen & Horizont“ am Sonntag, 12.08.18, 11:00 und 15:00 Uhr

Am Sonntag, den 12. August führt Dr. Franz Niehoff durch die beiden Ausstellungen im Skulpturenmuseum im Hofberg (um 11 Uhr) und in der Heiliggeistkirche (um 15 Uhr). Die beiden Führungen können einzeln besucht werden – zusammen vermitteln sie einen Überblick über Werk und Sammlungen Fritz Koenigs in einem neuen Umfang: Über 400 Werke bieten die Museen der Stadt Landshut zum Doppeljubiläum „Koenig²“ aus der koeniglichen Kunst- und Wunderkammer an.

Der erste Rundgang durch „Dialoge im Labyrinth“ im Skulpturenmuseum gewährt Einblick in die Entstehung von Kunst und weist Einflüsse nach. Die Mitte des unterirdischen Labyrinths besetzen Meisterwerke aus Koenigs berühmter Afrikasammlung. Außereuropäische Kunst wurde für Künstler vermehrt seit Paul Gauguin zum augenöffnenden und horizontweitenden Erlebnis.

„Koenig in Heiliggeist“ widmet sich einem der internationalen Protagonisten der Bildhauerkunst der „Bonner Republik“. Zudem wurden gerade erst zwei neue Abteilungen zu den Themen „Paare“ und „Werkvergleich“ als Studioausstellungen eingebracht.

 

Die Führungen kosten je vier Euro (Mitglieder des Freundeskreises frei, Eintritt frei).

 

 

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An den                                                                   Landshut, den 22.07.2018
Stadtrat der Stadt Landshut Rathaus
Altstadt 315

84028 Landshut

ANTRAG:

Die Verwaltung informiert den Stadtrat darüber, warum die städtischen Museen, wie im Bericht der Landshuter Zeitung zu lesen war, bei der Antragstellung von Zuschüssen für Ausstellungen beim Kulturfond Bayern mit einer über 10fachen Ablehnungsquote über demDurchschnitt „abgespeist“‘ wurde.

Ebenso besteht Aufklärungsbedarf, warum sowohl bei der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen, als auch beim Bezirk Niederbayern in den letzten Jahren gar keine Förderanträge gestellt wurden, obwohl z.B. im Finanzierungsplan von Dr. Niehoff für die Ausstellung Koenig2 angeblich 10.000 Euro eingeplant waren.

Erstaunlich erscheint in diesem Zusammenhang auch, dass im Gegensatz zu den Anträgen von Dr. Niehoff das Landshuter Skulpturenmuseum unter der Leitung von Stefanje Weinmayr z.B. beim Bezirk Niederbayern in der Vergangenheit mehrfach erfolgreich Ausstellungszuschüsse erhalten hat.

BEGRÜNDUNG:

Die wenig erfolgreichen oder teilweise gar nicht gestellten Förderbemühungen der städtischen Museen unter der Leitung von Dr. Niehoff müssen Ursachen haben, so eklatant ist die Ablehnungsquote durch die staatlichen Förderstellen. Dr. Niehoff hat mit derZusammenlegung der Landshuter Museen einen „Paradigmenwechsel“angekündigt und Oberbürgermeister Putz hat durch diese Maßnahme Synergie-Effekte versprochen. So wie es aussieht, haben sich beide Ankündigungen im Ergebnis leider deutlich ungünstig entwickelt und schlecht ausgewirkt.

Die negative Berichterstattung in den Landshuter und auch überregionalen Medien nimmt kein Ende und ein deutlicher Imageverlust der Landshuter Museen ist bereits eingetreten. Deshalb besteht dringender Handlungsbedarf, die Situation in dieser Frage wieder auf das Niveau zu bringen, das durch so bedeutende Landshuter Künstler wie z.B. Fritz Koenig erst möglich wird.

