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Coronavirus

·         Massive Verkehrs- und Ertragsrückgänge infolge der Corona-Krise

·         Sofortige Einführung von Kurzarbeit in allen Bereichen

·         Ziel ist es, Arbeitsplätze zu sichern

Airport Management und Betriebsrat haben sich auf die sofortige Einführung von Kurzarbeit bei der Flughafen München GmbH (FMG) und ihrer Abfertigungstochter AeroGround verständigt. Damit reagiert der Flughafen München auf die massiven Verkehrsrückgänge und Ertragsverluste infolge der Corona-Krise. Die Kurzarbeit betrifft mehrere Tausend Mitarbeiter aus allen Betriebsbereichen von FMG und AeroGround. Der jeweilige Umfang der Kurzarbeit, der bis zu 100 Prozent betragen kann, hängt vom Volumen des wegfallenden Arbeitsaufkommens ab und wird in den verschiedenen Bereichen individuell festgelegt. Durch die Einführung der Kurzarbeit sollen die Arbeitsplätze bei FMG und AeroGround in der Krisenzeit gesichert werden.

„Wir können heute noch nicht abschätzen, wann sich der Luftverkehr wieder regenerieren wird. Die Kurzarbeit wird uns aber dabei helfen, den Schaden für das Unternehmen und die Mitarbeiter zu begrenzen“, erklärte Jost Lammers, Vorsitzender der Geschäftsführung der FMG.

Auch andere Tochtergesellschaften der FMG wie die Handelsgesellschaft Eurotrade, die Restaurationsgesellschaft Allresto oder die Sicherheitsgesellschaft CAP haben bereits Kurzarbeit eingeführt und dafür jeweils eigene Regelungen mit ihren Arbeitnehmervertretungen getroffen. Die entsprechenden Vereinbarungen basieren auf den unterschiedlichen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der jeweiligen Branchenzugehörigkeit der Tochtergesellschaften. Seitens des Arbeitgebers wird das gesetzliche Kurzarbeitergeld der Beschäftigten – abhängig vom jeweiligen Unternehmen– auf bis zu 90 Prozent des durch Kurzarbeit entfallenen Nettoentgelts aufgestockt. Für FMG und AeroGround wurde überdies eine soziale Komponente vereinbart, derzufolge Mitarbeitern aus den unteren bis mittleren Lohngruppen eine höhere Aufstockung ausgezahlt wird.

„In dieser schwierigen Lage sind alle Konzernbeschäftigten gefordert. Der Teamgeist war am Flughafen München schon immer der entscheidende Erfolgsfaktor. Ich freue mich, dass wir auch in der Krise alle an einem Strang ziehen“, erklärte Flughafenchef Lammers.

 Foto: FMG

Coronavirus: Aktuelle Informationen aus dem Klinikum

Kapazitäten sind jederzeit erweiterbar „Insgesamt ist die Lage am Klinikum Landshut stabil.

Aber auch bei uns steigt die Zahl der stationären Patienten“, berichtet Geschäftsführer Dr. Philipp Ostwald. Derzeit werden am Klinikum drei Stationen als Corona-Station geführt: zwei für bestätigte positive Fälle und eine für Verdachtsfälle. Zusätzlich gibt es eine komplette Intensivstation für Coronavirus-Fälle. „Wir haben noch freie Kapazitäten und können diese jederzeit erweitern.“ So können weitere Stationen für die Behandlung von Covid-19-Patienten sofort eröffnet werden. Auch weitere Intensivbetten werden wie geplant Anfang April aktiviert – damit wäre die dritte von bisher vier Stufen für den Ausbau der IntensivKapazitäten erreicht. Weitere Stufen werden bei Bedarf aktiviert.

