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Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich

Pressemitteilung
Landshut, 22. September 2019
Gendern: Alles bleibt wie bisher
Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich widerspricht der Darstellung der Niederbayern-AfD
Landshut. In den sozialen Netzwerken sorgte am Wochenende eine Behauptung der AfD Niederbayern für Aufregung, in der es hieß, dass sie auf einen Antrag des Bezirksrates Fabio Sicker dafür gesorgt hätte, dass kein „Genderwahnsinn“ im Schriftverkehr des Bezirkes eingeführt werde. Dieser Falschdarstellung widerspricht Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich. „Es gab diesen Antrag, der sinngemäß zwei Punkte enthielt: Zum Einen, dass der Bezirk selbst nicht gendern solle, zum Anderen, alle Verbände oder Vereine, die diese Sprache verwenden und die Zuschüsse des Bezirks erhalten, zu sanktionieren.“
Die überwiegende Mehrheit der Mitglieder im Bezirksausschuss seien sich einig gewesen, dass Sanktionen gegenüber Verbänden nicht in Frage kommen. Der Antrag wurde daraufhin von der AfD zurückgezogen.
Heinrich stellte eine eigene Formulierung zur Abstimmung, die lautete, dass der Bezirk weiterhin die bisherige Schreibweise verwenden werde. Dieser wurde einstimmig (CSU, SPD,  FW,  GRÜNE,  FDP,  AfD)  angenommen. Über den ursprünglichen Antrag wurde gar nicht mehr abgestimmt.
„Wir führen also keinen Gender-Stern oder Ähnliches ein, formulieren aber weiterhin so, dass wir alle Geschlechter gleichberechtigt miteinbeziehen“, so Heinrich, der in diesem Zusammenhang auch auf Sprachwissenschaftler verweist, die dies für ausreichend halten.
Mit der Darstellung der AfD haben die realen Vorgänge nichts zu tun. Wer an sachlicher, konstruktiver Zusammenarbeit interessiert ist, könne den Verlauf der Sitzung nicht so verzerrt darstellen.

Eine eigene Polizeiakademie für Niederbayern

Vertreter der Gewerkschaft der Polizei zu Besuch bei Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich

 

Die niederbayerische Polizei benötigt eine regionale Ausbildungsstätte für Polizeianwärter. Vertreter der Bezirksgruppe Niederbayern der Gewerkschaft der Polizei (GdP) und Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich plädierten bei einem Fachgespräch in der Bezirkshauptverwaltung in Landshut für eine rasche konkrete Umsetzung der Beschlüsse der Bayerischen Staatsregierung. Andreas Holzhausen, der Vorsitzende der GdP-Bezirksgruppe, sagte Niederbayern sei neben Oberfranken der einzige bayerische Regierungsbezirk ohne eigene Anwärterausbildung. Für die Anwärter bedeute dies nicht selten, dass sie weite Wege in benachbarte Regierungsbezirke zurücklegen müssten. Für viele Jugendliche sei bei der Berufswahl mit ausschlaggebend, ob sie die jeweilige Ausbildung in der Nähe ihres Heimatortes absolvieren können oder nicht

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann hatte erst vor wenigen Wochen öffentlich bekräftigt, dass der Freistaat zu seiner Zusage stehe, in Freyung eine Polizeianwärterausbildung aufzubauen. Die Staatsregierung hatte bereits vor gut zweieinhalb Jahren auf einer Kabinettsklausur für den Standort votiert. Geplant sind eine Einrichtung mit 160 Seminarplätzen und ein Trainingszentrum für Spezialkräfte der bayerischen Polizei.

 

-ch-

 

Foto: Bezirk Niederbayern, Sabine Bäter

 

 

Bildtext: Wirtschafts- und Energiestaatssekretär Roland Weigert (Mitte) übergibt den Förderbescheid des Bayerischen Staatsministeriums an Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich (re) und Projektkoordinator Prof. Dr. rer. nat. Josef Hofmann von der Hochschule Landshut

 

 

Eine kleine Biogasanlage aus textilen Materialien

Auf dem Areal des Agrarbildungszentrums in Landshut entsteht ein Pilotprojekt / Wirtschafts- und Energiestaatsekretär übergibt Förderbescheid

 

 

Offizieller Start eines spannenden Pilotprojekts: Heute übergab der bayerische Wirtschafts- und Energiestaatssekretär Roland Weigert bei einem Medientermin in Landshut den Förderbescheid für ein Verbundprojekt. Auf dem Areal des bezirkseigenen  Agrarbildungszentrums (ABZ) soll eine Demonstrations-Biogasanlage aus textilen Materialien für landwirtschaftliche Betriebe entwickelt und unter Einsatzbedingungen optimiert werden. Projektpartner sind die Hochschule Landshut (Projektkoordinator Prof. Dr. rer. nat. Josef Hofmann), die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (Freising), die zum ABZ gehörende Landmaschinenschule Landshut, die Agrotel GmbH (Neuhaus am Inn/Landkreis Passau) und die Finsterwalder Umwelttechnik (Bernau am Chiemsee).

