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Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich

Bildtext: Beim Rundgang durch die Schreinerei noch vor der Corona-Krise (v.l.): Josef Deimer, Vorsitzender der Lebenshilfe Landshut e.V., Bezirksrätin Martina Hammerl, Bürgermeister Helmut Maier, Samuel Hausmann, Sozialdienst, Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich, Zweigstellenleiter Hermann Stadler und Uwe Heilmann, Bereichsleiter Werkstätten.

 

Landshuter Werkstätten sind breit aufgestellt

In der Corona-Krise kommt das der Lebenshilfe zugute – Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich und Bezirksrätin Martina Hammerl hatten zuvor die Einrichtung in Altdorf besucht

 

Die Werkstätten der Lebenshilfe Landshut e.V. sind breit aufgestellt. „Wie ein Bauchladen“, erklärt Uwe Heilmann, der Bereichsleiter Werkstätten. Er ist für den Betrieb aller Lebenshilfe-Werkstätten zuständig, die insgesamt an neun Standorten 870 Werkstattmitarbeiter beschäftigen, darunter 224 in Altdorf. Für ihn war die Möglichkeit, Auftragsänderungen oder -rückgänge ausgleichen zu können, immer schon wichtig. Nun, in der Corona-Krise, sieht sich die Lebenshilfe in ihrem Vorgehen bestätigt. „Wir haben 300 verschiedene Kunden, darunter kleine und große Aufträge.“

Derzeit sind die Werkstätten geschlossen, das heißt, die Mitarbeiter mit Behinderung arbeiten nicht. Es gibt nur eine Notfallbetreuung, die aber kaum in Anspruch genommen wird. „Wir sind froh, dass die Leute zuhause und in den Wohnheimen sind. Bisher gibt es bei uns noch keinen bestätigten Fall“, so Heilmann. Die Arbeitskraft fehlt den Werkstätten aber sehr, da es viele Aufträge abzuarbeiten gilt. Einige sind auch „systemrelevant“, beispielsweise ein Kunde, der in der Medizintechnik tätig ist, oder auch die drei Wäschereien, die insgesamt 7 Klinikstandorte, Seniorenheime, Dialysestationen etc. versorgen. Um alles zu bewältigen arbeiten die hauptamtlichen Mitarbeiter mit Hochdruck und großem Engagement weiter, um die Produktion wenigstens teilweise aufrecht zu erhalten. Zusätzlich unterstützt werden sie dabei durch weitere Mitarbeiter aus den Einrichtungen der Lebenshilfe Landshut.

Kurz vor Ausbruch der Corona-Krise hatten Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich und Bezirksrätin Martina Hammerl die Werkstätte in Altdorf besucht und wurden von Uwe Heilmann auch darüber informiert, dass durch die Vielzahl an Kunden in unterschiedlichen Bereichen (Metallverarbeitung, Leichtmontage, Wäscherei, Schneiderei etc.) die Logistik innerhalb der Werkstätte hochkomplex sei. Doch auch weitere Herausforderungen galt es in den letzten Monaten zu stemmen: Das neue Bundesteilhabegesetz brachte sowohl für Träger wie die Lebenshilfe als auch für die Sozialverwaltung des Bezirks viele Neuerungen mit sich. „Wir hatten viel Aufklärungsarbeit zu leisten“, so der Bereichsleiter Werkstätten. Hermann Stadler, Zweigstellenleiter Altdorf, und Samuel Hausmann vom Sozialdienst konnten darüber berichten, dass das zu betreuende Klientel allgemein schwächer werde. Das liege zum einen daran, dass bereits während der Schulzeit stärker auf Inklusion gesetzt werde und zum anderen, die bisher leistungsstarken Gruppen älter werden und körperlich abbauen. Als sehr positiv hob der Vorsitzende der Lebenshilfe, Josef Deimer, die Arbeitszufriedenheit hervor. Denn viele, die eigentlich nach 20 Jahren Anspruch auf Rente hätten, arbeiten weiter, weil sie gerne hier sind. Die Tätigkeiten und Abläufe an den Arbeitsplätzen sind auf die Fähigkeiten und Bedürfnisse der Mitarbeiter mit Behinderung zugeschnitten. Leistungsstarke Mitarbeiter, die eine anspruchsvollere Aufgabe suchen, wolle man bewusst fördern, etwa indem man versucht, einen Außenarbeitsplatz für sie zu finden.

Der Besuch damals brachte viele neue praktische Einblicke und Aspekte für die Bezirksvertreter mit sich. So ein fruchtbarer Austausch abseits der gewohnten Zusammenarbeit zwischen Bezirk und Träger, sei positiv für beide Seiten. Prognosen über die künftige Entwicklung der Auftragslage kann Uwe Heilmann indes noch nicht treffen. „Es wird sicher schwierig, aber ich denke, dass ein Großteil unserer Kunden die Krise überstehen wird. Und weil wir eben sehr viele unterschiedliche Auftraggeber haben, sind wir vergleichsweise gut aufgestellt.“

 

-ml-

 

Foto: Manuela Lang/Bezirk Niederbayern

 

Corona-Pandemie:

Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich appelliert an jeden Einzelnen, Verantwortung zu übernehmen / 

Wer hätte es noch vor einigen Wochen für möglich gehalten, dass ein Virus unser bisheriges Leben auf den Kopf stellt, wir viele Routinen und lieb gewonnene Gewohnheiten einstellen und uns auf einen Ruhemodus umstellen müssen. Eines möchte ich betonen: All die Vorkehrungen, die jetzt von der Politik getroffen werden – dazu gehören auch Verbote und Gebote – sind in meinen Augen absolut notwendig, um das Leben unserer älteren und (vor-)erkrankten Mitbürgerinnen und Mitbürger zu schützen.

Auch den Bezirk Niederbayern trifft die Pandemie hart. Die fünf Thermen sind geschlossen, das kulturelle Leben ruht und gerade die Ärztinnen und Ärzte und die Pflegekräfte in unserem Klinikum und unseren Krankenhäusern stehen vor riesigen Herausforderungen. Ich möchte mich bei allen, die derzeit zum Wohle der Allgemeinheit tätig sind, ganz herzlich bedanken und Ihnen und Ihren Familien weiterhin alles Gute, viel Kraft und vor allem Gesundheit wünschen.

Wir wissen nicht, was noch auf uns zukommt, wie die Wirtschaft und vor allem die vielen Kulturschaffenden, Gastronomiebetriebe, die Tourismusbranche und der Einzelhandel aus dieser Krise herauskommen werden, inwieweit die Unterstützung der öffentlichen Hand Existenzen sichern kann. Hier und heute geht es jedoch zunächst einmal darum, dass die Menschen, die den sogenannten Risikogruppen angehören, gesund bleiben.

