Home Tags Posts tagged with "Dirnau"

Dirnau

Bundestagsabgeordneter und Verkehrspolitiker Florian Oßner erörtert mit Thomas Merkle und Susanne Kuffer vom Staatlichen Bauamt Landshut sowie Baudirektor Robert Bayerstorfer, Bereichsleiter Straßenbau beim Staatlichen Bauamt, gemeinsam mit dem Anwohner Hansi Huber an der geplanten zukünftigen Baustelle verschiedene Lösungen zum Weiterbau der B 15 neu in Dirnau.


Bundestagsabgeordneter Florian Oßner im Gespräch mit Anwohnern der B 15 neu

Tägliche Staus, viel verlorene Zeit und kurz vor dem Kollaps – so lässt sich die Verkehrssituation in Landshut auf den Hauptadern momentan beschreiben. Die Forderungen nach einer leistungsfähigen Stadtumfahrung werden daher immer lauter. Im Zuge des Weiterbaus der B 15 neu ist dieses Ziel zu erreichen. Dennoch besteht natürlich Klärungsbedarf im Detail mit den unmittelbaren Anwohnern. So auch bei Hansi Huber. Die B 15 neu würde nach Plan ganz in der Nähe seiner Hofstelle gebaut werden. Bundestagsabgeordneter Florian Oßner (CSU) erörterte deshalb letzte Woche mit Huber sowie mit den Planern des Staatlichen Bauamts vor Ort gemeinsame Lösungen für den zügigen Weiterbau der B 15 neu in Dirnau.

„Das beschäftigt einen natürlich“, meinte Hansi Huber mit Blick auf den Bau der B 15 neu in unmittelbarer Nähe. Allerdings sehe er selbst den Sinn und Zweck der Bundesstraße: „Dass wir sie brauchen, steht außer Frage. Ich bin selbst beruflich ständig auf Achse“, so Huber. „Wie bringen wir den zügigen Weiterbau auf der einen Seite sowie die Interessen der Anwohner auf der anderen Seite unter einen Hut“, brachte Bundestagsabgeordneter Florian Oßner, Mitglied des Verkehrsausschusses des Deutschen Bundestags, den Kern des Problems auf den Punkt. Dazu hatten sich Huber und Oßner mit den Planern des Staatlichen Bauamts Landshut auf Hubers Anwesen in Dirnau getroffen.

„Wir brauchen sie“

„Für den Neubau der Ost-Umfahrung Landshut läuft für den ersten Bauabschnitt von der A 92 bis zur Kreisstraße LAs 14 bei Dirnau derzeit das Planfeststellungsverfahren“, erläuterte Robert Bayerstorfer, Bereichsleiter Straßenbau vom Staatlichen Bauamt. Der Abschnitt sei zwar mit rund zwei Kilometern relativ kurz, allerdings mit der Einhausung auf Höhe Ohu, der Isarbrücke und schließlich dem Anschluss an die LA 14s in Dirnau planerisch sehr anspruchsvoll, so Bayerstorfer. Man habe großes Verständnis für die Belange Hubers. Der enge Korridor lasse in der Planung aber keinen allzu großen Spielraum. Der Tatsache, dass die B 15 neu hier sehr nahe an Hubers Grundstück rücke, werde man mit Blendschutzwällen und in einem Teilbereich auch mit einer 30 Meter langen Lärmschutzwand begegnen.

Wie wichtig solche Maßnahmen sind, verstärkte der Eindruck bei der Besichtigung vor Ort – da waren sich alle einig: „Es gibt nur wenige Stellen, wo die Straße so nahe an die Wohnbebauung rückt, wie hier in Dirnau“, merkte Oßner an. „Primär dient die B 15 neu der Allgemeinheit zur Entlastung von quälenden Staus. Trotzdem haben wir auch die Interessen des Einzelnen im Blick. Deshalb suchen wir pragmatische Lösungen, welche die Anwohner in ihren Interessen schützen“, fasste Oßner den konstruktiven Dialog zusammen und bedankte sich bei allen Beteiligten: „So kommen wir gemeinsam voran – nur alles als Anwohner strikt abzulehnen, würde uns keinen Schritt vorwärts bringen“, so Oßner.

Foto: Büro MdB Oßner

 

 

0 2011

Der Umschlag- und Behandlungsplatz für Grüngut darf nicht nach Dirnau!