Der Bezirksausschuss hatte am 9. April dieses Jahres der Beteiligung am Verbundprojekt im ABZ vorbehaltlich einer Förderzusage des Freistaats zugestimmt. Laut Beschluss überlässt der Bezirk zur Errichtung der Biogasanlage und zur Durchführung des Projektes „durch Dritte“ unentgeltlich einen Grundstücksteil für die Dauer des Projektes. Darüber hinaus stellt der Bezirk das Substrat für die Biogasanlage aus dem landwirtschaftlichen Lehrbetrieb zur Verfügung und transportiert das Restsubstrat wieder weg. Mit dem Eigentümer der Biogasanlage, der Firma Agrotel, wurde ein sogenannter Grundstücksüberlassungsvertrag geschlossen. In diesem sind unter anderem auch Haftungsfragen geregelt.

Wirtschafts- und Energiestaatssekretär Roland Weigert ist überzeugt: „Von dem Forschungsprojekt werden Impulse ausgehen für den Einsatz von Biogas als wichtigem Baustein für die Energiewende. Mit dem Projekt wird gezeigt, dass sich textile Materialien für den Bau einer Biogasanlage eignen, dass sich Biogas für kleine Betriebe lohnen kann und Biogasanlagen auch bezahlbar sind. Mit diesem Vorzeigeprojekt unterstützen wir die Bioenergie weiter als Allrounder-Talent und stärken die Versorgungssicherheit und Wertschöpfung im ländlichen Raum.“

Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich sagte: „Erneuerbare Energien sind ein Mega-Thema der Zukunft und insbesondere kleinere Biogasanlagen erleben gerade eine Renaissance. Was in Landshut zur Marktreife gebracht werden soll, ist gerade für viele landwirtschaftliche Familienbetriebe interessant. Es wäre ideal, wenn durch das neue System nicht nur große Anlagen, für die in weiten Teilen Niederbayerns Mais angebaut wird, wirtschaftlich zu betreiben sind, sondern auch kleine Anlagen, die nur Gülle und Mist verwerten. Das sorgt für keinerlei Transporte beim Substrat.“

 

– ch –

 

Foto: Bezirk Niederbayern, Knott

 

Bildtext: Qualität, die man schmeckt: Nach der Besichtigung des Betriebs von Thomas Flohr (4.v.li.) gab es Kostproben für Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich (5.v.re.), Landrat Josef Laumer (3.v.li.), 1. Bürgermeister Anton Piermeier (Mitte) und 2. Bürgermeister Andreas Aichinger. die Bezirksräte Franz Schreyer (4.v.re.), Josef Heisl (2.v.re.) und Robert Schregle (2.v.li.), den Fischotterberater Martin Maschke (re.) und Dr. Stephan Paintner, Leiter der Fischereifachberatung.

 

Der Verbraucher hat es in der Hand

Bezirk und Fischerzeugerring veranstalteten ersten „Tag der offenen Fischzucht“ – Gelungener Auftakt in Grünmühl

 

Thomas Flohr führte Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich (re.) sowie die Bezirksräte Franz Schreyer und Josef Heisl (v.li.) durch seinen Fischzuchtbetrieb in Grünmühl. Fotos: Lang/ Bezirk Niederbayern

 

Zum ersten Mal fand am Sonntag der „Tag der offenen Fischzucht“ statt, den der Bezirk Niederbayern gemeinsam mit dem Fischerzeugerring Niederbayern ins Leben gerufen hatte. Zehn Betriebe im Fischerzeugerring beteiligten sich an der Aktion, die die Qualität der heimischen Fischerzeuger in den Fokus rücken sollte.

Zum Auftakt trafen sich Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich, der Landrat des Landkreises Straubing-Bogen Josef Laumer, der Bürgermeister von Sankt Englmar Anton Piermeier und weitere Mitglieder des Bezirkstags von Niederbayern im Betrieb von Thomas Flohr, dem 1. Vorsitzenden des Fischerzeugerrings, in Grünmühl. Seit 30 Jahren bewirtschaftet er auf drei Hektar mittlerweile 25 Teiche samt Bruthaus, wo er als einer von wenigen Fischerzeugern eigene Brutfische heranzieht. „In Niederbayern gibt es viele Lebensmittelerzeuger, die höchste Qualität produzieren. Gerade im Bereich der Lebensmittel erleben wir im Moment eine veränderte gesellschaftliche Debatte, in der viel gefordert wird. Am Ende kann es aber die Politik allein nicht ändern. Der Verbraucher hat es in der Hand, ob er das, was er fordert, auch durch seinen Einkauf möglich macht“, betonte Olaf Heinrich.  Auch der Bezirk selbst will immer mehr regionale Lebensmittel in seinen eigenen Einrichtungen anbieten. Mit dem „Tag der offenen Fischzucht“ wolle man die Menschen in die Betriebe locken, damit sie sich ein Bild von der Fischzucht an sich machen und auch den Geschmack von qualitativ hochwertigem Fisch testen können.

