Home Tags Posts tagged with "Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich"

Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich

Mit Schwung in Richtung Zukunft

Wirtschaftliche Kooperation im Mittelpunkt der Unternehmensbörse in Klattau – Auch politisch kommt Bewegung in die Europaregion Donau Moldau

 

Klattau. Wer sich bewegt, bewegt etwas. Dieser Satz wurde bei der ersten Bayerisch-Tschechischen Unternehmensbörse am Mittwochnachmittag zwar nicht gesagt. Stattdessen prangte er als Slogan einer Firma aus Grafenau auf einem Banner neben der Bühne im Kulturhaus Klattau.

Bewegt hat sich aber in der Tat an diesem Tag etwas – und zwar in Richtung wirtschaftliche Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinweg. Nachdem im April dieses Jahres bereits in Bayerisch Eisenstein ein sehr erfolgreicher „Bayerisch-Tschechische Unternehmertag“ stattfand, wollten die Veranstalter, Europaregion Donau Moldau (EDM) und Niederbayern-Forum in Kooperation mit den Wirtschaftskammern der Region, an den Erfolg anknüpfen und die aufkommende Dynamik am Leben halten. Die Unternehmensbörse mit Schwerpunkt Maschinenbau und Elektrotechnik sollte Firmen aus diesen Branchen als Plattform zum persönlichen Kennenlernen und Kontakte knüpfen dienen. Knapp 30 Firmen und Hochschulen präsentierten sich und ihre Produkte, insgesamt kamen 150 Gäste und damit weit mehr als sich die Veranstalter im Vorfeld erhofft hatten.

„Lassen Sie uns durch gelebte Kooperation unseren gemeinsamen Wirtschafts- und Lebensraum zukunftsfähig gestalten und weiterentwickeln“, so Dr. Olaf Heinrich, Bezirkstagspräsident und EDM-Vorsitzender, in seinem Grußwort.

 

„Die Zukunft der EU wird in den Grenzregionen entschieden“

Wie bedeutsam die Tschechische Republik als Wirtschaftspartner für Bayern und speziell Niederbayern ist, stellte Jürgen Wallstabe, Vizepräsident der IHK Niederbayern heraus. Seit der Grenzöffnung habe sich die Zusammenarbeit der Wirtschaftsräume stetig positiv entwickelt. War diese früher noch auf die Herstellung vergleichsweise „einfacher“ Vorprodukte ausgerichtet, finde sie  heute auf höchstem technischen Niveau statt. „Obwohl es bereits viele Kooperationen gibt, sind längst nicht alle Potenziale ausgeschöpft“, so Wallstabe, der außerdem betonte wie sehr sowohl Niederbayern als auch Tschechien von der EU-Erweiterung profitierten. „Die Zukunft der Europäischen Union, die heute gefährdeter denn je ist, wird sich gerade auch in den Grenzregionen entscheiden.“

 

Kreishauptmann von Pilsen steht voll hinter der Donau-Moldau-Region

Und da Bewegung nicht nur für Firmen, sondern auch in der Politik von großer Bedeutung ist, wurden die Worte der Direktorin der Regionalen Wirtschaftskammer des Bezirks Pilsen, Radka Trylcová, von den Anwesenden sehr positiv aufgenommen. Sie entschuldigte den Kreishauptmann von Pilsen, ließ aber von ihm ausdrücklich ausrichten, dass er „voll hinter dem Zusammenschluss in der Europaregion Donau Moldau“ stehe. Dies ist vor allem im Hinblick auf die Bemühungen um die Entwicklung der Europaregion hin zu einem möglichen Europäischen Verbund für territorialer Zusammenarbeit (kurz EVTZ) wesentlich. Am heutigen Freitag treffen sich auf Initiative des Europaabgeordneten Manfred Weber in Bayerisch Eisenstein viele Mandatsträger und Vertreter dies- und jenseits der Grenze, um diesen Schritt erneut zu diskutieren.

Für den notwendigen Schwung dazu hat die Veranstaltung in Klattau gesorgt, sowohl was die politische Ebene anbelangt, als auch die wirtschaftliche.

 

Hintergrund ETVZ:

Ein Europäischer Verbund für territoriale Zusammenarbeit ist eine eigene Rechtsform, die nach europäischem Recht gegründet wird. Eine so organisierte Arbeitsgemeinschaft würde die bisherige Zusammenarbeit in der Europaregion Donau Moldau auf ein neues Niveau heben und sie nachhaltig stärken. Damit würde in Zukunft auch die Möglichkeit geschaffen, dass die Europaregion eigenständig Förderungen aus europäischen Programmen einwerben und so die Dynamik in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit noch mehr intensiviert werden könnte.

Foto: Bezirk Niederbayern

Im Bild:

Freuten sich über eine erneut gelungene Veranstaltung zur grenzüberschreitenden Kooperation (v.l.): Dr. Jürgen Weber, Leiter der Abteilung Wirtschaft, Landesentwicklung und Verkehr bei der Regierung von Niederbayern, Ludek Keist (Direktor der südböhmischen Wirtschaftskammer), Jürgen Wallstabe, Vizepräsident der IHK Niederbayern,

Alice Gregová, Leiterin der Abteilung Außenbeziehungen, Wirtschaftskammer Südböhmen, Kaspar Sammer, Geschäftsführer der EUREGIO Bayerischer Wald-Böhmerwald Unterer Inn und Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich.


Europaregion Donau-Moldau: Niederbayern und Südböhmen wollen an einem Strang ziehen

Niederbayern und Südböhmen wollen weiter an einem Strang ziehen. Das hat Ivana Stráská, neue Kreishauptfrau der Region Südböhmen, bei einem Kennenlernbesuch mit Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich in Budweis betont. Heinrich hatte um Unterstützung geworben für die Gründung eines „Europäischen Verbunds für territoriale Zusammenarbeit“ (EVTZ) und fand in Stráská eine Unterstützerin.

„Unsere Prioritäten haben sich durch den Amtswechsel nicht geändert, wir werden unsere gute Zusammenarbeit weiterführen“, erklärte Ivana Stráská. Heinrich begrüßte dies: „Die Kooperation war immer exzellent und vertrauensvoll, ich bin mir sicher, das wird so weitergehen.“ Die Europaregion Donau-Moldau, so der Bezirkstagspräsident, stehe an einer Weggabelung. Ab 2020 ändere sich die Förderkulisse bei der Europäischen Union, und um weiterhin EU-Mittel zu erhalten, sei die Gründung eines EVTZ von großem Vorteil.

Der Konsens, sich wichtige Kernthemen bei der Arbeit der Europaregion zu beschränken, sei groß gewesen, so Heinrich: „Jetzt geht es um die Verbindlichkeit und die Frage, ob man Strukturen so schaffen kann, dass ein EVTZ gegründet werden kann. Dabei steht auch die personelle und finanzielle Ausstattung der Europaregion Donau-Moldau zur Diskussion.“ Stráská gab ihm Recht und versprach, auch bei den übrigen tschechischen Partnern dafür zu werben. Es sei das Ziel, dazu eine Rechtsordnung zu erarbeiten.

