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Digitalisierung

„Five to Twelve Talk“ – „Wir reißen die Planken aus unserem Schiff” – Steht Deutschland vor einer Wirtschaftskrise?

„Unternehmer müssen den Wandel der Zeit erkennen und sich darauf einstellen.“

 

Unternehmer, Wirtschafts- und Börsenfachleute diskutierten die wirtschaftliche Situation Deutschlands im Bürgersaal Ergolding. Anschließend wurde der Senatsclub Bayern gegründet.

Bernhard Schindler hat den „Five-to-Twelve-Talk” 2017 ins Leben gerufen, um eine Diskussionsplattform Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zu bieten. Im Fokus stehen dabei aktuelle Themen rund um die Bereiche Digitalisierung, Fachkräftemangel und Unternehmertum. Die Veranstaltung fand bereits zum dritten Mal statt. Wegen des großen Erfolges und der wachsenden Teilnehmerzahlen wurde der Talk inzwischen in den Ergoldinger Bürgersaal verlegt.

 

Bernhard Schindler, Geschäftsführender Gesellschafter von PROFESSION FIT hatte am 30. Oktober 2019 mit Glockengeläut „fünf vor zwölf“ viele Personen aus Politik und Wirtschaft in den Bürgersaal Ergolding eingeladen und willkommen geheißen. Grußworte gab es vom Gastgeber Bernhard Schindler, von Honorarkonsul und Vorstandsvorsitzenden des Senats der Wirtschaft Dieter Härthe, Landrat Peter Dreier, Oberbürgermeister Alexander Putz aus Landshut und Bürgermeister Andreas Strauß, Ergolding. Besondere Grüße übermittelte der geladene Bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger.

Beim letzten „Five to Twelve Talk“ im März dieses Jahres, mit den Themen Digitalisierung, Demographie und Fachkräftemangel durfte Gastgeber Bernhard Schindler bereits 150 Teilnehmer begrüßen. Dieses Mal waren es schon gezählte 255 Besucher. In drei Talkrunden wurde die momentane wirtschaftliche Situation in Deutschland und Bayern beleuchtet.

Talk1 bestand aus der Frage: Deutschland vor der Wirtschaftskrise? Auswirkungen durch Trump, Brexit, China & Co.: Droht uns die Banken- und Klimakatastrophe? Talk 2: Laptop und Lederhose: Schafft die Digitalisierung die guten Traditionen ab? Talk 3: Digitale Transformation im Einklang mit dem Personalmanagement: Fitnessstudio, Employer Branding? Mitarbeiter als Markenbotschafter? Was brauchen wir alle, um unternehmerisch wirklich fit zu sein?

 

Der Unternehmer und alleinige Inhaber und Geschäftsführer des Textilunternehmens Trigema, Wolfgang Grupp (auf dem Bild zweiter von links), erläuterte in einem emotionsgeladenen Statement in der Talkrunde 1 seine Situation. Für Grupp bedeutet unternehmerische Verantwortung, dass er für alle seine Entscheidungen persönlich in der Verantwortung beziehungsweise in der Haftung sei. „Es gibt viele erfolgreiche und verantwortungsvolle Unternehmen, vor allem im Mittelstand. Leider gibt es aber auch Unternehmen, die ihre Grenzen nicht kennen und der Gier und dem Größenwahn dienen und immer mehr wollen und am Schluss die Probleme dem Staat überlassen“, so der Unternehmer Grupp. Außerdem hätte es die Politik in der Hand, sie müsste die Verantwortung einfordern. Grupp habe zum Bsp. vorgeschlagen, die Einkommenssteuer für diejenigen, die persönlich für ihre Entscheidungen haften, um 50 Prozent zu ermäßigen. Denn dann würden die Unternehmer mehr in die Verantwortung gehen und die Entscheidungen wären überlegter und nicht der Gier und dem Größenwahn ausgesetzt.

Die Unternehmer müssen konstant den Wandel der Zeit rechtzeitig erkennen und sich darauf einstellen. Den Blick auf Berlin gerichtet, meinte Grupp weiter: „Die Unternehmer brauchen vor allen Dingen die Verantwortung und persönliche Haftung für ihre Entscheidungen wieder zurück“, sagte der Inhaber und Geschäftsführer von Trigema. Von Politik und Gesellschaft wünscht er sich, dass die Menschen wieder zu mehr Respekt gelangen. Das gilt in jeder Hinsicht, in wirtschaftlicher und vor allem in zwischenmenschlicher. „Unser größtes Problem ist, dass wir den Respekt voreinander und anderen Meinungen verlieren. Aber nur dieser Respekt bringt uns als Gesellschaft und wirtschaftlich weiter“, ist Wolfgang Grupp`s Resümee.

Beim Thema Laptop und Lederhose stellte sich die Frage: „Schafft die Digitalisierung die guten Traditionen ab und wie ist und wird die Bayerische Wirtschaft. Welche Auswirkungen hat sie auf Stadt und Land?“

Prof. Dr.Dr.Dr. h.c. Franz Josef Radermacher hat selber 35 Jahre für die Künstliche Intelligenz gearbeitet und habe viele Wellen des KI-Hypes erlebt. Er hat unter Lothar Späth in Baden Württemberg eines der ersten KI-Institute in Deutschland geleitet. Er behauptet, dass die wichtigen Sachen im Leben nicht digital seien. „Man muss ihnen nur drei Tage das Wasser vorenthalten, dann war es das.“ Es gäbe zwar Leute, die träumen davon, dass es eine Maschine geben könnte, die etwas fühlt, aber bis heute gäbe es keine Maschine, die etwas fühlt. Ein KI-System versteht die Welt nur auf der Ebene von Symbolen.

Vor Jahren hat es einen Hype gegeben, der hieß Mechatronik und überall sollten Mechatronik-Fakultäten entstehen. Das waren Fakultäten, die die mechanische Seite mit der digitalen koppelt. An dieser Herausforderung habe sich nichts geändert. Wenn man sich auf diese Herausforderung konzentriert und in diesem Umfeld die Kopplungen klug gestaltet, dann hat Prof. Radermacher um die Standorte im Lande keine Sorge. Sorge bereitet ihm, wenn man sich in einen Hype treiben lasse, der da heißt: „Wir liegen überall zurück, wir haben es nicht verstanden, unser Mittelstand ist blöd, dem muss man jetzt einmal helfen“, das macht ihm Sorge. “Solange man sagt, wir sind gut, wir haben immer sehr viel hinbekommen,  werden wir das auch mit Augenmaß meistern. Die Firmen sollen ihrem Augenmaß und der Einschätzung der Sache folgen. Sie sollen sich nicht verrückt machen lassen.

Der Moderator der Veranstaltung Jan Christoph Berndt fragte den Oberbürgermeister der Stadt Landshut, wie er es mit Traditionen halte, welche seien das überhaupt aus niederbayerischer Sicht und welche sollte man ablegen und dafür neue begründen, damit Bayern so zukunftsfähig sei, wie es ist und bleibt, so wie es früher immer war?