„Wir gehen diese Herausforderung sehr koordiniert und mit aller Kraft an“, so Dr. Ostwald. „Am Klinikum Landshut wird tagtäglich Großartiges geleistet. Ich bin all unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unglaublich dankbar für ihren enormen Einsatz, ihren Mut und ihre Flexibilität.“ Auch aus der Bevölkerung gebe es viel Zuspruch. „Momentan widmen wir uns verstärkt der Umorganisation unseres Personals, der Einweisung von Mitarbeitern auf den Coronastationen und dem Nachschub von Material“, erklärt der Geschäftsführer. Intensiv ist nach wie vor die Abstimmung mit den Führungsgruppen Katastrophenschutz (FüGK) von Stadt und Landkreis sowie dem Rettungsdienst-Zweckverband inkl. der zugehörigen Krankenhäuser. Am Klinikum selbst trifft sich bereits seit Ende Januar, noch bevor der erste Fall in Deutschland bekannt wurde, eine Taskforce. „Wir haben die Situation früh ernst genommen und Strukturen gebildet. So konnten wir uns vorausschauend und geordnet neu aufstellen“, so Dr. Ostwald. So hat die Apotheke des Klinikums bereits vor Wochen selbst Händedesinfektionsmittel hergestellt. Im klinikeigenen Reinraumlabor haben die Mitarbeiter das Mittel nach der Standardrezeptur der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erzeugt. Diese eigene Mischung kommt nun parallel zum vorhandenen eingekauften Desinfektionsmittel im Klinikum zum Einsatz.

Vor etwa einer Woche hatte das Klinikum einen Freiwilligen-Aufruf gestartet. Viele Helfer haben sich seitdem gemeldet. „Wir sind überwältigt von dieser Hilfsbereitschaft“, so Dr. Ostwald. Einige medizinische und pflegerische Freiwillige werden in den nächsten Tagen am Klinikum Landshut begrüßt. Bei den nicht-medizinischen Helfern werden die Einsatzmöglichkeiten derzeit noch geprüft. Außerdem appelliert Dr. Ostwald an die Bevölkerung, das Coronavirus mit all seinen Einschränkungen weiter ernst zu nehmen. „Covid-19 ist keine harmlose Erkältung. Es kann sehr schnell zu einem lebensbedrohlichen Verlauf kommen. Das sehen die Ärzte und Pflegekräfte in Deutschland jeden Tag.“

Mehr Informationen finden Sie unter www.klinikum-landshut.de

 

Foto: Klinikum Landshut

Das Tragen von Schutzmasken im Einsatzdienst dient dem Eigenschutz

Im Kampf gegen das Coronavirus hat die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Landshut zum vergangenen Wochenende die eigenen Schutzmaßnahmen weiter erhöht. Zur Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft und zum Schutz der ehrenamtlichen Einsatzkräfte tragen die Feuerwehrfrauen und -Männer bei Einsätzen ab sofort Schutzmasken. 
Auf Grund der rasant steigenden Infektionszahlen in und um Landshut soll damit eine mögliche Ansteckung der eigenen Mannschaft durch unwissentlich infizierte Personen bzw. Kontaktpersonen – auch aus den eigenen Reihen – verhindert werden. Für Einsätze im Zusammenhang mit potentiellen Corona-Patienten bzw. Corona-Verdachtsfällen hält die Landshuter Feuerwehr ohnehin bereits seit drei Wochen bei allen Löschzügen eine gesonderte Schutzausstattung vor. 
Stadtbrandrat Gerhard Nemela: „Wir können auf Grund der stetig steigenden Zahlen in unserer Region nicht mehr sicher sein, dass nicht doch auch Mitglieder unserer Wehr unwissentlich und ohne Symptome mit dem Virus infiziert sind und weiter ausrücken. Damit wäre vor allem in den Fahrzeugen und Wachen ein deutlich erhöhtes Infektionsrisiko der gesamten Mannschaft gegeben, dies wollen wir soweit es geht minimieren. Die Bevölkerung muss sich somit keine Sorgen machen, wenn Einsatzkräfte der Feuerwehr mit Schutzmasken zur Hilfe anrücken – dies dient rein dem Eigenschutz.”
 
Zudem wurden als weitere Sicherheitsmaßnahme die Sitzplätze in den Fahrzeugen minimal reduziert, um hier immer entsprechende Abstände zwischen den Einsatzkräften gewährleisten zu können. Eine Verminderung der Einsatzbereit geht damit nicht einher. Bei Fahrzeugen mit einer so genannten Staffelbesatzung (sechs Feuerwehrdienstleistende) ändert sich nichts – hier sind die Sitzabstände ausreichend, Fahrzeuge mit einer Gruppenbesatzung (neun Feuerwehrdienstleistende) werden vorübergehend auf eine Staffelbesatzung reduziert. Das vor Ort benötigte Personal wird die Einsatzstellen dann mit zusätzlichen Einsatzfahrzeugen anfahren, so dass aus dieser Maßnahme keine Personalknappheit hervorgeht. 
 