Kaspar Sammer, Mitglied des Trilateralen Koordinierungsgremium Niederbayern, betonte, es sei nun wichtig, konkrete Projekte zu definieren, an denen gearbeitet werde und die gefördert werden sollen: „Wir haben sehr gute Ideen.“ Heinrich und  Stráská vereinbarten, bis zur nächsten Präsidiumssitzung der Europaregion Donau-Moldau einen Grundsatzbeschluss zur rechtlichen Vorbereitung eines EVTZ vorzubereiten. Ihre Ideen bei dem Gespräch brachten auch Kateřina Pospíšilová und Petr Soukup, Mitglieder des Trilateralen Koordinierungsgremium Südböhmen und Romana Sadravetz, Leiterin der Geschäftsstelle der Europaregion Donau-Moldau, ein. Der Abschied in Budweis fiel herzlich aus: „Wir sind uns einig“, gab die neue Kreishauptfrau dem niederbayerischen Bezirkstagspräsidenten auf den Weg.

 

– eb –

 

Bildunterschrift: Ziehen an einem Strang: Die neue Kreishauptfrau von Südböhmen Ivana Stráská und Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich bei einem Kennenlernbesuch in Budweis.

 

Zukunft des Paul-Friedl-Hauses im Freilichtmuseum Finsterau

Zweckverband “Niederbayerische Freilichtmuseen“: Einstimmiges Votum für Bergung des Hauses und Wiederaufbau im Freilichtmuseum

Finsterau. Einstimmig beschlossen die Mitglieder des Zweckverbandes “Niederbayerische Freilichtmuseen Massing im Rottal und Finsterau im Bayerischen Wald“ in ihrer Verbandsversammlung am 19. Juli in Finsterau, dass das über 300 Jahre Paul-Friedl-Haus gesichert und im Freilichtmuseum Finsterau wiederaufgebaut werden soll. Entsprechende Finanzmittel für die Bergung des Hauses werden bereits im Haushalt 2018 bereitgestellt werden. Der Wiederaufbau in Finsterau wird – so der Beschluss der Verbandsversammlung am Mittwoch – für die Jahre 2019/20 vorgesehen.

 

Das Haus, in dem vor 115 Jahren der Heimatdichter Paul Friedl geboren wurde, soll damit vor dem Verfall gerettet werden. Das Freilichtmuseum Finsterau plant, in Zusammenarbeit mit dem Karl Klostermann-Verein, dem Waldschmidt-Verein und dem Bayerischen Waldverein im Paul-Friedl-Haus künftig eine Begegnungs- und Pflegestätte für die Literatur des Bayerischen Waldes einzurichten.

 

„Die Rettung des traditionsreichen Paul-Friedl-Hauses ist eingeleitet, wir schaffen eine Zukunft für das Paul-Friedl-Haus“, betonte Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich, Vorsitzender des Zweckverbandes. „Und wir wollen im Freilichtmuseum einen Ort der Literatur schaffen. Dieses Gebäude ist dazu hervorragend geeignet. Als Bezirkstagspräsident und Vertreter des Bayerischen Waldes ist für mich der Beschluss der Verbandsversammlung ein wichtiger Beitrag zur Kultur- und Heimatpflege unserer Region und nicht zuletzt zum Erhalt der regionalen Identität.“ Auch Bezirkstagsvizepräsident Max Brandl, der sich seit Jahrzehnten für den Erhalt des Paul-Friedl-Hauses stark macht, sprach sich ebenso wie weitere Zweckverbands-Mitglieder in der Sitzung ausdrücklich für das Projekt aus.

 

Das Paul-Friedl-Haus soll im Freilichtmuseum Finsterau eine Heimat für die Literaturpflege des Bayerischen Wald bekommen: literarische Veranstaltungen, Literaturgedenkstätte für Paul Friedl sowie Ausstellungen sind geplant. Paul Friedl, genannt „Baumsteftenlenz“, repräsentiert die niederbayerische Heimat- und Brauchtumspflege der 1950er bis 1980er Jahre. Dazu gehörte auch das Sammeln von Zeugnissen der Volksfrömmigkeit. Dieser Tradition soll in Finsterau auch mit einer Dauerausstellung von Wallfahrtsdevotionalien und Objekten der häuslichen Andacht gedient werden.

 

Seit Jahrzehnten steht das ehemalige Geburts- und Wohnhaus von Paul Friedl leer und verfällt immer mehr. Die Fenster des geschichtsträchtigsten Gebäudes in der Bayerwald-Gemeinde Spiegelau hängen windschief in den Angeln, die Holzvertäfelung ist marode. Das Haus ist jedoch bewahrenswert: Der mächtige Dachstuhl mit seinem Glockentürmchen datiert auf 1840/41, der Blockbau des Erdgeschosses ist 1756/57 entstanden. Die Verschindelung der Fassaden und das Walmdach machen das Haus einzigartig, betonte Museumsleiter Dr. Martin Ortmeier. Heimatpfleger, Eigentümer, Gemeinde und die untere Denkmalbehörde bemühten sich in der Vergangenheit um eine Erhaltung vor Ort. Jedoch kann das Paul-Friedl-Haus in Spiegelau nicht für Literaturveranstaltungen oder Volksmusikpflege genutzt werden, da die stark befahrene Staatsstraße 2132 direkt daran vorbeiführt und der Verkehr zu weiteren Schäden am Haus führt. Straßenlärm verhindert zudem Veranstaltungen im Inneren des Gebäudes. „Wir sind uns durchaus einig, dass ein Erhalt am Standort wünschenswert wäre. Aber die Bemühungen der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass dies nicht dauerhaft möglich ist“, so Dr. Olaf Heinrich. „Mit einem Aufbau im Freilichtmuseum und damit dem Erhalt des Hauses, wird ein großer Mehrwert geschaffen für den Bayerischen Wald und den Böhmerwald. Die Entscheidung der Verbandsversammlung hat eine große Signalwirkung.“

 

Das Freilichtmuseum Finsterau hat bereits am Rand seines Areals ein Flurstück gerodet, das in den 1950er Jahren mit Fichten aufgeforstet worden war. Dort soll das Paul-Friedl-Haus in den kommenden Jahren wiedererstehen. Anfang August wird unter anderem Kreisheimatpfleger Karl-Heinz Reimer den geplanten Standort in Augenschein nehmen.

 

Neue Angebote, steigende Besucherzahlen

Die Betriebsleiterin des Freilichtmuseums Finsterau, Stephanie Herzig, informierte bei der Versammlung zudem über die Besucherentwicklung in den beiden Museen und stellte das erweiterte museumspädagogische Programm vor. Neu hinzugekommen sind vier Programme. Zwei der Angebote – „Vom Flachs zum Leinen“ und „Vom Schaf zum Filzobjekt“ – wurden bereits erfolgreich eingeführt und bisher von acht Schulgruppen gebucht. Die Resonanz der Teilnehmer war sehr positiv, so Stephanie Herzig. „Was erzählt mein Kleiderschrank“ ist ein weiteres pädagogisches Programm, bei dem die Schüler die Herstellung von Kleidungsstücken früher und heute vergleichen. Es richtet sich an weiterführende Schulen und wird im Moment von der Museumspädagogin noch ausgearbeitet. Erste Kontakte zu weiterführenden Schulen wurden bereits hergestellt und die erstmalige Durchführung des Programms findet noch vor den Sommerferien statt. Im März 2017 wurde im Freilichtmuseum die „Alte Schulstube“ eröffnet. Das museumspädagogische Schul-Programm wird seitdem wieder angeboten und auch regelmäßig durchgeführt.

 

Auch die Besucherzahlen konnten gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden: Für das erste Halbjahr 2017 verzeichnet Finsterau ein Besucherplus von 1,55 Prozent. In Massing konnten die Besucherzahlen für das erste Halbjahr 2017 von 15.900 Besuchern, auf 16.323 Besucher gesteigert werden.

