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BBU

Eine Projektgruppe der Realschule Landshut besuchte am heutigen Samstag das Umweltzentrum am Neckarplatz und interviewte die Projektleiterin 1. Landshuter Kilmawald des Landshuter Umweltzentrum e.V., sowie den Initiator der Landshuter Umweltmessen und des 1. Landshuter Klimawaldes, Stadtrat Rudolf Schnur.
Während Elvira Schindelbeck, die einmal mehr als Waldelfe verkleidet war einen Einblick in die Arbeit für den Klimawald gab und die diesjährigen erfolgreichen Aktivitäten Revue passieren lies, erläuterte Schnur die bestehenden Vernetzungen mit europaweit agierenden Umwelt- und Verbraucherschutzorganisationen und die Themenvielfalt, die seit 15 Jahren im Umweltzentrum bearbeitet wurde und wird.
Unter anderem entstand im Laufe der Zeit die Landshuter Umweltmesse, der 1. Landshuter Klimawald und der Landshuter Klima- und Umweltschutzpreis unter dem Vorsitz von Andrea Lapper und Rudolf Schnur. Die meisten Aktivitäten erfolgen nach wie vor im Ehrenamt und haben bereits begonnen als andere noch keine Notwendigkeit sahen und geringschätzig auf das Engagement blickten.
Schindelbeck und Schnur zeigten sich über das Interesse der Jugend sehr erfreut und boten Unterstützung für deren Projekte an.
Als nächstes will man sich am Pflanztag im 1. Landshuter Klimawald in der Münchnerau am Samstag, 26.10.2019 ab 10 Uhr wieder sehen und gemeinsam aktiv werden.

Jodtabletten: Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
AKW und Uranfabriken stilllegen – Uranexporte stoppen!

(Bonn, Berlin, 22.08.2019) Anlässlich des aktuellen Einkaufs von rund 190 Millionen

Jodtabletten durch das Bundesamt für Strahlenschutz hat der Bundesverband

Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) in einer ersten Stellungnahme erneut die

sofortige Stilllegung aller Atomkraftwerke und sonstiger Atomanlagen in der

Bundesrepublik gefordert. Zudem fordert der BBU, dass sich die Bundesregierung

gemeinsam mit den Landesregierungen massiv für die Stilllegung der AKW und

Atomfabriken in ganz Europa – und anderswo – einsetzen soll.

Am Donnerstag (22.08.2019) wurde bekannt, dass das Bundesamt für Strahlenschutz in

Österreich 190 Millionen Jodtabletten bestellt hat, die im Ernstfall zum Schutz vor

Schilddrüsenkrebs eingenommen werden sollen. Eine rechtzeitige Einnahme der

Jodtabletten soll nach einem schweren Atomunfall verhindern, dass sich radioaktives Jod

in der Schilddrüse von betroffenen Menschen einlagert.

Udo Buchholz vom BBU-Vorstand bezeichnet die Verteilung von Jod-Tabletten als

Maßnahme gegen AKW-Unfälle für unzureichend, da die Tabletten maximal vor

Schilddrüsenkrebs schützen. Notwendig ist das sofortige und dauerhafte Abschalten aller

Atomkraftwerke. „Und die Bundesregierung muss endlich die Uranfabriken in Gronau und

Lingen stoppen, die ständig Nuklearbrennstoff für hochgefährliche Atomkraftwerke in

Belgien, Frankreich und in anderen Ländern produzieren und exportieren. Die rechtliche

Handhabe zur Stilllegung der Uranfabriken hat die Bundesregierung“, betont Udo

Buchholz.

Jodtablettenverteilung in den Niederlanden wegen AKW Lingen 2 im Emsland

Der BBU kritisiert, dass die Bundesregierung und das Bundesamt für Strahlenschutz die

hiesigen Atomkraftwerke als sicher bezeichnen. Die Anschaffung der neuen Jodtabletten

wird mit möglichen Störfällen in grenznahen Atomkraftwerken anderer Länder begründet.

„In den Niederlanden sieht es umgekehrt aus und es wurden bereits Jodtabletten mit

Hinweis auf das AKW Lingen 2 verteilt“, so Udo Buchholz.

https://www.dvhn.nl/extra/Waarom-182.597-Groningse-en-Drentse-kinderen-jodiumpillenkrijgen-22545004.html

Weiterhin kritisiert der BBU, dass völlig unklar ist, wer im Ernstfall die Tabletten zugeteilt

bekommt und wie die rechtzeitige Verteilung erfolgen soll. In einer Veröffentlichung des

Bundesamtes für Strahlenschutz hieß es Ende Dezember 2018 dazu, dass in der Nähe

von Atomkraftwerken Jodtabletten bereits an alle Haushalte vorverteilt wurden oder in

Rathäusern oder Feuerwehrhäusern gelagert werden. Die Bevölkerung soll dann durch

Aufruf in den Medien aufgefordert werden, die Tabletten in den Ausgabestellen abzuholen.

http://www.bfs.de/DE/themen/ion/notfallschutz/notfall/fukushima/jodblockade.html

Udo Buchholz vom BBU-Vorstand fragt sich, „wie im Ernstfall die Jodtabletten im Ernstfall

aus den Lagerräumen geholt werden sollen. Bei einem Atomunfall mit radioaktiven

Freisetzungen wird es sicherlich auch Warnungen geben, Gebäude und Wohnungen nicht

zu verlassen.“

Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker …

Der BBU weist zudem darauf hin, dass laut Bundesamt für Strahlenschutz„ die Einnahme der hochdosierten Jodtabletten auch mit gesundheitlichen Risiken verbunden (ist…).