Für alle Einsatzkräfte der Landshuter Feuerwehr gelten darüber hinaus weiter die bereits bekannten gesonderten Regelungen: Wer in einem Risikogebiet war, darf 14 Tage nicht am Feuerwehrdienst teilnehmen. Auch wer als Kontaktperson einer infizierten Person ausgemacht wurde, darf bis zu einem negativen Testergebnis nicht am Einsatzdienst teilnehmen. Der Übungs-, Schulungs- und Lehrgangsbetrieb sowie alle anderen Aktivitäten wie Besprechungen und Kameradschaftsabende in den Feuerwachen – mit Ausnahme des Einsatzgeschehens – sind ebenfalls weiter auf Eis gelegt. Aktuell ist innerhalb der Landshuter Feuerwehr glücklicherweise kein positiver Corona-Fall bekannt. In allen acht Feuerwachen steht aktuell ausreichend Personal zur Abarbeitung der Einsätze zur Verfügung. 
 
Foto: Feuerwehr Landshut – Beispielbild für Maskenträger

Vereine

Einige Vereine müssen aufgrund der Ansteckungsgefahr durch das Corona-virus auf Vereinssitzungen oder Mitgliederversammlungen verzichten bzw. diese verschieben. Stehen aber unaufschiebbare Beschlüsse an, muss darüber nachgedacht werden, Entscheidungen mit schriftlicher Zustimmung oder durch eine virtuelle Versammlung herbeizuführen.

Inzwischen hat der Gesetzgeber darauf reagiert: Ein Vorstandsmitglied eines Vereins oder einer Stiftung bleibt auch nach Ablauf seiner Amtszeit bis zu seiner Abberufung oder bis zur Bestellung seines Nachfolgers im Amt. Mitgliederversammlung können auch über elektronischen Kommunikationswege erfolgen, selbst wenn dies nicht ausdrücklich in der Satzung steht. Details sind im Gesetz Gesetzes zur Abmilderung der Folgen der CO-VID-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht enthalten (BT-Drs. 19/18110).

Auszug aus der Bundestagsdrucksache:

Gesetz zur vorübergehenden Aussetzung der Insolvenzantragspflicht und zur Begrenzung der Organhaftung bei einer durch die COVID-19-Pandemie bedingten Insolvenz

(COVID-19-Insolvenzaussetzungsgesetz – COVInsAG)


§5

Vereine und Stiftungen

(1) Ein Vorstandsmitglied eines Vereins oder einer Stiftung bleibt auch nach Ablauf seiner Amtszeit bis zu seiner Abberufung oder bis zur Bestellung seines Nachfolgers im Amt.

(2) Abweichend von § 32 Absatz 1 Satz 1 des Bürgerlichen Gesetzbuchs kann der Vorstand auch ohne Ermächtigung in der Satzung Vereinsmitgliedern ermöglichen,

  1. an der Mitgliederversammlung ohne Anwesenheit am Versammlungsort teilzunehmen und Mitgliederrechte im Wege der elektronischen Kommunikation auszuüben oder
  2. ohne Teilnahme an der Mitgliederversammlung ihre Stimmen vor der Durchführung der Mitgliederver- sammlung schriftlich abzugeben.

(3) Abweichend von § 32 Absatz 2 des Bürgerlichen Gesetzbuchs ist ein Beschluss ohne Versammlung der Mitglieder gültig, wenn alle Mitglieder beteiligt wurden, bis zu dem vom Verein gesetzten Termin mindestens die Hälfte der Mitglieder ihre Stimmen in Textform abgegeben haben und der Beschluss mit der erforderlichen Mehrheit gefasst wurde.

07/2020, 27.03.2020

Der „Corona-Monitor“ des Bundesinstituts für Risikobewertung zeigt, wie die Bevölkerung in Deutschland die aktuelle Situation einschätzt

Welche Befürchtungen treiben die Menschen in Deutschland beim Thema neuartiges Coronavirus und Infektionsrisiko besonders um? Als einen wahrscheinlichen Übertragungsweg für den Krankheitserreger sehen sie hauptsächlich die Nähe zu anderen Menschen (81 Prozent) und verunreinigte Türklinken (61 Prozent) an. Dies zeigen erste Ergebnisse des „Corona-Monitors“ des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). „Künftig wollen wir jede Woche messen, wie die Bevölkerung in Deutschland das Risiko durch das neuartige Coronavirus wahrnimmt“, sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. „Wir hoffen, dass uns diese repräsentative Umfrage damit eine Art ‚Fieberkurve‘ liefert, aus der sich ablesen lässt, wie die Menschen das Risiko ein schätzen und mit ihm umgehen.“

Die Befragten sehen ein vergleichsweise hohes Ansteckungsrisiko bei Bargeld (45 Prozent). Die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung des Corona-Virus durch Lebensmittel, Haustiere oder Kleidung wird hingegen meist als niedrig eingeschätzt.

