Home Tags Posts tagged with "Corona-Krise"

Corona-Krise

PRESSEMITTEILUNG 19.01.2021

Infektionsgeschehen in Pflegeeinrichtungen trotz strenger Regeln für Besucher und Personal weiterhin besorgniserregend – OB Putz: Virus auf Mutationen untersuchen

Die 7-Tage-Inzidenz in der kreisfreien Stadt Landshut ist seit dem Wochenende deutlich gestiegen und nähert sich wieder der kritischen Marke von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Das Robert-Koch-Institut wies am Dienstag einen Wert von 188,0 aus, im Tagesverlauf wurden dem Gesundheitsamt bis 14 Uhr rund 20 weitere Fälle gemeldet, so dass ein weiterer Anstieg der Inzidenz zu erwarten ist. Hauptgrund für die ungünstige Entwicklung sind erneute Corona-Ausbrüche in mehreren Seniorenheimen im Stadtgebiet. Seit dem Wochenende wurden 48 Positivbefunde überwiegend von Bewohnern, aber auch von Pflegekräften der betroffenen Einrichtungen gemeldet. Das entspricht für die Stadt Landshut – in der jeder Fall auf 100.000 Einwohner hochgerechnet werden muss und daher statistisch etwa 1,36 Inzidenzpunkte „teuer“ ist – einem Inzidenzwert von mehr als 65 Punkten. Ohne diese jüngsten Ausbrüche in Seniorenheimen würde die Inzidenz also in etwa im Bundes- und Landesdurchschnitt liegen.

Oberbürgermeister Alexander Putz bereiten die zahlreichen Neuinfektionen in verschiedenen Senioreneinrichtungen große Sorgen. „Trotz des schon vor Weihnachten beschlossenen, umfangreichen Maßnahmenkatalogs, der Einschränkungen der Besuchsmöglichkeiten ebenso enthält wie strenge Test- und Hygieneregeln für Besucher und Personal, gelingt es ganz offensichtlich nicht, das Virus von den Heimen fernzuhalten und so die besonders gefährdeten Bewohner zu schützen. Das ist erschütternd und für viele Infizierte und deren Angehörige dramatisch, weil Covid-19 gerade für hochbetagte Menschen leider nicht selten lebensbedrohlich wird.“

Besonders bedauerlich ist die Tatsache, dass die in den vergangenen Tagen und Wochen in Seniorenheimen vorgenommenen Erstimpfungen laut Dr. Uwe Schubart, Ärztlicher Leiter der Impfzentren von Stadt und Landkreis Landshut, erst nach rund zwei Wochen für eine Teilimmunisierung und damit für einen gewissen Schutz sorgen. „Sehr wahrscheinlich haben sich die Betroffenen bereits vor oder unmittelbar nach der ersten Impfung infiziert“, stellt Schubart fest. „Das zeigt, dass wir dringendst und sehr schnell mehr Impfstoff brauchen, um endlich zumindest die am meisten gefährdeten Bevölkerungsgruppen durchimpfen zu können.“ Dem schließt sich OB Putz an, denn jede weitere Verzögerung werde täglich bundesweit Menschenleben kosten. „Ich kann deswegen nur nochmals nachdrücklich an die Bundesregierung und die EU-Kommission appellieren, ihrer Verantwortung gerecht zu werden und alle Hebel in Bewegung zu setzen, um den Impfstoffnachschub über die garantierten Zweitdosen für bereits Erstgeimpfte hinaus sicherzustellen. Das ist es, was unsere Bürgerinnen und Bürger – die seit mittlerweile fast einem Jahr im Interesse des Infektionsschutzes erhebliche Eingriffe in ihre Grundrechte akzeptieren – völlig zurecht von den politisch Verantwortlichen einfordern.“

Gleichzeitig fordert Putz, einige der in den Seniorenheimen genommenen Proben genauer zu untersuchen, also eine sogenannte Sequenzierung vorzunehmen. „Ich habe mich mit diesem Vorschlag bereits an das Gesundheitsamt gewandt. Denn es fällt uns seit mehreren Wochen auf, dass sich in betroffenen Einrichtungen – und auch in unserem Klinikum – sehr schnell sehr viele Bewohner beziehungsweise Patienten, Pflegekräfte und Ärzte infizieren“, so der Oberbürgermeister. Deswegen könne nicht ausgeschlossen werden, „dass sich womöglich auch bei uns schon eine der ansteckenderen Virus-Varianten ausgebreitet hat. Darüber müssen wir so rasch wie irgend möglich Klarheit haben, damit wir unsere Schutzmaßnahmen gegebenenfalls anpassen können.“