 

– ks –

 

BU1: Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich begrüßt die Entscheidung der Mitglieder der Verbandsversammlung, das traditionsreichen Paul-Friedl-Haus zu retten und im Freilichtmuseum Finsterau zu einem Ort für literarische Veranstaltungen zu machen.

Foto B0003444: Fotostudio A, Altschönau

 

BU2: Das geschichtsträchtigte Paul-Friedl-Haus steht in Spiegelau an einer stark befahrenen Straße. Der Verkehr führt zu weiteren Schäden; zudem kann das Gebäude für Veranstaltungen im Inneren nicht genutzt werden.

Foto Paul Friedl Haus: Bäumel-Schachtner

 

*ENDE*

 

Uschi Glas ab sofort „Botschafterin Niederbayerns“

Niederbayern-Forum: Vier neue Botschafter – Regierungspräsident Rainer Haselbeck neuer 2. Vorsitzender des Regionalmarketingvereins

 

 

Uschi Glas, die aus Landau an der Isar stammende und international bekannte Schauspielerin repräsentiert künftig offiziell ihre Heimat Niederbayern als Botschafterin. Daneben hat der Niederbayern-Forum e.V. am Dienstag in Straubing weitere Persönlichkeiten zu „Botschaftern“ ernannt: Olympia-Goldmedaillengewinnerin Barbara Engleder, den Behinderten-Radsportler und Paralympics-Teilnehmer Erich Winkler sowie den international erfolgreichen Architekten Peter Haimerl. Sie alle repräsentieren zusammen mit den weiteren Botschaftern das, was Niederbayern in Kultur, Gesellschaft und Sport zu bieten vermag. In der Mitgliederversammlung des Niederbayernforum e.V., die vor der Ernennung der neuen Botschafter stattfand, wurde Regierungspräsident Rainer Haselbeck einstimmig zum neuen 2. Vorsitzenden des Niederbayern-Forum e.V. gewählt.

 

Zahlreiche Botschafterinnen und Botschafter Niederbayerns und Repräsentanten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft und Politik folgten der Einladung von Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich, der als 1. Vorsitzender des Niederbayern-Forum e.V. zur Ernennungs-Feier eingeladen hatte. Den festlichen und außergewöhnlichen Rahmen für die Veranstaltung bildete das Sennebogen-Museum in Straubing, in dem die Erfolgsgeschichte des Familienunternehmens durch viele Original-Exponate lebendig wird.

 

„Sie alle leisten durch Ihr persönliches Engagement auf ganz individuelle und sehr menschliche Art einen wichtigen Beitrag, Niederbayern als Ort für Heimat und Zukunft bekannt zu machen“ wandte sich Dr. Olaf Heinrich, Bezirkstagspräsident und 1. Vorsitzender des Niederbayern-Forum e.V. in seiner Laudatio an die Geehrten. „Sie sind herausragende und beispielgebende Identifikationsfiguren weit über Niederbayern hinaus. Durch Ihr berufliches und gesellschaftliches Engagement tragen Sie nach draußen, was unsere Region in Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft, Kultur und Sport zu bieten vermag. Durch Sie werden ganz besondere Stärken und Potenziale unserer Region transportiert. Damit machen Sie wichtige Entscheider und Multiplikatoren auf Niederbayern aufmerksam.“ so Heinrich weiter.

 

In der Mitgliederversammlung des Niederbayernforum e.V., die vor der Ernennung der neuen Botschaft stattfand, wurde Regierungspräsident Rainer Haselbeck einstimmig zum neuen 2. Vorsitzenden des Niederbayern-Forum e.V. gewählt. Er folgt damit seinem Amtsvorgänger Heinz Grunwald, der sein Vorstandsmandat aufgrund seines Eintritts in den Ruhestand zur Verfügung gestellt hatte. Dr. Olaf Heinrich dankte Heinz Grunwald für sein engagiertes Wirken im Verein mit einem Rundflug über Niederbayern.

 

Die vier neuen Botschafter:

Uschi Glas ist die wohl bekannteste der vier neuen Niederbayern-Botschafter. „Als ‚Quotenqueen‘ sind Sie durch Ihre schauspielerischen Qualitäten in Serien, Fernseh- und Kinofilmen einem Millionenpublikum international bekannt. Sie dürfen von sich behaupten, höhere Einschaltquoten als die Tagesschau erzielt zu haben!“ spielte Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich auf die Bekanntheit der beliebten Schauspielerin Uschi Glas an. Aber auch ihr soziales Engagement stellte Heinrich hervor: Uschi Glas gründete mit ihrem Mann Dieter Hermann den Verein BrotZeit e.V., der benachteiligte Kinder zu einem regelmäßigen Frühstück und Pausenbrot verhilft.

 

Peter Haimerl stammt aus der Nähe von Viechtach und ist renommierter und international erfolgreicher Architekt. Seine Arbeiten sind preisgekrönt: Eine Parkgarage in der Münchner Innenstadt gehört genauso dazu, wie ein Spiegel-Pavillon im Stadtpark von Cincinnati und das mehrfach ausgezeichnete Konzerthaus Blaibach im Bayerischen Wald. Im Rahmen seiner Initiative „Haus.Paten“ engagiert er sich umfassend für die Baukultur im Bayerwald. Durch ihn werden dem Verfall preisgegebene, alte Bayerwaldhäuser erhalten und neuer Nutzung zugeführt. „Heute geben Sie Ihrer Heimat Niederbayern mit Ihrem Engagement für den Erhalt traditioneller Baukultur ein großes Stück Ihres Könnens und Ihrer internationalen Erfahrung wieder zurück“ so Heinrich.

 

Unvergessen bleibt Barbara Engleders „Urschrei“, als sie nach dem Gold-Schuss bei Rio 2016 auf die Knie gesunken und Ihre Freude gezeigt hat. Im vierten Anlauf sicherte sie sich ihre erste Olympia-Medaille – und dann gleich die goldene. „Damit katapultierten Sie sich bei der Olympiade nach einem wirklich nervenzerreißenden Herzschlagfinale in die Herzen von Millionen Fernsehzuschauern auf der ganzen Welt“ erinnert Heinrich in seiner Laudatio. „Manche Zuschauer hätten eine Simultanübersetzung Ihrer Interviews auf Niederbayerisch gut gebrauchen können. Sie sind unverstellt, original, authentisch. Damit haben Sie bei Olympia ein Stück niederbayerische Alltagskultur in die Welt hinaus getragen.“

 

Paracycler Erich Winkler war 2016 für die Sommer-Paralympics in Rio in vier Disziplinen nominiert. In der Einer-Verfolgung rutschte ihm dann die Beinprothese aus der Pedale, so dass er ein zweites Mal starten durfte. Das Rennen um Bronze verlor er leider und belegte den vierten Platz. „Mit Mut, Herz und Leidenschaft – dieser Titel klingt nach Ihrem persönlichen Lebensmotto und hat Sie bis an die Weltspitze getragen“ wandte sich Heinrich an den Athleten. „Der Weg dorthin war sicher nicht leicht. Sie zeigen damit, wie starker Wille und eine große Portion Ehrgeiz Grenzen sprengen können. Dabei regen Sie die Menschen zum Nachdenken an und motivieren sie für deren eigenen Lebensweg. Immer zu kämpfen und niemals aufzugeben beschreiben Sie selbst als Ihren Weg zum Erfolg. Damit sind Sie in vielerlei Hinsicht ein Vorbild.“

 

130 Botschafter im Einsatz

Derzeit gibt es rund 130 Botschafterinnen und Botschafter, die im Rahmen ihrer Tätigkeiten und durch ihre Bekanntheit mit der verbundenen Medienpräsenz den guten Ruf Niederbayerns in ganz Deutschland kommunizieren. Sie bilden ein hochkarätiges Netzwerk und sind überregional bekannte Sympathieträger für die Region.