32 Prozent der Befragten ergreifen bislang keine Maßnahmen, um sich oder ihre Familie vor einer Infektion mit dem Corona-Virus zu schützen. Rund zwei Drittel geben dagegen an, sich vor einer Ansteckung schützen zu wollen. Mit Abstand am häufigsten wird hier das Meiden der Öffentlichkeit genannt. Viele setzen zudem auf häufiges und gründliches Händewaschen, Abstand zu anderen Menschen sowie Desinfektionsmittel. Wurden die Interviewpartner vor die Wahl gestellt, sich entweder mit Wasser und Seife oder mit Desinfektionsmittel die Hände reinigen zu können, so entschied sich die überwiegende Mehrheit (84 Prozent) für Wasser und Seife. Trotz der Maßnahmen sind sich jedoch nur 28 Prozent sicher, dass sie sich vor einer Ansteckung schützen können.

Die gesundheitlichen Folgen einer Erkrankung am neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 wurden unterschiedlich eingeschätzt. Während 41 Prozent eher geringe Auswirkungen auf die eigene Gesundheit erwarten, schätzen 37 Prozent diese als durchaus bedeutsam ein. Das Coronavirus wird damit derzeit als bedrohlicher angesehen als eine Grippeerkrankung.

Die angeordneten Maßnahmen zur Eindämmung des Erregers werden insgesamt sehr positiv beurteilt: Mehr als 90 Prozent der Befragten bewerten Maßnahmen wie Schulschließungen, Quarantänemaßnahmen oder das Anfang der Woche angeordnete Kontaktverbot als gerechtfertigt. Das Schließen der meisten Geschäfte oder das Verhängen einer Ausgangssperre wurden von 86 bzw. 74 Prozent der Befragten als angemessen beurteilt.

Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung (72 Prozent) fühlt sich zudem gut über das Geschehen ins Bild gesetzt und informiert sich über Fernsehen, Internet und Printmedien. Von offiziellen Stellen wurde das Robert Koch-Institut am häufigsten als Informationsquelle genannt.

In der sich dynamisch verändernden Situation aktualisiert das BfR kontinuierlich seine FAQs zum Thema Coronavirus.

Über den BfR Corona-Monitor

Der BfR Corona-Monitor ist eine wiederkehrende (mehrwellige) repräsentative Befragung zur Risikowahrnehmung der Bevölkerung in Deutschland gegenüber dem neuartigen Coronavirus. Seit dem 24. März 2020 werden dazu jeden Dienstag rund 500 zufällig ausgewählte Personen per Telefon unter anderem zu ihrer Einschätzung des Ansteckungsrisikos und zu den von ihnen getroffenen Schutzmaßnahmen befragt. Eine Zusammenfassung der Daten wird regelmäßig auf der Homepage des Bundesinstituts für Risikobewertung veröffentlicht. Mehr Informationen zur Methode und Stichprobe finden sich in den Veröffentlichungen zum BfR Corona-Monitor.

Über das BfR

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftlich unabhängige Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Es berät die Bundesregierung und die Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien- und Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.


Ein Brief vom Amtsschimmel oder “how dare you Mister Laschet”…
Ein bundesweit tätiger Verein (mit hauptsächlich alten und kranken Mitgliedern) wird aufgefordert innerhalb eines Monats ab dem Erhalt des Briefes eine Mitgliederversammlung durchzuführen und das Protokoll über einen Notar beim Amtsgericht Düsseldorf vorzulegen.
Die Nachwahl wurde durch den plötzlichen Tod des zweiten Bundesvorsitzenden notwendig.
Soweit ist die Forderung rechtens. Aber die Frage stellt sich ob eine Monatsfrist angesichts des bundesweiten Kontaktverbotes und entsprechender Maßnahmen in den Ländern und teilweise auch in den Städten die richtige Amtshandlung darstellt. Hier wird geltendes Recht ohne Rücksicht auf die tatsächliche Situation in Deutschland durchgesetzt und die Bürokratie über Empathie und Menschenleben gestellt.
Bravo Herr Lachet zu dieser Verwaltung. Gehen Sie nicht in Talk-Shows und holen sich dort billigen Applaus, sondern sehen Sie Ihrer Verwaltung auf die Finger!
Vor allem aber ersparen Sie sich Kritik an anderen Ministerpräsidenten, die handeln und nicht nur plaudern!