 

PRESSEMITTEILUNG 12.01.2021

Rund 4.200 Seniorinnen und Senioren werden in den nächsten Tagen von OB Putz per Brief über das Angebot informiert – Vormerkungen telefonisch und online möglich

Die Schutzimpfung gilt als entscheidender Fortschritt im Kampf gegen das seit einem Jahr weltweit grassierende Coronavirus SARS-CoV-2. Derzeit ist Impfstoff aber noch knapp – und muss daher zunächst den besonders gefährdeten Risikogruppen vorbehalten bleiben. In der Stadt Landshut wurden deshalb gemäß der bundesweit verbindlichen Impfstrategie in den vergangenen Wochen hunderte Bewohnerinnen und Bewohner von Senioren- und Pflegeheimen, das dort tätige Personal sowie ausgewählte Pflegekräfte und Ärzte von Krankenhäusern geimpft. In einem zweiten Schritt sind nun rund 4.200 Bürgerinnen und Bürger an der Reihe, die das 80. Lebensjahr vollendet haben und nicht in einem Pflege- oder Seniorenheim leben. Auch sie gehören der höchsten Priorisierungsgruppe an und werden deshalb in den nächsten Tagen per Brief von Oberbürgermeister Alexander Putz zur Schutzimpfung eingeladen. Die Impfungen werden dann voraussichtlich ab Ende Januar im Impfzentrum der Stadt auf dem Messegelände an der Niedermayerstraße 100 erfolgen.

Über 80-Jährige können sich ab sofort telefonisch oder per Online-Formular für die Immunisierung vormerken lassen; die entsprechenden Kontaktdaten sind in dem Schreiben enthalten. Eine konkrete Terminvereinbarung ist dagegen noch nicht möglich, weil nach wie vor unklar ist, wann und in welchem Umfang der Bund die benötigten Impfstoffdosen liefern kann. Sobald freie Termine für die Erst- und Zweitimpfung verfügbar sind, werden vorgemerkte Bürgerinnen und Bürger automatisch von Bediensteten des Impfzentrums informiert. Zur Impfung selbst sind dann der Personalausweis oder Reisepass und – soweit vorhanden – auch der Impfpass mitzubringen. Nach Möglichkeit sollen außerdem das Aufklärungsblatt sowie die Anamnese- und Einwilligungserklärung, die dem Schreiben beigefügt sind, vollständig ausgefüllt und unterschrieben mitgebracht werden. Betroffene, die beim Ausfüllen Hilfe benötigen, können sich aber auch noch am Tag der Impfung direkt an Mitarbeiter des Impfzentrums wenden.

OB Alexander Putz hofft, dass sich möglichst viele Seniorinnen und Senioren für die Impfung entscheiden: „Die Immunisierung bietet wirksamen Schutz vor einer gerade für die älteren Bevölkerungsgruppen oftmals schwer und nicht selten leider sogar tödlich verlaufenden Krankheit. Zudem bringt uns jede Impfung dem Ende dieser Pandemie und damit der Rückkehr zum normalen Alltagsleben einen kleinen, aber wichtigen Schritt näher.“ Er selbst sei jederzeit bereit, sich immunisieren lassen, betont Putz: „Ich habe großes Vertrauen in die Wissenschaft und in die Wirksamkeit und Verträglichkeit aller in Deutschland zugelassenen Impfstoffe. Dennoch werde ich mich selbstverständlich gedulden, bis ich gemäß der bundesweit gültigen Vorschriften zur Impfpriorisierung an der Reihe bin.“

