Home Tags Posts tagged with "Coronavirus"

Coronavirus

PRESSEMITTEILUNG                                                                                  15.09.2020

 

Betroffen sind die Klassen 3c und 4e – Unterricht wird für alle anderen Schüler fortgesetzt

Zwei Schüler der Klassen 3c und 4e der Grundschule St. Wolfgang haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Daher sind ihre Klassenkameraden sowie die beiden Lehrerinnen als Kontaktpersonen anzusehen und müssen auf Anordnung des Staatlichen Gesundheitsamts für zunächst eine Woche in häusliche Quarantäne gehen. Der Unterricht für diese beiden Klassen fällt natürlich bis auf Weiteres aus. Zudem werden alle Betroffenen morgen auf das Coronavirus getestet.

Die beiden infizierten Kinder und ihre Eltern waren laut Gesundheitsamt am Sonntag, 6. September, als Reiserückkehrer aus der Türkei am Flughafen München angekommen und wurden dort auf das Virus getestet. Bis zum Vorliegen eines negativen Ergebnisses und eines zweiten Negativtests mindestens fünf Tage nach der Einreise – der also frühestens am 11. September hätte vorgenommen werden dürfen – hätte sich die Familie gemäß der Einreisequarantäneverordnung des Freistaats Bayern und der gültigen Allgemeinverfügung der Stadt Landshut unverzüglich in häusliche Quarantäne begeben müssen. Dennoch schickten die Eltern ihre beiden Kinder am Dienstag, 8. September, zur Schule. Tags darauf wurden der Familie die positiven Testresultate der Kinder mitgeteilt; das Gesundheitsamt verordnete daraufhin eine 14-tägige Quarantäne.

Ungeachtet dessen nahmen die beiden infizierten Kinder, die bislang keine Symptome aufweisen, zumindest am heutigen Dienstag wieder am Unterricht ihrer Klassen 3c und 4e teil. Weil dadurch ein erhöhtes Infektionsrisiko für die Mitschülerinnen und Mitschüler sowie die in den Klassen tätigen Lehrkräfte besteht und um mögliche Infektionsketten schnell zu unterbrechen, musste für die Kinder ebenso wie für die beiden Klassenlehrerinnen vom Gesundheitsamt eine zunächst einwöchige häusliche Quarantäne ausgesprochen werden.

Für alle anderen Klassen der Grundschule St. Wolfgang findet dagegen weiterhin regulärer Unterricht statt. Für diese Schülerinnen und Schüler besteht nach Überzeugung des Gesundheitsamts aufgrund der von der Schule erarbeiteten und angewendeten Infektionsschutz- und Hygienepläne keine erhöhte Ansteckungsgefahr. Auch Testungen auf das Coronavirus sind für diese Kinder zwar auf Wunsch – wie für alle Bürger des Freistaats Bayern – jederzeit freiwillig möglich, sie sind jedoch nicht verpflichtend.

Foto: klartext.LA

 

20.08.2020 10:50

Die Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 über Aerosole in Innenräumen wird offenbar stark von der Luftfeuchtigkeit beeinflusst. Das schließen Forschende des Leibniz-Instituts für Troposphärenforschung (TROPOS) in Leipzig und des CSIR-National Physical Laboratory in New Delhi aus der Analyse von 10 internationalen Studien zum Thema. Sie empfehlen daher neben den bisher üblichen Maßnahmen wie Abstand und Masken auch die Raumluft zu kontrollieren. Eine relative Feuchte von 40 bis 60 Prozent könne die Ausbreitung der Viren und die Aufnahme über die Nasenschleimhaut reduzieren.

Daher sei es für die Eindämmung der COVID-19-Pandemie sehr wichtig, Standards für die Luftfeuchte in Innenräumen mit vielen Menschen wie Krankenhäusern, Großraumbüros oder dem Öffentlichen Nahverkehr zu schaffen und umzusetzen, schreibt das Forscherteam im Fachjournal Aerosol and Air Quality Research.