 

Robert Gewies

Anja König

Dietmar Franzke

Gerd Steinberger

Maria Haucke

SPD-Fraktion
Altstadt 315
84028 Landshut Rathaus, Zi.-Nr. 226/227

Telefon: 0871-881423

Telefax: 0871-881787

Fraktion.Spd@landshut.de

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HEILIGGEIST IST EIN RAUM, ÜBER DEN FRITZ KOENIG SEINE ÜBERGROSSE BEGEISTERUNG GERNE ÄUSSERTE“ – Eröffnung der Ausstellung „Fritz Koenig in Heiliggeist“

 

Oberbürgermeister Alexander Putz (Bildmitte) begrüßte die vielen Koenigfreunde – Direktor der Museen der Stadt Landshut Dr. Franz Niehoff (ganz links) referierte über die Ausstellung in der Stadtkirche “Heiliggeist” 

 

Oberbürgermeister Alexander Putz konnte in der Landshuter Stadtkirche “Heiliggeist” eine große Anzahl von begeisterten Freunden Koenigs willkommen heißen. OB Putz danach befragt, kann heute noch nicht nachvollziehen, dass es um das Themenfeld Koenig gewisse Diskussionen gab. Er nehme zur Kenntnis, dass diese vorhanden seien und er bittet darum, dass man sich die Dialogfähigkeit zu diesem Thema bewahren soll. Es sei sehr, sehr wichtig, dass dieses Thema „Koenig in Landshut“ mit frischer Kraft angepackt wird.

Nach dem Tod Fritz Koenigs ist die Ausstellungsreihe Koenig2 ins Leben gerufen worden. In der Ausstellungsreihe werden Teile seiner Werke präsentiert und man hofft durch diese Reihe kunstbegeisterte Menschen aus aller Welt in die Stadt Landshut zu locken.

Besondere Freude bereitete Fritz Koenig sein Stammplatz in dieser Landshuter Stadtkirche, mit dem von ihm geschaffenen Altar. Heute umgibt diesen aufgestellten Altar eine erlesene Versammlung der Werke des im vergangenen Jahr verstorbenen – und weltweit vielerorts wertgeschätzten – Künstlers. Jetzt nimmt Koenig den ganzen, von dem spätgotischen Baumeister Hans von Burghausen konzipierten Raum mit seinen herausragenden Schöpfungen, sakraler und profaner Kunst ein. Diese Verwandlung bietet eine ganz besondere atmosphärische Plattform , um über den Kontinent Koenig als Bildhauer, Zeichner und Architekt nachzusinnen.

Dies ist das erste der beiden großen Geburtstagsgeschenke der Stadt Landshut für die Stiftung von Fritz und Maria Koenig. Dies ist der erste Teil ihrer Hommage an den Künstler. Der zweite Teil folgt mit „Dialoge im Labyrinth“ im Skulpturenmuseum im Hofberg, ab dem 19. Mai diesen Jahres. Damit tritt Koenig im zwanzigsten Jahr der durch Sanierung veränderten Nutzung dieses großen Sakralraumes mit einer zukunftsweisenden Präsentation in Erscheinung.

Mit Koenig in Heiliggeist tritt der Bildhauer der New York Kugelkaryatide auch in Landshut erstmals wieder an einem anderen Ort auf, als im Skulpturenmuseum. Aus der Exklusivität am Stammplatz kehrt er damit in jene urbane Gesellschaft und Gemeinschaft zurück, die ihn für ihre ästhetischen Bedürfnisse dringend braucht.

„Koenig2“, das bedeutet 2018: Fritz Koenig an zwei Standorten in Landshut, meint Hommage und Huldigung, aber auch Hinterfragung und Herausforderung; Koenig2 erstreckt sich zudem auf Florenz und Flossenbürg.

Der Direktor der Museen der Stadt Landshut bedankte sich in seiner Vernissage-Rede bei seinen Kolleginnen und Kollegen. „Dieses Mal waren wir dank des exzellenten Zusammenspiels aller Beteiligten so früh wie noch nie fertig“, so Dr. Franz Niehoff.