 

Bertram Vogel ist der Geschäftsführer des Niederbayern-Forum e.V. mit rund 220 Mitgliedern: „Uns ist wichtig, außerhalb unserer Region mit solchen Stärken und Potenzialen Niederbayerns aufzutreten, die vielen Entscheidern und Multiplikatoren noch zu wenig bekannt sind. Wir ernennen Persönlichkeiten zu Botschaftern Niederbayerns, weil sie uns hierbei unterstützen. Sie verkörpern unser Niederbayern authentisch, ehrlich und sympathisch. Sie zeigen, was wir in Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Sport auf die Beine stellen. Und sie tragen nach draußen, dass wir attraktive Möglichkeiten für Menschen bereithalten, die hier leben oder neu hierher kommen möchten.“

 

Mit der Eröffnung der „Niederbayern-Botschaft“ im Münchner Westpark hatte der Regionalmarketingverein schon vor vielen Jahren für bundesweites Aufsehen gesorgt. Zur Bundesgartenschau stellte die aus Tittling bei Passau stammende Unternehmerfamilie Höltl das kleine, schlichte Bayerwaldhaus der Landeshauptstadt als Leihgabe zur Verfügung. Um in München Präsenz zu zeigen, wurde es vom Regionalmarketing kurzerhand zur „Botschaft“ gemacht – und wird bis heute als außergewöhnlicher Veranstaltungsort genutzt.

 

Im Bild: Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich (links), Regierungspräsident Rainer Haselbeck (rechts) und Geschäftsführer Bertram Vogel (Mitte) mit den vier neuen Botschaftern.

Foto: Bezirk Niederbayern

 

 

Europaregion Donau-Moldau wächst enger zusammen

EDM-Präsidiumssitzung: Intensivierung der weiteren Zusammenarbeit beschlossen – Stipendienprogramm vereinbart

 

Passau / Landshut. Die Zusammenarbeit in der Europaregion Donau-Moldau (EDM) wird intensiviert – dies ist das Ergebnis der EDM-Präsidiumssitzung unter der Leitung von Niederbayerns Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich, die am Mittwoch, 3. Mai, in Passau stattfand. Das EDM-Präsidium beschloss unter anderem eine deutsch-tschechische Sprachoffensive, erarbeitete künftige Leitthemen für die Europaregion Donau-Moldau und vereinbarte, auch eine Geschäftsordnung zu erarbeiten. „2017 ist ein wichtiges Jahr für die strukturelle Weiterentwicklung der Zusammenarbeit“, betonte Niederbayerns Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich. Niederbayern hat in diesem Jahr den Vorsitz in der Europaregion Donau-Moldau.

 

Zwei zentrale Themen standen im Mittelpunkt der Präsidiumssitzung an diesem Mittwoch: Die deutsch-tschechische Sprachoffensive und eine engere Zusammenarbeit innerhalb der EDM. In der Präsidiumssitzung im Januar 2017, bei der der EDM-Vorsitz an Niederbayern überging, war bereits vereinbart worden, dass das Jahr 2017 unter dem Schwerpunkt Sprachoffensive stehen soll. Beschlossen wurde nun in Passau, dass konkrete Maßnahmen zur Förderung des Spracherwerbs der tschechischen Sprache in Ostbayern und in Österreich sowie der deutschen Sprache in Tschechien umgesetzt werden.

 

Schwerpunkt Sprachoffensive: Vergabe von Stipendien

So ist zum Beispiel ab dem Wintersemester 2017/2018 ein Stipendienprogramm geplant: 14 Studierende aus der EDM sollen durch ein Stipendium von jeweils 1.000 Euro zu einem einsemestrigen Aufenthalt an einer öffentlich-rechtlichen Hochschule oder Universität in einem EDM-Nachbarland motiviert werden. Ziel ist es, dass die Sprachkenntnisse vertieft und das Interesse an den Nachbarländern weiter gefördert werden.

 

Des Weiteren beschlossen die EDM-Mitglieder, Lehramtsstudenten für “Deutsch” bzw. “Tschechisch” einen rund zweiwöchigen Assistenzunterrichts in einer Gastschule des Nachbarlandes zu ermöglichen, um die Kenntnisse in Didaktik und Methodik von Deutsch/Tschechisch als Fremdsprache in die Praxis umzusetzen. Für diese Hospitationen werden 14 Stipendien in Höhe von jeweils 700 Euro vergeben. Zudem waren sich die EDM-Präsidiumsmitglieder einig, bei den jeweiligen Ministerien anzuregen, ein Wahlpflichtfach Deutsch bzw. Tschechisch an den Schulen einzurichten und auch in den Grenzregionen im vorschulischen Bereich – bei der frühkindliche Erziehung in Kindergärten – bereits die jeweilige Sprachkompetenz zu fördern. Veranstaltungen wie ein trilateraler Sprachgipfel im Oktober in Bayerisch Eisenstein oder eine Hochschulrektorenkonferenz, die ebenfalls noch in diesem Jahr in Niederbayern stattfinden wird, runden das Angebot der EDM im Bereich Sprachoffensive ab.

 

Gemeinsamer WIrtschafts- und Lebensraum

Als EDM-Leitthemen für die kommenden Jahr legte das EDM-Präsidium einstimmig fest: “Stärkung und Bewerbung des gemeinsamen EDM-Wirtschaftsraums” sowie ” Die EDM als attraktive Region für junge und ältere Menschen”.

 

“Mit den Leitthemen wird die inhaltliche Richtung für die EDM vorgegeben”, so Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich. “Nun müssen wir auch die organisatorische Infrastruktur schaffen, damit diese Leitthemen strategisch und zielgerichtet umgesetzt werden. Für die Steuerung und Umsetzung der Leitthemen muss die EDM-Geschäftsstelle künftig mit den notwendigen Kompetenzen ausgestattet werden”, so Dr. Heinrich. “Begleitend zur inhaltlichen Entwicklung der Leitthemen muss der organisatorische Rahmen für die Umsetzung sichergestellt werden. Das bedeutet auch: Festlegen von klaren Kompetenzen und Verantwortlichkeit, Sicherstellen ausreichender Personalressourcen in der Geschäftsstelle und den Regionen sowie die Bereitstellung von Finanzmitteln für die Umsetzung der einzelnen Maßnahmen.”