Nach Angaben der WHO hat das Coronavirus SARS-CoV-2 in über einem halben Jahr global zu mindestens 21 Millionen Infizierten und über 750.000 Toten geführt. Die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie stellen praktisch alle Länder vor große gesellschaftliche Herausforderungen. Weltweit wird daher nach Wegen gesucht, die Ausbreitung des Virus einzudämmen, um drastische Maßnahmen wie Ausgangsbeschränkungen und Kontaktsperren zu vermeiden. Als Hauptübertragungsweg für das Virus galt lange der direkte Kontakt von Mensch zu Mensch, wenn Infizierte durch Niesen oder Husten Sekret mit Viren abgeben und dieses von anderen Personen über die Nasenschleimhäute aufgenommen wird. Da diese Tropfen relativ groß und schwer sind, fallen sie relativ schnell zu Boden und können nur sehr kurze Strecken in der Luft zurücklegen. Die Empfehlung einen Mindestabstand von 1,5m bis 2m einzuhalten (Social Distancing) basiert auf dieser Annahme. In letzter Zeit wurden jedoch auch COVID-19-Ausbrüche registriert, die offenbar auf die gleichzeitige Anwesenheit vieler Personen in einem Raum zurückzugehen scheinen (Chorproben, Schlachtbetriebe u.a.). Ein Sicherheitsabstand von 1,5m reicht offenbar nicht aus, wenn sich Infizierte und Gesunde über längere Zeit gemeinsam in einem Raum aufhalten. So konnten Niederländische Forschende beispielsweise inzwischen nachweisen, dass winzige Tropfen von 5 Mikrometer Durchmesser – wie sie beim Sprechen entstehen – bis zu 9 Minuten in der Luft schweben können. Im Juli haben sich daher 239 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 32 Ländern – darunter auch der Chemiker Prof. Hartmut Herrmann von TROPOS – mit einem Appell an die Weltgesundheitsorganisation WHO gewendet, die langlebigen, in der Luft schwebenden infektiösen Teilchen stärker in den Fokus zu nehmen. Um die Ausbreitung über die in der Luft schwebenden Aerosole einzudämmen, empfehlen die Forschenden neben dem weiteren Tragen von Masken vor allem eine gute Belüftung von Innenräumen.

Ein Indisch-Deutsches Forscherteam weist jetzt auf einen weiteren Aspekt hin, der bisher wenig beachtet wurde und in der nächsten Grippesaison besonders wichtig werden könnte: die Luftfeuchtigkeit in Innenräumen. Die Physiker des Leibniz-Instituts für Troposphärenforschung (TROPOS) in Leipzig und des CSIR-National Physical Laboratory in New Delhi untersuchen seit Jahren die physikalischen Eigenschaften von Aerosol-Partikeln, um die Auswirkungen auf die Luftqualität oder die Wolkenbildung besser abschätzen zu können. „In der Aerosolforschung ist bereits lange bekannt, dass die Luftfeuchtigkeit eine große Rolle spielt: Je feuchter die Luft ist, umso mehr Wasser haftet an den Partikeln und umso schneller können sie wachsen. Wir waren daher neugierig: was gibt es bereits an Studien dazu?“, erklärt Dr. Ajit Ahlawat vom TROPOS.
Daher werteten sie insgesamt 10 internationalen Studien aus, die zwischen 2007 und 2020 den Einfluss der Luftfeuchtigkeit auf das Überleben, die Ausbreitung und Infektion mit den Erregern der Grippe und der Coronaviren SARS-CoV-1, MERS und SARS-CoV-2 untersucht haben. Ergebnis: Die Luftfeuchtigkeit beeinflusst die Ausbreitung der Coronaviren in Innenräumen über drei Wege: (a) das Verhalten der Mikroorganismen innerhalb der Viruströpfchen, (b) das Überleben oder Inaktivierung des Virus auf Oberflächen und (c) die Rolle der trockenen Innenraumluft bei der Übertragung von Viren über die Luft. Niedrige Luftfeuchtigkeit lässt die Tröpfen mit Viren zwar schneller austrocknen, aber die Überlebensfähigkeit der Viren scheint trotzdem noch hoch zu bleiben. Das Team schlussfolgert, dass andere Prozesse für die Infektion wichtiger sind: „Liegt die relative Luftfeuchtigkeit der Raumluft unter 40 Prozent, dann nehmen die von Infizierten ausgestoßenen Partikel weniger Wasser auf, bleiben leichter, fliegen weiter durch den Raum und werden eher von Gesunden eingeatmet. Außerdem werden bei trockener Luft auch die Nasenschleimhäute in unseren Nasen trockner und durchlässiger für Viren“, fasst Ajit Ahlawat zusammen.

Die neuen Erkenntnisse sind besonders für die kommende Wintersaison von Bedeutung, wenn sich auf der Nordhalbkugel Millionen Menschen in beheizten Räumen aufhalten werden. „Das Erwärmen der Frischluft sorgt auch dafür, dass diese trocknet. In kalten und gemäßigten Klimazonen herrscht daher in Innenräumen während der Heizsaison meist ein sehr trockenes Raumklima. Dies könnte die Ausbreitung der Coronaviren fördern“, warnt Prof. Alfred Wiedensohler vom TROPOS. Die Luftfeuchte entscheidet, wieviel Wasser ein Partikel binden kann. Bei höherer Luftfeuchte verändert sich die Oberfläche der Partikel stark: Es bildet sich eine Art Wasserblase – also ein Mini-Ökosystem mit chemischen Reaktionen. Der Flüssigwassergehalt von Aerosolen spielt bei vielen Prozessen in der Atmosphäre eine wichtige Rolle, da sie die optischen Eigenschaften beeinflussen, was z.B. zu Dunst oder veränderten Auswirkungen von Aerosolen auf das Klima führt.

