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Bürgermeister Erwin Schneck

Seit gestern darf sich die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Landshut im aktiven Dienst über zwei neue Feuerwehrfrauen und neun Feuerwehrmänner freuen. Nach intensiven 10 Wochen Ausbildung, an deren Ende als Höhepunkt am Freitag die Abnahme der Leistungsprüfung stand, konnten die neuen Einsatzkräfte ein Rahmen einer kleinen Feierstunde in der Landshuter Hauptfeuerwache vom 3. Bürgermeister Erwin Schneck, Verwaltungsbeirat Rudi Schnur, Stadtbrandrat Gerhard Nemela, Stadtbrandinspektor Martin Dax, dem Vorsitzenden Andreas Kei und Ausbildungsleiter Thomas Schindler in den aktiven Dienst übernommen werden. Im Rahmen der Ansprachen und Grußworte lobten alle das Engagement der neuen Feuerwehrlerinnen und Feuerwehrler, mit dem die letzten intensiven Wochen und vor allem die Übungswoche vor der Leistungsprüfung absolviert wurde. Nach den Ansprachen erhielten alle ihre Beförderung zur Feuerwehrfrau bzw. zum Feuerwehrmann, ihr Leistungsabzeichen in Bronze und ihren Funkmeldeempfänger. Alle dürfen ab sofort mit ihren Heimatlöschzügen zu den Einsätzen ausrücken.

Ausbildungsleiter Thomas Schindler dankte neben seinen Schützlingen vor allem auch den Ausbildern und Helfern aus den Löschzügen, ohne die die Ausbildung in diesem Umfang nicht möglich gewesen wäre. Für den Ausbildungslehrgang dankten Eva Mandlmeyer und Lisa Wimmer ihrem Ausbildungsleiter mit einem kleinen Präsent. Nach dem offiziellen Teil klang der Abend dann mit einem gemeinsamen Essen aus. Alle Neuen „brennen“ ab sofort natürlich darauf, ihre „Jungfernfahrt” mit der aktiven Mannschaft absolvieren zu dürfen. Die ersten Gelegenheiten gab es bereits bei den Löschzügen Stadt und Schönbrunn bei einer automatischen Brandmeldung im Biomasseheizkraftwerk (Fehlalarm) und bei einem größeren Wasserschaden in der Unteren Auenstraße.

Die Erschließung des Gewerbegebietes Münchnerau schreitet voran

 

Am Dienstag haben Oberbürgermeister Alexander Putz, Bürgermeister Erwin Schneck und Gerhard Anger, Leiter des Tiefbauamts, gemeinsam mit den Stadträten Bernd Friedrich und Robert Mader die Töginger Straße offiziell für den Verkehr freigegeben.

Die neue, 222 Meter lange und 21,50 Meter breite Verbindung führt von der Jenaer Straße auf Höhe des ehemaligen Hitachi- Werks Richtung Bahnlinie. Sie erschließt damit den nördlichen Teil des Gewerbegebiets und kostete rund 550.000 Euro. OB Putz hob bei dieser Gelegenheit die positive Entwicklung des Gewerbegebiets hervor: Etwa zwei Drittel der Gewerbeflächen in dem insgesamt rund 19 Hektar umfassenden Areal seien inzwischen vergeben; rund um die Töginger Straße werde sich zum Beispiel ein Chemieunternehmen ansiedeln. Aber auch zwei IT-Firmen, die derzeit noch im Landkreis sitzen, werden in die Münchnerau ziehen. Gleiches gilt für die von Putz als „Vorzeigeunternehmen“ gepriesene Bruckberger Laborgruppe „Agrolab“, die ihre IT-Zentrale und die Verwaltung in Teile der einst von Hitachi errichteten Gebäude verlagern wird.

Der Oberbürgermeister rechnet damit, dass allein dadurch bis zu 120 Stellen für Ingenieure und ITFachkräfte in der Stadt entstehen. „Die Entscheidung, dieses Gewerbegebiet anders als ursprünglich geplant nicht in mehreren Bauabschnitten, sondern parallel und damit deutlich schneller zu erschließen, war goldrichtig“, stellte der Rathauschef fest. „Die Nachfrage war und ist momentan sehr hoch, so dass wir unter hervorragenden Bewerbern wählen können. Ob das angesichts der sich weltweit immer deutlicher abzeichnenden Konjunkturabschwächung in ein paar Jahren genauso gewesen wäre, weiß keiner.“ Im neuen Gewerbegebiet setzt die Stadt auf einen guten Branchenmix. „Dadurch sorgen wir nicht nur für mehr attraktive Arbeitsplätze in der Region, sondern können auch unsere Gewerbesteuereinnahmen auf eine noch breitere Basis stellen“, betonte OB Putz. „Auf diese Einnahmen sind wir angewiesen, nicht zuletzt um die vielen anstehenden Großprojekte gerade in den Bereichen Bildung, Betreuung und Wohnen weiter finanzieren zu können.“

 

Foto: Stadt Landshut

 

Landshuter Delegation auf Rieder Messe

 

Kurioses, Innovatives, Bewährtes und Nützliches gab es vergangene Woche auf der Messe in Landshuts österreichischer Partnerstadt Ried zu sehen

 

Die „Rieder Messe“, eine Kombination aus Landwirtschaftsmesse mit Tierschauen, Herbstmesse und Volksfest, ist in dieser Form einzigartig in Österreich. Auf einer Fläche von insgesamt 150.000 Quadratmetern standen rund 700 Aussteller aus zwölf Nationen mit ihren Produkten, Dienstleistungen und Informationen im Mittelpunkt. Die Erfolgsfaktoren der mittlerweile 153-jährigen Rieder Messe lagen erneut in der hohen Qualität der Aussteller sowie im umfassenden, hochwertigen Angebot mit vielen Sonderschauen. Das gelungene Konzept begeisterte wieder zigtausende Besucher, darunter auch die rund 15-köpfige Landshuter Delegation mit Bürgermeister Erwin Schneck (Dritter von links) in Vertretung von Oberbürgermeister Alexander Putz an der Spitze, dem stellvertretenden Leiter des Referates 1 der Stadt, Walter Blaschke (links), dem Leiter der Abteilung Organisation der Stadt, Christian Häglsperger (Zweiter von rechts), und dem Freundeskreis-Vorsitzenden Paul Schröcker (Vierter von links). Die Eröffnung wurde von hochkarätigen Gästen vorgenommen, unter anderem von Österreichs Nationalratspräsidenten Wolfgang Sobotka (Dritter von rechts). Die Landshuter zeigten sich bei einem Messe-Rundgang begeistert ob der großen Vielfalt und dankten Bürgermeister Albert Ortig (Mitte), dem Rieder Stadtdirektor Magister Peter Eckkrammer (rechts) und Robert Freund vom Arbeitskreis Landshut-Ried (Zweiter von links) für den überaus herzlichen Empfang. Informationen zur Messe gibt es auch unter www.riedermesse.at.