Dass es die Fischerzeuger alles andere als leicht haben, hob Thomas Flohr hervor. Die veränderten klimatischen Bedingungen mit zu warmen und trockenen Sommern einerseits und Starkregenereignissen und Überschwemmungen andererseits stellten die Erzeuger vor große Herausforderungen. Um seinen Betrieb, in dem die Fische wesentlich langsamer heranwachsen als bei industrieller Herstellung, auch rentabel zu betreiben, habe der Fisch eben seinen Preis. Doch nur wenige seien auch bereit, diesen zu bezahlen.

Statt Lippenbekenntnissen, so Landrat Josef Laumer, brauche es deshalb Wertschätzung für das Produkt, für das der Verbraucher auch Geld auszugeben bereit ist. Dazu könne der Tag der offenen Fischzucht, der einen Blick hinter die Kulissen ermöglicht, einen Beitrag leisten. „Qualität setzt sich langfristig durch“, meinte Bürgermeister Anton Piermeier. Was der Gemeinde Sankt Englmar bereits im Tourismus gelungen sei, könnte sich auch im Bereich regionaler Lebensmittel entwickeln, so seine Hoffnung.

Den ganzen Tag fanden nicht nur in Grünmühl, sondern allen beteiligten Betrieben Führungen statt, an denen sich viele Interessierte beteiligten. Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich besuchte im Anschluss die Forellenzucht von Franz Buchecker in Eppenschlag sowie die Fischzucht von Thomas Fesl in Breitenberg. Begleitet wurde Heinrich auf seiner Tour von Martin Maschke, Fischotterberater für Niederbayern, und Dr. Stephan Paintner, Leiter der Fachberatung für Fischerei des Bezirks Niederbayern. Auch Bezirkstagsvizepräsident Dr. Thomas Pröckl zeigte sich sehr angetan vom Erfolg der Aktion, als er die Fischzucht von Ludwig Kaisersberger in Triftern besuchte.

 

Fotos: Lang/ Bezirk Niederbayern

 

 

Im Bild (v. l.): Prof. Karl Stoffel, Präsident der Hochschule Landshut, Ursula Weger, stv. Vorsitzende Freundeskreis Hochschule Landshut, Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich und der Landshuter Stadtrat und Vorsitzende des Freundeskreises Ludwig Zellner.

BEZIRK NIEDERBAYERN

Pressemitteilung        Landshut, 08.08.2019

Die Aufsteigerregion Niederbayern weiter vorantreiben

Landshut. Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich empfing Prof. Karl Stoffel, Präsident der Hochschule Landshut, Ursula Weger und den Landshuter Stadtrat Ludwig Zellner vom Freundeskreises Hochschule Landshut e. V. in der Bezirkshauptverwaltung. Anlass des Besuchs war die Auszahlung eines Zuschusses des Bezirks in Höhe von 2.500 Euro für das Jahr 2019 für den Ausbau der Gründerförderung der Hochschule Landshut. Seit mittlerweile 15 Jahren unterstützt der Bezirk Niederbayern die Arbeit des Fördervereins der Hochschule.

Das Gründerzentrum der Hochschule hilft Studierenden, innovative Ideen in die Praxis umzusetzen, zu schützen und zu verwerten. Entsprechendes Knowhow wird in Workshops, Fachtagungen und Netzwerken vermittelt. Durch die professionelle Unterstützung eines Gremiums von Gründungsbotschaftern in den Fakultäten entstanden bereits zahlreiche Startups, die dem regionalen Arbeitsmarkt zugutekommen und den Wissens- und Technologietransfer vorantreiben.

Hochschulpräsident Prof. Stoffel, Freundeskreis-Vorsitzender Zellner und die stellvertretende Vorsitzende Weger dankten für die Gewährung des Zuschusses und für die Kontinuität der Unterstützung durch den Bezirk Niederbayern. Zellner betonte, dass durch den finanziellen Beitrag der Austausch zwischen der Hochschule und Unternehmen der Region gefördert wird. „Mithilfe der Fördermittel des Bezirks werden Lehre und Forschung mit der praktischen Anwendung in den Unternehmen in eine sehr konstruktive Verbindung gebracht“.

Bezirkstagspräsident Dr. Heinrich: „Firmengründungen junger kreativer Talente sind neben bereits etablierten mittelständischen Unternehmen der elementare Motor für die wirtschaftliche Entwicklung der Region. Um die ‚Aufsteigerregion Niederbayern‘ voranzutreiben, dürfen wir uns nicht auf dem Erreichten ausruhen, sondern müssen die Zukunftsperspektiven für gut ausgebildete junge Menschen kontinuierlich weiter verbessern. Die Hochschule Landshut leistet dabei sehr wertvolle Arbeit, die der Bezirk Niederbayern gerne weiter unterstützt.“

 

 

 

9879: Bei einer Pressekonferenz stellte Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich (Mitte) das Konzept der Pflegeberatung vor. Im Bild (v. r.): Stefan Singer, stv. Leiter des Referats für Bauangelegenheiten, Pflegeberaterin Nicole Bayer und Hermann Baier, stv. Leiter der Sozialverwaltung

