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Coronavirus

Pressemitteilung 

Die Fallzahlen am Klinikum fallen weiter – Vorab-Screening aller Patienten 

Die Zahl der Coronavirus-Patienten am Klinikum sinkt weiter: Derzeit sind rund 25 Patienten mit Covid-19 in Behandlung. Drei davon werden intensivmedizinisch betreut. „Die Lage hat sich in den vergangenen Wochen merklich entspannt“, so Geschäftsführer Dr. Philipp Ostwald. Zum Vergleich: Um Ostern herum waren es bis zu 65 Patienten im Klinikum. Seit vier Wochen fallen die Zahlen langsam, aber stetig. 

Insgesamt wurden bisher über 100 Patienten mit Coronavirus-Infektion am Klinikum behandelt, davon ca. 35 intensivmedizinisch. Von den Intensivpatienten sind über 25 beatmet worden bzw. werden noch beatmet. Rund zehn beatmete Intensiv-Patienten mit Covid-19 konnten mittlerweile wieder zurück auf eine normale Corona-Station gebracht werden, da sich ihr Krankheitszustand deutlich verbessert hat. An die Mitarbeiter sprach Dr. Ostwald ein großes Lob aus: „Ärzte, Pflegekräfte und auch alle anderen Mitarbeiter haben in dieser Krisensituation exzellente Arbeit geleistet und sich selbst übertroffen.“ Besonders beeindruckt habe ihn die Tatkraft und der Zusammenhalt unter den Menschen. 

Ambulante und stationäre Patienten werden vorab gescreent 

Mittlerweile dürfen die bayerischen Krankenhäuser die ersten, vorsichtigen Schritte zur Normalität zurückgehen. Grundlage dafür ist eine neue Allgemeinverfügung vom bayerischen Innen- und Gesundheitsministerium, die jedoch mit hohen Auflagen verbunden ist. „Es ist eine Öffnung mit angezogener Handbremse, da man jederzeit auf einen erneuten Anstieg der Infektionszahlen reagieren will. Eine zweite Welle ist jederzeit möglich“, so Dr. Ostwald. Am Klinikum werden deshalb weiterhin vor allem Patienten mit dringlichen Erkrankungen oder akuten Symptomen behandelt, beispielsweise Schlaganfälle, Herzinfarkte oder Krebs-Therapien. 

Ein entscheidender Punkt in der Allgemeinverfügung lautet, dass Krankenhäuser 30 Prozent der Intensivkapazitäten sowie 25 Prozent der Normalbetten für Covid-19-Patienten verfügbar halten müssen. „Wir setzen dies um, indem wir die Coronavirus-Normalstation, die Verdachtsstation sowie die eigene Intensivstation weiterführen“, so Ostwald. Auch eine weitere Station kann jederzeit eröffnet werden. Die Erfahrung der Ärzte am Klinikum zeige, dass es zwar viele leichte Covid-19-Infektionen gibt. Aber die schweren Verläufe seien oft lebensbedrohlich, und das auch schon für Menschen mittleren Alters. 

Außerdem soll laut der Allgemeinverfügung bei stationären Patienten vor der Behandlung ein Screening durchgeführt werden. Das bedeutet, Patienten werden vor der Behandlung befragt – nach einer nachgewiesenen Coronavirus-Infektion, Kontakten mit Infizierten und nach Symptomen wie Fieber Husten und Geruchs-/Geschmacksstörung. Auch ambulante Patienten werden befragt. Bei Hinweisen auf eine Covid-19-Erkrankung erfolgt ein Abstrich. Seit etwa zwei Wochen werden am Klinikum außerdem routinemäßig alle stationären Patienten getestet, die über 60 Jahre alt sind. 