Gerade als Oberbürgermeister der Stadt Landshut musste Alexander Putz auf die Landshuter Hochzeit verweisen, die identitätsstiftend sei für eine Region. Das gehe weit über die Stadtgrenze hinaus. Er war zufällig in den letzten Wochen in zwei Firmen zu Besuch, wo die Menschen ungemein fleißig und sehr praktisch veranlagt seien. Sie sind zupackend und problemorientiert. Nicht so wie in anderen Regionen, wo die Theoretiker vorherrschen würden. Außerdem betonte Putz, dass es kaum andere Regionen gibt, in der eine so hohe Dichte an engagierten Menschen lebt und in vielen Vereinen und Organisationen tätig ist. Das sind die guten Traditionen, die in Niederbayern zu Hause seien.

Digitale Transformation im Einklang mit dem Personalmanagement: Fitnessstudio, Employer Branding? Mitarbeiter als Markenbotschafter? Was brauchen wir alle, um unternehmerisch wirklich fit zu sein?, war das Talk-Thema Nr.3

„Ich war immer am Puls der Zeit“, berichtete die Geschäftsführerin und Alleingesellschafterin der I.K. Hofmann GmbH. Sie wurde in Hilpoltstein/Ofr. geboren. Im Alter von 31 Jahren gründete sie in Nürnberg die I.K. Hofmann GmbH – auch Hofmann genannt – ein Zeitarbeitsunternehmen, das heute zu den fünf größten Personaldienstleistern Deutschlands gehört. Sie hat vor 5 Jahren ein IT-Unternehmen gegründet und hilft den „jungen Wilden“ mit der Digitalisierung in ihrer Arbeitsweise noch besser und noch schneller zu werden.

Was Frau Hofmann in Sachen Fit-Coaching ihren Angestellten gegenüber analog tun kann, gab Robert Zucker von der Klinik Höhenried zum Besten. Um die Hofmann-Mitarbeiter nicht als Patienten begrüßen zu müssen, würde er vorschlagen, sie als Präventionsteilnehmer begrüßen zu dürfen. Das sei nämlich seit 2017 eine Neuerung und im Paragraphen 3 gesetzlich festgelegt. In der Rentenversicherung hieß es früher Rehabilitation vor Rente, jetzt heißt es Prävention vor Rehabilitation vor Rente. Das habe einen kleinen Haken, es gibt nämlich über 1 Million Rehabilitationen zu Lasten der Rentenversicherung im Jahr und was das Präventionsthema angeht, sei dieses erst ein kleines Pflänzchen.

Der Vorstand der Deutschen Rentenversicherung BUND Claus Moldenhauer betonte, dass die Deutsche Rentenversicherung die Aufgabe habe, die Menschen erwerbstätig zu halten. Er halte die Rentenversicherung auf Grund ihres Gesundheits-Qualitätsmanagements ausdrücklich für geeignet, diese Aufgabe wahrzunehmen. Das Ziel der Rentenversicherung muss es werden, den Beschäftigten in die Zukunft hinein digital aufzuzeigen, wie sein  Anspruch heute in der Rentenleistung aufgezeigt werden kann.

Wie man die Mitarbeiter einer Firma dazu bewegt sich fit zu halten, darauf gab Prof. Dr. med. Hans-Georg Predel eine Antwort. Er ist Lehrstuhlinhaber und Professor an der Sporthochschule Köln, Chef des Instituts für Kreislaufforschung und Sportmedizin. Es sind immer wieder Anläufe gemacht worden und man hat versucht das Thema zu entwickeln, wie man Gesundheitsvorsorge betreibt. Menschen seien nicht sportlich aus einem Selbstzweck heraus, sondern die meisten verfolgen damit gewisse Ziele. Sie wollen attraktiver werden, erfolgreicher und wollen sich messen. Der Mensch sei aus vielerlei Gründen prädestiniert sich nicht zu bewegen, aber er muss es, weil es biologisch verankert sei. Man muss ihn erst einmal dahin bringen, dass er handeln muss. Menschen reden endlos darüber, wie sie ihren Lebensstil verändern sollen. Schlussendlich muss aber einmal die Entscheidung getroffen werden, auch etwas zu tun.

Bernhard Schindler erklärte, dass es einen Präventionsleitfaden gäbe, der seit vielen Jahren verankert sei. Dieser Leitfaden beinhaltet drei Themen, nämlich Ernährung, Stress und Bewegung. Dies sei nach Aussage von Schindler viel zu wenig, man müsse mehr dafür tun. Die Digitalisierung spiele hierbei eine große Rolle.

Fazit: „Der Mensch ist das, was zählt!“

 

Zum Thema passten die Aktiv-Pausen mit dem Fitness und Ernährungsexperten Patric Heizmann, der behauptet: „Wir brauchen nicht viel Sport, wir brauchen den richtigen Sport!“ Er sorgte mit kleinen sportlichen Übungen zwischendurch für Abwechslung in den Pausen.

 

Neben den drei Talkrunden stand dieses Mal vor allem auch die Gründung des Senatsclubs Bayern im Mittelpunkt. Dieter Härthe und Prof. Dr. Dr. Radermacher aus dem Vorstand vom Senat der Wirtschaft, neben vielen Senatoren, waren dabei, als die Senatsclub-Urkunde unterzeichnet wurde. Glückwünsche kamen aus der Bayerischen Regierung, darunter die von Innenminister Joachim Hermann.

 

Neben der Senatsclubgründung liegt Bernhard Schindler auch der gute Zweck der Veranstaltung am Herzen. Deshalb rief der Botschafter des KIT-Teams für weitere Spenden für das KIT-Team auf. Das Krisen Interventionsteam betreut und begleitet jedes Jahr etwa 2.000 Menschen, die unmittelbar nach einem außergewöhnlichen Vorfall unter schweren seelischen Belastungen leiden oder unter akutem, psychischem Schock stehen.

 

Zum Abschluss der Veranstaltung im Bürgersaal Ergolding gab der „Tausendsassa“ Joey Kelly einen Einblick in sein interessantes bisheriges Leben. „Ich bin der festen Überzeugung, dass Fitness jedem Menschen hilft“, sagt Joey Kelly. Die Begeisterung für  Bewegung und Sport führte ihn auch zu Profession Fit und My Fitness Card.

Joey Kelly wurde bekannt durch seine musikalischen Erfolge mit der „Kelly Family“ in den 1990er Jahren. Doch gerade als Extremsportler machte er sich einen Namen. Er finishte 8 Ironman innerhalb von nur zwölf Monaten – ein Rekord, den vor ihm noch keiner geschafft hat. Jetzt ist er der neue Markenbotschafter für PROFESSION FIT und My Fitness Card.

 

-hjl-

 

Fotos: h.j.lodermeier

“Wir werden nicht zuschauen, wie Ideologen von rechts und links das Land spalten!“

Hubert Aiwanger präsentiert die FREIEN WÄHLER bei der Landesversammlung in Veitshöchheim am Samstag als „Problemlöser“

Die FREIEN WÄHLER sind die vernünftige Kraft auf allen Ebenen – von den Kommunen, über den Freistaat bis in den Bund. “Wir stärken aus der Mitte heraus. Danach sehnen sich die Menschen. Und dieser Linie bleiben wir treu. Die FREIEN WÄHLER werden nicht zuschauen, wie Ideologen von rechts und links das Land spalten”, sagt Hubert Aiwanger in einer fulminanten Grundsatzrede.