Personen, bei denen eine Schilddrüsenerkrankung bekannt ist, sollten Jodtabletten erst nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt einnehmen.“ Auch da ist laut BBU fraglich, wie und wo sich im Ernstfall alle Betroffenen ärztlichen Rat einholen können, wenn aus ihre Häuser ggf. nicht verlassen sollen.

Weitere Informationen zum Thema aus ärztlicher Sicht:

https://www.ippnw.de/atomenergie/artikel/de/ippnw-begruesst-jodtabletten-vorvert.html

Engagement unterstützen

Informationen über den BBU und seine Aktivitäten gibt es im Internet unter http://www.bbu-online.de und telefonisch unter 0228-214032.

Die Facebook-Adresse lautet www.facebook.com/BBU72. Postanschrift: BBU, Prinz-Albert-Str. 55, 53113 Bonn.

Der BBU ist der Dachverband zahlreicher Bürgerinitiativen, Umweltverbände und Einzelmitglieder. Er wurde 1972 gegründet und hat seinen Sitz in Bonn. Weitere Umweltgruppen, Aktionsbündnisse und engagierte Privatpersonen sind aufgerufen, dem BBU beizutreten um die themenübergreifende Vernetzung der Umweltschutzbewegung zu verstärken. Der BBU engagiert sich u. a. für menschen- und umweltfreundliche Verkehrskonzepte, für den sofortigen und weltweiten Atomausstieg, gegen die gefährliche CO2-Endlagerung, gegen Fracking und für umweltfreundliche Energiequellen.

BBU-Pressemitteilung
06.12.2018

(Bonn, Hannover, Lingen, 06.12.2018) Nach dem zweiten Vorkommnis innerhalb weniger Wochen in der Brennelementefabrik in Lingen (Emsland / Niedersachsen) fordert der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) Konsequenzen. Aus Sicht des BBU ist der Anlagenbetrieb nicht länger hinnehmbar, die sofortige Stilllegung der bundesweit einzigartigen Atomfabrik ist erforderlich. Der BBU kritisiert, dass die Landesregierung in Hannover in der Vergangenheit nicht angemessen gehandelt hat, obwohl es immer wieder zu Pannen und Störfällen in der umstrittenen Anlage kam und kommt. Nach vielfältigen Protesten aus dem In- und Ausland befasst sich derzeit immerhin auch der Bundestag mit der Zukunft der Atomfabrik in Lingen, in der auch Nuklearbrennstoff für Atomkraftwerke in Belgien, in der Schweiz und in anderen Ländern hergestellt wird. Im Oktober hat in Berlin eine Anhörung des Umweltausschusses des Bundestages über die Zukunft der Uranfabriken in Gronau und Lingen stattgefunden.

https://bbu-online.de/presseerklaerungen/prmitteilungen/PR%202018/17.10.18.pdf

Hintergrund des jüngsten meldepflichtigen Ereignisses in der Brennelementefabrik sind Risse, die an einem Reaktionsbehälter in der Trockenkonversionsanlage festgestellt wurden. Dies gab das Niedersächsische Umweltministerium am 4. Dezember 2018 bekannt.

http://www.umwelt.niedersachsen.de/aktuelles/pressemitteilungen/meldepflichtiges-ereignis-in-der-brennelementfertigungsanlage-in-lingen-171902.html

In einem Betriebsbericht (veröffentlicht in einer Anzeige in der Lingener Tagespost) teilten die Anlagenbetreiber mit, dass die Risse am 27. November 2018 festgestellt wurden.

Schon Anfang November 2018 wurde festgestellt, dass es in der Trockenkonversionsanlage zu Feuchtigkeitsansammlungen gekommen war. Udo Buchholz vom Vorstand des BBU fragt sich, ob die jetzt festgestellten Risse nicht schon spätestens Anfang November hätten auffallen müssen.

Der BBU kritisiert, dass die Landesregierung in Hannover nicht aktiv wird, um den Betrieb der Lingener Atomfabrik zu stoppen. Für den engagierten Umweltverband, in dem auch der Elternverein Restrisiko Emsland organisiert ist, ist der weitere Betrieb der Anlage nicht hinnehmbar. „Ministerpräsident Stephan Weil und Umweltminister Olaf Lies müssen endlich die Stilllegung der Anlage sowie eine Absicherung der dort Beschäftigten einleiten“, fordert BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz

Die Atomfabrik der Framatome-Tochter Advanced Nuclear Fuels GmbH (ANF) arbeit mit verschiedenen Urankomponenten und fertigt in Lingen Uran-Brennelemente für Druckwasser- und Siedewasserreaktoren. Damit garantiert das französische Unternehmen mit dem Anlagenbetrieb in Lingen den Weiterbetrieb von Atomkraftwerken und ist direkt verantwortlich für den stetig wachsenden Atommüllberg.