„Insgesamt erfüllen wir viele Anforderungen aus der Allgemeinverfügung bereits“, fasst Ostwald zusammen. Das Klinikum hat sich bei der Umsetzung eng mit dem Ärztlichen Leiter der FüGK und dem Gesundheitsministerium abgestimmt. Die Verfügung gilt bis zum 31. Juli, „das bedeutet, dass 

wir die bestehenden Vorkehrungen und Strukturen mindestens bis zu diesem Datum weiter fortführen müssen.“ 

Erstes Fazit zu den neuen Besucherregelungen 

Seit Montag gilt: Patienten dürfen am Tag von einer nahe stehenden Person für eine Stunde im Zeitraum zwischen 14 und 17 Uhr in ihrem Patientenzimmer besucht werden. Damit hatte die Staatsregierung das strikte Besuchsverbot gelockert. Die neue Besucherregelung ist laut Dr. Ostwald gut angelaufen. Wichtig sei, dass die Coronavirus- und Intensivstationen weiterhin nur in besonderen Ausnahmesituationen besucht werden dürfen. 

Für alle gilt: Alle Besucher müssen während des gesamten Besuchs den Mund-Nasen-Schutz des Klinikums tragen und zu anderen Personen den Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten – auch zum besuchten Patienten. Außerdem müssen die Besucher frei von ansteckenden Krankheiten sein. Die Details sind auf der Klinikums-Seite einsehbar. 

Veranstaltungen und Vorträge setzen am Klinikum weiterhin aus. Geburtsvorbereitungs- und Rückbildungskurse werden inzwischen online angeboten, weitere Informationen dazu gibt es auf der Homepage des Klinikums auf der Seite der Frauenklinik. 

Mehr Informationen finden Sie unter www.klinikum-landshut.de 

 

Coronavirus? Wir bleiben in Kontakt!

Wie läuft Schule, Alltag, Freundschaft in Zeiten der Pandemie? An der Wirtschaftsschule Seligenthal in Landshut, wo Mariana Gronewald-Haake Spanisch unterrichtet, wurde sehr schnell eine Cloud für die Schülerinnen und Schüler zur Verfügung gestellt, auf der sich alle selbständig Aufgaben, Erklärungen, Lernvideos herunterladen und bearbeiten konnten. Zudem wurden Learning Apps, Vokabelprogramme usw. eingesetzt, die schon zuvor im Unterricht angewandt wurden.

Aber der persönliche Kontakt fehlt! Schüler und Lehrer vermissen sich gleichermaßen. In Frau Gronewald-Haakes Spanisch-Wahlfach hatten die Teilnehmer dieses Schuljahr zudem vor, eine entstehende Schulpartnerschaft mit dem Colegio Santa Maria Huelgas in Valladolid mit einem Besuch in den Osterferien zu festigen. Die Enttäuschung war sehr groß, bei allen!

Lehrkraft und Schüler haben daher Bilder, Motivationssprüche und Selfies zu Collagen zusammengestellt und ihren Austauschpartnern geschickt. Auch Videos wurden auf Whatsapp ausgetauscht und mit der App HouseParty konnte ein gemeinsamer Abend – jeder für sich daheim und doch alle zusammen – auf die Beine gestellt werden.

Ein Schüler auf der “House Party” fasste den Abend positiv zusammen: “Al Coronavirus le quitamos la corona esta noche!” – “Dem Coronavirus haben wir heute Abend die Krone abgenommen!”

Foto-Collage: Mariana Gronewald-Haake

Pressemitteilung 

Lage am Klinikum ist weiter stabil 

„Die Lage am Klinikum Landshut ist weiter stabil“, berichtet Geschäftsführer Dr. Philipp Ostwald. Seit gut einer Woche steigt die Patientenzahl mit Coronavirus am Klinikum kaum mehr an. „Wir können vorsichtig optimistisch sein, dass es uns gelungen ist die Pandemie-Welle ausreichend zu verlangsamen, um unser (regionales) Gesundheitssystem nicht zu überlasten. Allerdings ist es noch zu früh, um eine endgültige Entwarnung zu geben.“ Die Kapazitäten am Klinikum wurden seit Mitte letzter Woche auch nochmal erweitert: Eine weitere Verdachtsstation ist aufgebaut worden, außerdem steht nun eine Intermediate-Care-Station (IMC) mit 6 Überwachungsplätzen zur Verfügung. Hier werden Patienten behandelt, die nicht mehr künstlich beatmet werden müssen, aber die noch eine engmaschige Betreuung und Überwachung brauchen, bevor sie zurück auf die Normalstation können. 