 

Foto: Stadt Landshut

Bildtext: Die engagierten Schulbuslotsen mit Gabriele Maresch und Bürgermeister Erwin Schneck (von links) sowie Werkleiter Armin Bardelle (hintere Reihe).

 

Problemlöser der Stadt

„Cool2School“ Schulbuslotsen erhalten Urkunden für ihr Engagement

 

Projekt „Cool2School“ erneut erfolgreich: Für ihre freiwillige Tätigkeit erhielten die engagierten Schulbuslotsen zum Schuljahresende am Dienstagvormittag von Gabriele Maresch, Projektleiterin bei der Freiwilligenagentur Landshut (Fala), eine Urkunde als Dank für ihr ehrenamtliches Engagement. Auch die Stadtwerke belohnten die Schüler mit einem Geschenk – die Schüler durften zwischen einer 10er Karte für die Schwimmschule oder einer kostenlosen August-Monatsfahrkarte für die Stadtbusse wählen und wurden zu einem Mittagessen ins Stadtbad eingeladen.

Seit elf Jahren sind in den Stadtbussen der Stadtwerke Landshut freiwillige und ehrenamtliche Schulbuslotsen unterwegs, um in den Schulbussen und an den Haltestellen für Ordnung zu sorgen und Konflikte zu schlichten. „Die Probleme liegen oft im Detail und Details kann der Staat nicht lösen“, sagte Bürgermeister Erwin Schneck, der auch den Dank des Oberbürgermeisters Alexander Putz überbrachte. Mit Details meinte Schneck unter anderem Rangeleien vermeiden, Sachbeschädigungen und Diebstähle verhindern und als Bindeglied zwischen Busfahrer, Verkehrsbetrieb und Schule zu agieren. „All diese Details sind Aufgaben der Schulbuslotsinnen und –lotsen, und damit sind Sie Problemlöser der Stadt Landshut“, würdigte Schneck das Engagement der Jugendlichen.

Die fleißigste Lotsin im Schuljahr 2018/2019 war mit weitem Abstand die Schülerin Hannah der Staatlichen Realschule mit 300 Einsätzen. Sie erhielt für ihr besonderes Engagement noch einen Zusatzpreis. Insgesamt nahmen 58 Schüler am Cool2School-Projekt teil. 41 davon gaben ein volles Nachweisheft mit je 50 Fahrscheinen ab, welche die Schüler bekommen, sobald Sie mit der cool2school-Armbinde im Einsatz sind.

Wie wird man Schulbuslotse? Die Fala organisiert jeweils am Schuljahresanfang eine Grundausbildung durch die Verkehrswacht. Nach einem Aufbauseminar über Zivilcourage durch die Polizei nehmen die Schüler ihr Ehrenamt anschließend permanent wahr. Sie stehen hierbei in engem Kontakt mit der Schule, der Fala und dem Verkehrsbetrieb der Stadtwerke Landshut. Dass die ehrenamtlichen Schulbuslotsen in brenzligen Situationen zur Deeskalation beitragen und die Busfahrer unterstützen, darin sind sich Stadtwerke und Verkehrswacht einig.

Das „Cool2School“-Projekt wird von der Fala in Kooperation mit den Stadtwerken Landshut, der Verkehrswacht und der Polizeiinspektion Landshut organisiert und von der Dominik-Brunner-Stiftung finanziell gefördert.

Im Schuljahr 2018/2019 beteiligten sich die Staatliche Wirtschaftsschule, die Mittelschule Schönbrunn, die Staatliche Realschule, das Hans-Carossa-Gymnasium, die Staatliche Fachoberschule und das Hans-Leinberger-Gymnasium. Auch im kommenden Schuljahr wird das Projekt fortgeführt. Informationen darüber erhalten Interessierte im Sekretariat ihrer Schule und bei der Fala unter info@freiwilligen-agentur-landshut.de.

 

Foto: © Stadtwerke Landshut

 

 

EINE BESUCHERGRUPPE AUS ELGIN ist am 20. Mai im Rathausprunksaal feierlich empfangen worden

 

In Vertretung von Oberbürgermeister Alexander Putz begrüßte Bürgermeister Erwin Schneck die Delegationsmitglieder aus der schottischen Partnerstadt und ihre deutschen Gastgeberfamilien. Schneck würdigte den Besuch als „bedeutende Säule der jahrzehntelangen freundschaftlichen Verbindungen, die wir mit Elgin pflegen” und wünschte den Gästen „unvergessliche Eindrücke”. Dann hob er – nach einem kleinen Streifzug durch die Landshuter Stadtgeschichte mit der Landshuter Hochzeit als Höhepunkt – die vielen Gemeinsamkeiten von Schotten und Bayern hervor: „Wir haben jeweils eine gewisse Sonderstellung in unseren Ländern, pochen auf unsere eigene Identität und bewahren sie.

Außerdem gelten wir als eigensinnig, aber auch als herzlich, gesellig und gastfreundlich”, so der Bürgermeister. Unstrittig sei: „Was das Feiern angeht, sind Schotten und Bayern unschlagbar – vielleicht macht auch das die Freundschaft zwischen unseren Völkern so besonders.” Dass die Städtepartnerschaft ungeachtet der großen Entfernung so lebendig ist, sei nicht zuletzt das Verdienst der beiden Partnerschaftsvereine, betonte Schneck und bedankte sich bei den Vorsitzenden Eileen Duncan (Elgin) und Elemer Dobray (Landshut): „Sie tragen mit Ihrem Engagement zur Völkerverständigung in Europa bei. Die Stadt Landshut weiß diese Leistung sehr zu schätzen.” Was das Besuchsprogramm für ihre schottischen Freunde betrifft, haben sich Dobray und sein Verein Landshut-Elgin diesmal übrigens etwas Besonderes ausgedacht: Ab Dienstag geht es für drei Tage in die Wachau, auf dem Rückweg ist noch ein Abstecher nach Ried im Innkreis geplant. „Dort treffen sich dann Menschen aus der nächstgelegenen und der entferntesten Landshuter Partnerstadt”, erklärt Dobray die Idee hinter dieser Initiative – und hofft, dass aus den Begegnungen neue Freundschaften erwachsen und bestehende Verbindungen vertieft werden können.