Der BBU, der Elternverein Restrisiko Emsland und weitere regionale Akteure wie der Arbeitskreis Umwelt Schüttorf, der Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau und das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen werden mit ihrer Forderung nach sofortiger Stilllegung der Brennelementefabrik – und auch des AKW Lingen 2 – breit unterstützt. Die „Lingen-Resolution“, in der die sofortige Stilllegung des AKW „Emsland“ und der Brennelementefabrik Lingen gefordert wird, wird inzwischen von mehr als 350 Initiativen und Verbänden unterstützt. https://bbu-online.de. Weitere Initiativen und Verbände können die Resolution noch mitunterschreiben.

Direktlink zur Resolution: https://bbu-online.de/AK%20Energie/Aktuelles%20AK%20Energie/Lingen-Resolution%2018.pdf

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Zur Finanzierung seines vielfältigen Engagements bittet der BBU um Spenden aus den Reihen der Bevölkerung. Spendenkonto: BBU, Sparkasse Bonn, IBAN: DE62370501980019002666, SWIFT-BIC: COLSDE33.

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Foto: Anti-Atomkraft-Mahnwache in Lingen am 13.09.2017

Foto Lingen Mahnwache 13.9.17 anläßlich es Merkelbesuchs in Lingen, BBU-Transpa-Ausschnitt (C.B.).jpg

SCHARFE KRITIK DES BBU:

Gesetzentwurf der Bundesregierung zu Diesel-Fahrverboten ist ein Anschlag auf den Immissionsschutz

Auf scharfe Kritik des Bundesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU e.V.) ist der neueste Entwurf der Bundesregierung zur Änderung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes gestoßen. Mit diesem Gesetzentwurf, der sich derzeit in der Verbändeanhörung befindet, soll ein Ausschluss von Fahrverboten für Dieselfahrzeuge auch bei erheblicher Überschreitung der Immissionsgrenzwerte in den Städten festgelegt werden. Der BBU kritisiert den Gesetzentwurf als Anschlag auf den Immissionsschutz und einmaligen, skandalösen Vorgang. Dabei zielt die Kritik des Umweltverbandes sowohl auf den Inhalt des Gesetzesentwurfs wie auch die Fristsetzung zur Stellungnahme, die keine in die Tiefe gehende Darlegung ermöglicht. Trotzdem hat der BBU dem Bundes-Umweltministerium eine Kurzstellungnahme übermittelt.

Oliver Kalusch vom Geschäftsführenden Vorstand des BBU erklärt dazu: „Es ist ein absoluter Tiefpunkt der Luftreinhaltepolitik, auf den die Bundesregierung und die undes-Umweltministerin zusteuern. So soll ein Diesel-Fahrverbot grundsätzlich usgeschlossen sein, wenn ein Immissionsgrenzwert von 50 mg/m³ für Stickoxide icht überschritten wird. Der gesetzliche Grenzwert in der Außenluft liegt bei 40mg/m³. Da dieser ohne Fahrverbote derzeit nicht zu erreichen ist, würde der renzwert damit faktisch um 25 % erhöht. Das ist einmaliger, skandalöser Vorgang.“

Weiter erklärt Oliver Kalusch: „Stickstoffdioxid ist ein gefährliches Reizgas, das die esundheit der Anwohner schädigt. Doch statt die menschliche Gesundheit zu chützen, nimmt die Bundesregierung mit der geplanten Gesetzesänderung den ruck von den Automobilkonzernen, die zentral zur inakzeptablen Luftbelastung eigetragen haben. Das ist das genaue Gegenteil des Verursacherprinzips. Zudem erstößt der Gesetzentwurf gegen europäisches Recht und versucht, zwei Urteile es Bundesverwaltungsgerichts auszuhebeln. Wir fordern die Bundesregierung auf, iesen Gesetzentwurf zurückzuziehen. Stattdessen muss gesetzlich verankert erden, dass Dieselfahrzeuge mit Abschalteinrichtungen oder renzwertüberschreitungen vom entsprechenden Automobilkonzern urückgenommen werden müssen und den hinters Licht geführten Eigentümern ieser Autos seitens der Konzerne der Neupreis erstattet wird. Dies ermöglicht einen onsequenten Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel.“

Auf deutliche Kritik des BBU stößt auch die Fristsetzung zur Stellungnahme. So urde der Gesetzentwurf in der Mittagszeit des 30.10.2018 übermittelt und eine Frist is zum 1.11.2018 gesetzt. In dieser Zeit kann selbst bei einem üblichenWochenverlauf keine in die Tiefe gehende Stellungnahme erstellt werden. Im orliegenden Fall kommt hinzu, dass in fast allen Bundesländern innerhalb der Frist in gesetzlicher Feiertag liegt. Für den BBU steht damit fest, dass Bundesregierung nd Bundes-Umweltministerium keinerlei Interesse an den Stellungnahmen der eteiligten Kreise haben und den Beteiligungsprozess lediglich als lästige Pflicht nsehen, der keinen Einfluss auf den Entwurf zur Änderung des BImSchG haben ird. Die Verbändeanhörung wird damit zur Farce.

Die Stellungnahme des BBU ist ab dem 02.11.2018 auf der Internetseite des BBU zu

finden unter https://www.bbu-online.de (Stellungnahmen); Sie kann auch als Datei in

der BBU-Geschäftsstelle angefordert werden: bbu-bonn@t-online.de.

