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Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich

Bildtext: Freuen sich über die Eröffnung (v. l.): Stefan Eichmüller, Leiter des Bezirkskrankenhauses Landshut, und Prof. Dr. Hermann Spießl, der ärztliche Direktor, Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich und Landrätin Rita Röhrl, Dr. Roland Ebner, Leiter der Psychiatrischen Institutsambulanz Zwiesel, und Ärztin Dr. Marion Schwarz, Vorstand der Arberlandkliniken, Christian Schmitz, Claudia Knab, Pflegedirektorin am BKH Landshut und Dr. Norbert Dibbern, als kommissarischer Chefarzt am BKH Landshut.

 

 

Das Gegenteil des Berliner Flughafens

Eröffnung der Kinder- und Jugendpsychiatrie als Außenstelle in Zwiesel – Ärztlicher Leiter lobt phänomenale Teamleistung

 

Am Donnerstag wurde in der Arberlandklinik Zwiesel die Psychiatrische Institutsambulanz, Kinder- und Jugendpsychiatrie, als Außenstelle des Bezirkskrankenhauses Landshut eröffnet. Damit will der Bezirk Niederbayern seinem Versorgungsauftrag in bisher unterversorgten Regionen nachkommen.

Die fachärztliche Leitung liegt in den Händen von Oberarzt Dr. Roland Ebner, der bereits die KJP-Außenstelle im Donauisar Klinikum in Deggendorf leitet. Als „Glücksfall“ bezeichnete es Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich, dass man mit Dr. Marion Schwarz eine Ärztin gewinnen konnte, die bereits seit 20 Jahren in Zwiesel lebt. Komplettiert wird das Team durch einen Psychologen und Sozialpädagogen, einen Logopäden und Funktionstherapeuten sowie eine administrative Kraft.

Seit Anfang November läuft der Betrieb. In der Zeit wurden bereits über 30 Patienten behandelt. Dies zeige, wie groß der Bedarf vor Ort ist, so Heinrich, der außerdem eine aktuelle Studie der DAK zitierte. „Demnach haben hochgerechnet im Jahr 2017 rund 16.600 bayerische Schüler im Alter von 10 bis 17 Jahren an einer ärztlich diagnostizierten Depression gelitten. In circa 20.700 Fällen dokumentierten die Ärzte eine Angststörung.“ Dies seien nur die Diagnosen, die Dunkelziffer liege weit höher. „Wir hören immer wieder von Einrichtungen und Ärzten, dass sie den Bedarf bei weitem nicht mehr decken können. Der Bezirk will mit seinen Dezentralisierungsmaßnahmen eine Versorgungslücke schließen und niemandem Konkurrenz machen.“ Auch sei es nicht das Ziel, Gewinne zu erwirtschaften. Im besten Falle könne man eine schwarze Null erreichen. Im Hinblick darauf, dass Kinder und Jugendliche aber die „Basis“ sind, seien diese Investitionen eine zentrale Verbesserung in die Zukunft unserer Gesellschaft insgesamt.

Dieses Engagement des Bezirks wurde sowohl von der Regener Landrätin Rita Röhrl als auch vom Vorstand der Arberlandkliniken, Christian Schmitz, sehr gelobt. Allen Akteuren gemeinsam stellte der ärztliche Leiter Dr. Roland Ebner ein „phantastisches“ Zeugnis aus. „Zu erleben, dass so ein Projekt dermaßen schnell, effizient und kooperativ umgesetzt wurde, war phänomenal für mich und das gesamte Team. Das Gegenteil des Berliner Flughafens“, meinte er. Der Bezirk habe sowohl baulich als auch beim Personal investiert, obwohl die Genehmigung durch den Zulassungsausschuss noch nicht vorlag. Ein Risiko, das es jedoch wert gewesen sei. „Sonst würden wir hier vielleicht erst in zwei Jahren stehen.“

Dass in ihrer Stadt nun Familien mit betroffenen Kindern und Jugendlichen Hilfe bekommen, die sie dringend brauchen, darüber freuten sich auch die katholischen und evangelischen Seelsorger, die zuletzt dieser „segensreichen Einrichtung“ den kirchlichen Segen spendeten.