 

Das Hauptaugenmerk im Vorsitzjahr 2017, betonte Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich, ist neben dem Leitthema Sprachkompetenz vor allem eine verbindlichere Zusammenarbeit innerhalb der EDM. „Wir stehen in der Europaregion an einer Weggabelung. Die zentrale Frage dreht sich um die Verbindlichkeit der Zusammenarbeit der einzelnen Teilregionen. Die politische Priorität der EDM muss diskutiert werden. Die nächsten Schritte müssen verbindlichere Strukturen, Finanzen und mittelfristig auch eine gemeinsame Rechtsform sein.“ Zentrale Zielsetzung sei es, die EDM nicht mehr nur als Netzwerkinstrument zu betrachten, sondern Schritt für Schritt zu einer umfassenden und dynamischen Regionalentwicklungsorganisation auszubauen. „Die EDM muss künftig in unseren drei Staaten und in Brüssel auf Augenhöhe mit den Metropolregionen Wien, Prag und München zu sehen sein“, betonte Heinrich. „Dafür braucht es das Engagement von allen und das Bekenntnis für eine weitere Stärkung der EDM. Um die von uns allen gewünschten strukturellen Veränderungen zu erreichen, also auch die Weiterentwicklung unserer Region, werde ich während meiner Vorsitztätigkeit versuchen, verstärkt an wichtigen organisatorischen Fragen der EDM zu arbeiten. Persönlich würde mir dabei die gemeinsame Zielsetzung zur Gründung eines „Europäischen Verbundes für territoriale Zusammenarbeit (EVTZ)“ gefallen, was auch von unseren Europaparlamentariern gefordert wird“, so Dr. Heinrich weiter. Für September – zum fünfjährigen Bestehen der EDM – ist in Bayerisch Eisenstein ein Treffen mit dem EVP-Vorsitzenden Manfred Weber geplant, um weitere Schritte dahingehend zu besprechen.

 

Bei der heutigen Präsidiumssitzung in Passau wurden auch mehrere bereits umgesetzte Projekte vorgestellt: Unter anderem der kürzlich in Bayerische Eisenstein durchgeführte Unternehmertag mit mehr als 150 Firmenvertretern, die Vorstellung des grenzübergreifendes Polizei- und Rettungswesen, die Ende April in Freyung stattfand, sowie eine neue touristische Radwegekarte. Sie soll die Bürger dazu ermuntern, Bayern, Tschechien und Österreich – konkret die sieben EDM-Regionen Niederbayern und dem Landkreis Altötting, die Oberpfalz, das Land Oberösterreich, Niederösterreich mit dem Wald- und Mostviertel sowie die tschechischen Bezirke Pilsen, Südböhmen und Vysočina – stärker zu erkunden. Zudem wurden in Niederbayern sechs EDM-Autobahnschilder aufgestellt. Geplant sind weitere Aktionen wie die Vorstellung der Studie “Willkommenskultur” für Niederbayern und den Landkreis Altötting, der EDM-Sprachgipfel Anfang Oktober in  Bayerisch Eisenstein sowie die Bildungsmessen mit Vorstellung des Hochschulführers in Freyung und in Regen.

 

Die Europaregion Donau-Moldau

Die Europaregion Donau-Moldau (EDM) ist eine politisch vereinbarte trinationale Arbeitsgemeinschaft von sieben Regionen aus drei Staaten im Herzen Europas.Sie ist im Jahr 2012 gegründet worden. Neben Niederbayern und dem Landkreis Altötting sind auch die Oberpfalz, das Land Oberösterreich, Niederösterreich mit dem Wald- und Mostviertel sowie die tschechischen Bezirke Pilsen, Südböhmen und Vysočina vertreten. Für die Belange Niederbayerns und des Landkreises Altötting tritt in der EDM der Trägerverein „Europaregion Donau-Moldau e.V.“ ein, der im Jahr 2012 gegründet wurde. Vorsitzender ist seit Oktober 2014 Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich. Der Sprecher der Landräte in Niederbayern, der Passauer Landrat Franz Meyer, fungiert als stellvertretender Vorsitzender. Zielsetzung der EDM ist die Weiterentwicklung des bayerisch-tschechisch-österreichischen Grenzgebiets zu einem gemeinsamen Lebens-, Natur- und Wirtschaftsraum, die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des ländlichen Raums gegenüber den Metropolregionen sowie die nachhaltige Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen. In dieser Drei-Länder-Region leben über sechs Millionen Menschen auf 60.000 Quadratkilometern. Durch die Zusammenarbeit wollen sich die Regionen auf strategischer Ebene besser vernetzen, ihre Potentiale bündeln und die Region als gemeinsamen Lebens- und Wirtschaftsraum positionieren. Der politische Vorsitz rotiert jährlich zwischen den sieben Regionen der EDM.

 

-ks-

 

Bildunterschrift:

Unter dem Vorsitz von Niederbayerns Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich (Mitte) traf das EDM-Präsidium wegweisende Entscheidungen.

Bei der Sitzung ebenfalls dabei waren u.a. (v.l.) Landesrat Dr. Michael Strugl (Oberösterreich), Regierungsvizepräsident Walter Jonas (Oberpfalz), Bezirkstagpräsident Franz Löffler (Oberpfalz), Regierungspräsident Rainer Haselbeck (Niederbayern), Passaus Landrat Franz Meyer sowie (rechts neben Dr. Heinrich) Landesrätin Mag. Barbara Schwarz (Niederösterreich)

Foto: Bezirk Niederbayern

 

 

Frühlingsbeginn nach niederbayerischem Kalender

„Best of Frühling“ der Gartenbauschule in Landshut-Schönbrunn kann noch bis zum Samstag, 11. März, besucht werden

 

Zum 23. Mal läutete die traditionelle Frühlingsausstellung der Staatlichen Fachschule für Gartenbau am Agrarbildungszentrum Landshut-Schönbrunn den niederbayerischen Frühling ein. Ministerialrat Dr. Michael Karrer vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten eröffnete die Indoor-Gartenschau im Beisein von Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich sowie Verbandsdirektor Prof. Rudolf Klingshirn vom Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Bayern e. V. und dem Schulleiter der Gartenbaufachschule Thomas Schneidawind. Bezirkstagspräsident Dr. Heinrich betonte in seinem Grußwort seine Verbundenheit mit dem Gartenbau und den Studierenden der Schönbrunner Schule – ob nun in ihrer Funktion als Gestalter der niederbayerischen Kulturlandschaft, als wichtiger Wirtschaftsfaktor oder einfach nur als kreative Sympathieträger, die Lebensqualität in heimische Gärten bringen.

 

63 angehende Gärtnermeister und -meisterinnen nahmen während des ersten Rundgangs die zahlreichen Besucher mit auf eine Gartenreise, die in der Eiszeit begann, quer über den Globus führte und in einem Garten für Superfood endete. Seit Herbst vergangenen Jahres hatten die Schülerinnen und Schüler aus dem Bereich Zierpflanzen-, Stauden und Landschaftsgärtnerei an ihren Ausstellungsprojekten gefeilt. Die elf Ausstellungsbeiträge sind so bunt und abwechslungsreich wie der Frühling selbst. Mal präsentieren sich die umgestalteten Unterrichtsräume stylisch mit bis zu fünf Meter hohen Blütensäulen. Ein anderer Raum befasst sich mit der Herkunft und Geschichte verschiedener Arten von Zitruspflanzen. Heimisches Superfood und Recyclingmaterialien sind ebenso Thema wie die wilden Naturlandschaften Nordamerikas.

 

Neben einem duftenden Blumenmeer erwarteten die Besucher kulinarische Genüsse aus den Töpfen des Augustlhofs in Pettrach. Die kleinen Gäste konnten sich die Zeit in der Spielzone mit „trojanischem Pferd“ vertreiben, während die Eltern erste Frühlingsluft schnuppern konnten.

 

Die Ausstellung der Staatlichen Gartenbauschule, Am Lurzenhof 3, 84036 Landshut, ist noch bis Samstag, 11. März, 18 Uhr, geöffnet.

 

– eb –

 

Fotos: Bezirk Niederbayern

Im Bild (4942): Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich (2. v. l.), Prof. Rudolf Klingshirn, Verband Garten-, Landschafts- u. Sportplatzbau Bayern e. V. (3. v. l.), Ministerialrat Dr. Michael Karrer (5. v. l.) und Thomas Schneidawind, Leiter der Gartenbauschule und Direktor des Agrarbildungszentrums Landshut-Schönbrunn (6. v. l.) mit weiteren Ehrengästen bei der Eröffnung der Ausstellung „Best of Frühling“.