Rudolf Schnur
Herausgeber und Bundesvorsitzender des betreffenden Vereins

 

 

Auf das Coronavirus gut vorbereitet

LAKUMED Kliniken optimieren Abläufe auf den Isolierstationen

 

Landshut / Vilsbiburg / Rottenburg. Der Krisenstab Coronavirus der LAKUMED Kliniken sprach heute über die Entwicklung der Station 12 am Krankenhaus Landshut-Achdorf sowie der Station F am Krankenhaus Vilsbiburg, die in den vergangenen Tagen zu Isolierstationen für Patienten mit dem Coronavirus umfunktioniert wurden.

Dazu wurden die Zweibett-Zimmer in Einbett-Zimmer umgewandelt sowie Stoffvorhänge und unnötiges Mobiliar aus den Räumen entfernt. Zusätzlich zur normalen Ausstattung befinden sich in den Zimmern nun medizinische Geräte zur Überwachung der Patienten, beispielsweise zur Bestimmung von Temperatur, Blutdruck und Sauerstoffsättigung. Vor den Patientenzimmern stehen Wägen mit Schutzkleidung wie Handschuhe, Mund-Nasen-Schutz, Kittel und Brille, die vor dem Betreten des Isolierzimmers angezogen werden.

Sowohl am Krankenhaus Landshut-Achdorf als auch am Krankenhaus Vilsbiburg wurden Teams aus Pflegekräften und Ärzten gebildet, die auf den Isolierstationen tätig sind. Die Mitarbeiter werden in die neuen Abläufe eingearbeitet und ganz besonders das An- und Ausziehen der Schutzkleidung wird trainiert. „Die Anzahl von Ärzten, Pflege-  und Hilfskräften wird der Anzahl der Patienten auf den Isolierstationen entsprechend angepasst“, erklärt Jakob Fuchs, geschäftsführender Vorstandsvorsitzender der LAKUMED Kliniken. Er dankt allen Mitarbeitern, die zum Umfunktionieren und Ausstatten der Isolierstationen in dieser kurzen Zeit beigetragen haben sowie besonders jenen Personen, die auf diesen Stationen bereits arbeiten oder künftig tätig sein werden.

Bei der Pressekonferenz am vergangenen Freitag haben die LAKUMED Kliniken gebeten, dass sich freiwillige Helfer per E-Mail (info@lakumed.de) melden sollen, falls sie die Mitarbeiter in den Krankenhäusern in den kommenden Wochen unterstützen können. „Auf den Aufruf hin haben sich einige Personen gemeldet, die wir in Listen aufgenommen haben und bei Bedarf kontaktieren dürfen“, sagt Fuchs und dankt allen, die ihre Hilfe angeboten haben.

Alle aktuellen Informationen zum Coronavirus finden Sie unter www.lakumed.de/coronavirus.

 

Foto: LAKUMED

Coronavirus: Aktuelle Informationen aus dem Klinikum

Weitere Kapazitäten bei Intensivmedizin – Besucherverbot – Aufruf an Freiwillige

Das Klinikum Landshut bündelt seine Kräfte gegen das Coronavirus:

Mehrere Stationen des Klinikums sind in der vergangenen Woche zu Covid-19-Stationen umfunktioniert worden. Damit setzt das Klinikum eine Anordnung der Bundesregierung und des örtlichen Gesundheitsamtes um. „Unsere oberste und wichtigste Aufgabe als Krankenhaus ist es nun, uns auf die Versorgung der vielen Coronavirus-Patienten vorzubereiten. Wir müssen derzeit damit rechnen, dass es auch bei uns so viele Intensiv-Patienten wie in Italien geben könnte“, so Geschäftsführer Dr. Philipp Ostwald. Der Schwerpunkt liege darin, mehr Beatmungs- bzw. Intensiv-Betten für lebensbedrohliche Coronavirus-Verläufe zu schaffen. Am Klinikum steht dafür inzwischen eine eigene Intensivstation zur Verfügung. In drei weiteren Ausbaustufen könne dann die Kapazität an Intensivplätzen weiter gesteigert werden. Für krankenhauspflichtige Covid-19-Patienten stehen weitere Normalstationen zur Verfügung. „Für uns gilt allerdings mittlerweile, dass jeder Patient potentiell corona-positiv sein kann, da die Ausbreitung schon so weit fortgeschritten ist.“