 

– ml –

 

Foto: Lang/Bezirk Niederbayern

 

Bildtext: Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich (r.) verabschiedete den Leiter der Niederbayerischen Freilichtmuseen in Finsterau und Massing, Dr. Martin Ortmeier.

 

Zweckverband verabschiedet Museumsleiter

Niederbayerische Freilichtmuseen blicken auf erfolgreiches Jahr zurück

 

Bei seiner Sitzung am Mittwoch in Mainkofen verabschiedete der Zweckverband Niederbayerische Freilichtmuseen Massing im Rottal und Finsterau im Bayer. Wald den langjährigen Museumsleiter Dr. Martin Ortmeier, der zum Jahresende in den Ruhestand eintritt. Er führte die Freilichtmuseen Massing und Finsterau seit über 30 Jahren und habe sich dort bleibende Verdienste erworben, so Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich. „In vielen Punkten tragen die beiden Einrichtungen Ihre Handschrift“, so Heinrich, der Ortmeier zum Abschied dankte, ihm alles Gute wünschte und ein Buchgeschenk überreichte.

Zuvor hatte der Leiter die Verbandsräte darüber informiert, dass es in Sachen Förderung für den Wiederaufbau des Paul-Friedl-Hauses Schwierigkeiten gibt. Die Regierung von Niederbayern als Prüfstelle wertete – entgegen der bisherigen Praxis – die Abtragung und Einlagerung als vorzeitigen Maßnahmenbeginn, was „förderschädlich“ sei. „Es gilt nun, noch mehr Fördermöglichkeiten zu untersuchen“, so der Bezirkstagspräsident, der zugleich betonte, dass das Projekt auf jeden Fall umgesetzt werde. Im Haushalt 2020 seien dafür 500.000 Euro eingestellt, genauso wie für den Neubau der Berta-Hummel-Sammlung in Massing.

Abgeschlossen ist hingegen die Baumaßnahme Denk-Haus in Finsterau, wo eine Haushaltsüberschreitung um rund 20.700 Euro zu verzeichnen war. Ebenso kostet die Baumaßnahme Hafnerhof in Massing mehr als ursprünglich gedacht. Seit der Planung im Jahr 2016 haben sich die Preise im Bauwesen massiv erhöht, so dass bis Ende der Maßnahme 2020 laut Architekt mit gut 160.000 Euro Mehrausgaben zu rechnen ist. Beide  Überschreitungen genehmigte die Verbandsversammlung einstimmig.

Insgesamt aber läuft es in beiden Museen sehr gut. Darüber berichteten die jeweiligen Betriebsleiterinnen. In Finsterau wurden bereits zum Ende der Herbstferien die Besucherzahlen des Vorjahres erreicht, wie Stephanie Herzig erläuterte. Während dort über 43.000 Gäste kamen, waren es in Massing knapp 40.000. Doch auch das ist ein Plus von mehr als 2000 Besuchern im Vergleich zu 2018. In beiden Einrichtungen haben sich auch die Umsätze im Café bzw. an der Museumskasse gesteigert.

Im Museum Finsterau wurde Ende August der Übernachtungs- und Sanitärbereich im Denk-Haus fertiggestellt, so dass seitdem bereits 180 Gäste übernachten konnten. Die museumspädagogischen Angebote für Kinder erfreuen sich sowohl in Finsterau als auch in Massing großer Beliebtheit und sollen 2020 weitergeführt werden. In Finsterau sollen die Literatur-Freitage, die heuer sehr erfolgreich gestartet sind, fortgeführt werden – auch im Hinblick auf das im Paul-Friedl-Haus geplante „Literaturhaus Bayerwald-Böhmerwald“. In Massing stehen indes einige Investitionen in das Museumswirtshaus sowie Heizungen und Elektrik in den weiteren Höfen an, die in die Jahre gekommen sind, wie Betriebsleiterin Sandra Maier berichtete. Im Zuge des Neubaus für die Berta-Hummel-Sammlung sei es jedoch sinnvoll – darin waren sich die Verbandsräte einig – zu prüfen, welche Maßnahmen aus Kostengründen parallel zum Neubau durchgeführt werden können.