Dasselbe erwartet der Rathauschef von allen anderen Bürgerinnen und Bürgern, die nicht der höchsten Priorisierungsstufe angehören und deswegen bis auf Weiteres nicht geimpft werden können. „Natürlich ist das für viele, die sich und ihre Angehörigen schnell durch eine Impfung schützen möchten, schwierig zu akzeptieren. Aber angesichts der Impfstoffknappheit gibt es momentan leider keine sinnvolle Alternative zur Priorisierung“, wirbt Putz um Verständnis für die Maßnahme. Gleichzeitig hofft der OB darauf, dass der bisher noch herrschende Impfstoffmangel auch durch die Zulassung von Vakzinen weiterer Hersteller wie dem des schwedisch-britischen Herstellers AstraZeneca möglichst zeitnah behoben wird. „Ich nehme dabei den Bundesgesundheitsminister beim Wort, der zugesagt hat, dass bis zum Sommer allen, die das wünschen, ein Impfangebot gemacht werden kann. Die dafür erforderliche Infrastruktur ist bei uns in Landshut längst vorhanden“, so Putz. „Jetzt muss der Bund seinen Beitrag zur Überwindung dieser Pandemie leisten – und der besteht darin, ausreichend Impfstoff zu beschaffen.“

Foto: Klartext.LA

PRESSEMITTEILUNG 11.01.2021

Tagestouristische Ausflüge damit aus Infektionsschutzgründen ab sofort untersagt – Stadt verlängert außerdem ihre Allgemeinverfügungen bis zum 31. Januar 2021

Die 7-Tage-Inzidenz in der kreisfreien Stadt Landshut liegt auch am heutigen Montag, 11. Januar 2021, über der kritischen Marke von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern und ist nach Angaben des Robert-Koch-Instituts nochmals leicht auf nun 246,6 angestiegen. Neben den bekannten Infektionsfällen in Seniorenheimen sind laut Gesundheitsamt auch zahlreiche Ansteckungen im privaten, insbesondere im familiären Umfeld für die hohen Inzidenzwerte verantwortlich. Die Stadt Landshut gilt damit, wie 27 andere Landkreise und kreisfreie Städte in Bayern, als „Corona-Hotspot“. Bürgerinnen und Bürger dürfen sich damit ab sofort gemäß der aktuellen Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung ohne triftigen Grund nur noch maximal 15 Kilometer vom Stadtgebiet entfernen. Als Orientierungshilfe wird die Stadt zeitnah auf ihrer Homepage www.landshut.deeine Grafik veröffentlichen, die den Radius von 15 Kilometern rund um das Stadtgebiet veranschaulichen soll. Klar ist: Insbesondere tagestouristische Ausflüge – zum Beispiel zum Wandern oder zum Wintersport in den Bayerischen Wald oder in die Alpen – sind bis auf Weiteres nicht mehr möglich. Die Regelung kann erst dann wieder aufgehoben werden, wenn der Inzidenzwert für mindestens sieben Tage in Folge unter die Marke von 200 sinkt.

Darüber hinaus hat die Stadt Landshut am Wochenende ihre im Rahmen von drei Allgemeinverfügungen erlassenen, bereits seit Wochen bestehenden Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus erneut, nun bis zum 31. Januar 2021, verlängert. Die Regelungen sehen unter anderem eine Maskenpflicht im historischen Zentrum vor. Außerdem bleibt die Höchstteilnehmerzahl an Versammlungen unter freiem Himmel im Sinne des Art. 8 GG auf maximal 10 Personen sowie an Gottesdiensten und Zusammenkünften von Glaubensgemeinschaften auf höchstens 100 Personen (im Freien: 200 Personen) begrenzt. In Seniorenheimen sind Besuche nach wie vor auf eine Dauer von 60 Minuten beschränkt, die landesweit gültige Testpflicht für Besucher ist natürlich auch in Landshut verbindlich. In Krankenhäusern im Stadtgebiet müssen Besucher eine FFP2-Maske tragen, soweit im Rahmen des Hausrechts nicht strengere Vorschriften gelten.

Selbstverständlich sind in der Stadt Landshut auch sämtliche in der aktuellen Fassung der 11. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung niedergelegten Vorschriften zu beachten. Dazu zählen insbesondere die verschärften Kontaktbeschränkungen: Demnach ist der gemeinsame Aufenthalt im öffentlichen Raum, in privat genutzten Räumen und auf privat genutzten Grundstücken nur Angehörigen desselben Hausstands und einer zusätzlichen weiteren Person sowie zugehörigen Kindern bis einschließlich drei Jahren erlaubt. Dabei ist es unerheblich, wer wen besucht und ob das Zusammentreffen in der Wohnung der gemeinsam teilnehmenden Hausstandsangehörigen oder der Einzelperson stattfindet. Eine Sonderregelung für Kinder unter 14 Jahren besteht nicht mehr. Die wechselseitige, unentgeltliche, nicht geschäftsmäßige Beaufsichtigung von Kindern unter 14 Jahren in festen, familiär oder nachbarschaftlich organisierten Betreuungsgemeinschaften bleibt zulässig, wenn sie Kinder aus höchstens zwei Hausständen umfasst.