 

Foto: Stadt Landshut

Bildtext von links: Christian Kuznik (Landesvorsitzender Bayern), Bürgermeister Erwin Schneck, Hans J. Kupke (Orts- und Bezirksvorsitzender Niederbayern), Dr. Gotthard Schneider (Präsident der Schlesischen Landesvertretung, Stellv. Landesvorsitzender), Karl Biedermann (Landesgeschäftsführer), Christiane Biedermann (Landesschatzmeisterin)

 

“WIR SIND SCHLESIEN, ERBE UND AUFTRAG“

Bürgermeister Schneck begrüßte Delegierte der Landsmannschaft Schlesien zu ihrer Tagung in Landshut

 

 

„Sie haben sich für ihre Jahresdelegiertentagung eine der schönsten Städte Bayerns, nämlich Landshut ausgesucht und das freut mich ganz besonders“, so begrüßte im Auftrag des Oberbürgermeisters Putz, Bürgermeister Erwin Schneck, die Tagungsteilnehmer. Bürgermeister Schneck forderte die Delegierten auf, während ihrer Tagung auf Entdeckungsreise zu gehen. Auf Schritt und Tritt würden sich dabei ganz unterschiedliche Eindrücke einprägen. Es entstehe ein Bild mit teilweise überraschenden Facetten. Mit dem Begriff Kultur kenne sich die Landsmannschaft Schlesien aus. Sie sei die heimatliche Ansprechpartnerin für die schlesischen Landsleute und Freunde. Hier in Bayern trage sie Mitverantwortung für Freiheit und Recht. Was Bürgermeister Schneck besonders freut, dass die Landsmannschaft mit der Jugend für die Jugend arbeitet, denn Schlesien und ganz Deutschland seien die Aufgabe aller Generationen. Weiter führte Schneck die Delegierten in die Geschichte der Stadt Landshut ein, die sehr verbunden sei mit der Geschichte Polens auf Grund der Hochzeit des Herzogs von Bayern-Landshut, Georg dem Reichen und Jadwiga, der Tochter König Kasimirs IV. von Polen und den daraus resultierenden Umbrüchen in dieser Zeit!

 

Unter dem Motto: „Wir sind Schlesien, Erbe und Auftrag – fest eingebunden in die Geschichte Europas“, findet dieses Wochenende das diesjährige Landesdelegiertentreffen der Landsmannschaft Schlesien – Nieder- und Oberschlesien, Landesverband Bayern e.V.  in Landshut statt.

Zahlreiche Ehrengäste haben ihre Anwesenheit zugesagt, u. a. Frau Sylvia Stierstorfer, Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für Aussiedler und Vertriebene, Landrat Dreier, Stephan Rauhut, Bundesvorsitzender der Landsmannschaft Schlesien, Nieder- und Oberschlesien, Christian Knauer, Landesvorsitzender im BdV Bayern und zahlreiche Politiker verschiedener Parteien aus Landshut und Umgebung.

 

Die von Orts- und Bezirksvorsitzenden Hans J. Kupke (auf dem Bild ganz links) vorbereitete Veranstaltung in Landshut, befasst sich mit Bearbeitung von Verbandsinterna, Wahl des Landesvorstandes, eines kulturell-geselligen Abends und den Besuch der vor zwei Jahren eingeweihten Gedenkstätte der Vertriebenen am Hauptfriedhof. Mehrere Vertreter aus der Politik sowie der Bundes- und Landesvorsitzende der Schlesier nehmen Stellung zur Zukunft der Landsmannschaft sowie zu Schwerpunkten der aktuellen bundesdeutschen und bayerischen Vertriebenenpolitik.

Auf der Flucht vor der Roten Armee oder von den Polen aus ihrer Heimat vertrieben, gelangten 1945 bis 1950 über 3,5 Millionen Schlesier nach Nord-, Süd- oder Westdeutschland sowie in das Gebiet der späteren DDR. Auch danach noch – bis in die späten achtziger Jahre – hielt die Ausreisewelle in die Bundesrepublik an.

Jahrelang gaben sich die ersten Flüchtlinge und Vertriebenen der Hoffnung hin, einst in ihre angestammte Heimat zurückkehren zu können, mussten sich aber der normativen Kraft des Faktischen beugen. Tatkräftig nahmen sie schließlich ihren existenziellen Neuanfang in Angriff. Im westlichen Teil Deutschlands tragen sie mit ihrem Können und ihrer zupackenden Mentalität maßgeblich zu dem bei, was man später als „Wirtschaftswunder“ bezeichnete. Die Integration der Flüchtlinge und Vertriebenen war eine Leistung, die rückblickend zu den größten Erfolgen Nachkriegsdeutschlands zählt. Der Eingliederungsprozess jedoch war von einer Vielzahl menschlicher Härten, großem Leid und mitunter beträchtlichen Spannungen zwischen Alteingesessenen und Neuankömmlingen geprägt. In Bayern lebten 1950 rund 500.000 Schlesier, viele davon in Landshut

Solidarisierung tat Not in dieser schweren Zeit und so organisierte sich 1948 der „Schlesierverband Bayern“ und 1949 in Bad Godesberg die bundesweite „Landsmannschaft Schlesien“, für die 1950 das Bundesland Niedersachsen die Patenschaft übernahm.

Die Landsmannschaft „Schlesien“, Nieder- und Oberschlesien“ versteht sich als Gesamtverband der Nieder- und Oberschlesier, also aller Schlesier. Aufgrund des historisch verwurzelten Dualismus von Nieder- und Oberschlesien organisierten sich die Oberschlesier nochmals eigens in der „Landsmannschaft der Oberschlesier“. Unter dem Dach der Landsmannschaft entstanden – dem föderativen Prinzip folgend – Landesverbände, wobei der „Landesverband Bayern e.V.“ mit „die Wiege“ der bundesweiten „Landsmannschaft Schlesien, Nieder- und Oberschlesien“ war.  Seit 2019 sind die beiden Landsmannschaften dabei, intensiver zusammenzuarbeiten und sich näher zu organisieren.

Eines ihrer Hauptanliegen sah und sieht die bayerische Landsmannschaft darin, die politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Interessen der Schlesier zu fördern und die geistig mentalen Errungenschaften, die geschichtlichen Fakten sowie Brauchtum und Tradition der einst deutschen Region an die Nachfahren weiter zu geben, aber sie auch im Bewusstsein der gesamten deutschen Bevölkerung zu erhalten.