Insgesamt hat das Klinikum nun zwei Stationen für positive Fälle, zwei Stationen für Verdachtsfälle, eine eigene Intensivstation für Coronavirus-Fälle und eine IMC-Station eingerichtet. Von den über 100 Betten für Corona-Patienten sind derzeit noch über 40 Betten frei. Sieben beatmete Intensiv-Patienten mit Covid-19 konnten mittlerweile auch schon wieder zurück auf eine normale Corona-Station gebracht werden, da sich ihr Krankheitszustand deutlich verbessert hat. „Vielen Dank an alle Ärzte, Pflegekräfte und alle anderen Mitarbeiter, die solche Erfolgsgeschichten mitschreiben. Wenn man diesen Einsatz erlebt, erahnt man, weshalb die Sterberate in Deutschland niedriger ist, als in anderen Ländern“, so Dr. Ostwald. 

Festgestellt habe man jedoch auch, „dass Patienten mit schweren Verläufen oft in den 60ern und 70ern sind“ – also Personen, die eher am Anfang der altersbedingten Risikogruppe sind. Das Robert-Koch-Institut stuft Menschen ab 50 bis 60 Jahren mit einem höheren Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf ein. „Im Namen des gesamten Personals bitte ich die Bevölkerung, die Coronavirus-Pandemie weiter ernst zu nehmen“, appelliert der Geschäftsführer des Klinikums. Das heißt, auch über die Oster-Feiertage den Mindestabstand zu anderen einhalten, nur für die dringendsten Angelegenheiten nach draußen zu gehen und eine gute Händehygiene einzuhalten. Gerade größere Zusammenkünfte über Ostern könnten die Zahl der Infizierten wieder ansteigen lassen. 

Auch abseits von Coronavirus werden die Patienten am Klinikum weiter gut versorgt: Notfälle wie schwere Unfälle werden weiterhin operiert und auch andere dringliche Behandlungen, z.B. bei Herzinfarkten oder Schlaganfällen gehen weiter. Diese Patienten werden strikt von den Coronavirus-Patienten getrennt. 

Geburt zu Coronazeiten 

Die häufigste Frage an die Geburtshilfe derzeit ist, ob Väter mit in den Kreißsaal kommen und ob sie Mutter und Kind auf der Neugeborenenstation besuchen dürfen. Im Klinikum Landshut ist es noch möglich, dass der Papa bei der Geburt dabei ist. Im Wochenbett dürfen Väter eine Stunde pro Tag zu Besuch kommen. Voraussetzung ist aber immer, dass der Vater frei von Erkältungssymptomen ist (z.B. Fieber, Husten, Schnupfen) und 14 Tage vor Geburt nicht in Risikogebieten war und keinen Kontakt zu einem bestätigten Covid-19-Patienten hatte. Im Kreißsaal und auch auf der 

Neugeborenenstation gilt Mundnasenschutz-Pflicht für alle, also für Mama, Papa und das gesamte Personal. Das Ärzte- und Hebammen-Team des Klinikums ist dankbar für das große Verständnis der werdenden Eltern, die die Schutz- und Hygiene-Maßnahmen in Corona-Zeiten einwandfrei umzusetzen. Für den Fall, dass eine werdende Mutter, die positiv auf Coronavirus getestet ist, in den Wehen liegt, ist dafür bereits vorgesorgt: Ein eigener Kreißsaal mit einer Hebamme, die die werdende Mutter nahtlos und intensiv begleitet, ist dafür vorgesehen. Bei weiteren Fragen können sich werdende Mütter an den Kreißsaal, Tel. 0871/698-3239, wenden. 

KVB-Bereitschaftspraxis vorrübergehend geschlossen 

Ab sofort ist die Bereitschaftspraxis der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB) am Klinikum Landshut vorrübergehend geschlossen. Der Grund: Die Schwerpunktpraxis für Corona-infizierte Patienten im Rosenhof in Ergolding wird mit dem Personal und Gerätschaften der KVB-Bereitschaftspraxis am Klinikum betrieben. Nach der Coronavirus-Pandemie wird die Bereitschaftspraxis wieder zu den gewohnten Öffnungszeiten verfügbar sein, der Zeitpunkt wird noch bekannt gegeben. 