Der vollständige Text der Allgemeinverfügungen der Stadt Landshut ist auf der Homepage der Stadt unter www.landshut.de nachzulesen.

Und hier die FAQ-Liste der Betroffenen Unternehmen:

Versorgungsarzt Dr. Uwe Schubart (von links), Oberbürgermeister Alexander Putz, Landrat Peter Dreier und Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier mit den ersten 200 Impfdosen für die Region Landshut.

PRESSEMITTEILUNG 27.12.2020

Oberbürgermeister Alexander Putz und Landrat Peter Dreier hoffen auf raschen Impfstoff-Nachschub

Hochrisiko-Gruppe der über 80-Jährigen sowie Pflegepersonal genießt zunächst höchste Priorität

„Der 27. Dezember 2020 ist ein Tag der Freude und der Zuversicht, der als Meilenstein im Kampf gegen die Pandemie in die Geschichte eingehen wird“: Mit diesen Worten haben Oberbürgermeister Alexander Putz und Landrat Peter Dreier am Sonntagmorgen im Impfzentrum der Stadt Landshut den Startschuss für die Schutzimpfungen gegen das Coronavirus gegeben. Jeweils 100 Dosen des von den Firmen BioNTech und Pfizer in Rekordzeit entwickelten Vakzins hatten Stadt und Landkreis Landshut in einer ersten Lieferung vom Freistaat erhalten. Mit diesen Impfdosen wurden am Sonntagvormittag Bewohner von drei Altenheimen in Landshut, Altdorf und Altfraunhofen sowie deren Pflegepersonal gegen das Corona-Virus immunisiert. Damit die Impfung ihre volle Schutzwirkung entfalten kann, muss der Vorgang in rund drei Wochen wiederholt werden.

Die Hoffnung auf eine Rückkehr zum „normalen Leben“ ohne die schmerzhaften, aus Infektionsschutzgründen aber nach wie vor dringend nötigen Einschränkungen sei mit dem Impfstart natürlich deutlich gestiegen, waren sich Putz, Dreier und Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier, der als Mitglied des Gesundheitsausschusses des Landtags ebenfalls ins Impfzentrum gekommen war, einig. Insofern sei es ein wichtiges Signal, dass die ersten Impfungen bereits unmittelbar nach den Weihnachtsfeiertagen und noch vor dem Jahreswechsel vorgenommen werden konnten. Allerdings sei Impfstoff momentan noch sehr knapp, betonte Putz. „Wir brauchen jetzt rasch Nachschub, damit wir zumindest die von Covid-19 besonders gefährdeten Personen schnell und effektiv schützen können.“

Das gelte insbesondere für die Angehörigen der höchsten Priorisierungsgruppe, also für die Bewohner von Senioren- und Pflegeheimen und über 80-Jährige. „Allein in der Stadt Landshut sind das insgesamt rund 5.500 Frauen und Männer. Dazu kommt das völlig zurecht ebenfalls höchstpriorisierte medizinische und pflegerische Personal in den Seniorenheimen, aber auch in den Kliniken“, so Putz. Erst in weiteren Schritten können die Angehörigen der beiden weiteren Priorisierungsgruppen und schließlich die breite Bevölkerung geimpft werden. „Das verdeutlicht, vor welch enormen Herausforderungen wir in den kommenden Monaten gemeinsam stehen.“

