Home Tags Posts tagged with "Coronakrise"

Coronakrise

Verbandspräsident Marco Altinger: „Nicht jeder Immobilieneigentümer ist Multimillionär!“

Der Bundestag hat beschlossen, dass Mieten, die aufgrund der Coronakrise nicht bezahlt werden können, nicht dazu führen, dass der Vermieter das Objekt kündigen kann.

Dies hört sich auf den ersten Blick gut an, aber zieht einen enormen Rattenschwanz mit sich.

Erstens sind die wenigsten Vermieter so reich, dass sie einen Mietausfall (gelten soll das bis einschliesslich Juni) einfach so wegstecken können. Eigentümer sind nicht alle Multimillionäre sondern auch normale Menschen, die ihr Geld halt in Immobilien investiert haben, um somit eine stabile Altersvorsorge aufzubauen, und entsprechend auch auf diese Einnahmen angewiesen sind.

Zweitens wird dies dazu führen, dass Kredite nicht mehr bezahlt werden können. Wenn der Vermieter kein Geld einnimmt und die Tilgung nicht rechtzeitig bei der Bank eingeht, dann wird die Bank das Gebäude sehr schnell zwangsversteigern. Dies wird dazu führen, dass Gebäude unter Wert auf den Markt kommen und Vermieter, die eigentlich eine sichere Investition gesucht haben, selbst in große Schwierigkeiten geraten. Wenn dann müssten also auch Tilgungen und Zinsen ausgesetzt werden, was wiederum die Banken in Schwierigkeiten bringen wird.

Drittens muss man bedenken, dass große Lebensversicherer und auch (berufsständische) Rentenversicherer die anvertrauten Gelder in Immobilien investiert haben. Wenn hier entsprechende Einnahmen ausbleiben, dann werden Renten und Lebensversicherungen nicht mehr ausgezahlt werden können.

Dieses Gesetz ist wieder mal ein Beispiel von gut gemeint, aber nicht gut genug gemacht. Die Folgen können für die gesamte Volkswirtschaft und für viele Einzelne katastrophal sein. Besser wäre es, wenn der Staat wirklich bedürftige Mieter zum Beispiel über einen Zuschuss direkt unterstützt.

gez.: Marco Altinger

 

Foto: Altinger priv.

Coronakrise: „Jetzt zeigt sich, welche Berufsgruppen einen unschätzbaren Wert haben“, betont Generalsekretärin Susann Enders

Die Coronakrise beschäftigt Bayern weiter. „Schade, dass es eine derartige Krise bedarf, damit einige den Wert dieser Menschen erkennen und schätzen lernen“, sagt Enders, selbst jahrzehntelang OP-Schwester in einer Unfallklinik.

Die aktuelle Lage in Deutschland und Bayern bleibt wegen des Coronavirus weiter angespannt. Susann Enders, Generalsekretärin FREIE WÄHLER BAYERN, betont, dass gerade in dieser schwierigen Phase die systemrelevanten Berufssparten einen unschätzbaren Wert haben. Die Liste der Arbeiterinnen und Arbeiter ist lang und betrifft Reinigungskräfte, Kinderpfleger, Erzieherinnen, Postboten, Journalisten, Mitarbeiter in infrastrukturellen Bereichen bis hin zum Bäcker, Verkaufspersonal und natürlich Krankenhaus- und Pflegepersonal. „Schade, dass es eine derartige Krise bedarf, damit einige den Wert dieser Menschen erkennen und schätzen lernen“, sagt Enders, selbst jahrzehntelang OP-Schwester in einer Unfallklinik. Und weiter: „Diese Berufsgruppen sind unverzichtbar und leisten derzeit eine unbezahlbare Arbeit. Vielen herzlichen Dank für eure Leistung!“

Enders bekräftigt derweil den Appell, dass sich die Menschen an die Regeln während dieser Coronakrise halten sollten.„Bleibt zu Hause! Meidet alle Kontakte, die nicht unbedingt sein müssen. Das ist unsere Pflicht, damit das Gesundheitssystem am Laufen bleibt. Stellvertretend für all diese systemrelevanten Berufsgruppen möchte ich meinen Kolleginnen und Kollegen in den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen meinen größten Respekt aussprechen. Leider begreift die Gesellschaft erst in Zeiten einer Krise, wie wichtig Ihr seid.“

 

Foto: Freie Wähler