 

Fachschule für Gartenbau präsentiert zwei Tage lang „Best of Frühling“

Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich eröffnet am 10. März die traditionelle Frühlingsausstellung

 

Zum 23. Mal findet die traditionelle Frühlingsausstellung der Staatlichen Fachschule für Gartenbau statt. Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich wird die Veranstaltung am

Freitag, 10. März 2017, 9 Uhr,

im Foyer der Fachschule für Gartenbau, Am Lurzenhof 3 L,

84026 Landshut,

 

im Beisein von Ministerialrat Dr. Michael Karrer vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Roland Albert, Präsident des Bayerischen Gärtnerei-Verbands e. V. sowie Schulleiter der Gartenbaufachschule und Direktor des Agrarbildungszentrums, Thomas Schneidawind, eröffnen.

 

Die angehenden Gärtnermeister und -meisterinnen nehmen die Besucher in diesem Jahr auf eine Gartenreise mit, die in der Eiszeit beginnt, quer über den Globus führt und in einem Garten für Superfood endet. Seit Herbst vergangenen Jahres feilen die Schülerinnen und Schüler aus den Bereichen Zierpflanzen-, Stauden- und Landschaftsgärtnerei an ihren Ausstellungsprojekten. Die elf Ausstellungsbeiträge sind so bunt und abwechslungsreich wie der Frühling selbst. Mal geht es stylish zu mit bis zu fünf Meter hohen Blütensäulen. Ein anderer Raum befasst sich mit der Herkunft und Geschichte von Zitrus-Arten. Heimisches Superfood und Recyclingmaterialien sind ebenso Thema wie die wilden Naturlandschaften Nordamerikas. Man darf gespannt sein, was sich die 64 Gärtnermeister- und -meisterinnen „in spe“ so alles ausgedacht haben.

Auf die Besucher warten außerdem kulinarische Genüsse und für die kleinen Gäste als Überraschung ein „trojanisches Pferd“.

 

Öffnungszeiten: Freitag, 10.03.2017, 10 bis 18 Uhr, Samstag, 11.03.2017, 9 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

 

– ck –

Foto: Bezirk Niederbayern

 

„Pflanzenfresser und Friedfische“

Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich stellt Schulkalender „Wald, Wild und Wasser 2017“ vor

 

Wunderschöne Aufnahmen von Wildkaninchen, Graugans, Widder, Karpfen, Maikäfer und vielen anderen heimischen Tierarten werden 2017 die Wände der dritten und vierten Grundschulklassen schmücken. Und das „gratis“, denn der Schulkalender „Wald, Wild und Wasser 2017“, den Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich am 13.12.2016 vorstellte, wird allen dritten und vierten Schulklassen in Bayern seit vielen Jahren kostenlos zu Unterrichtszwecken zur Verfügung gestellt. Sehr zur Freude von Abteilungsdirektor Josef Schätz, Bereich 4 „Schulen“ der Regierung von Niederbayern, der die Beliebtheit, den der Kalender bei den Schülerinnen und Schülern genießt, nur bestätigen kann. Finanziert wird der Kalender aus Mitteln der Jagd- und Fischereiabgabe, herausgegeben vom Bayerischen Jagdverband e. V. und dem Landesfischereiverband Bayern e. V. Und so waren bei der Vorstellung auch Dietmar Franzke, Präsident des Fischereiverbandes Niederbayern, Günther Eggersdorfer, stv. Vorsitzender des Bezirksjagdverbandes Niederbayern und Vorsitzender der Kreisgruppe Landshut, Herbert Mayer, 2. Vorsitzender des Angelsportvereins Landshut, und Dr. Jens-Eike Täubert, Leiter der bezirklichen Fachberatung für Fischerei, anwesend.

 

Das Leitthema des Schulkalenders 2017 lautet „Pflanzenfresser und Friedfische“. Pflanzen, die in der Lage sind, aus Kohlendioxid und Wasser Kohlehydrate aufzubauen, bilden die Grundlage allen tierischen Lebens. Manche Tierarten, wie die im Kalender gezeigten, bleiben Zeit ihres Lebens existenziell von diesen Pflanzen abhängig.

Die großformatigen Bilder werden von kindgerecht aufbereiteten Texten zum Lebensraum der Tiere begleitet. Interessantes gibt es über den Sammelbegriff „Wild“ zu lesen. Die meisten Menschen stellen sich darunter alle wildlebenden Tiere unserer Heimat vor. Dabei handelt es sich beim „Wild“ um jene Tierarten, auf die Jagd ausgeübt werden darf, was wiederum streng reglementiert ist.

Auch dem Lebensraum „Wasser“ bzw. der Unterwasserwelt mit ihren Bewohnern widmet sich der Kalender: Vier Fischarten, sog. „Friedfische“, werden vorgestellt.

Und schließlich warten auf die Kinder noch Vorlagen zum Ausmalen und tolle Preise bei der Aktion „Mach mit“.

 

Im Bild von links: Dr. Jens-Eike Täubert, Leiter der bezirklichen Fachberatung für Fischerei, Abteilungsdirektor Josef Schätz, Regierung von Niederbayern, Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich, Dietmar Franzke, Präsident des Fischereiverbandes Niederbayern, Günther Eggersdorfer, stv. Vorsitzender des Bezirksjagdverbandes Niederbayern und Vorsitzender der Kreisgruppe Landshut, Herbert Mayer, 2. Vorsitzender des Angelsportvereins Landshut

Foto: Bezirk Niederbayern

 

 

 

Am Montag öffnet die neue Römer-Sauna: Spectare et mirare, man sehe und staune

Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich eröffnet das neue Sauna-Paradies in der Limes-Therme in Bad Gögging – Erster Sauna-Tag am Montag ab 10 Uhr

 

Bad Gögging / Landshut. Am kommenden Montag, 19. Dezember, um 10 Uhr öffnet die Römer-Sauna der Limes-Therme und bietet für alle Badegäste und Sauna-Liebhaber neue Attraktionen: Neu ist zum Beispiel eine große Arena-Sauna, die Kräuterduft-Peeling-Bio-Sauna, ein Massageraum und direkt im Saunabereich ein Whirlpool mit 34 Grad warmem Mineral-Thermalwasser sowie ein Bistro. Zahlreiche Ausbau- und Modernisierungsmaßnahmen in der Limes-Therme Bad Gögging hat der Zweckverband Bad Gögging in den vergangenen Jahren umgesetzt. Dass die Gelder gut angelegt sind, davon konnten sich am Mittwoch, 14. Dezember die Medienvertreter überzeugen: Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich, Vorsitzender des Zweckverbands Bad Gögging, eröffnete die neue Saunalandschaft in der Limes-Therme offiziell bei dem Pressetermin. Insgesamt 4,5 Millionen Euro hat der Zweckverband Bad Gögging in die neue Römer-Sauna und die Limes-Therme investiert.