BEZIRK NIEDERBAYERN

Pressemitteilung

Landshut, 08.08.2019

Neues Angebot: Pflegeberaterin kommt in alle Landkreise / Immer mehr Aufgaben für die Sozialverwaltung

Landshut. Der Eintritt der Pflegebedürftigkeit bedeutet für Betroffene und deren Angehörige einen tiefen Einschnitt und stellt diese vor große Herausforderungen. Durch das Bayerische Teilhabegesetz I wurde die Zuständigkeit für die Hilfe zur ambulanten Pflege von den Landkreisen und kreisfreien Städten auf die bayerischen Bezirke übertragen. Im Oktober 2018 hatte sich der Sozialausschuss des Bezirks für eine Vor-Ort-Beratung ausgesprochen, die seit Anfang des Jahres umgesetzt wird. Nicole Bayer wird als Pflegeberaterin der Sozialverwaltung niederbayernweit Pflegebedürftige und ihre Angehörigen in den verschiedenen Landkreisen informieren – in Form von Bürgersprechstunden vor Ort in Landratsämtern oder Rathäusern und im Rahmen von Telefonberatungen.

Ob es um die Pflege daheim, im Heim oder in alternativen Wohnformen geht – im Rahmen der vertraulichen und individuellen Pflegeberatung erfahren Betroffene, welche Leistungen ihnen im Rahmen der Sozialhilfe zustehen. Darüber hinaus gibt es Informationen etwa zum Elternunterhalt, der Überleitung von Ansprüchen oder dem Einsatz und der Verwertung von Vermögen. In besonderen Fällen – wie beispielsweise bei eingeschränkter Mobilität des Ratsuchenden – sind auch Hausbesuche möglich. Termine können unter der Telefonnummer 0871 97512-450 oder per E-Mail an pflegeberatung@bezirk-niederbayern.de vereinbart werden. Nicole Bayer startet in Straubing-Bogen. Die restlichen Landkreise folgen Schritt für Schritt. Die exakten Termine werden jeweils in der Tagespresse bekanntgegeben.

Neubau der Sozialverwaltung liegt voll im Plan

Mitte September beginnt der Umzug der Sozialverwaltung in den Neubau in Landshut-Schönbrunn – fast gegenüber in unmittelbarer Nähe zu Hochschule, Sparkassenakademie und Agrarbildungszentrum. Die Referate sollen in Etappen in die neuen Räumlichkeiten ziehen – quasi bei laufender Arbeit. Die Mitarbeiter werden ihre Telefonnummern behalten. Der Neubau wurde für rund 200 Mitarbeiter geplant. Das Gebäude hat vier Stockwerke und eine Gesamtnutzfläche von gut 5.700 Quadratmetern. Nach Angaben des Projektleiters Stefan Singer, stellvertretender Leiter des Referats für Bauangelegenheiten, liegen die Arbeiten im Plan und der vom Bezirksausschuss genehmigte Kostenrahmen von 19,14 Millionen Euro wird voraussichtlich sogar leicht unterschritten. Trotz überwiegend europaweiter Ausschreibungsverfahren gingen fast 80 Prozent der Bauaufträge mit einem Gesamtvolumen von rund 14,5 Millionen Euro an niederbayerische Firmen.

Mit 442,9 Millionen Euro fließen in diesem Jahr fast 90 Prozent des Verwaltungshaushalts in die soziale Sicherung (2018: 423,6 Millionen Euro). Die Ausgaben für die Hilfe zur Pflege und die Eingliederungshilfe haben sich seit 2014 um insgesamt fast 111 Millionen Euro erhöht. Auch haben die Bezirke 2018 die Hilfen im Rahmen der ambulanten Pflege von den Landkreisen und Städten übernommen. Hierfür sind im Haushaltsplan über drei  Millionen Euro vorgesehen. Im Zuge wachsender Aufgaben und Fälle (rund 30 000 in diesem Jahr) hat sich die Mitarbeiterzahl in der Sozialverwaltung binnen zehn Jahren fast verdoppelt. Heute sind rund 180 Beschäftigte in fünf Referaten tätig.

Bezirkstagspräsident Dr. Heinrich zu den Herausforderungen der Zukunft

Und der Personalbedarf wird künftig weiter wachsen. Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich: „Der Bezirk wird zurecht als Sozialparlament bezeichnet. Und Landshut ist die zentrale Anlaufstelle für viele tausende Menschen in Niederbayern die Hilfe suchen.“ Heinrich sagte, die Herausforderung werde es sein, das bestehende soziale Netz auch in Zukunft weiter knüpfen zu können – nicht nur personell, sondern auch finanziell. Ob die Bezirksumlage der Landkreise und kreisfreien Städte auch weiterhin für eine gute monetäre Ausstattung des Bezirks sorge, sei von der konjunkturellen Situation abhängig. So trage der Landkreis Dingolfing-Landau dank der bislang prosperierenden Autokonjunktur und der glänzenden Entwicklung von BMW bislang überproportional zum Bezirkshaushalt bei.