Dieser Zielsetzung dient auch das „Schlesische Schaufenster in Bayern – Museum- und Dokumentation“, welches die „Stiftung Schlesien.Bayern – MMX“ (gegründet durch den Landesverband Bayern e.V.), im Herzogschloss Straubing gestaltet und vor zwei Jahren der Öffentlichkeit übergeben hat.

Die mit dem Museum übernommene Aufgabe erweist sich als dringlich, da die einstige starke Basis der Schlesier – die sog. Erlebnisgeneration – dahinschmilzt und aus biologischen Gründen immer brüchiger wird.

 

Landesschatzmeisterin Christiane Biedermann überreichte als Dankeschön ein “Schlesienbuch” an Bürgermeister Schneck

 

-hjl-

 

Fotos: h.j.lodermeier

Der Verein der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Landshut e.V. lud traditionell zur letzten vorweihnachtlichen Veranstaltung im Rathaus ein und der Prunksaal war gefüllt.
Der Vorsitzende Andreas Kai begrüßte die Ehrengäste und Mitglieder und gab einen kurzen Rückblick auf das vergangene Einsatzjahr.
Die Feuerwehrkapelle sorgte für die besinnliche musikalische Umrahmung der Feier.
Die zum Nachdenken und Besinnen anregende Weihnachtsansprache hielt der Feuerwehrseelsorger H.H. Philipp Werner (Seine Rede wird am Ende des Berichts wiedergegeben).

Die Grußworte der Stadt Landshut wurde in Vertretung des in Urlaub befindlichen Oberbürgermeister von Bürgermeister Erwin Schneck gesprochen. Er bezeichnete die Feuerwehrführung als Viergestirn in dem er den Vorsitzenden, den Stadtbrandrat, den Stadtbrandinspektor und den Verwaltungsbeirat der Feuerwehr Rudolf Schnur zusammenfasste.

Das Duo DN ISAAK sang populäre Weihnachtslieder wie All I Want For Christmas Is You.

Zahlreiche Beförderungen und Ehrungen für langjähriges Engagement und besondere Verdienste schlossen sich an.

Die Weihnachtsfeier der Feuerwehr klang mit dem Stehempfang im Saal der Hauptwache an der Niedermayerstraße in geselliger Runde aus.

 

Weihnachtsfeier der Feuerwehr Landshut 22.12.2018

H. Philipp Werner, Kaplan

Rathausprunksaal Landshut

ES GILT DAS GESPROCHENE WORT!

Allein auf den Menschen kommt es an

Hochwürdigster Herr Stiftspropst, liebe Mitbrüder im Priesteramt, liebe Vertreter der Kirche und der kirchlichen Glaubensgemeinschaften!
Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete und Mandatsträger in den Bundes- und Landesparlamenten sowie in unserem Stadtrat!

Sehr geehrter Herr Stadtbrandrat, Herr Stadtbrandinspektor, Herr Vereinsvorsitzender, liebe Zug- führer und liebe haupt- und ehrenamtliche Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Landshut der weiteren Feuerwehren im Landkreis, der Rettungsdienste, des Technischen Hilfswerks, der Polizei, der Integrierten Leitstelle!

Es gibt sie, die guten Nachrichten, auch in unserer Zeit: Eine kleine Auswahl habe ich heute recherchiert:

  • Jeweils ca. 3000 obdachlose und bedürftige Menschen erhalten zu Weihnachten in Berlin, in Köln und in München ein kostenloses Festessen, gesponsert von regionalen Schlagerstars, der Kommune oder der Kirche.
  • In Österreich gilt ab 2020 ein komplettes Plastiktütenverbot, um so u.a. ca. 40 Tonnen Plas- tikmüll in der Donau zu verhindern. In der EU folgt in Kürze ebenfalls eine weitgehende Vermeidungsverordnung zum Schutz der Umwelt.
  • Aus Abfall in den Großstädten London und San Francisco wird bereits heute soviel Biokraft- stoff gewonnen, dass diese beiden Städte einen Teil ihres ÖPNV auf Biogasfahrzeuge umstellen konnten und noch dazu Fernwärme für ganze Stadtviertel erzeugen.
  • Ein Startup von jungen Ingenieuren aus Niedersachsen und Hamburg hat Abbiegeassistenten erfunden, die Unfälle von Radfahrern mit abbiegenden LKW effektiv verhindern können.
  • Bei Frankfurt existiert am Flughafen bereits ein mehrere Kilometer langer Abschnitt der Autobahn A5, auf welcher Elektro-LKW unter der Fahrt klimaschonend über eine Oberleitung mit Strom versorgt werden können.
  • Alleine die kirchlichen Hilfswerke Adveniat, Missio, Misereor und Renovabis haben im Jahr 2017 netto insgesamt 356 Mio. EUR für die Unterstützung der Kirche vor Ort in Lateinamerika, Afrika und Asien und damit für Religionsfreiheit, für Entwicklungshilfe, gegen Klima wandel, Hunger und Fluchtursachen aufgewandt.
  • In Landshut ist der Harlanderknoten tatsächlich in der prognostizierten Bauzeit fertig moder nisiert worden. Damit ist ein erhebliches Verkehrsnadelöhr wieder frei.
  • In unserer Innenstadt gilt ein Verbot des Silvesterböllerns, wodurch der Feinstaub durch Silvesterböller geringer werden mag (laut Umweltbundesamt 1000 μg/m3 bei einem EU-Grenz- wert: 50 μg/m3, entsprechend 17% des Jahresfeinstaubaufkommens im Straßenverkehr und 2% des Gesamtfeinstaubs in Deutschland).
  • Und die Löschzüge unserer Stadt sind im laufenden Jahr von der Stadt gut und mit erheblichem Aufwand unterstützt, modernisiert und ausgebildet worden. Die angefallenen Einsätze haben im laufenden Jahr keine schweren Schäden oder Unfälle beim eingesetzten Personal oder Material hervorgerufen.

    Es gibt sie, die guten Nachrichten. Und sie zeigen, dass es überall auf der Welt Menschen gibt, die sich mit Mut und Phantasie für andere einsetzen und dafür bereit sind, von sich abzusehen und die eigenen Interessen hintanzustellen.