 

BBU-Pressemitteilung, 27.09.2018

Freitag 28.09.2018 Pressekonferenz in Kerpen

(Bonn, Düsseldorf, 27.09.2018) Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) solidarisiert sich weiterhin mit dem Widerstand gegen die Räumungen im Hambacher Forst. Gleichzeitig spricht sich der BBU gegen jegliche weitere Rodungen im Hambacher Forst aus. Der Verband weist darauf hin, dass auch in den nächsten Tagen zahlreiche Protestaktionen im Bereich des Hambacher Forstes, aber auch überregional, stattfinden werden.

Der BBU bekräftigt seine Forderungen an die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen sowie an die Bundesregierung, aus Klimaschutzgründen mit dem Sofortausstieg aus der Kohleverstromung zu beginnen sowie nach der Einstellung jeglichen Braunkohleabbaus. Die Kommunen, die noch immer RWE-Aktien besitzen, sollen unverzüglich die RWE-Aktien verkaufen. Die jeweiligen Kommunen dürfen nicht länger die fatale Energiepolitik des Energiekonzerns RWE unterstützen. RWE ist im Kohlebereich aktiv und gehört nach wie vor zu den Atomkonzernen.

Aktionen in den nächsten Tagen gegen Räumung und Rodung des Hambacher Forstes
Am Freitag (28.09.18) wird in Aachen anlässlich eines Besuches von NRW-Energieminister Pinkwart demonstriert. Andreas Pinkwart (FDP) wird im Aachener Technologiezentrum im Rahmen der Veranstaltung Aachen 2025 einen Vortrag halten. Zuvor soll er mit einer Kundgebung für den sofortigen Kohleausstieg, für den Erhalt des Hambacher Waldes und für Klimagerechtigkeit begrüßt werden.
Ort: Platz vor dem DGB Haus und dem Technologiezentrum Aachen, Dennewartstraße, nahe Europaplatz; 17.00 Uhr.https://www.facebook.com/events/708042329538900

Am Sonntag (30.09.18) wird im Hambacher Forst wieder ein großer Waldspaziergang stattfinden. Beginn ist um 11.30 Uhr. Es bahnt sich an, dass der Spaziergang diesmal in Manheim beginnt – in dem Dorf, in dem der „Rückbau“ auf Hochtouren läuft. Treffpunkt ist noch nicht festgelegt: Am Markt. Oder in der Berrendorfer Straße. Am Sportplatz. Aktuelle Informationen dazu unter http://naturfuehrung.com/hambacher-forst

Ebenfalls am Sonntag (30.09.2018) sollen bundesweit dezentrale Soklidaritätsaktionen gegen Räumung und Rodung des Hambacher Forstes stattfinden. In einem Aufruf dazu heißt es: „Wir wollen den Kohleausstieg weder bis 2038 noch bis 2030, sondern den sofortigen Ausstieg. Denn wir müssen jetzt raus aus dieser global verwüstenden, dreckigen Energie ohne Zukunft.“ https://www.ende-gelaende.org/de/news/aufruf-zum-dezentralen-aktionstag-am-30-9-2018-hambi-bleibt-kohleausstieg-jetzt/

Und für den Samstag, 6. Oktober 2018, wird bundesweit zur Teilnahme an einer zentralen Großdemonstration zur Rettung des Hambacher Forstes mobilisiert. Auch der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz und in ihm organisierte Initiativen rufen zur Teilnahme auf. Die Demonstration beginnt um 12 Uhr am Bahnhof Buir.

https://www.bi-luechow-dannenberg.de/?page_id=21473

https://3rosen.eu/mein-kalender/?mc_id=332

Weitere Termine und Informationen unter https://www.ende-gelaende.org/de/termine, https://www.buirerfuerbuir.de, https://hambacherforst.org

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Der BBU ist der Dachverband zahlreicher Bürgerinitiativen, Umweltverbände und Einzelmitglieder. Er wurde 1972 gegründet und hat seinen Sitz in Bonn. Weitere Umweltgruppen, Aktionsbündnisse und engagierte Privatpersonen sind aufgerufen, dem BBU beizutreten um die themenübergreifende Vernetzung der Umweltschutzbewegung zu verstärken. Der BBU engagiert sich u. a. für menschen- und umweltfreundliche Verkehrskonzepte, für den sofortigen und weltweiten Atomausstieg, gegen die gefährliche CO2-Endlagerung, gegen Fracking und für umweltfreundliche Energiequellen.

Landeskonferenz der Anti-Atomkraft-Initiativen in NRW
Pressemitteilung, 10.09.2018

„Wann handelt aus NRW-stammende Bundesumweltministerin Schulze endlich?“
Vergangenen Samstag (8.9.) kamen Atomkraftgegner_innen aus NRW sowie VertreterInnen der bundesweiten Organisation .ausgestrahlt und des Bundesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) zur Anti-Atom-Landeskonferenz in Jülich zusammen. Sie tauschten sich über die Probleme und Entwicklungen an den verschiedenen Standorten von Atomanlagen in NRW und Atomanlagen in unmittelbarer Grenznähe aus und berieten über Protestaktionen. Konkret rufen die Atomkraftgegner_innen am kommenden Donnerstag, 13.9. zu einer Mahnwache vor der Düsseldorfer Staatskanzlei auf, um auf die aktuellen Probleme in der Kohle- und Atompolitik aufmerksam zu machen.