Bei höherer Luftfeuchtigkeit wachsen die Tröpfchen also schneller, fallen früher zu Boden und können weniger von Gesunden eingeatmet werden. „Eine Luftfeuchtigkeit von mindestens 40 Prozent in öffentlichen Gebäuden und im Nahverkehr würde daher nicht nur die Auswirkungen von COVID-19 reduzieren, sondern auch die von anderen Viruserkrankungen wie beispielsweise der saisonalen Grippe. Die Behörden sollten den Faktor Luftfeuchtigkeit in künftigen Richtlinien für Innenräume einarbeiten“, fordert Dr. Sumit Kumar Mishra vom CSIR – National Physical Laboratory in New Delhi. Für Länder in kühlen Klimazonen empfehlen die Forscher eine Mindest-Luftfeuchtigkeit in Innenräumen. Länder in tropischen und heißen Klimazonen sollten dagegen darauf achten, dass Innenräume nicht durch Klimaanlagen extrem unterkühlt werden. Wenn die Luft extrem abgekühlt wird, trocknet sie die Feuchtigkeit aus der Luft und den Partikeln. Dadurch fühlen sich die Menschen im Raum wohl, aber die trockenen Partikel bleiben jedoch auch länger in der Luft.

Aus Sicht der Forscher sollte der Innenraumluft mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden, um künftige Krankheitsausbrüche zu vermeiden. Der Feuchtegehalt der Raumluft ist ein wichtiger Aspekt aber nicht der Einzige. Daneben kann frische Außenluft das Übertragungsrisiko senken. Und natürlich die bereits bekannten und praktizierten Maßnahmen: Abstand halten, möglichst wenig Personen pro Raumvolumen und Masken tragen. Das geringste Infektionsrisiko herrscht nach wie vor dort, wo keine Viren in der Luft sind.
Fotos und Text: Tilo Arnhold Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Leibniz-Institut für Troposphärenforschung e. V.

Pressemitteilung 

Die Fallzahlen am Klinikum fallen weiter – Vorab-Screening aller Patienten 

Die Zahl der Coronavirus-Patienten am Klinikum sinkt weiter: Derzeit sind rund 25 Patienten mit Covid-19 in Behandlung. Drei davon werden intensivmedizinisch betreut. „Die Lage hat sich in den vergangenen Wochen merklich entspannt“, so Geschäftsführer Dr. Philipp Ostwald. Zum Vergleich: Um Ostern herum waren es bis zu 65 Patienten im Klinikum. Seit vier Wochen fallen die Zahlen langsam, aber stetig. 

Insgesamt wurden bisher über 100 Patienten mit Coronavirus-Infektion am Klinikum behandelt, davon ca. 35 intensivmedizinisch. Von den Intensivpatienten sind über 25 beatmet worden bzw. werden noch beatmet. Rund zehn beatmete Intensiv-Patienten mit Covid-19 konnten mittlerweile wieder zurück auf eine normale Corona-Station gebracht werden, da sich ihr Krankheitszustand deutlich verbessert hat. An die Mitarbeiter sprach Dr. Ostwald ein großes Lob aus: „Ärzte, Pflegekräfte und auch alle anderen Mitarbeiter haben in dieser Krisensituation exzellente Arbeit geleistet und sich selbst übertroffen.“ Besonders beeindruckt habe ihn die Tatkraft und der Zusammenhalt unter den Menschen. 

Ambulante und stationäre Patienten werden vorab gescreent 

Mittlerweile dürfen die bayerischen Krankenhäuser die ersten, vorsichtigen Schritte zur Normalität zurückgehen. Grundlage dafür ist eine neue Allgemeinverfügung vom bayerischen Innen- und Gesundheitsministerium, die jedoch mit hohen Auflagen verbunden ist. „Es ist eine Öffnung mit angezogener Handbremse, da man jederzeit auf einen erneuten Anstieg der Infektionszahlen reagieren will. Eine zweite Welle ist jederzeit möglich“, so Dr. Ostwald. Am Klinikum werden deshalb weiterhin vor allem Patienten mit dringlichen Erkrankungen oder akuten Symptomen behandelt, beispielsweise Schlaganfälle, Herzinfarkte oder Krebs-Therapien. 