9897: Stefan Singer vom Referat für Bauangelegenheiten des Bezirks führte durch das neue Gebäude der Sozialverwaltung und erläuterte den Verlauf der Bauarbeiten, im Bild rechts Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich.

Fotos: Bezirk Niederbayern, Bäter

Bildtext (von links): Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich, Gisela Dregelyi und Stefan Eichmüller, Referat Gesundheitseinrichtungen Bezirk Niederbayern

 

 

Die bestmögliche Unterstützung in einer seelischen Krisensituation

Fachgespräch: Bezirk Niederbayern erweitert psychiatrische Angebote in der Fläche und baut einen Krisendienst auf

 

Eigentlich müsste Gisela Dregelyi schon länger nicht mehr arbeiten. Doch die pensionierte Lehrerin hat ein Anliegen, für das sie seit Jahren mit hohem Zeitaufwand und viel Herzblut kämpft: Sie will die Öffentlichkeit über psychische Erkrankungen besser aufklären und Vorurteile gegenüber Betroffenen ausräumen. Der Motor ist die Erkrankung des eigenen Sohnes. Die Niederbayerin: „Die meisten Menschen wissen viel zu wenig über Erkrankungen wie z. B. Psychosen und Depressionen. Und vor allem wissen sie auch nicht, wie man mit Betroffenen umgeht. Information tut also dringend not.“ Darum bemüht sie sich  beispielsweise im Rahmen von Schulveranstaltungen. Darüber hinaus engagiert sich Dregelyi dafür, dass Ratsuchende in akuten seelischen Krisensituationen  die bestmögliche Unterstützung bekommen. Mit dem Landesverband Bayern der Angehörigen psychisch Kranker e. V. im Rücken setzt sie sich vor allem in der Region Landshut für Betroffene und ihre Angehörigen ein. Mit Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich und Stefan Eichmüller, Leiter des Referats Gesundheitseinrichtungen beim Bezirk Niederbayern, erörterte Dregelyi jetzt diese und andere fachliche Themen.

Der Krisendienst für Niederbayern nimmt Konturen an

Dabei ging es auch um den niederbayernweiten psychiatrischen Krisendienst, der unter Federführung des Bezirks aktuell eingerichtet wird. Dessen Ziel ist es, Menschen in akuten psychischen Notlagen zu unterstützen – unter fachärztlich-psychiatrischer Leitung. Nach einem Beschluss des Bezirksausschusses vom September 2018 wird die Leitstelle am Bezirkskrankenhaus Landshut installiert.  Diese soll erster Ansprechpartner in einer Krisensituation sein. Laut Eichmüller haben Erfahrungen in anderen Regionen gezeigt, dass 80 bis 90 Prozent der Anrufer bereits telefonisch geholfen werden kann. Wenn es dennoch nötig sei, werden von dezentralen Standorten in Niederbayern aus Zweier-Teams von Fachkräften (Ärzte/Psychologen/Sozialpädagogen/Fachkrankenschwestern und Fachkrankenpfleger für Psychiatrie) den Anrufenden aufsuchen. Wichtig sei es aber auch, dass nach einem Krisengespräch bei Bedarf eine kompetente Vermittlung an ein weiterführendes Beratungs- oder Behandlungsangebot der Regelversorgung erfolge.

 

Heinrich: „Große Fortschritte bei der psychiatrischen Versorgung“

Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich betonte, dass man bei der psychiatrischen Versorgung Niederbayerns in den vergangenen Jahren ein gutes Stück vorangekommen sei. Dazu gehöre nicht zuletzt auch die Einrichtung von Institutsambulanzen wie soeben erst in Pfarrkirchen im Landkreis Rottal-Inn in der Erwachsenenpsychiatrie. In Zwiesel und Waldkirchen plane man weitere Institutsambulanzen für die Kinder- und Jugendpsychiatrie.

Bei der Regionalisierung der psychiatrischen Versorgungsangebote werde der Bezirk Niederbayern mit Blick auf den großen Bedarf weitere Schritte gehen und mittelfristig noch mehr Ambulanzen einrichten. „Die dezentrale Versorgung psychisch erkrankter Menschen zu verbessern, ist ein Ziel, das der Bezirk Niederbayern verfolgt und mit der Errichtung von sogenannten Ambulanzen für psychische Gesundheit konsequent umsetzt“, so der Bezirkstagspräsident. Derzeit gibt es Standorte in Mainkofen, Passau, Grafenau und Pfarrkirchen. Den Patienten der jeweiligen Regionen stehen ein komplexes psychiatrisches und psychotherapeutisches Behandlungsangebot zur Verfügung sowie multiprofessionelle Teams aus Fachärzten für Psychiatrie und Psychotherapie, psychologischen Psychotherapeuten, Fachpflegekräften für Psychiatrie, Sozialpädagogen und medizinischen Fachangestellten. Heinrich: „Mit solchen wohnortnahen Angeboten wird die Versorgung betroffener Patienten erheblich verbessert.“

Heinrich unterstrich, dass der Austausch mit Vertretern der Angehörigen psychisch kranker Menschen von großer Bedeutung sei. Schließlich gehe es darum, unmittelbar zu erfahren, wo es Handlungsbedarf gebe. Gemeinsam mit dem bayerischen Landesverband ist Gisela Dregelyi  auch aktiv an der Vorbereitung einer Klinikvereinbarung beteiligt, die demnächst für die Bezirkskliniken geschlossen werden soll. Darin wird unter anderem die Einbindung der Angehörigen geregelt, etwa der Anspruch auf ein Erst- und Abschlussgespräch bei Aufnahme bzw. Entlassung eines Patienten.