 

Foto: Lang/ Bezirk Niederbayern

 

Bildext: Im Abensberger Aventinum unterschrieben Bezirkstagspräsident Dr. Heinrich und Bürgermeister Dr. Brandl die Kooperationsvereinbarung zugunsten der niederbayerischen Museen. Im Bild (v. l): vorne Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich und Bürgermeister Dr. Uwe Brandl, dahinter Sonja Then, Bezirksheimatpfleger Dr. Max Seefelder, Museumsberaterin Cindy Drexl, Museumsleiterin Veronika Leikauf und Michaela Mallmann

 

Niederbayerische Museen machen Schule

Bezirk Niederbayern und Stadt Abensberg machen sich gemeinsam stark für niederbayerische Museen

 

Mit ihrer Unterschrift besiegelten Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich und Abensbergs Bürgermeister Dr. Uwe Brandl eine Kooperationsvereinbarung zugunsten der niederbayerischen Museumslandschaft: Gemeinsam sollen die niederbayerischen Museen durch Vernetzung und personelle Weiterqualifizierung voran gebracht werden. Im Zentrum der Kooperation steht das neue, in Abensberg angesiedelte Museumsschulungszentrum.

 

 Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich vollzog am „Stadtbaukasten“ nach, wie Museen Kindern Geschichte spiele

 

„Um die niederbayerischen Museen zu stärken, genehmigte der Kultur-, Jugend- und Sportausschuss unter dem Vorsitz von Bezirkstagsvizepräsident Dr. Thomas Pröckl bereits im März dieses Jahres eine Beratungs- und Koordinierungsstelle, die mit der Museumsexpertin Cindy Drexl besetzt wurde“, sagte der Bezirkstagspräsident.

Bezirksheimatpfleger Dr. Max Seefelder: „Bei einem Arbeitsgespräch mit niederbayerischen Museumsleitern im Kloster Metten wurde vor einigen Jahren deutlich, dass unsere heimische Museumslandschaft zwar attraktiv ist, aber auch, dass sie mehr Zusammenarbeit und Koordination benötigt.“ Dies zu erreichen, gelänge am besten auf Bezirksebene gemeinsam mit Kooperationspartnern.

Dazu Museumsberaterin Cindy Drexl: „Die Museen sollen durch eine gemeinsame Plattform zum gegenseitigen Austausch unterstützt werden. Die Stadt Abensberg stellt im Rahmen der Kooperation unter anderem Räumlichkeiten und Infrastruktur für Fortbildungen und Veranstaltungen kostenfrei zur Verfügung.“ Wichtig sei es, dass die Museen auch mit den niederbayerischen Schulen vernetzt werden. An entsprechenden Strukturen werde zurzeit gearbeitet. Zum Team des Museumsschulungszentrums gehören Veronika Leikauf, Leiterin des Stadtmuseums Abensberg, die Lehrkräfte Oberstudienrätin Michaela Mallmann und Seminarrektorin Sonja Then.

„Museen haben einen Bildungsauftrag, stellen historische Bezüge her und stiften Identität“, so Dr. Heinrich. „Wir müssen gerade das junge Publikum für Museen begeistern. Und das erreichen wir über gute museumspädagogische Programme, die zu den Lehrinhalten der verschiedenen Schulen passen.“

Wie ein solches, am Lehrplan der Schulen orientiertes Programm aussehen kann, demonstrierte Veronika Leikauf am Beispiel des sogenannten Stadtbaukastens. Vor einigen Jahren von Leikaufs Vorgänger Dr. Tobias Hammerl eingeführt, wird er seither erfolgreich eingesetzt. Damit würden Grundschüler lernen, wie Städte je nach Topografie im Mittelalter entstanden und wie sie sich weiter entwickelten. Theoretischer Unterricht würde so auf eine erlebbare Ebene gehoben werden, da die Kinder sich aktiv beteiligen können. „Dies ist ein innovativer Ansatz zur spielerischen Wissensvermittlung, der großen Spaß machen kann – das hat die bisherige Erfahrung in Abensberg schon sehr deutlich gezeigt“, merkte Bürgermeister Dr. Brandl an.

Bezirkstagspräsident Dr. Heinrich zeigte sich überzeugt, dass die Kooperation in Zukunft überaus positiven Einfluss auf die niederbayerische Museumslandschaft haben werde. „Wir wissen mit der Stadt Abensberg einen starken Partner an unserer Seite“, so Heinrich.