Ein entscheidender Punkt in der Allgemeinverfügung lautet, dass Krankenhäuser 30 Prozent der Intensivkapazitäten sowie 25 Prozent der Normalbetten für Covid-19-Patienten verfügbar halten müssen. „Wir setzen dies um, indem wir die Coronavirus-Normalstation, die Verdachtsstation sowie die eigene Intensivstation weiterführen“, so Ostwald. Auch eine weitere Station kann jederzeit eröffnet werden. Die Erfahrung der Ärzte am Klinikum zeige, dass es zwar viele leichte Covid-19-Infektionen gibt. Aber die schweren Verläufe seien oft lebensbedrohlich, und das auch schon für Menschen mittleren Alters. 

Außerdem soll laut der Allgemeinverfügung bei stationären Patienten vor der Behandlung ein Screening durchgeführt werden. Das bedeutet, Patienten werden vor der Behandlung befragt – nach einer nachgewiesenen Coronavirus-Infektion, Kontakten mit Infizierten und nach Symptomen wie Fieber Husten und Geruchs-/Geschmacksstörung. Auch ambulante Patienten werden befragt. Bei Hinweisen auf eine Covid-19-Erkrankung erfolgt ein Abstrich. Seit etwa zwei Wochen werden am Klinikum außerdem routinemäßig alle stationären Patienten getestet, die über 60 Jahre alt sind. 

„Insgesamt erfüllen wir viele Anforderungen aus der Allgemeinverfügung bereits“, fasst Ostwald zusammen. Das Klinikum hat sich bei der Umsetzung eng mit dem Ärztlichen Leiter der FüGK und dem Gesundheitsministerium abgestimmt. Die Verfügung gilt bis zum 31. Juli, „das bedeutet, dass 

wir die bestehenden Vorkehrungen und Strukturen mindestens bis zu diesem Datum weiter fortführen müssen.“ 

Erstes Fazit zu den neuen Besucherregelungen 

Seit Montag gilt: Patienten dürfen am Tag von einer nahe stehenden Person für eine Stunde im Zeitraum zwischen 14 und 17 Uhr in ihrem Patientenzimmer besucht werden. Damit hatte die Staatsregierung das strikte Besuchsverbot gelockert. Die neue Besucherregelung ist laut Dr. Ostwald gut angelaufen. Wichtig sei, dass die Coronavirus- und Intensivstationen weiterhin nur in besonderen Ausnahmesituationen besucht werden dürfen. 

Für alle gilt: Alle Besucher müssen während des gesamten Besuchs den Mund-Nasen-Schutz des Klinikums tragen und zu anderen Personen den Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten – auch zum besuchten Patienten. Außerdem müssen die Besucher frei von ansteckenden Krankheiten sein. Die Details sind auf der Klinikums-Seite einsehbar. 

Veranstaltungen und Vorträge setzen am Klinikum weiterhin aus. Geburtsvorbereitungs- und Rückbildungskurse werden inzwischen online angeboten, weitere Informationen dazu gibt es auf der Homepage des Klinikums auf der Seite der Frauenklinik. 

Mehr Informationen finden Sie unter www.klinikum-landshut.de 

 

Coronavirus? Wir bleiben in Kontakt!

Wie läuft Schule, Alltag, Freundschaft in Zeiten der Pandemie? An der Wirtschaftsschule Seligenthal in Landshut, wo Mariana Gronewald-Haake Spanisch unterrichtet, wurde sehr schnell eine Cloud für die Schülerinnen und Schüler zur Verfügung gestellt, auf der sich alle selbständig Aufgaben, Erklärungen, Lernvideos herunterladen und bearbeiten konnten. Zudem wurden Learning Apps, Vokabelprogramme usw. eingesetzt, die schon zuvor im Unterricht angewandt wurden.

Aber der persönliche Kontakt fehlt! Schüler und Lehrer vermissen sich gleichermaßen. In Frau Gronewald-Haakes Spanisch-Wahlfach hatten die Teilnehmer dieses Schuljahr zudem vor, eine entstehende Schulpartnerschaft mit dem Colegio Santa Maria Huelgas in Valladolid mit einem Besuch in den Osterferien zu festigen. Die Enttäuschung war sehr groß, bei allen!

Lehrkraft und Schüler haben daher Bilder, Motivationssprüche und Selfies zu Collagen zusammengestellt und ihren Austauschpartnern geschickt. Auch Videos wurden auf Whatsapp ausgetauscht und mit der App HouseParty konnte ein gemeinsamer Abend – jeder für sich daheim und doch alle zusammen – auf die Beine gestellt werden.

Ein Schüler auf der “House Party” fasste den Abend positiv zusammen: “Al Coronavirus le quitamos la corona esta noche!” – “Dem Coronavirus haben wir heute Abend die Krone abgenommen!”