 

– ch –

 

Foto: Bezirk Niederbayern/Bäter

 

Bildtext: Betriebsleiter Florian Baierl führte Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich (l.) durch das neue Schulungsgebäude, das bis Herbst fertiggestellt sein soll.

 

Lindbergmühle kommt mit Produktion kaum hinterher

Umbauarbeiten am Fischereilichen Lehr- und Beispielbetrieb Lindbergmühle des Bezirks fast abgeschlossen

 

Immer mehr Fischzüchter stellen ihren Betrieb ein und so kommt es, dass die Nachfrage beim Fischereilichen Lehr- und Beispielbetrieb des Bezirks Niederbayern immer mehr steigt. „Hier werden nicht nur die ‚Klassiker‘ wie Bach- und Regenforelle, Bach- oder Seesaibling gezüchtet, sondern auch gefährdete heimische Fischarten wie Huchen, Äsche, Barbe, Nase und Rutte vermehrt. „Mit der Produktion kommen wir im Moment kaum mehr hinterher. Wir sind mittlerweile bayernweit vorne dran, was die Sonderfischarten angeht, sogar national“, fasste Leiter Florian Baierl die Entwicklung der vergangenen Monate und Jahre zusammen, als Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich kürzlich die Anlage besichtigte.

Seit vergangenem Jahr laufen die Umbau- und Sanierungsarbeiten in dem Betrieb, um ihn fit für die Zukunft zu machen. Dabei wurde das Bruthaus saniert und ein Schulungs- und Besucherzentrum neu gebaut. Bei Letzterem stehen noch Restarbeiten an, etwa die Außenanlagen, die vom eigenen Personal im Sommer in Eigenregie durchgeführt werden. Bis zur offiziellen Einweihung Ende September wird aber alles fertig sein.

Die vom Bezirkstag genehmigten Gesamtkosten in Höhe von rund 3.056.000 Euro werden voraussichtlich eingehalten. Warum es gerade in der Fischzucht wichtig ist, auf dem neuesten Stand der Technik zu arbeiten, erläuterte Baierl beim Rundgang über das Gelände. „Bei dem Hitzesommer im letzten Jahr hätten wir sonst einen Supergau erlebt.“ Neben dem Ansturm auf die Besatzfische steigt auch die Nachfrage an den Kursen und Schulungen, die sich an Interessierte der Fischerei richten. „Beim Räucherkurs dachten wir, dass irgendwann alle, die sich dafür interessieren hier gewesen wären und die Nachfrage zurückgeht. Stattdessen werden es aber immer mehr“, freut sich Baierl. Im neuen Schulungsgebäude wurde auch ein solcher Ofen eingebaut, genauso wie ein Lehrsaal mit großen Fenstern, die den Blick über die gesamten Anlagen eröffnen. Auch ein Labor und Verarbeitungsraum finden sich darin. „Damit sind wir gut für die Zukunft aufgestellt“, freute sich Olaf Heinrich. „Der Bezirk ist ein wichtiger Partner für Betriebe in Niederbayern und für Artenschutzprojekte. Das wollen wir bleiben, deswegen investiert der Bezirk.“ Nachdem der große Andrang auf den Fischereilichen Lehr- und Beispielbetrieb auch die personellen Ressourcen fordert, will Florian Baierl künftig nicht nur einen Azubi anwerben, sondern denkt auch über einen Bufdi-Mitarbeiter (Bundesfreiwilligendienst) nach. Heinrich begrüßt es sehr, wenn der Bezirk jungen Menschen vor Ort einen interessanten Arbeitsplatz anbieten kann – vor allem auch dann, wenn sich der Betrieb weiterhin zu gut entwickelt wie bisher.

 

– ml –

 

Foto: Lang/Bezirk Niederbayern

 

Bildtext: Wollen Europa fit für die Zukunft machen: Von links Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich, EU-Kommissar Johannes Hahn, die niederösterreichische Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, der Ministerpräsident von Nordmazedonien Zoran Zaev, Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein, Landesrat Martin Eichtinger und Landeshauptmann Südtirol Arno Kompatscher beim Europagipfel auf Stift Göttweig in der Wachau.