Eine Massenimpfung dieses Ausmaßes habe es in der Geschichte noch nie gegeben, betonte Dreier. Umso dankbarer sind OB und Landrat den Mitarbeitern der beiden Impfzentren von Stadt und Landkreis – darunter Dutzende Ärzte, ihre Bediensteten und Mitglieder des Johanniter- bzw. des Malteser-Hilfsdiensts, die sich am Sonntagmorgen ebenfalls eingefunden hatten. „Ohne Ihr vorbildliches Engagement wären Impfungen in diesem Umfang gar nicht möglich“, lobte Dreier und mahnte, die Impfteams nicht zu überfordern. „Die Impfkampagne wird viele Monate dauern. Das über eine solch lange Zeit durchzuhalten, wird für alle Beteiligten sehr anstrengend. Deshalb müssen wir darauf achten, dass jeder und jede auch mal eine Pause bekommt.“

Die ersten Impfdosen, die am Samstag von einem zentralen Lager in Niederbayern kommend in Landshut eingetroffen waren, wurden am Sonntag indes nicht in den beiden Impfzentren verabreicht, sondern wie geplant von mobilen Teams direkt in drei ausgewählte Seniorenheime gebracht. Eines der Teams leitete der regionale Versorgungsarzt Dr. Uwe Schubart aus Vilsheim. Er berichtete von einer sehr hohen Impfbereitschaft innerhalb der Bewohnerschaft und des Personals der Heime. „Von der 40-jährigen Pflegekraft bis zur 95-jährigen Bewohnerin war heute alles dabei“, erklärte der Versorgungsarzt. Nebenwirkungen waren bislang nicht ersichtlich. „Es besteht nach derzeitigen Erkenntnissen auch kein Anlass zur Sorge, dass es zu größeren Nebenwirkungen kommt. Der Impfstoff wurde wirklich eingehend geprüft und getestet“, so Schubart. Jucken und leichte Schmerzen an der Einstichstelle wie auch mögliche Kopfschmerzen oder Abgeschlagenheit seien zwar möglich, sind nach Aussage Schubarts aber nach jeder Impfung nicht ungewöhnlich und kämen auch bei Tetanus-, Influenza- oder Hepatitis-Impfungen vor, die bereits seit Jahrzehnten vorgenommen werden.

Einige wenige Bewohner konnten am heutigen Sonntag nicht behandelt werden, weil sie leichte Erkältungssymptome zeigten und deshalb nicht fit genug für eine Immunisierung waren. Dies wird aber zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt, sagte Schubart. „Deshalb ist es so wichtig, dass wir jeden Patienten eingehend begutachten und individuell entscheiden, ob eine Impfung zum aktuellen Zeitpunkt möglich ist. Denn jede Impfung bedeutet auch eine vorübergehende zusätzliche Belastung für den Körper, bis dieser Antikörper gegen das Virus gebildet hat.“

Da der Impfstoff aktuell noch sehr knapp bemessen ist, sind auch in der Region Landshut auf Basis der bundesweiten Impfstrategie zunächst nur Bewohner und Pflegepersonal in Seniorenheimen, Teile des Krankenhauspersonals und Personen über 80 Jahre zur Impfung vorgesehen. Wie berichtet, stehen die Impfzentren von Stadt und Landkreis Landshut schon seit Mitte Dezember bereit: Sie können aber erst in Betrieb genommen werden, sobald ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht. Stadt und Landkreis Landshut werden frühzeitig informieren, sobald eine Anmeldung für Personen der priorisierten Impfgruppen möglich ist. Konkret werden alle Einwohner, die das 80. Lebensjahr vollendet haben, im Januar per Brief zur Impfung eingeladen; das Schreiben wird auch ausführliche Informationen zur Impfung und deren Ablauf sowie Kontaktmöglichkeiten zur Terminvereinbarung enthalten. Die Impfung gegen das Corona-Virus ist für alle Bürgerinnen und Bürger kostenlos. Die Kosten für den Aufbau und den Betrieb der regionalen Impfzentren übernehmen die Krankenkassen bzw. der Freistaat Bayern.

Fotos: Stadt Landshut

271220_impfung2a/b/c: Bewohner und Pflegepersonal von drei Seniorenheimen in Stadt und Landkreis Landshut wurden am Sonntag als Erste gegen das Coronavirus geimpft.

Ein Fläschchen Hoffnung – enthalten ist der von den Firmen BioNTech und Pfizer entwickelte Impfstoff.


Mitglieder der Johanniter und der Malteser werden in den kommenden Wochen und Monaten zusammen mit Ärzten und ihren Teams die Impfungen in der Region Landshut vornehmen.