Veitshöchheim. Nur die FREIEN WÄHLER sind die Partei der Mitte! Das zeigt sich in Bayern mehr denn je. Die Landesversammlung der FREIEN WÄHLER Bayern in Veitshöchheim beweist: Die FREIEN WÄHLER stehen zu ihren Themen – anders als andere Parteien. Die FREIEN WÄHLER bleiben bei ihren Inhalten, sei es die Energiewende mit den Bürgern oder die Stärkung des ländlichen Raums. Und die FREIEN WÄHLER springen für Landwirte, Mittelstand und das heimische Handwerk in die Bresche. Und noch mehr: Digitalisierung, Ausweitung von IT-Zentren in Bayern, Ausbau der Robotik und eine deutlich bessere Unterstützung von Start-Ups sind FREIE WÄHLER-Themen, die aktuell durch die Staatsregierung umgesetzt werden. Eine klare inhaltliche Positionierung steht bei der Landesversammlung genauso im Zentrum, wie der Angriff des Landesvorsitzenden Hubert Aiwanger auf Parteien im rechten und linken Spektrum. „Es schadet der Stabilität des Landes, wenn linke und rechte Parteien stärker werden und ihren ideologischen Streit in die Parlamente und Kommunen tragen!“, stellt Aiwanger in einer mitreißenden Grundsatzrede klar.

Aiwanger weiter: „Die FREIEN WÄHLER sind die vernünftige Kraft auf allen Ebenen – von den Kommunen, über den Freistaat bis in den Bund. Wir stärken aus der Mitte heraus. Danach sehnen sich die Menschen. Und dieser Linie bleiben wir treu. Die FREIEN WÄHLER werden nicht zuschauen, wie Ideologen von rechts und links das Land spalten.“

Weiter betont Hubert Aiwanger, stellvertretender Ministerpräsident und Wirtschaftsminister, dass Bayern kein Wind aus den Segeln genommen werden darf, wenn es um die wirtschaftliche Entwicklung geht. Der Mittelstand ist der Antrieb des Freistaates. „Bayern braucht mehr Start-Ups, bessere und verlässliche Digitalisierung, eine praktische berufliche Bildung an Schulen. Bayerische Betriebe müssen sich modernisieren und wettbewerbsfähig bleiben!“ Die FREIEN WÄHLER wollen Bayerns Zukunft gemeinsam mit den Menschen gestalten. Anders als die Grünen, stellt Aiwanger klar: „Wir wollen den Aufschwung nicht bremsen, so wie grüne Ideologen.“ Auch beim Thema Umweltschutz gehen die FREIEN WÄHLER mit pragmatischen Lösungen voran: „Wir wollen unseren Wald erhalten und bewirtschaften anstatt stilllegen. Wir setzen auf Energiewende und klimafreundliche Antriebe wie zum Beispiel Wasserstoff statt das Auto abzuschaffen.“

Alle vier Resolutionen, über die die Delegierten bei der Landesversammlung abstimmen konnten, wurden teils mit 100 prozentiger Zustimmung angenommen: Inhaltich positionieren sich die FREIEN WÄHLER Bayern bei den Themen Mittelstand und Wohlstand, kinderfreundliches Bayern, Flächensparen mit Vernunft statt Entmündigung der Kommunen und Energiewende mit den Bürgern.

 

Bildquelle: FREIE WÄHLER

 

Pressemitteilung 06.09.2019

Digitalisierung und eine neue Kommunikations-Offensive: Bei der Vorstandsklausur am 6. und 7. September in Lauf stellt der Vorstand zentrale Weichen. Für die FREIEN WÄHLER ist klar: Politik muss greifbarer und bürgernäher werden.

Lauf. Bei der FREIE WÄHLER Bayern-Vorstandsklausur am 6. und 7. September in Lauf werden zentrale Weichen für die Zukunft gestellt. Als Dienstleister für die Bürger und für das Land wollen die FREIEN WÄHLER die politische Schlagkraft weiter erhöhen. Dazu soll die Kommunikation verändert und verbessert werden. Aktuelle Themen der Bürger sollen schnell aufgegriffen, Probleme zügig gelöst und Zukunft gestaltet werden.

Energiepolitik: Versorgungssicherheit und regionale Wertschöpfung müssen verstärkt werden

Ein Schwerpunkt des Landesvorsitzenden Hubert Aiwanger ist das Thema Energiewende. Dazu bestärkt der Landesvorstand nochmals die politische Agenda, Bayern zügig auf erneuerbare und vor allem regionale Energien umzustellen. Der Einsatz von Batterien bei der Mobilität alleine ist nicht zielführend. Hubert Aiwanger dazu: „Die bayerische Energiepolitik muss auf Versorgungssicherheit und regionale Wertschöpfung setzen. Photovoltaik macht derzeit große Fortschritte. Unser aktuelles PV-Speicherprogramm läuft mit 2000 Anträgen innerhalb von vier Wochen bestens. Windkraft müssen wir wieder mehr zum Laufen bringen, Wasserkraft und Biomasse optimieren. Dezentrale Kraft-Wärme-Kopplung muss in Kombination mit Gaskraftwerken die Versorgungssicherheit gewährleisten. Wasserstoff wird der Schlüssel der Energiewende von fossilen zu erneuerbaren Energiequellen, gerade auch bei der Mobilität.“

Digitalisierung: Vorstand spricht sich für eine neue Kommunikations-Offensive aus

Die FREIEN WÄHLER Bayern wollen in Zukunft noch vernetzter auftreten. Das soll dazu führen: Menschen, Jung und Alt, miteinander zu vernetzen, den Austausch intern aber auch extern zu fördern. Informationen noch user-freundlicher zu transportieren. Felix Locke (31), stellvertretender Generalsekretär, dazu: „Wir werden im Vorstand über eine vielfältige digitale Umstellung sprechen.“ Dazu soll ein eigener Youtube-Kanal ins Leben gerufen werden, eine direkte Informations- bzw. Austauschplattform über die Sozialen Netzwerke installiert werden. Zudem wird diskutiert, ob die FREIE WÄHLER-Basis digital über bestimmte Themen mitstimmen kann. Locke: „Unser Ziel ist es, als politische Gruppierung schneller, direkter mit unseren Mitgliedern aber auch mit unseren Usern zu interagieren. Politik muss ihr verstaubtes Bild ablegen. Die FREIEN WÄHLER Bayern wollen zukünftig den Begriff Politik greifbarer und bürgernäher gestalten. Dazu zählt es, alle Altersgruppen im fairen, aber auch offenen Austausch einzubinden. Das Digitale ist dazu eine sehr gute Möglichkeit!“

Foto: Freie Wähler 

Bildtext: Die Digitalisierung gestalten wollen die CSU-Kandidaten für die Landtags- und Bezirkstagswahl

 

Digitalisierung als Chance

CSU im Stimmkreis Landshut legt Ideen vor

Die Digitalisierung ist die große Umwälzung unserer Zeit. Sie erfasst alle Bereiche. „Anstatt zuzusehen, wohin die Reise geht, sollten wir sie aktiv gestalten“, fordern die CSU-Kandidaten für die Landtags- und Bezirkstagswahl, Helmut Radlmeier, Prof. Dr. Ralph Pütz, Martina Hammerl und Rudolf Schnur. Den Fokus legen sie dabei auf drei Bereiche.