Als Bezirkstagspräsident und Vorsitzender des Bezirkstags als dem sozialen Parlament Niederbayerns liegen mir die Älteren, Pflegebedürftigen sowie die Menschen mit einer chronischen Erkrankung und Behinderung ganz besonders am Herzen. Der Verlauf der Corona-Pandemie erfordert auch im Bereich der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen einschneidende Maßnahmen, so zum Beispiel die Schließung von Einrichtungen wie Werk- und Förderstätten oder Berufsbildungs- und Berufsförderungswerken. Hier wollen die bayerischen Bezirke und der Bayerische Bezirketag das ihnen Mögliche dazu beitragen, um negative finanzielle Folgen für die Leistungserbringer abzumildern. So werden die Bezirke beispielsweise Heilpädagogische Tagesstätten in der Summe weiter wie bisher finanzieren – unter Anrechnung eventueller öffentlicher und privater Ersatz-, Entschädigungs- oder Ausfallleistungen. In einem Rundschreiben wurden die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege, die privaten Anbieter sozialer Dienste und der Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe bereits über die geplanten Maßnahmen informiert.

So mancher hat den Ernst der Lage leider immer noch nicht verstanden. Mein dringender Appell lautet daher: Bitte bleiben Sie, wenn Sie nur irgendwie können, zu Hause. Schicken Sie Ihre Kinder nicht zu den Großeltern und übernehmen Sie Verantwortung für die gesamte Gemeinschaft. Und verlieren Sie vor allem den Glauben und die Hoffnung nicht, dass auch diese Krise – so schlimm und so dramatisch sie auch ist – eines Tages wieder vorüber gehen wird.

– ch –

Foto: Simone Kaschner

 

Vollzug des Infektionsschutzgesetzes (IfSG)

Vorläufige Ausgangsbeschränkung anlässlich der Corona-Pandemie

Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege

vom 20.03.2020, Az. Z6a-G8000-2020/122-98

 

Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege erlässt auf der Grundlage des § 28 Abs. 1 Satz 1 und 2 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) in Verbindung mit § 65 Satz 2 Nr. 2 der Zuständigkeitsverordnung (ZustV) folgende

Allgemeinverfügung

  1. Jeder wird angehalten, die physischen und sozialen Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. Wo immer möglich ist ein Mindestabstand zwischen zwei Personen von 1,5 m einzuhalten.

 

  1. Untersagt werden Gastronomiebetriebe jeder Art. Ausgenommen ist die Abgabe und Lieferung von mitnahmefähigen Speisen.

 

  1. Untersagt wird der Besuch von

 

  1. a) Krankenhäusern sowie Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, in denen eine den Krankenhäusern vergleichbare medizinische Versorgung erfolgt (Einrichtungen nach § 23 Abs. 3 Nr. 1 und 3 IfSG); ausgenommen hiervon sind Geburts- und Kinderstationen für engste Angehörige und Palliativstationen und Hospize,
  2. b) vollstationären Einrichtungen der Pflege gem. § 71 Abs. 2 des Elften Buches Sozialgesetzbuch (SGB XI),
  3. c) Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen im Sinne des § 2 Abs. 1 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch (SGB IX), in denen Leistungen der Eingliederungshilfe über Tag und Nacht erbracht werden,
  4. d) ambulant betreuten Wohngemeinschaften nach Art. 2 Abs. 3 Pflegewohnqualitätsgesetz (PfleWoqG) zum Zwecke der außerklinischen Intensivpflege (IntensivpflegeWGs), in denen ambulante Pflegedienste gemäß § 23 Abs. 6a IfSG Dienstleistungen erbringen und
  5. e) Altenheimen und Seniorenresidenzen.

 

  1. Das Verlassen der eigenen Wohnung ist nur bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt.

 

 

  1. Triftige Gründe sind insbesondere:

 

  1. a) die Ausübung beruflicher Tätigkeiten,
  2. b) die Inanspruchnahme medizinischer und veterinärmedizinischer Versorgungsleistungen (z. B. Arztbesuch, medizinische Behandlungen; Blutspenden sind ausdrücklich erlaubt) sowie der Besuch bei Angehörigen helfender Berufe, soweit dies medizinisch dringend erforderlich ist (z. B. Psycho- und Physiotherapeuten),
  3. c) Versorgungsgänge für die Gegenstände des täglichen Bedarfs (z. B. Lebensmittelhandel, Getränkemärkte, Tierbedarfshandel, Brief- und Versandhandel, Apotheken, Drogerien, Sanitätshäuser, Optiker, Hörgeräteakustiker, Banken und Geldautomaten, Post, Tankstellen, Kfz-Werkstätten, Reinigungen sowie die Abgabe von Briefwahlunterlagen). Nicht zur Deckung des täglichen Bedarfs gehört die Inanspruchnahme sonstiger Dienstleistungen wie etwa der Besuch von Friseurbetrieben,
  4. d) der Besuch bei Lebenspartnern, Alten, Kranken oder Menschen mit Einschränkungen (außerhalb von Einrichtungen) und die Wahrnehmung des Sorgerechts im jeweiligen privaten Bereich,
  5. e) die Begleitung von unterstützungsbedürftigen Personen und Minderjährigen,
  6. f) die Begleitung Sterbender sowie Beerdigungen im engsten Familienkreis,
  7. g) Sport und Bewegung an der frischen Luft, allerdings ausschließlich alleine oder mit Angehörigen des eigenen Hausstandes und ohne jede sonstige Gruppenbildung und
  8. h) Handlungen zur Versorgung von Tieren.

 

  1. Die Polizei ist angehalten, die Einhaltung der Ausgangsbeschränkung zu kontrollieren. Im Falle einer Kontrolle sind die triftigen Gründe durch den Betroffenen glaubhaft zu machen.

 

  1. Ein Verstoß gegen diese Allgemeinverfügung kann nach § 73 Abs. 1a Nr. 6 des Infektionsschutzgesetzes als Ordnungswidrigkeit geahndet werden.

 

  1. Weiter gehende Anordnungen der örtlichen Gesundheitsbehörden bleiben unberührt.

 

  1. Diese Allgemeinverfügung ist nach § 28 Abs. 3, § 16 Abs. 8 des Infektionsschutzgesetzes sofort vollziehbar.

 

  1. Diese Allgemeinverfügung tritt am 21.03.2020, 00:00 Uhr in Kraft und mit Ablauf des 03.04.2020 außer Kraft. Die Ausgangsbeschränkungen enden damit am 03.04.2020, 24:00 Uhr.

 

 

Begründung

 

Das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 stellt die gesamte Gesellschaft und das Gesundheitssystem vor enorme Herausforderungen. Es besteht weltweit, deutschland- und bayernweit eine sehr dynamische und ernstzunehmende Situation mit starker Zunahme der Fallzahlen innerhalb weniger Tage. Die Weltgesundheitsorganisation hat die Ausbreitung des Virus und der dadurch hervorgerufenen Erkrankung COVID-19 am 11. März 2020 als Pandemie eingestuft.