Die Öffnungszeiten der Bereitschaftspraxen sind stets aktuell auf der Internetseite www.bereitschaftsdienst-bayern.de zu finden. Telefonisch ist der Ärztliche Bereitschaftsdienst kostenlos und vorwahlfrei unter der bundesweit einheitlichen Telefonnummer 116117 erreichbar. Bei lebensbedrohlichen Erkrankungen ist weiterhin stets der Notarzt – unter der kostenfreien Rufnummer 112 – zu verständigen. 

Mehr Informationen finden Sie unter www.klinikum-landshut.de 

 

Bildtext: Freuten sich über die erfolgreiche Kooperation: Mipa Vorstände Klaus Fritzsche, Markus Fritzsche, Dr. Uwe Rohr und Robert Jungwirth (hintere Reihe, v.l.n.r.) sowie stellv. bayr. Ministerpräsident Hubert Aiwanger (vordere Reihe, l.) und Landrat Peter Dreier (vordere Reihe, r.).

 

Coronavirus: MIPA hilft mit Desinfektionsmitteln

In Zeiten der Corona-Krise sind Desinfektionsmittel ebenso knapp wie wichtig. Um die Versorgung der Gesundheitsbranche sicherzustellen, füllt die MIPA SE als einer der größten Lack- und Farbenhersteller in Deutschland Desinfektionsmittel im Auftrag der bayerischen Staatsregierung ab.

An drei Standorten der Mipa Gruppe arbeiten die Anlagen seit kurzem nicht mehr ausschließlich für die Abfüllung von Lacken für die Autoreparatur, industrielle Anwendungen, Holzoberflächen oder Bauten, sondern werden für eine andere Art von Produkt genutzt: Desinfektionsmittel. Angesichts der zunehmenden Ausbreitung des Coronavirus wurde diese Aktion in Zusammenarbeit mit ausgewählten Großunternehmen der Region von stellvertretendem bayerischen Ministerpräsidenten Hubert Aiwanger und Landrat Peter Dreier initiiert.

Am Donnerstag, den 2. April 2020 hat der erste LKW mit knapp 20.000 Liter Desinfektionsmittel den Hauptsitz der MIPA SE in Essenbach verlassen. Seit Anfang des Monats wurden mittlerweile bereits 100.000 Liter an die Sammelstation in München versendet. Dort werden die Vorräte dann an diejenigen verteilt, auf die es jetzt besonders ankommt – Krankenhäuser, Hilfsdienste und andere wichtige Organisationen. Aktuell werden am Hauptsitz der Mipa Gruppe im niederbayerischen Essenbach sowie an den zur Unternehmensgruppe gehörenden Produktionsstandorten in Regensburg und Landshut dafür täglich ein bis zwei Lastwägen mit Desinfektionsmittel in 5- und 10-Liter-Gebinden beladen. Möglich wäre auch noch einiges mehr, wenn die Rohstoffe verfügbar sind. Aktuell erfolgt die Abfüllung neben den üblichen laufenden Produktionen, wobei bei Bedarf hierfür auch die eigene Produktion eingeschränkt würde.

Die MIPA SE kann so als eines der wenigen für die Abfüllung von Desinfektionsmitteln in diesen Größenordnungen geeigneten Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Verfügbarkeit der dringend benötigten Ressourcen leisten. Die technischen Voraussetzungen für eine Großaktion dieser Art sind bei MIPA bereits gegeben: Moderne Maschinen und Anlagen, Personal, das im Umgang mit Gefahrgütern geschult ist, sowie die entsprechende Logistik. Dieses Projekt zeigt, dass schnelle und unbürokratische Zusammenarbeit in der heutigen Lage wichtiger ist denn je.