 

– sb –

 

Fotos: Bezirk Niederbayern, Bäter

 

Bildtext: Die Vorstandmitglieder der Arbeitsgemeinschaft Behindertenhilfe Niederbayern Peter Weiß (li), Geschäftsführer Sozialteam, und Thomas Hochbrückl, Geschäftsführer der Lebenshilfe Passau, im Gespräch mit Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich (re.)

 

Menschen mit Behinderung sollen selbstbestimmter leben

Vorsitzende der ARGE Behindertenhilfe und Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich tauschen sich aus

 

Seit 2017 gilt in Deutschland das neue Bundes-Teilhabe-Gesetz (BTHG). Es soll die UN-Behindertenrechtskonvention umsetzen und ermöglichen, dass Menschen mit Behinderung selbstbestimmter leben können. Das BTHG wird in vier Stufen eingeführt, zum 1. Januar  2020 tritt die dritte Stufe in Kraft. Leistungen sollen dabei stärker auf den persönlichen Bedarf des Einzelnen ausgerichtet werden. Für die Träger der Eingliederungshilfe und den Bezirk Niederbayern bedeutet die Umsetzung der komplexen Regelungen einen erheblichen Mehraufwand an Zeit und Personal. Bei einem Fachgespräch in der Bezirkshauptverwaltung in Landshut erörterte Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich mit den Vorsitzenden der ARGE Behindertenhilfe unter anderem die Umsetzung des Gesetzes.

Laut Heinrich wird der Bezirk in der Sozialverwaltung im kommenden Jahr mehr als 30 neue Stellen schaffen, um die mit dem BTHG verbundenen Aufgaben zu meistern. Thomas Hofbrückl, 1. Vorsitzender der ARGE und Geschäftsführer der Lebenshilfe Passau, sowie sein Stellvertreter Peter Weiß, Geschäftsführer Sozialteam Niederbayern in Regensburg, lobten ausdrücklich die „gute Zusammenarbeit und intensive Abstimmung“ zwischen dem Bezirk und den Trägern in einem für beide Seiten komplizierten und komplexen Prozess.

Die ARGE ist ein Zusammenschluss aller Träger, die im Bereich der Behindertenhilfe tätig sind. Die Initiative wurde 2011 auf Initiative der Lebenshilfen Niederbayerns und verschiedener katholischer Träger gegründet, um den Erfahrungsaustausch zu intensivieren, gemeinsame Positionen zu entwickeln und gemeinsame Interessen im Bereich der Behindertenhilfe insbesondere gegenüber dem Bezirk zu vertreten.

Aus dem Verwaltungshaushalt des Bezirks Niederbayern fließt mit 442,9 Millionen Euro der Löwenanteil (knapp 90 Prozent) in den Bereich Soziales, wobei die Aufwendungen für Leistungen im Rahmen der „Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung“ sowie die Aufwendungen für die „Hilfe zur Pflege“ an erster Stelle stehen.

Der Bezirkstagspräsident betonte, dass es wichtig sei, die Kultur des Zuhörens und des gegenseitigen Austausches beizubehalten – gerade auch mit Blick auf die Zukunft, in der der Druck durch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wohl wachsen werde. Heinrich: „Dem Bezirk Niederbayern und mir als dessen Präsident liegt ein steter Dialog sehr am Herzen.“ Die Herausforderung werde es sein, das bestehende soziale Netz auch in Zukunft weiter knüpfen zu können, nicht nur personell, sondern auch finanziell.

 

-ch-

 

Bildquelle: Bezirk Niederbayern, Bäter

 

Bildtext: Freuen sich über den neuen Hochschulführer der Europaregion Donau-Moldau: Von links Regionalmanager Stefan Schuster, Bezirkstagspräsident  Dr. Olaf Heinrich, die Direktorin des Gymnasiums Freyung Barbara Zethner, stellvertretende Landrätin Renate Cerny, Regionale Kontaktstelle Europaregion Donau-Moldau Barbara Daferner und die Oberstufenkoordinatoren Oberstufenlehrkräfte Thomas Fuchs und Markus Klapper.