Um diese Covid-19-Stationen aufzubauen, werden seit vergangener Woche nicht dringliche und planbare Operationen und Behandlungen abgesagt. Grundsätzlich werden im Klinikum Landshut nur Patienten stationär behandelt, die eine so schwere Coronavirus-Erkrankung haben, dass ein Krankenhaus-Aufenthalt wirklich notwendig ist. „Für reine Isolationen haben wir keine Kapazitäten. Alle anderen Notfälle werden natürlich weiterhin behandelt“, so Dr. Ostwald. Das Klinikum Landshut arbeitet bei der Krisenvorbereitung eng mit der Führungsgruppe Katastrophenschutz (FÜGK) der Stadt Landshut zusammen. Diese wurde nach Ausrufen des Katastrophenfalles gebildet. Gemeinsam wird an der Beschaffung von zusätzlichen Beatmungsgeräten, Einsatz von zusätzlichem Personal, Versorgung mit Material und Sicherung des Klinikumsgebäudes gearbeitet. Über diese Einrichtung des Katastrophenschutzes findet auch eine Abstimmung mit den Aktivitäten des Landkreises statt.

Besucherverbot:

Seit Samstag gilt außerdem gemäß der bayernweiten Ausgangsbeschränkung ein Besucherverbot. Ausnahmen sind nur nach Rücksprache für werdende Väter und im Sterbeprozess möglich. Um dies zu kontrollieren, sind die Eingänge des Klinikums jederzeit mit Sicherheitskräften besetzt. Einzelne persönliche Gegenstände (keine Blumen und Lebensmittel) können am Haupteingang abgegeben werden. Für Geburten gilt aktuell am Klinikum Landshut: Werdende Mütter sollen sich nicht mehr persönlich, sondern telefonisch zur Geburt anmelden unter Tel. 0871/698-12493. Werdende Väter dürfen bei der Geburt im Kreißsaal oder während des Kaiserschnitts dabei sein. Sie müssen jedoch einen Mundschutz tragen und frei von Erkältungssymptomen (z.B. Fieber, Husten, Schnupfen) sein. Außerdem dürfen sie 14 Tage vor Geburt nicht in Risikogebieten gewesen sein und keinen Kontakt zu einem bestätigten Covid-19-Patienten gehabt haben. Im Wochenbett dürfen Väter eine Stunde pro Tag zu Besuch kommen. Hier gelten die gleichen Voraussetzungen (keine Erkältungssymptome, kein Kontakt zu positiven Fällen, kein Aufenthalt in Risikogebieten). Bei weiteren Fragen können sich werdende Mütter an den Kreißsaal, Tel. 0871/698-3239, wenden.

Aufruf an freiwillige Helfer:

Limitierender Faktor für die Versorgung von Covid-19-Patienten wird auf Dauer sicherlich die Verfügbarkeit von medizinischem Personal sein. Das Klinikum sucht deshalb Helfer: Ärzte, Medizinstudenten im Praktischen Jahr, Pflegekräfte, Rettungssanitäter oder sonstiges medizinisches Personal. Auch weitere Helfer ohne medizinische Vorkenntnisse für Hilfstätigkeiten bzw. unterstützende Tätigkeiten in der Wirtschaft und Versorgung können sich gerne melden. Falls Sie bereit sind, uns mind. 20 Stunden pro Wochen zu unterstützen, melden Sie sich bitte unter Tel. 0871/698-3017 oder per Mail an personal@klinikum-landshut.de. Bitte angeben: Name, Kontaktmöglichkeit, medizinisches oder pflegerisches Vorwissen und Verfügbarkeit.