 

Foto: MIPA

·         Massive Verkehrs- und Ertragsrückgänge infolge der Corona-Krise

·         Sofortige Einführung von Kurzarbeit in allen Bereichen

·         Ziel ist es, Arbeitsplätze zu sichern

Airport Management und Betriebsrat haben sich auf die sofortige Einführung von Kurzarbeit bei der Flughafen München GmbH (FMG) und ihrer Abfertigungstochter AeroGround verständigt. Damit reagiert der Flughafen München auf die massiven Verkehrsrückgänge und Ertragsverluste infolge der Corona-Krise. Die Kurzarbeit betrifft mehrere Tausend Mitarbeiter aus allen Betriebsbereichen von FMG und AeroGround. Der jeweilige Umfang der Kurzarbeit, der bis zu 100 Prozent betragen kann, hängt vom Volumen des wegfallenden Arbeitsaufkommens ab und wird in den verschiedenen Bereichen individuell festgelegt. Durch die Einführung der Kurzarbeit sollen die Arbeitsplätze bei FMG und AeroGround in der Krisenzeit gesichert werden.

„Wir können heute noch nicht abschätzen, wann sich der Luftverkehr wieder regenerieren wird. Die Kurzarbeit wird uns aber dabei helfen, den Schaden für das Unternehmen und die Mitarbeiter zu begrenzen“, erklärte Jost Lammers, Vorsitzender der Geschäftsführung der FMG.

Auch andere Tochtergesellschaften der FMG wie die Handelsgesellschaft Eurotrade, die Restaurationsgesellschaft Allresto oder die Sicherheitsgesellschaft CAP haben bereits Kurzarbeit eingeführt und dafür jeweils eigene Regelungen mit ihren Arbeitnehmervertretungen getroffen. Die entsprechenden Vereinbarungen basieren auf den unterschiedlichen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der jeweiligen Branchenzugehörigkeit der Tochtergesellschaften. Seitens des Arbeitgebers wird das gesetzliche Kurzarbeitergeld der Beschäftigten – abhängig vom jeweiligen Unternehmen– auf bis zu 90 Prozent des durch Kurzarbeit entfallenen Nettoentgelts aufgestockt. Für FMG und AeroGround wurde überdies eine soziale Komponente vereinbart, derzufolge Mitarbeitern aus den unteren bis mittleren Lohngruppen eine höhere Aufstockung ausgezahlt wird.

„In dieser schwierigen Lage sind alle Konzernbeschäftigten gefordert. Der Teamgeist war am Flughafen München schon immer der entscheidende Erfolgsfaktor. Ich freue mich, dass wir auch in der Krise alle an einem Strang ziehen“, erklärte Flughafenchef Lammers.

 Foto: FMG

Coronavirus: Aktuelle Informationen aus dem Klinikum

Kapazitäten sind jederzeit erweiterbar „Insgesamt ist die Lage am Klinikum Landshut stabil.

Aber auch bei uns steigt die Zahl der stationären Patienten“, berichtet Geschäftsführer Dr. Philipp Ostwald. Derzeit werden am Klinikum drei Stationen als Corona-Station geführt: zwei für bestätigte positive Fälle und eine für Verdachtsfälle. Zusätzlich gibt es eine komplette Intensivstation für Coronavirus-Fälle. „Wir haben noch freie Kapazitäten und können diese jederzeit erweitern.“ So können weitere Stationen für die Behandlung von Covid-19-Patienten sofort eröffnet werden. Auch weitere Intensivbetten werden wie geplant Anfang April aktiviert – damit wäre die dritte von bisher vier Stufen für den Ausbau der IntensivKapazitäten erreicht. Weitere Stufen werden bei Bedarf aktiviert.