 

„Die faszinierende Römer-Sauna lässt keine Wünsche offen“, freut sich Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich. „Im neuen Römer-Sauna-Paradies in Bad Gögging kann jeder die legendäre römische Badekultur nachempfinden und in heilendes Thermal-Mineralwasser direkt aus den Tiefen der Erde eintauchen. Die Römer-Sauna ist in Bayern einzigartig. Die Limes-Therme Bad Gögging ist sowohl für das hervorragende und wohltuende Mineral-Thermalwasser als auch für ihre hervorragende Sauna-Welt niederbayernweit sowie in den angrenzenden Bezirken bekannt und beliebt.“

 

Die Römer-Sauna der Limes-Therme befindet sich in einem originalgetreu gebauten Limes-Turm mit römischem Badehaus. Sie verfügt über zahlreiche Saunen, Dampfbäder und Wellness-Oasen auf über 1.500 Quadratmetern; davon umfasst der Innenbereich fast 1.000 Quadratmeter. Ruhepavillons, Höhenklima-Lounge und ein atriumförmiger Saunagarten laden zum Entspannen ein.

 

Künftig bietet die Römer-Sauna in der Limes-Therme folgende Angebote: die neue imposante Arena-Sauna (Laconicum I), die bis zu 60 Sauna-Besuchern Platz bietet. Dort werden vor allem Erlebnis-, Wellness- und Duftaufgüsse mit Eventcharakter stattfinden. Die Stimmung wird mit entsprechenden Licht- und Musikeffekten verstärkt. Der Wellness- und Gesundheitsfaktor steht dagegen in der neuen Kräuterduft-Peeling-Sauna (Assa Sudatio), ein Dampfbad mit Naturkräuterdüften, im Vordergrund. In der Kräuterduft-Peeling-Sauna werden unter anderem Salz-Peelings mit speziellem Sauna-Salz angeboten. Diese Peelings sorgen für eine bessere Durchblutung, ein schöneres Hautbild und fördern die Gesundheit. Hinzu kommt die Aromatherapie mit Naturkräuterdüften, die gut für die Atemwege ist. Neu ist auch ein erweiterter Ruhebereich mit Ruhepavillon sowie ein Pool mit 34 Grad warmem Thermalwasser direkt im Sauna-Bereich. Ebenfalls direkt in der Sauna befindet sich ab sofort ein eigenes Bistro für die Saunagäste. Hinzu kommt das Tepidarium (Aufenthaltsraum) mit Impluvium (Schwefelwasserbecken), das Caldarium mit antikem Ambiente (Aufwärmsauna), das Sudatorium (Dampfschwitzbad Trajangrotte), Laconicum II (Medusagrotte) und Laconicum III (eine 80° C heiße Turm-Sauna im Römerturm), das Frigidarium (Kalt-Tauchbecken), Unctorium (Massage), Sphaeristerium (Saunagarten), Mansio (Limes-Lounge) und das Silentium (zwei große Ruhebereiche).

 

„Die Architektur, das breit gefächerte Angebot und die besondere Atmosphäre ziehen die Menschen in ihren Bann“, weiß Thermenleiter Franz Bauer aus Erfahrung. Seit ihrer Eröffnung 1999 hat die Römer-Saunalandschaft mehr als eine halbe Million Menschen begeistert. Durch die umfangreichen Investitionen in den vergangenen Jahren konnte die Attraktivität der Limes-Therme noch weiter gesteigert werden. Die größte Maßnahme war dabei der Ausbau und die Erneuerung der Römer-Sauna. Bei der Erweiterung wurde nicht nur auf das römische Ambiente, sondern auch auf Barrierefreiheit geachtet. „Unser nächstes Ziel ist nun, durch das vielseitige Angebot und eine kundenorientierte Ausrichtung das „Fünf-Sterne-Premium-Qualitätssiegel“ des Deutschen Saunabundes, zu erhalten“, so Bauer. „Die Wohlfühlwelten der Limes-Therme sind ein echtes Wellness-Paradies für Menschen, die Entspannung, Vitalisierung und Gesundheit verbinden wollen. Eintauchen und aufleben – einfach eine Auszeit vom Alltag; das bietet die Römer-Sauna der Limes Therme.“

 

Die Eintrittspreise in die Sauna bleiben trotz der zahlreichen Neuerungen bestehen: Auch im kommenden Jahr werden die Badegäste nur 5 Euro Aufpreis für die Nutzung des Sauna-Paradieses in der Limes-Therme zahlen. Bestehen bleiben auch beliebte Attraktionen der Limes-Therme: Jeden Donnerstag zaubert das Licht der Feuerschale im Außenbereich eine ganz besondere Atmosphäre. Dienstags wird es weiterhin einen Damentag geben. „Gut kommt bei unseren weiblichen Gästen auch an, dass es im Saunabereich einen eigenen Umkleidebereich für Damen gibt“, so Thermenleiter Bauer. Für 2017 plant er weitere Events, zum Beispiel spezielle Römertage und Vorträge.

 

Neben der Erweiterung der Römer-Sauna gab es weitere Investitionen in der Limes-Therme. So wurde beispielsweise auch das Kassensystem erneuert.

 

Bezirk Niederbayern investiert jährlich mehr als fünf Millionen Euro für die Heil- und Thermalbäder. 2015 waren es rund 5,22 Millionen Euro, in diesem Jahr 5,34 Millionen. „Und 2017 werden wir 5,46 Millionen Euro in die niederbayerischen Heil- und Thermalbäder einbringen“, so der Bezirkstagspräsident. „In den vergangenen Jahren entstanden in den niederbayerischen Thermalbädern, an denen der Bezirk beteiligt ist, großzügige Sauna- und Wohlfühlbereiche für die Erholung suchenden Gäste. Unsere Bäder sollen auch in Zukunft attraktive Angebote bieten. Denn die niederbayerischen Heil- und Thermalbäder sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für unsere Region.Daher wollen wir auch künftig in die Thermalbäder investieren. Wir bekennen uns zu unseren Bädern”, betonte Dr. Olaf Heinrich.

 

Weitere positive Nachrichten für die niederbayerischen Bäder-Zweckverbände brachte Dr. Olaf Heinrich mit: Zusammen mit Passaus Landrat Franz Meyer hatte der Bezirkstagspräsident Anfang des Jahres bei Gesprächen im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft erreicht, dass künftig Modernisierungsmaßnahmen, die in den niederbayerischen Thermalbädern vorgenommen werden vom Freistaat gefördert werden können. „Wir freuen uns sehr über die in Aussicht gestellte Fördermöglichkeit. Denn dies bedeutet, dass wir für die Modernisierung mehrere Millionen Euro vom Freistaat erhalten können – finanzielle Mittel, die wir sonst anderweitig hätten aufbringen müssen“, betonte Dr. Olaf Heinrich. „Für die Zusage, dass die Thermen-Modernisierung auch vom Freistaat gefördert werden kann, sind wir dankbar.“ Bis 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, die für Modernisierung aufgebracht werden müssen, könnten künftig in Form von Investitionszuschüssen kommen und ins niederbayerische Thermenland fließen. „Die nun vom Ministerium in Aussicht gestellte Fördermöglichkeit entlastet die niederbayerischen Kommunen, die die Ausgaben des Bezirks über die Umlage mitfinanzieren, beträchtlich. Voraussetzung für die Förderfähigkeit ist ein EU-weites Interessensbekundungsverfahren, das wir die Bäder in Niederbayern nun Schritt für Schritt durchführen werden.“

 

In Bad Gögging heißt es aber nun erst Mal: Die neue Römer-Sauna genießen und sich verwöhnen lassen.