Die Digitalisierung verändert alles. Der Freistaat wird in der Gestaltung der Digitalisierung Vorreiter sein. 5,5 Mrd. Euro umfassen die Masterpläne Bayern Digital I und II. Für die Region Landshut müssen schon jetzt die richtigen Weichen gestellt werden, sind sich die CSU-Kandidaten sicher. Vor allem in den Bereichen Infrastruktur, Arbeitswelt und Verwaltung müssen die Veränderungen angepackt werden.

Grundlage für den Erfolg ist eine optimale Infrastruktur. Bis 2025 sollen deshalb alle Haushalte in der Region Landshut über schnelles Internet verfügen. 30 MBit pro Sekunde sollen dabei das Minimum, ein Anschluss an das Gigabit-Netz der Standard sein. Durch die Fortführung des Höfebonus sollen auch einzelne Weiler einen Breitbandanschluss erhalten. Beim Mobilfunk sollen in den kommenden Jahren die letzten weißen Flecken in der Region geschlossen werden. Mehr noch: „LTE muss zum Standard werden“, gibt Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier das Ziel aus.

Digitalbonus weiterführen

Auf Basis dieser Infrastruktur sehen die Kandidaten eine gezielte, forcierte Digitalisierung der Arbeitswelt als notwendig an. „Digitalisierung ist der Schlüssel für die Wettbewerbsfähigkeit und die Innovationskraft der bayerischen Wirtschaft“, erläutert Hochschul-Professor und Landtagslistenkandidat Dr. Ralph Pütz. Gerade kleine und mittlere Unternehmen bräuchten Unterstützung, um Produkte und Prozesse zu digitalisieren. Aus diesem Grund fordern die Kandidaten, den erfolgreichen Digitalbonus des Freistaats, der genau in diesen Bereichen auch Start-Ups unter die Arme greift, mit mehr finanziellen Mitteln auszustatten. „Spricht man mit Jung-Unternehmern, wird klar: Der Digitalbonus ist in der Region Landshut heiß begehrt!“, schildert Radlmeier.

Digitales Rathaus

Gleichermaßen soll die Verwaltung von der Digitalisierung profitieren. Das digitale Rathaus „rund um die Uhr und an jedem Ort“ ist deswegen ein weiteres Ziel der CSU. Mithilfe entsprechender finanzieller Unterstützung soll die Verwaltung in den nächsten Jahren weitestgehend digital werden, so Rudolf Schnur, Bezirkstagslistenkandidat und Stadtrat der Stadt Landshut. Langwierige Behördengänge gehörten dann der Vergangenheit an. Anträge etc. können die Bürginnen und Bürger künftig bequem von zu Hause aus erledigen.

Damit die Digitalisierung wirklich zur Chance wird, ist in erster Linie eines wichtig: „Entscheidend ist meiner Meinung nach, dass jedermann an der Digitalisierung teilhaben kann. Das gelingt durch Bildungs- und Weiterbildungsangebote für Jung und Alt wie etwa Bildungschecks für Mitarbeiter von kleinen und mittleren Unternehmen. So wird keiner abgehängt“, hält Bezirksrätin Martina Hammerl fest.

Wie schon bei unserem Zukunftskonzept zur Mobilität, unseren Vorschlägen zur Gesundheitspolitik und den Forderungen zu Asylpolitik verstehen wir unsere Ideen als Basis für eine offene Diskussion zu diesen Themen. Wir freuen uns auf weitere Anregungen der Bürgerinnen und Bürger“, so die Kandidaten.

 

 

Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich (Mitte) moderierte die Podiumsdiskussion, an der (v.l.) Dr. Armin Bender, Leiter des Standortes Passau der msg systems AG, Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG, Thomas Ebenhöch, Standortleiter Regensburg der Continental AG und Dr. Florian Lehmer, Leiter der Arbeitsgruppe „Arbeit in der digitalisierten Welt“ beim Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung Nürnberg, teilnahmen.

Erste „Zukunftswerkstatt Niederbayern“ nimmt sich des Themas „Werte und Interessen im digitalen Zeitalter“ an

Metten. Als Auftakt der Reihe „Zukunftswerkstatt Niederbayern“ fand am Freitagabend im Kloster Metten eine Veranstaltung zum Thema „Werte und Interessen im digitalen Zeitalter“ statt. Die rund 150 geladenen Gäste, namhafte Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur, folgten zunächst den Ausführungen von Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG, der „nach einer heißen Woche“ direkt aus London in den Rokokofestsaal gekommen war.

Seine Heimat Niederbayern, so Kaeser, sei heute eine der stärksten Wirtschaftsregionen Deutschlands, doch er kenne persönlich noch andere Zeiten. Veränderung könne insofern viel Positives mit sich bringen, auch die Digitalisierung. „Sie wird alle Berufsgruppen betreffen und die Welt, wie wir sie heute kennen, auf den Kopf stellen.“ Die Ängste und Vorbehalte, die so in die Mitte der Gesellschaft vordringen, seien Grund für „den rasanten Anstieg des Populismus“. Kaeser mahnte, den Diskurs über die Spaltung der Gesellschaft nicht denjenigen zu überlassen, die meinen, dass der Nationalismus die Lösung sei. Alleine schon aus wirtschaftlicher Sicht. „Der Wohlstand unseres Landes ist zu Zweidrittel vom Export abhängig“, so der Chef der Firma, deren Anteil am 90-Milliarden-Gesamtumsatz gerademal zu 9 Prozent aus Deutschland komme. „Gegeneinander geht es nicht“, so sein Appell, den er auch auf die Digitalisierung und die jeweiligen Firmen übertrug. Denn es gelte, Innovationen zu fördern, dabei aber stets die Menschen mitzunehmen. Bildung und Weiterbildung sind für ihn der Schlüssel zum Erfolg und auch der erste „allereiligste“ Handlungsansatz für Politik und Unternehmen gleichermaßen.

In der anschließenden Podiumsdiskussion, die Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich moderierte, konnten auch weitere hochkarätige Wirtschaftsvertreter der Region von ihren Erfahrungen mit der Digitalisierung berichten. „Entscheidungen treffen immer noch die Mitarbeiter. Als Unternehmer ist es meine Aufgabe, für sie die passende Umgebung zu schaffen“, betonte Thomas Ebenhöch, Standortleiter Regensburg der Continental AG. Er verwies darauf, dass zwar einige Arbeitsplätze wegfallen würden, dafür aber auch zahlreiche neue entstehen werden.

Dr. Armin Bender, Leiter des Standortes Passau der msg systems AG, ist der Ansicht, dass die Bereitschaft zum Wandel nicht nur von der Unternehmensführung, sondern auch von den Mitarbeitern viel Mut voraussetze. „Es gibt diese Menschen, sie müssen wir mitnehmen.“ Um ein Unternehmen aber im Zuge der Digitalisierung entsprechend zu entwickeln, seien die infrastrukturellen Rahmenbedingungen unverzichtbar, wie Joe Kaeser mit Blick auf die politischen Vertreter sagte. „Wir brauchen einen ordnungspolitischen Rahmen und dringend eine Priorisierung beim Datenverkehr“, so Kaeser, der als Beispiel nannte, dass die Datengeschwindigkeit, mit der ein Notarzt kommuniziert, nicht gleichgesetzt werden dürfe mit dem Download von Filmen.