„Wir gehen diese Herausforderung sehr koordiniert und mit aller Kraft an“, so Dr. Ostwald. „Am Klinikum Landshut wird tagtäglich Großartiges geleistet. Ich bin all unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unglaublich dankbar für ihren enormen Einsatz, ihren Mut und ihre Flexibilität.“ Auch aus der Bevölkerung gebe es viel Zuspruch. „Momentan widmen wir uns verstärkt der Umorganisation unseres Personals, der Einweisung von Mitarbeitern auf den Coronastationen und dem Nachschub von Material“, erklärt der Geschäftsführer. Intensiv ist nach wie vor die Abstimmung mit den Führungsgruppen Katastrophenschutz (FüGK) von Stadt und Landkreis sowie dem Rettungsdienst-Zweckverband inkl. der zugehörigen Krankenhäuser. Am Klinikum selbst trifft sich bereits seit Ende Januar, noch bevor der erste Fall in Deutschland bekannt wurde, eine Taskforce. „Wir haben die Situation früh ernst genommen und Strukturen gebildet. So konnten wir uns vorausschauend und geordnet neu aufstellen“, so Dr. Ostwald. So hat die Apotheke des Klinikums bereits vor Wochen selbst Händedesinfektionsmittel hergestellt. Im klinikeigenen Reinraumlabor haben die Mitarbeiter das Mittel nach der Standardrezeptur der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erzeugt. Diese eigene Mischung kommt nun parallel zum vorhandenen eingekauften Desinfektionsmittel im Klinikum zum Einsatz.

Vor etwa einer Woche hatte das Klinikum einen Freiwilligen-Aufruf gestartet. Viele Helfer haben sich seitdem gemeldet. „Wir sind überwältigt von dieser Hilfsbereitschaft“, so Dr. Ostwald. Einige medizinische und pflegerische Freiwillige werden in den nächsten Tagen am Klinikum Landshut begrüßt. Bei den nicht-medizinischen Helfern werden die Einsatzmöglichkeiten derzeit noch geprüft. Außerdem appelliert Dr. Ostwald an die Bevölkerung, das Coronavirus mit all seinen Einschränkungen weiter ernst zu nehmen. „Covid-19 ist keine harmlose Erkältung. Es kann sehr schnell zu einem lebensbedrohlichen Verlauf kommen. Das sehen die Ärzte und Pflegekräfte in Deutschland jeden Tag.“

Mehr Informationen finden Sie unter www.klinikum-landshut.de

 

Foto: Klinikum Landshut

Das Tragen von Schutzmasken im Einsatzdienst dient dem Eigenschutz

Im Kampf gegen das Coronavirus hat die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Landshut zum vergangenen Wochenende die eigenen Schutzmaßnahmen weiter erhöht. Zur Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft und zum Schutz der ehrenamtlichen Einsatzkräfte tragen die Feuerwehrfrauen und -Männer bei Einsätzen ab sofort Schutzmasken. 
Auf Grund der rasant steigenden Infektionszahlen in und um Landshut soll damit eine mögliche Ansteckung der eigenen Mannschaft durch unwissentlich infizierte Personen bzw. Kontaktpersonen – auch aus den eigenen Reihen – verhindert werden. Für Einsätze im Zusammenhang mit potentiellen Corona-Patienten bzw. Corona-Verdachtsfällen hält die Landshuter Feuerwehr ohnehin bereits seit drei Wochen bei allen Löschzügen eine gesonderte Schutzausstattung vor. 
Stadtbrandrat Gerhard Nemela: „Wir können auf Grund der stetig steigenden Zahlen in unserer Region nicht mehr sicher sein, dass nicht doch auch Mitglieder unserer Wehr unwissentlich und ohne Symptome mit dem Virus infiziert sind und weiter ausrücken. Damit wäre vor allem in den Fahrzeugen und Wachen ein deutlich erhöhtes Infektionsrisiko der gesamten Mannschaft gegeben, dies wollen wir soweit es geht minimieren. Die Bevölkerung muss sich somit keine Sorgen machen, wenn Einsatzkräfte der Feuerwehr mit Schutzmasken zur Hilfe anrücken – dies dient rein dem Eigenschutz.”
 
Zudem wurden als weitere Sicherheitsmaßnahme die Sitzplätze in den Fahrzeugen minimal reduziert, um hier immer entsprechende Abstände zwischen den Einsatzkräften gewährleisten zu können. Eine Verminderung der Einsatzbereit geht damit nicht einher. Bei Fahrzeugen mit einer so genannten Staffelbesatzung (sechs Feuerwehrdienstleistende) ändert sich nichts – hier sind die Sitzabstände ausreichend, Fahrzeuge mit einer Gruppenbesatzung (neun Feuerwehrdienstleistende) werden vorübergehend auf eine Staffelbesatzung reduziert. Das vor Ort benötigte Personal wird die Einsatzstellen dann mit zusätzlichen Einsatzfahrzeugen anfahren, so dass aus dieser Maßnahme keine Personalknappheit hervorgeht. 
 