Foto-Collage: Mariana Gronewald-Haake

Pressemitteilung 

Lage am Klinikum ist weiter stabil 

„Die Lage am Klinikum Landshut ist weiter stabil“, berichtet Geschäftsführer Dr. Philipp Ostwald. Seit gut einer Woche steigt die Patientenzahl mit Coronavirus am Klinikum kaum mehr an. „Wir können vorsichtig optimistisch sein, dass es uns gelungen ist die Pandemie-Welle ausreichend zu verlangsamen, um unser (regionales) Gesundheitssystem nicht zu überlasten. Allerdings ist es noch zu früh, um eine endgültige Entwarnung zu geben.“ Die Kapazitäten am Klinikum wurden seit Mitte letzter Woche auch nochmal erweitert: Eine weitere Verdachtsstation ist aufgebaut worden, außerdem steht nun eine Intermediate-Care-Station (IMC) mit 6 Überwachungsplätzen zur Verfügung. Hier werden Patienten behandelt, die nicht mehr künstlich beatmet werden müssen, aber die noch eine engmaschige Betreuung und Überwachung brauchen, bevor sie zurück auf die Normalstation können. 

Insgesamt hat das Klinikum nun zwei Stationen für positive Fälle, zwei Stationen für Verdachtsfälle, eine eigene Intensivstation für Coronavirus-Fälle und eine IMC-Station eingerichtet. Von den über 100 Betten für Corona-Patienten sind derzeit noch über 40 Betten frei. Sieben beatmete Intensiv-Patienten mit Covid-19 konnten mittlerweile auch schon wieder zurück auf eine normale Corona-Station gebracht werden, da sich ihr Krankheitszustand deutlich verbessert hat. „Vielen Dank an alle Ärzte, Pflegekräfte und alle anderen Mitarbeiter, die solche Erfolgsgeschichten mitschreiben. Wenn man diesen Einsatz erlebt, erahnt man, weshalb die Sterberate in Deutschland niedriger ist, als in anderen Ländern“, so Dr. Ostwald. 

Festgestellt habe man jedoch auch, „dass Patienten mit schweren Verläufen oft in den 60ern und 70ern sind“ – also Personen, die eher am Anfang der altersbedingten Risikogruppe sind. Das Robert-Koch-Institut stuft Menschen ab 50 bis 60 Jahren mit einem höheren Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf ein. „Im Namen des gesamten Personals bitte ich die Bevölkerung, die Coronavirus-Pandemie weiter ernst zu nehmen“, appelliert der Geschäftsführer des Klinikums. Das heißt, auch über die Oster-Feiertage den Mindestabstand zu anderen einhalten, nur für die dringendsten Angelegenheiten nach draußen zu gehen und eine gute Händehygiene einzuhalten. Gerade größere Zusammenkünfte über Ostern könnten die Zahl der Infizierten wieder ansteigen lassen. 

Auch abseits von Coronavirus werden die Patienten am Klinikum weiter gut versorgt: Notfälle wie schwere Unfälle werden weiterhin operiert und auch andere dringliche Behandlungen, z.B. bei Herzinfarkten oder Schlaganfällen gehen weiter. Diese Patienten werden strikt von den Coronavirus-Patienten getrennt. 

Geburt zu Coronazeiten 

Die häufigste Frage an die Geburtshilfe derzeit ist, ob Väter mit in den Kreißsaal kommen und ob sie Mutter und Kind auf der Neugeborenenstation besuchen dürfen. Im Klinikum Landshut ist es noch möglich, dass der Papa bei der Geburt dabei ist. Im Wochenbett dürfen Väter eine Stunde pro Tag zu Besuch kommen. Voraussetzung ist aber immer, dass der Vater frei von Erkältungssymptomen ist (z.B. Fieber, Husten, Schnupfen) und 14 Tage vor Geburt nicht in Risikogebieten war und keinen Kontakt zu einem bestätigten Covid-19-Patienten hatte. Im Kreißsaal und auch auf der 

Neugeborenenstation gilt Mundnasenschutz-Pflicht für alle, also für Mama, Papa und das gesamte Personal. Das Ärzte- und Hebammen-Team des Klinikums ist dankbar für das große Verständnis der werdenden Eltern, die die Schutz- und Hygiene-Maßnahmen in Corona-Zeiten einwandfrei umzusetzen. Für den Fall, dass eine werdende Mutter, die positiv auf Coronavirus getestet ist, in den Wehen liegt, ist dafür bereits vorgesorgt: Ein eigener Kreißsaal mit einer Hebamme, die die werdende Mutter nahtlos und intensiv begleitet, ist dafür vorgesehen. Bei weiteren Fragen können sich werdende Mütter an den Kreißsaal, Tel. 0871/698-3239, wenden. 