 

 

Studieren im Dreiländereck

Neuer Hochschulführer der Europaregion Donau-Moldau

 

Gar nicht so leicht, aus den vielen Studienangeboten das Passende herauszusuchen und zu entscheiden, was, aber auch wo man studieren möchte. Viele Möglichkeiten, auch grenzüberschreitend, sind den jungen Menschen oft gar nicht bekannt. Hilfestellung kann der neue Hochschulführer der Europaregion Donau-Moldau schaffen. Er wurde nun in Freyung von Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich vorgestellt.

Ehemals Studierende berichten Schülern von ihrem Studium und dürfen mit Fragen gelöchert werden. Das ist das Prinzip des Berufsinformationstags, der am Gymnasium Freyung stattfand und über 500 Schüler aus den drei Landkreisgymnasien anlockte. Eröffnet wurde der Aktionstag, der vom Regionalmanagement und der Europaregion Donau-Moldau mitorganisiert wird, von Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich. Heinrich unterstrich die Bedeutung so eines Tages, um Informationen aus erster Hand zu geben und den künftig Studierenden die Entscheidung zu erleichtern.

Am Stand der Europaregion stellte der Bezirkstagspräsident zusammen mit Barbara Daferner, Projektmanagerin bei der Europaregion Donau-Moldau, Regionalmanager Stefan Schuster, Barbara Zethner, Schulleiterin am Gymnasium Freyung, stellvertretender Landrätin Renate Czerny und den Oberstufenkoordinatoren Thomas Fuchs und Markus Klapper den Hochschulführer jetzt vor.

Die neue Broschüre, in vierter Auflage von 2 000 Exemplaren in Deutsch und 1 000 in Tschechisch, präsentiert auf 144 Seiten die Universitäten und Hochschulen im Raum der Europaregion und umfasst somit die Angebote aus sieben Regionen in Bayern, Tschechien und Österreich. Das Layout ist ganz neu. „Wir zeigen, welches Potenzial die Region hat, und stellen zusammen, was viele gar nicht gewusst haben“, erklärt Barbara Daferner, die die Broschüre erstellt hat. Insgesamt werden 56 Einrichtungen präsentiert, alle sehr ausführlich. Diese umfassen rund 200 000 Studenten und mehr als 1 000 Studienprogramme. Enthalten sind auch Informationen zum Studienangebot, zur Hochschule an sich und zu den Forschungsschwerpunkten. „Es ist großartig, welch breite Hochschullandschaft unsere Regionen aufweisen. Um hier den richtigen Überblick zu bekommen, ist der Hochschulführer unverzichtbar“, so Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich.

Die Broschüre kann kostenlos über die regionalen Kontaktstellen der Europaregion bestellt werden. (www.europaregion.org/kontakt.html)

 

-mb-

 

Bildquelle: Bezirk Niederbayern, Bäumel-Schachtner

 

Bildtext: Zum Fachgespräch ‚Bildende Kunst in Niederbayern‘ hatte Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich (re.) eingeladen: Huber Huber, Vorsitzender des Berufsverbandes Bildender Künstler Niederbayern (2. v. r.), Roland Pongratz, musikalischer Leiter der Volksmusikakademie in Bayern, und Veronika Keglmaier, Kulturreferentin beim Bezirk Niederbayern

 

 

„Kultur ist wichtig für unsere Gesellschaft“

Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich lud zum Fachgespräch mit dem Berufsverband Bildender Künstler Niederbayern

 

Rund um aktuelle und potentielle neue Anknüpfungspunkte drehte sich das Gespräch, zu dem Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich den Vorsitzenden des Berufsverbands Bildender Künstler (BBK) Niederbayern, Hubert Huber, eingeladen hatte. Zum fachlichen Austausch gekommen waren auch Roland Pongratz, musikalischer Leiter der Freyunger ‚Volksmusikakademie in Bayern‘ und Veronika Keglmaier, Kulturreferentin beim Bezirk Niederbayern. Eines der aktuellen gemeinsamen Projekte von Bezirk und BBK ist der ‚Tag des offenen Ateliers‘, der alle zwei Jahre gemeinsam in Niederbayern veranstaltet wird und an dem sich jeweils über 170 Künstlerinnen und Künstler beteiligen.