Welche Arbeitsplätze in Zukunft denn womöglich konkret wegfallen könnten, fragte Bezirkstagspräsident Heinrich in die Runde. Dr. Florian Lehmer, Leiter der Arbeitsgruppe „Arbeit in der digitalisierten Welt“ beim Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung Nürnberg, berichtete von seiner Beobachtung, dass diejenigen Firmen, die bisher kontinuierlich in die Digitalisierung investiert hätten, auch zunehmend Arbeitsplätze aufgebaut hätten. Er plädierte dafür, dem „Alarmismus“ nicht zu viel Platz einzuräumen, sondern stattdessen neue Wege zu gehen. Da tendenziell mehr Experten gesucht würden und Helfertätigkeiten wegfielen, ist auch für ihn Bildung und Weiterbildung der Schlüssel auf diesem Weg.

Als Chance der Digitalisierung für den ländlichen Raum sieht Joe Kaeser, dass man „durch die Entkoppelung der Arbeit von physischer Nähe künftig vermehrt dort arbeiten könne, wo man zuhause ist“. Doch auch das setze die passende Infrastruktur voraus.

Als „spannend“ bezeichnete er die Frage wie die Gesellschaft in einer immer digitaler werdenden Welt mit analogen Werten umgehe. Als Größe „sozialer Integration“ und „gemeinsamer Nenner“ sehe er dabei die Rolle der Religionen. Dem schloss sich zum Schluss auch Olaf Heinrich an, der dem Abt der Benediktinerabtei Metten, Wolfgang M. Hagl, für das wunderbare Ambiente der Veranstaltung im Festsaal des Klosters dankte.

Stimmen zur Zukunftswerkstatt:

„Zukunftswerkstatt Niederbayern – ein sehr interessanter Abend in Metten in würdigem Rahmen“ (Sabine Altehage, Geschäftsführerin Passau-Tours GmbH)

„Ein rundum gelungener Abend im tollen Ambiente des Klosters Metten. Ein Joe Kaeser in Höchstform spricht über die Herausforderungen der Digitalisierung und zeigt Lösungsansätze für diesen Wandel auf.“ (Steven Rossbach, Marketing Manager, Broadcom Regensburg)

„Unser Mega-Thema Digitalisierung nicht nur kompetent reflektiert, sondern auch mit Herzblut auf unser Leben in Niederbayern bezogen. Eine Sternstunde.“  (Ulrike Fürst-Draeger, Geschäftsleitung Fürst Reisen, Hutthurm)

Wolfgang M. Hagl, Abt der Benediktinerabtei Metten, begrüßte die rund 150 geladenen Gäste im Rokokofestsaal.

Fotos: Bezirk Niederbayern/Toni Scholz

Digitalisierung könnte für mehr Entlastung der Landshuter Polizei sorgen

Landrat Dreier unterstützt Ansätze, polizeibegleitete Gerichtsbesuche von JVA-Gefangenen durch Videoübertragung zu ersetzen

Entlastung für die Polizeibeamten, mehr Sicherheit für die Bürger: Landrat Peter Dreier fordert einen verstärkten Einsatz von Videotechnik, um die Zahl der Vorführungen von Gefangenen vor Gericht zu verringern.

„Im jährlichen Sicherheitsgespräch mit der Polizeiinspektion Landshut und dem Polizeipräsidium Niederbayern ist deutlich geworden, dass besonders in der Region Landshut durch die Justizvollzugsanstalt am Stadtrand die Zahl an Vorführungen der Gefangenen vor Gericht besonders hoch ist. Dies könnte durch den verstärkten Technikeinsatz in geeigneten Fällen deutlich reduziert werden. Der Richter führt im Rahmen einer Videokonferenz die entsprechende Befragung durch, ohne dass der Gefangene die Anstalt verlassen muss: Weniger Arbeit für die Polizisten, wobei zusätzlich das Fluchtrisiko verringert wird.“ Entsprechende Pilotprojekte verliefen vielversprechend, konnten aber nicht weiter ausgebaut werden, weil zunächst eine neue Videotechnik bei den Justizbehörden eingeführt werden muss.

Im Jahr 2016 sind von den Beamten der Polizeiinspektion Landshut über 900 Vorführungen begleitet worden, bei denen die Polizisten mindestens zu zweit unterwegs sind. Das entspricht einer zusätzlichen Belastung von 10.000 Arbeitsstunden und über 100.000 Kilometern zurückgelegter Strecke.

„Je weniger Polizisten durch solche Sonderaufgaben gebunden sind, desto mehr können sie für die Sicherheit der Bevölkerung sorgen, beispielsweise durch zusätzliche Fußstreifen und verstärkter Präsenz an wichtigen Punkten. Deshalb unterstütze ich Polizeiinspektionsleiter Helmut Eibensteiner absolut in seinem Bestreben, mehr auf die geschilderte Technik zu setzen“, erklärt Dreier.

 

Foto: Lodermeier

Digitalisierung: OB Putz legt gemeinsam mit Projektpartnern Grundstein für hochwertige Existenzgründer-Infrastruktur

Ministerin übergibt Förderbescheid – Vereinbarung besiegelt

Auf den Weg nach Passau hat sich jüngst Oberbürgermeister Alexander Putz gemeinsam mit Leiter Johann Winklmaier und Petra Zweckl vom Amt für Liegenschaften und Wirtschaft gemacht. Der überaus erfreuliche Grund: Bei einem Termin im Großen Rathaussaal der Stadt Passau fand die offizielle Übergabe des Förderbescheids für das gemeinsame „Gründerzentrum Digitalisierung Niederbayern” durch Staatsministerin Ilse Aigner an die beteiligten Partner aus den Städten Landshut, Deggendorf und Passau statt. Darüber hinaus unterzeichneten die Projektpartner die Vereinbarung für eine Arbeitsgemeinschaft für das „Gründerzentrum Digitalisierung Niederbayern”. Aus Landshut waren Landrat Peter Dreier mit seinem Wirtschaftsförderer Ludwig Götz und Hochschulpräsident Professor Dr. Karl Stoffel mit dabei.

Mit der Besiegelung der Vereinbarung und Übergabe des Förderbescheids durch die Ministerin wurde der Grundstein gelegt, dass an den drei Standorten Landshut, Passau und Deggendorf eine hochwertige Infrastruktur für Existenzgründer im Bereich Digitalisierung entsteht sowie ein tragfähiges Netzwerk mit Strahlkraft auf ganz Niederbayern für Gründer und etablierte Unternehmen geschaffen werden kann.

