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Dispersionsfarben

In diesen Tagen nach dem Hochwasser in Landshut wird an das Landshuter Umweltzentrum e.V. und an mich als Geprüften Baubiologen immer wieder die Frage nach einem empfehlenswerten Anstrich für feuchte (nicht nasse!) Wänden und Decken gerichtet.

Es gibt viele Möglichkeiten unnötig Geld auszugeben, Arbeit und Zeit zu investieren und letztlich doch Schimmel, Moder und Fäulnis als Gast zu bekommen.
Viele Produkte und Rezepte wurden in den vergangenen Jahrzehnten getestet, aber nur ein Rezept hat sich dauerhaft bewährt und ist dabei auch noch kostengünstig:
Zur Reinigung der verschmutzten – auch feuchten oder gar nassen – Wände eine Lauge aus Wasch-Soda (erhältlich in 500g-Packungen in Drogeriemärkten) verwenden (Lappen, Schwamm). Achtung Haut- und Augenschutz verwenden (lange Gummihandschuhe und Brille).
Diese Waschreinigung wird im Anschluss mit klarem Wasser neutralisiert.
Nach einer Trocknungsphase von ein bis zwei Tagen kann dann eine reine Mineralfarbe auf Kalkbasis aufgetragen werden. Wir verwenden dazu seit vielen Jahren LEUMIN Kalkfarbe aus Österreich und importieren sie palettenweise.
Diese Farbe ist wegen der Überwachung auf Reinheit und Schadstofffreiheit besonders geeignet.
Sie wirkt schimmelhemmend, hygienisierend und ist frei von allergieauslösenden Potentialen (siehe Anlage).
Gerade hochwassererfahrene Kunden aus Passau schätzen die Mineralfarbe auf Kalkbasis.
Kalk ist seit Jahrtausenden ein Naturprodukt, mit dem Menschen Hygienemaßnahmen durchgeführt haben.

Von der Verwendung von Dispersionfarben aller Art und Bezeichnung ist dringend abzuraten (Kunststoff oder Naturharz usw. verschliessen die Putzporen; keine organischen Inhaltsstoffe an Wände oder Decken, weil guter Nährboden für Schimmel, Keime und Bakterien; teilweise bedenkliche Inhaltsstoffe).

Rudolf Schnur, Geprüfter Baubiologe, Vorsitzender des Landshuter Umweltzentrum e.V.