    Aber es gibt leider auch die Art von Nachrichten, die dazu einfach nicht passt: Laut NDR am 20.12.2018 ist ein Plus von 25% mehr Angriffen auf Einsatz- und Rettungskräfte als 2016 zu ver- zeichnen. Wobei die Anzahl der Angriffe speziell auf Feuerwehrkräfte gleichgeblieben und nicht gestiegen ist. Die abschreckende Wirkung, die man sich von der Reform des Strafrechts erhofft hatte, scheint nicht eingetreten. Das enttäuscht vor allem Juristen wie mich. Dabei ist die Rechtslage inzwischen eindeutig: Wer nicht hilft oder Helfer/Einsatzkräfte bei der Hilfeleistung behindert, wird bestraft. Dazu gehören auch das Gaffen und das Nichteinhalten einer Rettungsgasse. (§ 323 StGB) Das Gesetz ergänzt dazu den Widerstand gegen oder tätlichen Angriff auf Personen, die Vollstreckungsbeamten gleichstehen: Wer Feuerwehrleute oder Kräfte des Rettungsdienstes im Einsatz durch Gewaltandrohung oder gar einen Angriff behindert, hat mit hohen Strafen zu rech- nen. (§ 115 StGB) Und das Gesetz schützt auch unsere Arbeitsmittel und verbietet deren Zerstö- rung: Das bedeutet: Wer Einsatzmittel beschädigt oder versucht, sie zu beschädigen, kann bis zu 5 Jahre hinter Gittern landen. (§ 305a StGB)

    Eine Studie der Ruhr-Universität Bochum aus dem vergangenen Jahr hat ergeben, dass es neben den bekannten Zahlen von Vergehen gegen Einsatzkräfte eine hohe Dunkelziffer nicht angezeigter Fälle von Gewalt gibt. Die Realität ist also etwas finsterer als die Statistik. Dabei sind Freiwillige Feuerwehrleute seltener von Gewalt betroffen als beispielsweise Berufsfeuerwehrleute. Dies hänge unter anderem mit den geringeren Einsatzzahlen zusammen. Jeder Dritte von körperlicher Gewalt Betroffene gab der Studie zufolge an, akutmedizinisch ärztlich und/oder psychotherapeutisch behandelt worden zu sein. Eine Aufgabe, der sich nicht nur die Feuerwehrseelsorge stellen muss, sondern jede verantwortungsbewusste Führungskraft in den Wehren dieses Landes.

Warum muss man sich auf all das einstellen? Ich glaube, dass die politische und gesellschaftliche Kultur unseres Landes einer Erneuerung bedarf. Das Übereinander-Schimpfen, das Herummeckern und das Besserwissen haben es geschafft, von den Stammtischen hinein in die Medien und in die Familien zu gelangen. Paul Ryan, Republikanischer Sprecher des US-Repräsentantenhauses hat es gestern so auf den Punkt gebracht: „Man kann heute eine Karriere nur auf dem Kritisieren aufbauen.“ – Kann das eine Gesellschaft weiterbringen, die nicht nur in einem ständigen Gegeneinander bestehen will?

Die Gewalt gegen Einsatzkräfte zeigt auch Verrohung und Vereinsamung der Menschen. Und sie macht deutlich, dass in unserer Gesellschaft die Akzeptanz von Autorität schwindet. Von guterAutorität, wohl gemerkt; niemand braucht einen „starken Mann“ wie sie sich im Weißen Haus, amBosporus in Manila oder im Kreml austoben und ihre Allmachtsphantastereien für Autorität halten.

Simon Strauss hat vor ein paar Wochen in der FAZ eine schonungslose Diagnose der derzeitigen Diskussionskultur und der Gesellschaftlichen Struktur bei Entscheidungsfindungen vorgenommen (FAZ v. 19.11.2018, Feuilleton: „Woran es fehlt“ [in Auszügen]):
„Vielleicht ist das Grundproblem noch gar nicht benannt: dass wir nämlich beginnen, uns schul-terzuckend mit jener grassierenden Geisteshaltung zu arrangieren, die Ungefährbildung mit Selbst- überschätzung mischt. Vielleicht ist das der eigentliche Zeitgeistfehler, dass immer mehr Menschen annehmen, ihre eigene Meinung wäre schon alles und wertvoll und in jedem Fall schützenswert. Dass es die vornehme Pflicht einer Demokratie wäre, jede persönliche Welthaltung gleichberech- tigt zu behandeln. Das ist ein Irrtum: Es gibt minderwertige Meinungen, es gibt eine abschätzbare Hierarchie der Wahrheiten. Persönliche Erfahrungen oder verstimmte Bauchgefühle berechtigen nicht automatisch zur Gesellschaftskritik. Es gehören Kriterien und Kategorien dazu, die jenseits des Selbst, jenseits des Milieus oder der Minderheit Geltung haben.

Die Bereitschaft in unserer Gesellschaft, übergreifende Instanzen zu akzeptieren, hat in jeder Hin- sicht rapide abgenommen. Jeder vorlaute Wut- oder Moralbürger kann gerade ohne Scham vonsich aus auf die „Lüge“ oder „Schlechtigkeit“ der anderen schließen. Er muss sich dabei nicht mehr nach einer Autorität umschauen, sondern darf gleich und ganz unumwunden persönlich werden. Weder Ideologie noch Kenntnis werden da mehr gebraucht; von Kirchen, Parteien, Gewerkschaften und Zeitungen lässt man sich eh längst nichts mehr sagen, von Gerichten, Künstlern und Klimaforschern eigentlich auch nicht. Man ist eigenständig, selbstbewusst, nicht mehr bereit, die Überlegenheit anderer anzuerkennen. Das Misstrauensvotum geht uns allen leicht über die Lippen, aber die Achtung vor Unterschieden, die Anerkennung von Schwierigkeiten vernachlässigen wir gern. (…)

Wenn jetzt immer mehr davon überzeugt sind, dass sie mit ihrer eigenen Meinung am besten fah- ren, dass sie also nicht einmal mehr dort abgeholt werden wollen, wo sie stehen, sondern sich gleich ganz von allein hinters Steuer setzen, dann sind wir aufs Neue an jenem Punkt angelangt, an dem wir einsehen müssen, dass die moderne Welt von Vorstellungen lebt, deren totale Erfüllung sie sich nicht wünschen sollte. Je emanzipierter, transparenter und progressiver alles scheint, desto unfreier und ungerechter, aggressiver und gefährlicher geht es in Wahrheit zu. (…)