 

Zu Gast bei Regierungs- und Parlamentschefs

Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich spricht bei Europagipfel auf dem niederösterreichischen Stift Göttweig über die Rolle Bayerns in der EU

 

Talkrunde auf dem Europagipfel auf Stift Göttweig in Niederösterreich: Journalist Rainer Nowak (Mitte) im Gespräch mit Bezirktagspräsident Dr. Olaf Heinrich (rechts) und dem Südtiroler Landesobmann Arno Kompatscher.

 

In einer hochkarätigen Runde mit mehreren Staats- und Regierungschefs und Vertretern der EU hat Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich am Wochenende Deutschland vertreten. Er sprach auf dem Europagipfel auf Stift Göttweig in der niederösterreichischen Wachau zur Rolle Bayerns in Europa. In einer Gesprächsrunde zusammen mit Arno Kompatscher, Landeshauptmann Südtirols, erklärte Heinrich, welche Bedeutung Europa für eine Region spielt, die lange Jahre die Nachbarschaft des Eisernen Vorhangs zu spüren bekam, und was Europa braucht, um weiterhin erfolgreich zu sein

Der Europagipfel auf Stift Göttweig fand heuer zum 24. Mal statt. Zu Gast waren unter anderem die neue österreichische Bundeskanzlerin der Übergangsregierung Brigitte Bierlein, der Ministerpräsident der Republik Nordmazedonien Zoran Zaev, die Landeshauptfrau von Niederösterreich Joahna Mikl-Leitner, EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani und EU-Kommissar Johannes Hahn. Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich war auf Einladung des Präsidenten des veranstaltenden Europa-Forums Wachau, Landesrat Martin Eichtinger, vertreten. Er erklärte auf die Frage des Journalisten Rainer Nowak, der die Talkrunden moderierte, ob es stimme, dass Bayern auf Distanz zu Berlin und somit vielleicht auch zu Europa sei: „Wir sind froh und dankbar, ein Freistaat zu sein und leben das intensiv. Wir wissen aber auch, was wir an Europa haben.“

„Die Menschen in Niederbayern haben eine starke Verbindung zur EU und wissen, dass es wichtig ist für die Entwicklung der Region“, unterstrich Heinrich, der auch Vorsitzender der Europaregion Donau-Moldau in Niederbayern ist. Er erklärte dies damit, dass der Freistaat viele Grenzräume aufweise und viele Menschen Bayerns lange am Eisernen Vorhang gelebt haben. Damit diese Zeit nie wiederkommt, sei den Menschen bewusst, dass die EU richtig und wichtig sei und dass sie für Frieden und Freiheit, auch in den Regionen vor Ort, stehe.

Heinrich sagte, auch Bayern könne etwas tun, damit Europa erfolgreich und zudem fest in der Region verankert sei. Dazu nannte er drei Punkte. Zum einen müsse damit Schluss sein, den schwarzen Peter ständig der EU zuzuschieben, wenn vor Ort etwas schieflaufe: „Wir dürfen unsere Probleme nicht ständig nach Brüssel abgeben und müssen mehr kommunizieren, dass Erfolge auch der Region durch Europa möglich sind“, unterstrich der Bezirkstagspräsident. Zudem müsse man vor Ort dafür sorgen, Menschen für Europa zu begeistern, anstatt ständig die Verantwortung dafür nach Brüssel zu delegieren. Als dritten Punkt brauche man viele Beispiele von gelungener EU-Förderung in der Region, damit die Menschen erkennen, dass aus Brüssel viel Gutes komme. „So können wir Verbundenheit schaffen“, so Heinrich unter Applaus.

Europaforum-Präsident Martin Eichtinger erklärte, die Regionen als Standort in Europa seien auch in Zeiten der Globalisierung wichtig. Gleichzeitig dürfe die Digitalisierung nicht vernachlässigt werden. Das Motto des diesjährigen Gipfels lautete daher „Europa fit für die Zukunft machen.“ Laut Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner werden die Herausforderungen in Europa immer komplexer. Es brauche daher eine klare Aufgaben- und Kompetenzverteilung in der EU, Europa müsse wieder die Innovations- und Technologieführerschaft übernehmen und die EU-Außengrenzen seien endlich gemeinsam zu schützen. „Zudem brauchen wir einen Marschallplan für Hilfe vor Ort in Afrika.“

Dies bekräftigte auch EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani, für den illegale Immigration nur durch Hilfe vor Ort bekämpft werden könne. Er forderte mehr Politik und weniger Bürokratie für Europa. EU-Kommissar Johannes Hahn betonte, Europa müsse in Sachen Energieversorgung unabhängig und weniger erpressbar werden. Dazu sei die Förderung von erneuerbaren Energien enorm wichtig. Die neue österreichische Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein stellte sich klar hinter die Werte Europas: „Die Übergangsregierung ist auf Europakurs.“

 

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Fotos: Bezirk Niederbayern/Bäumel-Schachtner

 

Bildtext: Josef Wetzstein, Geschäftsführender Landesvorsitzender Bioland, Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich, Josef Bauer, Delegierter Landesvorstand Bayern Naturland e.V. und Sepp Brunnbauer, Geschäftsführer Biokreis, Passau

 

 