 

Die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland wird derzeit insgesamt als hoch eingeschätzt. COVID-19 ist sehr infektiös. Besonders ältere Menschen und solche mit vorbestehenden Grunderkrankungen sind von schweren Krankheitsverläufen betroffen und können an der Krankheit sterben. Da derzeit weder eine Impfung noch eine spezifische Therapie zur Verfügung stehen, müssen alle Maßnahmen ergriffen werden, um die weitere Ausbreitung des Virus zu verzögern. Ziel ist es, durch eine Verlangsamung des Infektionsgeschehens die Belastung für das Gesundheitswesen insgesamt zu reduzieren, Belastungsspitzen zu vermeiden und die medizinische Versorgung sicherzustellen. Die Staatsregierung hat dazu bereits zahlreiche Maßnahmen eingeleitet.

 

Gemäß § 28 Abs. 1 Satz 1 IfSG trifft die zuständige Behörde die notwendigen Schutzmaßnahmen, soweit und solange es zur Verhinderung der Verbreitung übertragbarer Krankheiten erforderlich ist.

 

Nach § 28 Abs. 1 Satz 2 Hs. 2 IfSG kann die zuständige Behörde Personen verpflichten, den Ort an dem sie sich befinden, nicht zu verlassen oder von ihr bestimmte Orte nicht zu betreten, bis die notwendigen Schutzmaßnahmen durchgeführt worden sind.

 

Zur Begründung im Einzelnen:

 

Zu 1.: 

 

Die weitgehende Reduktion bzw. Beschränkung sozialer Kontakte im privaten und öffentlichen Bereich trägt entscheidend dazu bei, die Übertragung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 in der Bevölkerung zu verringern. Diesem Zweck dienen Ausgangsbeschränkungen. Indem die Ausbreitung verlangsamt wird, können die zu erwartenden schweren Erkrankungsfälle von COVID-19 über einen längeren Zeitraum verteilt und Versorgungsengpässe in den Krankenhäusern vermieden werden.

 

Zu 2.:

 

Zur Verhinderung einer weiteren schnellen Verbreitung des Coronavirus ist die Schließung sämtlicher gastronomischen Betriebe mit Ausnahme der Abgabe von mitnahmefähigen Speisen und Lieferdiensten geboten. Gastronomische Betriebe bergen aufgrund des regelmäßig – auch bei Abstandhaltung zwischen den Gästen durch entsprechende Vorkehrungen bei den Tischen – erfolgenden Austauschs von unverpackten Getränken und Mahlzeiten zwischen Bedienung und Gästen ein erhöhtes Risiko der Übertragung des Coronavirus. Zudem bilden sie als Stätten der Zusammenkunft zwischen Menschen ein erhöhtes Risiko im Hinblick auf Ansteckungen durch stetig wechselnden Publikumsverkehr. Da bisherige mildere Mittel, die in der Allgemeinverfügung zu Veranstaltungsverboten und Betriebsuntersagungen des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege und des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales vom 16.03.2020, Az. 51-G8000-2020/122-67, geändert durch Bekanntmachung vom 17.03.2020, Az. Z6a-G8000-2020/122-83, nicht zu einer Reduktion des Infektionsgeschehens geführt haben, ist die Schließung gastronomischer Betriebe als ultima ratio zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung geboten und verhältnismäßig. Die Abgabe von mitnahmefähigen Speisen und der Weiterbetrieb von Lieferdiensten bleiben aufrechterhalten. Dies ist insbesondere auch für Personen erforderlich, die das Haus auch aus triftigen Gründen nicht verlassen können.

 

Zu 3.:

 

In den genannten Einrichtungen werden vielfach Personen betreut, die durch eine Infektion mit dem neuen Erreger in besonders schwerer Weise gesundheitlich gefährdet wären. Zum Schutz dieser besonders vulnerablen Personengruppen muss der Besuch der Einrichtungen als ultima ratio vollständig untersagt werden, weil bereits angeordnete weniger eingreifende Maßnahmen in Gestalt der Allgemeinverfügung zur Einschränkung der Besuchsrechte für Krankenhäuser, Pflege- und Behinderteneinrichtungen des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege vom 13.03.2020, Az. G51b-G8000-2020/122-56, geändert durch Bekanntmachung vom 17.03.2020, Az. GZ6a-G8000-2020/122-82 nicht zu einer Reduktion des Infektionsgeschehens geführt hat. Da vorliegend lediglich der Besuch der Einrichtungen untersagt wird, ist das Aufsuchen der Einrichtung zum Zweck des Behandeltwerdens nicht umfasst. Neben der Vermeidung von Einträgen des Erregers wird durch das Besuchsverbot auch die medizinische Versorgung unterstützt. Das Erkrankungsrisiko des betreuenden und medizinischen Personals wird verringert. Dadurch tragen die Maßnahmen für die erfassten medizinischen Einrichtungen auch zur Aufrechterhaltung der Versorgungskapazitäten bei und sind daher auch zum Schutz der Gesundheit der Allgemeinheit unabdingbar.

 

Zu 4.-6.:

 

Aufgrund des massiven Anstiegs und des bislang weitgehend ungebremsten Verlaufs der Neuinfektionen zeigt sich, dass die bisher getroffenen milderen Mittel, die in der Allgemeinverfügung zu Veranstaltungsverboten und Betriebsuntersagungen des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege und des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales vom 16.03.2020, Az. 51-G8000-2020/122-67, geändert durch Bekanntmachung vom 17.03.2020, Az. Z6a-G8000-2020/122-83, nicht zu einer Reduktion des Infektionsgeschehens geführt haben. Darüber hinaus sind nach wie vor auch größere Ansammlungen von Personen an öffentlichen Plätzen zu beobachten. Entsprechend sind als ultima ratio Ausgangsbeschränkungen zwingend geboten, um das Infektionsgeschehen einzudämmen. Es handelt sich vorliegend nicht um eine Freiheitsentziehung, sondern lediglich um eine Einschränkung der persönlichen Bewegungsfreiheit. Das Verlassen der Wohnung ist aus Verhältnismäßigkeitsgründen bei Vorliegen triftiger Gründe gestattet, die im Einzelnen in Nr. 6 aufgelistet sind. Das Vorliegen dieser Gründe ist bei Kontrollen durch die Polizei glaubhaft zu machen.

 

Zu 7.:

 

Zuwiderhandlungen sind als Ordnungswidrigkeiten mit einer Geldbuße bis zu 25.000 Euro bewehrt (§ 73 Abs. 1a Nr. 6 und Abs. 2 IfSG). Die Zuwiderhandlung gegen eine vollziehbare Anordnung nach § 28 Abs. 1 Satz 2 IfSG ist gemäß § 75 Abs. 1 Nr. 1 IfSG strafbewehrt.

 

Zu 8.:

 

Weiter gehende Anordnungen der örtlichen Gesundheitsbehörden bleiben unberührt.

 

Zu 9.:

 

Die sofortige Vollziehbarkeit ergibt sich aus § 28 Abs. 3, § 16 Abs. 8 IfSG.