An allen Standorten wurde deutlich, dass die aus Münster stammende Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) sich zu wenig die atompolitischen Probleme kümmert. So sind für Ahaus im Münsterland ab Herbst 2019 Castortransporte aus Garching und Jülich angekündigt. Mehrere Briefe der Bürgerinitiative aus Ahaus an die Umweltministerin wurden von der Staatssekretärin unter anderem mit den Worten „Frau Bundesumweltministerin nimmt die Sorgen der in der Region lebenden Menschen sehr ernst“ abgespeist. Svenja Schulze fordert eine schnellstmögliche Räumung des ungenehmigten Jülicher Zwischenlagers – ohne sich langfristige Gedanken über die Sicherheit in Ahaus oder die ungelöste Konditionierung des hochproblematischen Atommülls zu machen. Die Umweltministerin nimmt sogar bei der Bearbeitung des Atommülls in einer US-Militäranlage die Freisetzung des radioaktiven Graphits als CO2 in die Umwelt in Kauf. In Ahaus findet am 16.9. um 14 Uhr in der Innenstadt eine Kundgebung der Bürgerinitiative statt.

Mit Blick auf die Aachener Region wird kritisiert, dass Svenja Schulze nun jeglichen Widerstand gegen die gefährlichen belgischen Riss-Reaktoren und deren Belieferung aus den Uranfabriken Gronau und Lingen aufgegeben hat, indem Sie einer befangenen Reaktorsicherheitskommission (RSK) vertraut, die die Bedeutung der gefunden Risse kleinredet, obwohl sie sich nur auf belgische Daten verlässt.
Gleichzeitig tauschten sich die Atomkraftgegner_innen besorgt darüber aus, dass am Karlsruher Institut für Technik (KIT) ganz offensichtlich an neuen Reaktortypen geforscht wird. Ein Karlsruher Forscher ist am 30.Oktober bei der Thorium-Tagung in Brüssel als Redner angekündigt. Solche Forschung konterkariert einen Atomausstieg nach Ansicht der Landeskonferenz genauso wie der unbefristete Weiterbetrieb der Uranfabriken in Gronau und Lingen. Lediglich zur Gronauer Urananreicherungsanlage äußerte sich Frau Schulze gegenüber den Initiativen etwas ausführlicher, was offenbar daran liegt, dass Gronauer Uranoxid nun in Besitz der britischen Urananreicherungsanlage übergegangen ist und damit nicht mehr in ihrem Zuständigkeitsbereich liegt.

Die NRW-Landeskonferenz der Anti-Atomkraft-Initiativen fordert die Bundesumweltministerin auf, sich nicht länger vor den atomaren Problemen in NRW zu drücken und diese mit dem Ziel größtmöglicher Sicherheit anzugehen.

Nach der Landeskonferenz besuchten Atomkraftgegner-innen die Widerstandscamps und Baumbesetzungen im Hambacher Forst. Neben praktischer Unterstützung durch Lebensmittelspenden, sowie guten Gesprächen mit den Menschen vor Ort, erklärten die Teilnehmer_innen der Landeskonferenz Ihre Solidarität mit den Zielen des Widerstands „Stopp der weiteren Rodung des Hambacher Forsts! – Ausstieg aus der schmutzigen Energiegewinnung durch Braunkohleverbrennung!“ Kritisiert wurde die massive Kriminalisierung des Widerstands, gefordert wird deutliches Handeln der Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft, um die genannten Ziele zu verwirklichen! Die dort zu beobachtenden polizeilichen Repressalien und teils absurden Übertreibungen was die Gewalttätigkeit angeht, kennen die Atomkraftgegner_innen von Castor-Transporten leider zu Genüge.

Kontakte für Rückfragen:
Marita Boslar (Aktionsbündnis Stop Westcastor): 0176-52270865
Udo Buchholz (Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen/ BBU): 02562-23125

Fotos: Urheber Chris Weise.

Quellen/ weitere Informationen:
www.bi-ahaus.de http://westcastor.blogsport.de/ www.sofa-ms.de https://www.anti-akw-ac.de/ https://bbu-online.de/ http://www.thoriumenergyworld.com/conference.html
https://www.ausgestrahlt.de/informieren/akw-generation-iv/

Pressemitteilung: Bonn, Gronau, Lingen, Münster,
31.. August 2018

Symbolische Blockade und Kundgebung gegen belgische Atomkraftwerke vor dem Bundesumweltministerium in Bonn / Solidarität mit Widerstand im Hambacher Forst

Bundesumweltministerin Svenja Schulze soll sich verstärkt für die sofortige Stilllegung der störanfälligen belgischen Atomkraftwerke einsetzen. Außerdem soll sie unverzüglich die brisanten Brennelement-Exporte nach Belgien – und in andere Länder – endlich untersagen und die für diesen Export produzierenden Uranfabriken in Lingen und Gronau stilllegen lassen. Das haben bei einer Kundgebung in Bonn vor dem Bundesumweltministerium am Donnerstag (30.08.2018) rund 60 Mitglieder mehrerer Organisationen mit großem Nachdruck gefordert. Zeitweise wurde die Zufahrt zum Ministerium spontan mit Anti-Atomkraft-Transparenten symbolisch blockiert. Außerdem solidarisierten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Kundgebung in Redebeiträgen mit dem Widerstand im Hambacher Forst gegen die drohende Rodung des Waldes. Die Energiepolitik des Energiekonzerns RWE wurde massiv kritisiert.