In einer offenen Gesellschaft kann es einen Zwang zur Achtung vor verantwortlicher Autorität nicht geben. Eine Pflicht zur Akzeptanz von Wertunterschieden aber schon. Denn wer meint, dass sich Meinungsfreiheit mit Verächtlichkeit und Liberalität mit Rücksichtslosigkeit übersetzen lässt, der denkt zumindest im übertragenen Sinne verfassungsfeindlich. Die Achtung vor der eigenen Identität und dem Migrationshintergrund anderer reicht nicht aus, um ein politischer, kluger Bürger zu sein. Dazu muss die Fähigkeit kommen, unterschiedliche Ansichten überhaupt wahrzunehmen und sie intellektuell einordnen zu können. Niemand würde auf die Idee kommen, einen Piloten fliegen zu lassen, nur weil er ein paar Pilotenfilme gesehen hat und gern Simulationsspiele spielt. Aber beim Arbeiten an der Gesellschaft, beim Reden über politische Probleme und kulturelle Zu- sammenhänge soll es keine Mindestanforderung geben? Doch. Die richtige Antwort auf den libe-ralisierten Populismus muss heißen: Autorität der Reflexion.“

Hier sind über zweihundert Menschen versammelt, die nicht aus dem Grund, autoritär sein zu wollen, sondern aus dem Grund, Gutes tun zu wollen, die Einsatzgewänder anziehen und ihren Kopf für andere hinhalten. Sie begeben sich in Gefahr, nachdem sie sich alle ihre eigenen Gedanken gemacht haben, wofür es sich lohnt, einzustehen. Wir haben auch hier Nachwuchsprobleme –ob das daran liegt, dass zu viele dieser Reflexion über das, was etwas wert ist, aus dem Wege gehen? Aber die, die da sind, leisten eben einen unschätzbaren Dienst, der in fast allen Einsatzfällen zu einer Guten Nachricht führt. Darum danke ich an dieser Stelle, auch aus der persönlichen Erfah- rung als Einsatzkräfteseelsorger ganz herzlich allen, die mit Mut und Herz ihren Dienst tun, gleich ob sie sich in Gefahr oder Gewalt begeben müssen. Ich danke allen, die Autorität im besten Sinne ausüben, ob in den Entscheidungsgremien oder noch mehr im Einsatz, und die sich ihre eigene Verantwortung für die richtige Entscheidung dabei stets kritisch vor Augen führen müssen – und die letztlich wissen, dass wir alle für die Menschen da sind, nicht für ein abstraktes Gesellschaftssystem oder eine phantastische Idee.

Am Beginn unserer Zeitrechnung hat sich Gott in seinem Sohn Jesus Christus hinuntergebeugt auf diese Erde. Nicht autoritatives Eingreifen in die Welt, sondern das Einmischen in dieselbe war sein Programm. Gott ist Mensch geworden, weil er so zeigen wollte, dass das Zentrum all unserer Be- mühungen und all unserer Autorität der Mensch sein muss. Darauf kommt es an. Und das allein, nichts anderes, ist es, was man ein christliches Menschenbild und eine abendländische Wurzel unseres Denkens nennen kann: auf den Menschen kommt es an.

Danke allen, die mithelfen, dass das deutlich wird. Danke allen, die so wie Gott den Menschen in den Mittelpunkt ihres Handelns stellen. Und danke allen, die so wie Gott sich einmischen in die Welt und am Ende erkennen, dass der Mensch allen Einsatz wert ist, sogar das Risiko des eigenen Lebens.

Ihnen allen wünsche ich in diesem Sinne ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und die Begegnung mit dem mensch gewordenen Gottessohn, der uns die einzigartig große Würde des Menschen vor Augen führt und uns zeigt, wofür es sich lohnt, sich einzusetzen.

 

„THEATER IST DER SIEG ÜBER DAS MITTELMASS“

Schirmherr Regierungspräsident Rainer Haselbeck eröffnet die 3. Bayerischen Volkstheatertage

 

Am Freitagabend hatten sich Theaterfreunde in der VHS Landshut eingefunden um mit Regierungspräsident Rainer Haselbeck und Bürgermeister Erwin Schneck als Vertreter der Stadt Landshut, OB Putz war durch einen Trauerfall In der Familie verhindert, das Work-Shop-Wochenende der Theaterfreunde zu eröffnen. Das Programm besteht aus Podiumsdiskussionen, Vorträgen von Stefan Tilch (Intendant des Stadttheaters), Thomas Stammberger (Autor und Regisseur) und Theaterlegende Gerda Steiner.

 

Die Verantsalter und Oganisatoren der 3. Bayerischen Theatertage in Landshut (von links): Harry Meier (Theaterbox), Petra Woidy-Kellner (Theaterbühne) Dr. Florian Leitl (Theaterbühne), Gabrielle Odinis (Schauspielerin/Initiatorin Theaterbox), Thomas Stammberger (Autor und Regisseur)

“Lernen von den Profis“ lautet das Motto. Fachleute und Prominente werden ihre Erfahrungen und ihre Theaterbegeisterung wieder mit der ambitionierten Amateurtheaterszene teilen. Und wie immer ist die Veranstaltung offen für jeden Theaterfan

 

Bürgermeister Schneck: “Volkstheater ist eine Alternative zum herkömmlichen Theater.”

Volkstheater ist eine Alternative zum herkömmlichen Theater. Wikipedia beschreibt das Volkstheater folgendermaßen, so Bürgermeister Schneck: „ Volkstheater bestehet aus einem Theaterstück, das sich an ein breites Publikum richtet (ursprünglich an das gemeine Volk des 18. Jahrhunderts).“ Für Landshut sei der Zusammenschluss der Laienbühnen Landshuts zur Bühne Landshut ein besonderer Glücksfall. Volkstheater funktioniert nur, weil eine Unmenge Arbeit von ehrenamtlichen Helfern hinter der Bühne geleistet wird.

 

Schirmherr Regierungspräsident Haselbeck bedankte sich bei allen, die dazu beigetragen haben, dass diese Veranstaltung in Landshut stattfinden kann. Die charmante Frau Gabrielle Odinis, Schauspielerin und Initiatorin der Theaterbox, konnte den Regierungspräsidenten überreden, die Schirmherrschaft zu übernehmen, der dieses Angebot sehr gerne annahm. Selbst er würde bei den Workshops gerne lauschen, was aber seine Terminliste nicht zulässt.