 

Zu 10.: 

 

Das Inkrafttreten richtet sich nach Art. 41 Abs. 4 Satz 4 BayVwVfG.

 

gez.

Winfried Brechmann

Ministerialdirektor

 

Immobilienpreise fordern das Landshuter Netzwerk heraus

Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich und Bezirksrätin Martina Hammerl besichtigen Tageszentrum am Bahnhof

 

 Immobilien- und Baupreise sind eine Herausforderung – auch und vor allem für soziale Einrichtungen und Träger wie es das Landshuter Netzwerk ist. Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich und Bezirksrätin Martina Hammerl sprachen darüber mit Geschäftsführer Jürgen Handschuch und stellvertretendem Vorsitzenden Lothar Schels, als sie das Tageszentrum am Landshuter Bahnhof besuchten.

Die beiden Vertreter des Landshuter Netzwerks begrüßten diesen Austausch in entspanntem Rahmen und thematisierten gleich die zwei größten Probleme, die man derzeit habe: bezahlbaren Wohnraum finden (für das Betreute Wohnen) und qualifizierte Mitarbeiter gewinnen. Seitens des Bezirks hätte das Netzwerk neben den bisher 77 Plätzen im Betreuten Wohnen (aufgeteilt auf die Standorte Landshut und Dingolfing, jeweils Gruppen- und Einzelwohnen) noch die Genehmigung für sechs weitere Plätze. Da es derzeit aber an Wohnraum fehle, könne man diese gar nicht anbieten und versuche neue Konzepte zu entwickeln.
Olaf Heinrich informierte, dass auch andere Träger in Niederbayern auf der Suche nach neuen Wohnformen seien, etwa in Form eines „Stützpunktwohnens“, das zentrale Anlaufstelle für die im nahen Umkreis wohnenden betreuten Menschen dient und damit auch Personal effizient einsetzen kann. „Dreh- und Angelpunkt bleibt aber der Immobilienpreis, den wir nicht beeinflussen können, der aber unsere Arbeit extrem erschwert“, so der stellvertretende Vorsitzende Lothar Schels. Gerade für das Klientel psychisch kranker Menschen sei es zusätzlich schwierig, an passenden Wohnraum zu kommen. „Es sind Menschen wie du und ich, die zeitweise Hilfe brauchen“, so Schels.

Umso wichtiger sei deshalb auch das Tageszentrum, das direkt neben dem Landshuter Bahnhof gelegen ist. „Hier bekommen die Menschen Hilfe in ihrer Tagesstruktur, was von großer Bedeutung ist“, erklärte Geschäftsführer Jürgen Handschuch. Es gehe schnell, dass sich Betroffene sozial isolieren und von anderen abschotten. „Hier finden sie eine zentrale Anlaufstelle, in der sie sich gemeinsam mit anderen ganz vielfältig beschäftigen können.“ Dabei handelt es sich aber nicht um eine Therapie, sondern um Tätigkeiten, die wieder Struktur in den Tag bringen, das Selbstbewusstsein stärken und Sinn machen. In der Kantine wird gemeinsam gekocht und gegessen, im Second-Hand-Laden kann sowohl eingekauft als auch mitgeholfen werden, im Computerraum gibt es Kurse, in der Kreativwerkstatt wird getöpfert und in der Holzwerkstatt geschreinert. Die Leiterin des Tageszentrums, Christine Lohrey, betonte wie gut es den Besuchern tue, ein Erfolgserlebnis zu haben. Sie unternimmt mit ihnen auch regelmäßig Ausflüge in die Stadt, um Perspektiven aufzuzeigen, was man mit seiner Freizeit alles anfangen kann. Unter den rund 40 wechselnden Besuchern, die täglich im Schnitt kommen, haben sich so auch Freundschaften und Gruppen gebildet, die gemeinsam Silvester oder Geburtstag feiern.

Darüber hinaus unterhält das Landshuter Netzwerk auch Inklusionsfirmen, wie eine Wäscherei und Gärtnerei sowie das Café im Bezirksklinikum Landshut. 20 Menschen sind hier angestellt. Sie organisieren den Ablauf und leiten die insgesamt 48 Zuverdienstklienten an. „Die Auftragslage ist gut, aber auch hier suchen wir nach Mitarbeitern, etwa einem Landschaftsgärtner, der derzeit schwer zu finden ist“, informierte Jürgen Handschuch. Eine neue Einnahmequelle stellt mittlerweile auch der Tagungsraum am Bahnhof dar, der immer häufiger von Gästen des benachbarten Hotels gebucht wird. „Er kann aber auch für private Feierlichkeiten vermietet werden, gerne mit Catering, das wir dann im Haus anbieten.“

Bezirkstagspräsident Olaf Heinrich und Bezirksrätin Martina Hammerl waren sehr beeindruckt von dem breiten und umfassenden Angebot, das das Landshuter Netzwerk vorhält und waren dankbar für die Einblicke in diese für Landshut und ganz Niederbayern wertvolle Einrichtung.

„Ich würde es sehr begrüßen, wenn das gemeinsame Ziel eines zweiten Standortes für ein weiteres Tageszentrum realisiert werden könnte“, so Heinrich. „Dass dies in Landshut und in verkehrsgünstiger Lage sehr schwer ist, ist mir bewusst.“

 

– ml –

 

Foto: Lang/Bezirk Niederbayern

 

Bildtext: Beim Treffen in der Galerie – Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich (r.) und Bezirksrätin Martina Hammerl (2. v. l.) mit (v. l.) Franz Schneider, Raimund Reiter, Johann Haslauer sowie Ursula Bolck-Jopp und Ute Haas.

 

Begegnung mit Kunst und Künstlern

Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich und Bezirksrätin Martina Hammerl besuchten Galerie von Raimund Reiter

 

Die Begegnung mit Kunst und Künstlern stand im Mittelpunkt eines Besuchs von Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich und Bezirksrätin Martina Hammerl in der Galerie von Raimund Reiter in Piflas.

Martina Hammerl findet es wichtig, dass junge Menschen sich mit Kunst auseinandersetzen und fragte die Profis nach Möglichkeiten der Begegnung zwischen Kindern und Künstlern. Franz Schneider, 1. Vorsitzender des Vereins für zeitgenössische Kunst „Neue Galerie Landshut“, berichtete von dem Programm „Künstler in der Grundschule“, das vom Kultusministerium gefördert wird. „Das funktioniert in Niederbayern gut, allerdings ist der Etat von 20.000 Euro pro Jahr schnell vergriffen. Es gibt deutlich mehr Nachfrage“, so Schneider. Der 2. Vorsitzende des Vereins, Johann Haslauer, sowie die beiden Vorsitzenden des Kunstvereins Landshut, Ursula Bolck-Jopp und Ute Haas, betonten, dass man selbst stets offen für solche Projekte sei, weil die Heranführung an Kunst und Kultur von großem Wert für die Gesellschaft sei.

Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich ist der Ansicht, dass dies in den kommenden Jahren sogar noch wichtiger werde. Der Kulturbereich sei ganz wesentlich für die Identifikation mit der Heimat, weshalb sich in der Hinsicht derzeit auch viel im Bezirk Niederbayern bewege. Das hörten alle gern, allen voran Raimund Reiter. Er begrüßte die neue Initiative „Kunst im öffentlichen Raum“, bei der sämtliche Kunstwerke in Städten und Gemeinden nach und nach erfasst und auf der Internetseite www.kunst-niederbayern.de dargestellt werden. Darüber hinaus habe der Bezirk beim Neubau der Sozialverwaltung einen Wettbewerb mit einem Budget in Höhe von 50.000 Euro ausgeschrieben, wie Heinrich informierte.

Das Anliegen der Künstler, dass die öffentliche Hand mehr Kunstwerke ankaufen sollte, konnten die Bezirksvertreter ebenfalls bereits als „in Arbeit“ verbuchen. „Derzeit werden alle Kunstwerke, die der Bezirk besitzt, inventarisiert“, so der Bezirkstagspräsident. Ab diesem Jahr wird der Bezirk auch jährlich qualitativ hochwertige Kunstwerke ankaufen, ein Budget wurde dafür bereits beschlossen. Zudem wurde entschieden, dass im Vorfeld der Kulturpreisverleihung des Bezirks eine Fachjury Empfehlungen geben soll. Veränderungen gab es auch in Sachen Kulturstiftung. Hier bemängelten die Künstler, dass nur solche Projekte von überregionaler Bedeutung gefördert würden. „Dies wurde ursprünglich eingeführt, um sicherzustellen, dass es sich um überregional bedeutsame Vorhaben handelt. Als förderfähig anerkannt werden Planungen, an denen sich der jeweilige Landkreis finanziell beteiligt. Zudem kann in Ausnahmefällen auch darüber hinaus gefördert werden“, informierte Olaf Heinrich.

Wie man als Kommune am besten vorgehen soll, wenn man einen Kunstwettbewerb ausschreiben wolle, wollte Martina Hammerl von den Künstlern erfahren. „Unsere beiden Vereine stehen Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite“, so Raimund Reiter. Der  freischaffende Künstler führte die Gäste anschließend durch seine Galerie, in der passend zu seiner aktuellen Ausstellung „Schwarz auf Weiß“ in der Großen Rathausgalerie in Landshut zahlreiche seiner Druckgrafiken und die Zeichnungen zu sehen sind. Er freute sich über die Begegnung mit den Bezirksvertretern, da der Bezirk ein wichtiger Ansprechpartner für Kunst- und Kulturschaffende sei.

Raimund Reiter (li.) führte die Gäste durch seine Galerie (v. r.) Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich, Bezirksrätin Martina Hammerl, Johann Haslauer, Ute Haas, Franz Schneider und Ursula Bolck-Jopp.

 

Fotos: Bezirk Niederbayern, Lang

 

Bildtext: Der neue Museumsleiter Dr. Volker Herrmann (l.) mit Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich

 

Ein neuer Chef für Niederbayerns Freilichtmuseen

 

Dr. Volker Herrmann übernimmt  am 1. Juni die Leitung in Massing und Finsterau

 

Die niederbayerischen Freilichtmuseen in Massing (Landkreis Rottal-Inn) und Finsterau (Kreis Freyung-Grafenau) bekommen einen neuen Chef. Dr. Volker Herrmann übernimmt zum 1. Juni  2020 die Leitung der beiden renommierten Museen. Herrmann wurde 1967 in Schwabach geboren und ist in Hilpoltstein/Mittelfranken aufgewachsen. Er ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Seit 2011ist er in der Schweiz in verschiedenen leitenden Funktionen beim Kanton Bern, Amt für Kultur und beim Archäologischen Dienst tätig.

Der neue Leiter der Niederbayerischen Freilichtmuseen absolvierte von 1988 bis 1994 in Bamberg ein Magisterstudium der Mittelalter- und Neuzeitarchäologie, Volkskunde, Denkmalpflege sowie Vor- und Frühgeschichte und von 1995 bis 1999 ein Promotionsstudium am Institut für Archäologische Wissenschaften ebenfalls in Bamberg. In seiner Dissertation beschäftigte er sich mit der mittelalterlichen Entwicklung von Halle/Saale. Während seiner Studien hatte Herrmann bereits verschiedene Projektleitungen inne – etwa als Mittelalterarchäologe für das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege an verschiedenen Einsatzorten in Nordbayern.

Ein sorgsamer Umgang mit dem kulturellen Erbe

Von 1999 bis 2003 leitete er das städtische Museum zum historischen Bauhandwerk in Hilpoltstein und baute dieses neu auf. In der Folgezeit leitete er unter anderem die Stadtarchäologie in Duisburg, bevor er in die Schweiz wechselte.

Herrmanns fachliche Schwerpunkte sind die Bau- und Hausforschung (mittelalterlicher und neuzeitlicher Hausbau, Bauernhausforschung, Kirchenbau), die Kulturlandschaftsforschung (Wege, Siedlungsstrukturen, Interaktion von Wirtschaft und Landschaft) sowie die Stadtforschung. Dabei liegen ihm die Sensibilisierung der Menschen für die historisch gewachsene Kulturlandschaft in Stadt und Land sowie  die gemeinsame Verantwortung für einen sorgsamen Umgang mit diesem kulturellen Erbe besonders am Herzen. Seiner neuen Aufgabe beim Bezirk Niederbayern sieht Dr. Volker Herrmann  „mit Freude und Spannung“ entgegen:  „Ich möchte alle Menschen mitnehmen und sie für unsere Geschichte begeistern.“

Träger der beiden Freilichtmuseen in Massing und Finsterau ist der Zweckverband Niederbayerische Freilichtmuseen mit Sitz in Landshut. Dem kommunalen Zweckverband gehören neben dem mehrheitlich beteiligten Bezirk Niederbayern die Landkreise Rottal-Inn und Freyung-Grafenau sowie die Marktgemeinden Massing und Mauth an.

Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich: „Heimatverbundenheit gibt Halt“

Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich wünschte dem neuen Museumsleiter viel Glück und Erfolg bei der spannenden Aufgabe, die beiden Freilichtmuseen in die Zukunft zu führen. „Das Bewusstsein dafür, dass das Alte nicht wertlos, sondern ein wertvoller Teil der Heimatgeschichte ist, ist nicht selbstverständlich. Es muss gepflegt und immer wieder deutlich gemacht werden. Nicht weil wir in Niederbayern rückwärts gewandt wären, sondern weil uns Niederbayern auszeichnet, dass wir uns mit unserer Heimat verbunden fühlen. Das schafft gerade in der heutigen globalisierten und digitalisierten Welt Orientierung und Halt“, so Heinrich, der sich freut, einen „bestens qualifizierten Leiter für den traditionsreichen Zweckverband“ begrüßen zu können.