KVB-Bereitschaftspraxis vorrübergehend geschlossen 

Ab sofort ist die Bereitschaftspraxis der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB) am Klinikum Landshut vorrübergehend geschlossen. Der Grund: Die Schwerpunktpraxis für Corona-infizierte Patienten im Rosenhof in Ergolding wird mit dem Personal und Gerätschaften der KVB-Bereitschaftspraxis am Klinikum betrieben. Nach der Coronavirus-Pandemie wird die Bereitschaftspraxis wieder zu den gewohnten Öffnungszeiten verfügbar sein, der Zeitpunkt wird noch bekannt gegeben. 

Die Öffnungszeiten der Bereitschaftspraxen sind stets aktuell auf der Internetseite www.bereitschaftsdienst-bayern.de zu finden. Telefonisch ist der Ärztliche Bereitschaftsdienst kostenlos und vorwahlfrei unter der bundesweit einheitlichen Telefonnummer 116117 erreichbar. Bei lebensbedrohlichen Erkrankungen ist weiterhin stets der Notarzt – unter der kostenfreien Rufnummer 112 – zu verständigen. 

Mehr Informationen finden Sie unter www.klinikum-landshut.de 

 

Bildtext: Freuten sich über die erfolgreiche Kooperation: Mipa Vorstände Klaus Fritzsche, Markus Fritzsche, Dr. Uwe Rohr und Robert Jungwirth (hintere Reihe, v.l.n.r.) sowie stellv. bayr. Ministerpräsident Hubert Aiwanger (vordere Reihe, l.) und Landrat Peter Dreier (vordere Reihe, r.).

 

Coronavirus: MIPA hilft mit Desinfektionsmitteln

In Zeiten der Corona-Krise sind Desinfektionsmittel ebenso knapp wie wichtig. Um die Versorgung der Gesundheitsbranche sicherzustellen, füllt die MIPA SE als einer der größten Lack- und Farbenhersteller in Deutschland Desinfektionsmittel im Auftrag der bayerischen Staatsregierung ab.

An drei Standorten der Mipa Gruppe arbeiten die Anlagen seit kurzem nicht mehr ausschließlich für die Abfüllung von Lacken für die Autoreparatur, industrielle Anwendungen, Holzoberflächen oder Bauten, sondern werden für eine andere Art von Produkt genutzt: Desinfektionsmittel. Angesichts der zunehmenden Ausbreitung des Coronavirus wurde diese Aktion in Zusammenarbeit mit ausgewählten Großunternehmen der Region von stellvertretendem bayerischen Ministerpräsidenten Hubert Aiwanger und Landrat Peter Dreier initiiert.

Am Donnerstag, den 2. April 2020 hat der erste LKW mit knapp 20.000 Liter Desinfektionsmittel den Hauptsitz der MIPA SE in Essenbach verlassen. Seit Anfang des Monats wurden mittlerweile bereits 100.000 Liter an die Sammelstation in München versendet. Dort werden die Vorräte dann an diejenigen verteilt, auf die es jetzt besonders ankommt – Krankenhäuser, Hilfsdienste und andere wichtige Organisationen. Aktuell werden am Hauptsitz der Mipa Gruppe im niederbayerischen Essenbach sowie an den zur Unternehmensgruppe gehörenden Produktionsstandorten in Regensburg und Landshut dafür täglich ein bis zwei Lastwägen mit Desinfektionsmittel in 5- und 10-Liter-Gebinden beladen. Möglich wäre auch noch einiges mehr, wenn die Rohstoffe verfügbar sind. Aktuell erfolgt die Abfüllung neben den üblichen laufenden Produktionen, wobei bei Bedarf hierfür auch die eigene Produktion eingeschränkt würde.

Die MIPA SE kann so als eines der wenigen für die Abfüllung von Desinfektionsmitteln in diesen Größenordnungen geeigneten Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Verfügbarkeit der dringend benötigten Ressourcen leisten. Die technischen Voraussetzungen für eine Großaktion dieser Art sind bei MIPA bereits gegeben: Moderne Maschinen und Anlagen, Personal, das im Umgang mit Gefahrgütern geschult ist, sowie die entsprechende Logistik. Dieses Projekt zeigt, dass schnelle und unbürokratische Zusammenarbeit in der heutigen Lage wichtiger ist denn je.