Die wirtschaftliche Kraft und Prosperität Niederbayerns seien nicht ausschlaggebend für die Attraktivität einer Region. Kultur ist das Sahnehäubchen, ohne das Lebensqualität nicht entstehen kann. Haselbeck ist froh, dass man in Niederbayern einen so vielfältigen, kulturellen Reichtum besitzt. Dazu tragen insbesondere das Theater und Volkstheater als älteste Form von Kultur bei. Gerade in Bayern erfreut sich das Theater großer Beliebtheit und ist ein Bestandteil bayerischer Tradition. Es gibt in den kleinen und größeren Ortschaften in Bayern höchst engagierte Theatergruppen, die mit viel Leidenschaft ihr Publikum zum Nachdenken und zum Lachen bringen. Rainer Haselbeck hat vor kurzem einen Spruch vernommen, der wie folgt lautet.“ Theater ist der Sieg über das Mittelmaß.“ Er glaubt, dass da was Wahres dran sei, denn Theater steht vor allem bei denen die selber mitwirken, für absolute Leidenschaft, Einsatz und Engagement und eigenem Anspruch. Mittelmaß sei nicht das, was beim Theaterspiel im Vordergrund steht. Jeder, der sich dem Theater verschreibt, will sein Bestes geben auf kleiner oder großer Bühne. Auch für den Zuschauer sei Theater eine absolute Bereicherung. Theater bedeutet eine Kunstform, die es versteht wie keine andere, Gefühle zu wecken. Theater kann Brücken bauen und Menschen zueinander bringen, die sich möglicherweise sprachlos gegenüberstehen. In Zeiten der individuellen Einsamkeit und in Zeiten des Smartphones hat Haselbeck manches Mal das Gefühl Theater verhilft dazu, dass Menschen wieder zusammenfinden können.

Umso schöner sei es. Dass so viele Schauspieler und Theaterbegeisterte den Weg nach Landshut gefunden haben. Hier wird der Bedeutung des Volkstheaters eine ganz neue Bedeutung geschenkt.

 

In einem Kreis sich an den Häden haltend, motiverte man sich für die Theater-Workshopt -Tage in Landshut

 

-hjl-

 

Fotos: h.j.lodermeier

 

Bildtext: Von links, Initiator Franz Wenninger, Vorsitzende des Vereins Tradition und Brauchtum Monika Wohlgemuth, Stadtrat Dietmar Franzke (sechster von links), Bürgermeister Erwin Schneck (ganz rechts) mit Mithelfern der Ausstellung.

 

KUNST IST, WENN MAN ES NICHT KANN“Der Verein Tradition und Brauchtum gab sich die Ehre – Eröffnung der Gedächtnisausstellung zum 50. Todestag von Rudolf Scheibenzuber im Landshuter Rathausfoyer

 

Unter reger Teilnahme von Kunstliebhabern eröffnete die Vorsitzende des Vereins Tradition und Brauchtum, Monika Wohlgemuth, im Landshuter Rathausfoyer die Gedächtnisausstellung zum 50. Todestag von dem Landshuter Kunstmaler Rudolf Scheibenzuber.

Am 3. Oktober 1968, so die Vorsitzende des Vereins, verstarb der Landshuter Lehrer, Maler und Sammler Rudolf Scheibenzuber. Der Verein Tradition und Brauchtum nahm deshalb den 50. Todestag zum Anlass, in einer Gedächtnisausstellung Teile des künstlerischen Nachlasses Rudolf Scheibenzubers zu zeigen. Dieses Erbe sei weit gestreut und überraschend umfangreich.

Dr. Rudi Scheibenzuber, der Sohn des Künstlers, bat schon in den 90er Jahren seinen Freund Professor Otto Bauer den persönlichen Nachlass seines Vaters zu fotografieren und zu dokumentieren. So entstanden die Scheibenzuber Bücher, die der Verein Tradition und Brauchtum 1996, 1999 und 2014 herausgebracht hat. Nach Rudis Tod im Jahre 2003 wurde das Erbe auseinandergerissen und zerstreut. Bei den Nachforschungen des Vereins Tradition und Brauchtum die bis Übersee ergingen, habe man viele Liebhaber des Künstlers entdeckt, die ihre Bilder, Skizzen und Karten zur Verfügung gestellt haben. Im Rathaus werden nun Exponate gezeigt, die sich schon lange im Privatbesitz befinden und hier ausgestellt werden.

Die Idee eine Gedächtnisausstellung zu organisieren hatte schon vor eineinhalb Jahren Franz Wenninger. Der Verein Tradition und Brauchtum hat Wenninger geholfen, diese Idee in die Tat umzusetzen. Franz Wenninger begann sogleich mit einigen gleichgesinnten Helfern umfangreiche Recherchen anzustellen. Sie suchten und fanden immer wieder „neue Bilder“. Eine Sammlerin half ihnen dabei, von ihr sind viele Bilder im Foyer ausgestellt

 

Franz Wenninger, der Initiator der Jubiläumsaustellung,  ist sichtlich erfreut  über den großen Zuspruch “seiner Veranstaltung”.

 

Bei Franz Wenninger sind alle Fäden zusammengelaufen. Er habe alles fotografiert und dokumentiert, was mit Scheibenzuber zu tun hatte. Wenninger fand Privatfotos, Auftragsbestätigungen, Rechnungen und vieles mehr. Er brachte die verfügbaren Bilder in einer Mammutarbeit hier im Rathausfoyer an die Wände, auch kümmerte er sich um die Bildertexte und die dazugehörenden Informationen. Bei Franz Wenninger und seinen Helfern bedankte sich Monika Wohlgemuth besonders und bat um einen besonderen Applaus bei den Besuchern der Veranstaltung, die gerne diesem Ersuchen nachkamen.

Der Vertreter der Stadt Landshut, Bürgermeister Erwin Schenk, bedankte sich in seiner Ansprache bei der Vorsitzenden des Vereins, Monika Wohlgemuth, für die Arbeit, um diese Gedächtnisausstellung zu Ehren des Landshuter Künstlers Rudolf Scheibenzuber durchzuführen.

 

Bürgermeister Erwin Schneck vertrat die Stadt Landshut

 

Rudolf Scheibenzuber habe sich als Lehrer, wie Bürgermeister Schneck gelesen hat, als Maler und Bildillustrator in die Herzen seiner Schüler geschlichen. Scheibenzuber habe mit seiner wirklichkeitsnahen Bildberichterstattung die Menschen in seinen Bann gezogen. Mit seiner Serie „farbige Fleißbildchen“, konnte Scheibenzuber bei seinen Schülern besonders punkten. „Kunst ist, wenn man es nicht kann, denn wenn es jeder kann, sei es keine Kunst“, zitierte Bürgermeister Erwin Schneck den österreichischen Dramatiker Johann Nestroy.

„In Landshut schlägt das Herz der Tradition und des Brauchtums“, fuhr Schneck weiter fort, vor fünfzig Jahren und länger war sozusagen der Lehrer, Künstler und Sammler Rudolf Scheibenzuber der Herzschrittmacher.