Das Freilichtmuseum Massing wurde 1969 als „Niederbayerisches Bauernhofmuseum Massing“ eröffnet und ist eines der ältesten seiner Art im Freistaat. Bauernhöfe aus dem Rottal, der Hallertau und dem Isartal eröffnen den Besucherinnen und Besuchern einen Einblick in das ländliche Leben vom 17. bis zum frühen 20. Jahrhundert. Sie zeigen, wie die Menschen auf dem Land damals lebten und wie deren Arbeitsalltag aussah. Im Freilichtmuseum Finsterau, dem Museum für das ländliche Siedlungswesen des Bayerischen Waldes,  gibt es neben typischen Bauernhöfen auch eine Dorfschmiede, eine Kapelle und ein Straßenwirtshaus.

 

– ch –

 

Fotos: Manuela Lang / Bezirk Niederbayern

 

Bildtext von links: Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich, Holger Peters, Geschäftsführer des Diakonischen Werks Landshut, Irmgard Kaltenstadler, Leiterin der Sozialverwaltung des Bezirks, Frank Baumgartner, Geschäftsführer von NANO, Christof Hartmann, Gesellschafter und 1. Vorsitzender des Elternverbands Autismus Regensburg

 

 

Ein Netzwerk für autistische Menschen

 

Weltweit sind etwa 0,9 % der Bevölkerung von einer Form der Autismus-Spektrum-Störungen betroffen. Autismus ist eine tiefgreifende Entwicklungsstörung, der genetisch-biologisch bedingte Besonderheiten des zentralen Nervensystems zugrunde liegen. Autistische Menschen haben insbesondere im Sozialverhalten und der Verarbeitung von Wahrnehmungen Schwierigkeiten. Autismus ist nicht heilbar, durch frühzeitige therapeutische und pädagogische Maßnahmen jedoch positiv zu verändern.

Unter anderem die finanzielle Förderung war Thema des Fachgesprächs, zu dem Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich Vertreter der Netzwerk Autismus Niederbayern-Oberpfalz GmbH (NANO) kürzlich empfing: Frank Baumgartner, Geschäftsführer von NANO, die Gesellschafter Christof Hartmann, 1. Vorsitzender des Elternverbands Autismus Regensburg, und Holger Peters, Geschäftsführer des Diakonischen Werks Landshut. Auch die Leiterin der Sozialverwaltung des Bezirks Niederbayern, Irmgard Kaltenstadler, nahm an der Gesprächsrunde teil, da der Bezirk in Union mit dem Freistaat die NANO-Beratungsstelle in Passau nach Maßgabe der Richtlinie für Überregionale Dienste der Offenen Behindertenarbeit finanziell fördert. 2019 waren dies vom Bezirk rund 100.000 Euro.

Die gemeinnützige Netzwerk Autismus Niederbayern/Oberpfalz GmbH unterhält eine Beratungs- und Koordinierungsstelle in Passau und Regensburg. Die Gesellschafter sind Träger mit vielen Einrichtungen und Diensten, auf deren bereits bestehenden Angeboten das 2008 gegründete Netzwerk aufgebaut werden konnte.

Allein in der Beratungsstelle in Passau wurden im Jahr 2019 rund 1.200 Menschen beraten und unterstützt, davon rund 150 Menschen mit diagnostizierter Autismuserkrankung. Im Vordergrund steht die Information zu Fragen der Lebensgestaltung, Unterstützung im Alltag oder auch die Weitervermittlung an zuständige Stellen. „Die kontinuierlich steigende Zahl von Beratungen in Passau und vor Ort bei den Betroffenen belegt: Das Beratungsangebot stößt auf große Zustimmung“ so Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich.

Wie in der Öffentlichkeit auf autistische Menschen oft reagiert wird, ist insbesondere für die Angehörigen sehr belastend. Das differenzierte Angebot von NANO ist deshalb für Menschen mit Autismus, deren Angehörige, Schulen oder auch Arbeitgeber unverzichtbar.

 

– ck –

 

Foto: Bezirk Niederbayern/Knott

 

Bildtext: Die Mitglieder des Bezirkstags von Niederbayern stimmen über den Bezirkshaushalt 2020 ab

 

 

Bezirkstag von Niederbayern verabschiedet Bezirkshaushalt 2020

Bezirksumlage bleibt konstant bei 20 Prozent

 

Einstimmig verabschiedeten die Mitglieder des XVI. Bezirkstags von Niederbayern (21 waren anwesend, 3 entschuldigt) am Mittwoch, 18.12.2019, den Bezirkshaushalt für das Jahr 2020 samt Anlagen; ebenfalls einstimmig den Haushalt der Kulturstiftung des Bezirks.

Das Gesamthaushaltsvolumen einschließlich Wirtschaftsplänen der Bezirkskrankenhäuser und Kulturstiftung beträgt 733,7 Mio. Euro (2019: 723 Mio. Euro) und steigt damit gegenüber dem Vorjahr um 1,5 %. Aus dem Verwaltungshaushalt mit insgesamt 498,6 Mio. Euro (2019: 500,5 Mio. Euro) fließen 439,1 Mio. Euro und damit fast 90 Prozent in die soziale Sicherung (2019: 442,9 Mio. Euro).

 

Bezirksumlage bleibt stabil

Die Bezirksumlage wird 2020 unverändert bei 20 Prozent liegen. Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich: „Wir freuen uns, dass trotz einer sich abschwächenden Konjunktur und erhebliche Risiken im Bereich „Soziale Sicherung“ die Umlage bei 20 Prozent stabil bleiben kann.“ Die Einnahmen aus der Bezirksumlage steigen um 3,5 % auf rund 311 Mio. Euro. Dies bedeutet für den Bezirk Niederbayern Mehreinnahmen von 10,4 Mio. Euro.

Mehreinnahmen in Höhe von 10,2 Mio. Euro können auch durch den Sozialhilfeausgleich nach Art. 15 FAG (Bayerisches Gesetz über den Finanzausgleich zwischen Staat, Gemeinden und Gemeindeverbänden) verbucht werden. Weil die Steigerung der Umlagekraft in Niederbayern weit unter dem bayernweiten Durchschnitt von 7,0 % liegt ergibt sich daraus für den Bezirk ein höherer Ausgleich als im Vorjahr und fällt für 2020 weit überdurchschnittlich aus.

„So erfreulich dies für das Jahr 2020 sein mag – uns muss bewusst sein, dass wir für 2021 nicht erneut mit diesen hohen Mehreinnahmen rechnen können“ so Heinrich in seiner Haushaltsrede.

 

Planungsrisiken bei den Ausgaben im Einzelplan 4 „Soziale Sicherung“

Erhebliche Unsicherheiten birgt der Einzelplan 4 „Soziale Sicherung“. Ein Grund hierfür ist die Umsetzung der 3. Stufe des Bundesteilhabegesetzes zum 01.01.2020 mit grundlegenden Änderungen – die größte Rechtsreform seit Einführung der Sozialgesetzbücher im Jahr 2005. Auch die Auswirkungen des 2020 in Kraft tretenden Angehörigenentlastungsgesetzes sind ungewiss.