In erster Linie bedankte sich Niehoff bei dem Stiftungsvorstand der Fritz-und-Maria-Koenig-Stiftung mit ihrem 1. Vorsitzenden Oberbürgermeister Alexander Putz, für die Zustimmung zum Konzept dieses Projekts und für die Unterstützung bei dessen Durchführung. Bei Frau Stefanje Weinmayr-Karl bedankte sich Nyhoff für die begleitende Unterstützung.

Geoff Goodman (Gitarre) und Till Martin (Saxophon) bgeleiteten musikalisch die Vernissage

 

-hjl-

 

*ENDE*

 

Fotos: lodermeier

Grünes Licht für Leihverträge mit den Uffizien

Koenig-Retrospektive: Nach dem Stadtrat stimmt auch der Stiftungsvorstand zu

 

Die geplante Retrospektive Fritz Koenig in Florenz hat in Landshut die letzte Hürde genommen: Nach dem Kultursenat des Stadtrats, der bereits am Dienstag „grünes Licht“ gegeben hatte, stimmte am Freitagabend auch der Vorstand der Fritz und Maria Koenig-Stiftung den unterschriftsreifen Leihverträgen mit den Uffizien einmütig zu. Damit sollten Restzweifel am Zustandekommen der Ausstellung beseitigt sein, betonte Oberbürgermeister Alexander Putz, der auch Vorstandsvorsitzender der Stiftung ist: „Ich freue mich sehr, dass dieses Projekt nun von unserer Seite aus endgültig in trockenen Tüchern ist.“

 

Bei den Uffizien und ihrem Direktor Dr. Eike Schmidt bedankte sich Putz nochmals für „die einzigartige Chance, den Weltkünstler Fritz Koenig und sein Schaffen auf dieser großen Bühne präsentieren zu dürfen“. Die Retrospektive werde sicher ein voller Erfolg für die Uffizien und Koenigs Heimat Landshut. „Vor allem aber wird diese Ausstellung, die schon jetzt auch international viel Beachtung findet, eine verdiente Würdigung für das Lebenswerk des Weltkünstlers Fritz Koenig sein.“

 

Dass es in den vergangenen Monaten wiederholt zu Irritationen über den Beitrag der Stadt Landshut beziehungsweise der Koenig-Stiftung gekommen ist, kann sich Putz nicht erklären. „Seit uns diese tolle Idee im Frühjahr 2017 vorgestellt wurde, war für die Verwaltungsspitze und mich persönlich klar, dass wir uns auf jede mögliche und von den Uffizien gewünschte Weise beteiligen werden.“ Das habe er Dr. Eike Schmidt in mehreren Briefen und Telefonaten wiederholt versichert. Zwar habe es bei der Ausgestaltung der Leihverträge Verzögerungen gegeben, die dem verspäteten Eingang von Unterlagen aus Florenz geschuldet waren. Punktuell sei auch Nachbesserungsbedarf bezüglich des Vertragswerks festgestellt worden. „Es bestand aber nie die Gefahr, dass die Retrospektive ohne die in Stiftungsbesitz befindlichen Werke stattfinden oder gar scheitern würde.“ Solche Befürchtungen habe er stets mit eindeutigen Bekenntnissen zu dem Projekt zu zerstreuen versucht; zudem habe die Verwaltung den Stadtrat regelmäßig und zumeist öffentlich über den Stand der Vorbereitungen informiert. „Leider sind wir damit nicht durchgedrungen“, so Putz mit Blick auf entsprechende Medienberichte. „Das ist höchst bedauerlich.“

 

Er hoffe, dass mit der Zustimmung von Stadtrat und Stiftungsvorstand nun eine Beruhigung und Versachlichung der Debatte eintrete, sagte Putz. „Ich wünsche mir, dass alle Beteiligten in Verwaltung, Stadtrat und Stiftung jetzt gemeinsam mit den Verantwortlichen in Florenz an einem Strang ziehen. Nur dann kann die Retrospektive zu dem herausragenden Ereignis werden, auf das wir uns mit Kunst- und Kulturinteressierten in aller Welt freuen – und das Fritz Koenig verdient hat.“

