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Bürgermeisterin Rosa-Maria Maurer

Bildtext: Tauschten sich über die neue Stromleitung sowie über den Breitbandausbau aus: 1. Bürgermeisterin Rosa-Maria Maurer und Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier.

 

Lange Leitung statt schnelles Internet

Daten- und Stromleitungen beschäftigen Gemeinde

 

Der Breitbandausbau in der Gemeinde Adlkofen sowie die Trassierung der Stromleitung durch das Gemeindegebiet waren Themen beim Austausch zwischen Bürgermeisterin Rosa-Maria Maurer und Landtagsabgeordneten Helmut Radlmeier.

Die Gemeinde Adlkofen möchte alle Haushalte im Gemeindegebiet mit schnellem Internet versorgen. Die Hürden dafür sind aber hoch, wie Erste Bürgermeisterin Maurer schilderte: Im zweiten Auswahlverfahren im Jahr 2018 gab es nur zwei Angebote. Dabei ergab sich eine Preisdifferenz vom billigsten zum zweiten Anbieter von fast zwei Millionen Euro. Die Ausschreibung mit dem niedrigstbietenden Angebot muss nun aufgehoben werden, weil Vertragsleistungen seitens der Firma nicht erfüllt werden können. „Das bedeutet, dass wir bei Punkt 0 beginnen. Ob wir bei einer neuen Ausschreibung überhaupt ein Angebot erhalten, sei dahingestellt. Auf jeden Fall müssen wir mit einer Bauausführung von mehreren Jahren rechnen“, so Maurer. Was die Bürgermeisterin besonders stört:  Die Versorgung mit Breitband ist nicht verfassungsmäßige Aufgabe einer Kommune, der schwarze Peter wird den Gemeinden zugeschoben.

So habe sie es selbst erlebt, als sie sich als Kundin im Laden eines Anbieters über einen möglichen Breitband-Anschluss informiert hatte. Als klar wurde, dass ihr Wohnort dafür nicht in Frage komme, habe der Mitarbeiter gesagt, dass die Gemeinde schuld sei.

Als Gemeinde werden wir ziemlich allein gelassen, so Maurer. Gerade der Ausbau von kleineren Ortsteilen gestalte sich schwierig. Die Anbieter würden sich nur die rentablen, größeren Orte herausnehmen. Gleichwertige Lebensverhältnisse innerhalb einer Gemeinde seien daher schwer zu erreichen. Landtagsabgeordneter Radlmeier dankte der Bürgermeisterin für die Anregungen. Er hoffe sehr darauf, dass der Bund bei der Förderung noch einmal nachbessere, damit Deutschland beim Breitbandausbau aufhole.

Stromleitung besprochen

Maurer und Radlmeier besprachen erneut die geplante Umrüstung der Stromtrasse durch das Gemeindegebiet. Dabei soll die bestehende 220-kV-Stromleitung von Altheim nach Matzenhof durch eine 380-kv-Leitung ersetzt werden. Hier setzen sich beide dafür ein, dass die neue Trasse nicht mehr durch die Ortschaft Göttlkofen führt und den Ort damit durchschneidet. Maurer konnte einen Teilerfolg der gemeinsamen Bemühungen verkünden: Der Netzbetreiber Tennet prüft eine alternative Trassenführung, mit der Göttlkofen umgangen werden könnte. Allerdings stehe das Ergebnis noch nicht fest, wie Maurer betonte. Die Bürgermeisterin bedankte sich bei dem Abgeordneten für seine Unterstützung und auch dafür, dass er sich stets für die Anliegen Zeit nimmt.

 

Foto: Büro Radlmeier

Bildtext: Adlkofens Bürgermeisterin Rosa-Maria Maurer bat Stimmkreisabgeordneten Helmut Radlmeier um Unterstützung bei der geplanten Stromtrasse durch das Gemeindegebiet.

 

 

Weg von der Wohnbebauung

MdL Radlmeier bespricht Stromtrasse mit Bürgermeisterin Maurer

 

Durch die Gemeinde Adlkofen schlängelt sich eine 220-kV-Stromleitung von Altheim nach Matzenhof. Diese Leitung soll durch eine neue 380-kV-Höchstspannungs-Leitung ersetzt werden. Den aktuellen Trassenvorschlag des Netzbetreibers Tennet lehnt die Gemeinde aber ab, wie Adlkofens Bürgermeisterin Rosa-Maria Maurer dem Stimmkreisabgeordneten für die Region Landshut Helmut Radlmeier im Rathaus erläuterte. Radlmeier sicherte zu, sich für eine bürgerfreundlichere Trasse einzusetzen.

Stein des Anstoßes: Nach Plänen Tennets soll die Stromtrasse im Planungsabschnitt 2 im Bereich der Ortschaft Göttlkofen noch näher an die Wohnbebauung rücken, als es die bestehende 220-kv-Leitung ohnehin schon tut. Außerdem würde die neue Leitung, wie schon die bestehende Trasse, direkt durch die beiden Teile des Ortes hindurchgehen und damit Göttlkofen durchschneiden. Anwohner und Gemeinde lehnen diese Variante daher ab. „So nahe bzw. unter einer Stromleitung will niemand leben. Als Gemeinde sehen wir uns hier in unser Entwicklungsmöglichkeit gehindert. Ein Zusammenwachsen Göttlkofens wäre mit der aktuellen Variante nicht möglich. Die Stromleitung wollen wir ganz aus dem Ort heraus haben“, schilderte Bürgermeisterin Rosa-Maria Maurer dem Landtagsabgeordneten Radlmeier.

Um Betroffenheiten der Anwohner zu minimieren, sei ein Alternativtrasse entwickelt worden. Für eine Neutrassierung habe sich auch der Gemeinderat mehrheitlich ausgesprochen. Für diese Variante bat Maurer den Abgeordneten um Unterstützung. Radlmeier sicherte zu, sich für eine bürgerfreundlichere Trasse einzusetzen. „Ziel muss es sein, die notwendige Modernisierung der Infrastruktur in Einklang mit den Menschen vor Ort zu bringen“, bekräftigte Radlmeier. Er werde sich daher nochmals an Tennet wenden und für eine Änderung der Planung plädieren.

 

Foto: Büro Radlmeier