Bei den jungen unbegleiteten Flüchtlingen wird von weiter rückläufigen Zahlen ausgegangen. Für das Jahr 2020 sind Ausgaben von 11,6 Mio. Euro eingeplant, denen Einnahmen von 5,4 Mio. Euro als Kostenerstattung durch den Freistaat Bayern gegenüberstehen. Gegenüber dem Vorjahr sind 2,2 Mio. Euro weniger aus dem allgemeinen Haushalt aufzubringen.

Dass der Zuschussbedarf im Einzelplan 4 mit 9,5 Mio. Euro relativ moderat auf 268,6 Mio. Euro steigt (2019: 259,1 Mio. Euro) ist durch die Mehreinnahmen aus den FAG-Mitteln und die geringeren Belastungen für die jungen unbegleiteten Flüchtlinge begründet. Denn mit den insgesamt 12,4 Mio. Euro können zu einem großen Teil Kostenmehrungen bei den „klassischen Hilfen“ von rund 21,9 Mio. Euro ausgeglichen werden, mit denen vor allem aufgrund der genannten Gesetzesänderungen zu rechnen ist.

 

Mittel der Kulturstiftung wie in den Vorjahren durch Niedrigzinsniveau beeinflusst

Wie in den Vorjahren wirken sich das Niedrigzinsniveau und die dadurch bedingten geringeren Erträge auf die Kulturstiftung aus. Rund 400.000 Euro stehen zur Erfüllung der Aufgaben laut Stiftungssatzung zur Verfügung; das Haushaltsvolumen 2020 insgesamt beläuft sich auf 1 Mio. Euro.

Die Wirtschaftspläne der kaufmännisch geführten Einrichtungen des Bezirks sind ausgeglichen bzw. weisen geringfügige Defizite oder Erträge aus. Die Zahlen im einzelnen:

  • Bezirksklinikum Mainkofen (einschl. Bezirkskrankenhaus Passau und Außenstellen):
    Erfolgsplan 124,8 Mio. Euro, Vermögensplan 15,2 Mio. Euro
  • Bezirkskrankenhaus Landshut (einschl. Bezirkskrankenhaus Passau und Außenstellen):
    Erfolgsplan 40,1 Mio. Euro, Vermögensplan 4,3 Mio. Euro
  • Bezirkskrankenhaus Straubing: Erfolgsplan 29,1 Mio. Euro, Vermögensplan 1,2 Mio. Euro
  • Sozialpsychiatrisches Zentrum Mainkofen: Erfolgsplan 7,1 Mio. Euro,
    Vermögensplan 100.000 Euro
  • Gutshof Mainkofen: Erfolgsplan 400.000 Euro, Vermögensplan 100.000 Euro

 

– ck –

 

Alle Reden und Zahlen zum Bezirkshaushalt 2020 unter www.bezirk-niederbayern.de/bezirkshaushalt-2020

 

Foto: Bezirk Niederbayern/Bäter

 

 

Bildtext: Stephan Schrottenbaum (r.), Leiter der Bundespolizeiinspektion Passau, sprach mit Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich.

 

 

„Es verdient höchsten Respekt, was Sie leisten“

Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich im Gespräch mit Stephan Schrottenbaum, dem Leiter der Bundespolizeinspektion Passau

 

Landshut. Polizeidirektor Stephan Schrottenbaum, der Leiter der Bundespolizeiinspektion (PI) Passau, war jetzt Gast in der Bezirkshauptverwaltung in Landshut. Bei einem Fachgespräch tauschte er sich mit Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich über die Bedeutung der Bundespolizei und deren umfangreiche  Aufgaben sowie aktuelle Themen aus. Dabei ging es unter anderem um das nach wie vor hohe Schleusungsaufkommen im Grenzbereich. Die Bundespolizeiinspektion Passau ist für ganz Niederbayern (mit Ausnahme des Landkreises Kelheim) zuständig. In der Region mit Revieren in Freyung, Zwiesel und Landshut sind aktuell rund 550 Bundespolizisten im Einsatz (350 allein in Passau) – Tendenz steigend. In Passau soll für die Bundespolizei, die bislang auf mehrere Standorte verteilt ist, eine neue Zentrale gebaut werden.

Schrottenbaum zufolge ist die Kontrollstelle an der Autobahn A3 einer der Tätigkeitsschwerpunkte. Seit der Einführung der 24-Stunden-Kontrolle am 15. Dezember 2016 seien dort insgesamt rund 1,6 Millionen Personen kontrolliert worden. Dabei seien sehr viele Straftaten wie unerlaubte Einreisen beziehungsweise  ein Verstoß gegen das Waffen- oder Betäubungsmittelgesetz festgestellt worden. Der Polizeidirektor: „Wir konnten auch viele Fahndungstreffer erzielen.“ Dazu gehörten beispielsweise offene Haftbefehle oder offene Strafen.

Bezirkstagspräsident Dr. Heinrich brachte seine Wertschätzung für die Arbeit der Bundespolizisten zum Ausdruck: „Es verdient höchsten Respekt, was Sie leisten. Die Gesellschaft kann sehr dankbar sein für das, was Sie tagtäglich tun. Sicherheit ist ein Grundbedürfnis eines jeden Menschen und zentrale Aufgabe des Staates. Die Bundespolizei leistet einen entscheidenden Beitrag für die Sicherheit in unserer Region.“

 

-ch-

 

Foto: Bezirk Niederbayern, Bäter

 

Bildtext: Freuen sich über die Eröffnung (v. l.): Stefan Eichmüller, Leiter des Bezirkskrankenhauses Landshut, und Prof. Dr. Hermann Spießl, der ärztliche Direktor, Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich und Landrätin Rita Röhrl, Dr. Roland Ebner, Leiter der Psychiatrischen Institutsambulanz Zwiesel, und Ärztin Dr. Marion Schwarz, Vorstand der Arberlandkliniken, Christian Schmitz, Claudia Knab, Pflegedirektorin am BKH Landshut und Dr. Norbert Dibbern, als kommissarischer Chefarzt am BKH Landshut.

 

 

Das Gegenteil des Berliner Flughafens

Eröffnung der Kinder- und Jugendpsychiatrie als Außenstelle in Zwiesel – Ärztlicher Leiter lobt phänomenale Teamleistung

 

Am Donnerstag wurde in der Arberlandklinik Zwiesel die Psychiatrische Institutsambulanz, Kinder- und Jugendpsychiatrie, als Außenstelle des Bezirkskrankenhauses Landshut eröffnet. Damit will der Bezirk Niederbayern seinem Versorgungsauftrag in bisher unterversorgten Regionen nachkommen.