 

Aufseiten der Stadt Landshut wird weiterhin die Leiterin des Skulpturenmuseums im Hofberg Stefanje Weinmayr, die von Putz bereits vor Monaten mit der Betreuung der Ausstellung in Florenz betraut wurde, Hauptansprechpartnerin für die Uffizien sein. Das stellte der Oberbürgermeister in einem am Mittwoch versandten Brief an Dr. Eike Schmidt nochmals klar. Eine Überfrachtung Weinmayrs mit anderen Aufgaben, wie sie der Direktor der Uffizien in einem Schreiben vom 26. Februar befürchtet hatte, sei für die Stadtverwaltung nicht ersichtlich.

 

In besagtem Brief hatte Schmidt zudem sein Befremden über vermeintlich kritische Aussagen von Stadtdirektor Andreas Bohmeyer während des jüngsten Stadtratsplenums und von Dr. Franz Niehoff, Leiter der Städtischen Museen, zum Ausdruck gebracht. Putz betonte in seinem Antwortbrief an Schmidt, dass Fehlinformationen wohl der Grund für diese Irritationen sein müssten. So habe Bohmeyer nur darauf hingewiesen, dass bisher keine vertragliche Regelung über die Kostentragung der Ausstellung in den Uffizien bestehe – ein entsprechender Passus wurde jetzt in den Leihvertrag aufgenommen. Bohmeyer habe aber bereits in der Plenarsitzung keinesfalls den Eindruck erweckt, „dass die Finanzierung der Florentiner Ausstellung nicht klar sei“.

 

Niehoff wiederum habe zwar bemerkt, dass die von den Uffizien übersandten Leihformulare „nicht den Standards in Deutschland entsprechen“, räumte Putz in dem Brief ein. Auch dieses Problem betrachtet der Oberbürgermeister nun aber als erledigt, da der von den Museen der Stadt Landshut üblicherweise verwendete Leihvertrag akzeptiert worden sei. Niehoffs Feststellung wiederum, dass die beiden Kuratoren der Retrospektive, Stefanje Weinmayr und Alexander Rudigier, erstmals in dieser Funktion tätig seien, entspreche den Tatsachen.

 

Putz schließt sein Antwortschreiben an Schmidt mit folgenden Worten: „Ich freue mich auf die Ausstellungseröffnung in Florenz und bin ebenfalls davon überzeugt, dass unser gemeinsames Projekt ein großer Erfolg für die Uffizien und auch für den großen Künstler Fritz Koenig wird.“

 

 

LANDSHUTER GEDENKEN EINES IHRER GRÖSSTEN SÖHNE – In Memoriam Fritz Koenig 1924 – 2017 —  Gedenkfeier im Rathausprunksaal —  Stadträte boykottierten die Veranstaltung

Die Gedenkfeier für Landshuts künstlerischen Botschafter der Moderne im Prunksaal des Landshuter Rathauses – einen großen Bildhauer der Nachkriegszeit – bot Anlass für eine Positionsbestimmung und nahm das Potential von Werk und Sammlungen mit ihren vielfältigen Anschlussmöglichkeiten in den Blick.

Koenig zog 1930 mit seinen Eltern nach Landshut. Nach der Reifeprüfung im Jahr 1942 an der Oberrealschule, dem späteren Hans-Leinberger-Gymnasium, wurde er zum Kriegsdienst eingezogen und nahm als Soldat am Deutsch-Sowjetischen Krieg teil und geriet in Kriegsgefangenschaft. Von 1946 bis 1952 studierte er an der Kunstakademie München Bildhauerei bei Anton Hiller, 1951 studierte er in Paris. Im Jahr 1959 nahm er an der II. documenta in Kassel teil und 1964 an der documenta III. Im selben Jahr wurde er als Professor für Plastisches Gestalten an die Technische Hochschule München berufen, wo er bis 1992 an der Ausbildung der Architekten mitwirkte. Er lebte und arbeitete seit 1961 bis zu seinem Tod im Jahre 2017 auf einem Vollblutaraber-Gestüt in Ganslberg bei Landshut.