 

Foto: MIPA

·         Massive Verkehrs- und Ertragsrückgänge infolge der Corona-Krise

·         Sofortige Einführung von Kurzarbeit in allen Bereichen

·         Ziel ist es, Arbeitsplätze zu sichern

Airport Management und Betriebsrat haben sich auf die sofortige Einführung von Kurzarbeit bei der Flughafen München GmbH (FMG) und ihrer Abfertigungstochter AeroGround verständigt. Damit reagiert der Flughafen München auf die massiven Verkehrsrückgänge und Ertragsverluste infolge der Corona-Krise. Die Kurzarbeit betrifft mehrere Tausend Mitarbeiter aus allen Betriebsbereichen von FMG und AeroGround. Der jeweilige Umfang der Kurzarbeit, der bis zu 100 Prozent betragen kann, hängt vom Volumen des wegfallenden Arbeitsaufkommens ab und wird in den verschiedenen Bereichen individuell festgelegt. Durch die Einführung der Kurzarbeit sollen die Arbeitsplätze bei FMG und AeroGround in der Krisenzeit gesichert werden.

„Wir können heute noch nicht abschätzen, wann sich der Luftverkehr wieder regenerieren wird. Die Kurzarbeit wird uns aber dabei helfen, den Schaden für das Unternehmen und die Mitarbeiter zu begrenzen“, erklärte Jost Lammers, Vorsitzender der Geschäftsführung der FMG.

Auch andere Tochtergesellschaften der FMG wie die Handelsgesellschaft Eurotrade, die Restaurationsgesellschaft Allresto oder die Sicherheitsgesellschaft CAP haben bereits Kurzarbeit eingeführt und dafür jeweils eigene Regelungen mit ihren Arbeitnehmervertretungen getroffen. Die entsprechenden Vereinbarungen basieren auf den unterschiedlichen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der jeweiligen Branchenzugehörigkeit der Tochtergesellschaften. Seitens des Arbeitgebers wird das gesetzliche Kurzarbeitergeld der Beschäftigten – abhängig vom jeweiligen Unternehmen– auf bis zu 90 Prozent des durch Kurzarbeit entfallenen Nettoentgelts aufgestockt. Für FMG und AeroGround wurde überdies eine soziale Komponente vereinbart, derzufolge Mitarbeitern aus den unteren bis mittleren Lohngruppen eine höhere Aufstockung ausgezahlt wird.

„In dieser schwierigen Lage sind alle Konzernbeschäftigten gefordert. Der Teamgeist war am Flughafen München schon immer der entscheidende Erfolgsfaktor. Ich freue mich, dass wir auch in der Krise alle an einem Strang ziehen“, erklärte Flughafenchef Lammers.

 Foto: FMG

Coronavirus: Aktuelle Informationen aus dem Klinikum

Kapazitäten sind jederzeit erweiterbar „Insgesamt ist die Lage am Klinikum Landshut stabil.

Aber auch bei uns steigt die Zahl der stationären Patienten“, berichtet Geschäftsführer Dr. Philipp Ostwald. Derzeit werden am Klinikum drei Stationen als Corona-Station geführt: zwei für bestätigte positive Fälle und eine für Verdachtsfälle. Zusätzlich gibt es eine komplette Intensivstation für Coronavirus-Fälle. „Wir haben noch freie Kapazitäten und können diese jederzeit erweitern.“ So können weitere Stationen für die Behandlung von Covid-19-Patienten sofort eröffnet werden. Auch weitere Intensivbetten werden wie geplant Anfang April aktiviert – damit wäre die dritte von bisher vier Stufen für den Ausbau der IntensivKapazitäten erreicht. Weitere Stufen werden bei Bedarf aktiviert.

„Wir gehen diese Herausforderung sehr koordiniert und mit aller Kraft an“, so Dr. Ostwald. „Am Klinikum Landshut wird tagtäglich Großartiges geleistet. Ich bin all unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unglaublich dankbar für ihren enormen Einsatz, ihren Mut und ihre Flexibilität.“ Auch aus der Bevölkerung gebe es viel Zuspruch. „Momentan widmen wir uns verstärkt der Umorganisation unseres Personals, der Einweisung von Mitarbeitern auf den Coronastationen und dem Nachschub von Material“, erklärt der Geschäftsführer. Intensiv ist nach wie vor die Abstimmung mit den Führungsgruppen Katastrophenschutz (FüGK) von Stadt und Landkreis sowie dem Rettungsdienst-Zweckverband inkl. der zugehörigen Krankenhäuser. Am Klinikum selbst trifft sich bereits seit Ende Januar, noch bevor der erste Fall in Deutschland bekannt wurde, eine Taskforce. „Wir haben die Situation früh ernst genommen und Strukturen gebildet. So konnten wir uns vorausschauend und geordnet neu aufstellen“, so Dr. Ostwald. So hat die Apotheke des Klinikums bereits vor Wochen selbst Händedesinfektionsmittel hergestellt. Im klinikeigenen Reinraumlabor haben die Mitarbeiter das Mittel nach der Standardrezeptur der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erzeugt. Diese eigene Mischung kommt nun parallel zum vorhandenen eingekauften Desinfektionsmittel im Klinikum zum Einsatz.