Die Mitinitiatoren des Bürgerbegehrens „Pro Trinkwasser und Atemluft“, Sabine Lindinger und Hans-Helmut Krause, zeigen die mehr als 300 Unterschriften die bisher geleistet wurden. Durch den Beschluss des Umweltsenates, die Prüfung des Standortes Dirnau weiter zu betreiben sowie die Aussage der Stadtverwaltung anlässlich der Bürgerversammlung am 4. Oktober 2012 in der Sparkassenarena, dass die Untersuchungen noch andauern, können gegenwärtig keine konkreten Maßnahmen geplant oder ergriffen werden.

Dies soll uns Bürger von Auloh nicht davon abhalten, mit unseren Unterschriften die Basis zu schaffen, zu gegebenem Zeitpunkt auf das Vorgehen der Stadt zu reagieren. Die Mächtigkeit von Bürgern, die ihr Anliegen in Form eines Bürgerbegehrens formulieren wurde am 14. Oktober 2012 eindrucksvoll bewiesen.

In der besagten Bürgerversammlung wurde auch auf die neue Trassenführung der B15 neu hingewiesen, die, nach der Isarquerung genau über die ehemalige Standortschießanlage führen würde. Die Kreuzung mit der LA 14 wäre dann eine Ideale Abfahrt für Lastwagen zur Anlieferung von Bio-Abfall, der dann in der geplanten Vergäranlage verwertet werden könnte. Hier hilft es nicht sich aus diesem Grund gegen die B15 neu zu stellen. Vielmehr muss verhindert werden, dass in Dirnau diese Vergäranlage platziert wird. Dieser Standort wäre auch um einiges unattraktiver, wenn der Umschlag- und Behandlungsplatz für Grüngut erst gar nicht nach Dirnau käme.

Welche Bioabfälle in die Vergäranlage kämen kann noch niemand mit Sicherheit sagen. Da auch von Organischen Abfällen, darunter fallen z.B. Fleischabfälle die Rede ist, ist das, was nach dem Vergärprozess übrig bleibt höchst problematisch. Antibiotikum aus den Fleischrückständen und angereicherte Pestizide aus den Bioabfällen aus der Landwirtschaft machen das, was aus der Vergäranlage herauskommt alles andere als Bio.

Unabhängig von der B15 neu, mit einem Anschluss an die LA 14, blieben auf der LA 14 immer noch die Lastkraftwagenbewegungen für den Transport der verbrennbaren Grüngut-Anteile vom Umschlagplatz zum Biomasseheizkraftwerk.

Leisten Sie durch Ihre Unterschrift auf den Listen des Bürgerbegehrens „Pro Trinkwasser und Atemluft“ einen Wertvollen Beitrag zu einem Lebenswerten Auloh, das nicht im Verkehr erstickt und von Gestank bedroht wird und zum Werterhalt Ihrer Wohnimmobilien, die sicherlich einen wesentlichen Beitrag Ihrer Altersvorsorge bilden.

 

0 1729

Aus der CSU-Fraktionssitzung vom 23. Juli 2012

Bezüglich der Tagesordnungspunkte 1
Einrichtung eines Umschlag- und Behandlungsplatzes für Grüngut als Ausgleich für die wegfallende Kompostieranlage Spitzlberg (2. Lesung)
und 2
Machbarkeits- und Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen für eine Vergärungsanlage zur Verwertung von nichtholzigem Grüngut, Bioabfällen und weiteren bisher nicht genutzten organischen Abfällen (2. Lesung)
im Umweltsenat am kommenden Donnerstag kam die Fraktion überein, zu beantragen, dass zunächst eine Bürgerinformationsveranstaltung,
eine Machbarkeitsuntersuchung, die alle möglichen Beeinträchtigungen der Bevölkerung einbezieht
und eine gutachtliche Untersuchung auf Auswirkungen auf das Wasserschutzgebiet durch einen Sachverständigen durchgeführt wird.

Im Umweltsenat am 9.7.12 konnte der von den Stadtwerken beauftragte Sachverständige Hr. Dr. Prösl in der Sitzung zu den
Auswirkungen des geplanten Schweinemaststalls Stellung nehmen. Dabei kamen interessante Erkenntnisse zu Tage, die letztlich das Abstimmverhalten aller Stadträte beeinflussten.
Dessen fachliche Wertung soll auch den Bewohnern des Stadtostens nicht vorweigert werden.

Im übrigen hofft die CSU-Fraktion auf weitere Informationen, z.B. das Verfahren der Standortsuche im Landkreis Landshut.