 

Im vollbesetzten Rathaus-Prunksaal begrüßte Oberbürgermeister Alexander Putz alle Angehörige und Freunde Fritz Koenigs, die Geistlichkeit, allen voran Äbtissin M. Petra Articus, die anwesenden Mitglieder des Landesdenkmalrates, die Mitglieder des Landshuter Stadtrates, die Vorstandschaft der Fritz- und Maria-Koenig-Stiftung, die Freunde des Stadtmuseums Landshut, stellvertretend für die TU-München Prof. Dr. Thomas Herzog, aber auch Bürgerinnen und Bürger der Stadt, die sich mit dem Schaffen und der Kunst des ehemaligen Bildhauers und großen Sohn der Stadt Landshut, verbunden fühlten.

„Wir sind heute am ersten Jahrestag des Todes von Fritz Koenig zusammengekommen, um dieses bedeutenden Künstlers und besonderen Menschen zu gedenken“, so OB Putz. Gleichzeitig soll diese Veranstaltung den Auftakt für das große „Fritz-Koenig-Jahr 2018“ bilden. Mit einem Ausblick auf eine ganze Reihe von Aktionen finden zu Ehren des Künstlers in Landshut, aber auch an anderen Orten Veranstaltungen statt. So wird im Sommer eine große Fritz Koenig Retrospektive an einem der bedeutenden Ausstellungsorte der Welt in den Uffizien und Boboli-Gärten in Florenz veranstaltet und in einer weiteren Ausstellung sollen Kunstwerke von Fritz Koenig in der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg präsentiert werden. 2018 ist aber vor allem für die Stadt Landshut ein ganz besonderes Fritz- Koenig-Jubiläumsjahr. Denn 1993 vor 25 Jahren, ist die Fritz- und Maria Koenigs-Stiftung gegründet worden und 1998 vor zwanzig Jahren wurde das Fritz-Koenig-Museum im Prantlgarten eröffnet.

Vor einem Jahr starb Fritz Koenig. Er war der bedeutenste Künstler unserer Region und wohl einer der bedeutensten Bildhauer der Nachkriegszeit überhaupt. Fritz Koenig gestaltete sowohl Skulpturen für Sakralbauten, am Dom St. Kilian in Würzburg, am Dom zu Eichstätt oder am Bamberger Dom, als auch wichtige Werke zur Erinnerung an Krieg und Gewalt, etwa das Mahnmal der Bundesrepublik Deutschland auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Mauthausen, oder den Klagebalken, das Denkmal für die Opfer des Terroranschlages während der Olympischen Spiele in München 1972.

Der Auftrag, die große Kugelkariatyde an der Brunnenanlage vor dem World Trade Center in New York, brachte ihm Anfang der 70er Jahre die internationale künstlerische Anerkennung. Als das Kunstwerk beim Anschlag am 11. September 2001 beschädigt, aber nicht zerstört und damit als widerständiges Symbol geborgen werden konnte, erlangte es weltweite Berühmtheit und wurde dieses Mal ohne das Zutun Koenigs, zu einem neuen Wart des Gedenkens. Im September 2017 wurde die Kugelkariatyde im New Yorker Liberty-Park unweit der Eleven-Gedenkstätte aufgestellt und kehrte damit wieder in die unmittelbare Nähe des ursprünglichen Standortes zurück.

Fritz Koenig war ein weltweit internationaler Künstler, aber ohne Zweifel ein Mensch, der extrem stark mit seiner Wahlheimat Stadt und Landkreis Landshut verwurzelt war. Aus dieser Verwurzelung und seiner unmittelbaren Lebensumgebung schöpfte er unbestritten einen wesentlichen Teil seiner Kreativität und seine Schaffenskraft.