Mehr Bio-Bauern und mehr Bio-Produkte

Bezirkstagspräsident  Dr. Olaf Heinrich will in den Küchen des Bezirks einen Biotag einführen

 

Bei der Ausbildung von Biobauern spielt der Bezirk Niederbayern eine Vorreiterrolle. Die Staatliche Fachschule für Agrarwirtschaft, Fachrichtung Ökologischer Landbau in Landshut-Schönbrunn, habe überregional eine Pilotfunktion inne und genieße einen exzellenten Ruf,  sagte Josef Wetzstein, Geschäftsführender Landesvorsitzender des Anbauverbandes Bioland. Anlass war das  „Fachgespräch Ökolandbau“, zu dem Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich Branchenvertreter in die Bezirkshauptverwaltung  nach Landshut geladen hatte. Die Schule ist die älteste Fachschule für Ökolandbau im deutschsprachigen Raum.

Nicht zuletzt auch mit Blick auf die Wohnheime und das ökologische Lehrgut auf dem Areal des Agrarbildungszentrums (ABZ) seien die Voraussetzungen dort bestens, so Wetzstein. Allerdings gibt  es laut Schulleitung für das kommende Wintersemester 2019/2020 für 24 Plätze schon jetzt  35 Bewerber.  Die Studierenden der Fachrichtung ökologischer Landbau durchlaufen zwei Wintersemester und ein fachpraktisches Sommersemester. Danach erfolgt der Abschluss zum „Staatlich geprüften Wirtschafter für ökologischen Landbau“ und zum „Landwirtschaftsmeister“. Wetzstein zufolge würden die Anbauverbände die Einrichtung einer zweiten Klasse „voll und ganz unterstützen“.

 

Intensive Diskussion im Bezirksausschuss

Josef Bauer, Delegierter Landesvorstand Bayern Naturland e.V., hob hervor, wie wichtig das Thema Ausbildung ist, um den Ökolandbau „weiter nach vorne zu bringen“. Der praktizierende Landwirt, wie er sich  selbst bezeichnet,  ergänzte, dass man parallel dazu aber auch den Absatz der Produkte ankurbeln müsse. Er wünschte sich in diesem Zusammenhang, dass der Bezirk in seinen eigenen Einrichtungen wie den Krankenhäusern stärker auf ökologisch erzeugte Nahrungsmittel setzt. Heinrich sagte, man habe das Thema Anfang des Jahres im Bezirksausschuss  bereits intensiv diskutiert. Das Gremium habe die Einrichtungen beauftragt, eine alternative Ausschreibung von Produkten aus artgerechter Tierhaltung zu prüfen. Man untersuche die finanzielle und logistische Umsetzbarkeit einer Umstellung und inwieweit man mit dem Einkauf einzelner Produktgruppen starten könne, so der Bezirkstagspräsident.

Sepp Brunnbauer, Geschäftsführer Biokreis e.V., berichtete, dass in der regionalen Landwirtschaft die Umstellungsbereitschaft auf ökologischen Landbau zuletzt deutlich gewachsen sei.  Heinrich hofft indes, dass auch immer mehr Menschen darüber nachdenken, wie sie sich gesünder und bewusster ernähren können und dann ihr Einkaufsverhalten entsprechend  ändern:  „Regionale Produkte sparen Transportwege und helfen den bäuerlichen Betrieben in Niederbayern.“ Der Bezirk wolle im möglichen finanziellen Rahmen seinen Beitrag leisten und hoffe auf einen Multiplikatoreneffekt.

Heinrich macht sich dafür stark, dass künftig in den Kantinen des Agrarbildungszentrums in Landshut-Schönbrunn und im Bezirksklinikum Mainkofen einmal in der Woche Bioprodukte für die (fleischlosen) Mahlzeiten verwendet werden – nach dem Motto „Freitag ist Biotag“. Die Details seiner Initiative sollen demnächst bei einer Infoveranstaltung mit den Küchenchefs besprochen werden.

 

Zitate:

– Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich: „Der Bezirk Niederbayern wird sich bemühen, den Anteil von Bioprodukten in den eigenen Kantinen sukzessive zu erhöhen.“

– Sepp Brunnbauer, Geschäftsführer Biokreis e.V.: „In der regionalen Landwirtschaft ist die Umstellungsbereitschaft auf ökologischen Landbau zuletzt deutlich gewachsen.“

– Josef Wetzstein, Geschäftsführender Landesvorsitzender des Anbauverbandes Bioland: „Die Staatliche Fachschule für Agrarwirtschaft, Fachrichtung Ökologischer Landbau in Landshut-Schönbrunn, hat überregional eine Pilotfunktion inne und genießt einen exzellenten Ruf.“

– Josef Bauer, Delegierter Landesvorstand Bayern Naturland e.V.: „Um den Ökolandbau weiter nach vorne zu bringen, ist das Thema Ausbildung sehr wichtig. Man muss aber parallel dazu auch den Absatz der Produkte ankurbeln.“

 

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Foto: Knott/Bezirk Niederbayern