Veranstaltet wurde die Protestaktion von der Initiative Anti Atom Bonn, Unterstützung kam u. a. von weiteren Anti-Atomkraft-Initiativen, vom Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU), von Greenpeace und von der Deutschen Sektion der Internationalen Ärzte zur Verhütung eines Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW).

Anlass der Protestaktion war die verharmlosende Reaktion des Bundesumweltministeriums (BMU) auf eine fragwürdige Stellungnahme der Reaktorsicherheitskommission (RSK) zu den beiden belgischen Pannen-AKW Tihange 2 und Doel 3. Das BMU hatte dazu unbegründet verlauten lassen, dass die beiden Reaktoren trotz tausender Risse im Druckbehälter angeblich sicher zu betreiben seien. Die Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände sind entsetzt über diese Verharmlosung.

Im Juli hatte das BMU nach Veröffentlichung der RSK-Stellungnahme behauptet, die Forderung nach Abschaltung der beiden Rissereaktoren Tihange 2 und Doel 3 sei „jetzt durch nichts mehr zu rechtfertigen.“ Nach mehreren Medienanfragen ruderte jedoch selbst der RSK-Vorsitzende Wieland in der Badischen Zeitung zurück und erklärte, die RSK-Stellungnahme treffe eben keine Aussage über die “Sicherheit oder Unsicherheit” des weiteren AKW-Betriebs in Belgien. Massive Kritik an dem RSK-Gutachten kommt auch vom Land Baden-Württemberg. Die Länder NRW, Rheinland-Pfalz und auch Niedersachsen sehen ebenfalls noch offene Fragen.

Der Protest der Anti-Atomkraft-Bewegung richtet sich zudem gegen die sehr fragwürdige Zusammensetzung der RSK. Mehrere Mitglieder sind z. B. bei der Nuklearfirma EDF/Framatome beschäftigt, die die Brennelemente aus Lingen für Tihange und Doel liefert. Außerdem modernisiert Framatome die Sicherheitsleittechnik für Doel 1 und 2, während EDF sogar Miteigentümerin von Tihange 2 und Doel 3 ist. EDF/Framatome ist damit wirtschaftlich stark beteiligt in Belgien. Zudem hat Framatome über seine Anwälte in letzter Zeit laut Süddeutscher Zeitung massiv Druck auf das Bundesumweltministerium und das untergeordnete Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) zur Erteilung von Transportgenehmigungen für Brennelementexporte ausgeübt.

Abgerundet wurde die Kundgebung vor dem Bundesumweltministerium mit Liedern von Gerd Schinkel aus Köln.

AntiAtomBonn
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau
Natur- und Umweltschutzverein Gronau (NUG)
Arbeitskreis Umwelt (AKU) Schüttorf
SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster
BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)
Internationale Ärzte zur Verhütung eines Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW)

Kontakt:
Herbert Hoting, AntiAtomBonn, Tel. 0162-3083314
Peter Bastian, Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, Tel. 0157-86269233
Udo Buchholz, AKU Gronau/BBU, Tel. 02562-23125

Weitere Infos:
www.antiatombonn.de <http://www.antiatombonn.de>, www.sofa-ms.de <http://www.sofa-ms.de>, www.urantransport.de <http://www.urantransport.de>, www.bbu-online.de <http://www.bbu-online.de>, www.bi-luechow-dannenberg.de <http://www.bi-luechow-dannenberg.de>, https://hambacherforst.org

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BBU-Pressemitteilung 27.06.2018

AKW Lingen 2: Nach Wiederinbetriebnahme wieder eine Panne!

(Bonn, Lingen, 27.06.2018) Nur wenige Tage nach der Wiederinbetriebnahme des Atomkraftwerkes Lingen 2 (AKW Emsland) wurde erneut ein „meldepflichtiges Ereignis“ aus dem AKW bekannt. Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU), der sich grundsätzlich für die sofortige Stilllegung des bereits 30 Jahre alten Reaktors einsetzt, bezeichnet die immer wieder eintretenden Ereignisse als nicht hinnehmbar. „Es muss geklärt werden, wer für das jüngste Vorkommnis die Verantwortung trägt“, fordert BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz.

Gemäß einer Mitteilung des Niedersächsischen Umweltministeriums vom 25.06. 2018 wurde „im Rahmen einer Anlagenbegehung (…) eine nicht ordnungsgemäß geschlossene Tür vorgefunden, hinter der sich ein Zwischenkühler befindet. Diese Tür hat u. a. die Aufgabe, im Fall einer Leckage am Kühler den Übertritt von Wasser in benachbarte Raumbereiche zu verhindern.“

http://www.umwelt.niedersachsen.de/aktuelles/pressemitteilungen/meldepflichtiges- ereignis-im-kernkraftwerk-emsland–166028.html

Der BBU weist darauf hin, dass das AKW Lingen 2 nach Angaben des Ministeriums erst kürzlich im Rahmen der jährlichen Revision überprüft wurde. „Es drängt sich aber die Frage auf, ob die jetzt zur Diskussion stehende Tür bei der Revision übersehen wurde. Und die nächste Frage wäre, ob möglicherweise weitere Missstände im AKW Lingen 2 übersehen wurden. Die Zahl der Vorkommnisse steigt auch in diesem AKW. Das Niedersächsische Umweltministerium muss endlich die Betriebsgenehmigung aufheben,“ so Udo Buchholz.