Geplant sei ein Kunstprojekt in der Volksmusikakademie, so Roland Pongratz. Ab 14. November werde die erste Ausstellung der Stadt Freyung mit Werken der Landshuter Künstlerin Christine Rieck-Sonntag unter dem Titel ‚Saitensprünge‘ stattfinden. Ziel seien Ausstellungen im Halbjahresturnus mit Künstlern aus den niederbayerischen Landkreisen und kreisfreien Städten. Die ausstellenden Künstler sollten von einer Fachjury bestehend aus BBK-Mitgliedern und Kulturreferenten ausgewählt werden.

 

Kunst näher zu den Menschen bringen

Im weiteren Verlauf des Gesprächs wurde eine weitere spannende Projektidee diskutiert: eine Artothek des Bezirk Niederbayern. Dabei würden Kunstwerke im Besitz des Bezirks für einen definierten Zeitraum an niederbayerische Bürger ausgeliehen und so der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Dafür macht sich auch der Vorsitzende des Kulturausschusses des Bezirks, Bezirkstagsvizepräsident Dr. Thomas Pröckl stark.

Derzeit befasst sich das Kulturreferat mit der Erfassung und Dokumentation aller Kunstwerke im Besitz des Bezirks. Dieser Bestand könne die Basis für eine Artothek sein, so Veronika Keglmaier. „Kultur ist wichtig für die Gesellschaft und daher sollte Kunst nicht nur gedanklich, sondern auch physisch näher zu den Menschen gebracht werden“, sagte Bezirkstagspräsident Heinrich. Durch regelmäßige Ankäufe könne dieser Bestand erweitert werden.

 

Sicherung des Arbeitsplatzes ‚Kunst‘

Hubert Huber brachte ein Anliegen vor, dass ihm schon lange am Herzen liege: „Kunst am Bau gerät insbesondere in Bayern immer mehr in den Hintergrund. Dabei ist dies ein integrales Element der Baukultur in Deutschland.“ Es gäbe eine Richtlinie des Bundes für öffentliche Bauherren, so Huber weiter. Sie enthalte eine Empfehlung, die je nach Größe der Baumaßnahme bis zu zwei Prozent der Bauwerkskosten als Investition für ein Kunstwerk vorsehe. Dass ‚Kunst am Bau‘ nur noch selten zum Tragen komme, würde sich spürbar negativ auf die wirtschaftliche Situation von Künstlern auswirken.

 

– sb –

 

Foto: Bezirk Niederbayern, Bäter

 

Bildtext: Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich (li.) verabschiedete sich vorläufig beim scheidenden Schulleiter der Fachschule für ökologischen Landbau Johann Schneck.

 

Lehrer und Landwirt mit Leib und Seele

Leiter der „Ökoschule“ in Landshut-Schönbrunn geht in den Ruhestand

 

Am 27. September wird Schuldirektor Johann Schneck den Staffelstab an seinen Nachfolger Michael Lobinger vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Landshut, übergeben. Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich war es schon im Vorfeld ein Anliegen, sich persönlich vom Leiter der staatlichen Fachschule für Agrarwirtschaft, Fachrichtung ökologischer Landbau, zu verabschieden. Er besuchte den Landwirtschaftsdirektor wenige Tage bevor dieser in den Ruhestand geht in der Bildungseinrichtung am Agrarbildungszentrum Landshut-Schönbrunn.

Fast 30 Jahre war Schneck an der Schule tätig, die von den Studierenden meist nur ‚Ökoschule‘ genannt wird, davon über 12 Jahre lang als Schulleiter. Seit 1988 ist der Bezirk Niederbayern Sachaufwandsträger der Schule. Seither hat Schneck bewegte Zeiten erlebt – Zeiten in denen der Biolandbau als Nische galt und teilweise sogar belächelt wurde. Heute sei der ökologische Landbau „massiv im Aufwind“, erzählt Schneck im Gespräch mit Heinrich. Zwischen 1998 und 2003 habe er rund 500 landwirtschaftliche Betriebe bei der Umstellung von konventioneller zu ökologischer Bewirtschaftung beraten, so Schneck. „Herr Schneck hat damit sichtbare Spuren in der niederbayerischen Landwirtschaft hinterlassen“, stellte der Bezirkstagspräsident anerkennend fest.