Den Landshutern ist der Künstler Fritz Koenig nicht zuletzt durch seine zahlreichen Skulpturen an diversen Plätzen, präsent. Darüber hinaus hat er der Stadt in Form einer Stiftung einen großen Teil seiner Werke und Sammlungen überlassen. Dieses unschätzbar wertvolle Oeuvre steht der Stadt Landshut als Dauerleihgabe zur Verfügung. Dessen Bewahrung und würdevolle Präsentation ist gleichzeitig Verpflichtung und eine große Ehre. Die Fritz- und Maria Koenig Stiftung wurde 1993 gegründet. Als zentraler Ort zur Präsentation und Dokumentation der wissenschaftlichen Arbeit am Werk und den umfangreichen Sammlungen des Künstlers wurde dafür von der Stadt Landshut unter Führung des damaligen Oberbürgermeisters Josef Deimer, das Skulpturenmuseum im Hofberg 1998 eröffnet. In diesem Museum kann seitdem retrospektivisch sein Werdegang als Künstler nachvollzogen, aber auch gelichzeitig eine Verbindung zu seinen Werken in aller Welt geschaffen werden.

Für die Stadt Landshut ist wie schon erwähnt, dies nicht nur eine große Ehre, sondern stellt auch eine gewaltige Herausforderung dar. Um einem Künstler dieses Formats gerecht zu werden, braucht es erhebliche Mittel aber auch mainpower und eine entsprechende wissenschaftliche Infrastruktur, Herausforderungen, die für eine Stadt wie Landshut nicht ohne weiteres zu bewältigen sind. Es muss gut überlegt sein, wie man mit diesem großen Erbe umgeht und wie eine angemessene Erhaltung, Präsentation und eine weitere posthume wissenschaftliche Aufarbeitung aussehen kann. All dies muss in einer, der Bedeutung Fritz Koenigs für die Bildhauerei der Nachkriegszeit angemessener Art und Weise geschehen und daher muss jede Fachkompetenz genutzt und gebündelt werden. Hierin liegt eine große Chance. Es muss möglich sein, die Werke eines Künstlers von Weltrang auch dort zu präsentieren, wo diese entstanden sind und wo sich dessen Lebensmittelpunkt befand. Mit der Gründung der Fritz- und Maria Koenig Stiftung und der Planung des Skulpturenmuseums hat der Künstler selbst deutlich gemacht, wo und in welcher Form er seine Werke präsentieren möchte.

Oberbürgermeister Putz meinte, man sollte sich den genannten Herausforderungen mit Selbstbewusstsein, Augenmaß und gemeinsamer Anstrengung stellen. Bei der Trauerfeier, wenige Tag nach dem Tode von Fritz Koenig, zitierte Oberbürgermeister Alexander Putz André Heller:“ Gott denkt in den Genies und träumt in den Künstlern.“ Putz formulierte dies mit eigenen Worten so: „ Gott schaut durch geniale Künstler wie Fritz Koenig auf seine Welt.“

„Uns bleibt nun, mit einem durch das Werk Fritz Koenigs geschärften Blick, offenen Auges durch die Welt, durch unsere Stadt, seine Stadt Landshut zu gehen“, so Alexander Putz!

 

Stadt-Museumsdirektor Dr. Franz Niehoff bei seiner Festrede über die Zukunft der Museen in Landshut!

In seinem Referat stellte Dr. Franz Niehoff  die herausragende künstlerische Tätigkeit von Fritz Koenig dar und warb zugleich für die große Ausstellung im Skulpturenmuseum mit dem Titel Koenig2, die am 19. Mai begunnt. Für die Zukunft meinte Niehoff hätte man vor, Jahresaustsellungen zu machen, die dann eine Eigendynamik entwickeln werden. Wenn das einemal funktioniert, hätte man für Landshut eine Zielgruppe angesprochen, die dann beim zweiten Mal nach Landshut schaut. Der Ganslberg in Altdorf, wo Fritz Koenig sein Domizil aufgeschlagen hatte, wird dabei eine größere Rolle spielen.