Vor wenigen Wochen haben rund 500 Menschen in Lingen gegen das AKW Lingen 2, gegen die Brennelementefabrik in Lingen und für den internationalen Atomausstieg demonstriert. Und die Proteste gehen weiter. Inzwischen haben über 350 Initiativen, Verbände und Parteigliederungen die Lingen-Resolution unterschrieben, mit der die sofortige Stilllegung des AKW Lingen 2 und der Brennelementefabrik in Lingen gefordert werden. Weitere unterstützende Organisationen sind willkommen. Mehr dazu auf der Internetseite des BBU unter https://bbu-online.de. Direktlink: https://bbu- online.de/AK%20Energie/Aktuelles%20AK%20Energie/Lingen-Resolution%2018.pdf

Zur Finanzierung seines vielfältigen Engagements bittet der BBU um Spenden aus den Reihen der Bevölkerung. Spendenkonto: BBU, Sparkasse Bonn, IBAN: DE62370501980019002666, SWIFT-BIC: COLSDE33.

Informationen über den BBU und seine Aktivitäten gibt es im Internet unterhttp://www.bbu-online.de und telefonisch unter 0228-214032. Die Facebook-Adresse lautetwww.facebook.com/BBU72. Postanschrift: BBU, Prinz-Albert-Str. 55, 53113 Bonn.

Der BBU ist der Dachverband zahlreicher Bürgerinitiativen, Umweltverbände und Einzelmitglieder. Er wurde 1972 gegründet und hat seinen Sitz in Bonn. Weitere Umweltgruppen, Aktionsbündnisse und engagierte Privatpersonen sind aufgerufen, dem BBU beizutreten um die themenübergreifende Vernetzung der Umweltschutzbewegung zu verstärken. Der BBU engagiert sich u. a. für menschen- und umweltfreundliche Verkehrskonzepte, für den sofortigen und weltweiten Atomausstieg, gegen die gefährliche CO2-Endlagerung, gegen Fracking und für umweltfreundliche Energiequellen.

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Presse Information vom 18. Dezember 2013

 

MONSANTO und BAYER größte Produzenten

PCB-Kontaminationen: „Hersteller müssen haften!“

Weltweit wurden rund 1,3 Millionen Tonnen Polychlorierte Biphenyle (PCB) produziert. Große Mengen kamen in Elektrogeräten, Fugendichtungen, Farben und Bodenbelägen zum Einsatz. Die Entsorgung dauert Jahrzehnte und kostet Milliarden. Umweltverbände fordern, die Hersteller an den Kosten zu beteiligen.

Tausende von Schulen und Universitäten sind mit Polychlorierten Biphenylen (PCB) verseucht. Die Sanierungen belasten die öffentlichen Haushalte in hohem Umfang. So musste die Uni Bochum im Oktober beschließen, mehrere Gebäude komplett abzureißen und neu zu errichten; die Kosten allein in diesem Fall liegen im dreistelligen Millionenbereich. Ähnliche Probleme gibt es an den Universitäten Erlangen, Bielefeld und Düsseldorf sowie in vielen Behörden.

Rund die Hälfte aller PCB stammt aus den Fabriken des US-Konzerns MONSANTO. Die BAYER AG liegt mit 160.000 Tonnen – rund 12 Prozent der weltweiten Produktion – auf dem zweiten Platz.

Der nordrhein-westfälische Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), die Coordination gegen BAYER-Gefahren und derBundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) fordern jetzt, die Produzenten an den horrenden Entsorgungskosten zu beteiligen.

Philipp Mimkes von der Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG): „Die Hersteller, vor allem die Firmen MONSANTO und BAYER, haben die Gefahren von Polychlorierten Biphenylen jahrzehntelang vertuscht. Wir können nicht zulassen, dass die Industrie ein halbes Jahrhundert lang Gewinne einfährt, und die Kosten nun allein von der Allgemeinheit getragen werden“. Die CBG veröffentlichte heute einen umfangreichen Artikel zur PCB-Historie.

Prof. Jürgen Rochlitz, Mitglied der Kommission für Anlagensicherheit beim Bundesumweltministerium: „Als Chemiker und Politiker, der sich seit den achtziger Jahren mit Dioxinen und anderen Auswüchsen der Chlorchemie befasst, möchte ich betonen: es wird Zeit, dass die ungeheuren Sanierungskosten für PCB-kontaminierte Standorte von den ehemaligen Herstellerfirmen mitgetragen werden!“.

Claudia Baitinger, ebenfalls Mitglied der Kommission für Anlagensicherheit und Sprecherin des AK Immissionsschutz des BUND mahnt, dass der bei der Sanierung anfallende PCB-Abfall leicht zu weiteren Umweltbelastungen führen kann, wenn aus wirtschaftlichen Erwägungen heraus die Beseitigung Billiganbietern der “Entsorgungs”branche überlassen wird: „Dann werden aus dem einen Skandal weitere Skandale an weiteren Orten“ – wie in den letzten Jahren landauf landab zu beobachten war.