Während seiner Zeit als Schulleiter hat Schneck zahlreiche Projekte mit viel Leidenschaft vorangetrieben. Besonders wichtig war ihm das Versuchsfeld am Agrarbildungszentrum Landshut-Schönbrunn, auf dem ständig verschiedene Projekte der Ökoschule beziehungsweise der Studierenden liefen wie etwa Vergleiche von Öl- oder Eiweißpflanzen. Mit den Versuchsfeldführungen, die jedes Jahr im Sommer stattfinden und die frei zugänglich sind, bezog er die Öffentlichkeit mit ein und informierte über Techniken und neueste Erkenntnisse im Ökolandbau. Das öffentliche Interesse an den Führungen ist im Laufe der Jahre permanent gestiegen, sodass inzwischen jeweils über 100 Interessierte daran teilnehmen.

Johann Schneck geht zum 1. Oktober 2019 in die Freistellungsphase der Altersteilzeit. Dann wolle er sich mehr seiner Familie widmen und sich um seinen Wald und seine Streuobstwiese kümmern. „Ich bedanke mich auch im Namen des niederbayerischen Bezirkstags für ihr außerordentliches Engagement und ihr großes Geschick, das sie stets zugunsten der Meisteranwärter der Fachrichtung ökologischer Landbau eingesetzt haben. Obwohl wir sie als Schulleiter verlieren, hoffe ich, dass uns ihr enormer Erfahrungsschatz erhalten bleibt“, sagte Heinrich und übergab ein Geschenk zum Abschied. Dieser wird jedoch kein endgültiger sein: Johann Schneck stimmte der Bitte des Bezirkstagspräsidenten zu, eine Beraterfunktion für den Bezirk Niederbayern zu wichtigen Belangen des ökologischen Landbaus einzunehmen.

 

– sb –

 

Foto: Bezirk Niederbayern, Bäter

 

Bildtext: Hier soll die kombinierte Grund- und Förderschule entstehen: Zweite Bürgermeisterin Hannelore Langwieser zeigt Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich das Grundstück. Auch CSU-Schriftführer Alfons Ziegler unterstützt die Pläne.

 

 

Anders sein ist selbstverständlich: Förderschule und Grundschule sollen unter ein Dach

 

Es ist ganz normal, anders zu sein. Dies will Inklusion vermitteln. Geht es nach den Plänen der Stadt Mainburg, so werden im Ortsteil Sandelzhausen in wenigen Jahren einmal nichtbehinderte Kinder mit Kindern mit Handicap ein gemeinsames Schulhaus besuchen. Berührungsängste abbauen, den anderen so sein lassen, wie er ist – dies liegt dem Konzept zugrunde. Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich besuchte nun zweite Bürgermeisterin Hannelore Langwieser, um sich die Pläne erörtern zu lassen, und begrüßte diese sehr.

„Das ist das Grundstück“: Hannelore Langwieser zeigt auf eine noch mit Mais bewachsene Fläche in Sandelzhausen. Da die Grundschule in die Jahre gekommen ist und eine Sanierung sehr kostspielig wäre, hat sich die Gemeinde zu einem Neubau für die Schule entschieden. Auch ein Bürgerentscheid hat diesen Entschluss gefestigt. Aber auch die Prälat-Michael-Thaller-Schule, die Kinder mit besonderem Förderbedarf unterrichtet, braucht neue Räumlichkeiten. „So kamen wir darauf, dass beide eigentlich zusammen unter ein Dach ziehen könnten“, erklärte Langwieser dem Bezirkstagspräsidenten. „Beide Einrichtungen sind sehr angetan und wollen das mittragen, die Schulleiter verstehen sich sehr gut.“

Die Grundidee: Eigenständigkeit für die beiden Schulen so viel wie nötig, Zusammenarbeit und Berührungspunkte so viel wie möglich. Die Schüler sollen lernen, dass Kinder, die anders sind, eine Selbstverständlichkeit darstellen. Barrieren sollen abgebaut oder gar nicht erst errichtet werden.