Kunstliebhaberin Barbara Englhardt aus Altdorf, die sich im Publikum befand, attackierte nach Ende der Ausführungen von Dr. Niehoff diesen und rief ihm zu, er solle den früheren Zustand der Landshuter Museen wieder herstellen. Sie kenne Frau Weinmayr schon lange Zeit und besuche ständig ihre Veranstaltungen und sieht Frau Weinmayr als sehr kompetente Leiterin des Skulpturenmuseum im Hofberg. Sie hofft sehr, dass Stefanje Weinmayr weiter ihre Chance bekommt, das Skulpturenmuseum zu leiten. Frau Englhardt ist sehr enttäuscht, dass bei dem Vortrag von Dr. Franz Niehoff die hervorragende  Arbeit von Weinmayr nicht gewürdigt wurde. Frau Weinmayr hätte eine ganz besondere feine Art gehabt, das Skulpturenmuseum im Hofberg zu führen und sie wünscht sich sehr, dass Weinmayr ihre Arbeit so weiterführen kann, wie sie es bisher getan hat.

 

 

Stadträte aller Fraktionen boykottierten die Veranstaltung

Warum viele Stadträte aller Fraktionen die Veranstaltung boykottierten, wussten scheinbar nur sie selber. Natürlich könnten es auch die Irritationen, die durch die Bestellung von Dr. Franz Niehoff zum Chef der beiden Museen entstanden sind, das Problem darstellen. Die noch immer schwelenden Gerüchtefeuer sind noch lange nicht erloschen und werden hoffentlich von OB Putz demnächst durch eine nochmalige Neustrukturierung der Museumsleitungen gelöscht werden.

 

 

-hjl-

 

 

Fotos: lodermeier

 

Themenführung »Rundgang im Museumsquartier« am Mittwoch, 22.11.17, 15:00 Uhr

Der Rundgang im Museumsquartier am Mittwoch, den 22. November um 15:00 Uhr mit Dr. Franz Niehoff, verläuft vom LANDSHUTmuseum zum Prantlgarten ins Skulpturenmuseum und widmet sich den Leitbegriffen: Konzept – Relevanz – Zukunft.

Die Zusammenlegung aller städtischen Museen fordert eine grundlegende Standortbestimmung und offene Zukunftskonzepte. Die Gewichtung aller Teile im Ganzen ist neu zu überdenken. Dabei treten einige Schlüsselfragen auf: Welche Funktion hat das Museumsquintett für die kulturelle Bildung und Versorgung, für die Innovation und Partizipation? Welche Rolle weisen wir der Forschung im Verbund aller Museumsaufgaben zu? Welche Resonanz und Relevanz ist für den Erfolg der Unternehmung unverzichtbar?

Die Führung kostet vier Euro (Mitglieder des Freundeskreises frei).

 

Vortrag »Aus der Geschichte des Denkmalschutzes in Bayern: Von Ludwig I. bis zur Gründung des Landesamtes für Denkmalpflege 1908« am Mittwoch, 22.11.17, 19:30 Uhr

Am 29. Mai 1827 unterzeichnete König Ludwig I. auf einer Italienreise die »Gründungsurkunde des bayerischen Denkmalschutzes«. Die Entschließung von Villa Colombella erhob erstmals den Anspruch eines umfassenden Schutzes der historischen Denkmäler in Bayern. Die Praxis sah anders aus: Fehlende Mittel, ungeklärte Methodenfragen, der Verzicht auf eine zusammenfassende gesetzliche Regelung und die Probleme bei der Schaffung einer entsprechenden Fachbehörde bestimmten das Bild. Erst die Gründung des »Generalkonservatoriums der Kunstdenkmale und Altertümer Bayerns«, des heutigen Landesamts für Denkmalpflege, stellt den Denkmalschutz in Bayern auf eine neue Basis.

Der Vortrag von Max Tewes M.A. findet am Mittwoch, den 22. November, um 19:30 Uhr im Bauzunfthaus statt. Der Eintritt ist frei.