Vor etwa einer Woche hatte das Klinikum einen Freiwilligen-Aufruf gestartet. Viele Helfer haben sich seitdem gemeldet. „Wir sind überwältigt von dieser Hilfsbereitschaft“, so Dr. Ostwald. Einige medizinische und pflegerische Freiwillige werden in den nächsten Tagen am Klinikum Landshut begrüßt. Bei den nicht-medizinischen Helfern werden die Einsatzmöglichkeiten derzeit noch geprüft. Außerdem appelliert Dr. Ostwald an die Bevölkerung, das Coronavirus mit all seinen Einschränkungen weiter ernst zu nehmen. „Covid-19 ist keine harmlose Erkältung. Es kann sehr schnell zu einem lebensbedrohlichen Verlauf kommen. Das sehen die Ärzte und Pflegekräfte in Deutschland jeden Tag.“

Mehr Informationen finden Sie unter www.klinikum-landshut.de

 

Foto: Klinikum Landshut

Das Tragen von Schutzmasken im Einsatzdienst dient dem Eigenschutz

Im Kampf gegen das Coronavirus hat die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Landshut zum vergangenen Wochenende die eigenen Schutzmaßnahmen weiter erhöht. Zur Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft und zum Schutz der ehrenamtlichen Einsatzkräfte tragen die Feuerwehrfrauen und -Männer bei Einsätzen ab sofort Schutzmasken. 
Auf Grund der rasant steigenden Infektionszahlen in und um Landshut soll damit eine mögliche Ansteckung der eigenen Mannschaft durch unwissentlich infizierte Personen bzw. Kontaktpersonen – auch aus den eigenen Reihen – verhindert werden. Für Einsätze im Zusammenhang mit potentiellen Corona-Patienten bzw. Corona-Verdachtsfällen hält die Landshuter Feuerwehr ohnehin bereits seit drei Wochen bei allen Löschzügen eine gesonderte Schutzausstattung vor. 
Stadtbrandrat Gerhard Nemela: „Wir können auf Grund der stetig steigenden Zahlen in unserer Region nicht mehr sicher sein, dass nicht doch auch Mitglieder unserer Wehr unwissentlich und ohne Symptome mit dem Virus infiziert sind und weiter ausrücken. Damit wäre vor allem in den Fahrzeugen und Wachen ein deutlich erhöhtes Infektionsrisiko der gesamten Mannschaft gegeben, dies wollen wir soweit es geht minimieren. Die Bevölkerung muss sich somit keine Sorgen machen, wenn Einsatzkräfte der Feuerwehr mit Schutzmasken zur Hilfe anrücken – dies dient rein dem Eigenschutz.”
 
Zudem wurden als weitere Sicherheitsmaßnahme die Sitzplätze in den Fahrzeugen minimal reduziert, um hier immer entsprechende Abstände zwischen den Einsatzkräften gewährleisten zu können. Eine Verminderung der Einsatzbereit geht damit nicht einher. Bei Fahrzeugen mit einer so genannten Staffelbesatzung (sechs Feuerwehrdienstleistende) ändert sich nichts – hier sind die Sitzabstände ausreichend, Fahrzeuge mit einer Gruppenbesatzung (neun Feuerwehrdienstleistende) werden vorübergehend auf eine Staffelbesatzung reduziert. Das vor Ort benötigte Personal wird die Einsatzstellen dann mit zusätzlichen Einsatzfahrzeugen anfahren, so dass aus dieser Maßnahme keine Personalknappheit hervorgeht. 
 
Für alle Einsatzkräfte der Landshuter Feuerwehr gelten darüber hinaus weiter die bereits bekannten gesonderten Regelungen: Wer in einem Risikogebiet war, darf 14 Tage nicht am Feuerwehrdienst teilnehmen. Auch wer als Kontaktperson einer infizierten Person ausgemacht wurde, darf bis zu einem negativen Testergebnis nicht am Einsatzdienst teilnehmen. Der Übungs-, Schulungs- und Lehrgangsbetrieb sowie alle anderen Aktivitäten wie Besprechungen und Kameradschaftsabende in den Feuerwachen – mit Ausnahme des Einsatzgeschehens – sind ebenfalls weiter auf Eis gelegt. Aktuell ist innerhalb der Landshuter Feuerwehr glücklicherweise kein positiver Corona-Fall bekannt. In allen acht Feuerwachen steht aktuell ausreichend Personal zur Abarbeitung der Einsätze zur Verfügung. 
 
Foto: Feuerwehr Landshut – Beispielbild für Maskenträger