Für den möglichen Bau des Gebäudes ist der Freistaat zuständig, doch der Bezirkstagspräsident hieß die gemeinsamen Maßnahmen sehr willkommen: „Solche Modelle gibt es bei uns höchst selten. Es wäre ein Musterbeispiel von gelebter Inklusion und ein absolutes Modellprojekt. Der Ansatz ist außergewöhnlich.“ Langwieser habe hier in den vergangenen Jahren als ehemalige Behindertenbeauftragte des Bezirks Niederbayern viel Wissen gesammelt und mit Herzblut agiert. „Ich würde mich freuen, wenn das Projekt zügig umgesetzt werden würde“, so Heinrich. Ein Bebauungsplan könne nach eigenen Erfahrungen binnen sechs Monate aufgestellt werden.

 

– mbs –

 

Foto: Bezirk Niederbayern, Bäumel-Schachtner

 

Pressemitteilung
Landshut, 22. September 2019
Gendern: Alles bleibt wie bisher
Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich widerspricht der Darstellung der Niederbayern-AfD
Landshut. In den sozialen Netzwerken sorgte am Wochenende eine Behauptung der AfD Niederbayern für Aufregung, in der es hieß, dass sie auf einen Antrag des Bezirksrates Fabio Sicker dafür gesorgt hätte, dass kein „Genderwahnsinn“ im Schriftverkehr des Bezirkes eingeführt werde. Dieser Falschdarstellung widerspricht Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich. „Es gab diesen Antrag, der sinngemäß zwei Punkte enthielt: Zum Einen, dass der Bezirk selbst nicht gendern solle, zum Anderen, alle Verbände oder Vereine, die diese Sprache verwenden und die Zuschüsse des Bezirks erhalten, zu sanktionieren.“
Die überwiegende Mehrheit der Mitglieder im Bezirksausschuss seien sich einig gewesen, dass Sanktionen gegenüber Verbänden nicht in Frage kommen. Der Antrag wurde daraufhin von der AfD zurückgezogen.
Heinrich stellte eine eigene Formulierung zur Abstimmung, die lautete, dass der Bezirk weiterhin die bisherige Schreibweise verwenden werde. Dieser wurde einstimmig (CSU, SPD,  FW,  GRÜNE,  FDP,  AfD)  angenommen. Über den ursprünglichen Antrag wurde gar nicht mehr abgestimmt.
„Wir führen also keinen Gender-Stern oder Ähnliches ein, formulieren aber weiterhin so, dass wir alle Geschlechter gleichberechtigt miteinbeziehen“, so Heinrich, der in diesem Zusammenhang auch auf Sprachwissenschaftler verweist, die dies für ausreichend halten.
Mit der Darstellung der AfD haben die realen Vorgänge nichts zu tun. Wer an sachlicher, konstruktiver Zusammenarbeit interessiert ist, könne den Verlauf der Sitzung nicht so verzerrt darstellen.

Eine eigene Polizeiakademie für Niederbayern

Vertreter der Gewerkschaft der Polizei zu Besuch bei Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich

 

Die niederbayerische Polizei benötigt eine regionale Ausbildungsstätte für Polizeianwärter. Vertreter der Bezirksgruppe Niederbayern der Gewerkschaft der Polizei (GdP) und Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich plädierten bei einem Fachgespräch in der Bezirkshauptverwaltung in Landshut für eine rasche konkrete Umsetzung der Beschlüsse der Bayerischen Staatsregierung. Andreas Holzhausen, der Vorsitzende der GdP-Bezirksgruppe, sagte Niederbayern sei neben Oberfranken der einzige bayerische Regierungsbezirk ohne eigene Anwärterausbildung. Für die Anwärter bedeute dies nicht selten, dass sie weite Wege in benachbarte Regierungsbezirke zurücklegen müssten. Für viele Jugendliche sei bei der Berufswahl mit ausschlaggebend, ob sie die jeweilige Ausbildung in der Nähe ihres Heimatortes absolvieren können oder nicht

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann hatte erst vor wenigen Wochen öffentlich bekräftigt, dass der Freistaat zu seiner Zusage stehe, in Freyung eine Polizeianwärterausbildung aufzubauen. Die Staatsregierung hatte bereits vor gut zweieinhalb Jahren auf einer Kabinettsklausur für den Standort votiert. Geplant sind eine Einrichtung mit 160 Seminarplätzen und ein Trainingszentrum für Spezialkräfte der bayerischen Polizei.

 

-ch-

 

Foto: Bezirk Niederbayern, Sabine Bäter