 

Themenführung »Kurz-Geschichten zum Hochzeitsmythos«

Mittwoch, 25.10.17, 18:00 Uhr

Die Kurz-Geschichten zum Hochzeitsmythos von Dr. Franz Niehoff sind als kurzweilige Improvisationen gedacht: Spannend, frisch und anregend! 1475 fand sich das Reich als Gast in Landshut ein, um die Hochzeit der polnischen Königstochter Hedwig mit dem jungen Herzog Georg zu feiern. Dieses Großereignis übt ungebrochen eine derartige Faszination auf die Landshuter aus, dass sie es alle vier Jahre mit vereinten Kräften wiederholen.

Wo aber liegt das tiefere Geheimnis der gesamten Aufführung? Ist es das Improvisationstalent und das Miteinander der Kostümierten oder erst die aktive Präsenz vieler Besucher? Was ermöglicht die gemeinschaftliche Wiederverzauberung zur mitreißenden Märchenwelt des Mittelalters?

Die Führung am Mittwoch, den 25. Oktober, um 18 Uhr in der Heiliggeistkirche lädt ein, in diesen Mythos einzutauchen und ihn zu ergründen.

Die Führung kostet vier Euro (Mitglieder des Freundeskreises frei).

 

Vortrag »Die Entführung der ›Landshut‹ 1977« am Mittwoch, 18.10.17, 19:00 Uhr

Am Samstag, den 18. Oktober um 19 Uhr, stellt Dr. Franz Niehoff im LANDSHUTmuseum die Entführung der ›Landshut‹ 1977 in den Mittelpunkt eines Vortrags. Vor genau 40 Jahren wurde die Befreiung der seit Tagen von Station zu Station auf einem Irrflug entführten Geiseln durch die GSG 9 vorbereitet; kurz nach Mitternacht fand die Kommandoaktion dann statt. Was hat dieses Ereignis mit unserer Stadt zu tun? Was heißt: Weltanschluss durch Medien und Terror? Welche Symbolik steckt in der Partizipation durch Namenspatenschaft?

Der Freundeskreis Stadtmuseum e.V. lädt seine Mitglieder und Gäste zu diesem Vortrag herzlich ein. Eine Anmeldung unter Tel. 0871 / 9223890 ist unbedingt erforderlich!

 

Öffentliche Führung durch die „KeramikRegion Landshut“ am Donnerstag, 19.10.17, 15:00 Uhr

 

Die schönsten Keramiken aus ihren reichen Sammlungsbeständen präsentieren die Museen der Stadt Landshut in der Ausstellung „KeramikRegion Landshut“ in der Stadtresidenz. Die Themenlinie führt durch die Sektoren „Niederbayern als Keramikregion“, „Kröninger Hafnerkeramik“, Keramikschule Landshut“, sowie die „Gefäßkeramik der Gegenwart“. Durch die Ausstellung führt am 19. Oktober um 15 Uhr der Kurator Thomas Stangier M.A.

Die Führung kostet vier Euro (Mitglieder des Freundeskreises frei, Eintritt frei).

 

Kinderführung durch die Ausstellung »Mythos Hochzeitsstadt« am Sonntag, 22.10.17, 11:00 und 15:00 Uhr

Am Sonntag, den 22. Oktober führt um 11 und um 15 Uhr Dr. Verena Linseis Kinder durch die Ausstellung „Mythos Hochzeitsstadt“ in der Heiliggeistkirche.

Alle vier Jahre wird in Landshut das Mittelalter lebendig. Doch wieso und seit wann gibt es dieses Fest eigentlich? Wieso tragen alle so warme Kleider und aus welchen Stoffen wurde sie gemacht? Wie schwer ist eine Ritterrüstung? All diesen Fragen gehen wir gemeinsam nach und erfahren, wie in Landshut die Ritter und das Goldene Jahrhundert der Reichen Herzöge lebendig bleiben und wie die Landshuter Hochzeit zu einem Künstler- und Kostümfest geworden ist.

Die Führung kostet vier Euro (Mitglieder des Freundeskreises frei, Eintritt frei).