Für alle Einsatzkräfte der Landshuter Feuerwehr gelten darüber hinaus weiter die bereits bekannten gesonderten Regelungen: Wer in einem Risikogebiet war, darf 14 Tage nicht am Feuerwehrdienst teilnehmen. Auch wer als Kontaktperson einer infizierten Person ausgemacht wurde, darf bis zu einem negativen Testergebnis nicht am Einsatzdienst teilnehmen. Der Übungs-, Schulungs- und Lehrgangsbetrieb sowie alle anderen Aktivitäten wie Besprechungen und Kameradschaftsabende in den Feuerwachen – mit Ausnahme des Einsatzgeschehens – sind ebenfalls weiter auf Eis gelegt. Aktuell ist innerhalb der Landshuter Feuerwehr glücklicherweise kein positiver Corona-Fall bekannt. In allen acht Feuerwachen steht aktuell ausreichend Personal zur Abarbeitung der Einsätze zur Verfügung. 
 
Foto: Feuerwehr Landshut – Beispielbild für Maskenträger

Vereine

Einige Vereine müssen aufgrund der Ansteckungsgefahr durch das Corona-virus auf Vereinssitzungen oder Mitgliederversammlungen verzichten bzw. diese verschieben. Stehen aber unaufschiebbare Beschlüsse an, muss darüber nachgedacht werden, Entscheidungen mit schriftlicher Zustimmung oder durch eine virtuelle Versammlung herbeizuführen.

Inzwischen hat der Gesetzgeber darauf reagiert: Ein Vorstandsmitglied eines Vereins oder einer Stiftung bleibt auch nach Ablauf seiner Amtszeit bis zu seiner Abberufung oder bis zur Bestellung seines Nachfolgers im Amt. Mitgliederversammlung können auch über elektronischen Kommunikationswege erfolgen, selbst wenn dies nicht ausdrücklich in der Satzung steht. Details sind im Gesetz Gesetzes zur Abmilderung der Folgen der CO-VID-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht enthalten (BT-Drs. 19/18110).

Auszug aus der Bundestagsdrucksache:

Gesetz zur vorübergehenden Aussetzung der Insolvenzantragspflicht und zur Begrenzung der Organhaftung bei einer durch die COVID-19-Pandemie bedingten Insolvenz

(COVID-19-Insolvenzaussetzungsgesetz – COVInsAG)


§5

Vereine und Stiftungen

(1) Ein Vorstandsmitglied eines Vereins oder einer Stiftung bleibt auch nach Ablauf seiner Amtszeit bis zu seiner Abberufung oder bis zur Bestellung seines Nachfolgers im Amt.

(2) Abweichend von § 32 Absatz 1 Satz 1 des Bürgerlichen Gesetzbuchs kann der Vorstand auch ohne Ermächtigung in der Satzung Vereinsmitgliedern ermöglichen,

  1. an der Mitgliederversammlung ohne Anwesenheit am Versammlungsort teilzunehmen und Mitgliederrechte im Wege der elektronischen Kommunikation auszuüben oder
  2. ohne Teilnahme an der Mitgliederversammlung ihre Stimmen vor der Durchführung der Mitgliederver- sammlung schriftlich abzugeben.

(3) Abweichend von § 32 Absatz 2 des Bürgerlichen Gesetzbuchs ist ein Beschluss ohne Versammlung der Mitglieder gültig, wenn alle Mitglieder beteiligt wurden, bis zu dem vom Verein gesetzten Termin mindestens die Hälfte der Mitglieder ihre Stimmen in Textform abgegeben haben und der Beschluss mit der erforderlichen Mehrheit gefasst wurde.