Mehr Informationen finden Sie unter www.klinikum-landshut.de

 

Foto: Archiv/Klartext.LA

PRESSEMITTEILUNG                                                                                  23.03.2020

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen nimmt auch in der Region Landshut weiter zu. Deshalb richten sich Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen auf steigende Patientenzahlen und damit einen erhöhten Personalbedarf ein. Um für den Ernstfall gerüstet zu sein, bitten Stadt und Landkreis Landshut schon jetzt Freiwillige, die bereit sind, in Kranken- und Pflegeeinrichtungen zu helfen, sich unter der E-Mail-Adresse coronahelfer@landshut.de zu melden. Dabei sollten Informationen über die zeitliche Verfügbarkeit sowie unbedingt auch über eventuell vorhandene gesundheitliche Einschränkungen und/oder die Zugehörigkeit zu einer Corona-Risikogruppe angegeben werden.

Besonders gesucht sind dabei Angehörige (m/w/d) folgender Berufsgruppen: Sanitäter, Rettungssanitäter, Rettungsassistenten/Notfallsanitäter, Altenpfleger, Pflegehelfer, Gesundheits- und Krankenpfleger, ehemalige Wehrdienstleistende im Sanitätsdienst, ehemalige Zivildienstleistende bzw. Bundesfreiwilligendienstleistende, Schwesternhelferinnen, Medizinisch-Technische Assistenten, Ärzte aller Fachrichtungen (auch im Ruhestand) sowie Medizinstudenten.

Oberbürgermeister Alexander Putz und Landrat Peter Dreier betonen, dass mit dieser gemeinsamen Aktion lediglich zusätzliche Personalkapazitäten ausgelotet werden sollen. Momentan bestehe noch kein Bedarf. „In den vergangenen Tagen haben sich aber viele Bürgerinnen und Bürger an uns gewandt, die helfen wollen – und das von ihrer Ausbildung her sicher auch könnten. Dafür sind wir sehr dankbar, denn dadurch könnten auch etwaige Personalengpässe aufgefangen werden“, so Putz und Dreier. Um alle Helferinnen und Helfer möglichst effektiv und ihren Qualifikationen entsprechend einsetzen zu können, sei es sinnvoll, die Freiwilligen schon jetzt zu erfassen. „Sollte es die Situation erfordern, würden wir umgehend mit den Freiwilligen Kontakt aufnehmen.“ Dabei ist es Landrat und OB wichtig zu betonen, dass Freiwillige grundsätzlich im nicht infizierten Bereich eingesetzt würden.

Wer über keine Vorbildung im medizinischen oder pflegerischen Berufsbereich verfügt und trotzdem helfen möchte, kann sich gerne unter Angabe seine Fähigkeiten melden, da es viele Bereiche gibt, in denen Unterstützung benötigt werden könnte.

PRESSEMITTEILUNG                                                                                  19.03.2020

Der Wochenmarkt in der Neustadt findet am morgigen Freitag, 20. März, nicht statt. Grund ist die auch in der Region Landshut steigende Zahl an Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Rechtlich wäre es möglich gewesen, den Wochenmarkt abzuhalten. Dennoch hat sich die Stadtverwaltung nach nochmaligen Beratungen und unter Einbeziehung der aktuellen Entwicklungen auf Vorschlag von Oberbürgermeister Alexander Putz am Donnerstagvormittag für die Absage entschieden.

„Unsere gemeinsame Verpflichtung bleibt es, die Verbreitung des Virus spürbar zu verlangsamen, damit wir einerseits gerade die besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen möglichst vor einer Erkrankung schützen und andererseits eine Überlastung unseres Gesundheitssystems vermeiden können“, sagt Putz. Dieses Ziel sei nur zu erreichen, wenn alle Sozialkontakte auf das absolut notwendigste Maß reduziert und auf diese Weise die Gefahr einer gegenseitigen Ansteckung verkleinert werde. „In der jetzigen Situation, in der wir deshalb Schulen, Kindergärten, Restaurants, viele Einzelhandelsgeschäfte und sogar Spielplätze schließen, wäre es das falsche Signal, den Wochenmarkt – wo in kurzer Zeit hunderte Menschen zusammenkommen würden – in der gewohnten Form stattfinden zu lassen.“

Die Stadt wird nun alles dafür tun, um die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die Bevölkerung auch abseits der Supermärkte verlässlich mit regionalen Frischeprodukten versorgt werden kann. Deswegen wird bereits an einem alternativen Konzept gearbeitet, das möglichst schon in der kommenden Woche umgesetzt werden kann. Sobald eine Lösung gefunden ist, wird die Stadt umgehend darüber informieren.

 

Archiv-Foto