„Jetzt kann es endlich losgehen. Wir stehen schon in den Startlöchern”, sagt Oberbürgermeister Alexander Putz voller Tatendrang, der das gemeinsame Projekt als große Chance für die Region sieht. „Digitalisierung ist nicht nur Zukunftsthema – wir befinden uns bereits mittendrin”, so der Rathauschef mit Blick auf den technologischen Fortschritt im privaten Bereich, in den Bildungseinrichtungen oder die digitalisierten Arbeitsabläufe in der Wirtschaft. „Digitalisierung ist eine globale Herausforderung – im Sinne der Stärkung unserer Region und um auch im Wettbewerb der Regionen bestehen zu können”, freue er sich bereits auf die Zusammenarbeit gemeinsam mit dem Landkreis und der Hochschule. „Wir verfügen in unserer Region über ein großartiges innovatives Potenzial. Diese hervorragenden Kompetenzen, vor allem unserer Hochschulen – die ein wichtiges und unverzichtbares Rädchen im großen Digitalisierungsgetriebe sind – müssen gebündelt werden”, betonte Putz. Genauso sieht das Landrat Peter Dreier: „Mit dem Gründerzentrum Digitalisierung Bayern können wir die Synergieeffekte zwischen unserer Hochschule und der regionalen Wirtschaft optimal nutzen. Davon versprechen wir uns einen Nutzen für alle Beteiligten und damit für die gesamte Region.” Eine kluge und enge Vernetzung sei dabei das A und O, um den

 

Digitalisierungssprung erfolgreich zu meistern und weitere zukunftsweisende Wirtschaftszweige im digitalen und technologiebasierten Umfeld in der Region anzusiedeln, ist der Oberbürgermeister überzeugt. In punkto Existenzgründervernetzung kann die Stadt Landshut mit der erfolgreichen und vorausschauenden Umsetzung des Landshuter Innovations- und Kompetenzzentrums „Linkwork” auf ein breites „Know How” zurückgreifen. Und auch was die notwendige Infrastruktur anbelangt, ist Landshut gut aufgestellt: Die Stadt hat in den vergangenen Monaten alle Anstrengungen unternommen, um für den Bau des Gründerzentrums ein Grundstück in unmittelbarer Nähe zur Hochschule Landshut zu finden und damit – neben einer gut funktionierenden Breitbandversorgung – bestmögliche Vernetzungsaktivitäten zu schaffen. Voraussichtlich im Herbst schon rollen die Bagger an, um mit dem Bau des Digitalisierungszentrums zu starten. Aber bereits heute bietet die Stadt Gründern breite Unterstützung und passende Räumlichkeiten. In diesem Zusammenhang hob Oberbürgermeister Alexander Putz die herausragende Zusammenarbeit aller Beteiligten hervor, die zum Gelingen dieses vielversprechenden und zukunftsweisenden Gemeinschaftsprojektes beigetragen haben. Der Rathauschef würdigte zudem den Stadtrat, der das Projekt von Anfang positiv begleitet und mit vollster Rückenstärkung unterstützt habe.

Zum Hintergrund:

Wie bereits bekannt will sich der Freistaat Bayern als treibende Kraft der Digitalisierung in Deutschland etablieren.

Dazu hat das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie ein Programm zur Förderung von Gründerzentren, Netzwerkaktivitäten und Unternehmensneugründungen im Bereich Digitalisierung aufgelegt und dem Förderverfahren einen Wettbewerb der besten Ideen vorgeschaltet.

Die drei niederbayerischen Hochschulstandorte Landshut, Passau und Deggendorf haben sich daraufhin zusammengetan und sich mit einem Verbundantrag „Gründerzentrum Digitalisierung Niederbayern – GDN” an diesem Wettbewerb beteiligt. Mit Erfolg – das gemeinsame Konzept hat überzeugt:

Als Partner mit im Boot sind neben den genannten Städten und den jeweiligen Landkreisen die Hauptakteure: Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) Landshut, Universität Passau, Technische Hochschule Deggendorf, Innovations-Technologie Campus Deggendorf GmbH (ITC Deggendorf).

Die Zusammenarbeit der beteiligten Stellen soll in Form einer Arbeitsgemeinschaft gemäß dem Gesetz über die kommunale Zusammenarbeit organisiert werden.

 

Bildunterschrift:

„Gründerzentrum Digitalisierung Niederbayern – jetzt geht’s an die Umsetzung”: Die beteiligten Städte, Landkreise und Hochschulen, darunter Landshuts Oberbürgermeister Alexander Putz, Landrat Peter Dreier und Hochschulpräsident Dr. Karl Stoffel, legen den Grundstein zur weiteren Stärkung der digitalen niederbayerischen Wirtschaftsregion.

Bild1.jpg: Bei der Unterzeichnung der Vereinbarung für eine Arbeitsgemeinschaft für das „Gründerzentrum Digitalisierung Niederbayern” mit Oberbürgermeister Alexander Putz (sitzend, Zweiter von rechts), Landrat Peter Dreier (sitzend, rechts) Hochschulpräsident Dr. Karl Stoffel (stehend, Fünfter von rechts), Johann Winklmaier und Petra Zweckl vom Amt für Liegenschaften und Wirtschaft der Stadt (stehend, Vierter und Dritte von rechts), Wirtschaftsförderer des Landkreises Ludwig Götz (stehend, Zweiter von rechts).

Bild2.jpg: Erfolgreiche Netzwerkarbeit – das eingereichte gemeinsame Konzept der drei Städte Landshut, Deggendorf und Passau hat das Ministerium überzeugt – Staatsministerin Ilse Aigner persönlich überreicht allen Beteiligten den Förderbescheid.

 

*ENDE*

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Pressemitteilung

BEZIRKSVERBAND NIEDERBAYERN

Kloster Weltenburg, 13. September 2015

Niederbayern-CSU will Herausforderung der Digitalisierung annehmen

Mit Ministerin Aigner Strategien zur Wirtschaftspolitik diskutiert – Forderung nach Maßnahmenpaket für Landwirtschaft – Klausur in Kloster Weltenburg

Ein starkes Bekenntnis zu den ländlichen Räumen und Annahme des Wettbewerbs bei Zukunftstechnologien hat der Bezirksvorstand der CSU Niederbayern bei seiner Klausurtagung abgegeben. „Wie können wir den Wohlstand in unserer Region halten? Eine wesentliche Antwort darauf wird die Digitalisierung geben”, betonte der Bezirksvorsitzende, EVP-Fraktionschef Manfred Weber, am gestrigen Samstag zum Abschluss der zweitägigen Klausurtagung in Kloster Weltenburg (Landkreis Kelheim). Bayerns Wirtschaftsministerin und Stellvertretende Ministerpräsidentin Ilse Aigner sagte, die „Digitalisierung ist die wichtigste Aufgabe für Bayern. Wir dürfen uns nicht auf dem Erfolg ausruhen.” Neben der Wirtschaftspolitik waren die Migrationspolitik [siehe dazu gesonderte Medieninfo von gestern] und die aktuelle Preismisere in der Landwirtschaft Themen.

Weber forderte eine konsequente Vorbereitung junger Menschen auf die Herausforderungen der Digitalisierung und eine klare Schwerpunktsetzung, auch durch den Mittelstand. „Wir brauchen wieder mehr Lust auf das Unternehmertum”, sagte der CSU-Politiker. Die Region müsse sich strategisch für die Veränderungen aufstellen. „Bayern misst sich mit der Weltspitze in der IT-Branche”, ergänzte Wirtschaftsministerin Aigner. Deshalb setze man auf Projektförderung, um die Gründerszene zu motivieren, und Dependancen des Zentrums Digitalisierung in allen Bezirken Bayerns. „Die Digitalisierung hat Einfluss auf alle Lebensbereiche.”