Die fachärztliche Leitung liegt in den Händen von Oberarzt Dr. Roland Ebner, der bereits die KJP-Außenstelle im Donauisar Klinikum in Deggendorf leitet. Als „Glücksfall“ bezeichnete es Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich, dass man mit Dr. Marion Schwarz eine Ärztin gewinnen konnte, die bereits seit 20 Jahren in Zwiesel lebt. Komplettiert wird das Team durch einen Psychologen und Sozialpädagogen, einen Logopäden und Funktionstherapeuten sowie eine administrative Kraft.

Seit Anfang November läuft der Betrieb. In der Zeit wurden bereits über 30 Patienten behandelt. Dies zeige, wie groß der Bedarf vor Ort ist, so Heinrich, der außerdem eine aktuelle Studie der DAK zitierte. „Demnach haben hochgerechnet im Jahr 2017 rund 16.600 bayerische Schüler im Alter von 10 bis 17 Jahren an einer ärztlich diagnostizierten Depression gelitten. In circa 20.700 Fällen dokumentierten die Ärzte eine Angststörung.“ Dies seien nur die Diagnosen, die Dunkelziffer liege weit höher. „Wir hören immer wieder von Einrichtungen und Ärzten, dass sie den Bedarf bei weitem nicht mehr decken können. Der Bezirk will mit seinen Dezentralisierungsmaßnahmen eine Versorgungslücke schließen und niemandem Konkurrenz machen.“ Auch sei es nicht das Ziel, Gewinne zu erwirtschaften. Im besten Falle könne man eine schwarze Null erreichen. Im Hinblick darauf, dass Kinder und Jugendliche aber die „Basis“ sind, seien diese Investitionen eine zentrale Verbesserung in die Zukunft unserer Gesellschaft insgesamt.

Dieses Engagement des Bezirks wurde sowohl von der Regener Landrätin Rita Röhrl als auch vom Vorstand der Arberlandkliniken, Christian Schmitz, sehr gelobt. Allen Akteuren gemeinsam stellte der ärztliche Leiter Dr. Roland Ebner ein „phantastisches“ Zeugnis aus. „Zu erleben, dass so ein Projekt dermaßen schnell, effizient und kooperativ umgesetzt wurde, war phänomenal für mich und das gesamte Team. Das Gegenteil des Berliner Flughafens“, meinte er. Der Bezirk habe sowohl baulich als auch beim Personal investiert, obwohl die Genehmigung durch den Zulassungsausschuss noch nicht vorlag. Ein Risiko, das es jedoch wert gewesen sei. „Sonst würden wir hier vielleicht erst in zwei Jahren stehen.“

Dass in ihrer Stadt nun Familien mit betroffenen Kindern und Jugendlichen Hilfe bekommen, die sie dringend brauchen, darüber freuten sich auch die katholischen und evangelischen Seelsorger, die zuletzt dieser „segensreichen Einrichtung“ den kirchlichen Segen spendeten.

 

– ml –

 

Foto: Lang/Bezirk Niederbayern

 

Bildtext: Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich (r.) verabschiedete den Leiter der Niederbayerischen Freilichtmuseen in Finsterau und Massing, Dr. Martin Ortmeier.

 

Zweckverband verabschiedet Museumsleiter

Niederbayerische Freilichtmuseen blicken auf erfolgreiches Jahr zurück

 

Bei seiner Sitzung am Mittwoch in Mainkofen verabschiedete der Zweckverband Niederbayerische Freilichtmuseen Massing im Rottal und Finsterau im Bayer. Wald den langjährigen Museumsleiter Dr. Martin Ortmeier, der zum Jahresende in den Ruhestand eintritt. Er führte die Freilichtmuseen Massing und Finsterau seit über 30 Jahren und habe sich dort bleibende Verdienste erworben, so Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich. „In vielen Punkten tragen die beiden Einrichtungen Ihre Handschrift“, so Heinrich, der Ortmeier zum Abschied dankte, ihm alles Gute wünschte und ein Buchgeschenk überreichte.

Zuvor hatte der Leiter die Verbandsräte darüber informiert, dass es in Sachen Förderung für den Wiederaufbau des Paul-Friedl-Hauses Schwierigkeiten gibt. Die Regierung von Niederbayern als Prüfstelle wertete – entgegen der bisherigen Praxis – die Abtragung und Einlagerung als vorzeitigen Maßnahmenbeginn, was „förderschädlich“ sei. „Es gilt nun, noch mehr Fördermöglichkeiten zu untersuchen“, so der Bezirkstagspräsident, der zugleich betonte, dass das Projekt auf jeden Fall umgesetzt werde. Im Haushalt 2020 seien dafür 500.000 Euro eingestellt, genauso wie für den Neubau der Berta-Hummel-Sammlung in Massing.

Abgeschlossen ist hingegen die Baumaßnahme Denk-Haus in Finsterau, wo eine Haushaltsüberschreitung um rund 20.700 Euro zu verzeichnen war. Ebenso kostet die Baumaßnahme Hafnerhof in Massing mehr als ursprünglich gedacht. Seit der Planung im Jahr 2016 haben sich die Preise im Bauwesen massiv erhöht, so dass bis Ende der Maßnahme 2020 laut Architekt mit gut 160.000 Euro Mehrausgaben zu rechnen ist. Beide  Überschreitungen genehmigte die Verbandsversammlung einstimmig.

Insgesamt aber läuft es in beiden Museen sehr gut. Darüber berichteten die jeweiligen Betriebsleiterinnen. In Finsterau wurden bereits zum Ende der Herbstferien die Besucherzahlen des Vorjahres erreicht, wie Stephanie Herzig erläuterte. Während dort über 43.000 Gäste kamen, waren es in Massing knapp 40.000. Doch auch das ist ein Plus von mehr als 2000 Besuchern im Vergleich zu 2018. In beiden Einrichtungen haben sich auch die Umsätze im Café bzw. an der Museumskasse gesteigert.

Im Museum Finsterau wurde Ende August der Übernachtungs- und Sanitärbereich im Denk-Haus fertiggestellt, so dass seitdem bereits 180 Gäste übernachten konnten. Die museumspädagogischen Angebote für Kinder erfreuen sich sowohl in Finsterau als auch in Massing großer Beliebtheit und sollen 2020 weitergeführt werden. In Finsterau sollen die Literatur-Freitage, die heuer sehr erfolgreich gestartet sind, fortgeführt werden – auch im Hinblick auf das im Paul-Friedl-Haus geplante „Literaturhaus Bayerwald-Böhmerwald“. In Massing stehen indes einige Investitionen in das Museumswirtshaus sowie Heizungen und Elektrik in den weiteren Höfen an, die in die Jahre gekommen sind, wie Betriebsleiterin Sandra Maier berichtete. Im Zuge des Neubaus für die Berta-Hummel-Sammlung sei es jedoch sinnvoll – darin waren sich die Verbandsräte einig – zu prüfen, welche Maßnahmen aus Kostengründen parallel zum Neubau durchgeführt werden können.

 

Foto: Lang/ Bezirk Niederbayern