– ks –

Foto: Bezirk Niederbayern

Im Bild: Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich (2. v. r.)  und der Leiter der Bad Gögginger Limes-Therme Franz Bauer

 

 

 

Grußwort des Bezirkstagspräsidenten von Niederbayern für das Jahr 2017

Gute Nachrichten für die niederbayerischen Landkreise und kreisfreien Städte

darf ich imNamen des Bezirkstags von Niederbayern bekannt geben: Der Bezirk plant, die Bezirksumlage für das Jahr 2017 zu senken und damit die Landkreise und kreisfreien Städte insgesamt um 7,9 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr zu entlasten. Die Umlage wird 2017 bei 20 Prozent liegen; und damit einen Prozentpunkt niedriger als im Jahr 2016. Grund für die positive Entwicklung ist, dass die Umlagekraft in Niederbayern erneut gegenüber dem Vorjahr zugenommen hat und dass geringe Investitionen für 2017 geplant sind. Für uns ist es selbstverständlich, dass wir die positive Entwicklung an die Umlagezahler weitergeben.

Die Senkung der Bezirksumlage darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Ausgaben in der Sozialhilfe weiter steigen werden. Sowohl die Kosten der Maßnahmen als auch die Anzahl der leistungsberechtigten Personen erhöhen sich. Für 2017 ist mit einer Steigerung der Sozialhilfeausgaben des Bezirks Niederbayern um 0,5 Prozent auf rund 429 Millionen Euro zu rechnen. Die Sozialhilfe macht rund 90 Prozent der Ausgaben des Bezirkshaushalts aus. Sie ist Kernaufgabe des Bezirks. Der Bezirk unterstützt vor allem alte und pflegebedürftige Bürgerinnen und Bürger sowie geistig, körperlich und seelisch behinderte Menschen, indem er auch Beziehern geringer Einkünfte einen Altenheim- oder Pflegeplatz garantiert, Heime und Werkstätten für behinderte Menschen fördert oder die sogenannte “Hilfe zur Pflege” finanziert.

Gerade im sozialen Bereich ist zudem ehrenamtliches Engagement von großer Bedeutung: Ohne freiwillig engagierte Menschen wäre die soziale Arbeit nur im reduzierten Maße möglich. Allen, die sich für andere Menschen einsetzen, danke ich von Herzen.

Die Migration, mit der sich Deutschland derzeit konfrontiert sieht, bringt viele gesellschaftliche Herausforderungen mit sich. Für ihren Einsatz danke ich auch den vielen haupt- und ehrenamtlichen Helfern, die vorbildliche humanitäre Hilfe geleistet haben und nach wie vor leisten. Es ist weiterhin wichtig, sich für die Integration und das Ankommen in unserer Gesellschaft einzusetzen. Neben den sozialen und den kulturellen Leistungen ist die psychiatrische Versorgung ein Aufgabenschwerpunkt des Bezirks. Handlungsbedarf erfordert die Zunahme psychischer Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen. Gerade auch für Kinder und Jugendliche ist eine heimatnahe psychiatrische Versorgung wichtig. Im Bezirkskrankenhaus Passau soll daher in den kommenden Jahren eine stationäre Kinder- und Jugendpsychiatrie entstehen. Die Pläne hierzu werden 2017 in Abstimmung mit dem Bayerischen Gesundheitsministerium ausgearbeitet. Der Bezirk Niederbayern und der Bezirkstag erachten es als sehr wichtig, die medizinischen Angebote zu dezentralisieren. Der Bezirk investiert seit Jahren Beträge im mehrstelligen Millionenbereich in den Ausbau der psychiatrischen Versorgung: Aktuell fließen 80 Millionen Euro in die Umstrukturierung des traditionsreichen Bezirksklinikums Mainkofen in eine moderne Fachklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik mit angegliederten Kliniken für Neurologie und Neurologischer Frührehabilitation sowie für Forensik. Wir unternehmen große finanzielle Anstrengungen, um die zeitgemäße psychiatrische und auch neurologische Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen.

Der Bezirk investiert jährlich zudem mehr als fünf Millionen Euro für die Heil- und Thermalbäder in Niederbayern. Durch das Engagement des Bezirks in den Zweckverbänden der niederbayerischen Thermalbäder wird eine wichtige und dauerhafte Strukturpolitik zugunsten der Region vorangetrieben. Die Heil- und Thermalbäder sind modernste Gesundheitszentren, die in der Region tausende, qualifizierte Arbeitsplätze entstehen ließen. In der Rottal Terme in Bad Birnbach, die 2016 ihr 40-jähriges Bestehen unter anderem mit der Eröffnung der neuen finnischen Sauna „Polaris“ feierte und über eine Heilwasserfläche von mehr als 2.600 Quadratmetern in über 30 Becken verfügt, steht im kommenden Jahr der Schwerpunkt Heilbaden im Vordergrund. 2017 wird unter anderem die Wohlfühl-Therme Bad Griesbach für rund 9,4 Millionen Euro modernisiert werden. Auch für die Europa Therme in Bad Füssing, in die in den vergangenen 20 Jahren rund 50 Millionen Euro investiert wurden, sind weitere Modernisierungen geplant. Neuerung gibt es auch in der Limes-Therme Bad Gögging: Mit rund 4,3 Millionen Euro wurde 2016 das Saunaangebot erweitert. Für die Wohnmobilgäste wird 2017 das Stellplatzangebot noch attraktiver gestaltet. Die Kaiser-Therme Bad Abbach bietet seit 2016 ebenfalls neue Attraktionen. 2017 sind Neuerungen in der Saunawelt geplant.

Am Puls der Zeit zu bleiben, ist dem Bezirk auch bei seinen Bildungseinrichtungen ein wichtiges Anliegen. So wurde im Herbst im Agrarbildungszentrum Landshut-Schönbrunn ein weiteres Schülerwohnheim eingeweiht. Die Tatsache, dass Niederbayern nach wie vor stark landwirtschaftlich geprägt ist, verpflichtet uns, für bestmögliche berufliche Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten des Nachwuchses zu sorgen. Sowohl unsere landwirtschaftlichen Betriebe als auch die Unternehmen im grünen Sektor haben sich kontinuierlich neuen Entwicklungen zu stellen. Als Bezirk haben wir darüber hinaus im Bereich erneuerbare Energien und Klimaschutz eine Vorbildfunktion, der wir nachkommen. Deswegen werden die Lehrinhalte und -angebote im Agrarbildungszentrum sowie auch die Rahmenbedingungen in Landshut- Schönbrunn stets den wachsenden Anforderungen angepasst.

Einen weiteren Schwerpunkt wird 2017 die Zusammenarbeit in der Europaregion Donau-Moldau (EDM) mit unseren tschechischen und österreichischen Nachbarn bilden. Im kommenden Jahr wird Niederbayern den Vorsitz in der EDM innehaben. 2017 soll daher ein entscheidendes Jahr für die strukturelle Weiterentwicklung der EDM werden. Die nächsten Schritte müssen verbindliche Strukturen, Finanzen und eine gemeinsame Rechtsform sein.

Das neue Jahr, die Zukunft zu gestalten, heißt Verantwortung zu übernehmen, sich für unsere Gesellschaft einzusetzen und einen Beitrag zu einem demokratischen Miteinander zu leisten. Auch 2017 werden uns alle zahlreiche Herausforderungen erwarten, denen wir uns stellen, die wir meistern müssen. Dafür wünsche ich uns allen viel Kraft. Allen Bürgerinnen und Bürgern wünsche ich im Namen des Bezirkstags von Niederbayern und persönlich ein gesegnetes, friedvolles Weihnachtsfest sowie Gesundheit, Glück und Zufriedenheit.

Landshut, im Dezember 2016

Dr. Olaf Heinrich

Bezirkstagspräsident