In ihrem verabschiedeten Positionspapier zur Wirtschaftspolitik setzt sich die CSU für eine bessere Berücksichtigung familiärer Eigentümerstrukturen in der mittelständischen Wirtschaft ein. „Grundsätzlich dürfen Regelungen […] keine negativen Konsequenzen für Investionen und Eigenkapitalfinanzierung nach sich ziehen.” Ebenso müsse die Versorgung mit schnellem Internet in ganz Niederbayern zügig ausgebaut werden. Ein Bekenntnis gibt der CSU-Bezirksvorstand zu den Berufsschulen ab, die gestärkt werden müssten. Weitere Punkte in dem Papier sind eine langfristige Planung der Wirtschaftsförderung, Ausbau der Gewerbegebiete in der Region und die Unterstützung des EU-US-Freihandelsabkommens.

Aufgrund der angespannten Preissituation für mehrere landwirtschaftliche Produkte fordert die CSU Niederbayern weitergehende Maßnahmen zur Unterstützung der Landwirtschaft. „Die ersten Maßnahmen von Bund und EU sind richtig, aber noch nicht ausreichend”, betonte Landwirtschaftsminister Helmut Brunner. Konkret fordert die Niederbayern-CSU die Anhebung des Interventionspreises auf EU-Ebene, die Einführung von unvorhersehbaren Spontaninterventionen und die Bereitstellung der kompletten Superabgabe von EU-weit rund 900 Millionen Euro. Neue Märkte müssten erschlossen, die Bundeszuschüsse für für die landwirtschaftliche Unfallversicherung aufgestockt und die steuerliche Risikorücklage für die betriebliche Kriseneigenvorsorge eingeführt werden. „Jetzt sind alle politischen Ebenen gefordert”, sagte Brunner. Jeder zweite Bauernhof Deutschlands werde in Bayern bewirtschaftet. Deshalb sei die Landwirtschaftspolitik zentral für den Freistaat. In die Pflicht nahm Brunner den Lebensmitteleinzelhandel. „Wenn ein Liter Mineralwasser wesentlich mehr kostet als ein Liter Milch, muss gehandelt werden”, heißt in einem beschlossenen Positionspapier. „Die CSU lässt die Landwirtschaft in der derzeit schwierigen Situation nicht allein.”

Gäste der Klausurtagung waren – neben Wirtschaftsministerin Aigner – auch der Präsident der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw), Alfred Gaffal, und vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Der Bezirksvorstand beschäftigte sich außerdem ausführlich mit der angespannten Flüchtlingssituation.

 

Positionspapier Wirtschaftspolitik

Die Erfolgsgeschichte

der niederbayerischen Wirtschaft weiterschreiben

Standortbestimmung des CSU-Bezirksvorstandes Niederbayern

11./12. September 2015, Kloster Weltenburg

Niederbayern ist ein aufstrebender Regierungsbezirk Bayerns. Die Entwicklung von einer reinen Agrarregion zu einem bedeutenden Produktionsstandort wurde und ist wesentlich geprägt durch einen starken Mittelstand und engagierte Familienunternehmen, kleine und mittlere Betriebe, durch Handwerk und Handel. Wir verfolgen diesen Weg bewusst weiter, um uns im nächsten Schritt als innovative Wissenschaftsregion zu positionieren. Dieser Weg ist im Wesentlichen dem unternehmerischen und visionären Denken der Menschen in der Region zu verdanken. Sie zeigen Fleiß und die Einsatzbereitschaft, im Beruf und im gesellschaftlichen Leben immer einen Tick mehr als notwendig zu leisten.

Die CSU Niederbayern begleitet diese Entwicklung seit 70 Jahren kontinuierlich mit und leistet ihren Beitrag auf allen politischen Ebenen, um die Rahmenbedingungen für diese positiven Veränderungen zu schaffen. Die Menschen in Niederbayern, die Kommunen und die Unternehmen brauchen und nutzen diese staatliche Unterstützung sehr nachhaltig und vielfältig. Wir ruhen uns auf dem Erreichten aber nicht aus, sondern blicken motiviert in die Zukunft. Wir setzen dabei v.a. auf die kontinuierliche und verlässliche Unterstützung des ländlichen Raums.

Die CSU Niederbayern verfolgt dabei folgende Kernpunkte zur Förderung der niederbayerischen Wirtschaft.

Erbschaftsteuer

Bei der Reform der Erbschaftsteuer ist eine besondere Berücksichtigung der familiären Eigentümerstrukturen unserer mittelständischen Unternehmen in Niederbayern unerlässlich. Auch künftig muss es bei der Übergabe mittelständischer Familienbetriebe bei einer Verschonungsregelung bleiben. Es wäre wirtschaftspolitischer Unsinn, durch eine Erbschaftsbesteuerung die Fortführung von Betrieben und damit den Erhalt von Arbeitsplätzen zu gefährden. Grundsätzlich dürfen Regelungen zur Erbschafts-, Schenkungs- oder Unternehmensbesteuerung keine negativen Konsequenzen für Investitionen und Eigenkapitalfinanzierung nach sich ziehen. Sie dürfen künftige Generationenwechsel in Familienbetrieben nicht gefährden. Das finanzielle Risiko muss von den Betrieben auch weiterhin geschultert werden können, damit sich viele Nachfolgerweiterhin dafür entscheiden, das Familienunternehmen verantwortungsbewusst weiterzuführen und nicht dafür, es zu verkaufen. Zugleich fordern wir steuerliche Anreize für mittelständische Betriebe, ihre Jahresgewinne zu reinvestieren und damit die zumeist geringe Eigenkapitalquote zu erhöhen. Gleichzeitig müssen Betriebsinhaber sensibilisiert werden, sich rechtzeitig mit der Frage der Unternehmensnachfolge zu beschäftigen

Digitalisierung

Es ist von zentraler Bedeutung, den Breitbandausbau zügig umsetzen und dabei den modernsten technischen Standard sicherstellen. Die Erschließung v.a. der ländlichen Gebiete mit einer optimalen Breitbandversorgung ist für die Wettbewerbsfähigkeit der niederbayerischen Wirtschaft entscheidend. Denn eine hochleistungsfähige Breitbandversorgung spielt nicht nur in Ballungszentren und Städten eine zentrale Rolle, sondern ist insbesondere im ländlichen Raum eines der großen Zukunftsthemen. Wir müssen dabei sicherstellen, dass in Niederbayern eine flächendeckende Internetversorgung von mindestens 50 Mbit/s pro Sekunde gewährleistet wird. Um die Wirtschaftsregion Niederbayern aber für das Digitale Zeitalter mit hohen und sehr hohen Internetbandbreiten zu rüsten, sollten die Gemeinden eine zukunftsfähige Erschließung mit höheren Bandbreiten als 50 Mbit/s z.B. für Gewerbegebiete und Industriezentren anstreben. Dazu gehört auch ein Ausbau des mobilen Breitbandnetzes.

Unsere Betriebe müssen aktiv dabei unterstützt werden, die Schwerpunkte der Bayerischen Digitalisierungsoffensive umzusetzen, d.h. die Potentiale der Digitalisierung zu erkennen, neue Produktionsprozesse aufzusetzen und innovative Geschäftsmodelle zu identifizieren.

Wir appellieren daher an unsere Betriebe, die moderne Technik für die Optimierung der innerbetrieblichen Organisation, für die Ablauforganisation mit Lieferanten und Kunden, aber auch für die öffentliche Präsentation ihres Unternehmens zu nutzen.