07/2020, 27.03.2020

Der „Corona-Monitor“ des Bundesinstituts für Risikobewertung zeigt, wie die Bevölkerung in Deutschland die aktuelle Situation einschätzt

Welche Befürchtungen treiben die Menschen in Deutschland beim Thema neuartiges Coronavirus und Infektionsrisiko besonders um? Als einen wahrscheinlichen Übertragungsweg für den Krankheitserreger sehen sie hauptsächlich die Nähe zu anderen Menschen (81 Prozent) und verunreinigte Türklinken (61 Prozent) an. Dies zeigen erste Ergebnisse des „Corona-Monitors“ des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). „Künftig wollen wir jede Woche messen, wie die Bevölkerung in Deutschland das Risiko durch das neuartige Coronavirus wahrnimmt“, sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. „Wir hoffen, dass uns diese repräsentative Umfrage damit eine Art ‚Fieberkurve‘ liefert, aus der sich ablesen lässt, wie die Menschen das Risiko ein schätzen und mit ihm umgehen.“

Die Befragten sehen ein vergleichsweise hohes Ansteckungsrisiko bei Bargeld (45 Prozent). Die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung des Corona-Virus durch Lebensmittel, Haustiere oder Kleidung wird hingegen meist als niedrig eingeschätzt.

32 Prozent der Befragten ergreifen bislang keine Maßnahmen, um sich oder ihre Familie vor einer Infektion mit dem Corona-Virus zu schützen. Rund zwei Drittel geben dagegen an, sich vor einer Ansteckung schützen zu wollen. Mit Abstand am häufigsten wird hier das Meiden der Öffentlichkeit genannt. Viele setzen zudem auf häufiges und gründliches Händewaschen, Abstand zu anderen Menschen sowie Desinfektionsmittel. Wurden die Interviewpartner vor die Wahl gestellt, sich entweder mit Wasser und Seife oder mit Desinfektionsmittel die Hände reinigen zu können, so entschied sich die überwiegende Mehrheit (84 Prozent) für Wasser und Seife. Trotz der Maßnahmen sind sich jedoch nur 28 Prozent sicher, dass sie sich vor einer Ansteckung schützen können.

Die gesundheitlichen Folgen einer Erkrankung am neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 wurden unterschiedlich eingeschätzt. Während 41 Prozent eher geringe Auswirkungen auf die eigene Gesundheit erwarten, schätzen 37 Prozent diese als durchaus bedeutsam ein. Das Coronavirus wird damit derzeit als bedrohlicher angesehen als eine Grippeerkrankung.

Die angeordneten Maßnahmen zur Eindämmung des Erregers werden insgesamt sehr positiv beurteilt: Mehr als 90 Prozent der Befragten bewerten Maßnahmen wie Schulschließungen, Quarantänemaßnahmen oder das Anfang der Woche angeordnete Kontaktverbot als gerechtfertigt. Das Schließen der meisten Geschäfte oder das Verhängen einer Ausgangssperre wurden von 86 bzw. 74 Prozent der Befragten als angemessen beurteilt.

Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung (72 Prozent) fühlt sich zudem gut über das Geschehen ins Bild gesetzt und informiert sich über Fernsehen, Internet und Printmedien. Von offiziellen Stellen wurde das Robert Koch-Institut am häufigsten als Informationsquelle genannt.

In der sich dynamisch verändernden Situation aktualisiert das BfR kontinuierlich seine FAQs zum Thema Coronavirus.

Über den BfR Corona-Monitor

Der BfR Corona-Monitor ist eine wiederkehrende (mehrwellige) repräsentative Befragung zur Risikowahrnehmung der Bevölkerung in Deutschland gegenüber dem neuartigen Coronavirus. Seit dem 24. März 2020 werden dazu jeden Dienstag rund 500 zufällig ausgewählte Personen per Telefon unter anderem zu ihrer Einschätzung des Ansteckungsrisikos und zu den von ihnen getroffenen Schutzmaßnahmen befragt. Eine Zusammenfassung der Daten wird regelmäßig auf der Homepage des Bundesinstituts für Risikobewertung veröffentlicht. Mehr Informationen zur Methode und Stichprobe finden sich in den Veröffentlichungen zum BfR Corona-Monitor.

Über das BfR

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftlich unabhängige Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Es berät die Bundesregierung und die Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien- und Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.