Letztlich wird jener Umgang eingefordert, der von Seiten des Oberbürgermeisters (Donnerstag, 19.07.12: “Der Bürger hat das Recht und die Pflicht kritisch zu hinterfragen” zum Thema Burgaufzug) und des 2. Bürgermeisters (Plenum am 20.07.12: “Ich finde es nicht in Ordnung, dass die Bürgerinitiativen immer blockiert werden.” zum Thema Westtangente) in ähnlichen Fällen erklärt wurde.

0 3413
Die Initiatoren des geplanten Bürgerbegehrens: Lothar Brey, Oliver Lieb, Jürgen Aiglstorfer und Sabine Lindinger. (Foto: privat)

Bei geplantem Grüngutumschlagplatz hoffen Auloher Bürger auf die Einsicht und Solidarität der Landshuter Bürger und Stadträte

Die samstägliche Stellungnahme der Pressestelle der Stadt Landshut zur geplanten Errichtung einer „Umschlag- und Behandlungsfläche“ auf der Fläche der ehemaligen Standortschießanlage in Duniwang hat keineswegs  zur Beruhigung der Auloher Bürger beigetragen. Zu viele Ungereimtheiten verunsichern die Initiatoren eines geplanten Bürgerbegehrens. Sie haben sich deshalb spontan getroffen und halten an ihrem Vorhaben fest.

Erst vor kurzem wurde bekannt, dass die Verwaltung der Stadt Landshut vorgeschlagen hat, neben dem Klärwerk Dirnau auf der Fläche der ehemaligen Standortschießanlage eine „Umschlag- und Behandlungsfläche“ einzurichten. Dort sollen Grüngutcontainer entleert, das angefahrene Grüngut sortiert und dann entsprechend ihrer Bestimmung weitertransportiert werden. Außerdem plant die Stadt Landshut eine Machbarkeits- und Wirtschaftlichkeitsuntersuchung  in Auftrag zu geben, ob ausreichend geeignete Abfallbiomassen vorhanden sind, um eine Biogasanlage wirtschaftlich betreiben zu können. Dies alles bestätigte Thomas Link, der persönliche Referent des Oberbürgermeisters in einer Veröffentlichung in der Landshuter Zeitung.

Die Initiatoren der Bürgerinitiative sehen sich auch durch diese Veröffentlichung  darin bestätigt, dass diese Projekte für den Stadtteil Auloh geplant sind, zumal die Verwaltung bereits mit „Grundstücksverhandlungen und Erstellung des Genehmigungsverfahrens beauftragt werden soll“. Für Jürgen Aiglstorfer ist dies ein Unding. Er sieht das Grundwasser gefährdet, befürchtet eine Lärm- und Geruchsbelästigung und sieht dem zunehmenden Verkehr mit großer Sorge entgegen. Schließlich ist die Kasernenkreuzung schon heute der meistbefahrende Verkehrsknotenpunkt in der Stadt, und nun sollen dutzende von LKW-Fahrten täglich hinzukommen. Zudem befürchten die Stadtteilbewohner eine Wertminderung ihrer Immobilien.

Die Auloher Bürger sind auch deshalb so erzürnt, weil sie schon seit Jahrzehnten über Gebühr belastet werden. Neben dem einstmaligen Panzerübungsgelände und Tieffluggebiet, eingepfercht zwischen Müllverbrennung, Schuttabladeplatz, Biomasseheizwerk, Bauschuttaufbereitungsanlage und Kläranlage mussten sie schon in der Vergangenheit viel über sich ergehen lassen. Nun soll man ihnen nicht auch noch diesen Umschlagplatz vor die Nase setzen. Man hofft auf die Solidarität und das Einsehen der Landshuter Bürger und Stadträte, nicht alles nur den Aulohern zuzumuten. Außerdem ist man der Meinung, dass sich der Landkreis auf die Schenkel klopfen wird, wenn ihnen die Stadt so einfach diese Last abnimmt. Damit es gar nicht erst dazu kommt, wollen die Initiatoren an einem möglichen Bürgerbegehren festhalten. „Man kann doch nicht jeden Dreck in Auloh abladen“, meint Sabine Lindinger. Aus diesem Grund liegen in Auloher Geschäften Listen aus, in denen sich Befürworter für ein Bürgerbegehren eintragen können. Man hofft allerdings eine Konfrontation durch ein entsprechend umsichtiges Vorgehen der Stadträte vermeiden zu können.