In seiner Laudatio zu Rudolf Scheibenzuber, aus Krankheitsgründen las Monika Wohlgemuth diese von Professor Otto Bauer vor, zitierte er den ehemaligen Bezirksheimatpfleger Dr. Hans Bleibrunner: „Manche Landshuter kennen ihn noch als Lehrer in der Nikola Schule, als Organist in der Nikola Kirche oder als Nachbar in der Bayerwaldsiedlung, wenn er mit dem Strohhut auf dem Kopf in den Wiesen zwischen Siedlung und Hascherkeller saß, um das Eugenbacher Kircherl zu malen!“

Am 3. Oktober 1968 starb der Landshuter Lehrer, Künstler und Sammler im Alter von 94 Jahren in Landshut.

 

Die Ausstellungseröffnung begleitete die Musikgruppe TOM BOMBADIL

 

-hjl-

 

Bilder von der Rudolf Scheibenzuber-Ausstellung:

 

 

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Fotos: h.j.lodermeier

TROTZ GROSSER HITZE: Nicht sehr zufrieden, aber zufriedene Wirte und Schausteller auf der Bartlmä-Dult

In der Hausbox des Festzeltes von Franz Widmann jun. fand letzten Sonntag die traditionelle Abschlussbesprechung über die Bartlmädult 2018 statt.

 

Bürgermeister Erwin Schneck in Vertretung von Oberbürgermeister Putz, traf sich mit den Vertretern der Stadt, wie dem Leiter des Sachgebietes Marktwesen im Amt für öffentliche Ordnung und Umwelt Benedikt Neumeier, seinem Stellvertreter Stefan Wimmer, dem ersten Vorsitzenden des Bayerischen Landesverbandes der Marktkaufleute und der Schausteller, Bezirksstelle Landshut, Christian Buchner, Schausteller Horst Heppenheimer, den Festzeltbetreibern Franz Widmann jun., Christian Krämmer sowie Alexander Tremmel, von der Brauerei Wittmann Frau Barbara Kell, seitens des Brauhauses Landshut Florian Eller sowie Polizeihauptkommissar Stefan Scheibenzuber, Vertreter der Polizeiinspektion Landshut, des Sicherheitsdienstes Bavaria, Eugen Hahn, dem Platzmeister Florian Kräh, der Freiwilligen Feuerwehr mit Stadtbrandrat Gerhard Nemela, Volker Andorfer vom Bayerischen Roten Kreuz im Widmann-Festzelt, um ein Resümee zu ziehen über die Bartlmädult 2018.

 

Dultchef Benedikt Neumeier bilanzierte die zu Ende gehende Bartlmädult mit den Worten: „Nicht sehr zufrieden, aber zufrieden!“ Alle Beteiligten der Presseveranstaltung teilten diese positive Beurteilung der Landshuter Dult. Trotz der hohen Temperaturen bis zum Donnerstag, war es mit ca. 220.000 Besuchern eine durchaus „sehr normale Bartlmädult.“ Die Besucherzahl konnte in den letzten drei Tagen wieder ziemlich kompensiert werden. Neumeier bedankte sich für die gute Zusammenarbeit seitens der Wirte und Schausteller mit dem Sachgebiet Marktwesen und bat um Applaus für diese. Die anwesenden diversen Vertreter kamen dieser Aufforderung sehr gerne nach.

 

Bezirksvorsitzender der Marktkaufleute Christian Buchner bemerkte, dass die Dult eine schöne und die Besucher zufrieden waren. Was ihm sehr aufstieß war, das „Nichtmehrstattfinden“ des Boxens im Krämmer-Festzelt. Er hofft auf eine Wiederaufnahme dieser Veranstaltung im nächsten Jahr. „Es gehören Gespräche geführt,“ um das Boxen auf der Dult wieder zu etablieren.

Die Brauerei Wittmann war mit der Dult ebenfalls sehr zufrieden. Dass man keine Unwetter hinnehmen musste, sah man als einen sehr positiven Aspekt.

Eugen Hahn, der Vertreter des Sicherheitsdienstes Bavaria berichtete, dass der Sicherheitsdienst am ersten Wochenende der Dult sehr viel zu tun hatte. Danach sei es wesentlich ruhiger geworden. Eine Neuerung half den beiden Sicherheitsdiensten im Krämmer- und Widmannzelt. Die Sicherheitsdienste waren über Funk miteinander verbunden, so dass man schnell bei irgendwelchen Vorkommnissen reagieren und deeskalierend einwirken konnte.

 

Stellvertretender Bezirks- und Kreisbereitschaftsleiter Volker Andorfer vom Bayerischen Roten Kreuz wies auf 157 Einsätze hin. Außerdem mussten 14 Personentransporte auf Grund von Alkoholisierung durchgeführt werden.

Das erste Wochenende der Dult war von viel Arbeit für die Polizei gekennzeichnet, so Polizeihauptkommissar Stefan Scheibenzuber. Mit Hilfe des Sicherheitsdienstes konnten ein sexueller Übergriff, eine Gruppe randalierender Syrer sowie eine schwere Körperverletzung in den Griff bekommen werden.

Scheibenzuber betonte und lobte die Betretungsverbote, die inzwischen von Gerichten ausgesprochen wurden. Jugendliche Intensivtäter können dadurch abgehalten werden, die Dult weiter zu besuchen.

Die Diebstähle sind Gottlob weiter zurückgegangen. Ganze drei Vorfälle seien angezeigt worden, im Gegensatz zum letzten Jahr mit zwölf. „Zwei Schnapsnasen“, wie sie Scheibenzuber bezeichnete, die über die Isar geschwommen waren, mussten mit einer Platzsperre belegt worden.

Bürgermeister Schneck bezeichnete es als sehr traurig, gäbe es die Marktkaufleute nicht mehr. Bei den Platzgebühren wird die Stadt den Kaufleuten sicher entgegenkommen um die Verkaufsdult zu erhalten. Er selber kaufe sich bei jeder Dult ein Paar Socken um den Umsatz der Verkaufsleute zu heben. „Wir können alles, nur nicht das Wetter,“ war sein Resümee!

 

Da war man sich einig zwischen Brauerei-Chefin Barbara Kell, , Festzeltwirt Franz Widmann jun. und dem Stellvertreter des Sachgebietes Marktwesen Stefan Wimmer: ” Nächstes Jahr gibt`s bestimmt wieder ein richtiges Dultwetter!”

 

 

-hjl-

 

Fotos: h.j.lodermeier