Fachkräfte/Ausbildung Das duale Ausbildungssystem bereitet unsere jungen Menschen hervorragend auf die berufliche Praxis vor. Deshalb brauchen wir auch für Regionen mit einer rückläufigen demographischen Entwicklung zugeschnittene Modelle für den Erhalt der Berufsschulen. Zudem muss ein attraktives Angebot an Hochschulen in der Region vorhanden sein, um jungen Menschen Ausbildung und Studium in der Heimat zu ermöglichen. Dazu gehören auch außeruniversitäre Forschungseinrichtungen.

Bei der Gewinnung zusätzlicher Fachkräfte für die niederbayerische Wirtschaft geht die CSU Niederbayern zwei Wege: Wir müssen v.a. für junge abgewanderte, niederbayerische Hochschulabsolventen und bestens qualifizierte Fachkräfte Anreize setzen, in ihre Heimat zurückzukehren. Zum anderen wollen wir internationale Fachkräfte gezielt für die Branchen gewinnen, in denen zunehmend Fachkräftebedarf besteht. Wir werden dabei interessierte Betriebe v.a. bei der Ausbildung, Integration und Betreuung ihrer neuen internationalen Mitarbeiter unterstützen. Gemeinsam mit der Wirtschaft müssen wir aber auch alles daran setzen, anerkannte Flüchtlinge schnellst- und bestmöglich in den Arbeitsprozess zu integrieren.

Gewerbegebiete:

Wir halten unsere Kommunen an, ausreichend Flächen zur Verfügung zu stellen, um schnell und flexibel auf Investitions- und Ansiedlungswünsche reagieren zu können. Auch ein Leerstands-Management für Industriehallen und –anlagen ist dringend notwendig, um einer weiteren Versiegelung von Flächen entgegenzuwirken. Auch in unseren Innenstädten und –orten brauchen wir Leerstands-Managements, um die Ortszentren nachhaltig zu stärken.

Wirtschaftsförderung

Schon heute ist es notwendig, Strategien zu entwickeln, um auch über das Jahr 2020 hinaus wertvolle Mittel der EU-Strukturförderung für Niederbayern und v.a. die grenznahen Regionen zu erhalten. Bei der Förderung von Investitionen sind insbesondere die Räume mit besonderem Handlungsbedarf zu berücksichtigen. Auch die Verzahnung von Wirtschaft und Wissenschaft muss wesentlich verbessert und effektiver gestaltet werden. Auch eine gezielte Förderung der Startups, die sich in Niederbayern ansiedeln wollen, ist von Bedeutung. Für diese Neugründungen bedarf es auch Finanzierungssysteme mit Risikokapital. Unsere Unternehmen und Betriebe profitieren nicht zuletzt von einem aktiven Engagement in Branchennetzwerken und Clustern. Dabei muss auch der Donauraum und die Europaregion Donau-Moldau stärker in den Blickpunkt rücken. Auch fordern wir eine Überprüfung und Ausweitung der Definition der Zuordnung zu „Kleinen und Mittlere Unternehmen” (KMU), da viele größere Familienunternehmen nicht mehr unter die KMU-Definition fallen und sie dadurch nicht von im Regelfall auf KMU beschränkte Fördermöglichkeiten profitieren können.

Export

Die niederbayerische Wirtschaft profitiert mit einem Exportanteil von über 50 Prozent überdurchschnittlich vom Außenhandel. Neben den freien Märkten in der Europäischen Union sichert der weltweite Export eine Fülle an Arbeitsplätzen und niederbayerischer Wirtschaftskraft. Dazu gehören in hohem Maße auch Exporte aus der Landwirtschaft. Die aktuellen Verhandlungen mit den USA für ein transatlantisches Freihandelsabkommen (TTIP) sind ein Modell, um Regelungen für die Globalisierung zu setzen. Es ist dabei selbstverständlich, dass europäische Standards beim Lebensmittelrecht, beim Verbraucherschutz und der Daseinsvorsorge im Rahmen der Verhandlungen nicht zur Disposition stehen.

 

Bezirksvorstand der CSU Niederbayern

Position zur aktuellen Lage in der Landwirtschaft

11./12. September 2015 – Kloster Weltenburg

Die CSU Niederbayern bekennt sich zur bäuerlichen Landwirtschaft als Lebensmittelerzeuger, Bewahrer unserer einmaligen Kulturlandschaft und als wichtigen Teil der Wirtschaft im ländlichen Raum. Wir lassen die Landwirtschaft in der derzeit schwierigen Situation nicht allein, sondern setzen uns auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene für schnelle, wirksame und unbürokratische Hilfsmaßnahmen ein.

Denn die aktuelle Preismisere bei wichtigen Agrarprodukten, wie Milch und Schweinefleisch, führt – wenn dieses Preistal länger anhält – bei vielen Höfen zu einer Existenzgefährdung. Erschwerend kommen die Folgen der außergewöhnlichen Dürre hinzu, insbesondere für Futterbaubetriebe und Sonderkulturbetriebe ohne ausreichende Beregnung:

Die von der Staatsregierung bereits Anfang August eingeleiteten Schritte wie Steuererleichterungen und Liquiditätshilfen waren ein wichtiges Sofortsignal zur Verbesserung der finanziellen Situation der betroffenen Betriebe, dem weitere kraftvolle Maßnahmen folgen müssen: schnellstmögliche Auszahlung wichtiger Flächenfördermaßnahmen, deutliche Aufstockung der Bundeszuschüsse für die landwirtschaftliche Unfallversicherung und Einführung der seit langem geforderten steuerlichen Risikorücklage für die betriebliche Kriseneigenvorsorge.

Die vom EU-Sonderagrarrat am 07.09. 2015 vorgeschlagenen Maßnahmen im Rahmen eines 500 Mio. €-Hilfspakets u. a. mit der Möglichkeit der Ausweitung der privaten Lagerhaltung und der Ausweitung des Schulmilchprogramms, ist ein wichtiges Zeichen, dem jedoch weitere Schritte folgen müssen. Wir fordern eine Anhebung des Interventionspreises für Milch, die Einführung von unvorhersehbaren Spontaninterventionen bei Milch zur Preisstabilisierung, die Bereitstellung der kompletten Superabgabe von EU-weit rund 900 Mio. €für die Milchbauern. Zudem sind auf EU- und Bundesebene die Maßnahmen zur Erschließung neuer Märkte innerhalb des EU-Binnenmarkts, aber auch neuer und wachsender Drittlandsmärkte auszuweiten, die Anstrengungen zur Überwindung des Russlandembargos zu intensivieren und Schritte einzuleiten, welche die Marktmacht des hochkonzentrierten Lebensmitteleinzelhandels beschränken. Insgesamt brauchen wir wieder mehr Fairness in der gesamten Wertschöpfungskette. Wenn ein Liter Mineralwasser wesentlich mehr kostet als ein Liter Milch muss gehandelt werden, denn „ebensmittel sind mehr wert!”.

 

Foto: CSU-Bezirksvorsitzender Manfred Weber, Wirtschaftsministerin Ilse Aigner, Landwirtschaftsminister Helmut Brunner, Stellvertretende Bezirksvorsitzende Reserl Sem, Wissenschaftsstaatssekretär Bernd Sibler

 

-hjl-