Dagmar von Lojewski-Paschke vom Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) fordert besonders eine Sanierung von Schulgebäuden: „Kanzerogene und neurotoxische Chemikalien wie PCB, die über ihre hormonellen Wirkungen neben dem Lernen auch das Verhalten beeinflussen können, müssen durch gründliche Sanierungen schnellstens aus dem Lernumfeld zehntausender Kinder verschwinden“. Die toxische Wirkung von PCB ist denen von Dioxinen vergleichbar. Untersuchungen zeigen, dass im Fettgewebe deutscher Kinder oftmals eine höhere PCB-Konzentration nachgewiesen wird als bei Erwachsenen in den meisten Industriestaaten. „Die Sanierung aller kontaminierten Schulgebäude würde Milliardensummen verschlingen, an denen die Herstellerkonzerne nach dem Verursacherprinzip beteiligt werden sollten“, so Lojewski-Paschke weiter.

PCB sind persistente, sehr mobile Verbindungen, die sich aufgrund ihrer hohen Fettlöslichkeit entlang der Nahrungskette anreichern. Sie können das menschliche Hormonsystem, das Nervensystem und das Immunsystem schädigen, die Schilddrüse, Leber und Nieren angreifen und zu Unfruchtbarkeit führen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Substanzklasse jüngst in die Liste krebserzeugender Stoffe der Kategorie 1 hochgestuft.

In Deutschland wurden allein in Fugendichtungen rund 20.000 Tonnen PCB verbaut. Mehr als die Hälfte davon befindet sich bis heute in den Gebäuden. Die Ausgasungen führen zu einer permanenten Belastung der Luft.

„Um weitere Vergiftungen zu verhindern, muss der Gefahrenwert der PCB-Richtlinie von jetzt 3.000 ng/m3 auf 60 ng PCB/m3 abgesenkt werden. DerZielwert sollte so nahe wie möglich an Null liegen, da es keinen unbedenklichen Schwellenwert gibt“, so eine PCB-Geschädigte, die ihren Namen nicht nennen möchte. Der aktuelle Gefahrenwert berechnet sich aus dem 1983 vom damaligen Bundesgesundheitsamt festgelegten Grenzwert von einem Millionstel Gramm PCB pro kg Körpergewicht und Tag. Aufgrund neuer toxikologischer Erkenntnisse hat die WHO jedoch 2003 einen fünfzigmal niedrigeren Richtwert festgelegt, ohne dass die deutsche PCB-Richtlinie entsprechend angepasst wurde.

=> Informationen zur PCB-Historie: www.cbgnetwork.de/5378.html

=> Philipp Mimkes: CBGnetwork@aol.com, Tel. 0211 – 333 911

=> Prof. Jürgen Rochlitz: juergen.rochlitz@online.de

=> Dagmar von Lojewski-Paschke: d.vonlojewski@bbu-bonn.de

Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG)
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Beirat 
Dr. Erika Abczynski, Kinderärztin, Dormagen
Eva Bulling-Schröter, MdB, Berlin
Wolfram Esche, Rechtsanwalt, Köln
Prof. Jürgen Junginger, Designer (i.R.), Krefeld
Dr. Sigrid Müller, Pharmakologin, Bremen
Prof. Dr. Jürgen Rochlitz, Chemiker, ehem. MdB, Burgwald
Prof. Rainer Roth, Sozialwissenschaftler, Frankfurt/M.
Prof. Dr. Anton Schneider, Baubiologe, Neubeuern
Dr. Angela Spelsberg, Leiterin Tumorzentrum, Aachen

0 2291

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.
Rosenstr. 20
29439 Lüchow
http://www.bi-luechow-dannenberg.de
Büro: Tel: 05841-4684  Fax: -3197
buero@bi-luechow-dannenberg.de

Pressemitteilung  15.08.13

Wer zahlt die Endlagersuche?
BI pocht auf öffentlich-rechtlichen Fonds

Die Branche jammert: Allen voran der Energieriese RWE. Von den rund 2
Milliarden Euro, die eine vergleichende Endlagersuche voraussichtlich
kosten wird, nachdem in Gorleben bereits 1,6 Milliarden – im wahrsten
Sinne des Wortes – “verbaut” wurden, kommen auf den Konzern 1,1
Milliarden Euro zu.
“Dass eine vergleichende Endlagersuche internationalem Standard
entspricht, hat sich bei den Atomstromprofiteuren und
Abfallverursachern offensichtlich nicht herum gesprochen”, kontert die
Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI). Laut
Spiegel-Online prüft die Konzernzentrale eine Klage gegen das
Standortauswahlgesetz (StandAG).

“Unterschlagen wird, dass die vier Energiekonzerne Vattenfall, Eon,
EnBW und RWE rund 30 Milliarden Euro für die Atommüllentsorgung
rückgestellt haben, und zwar steuerfrei”, erinnert BI-Sprecher Wolfgang
Ehmke. Es sei überfällig, dass dieses Geld in einen
öffentlich-rechtlichen Fonds überführt wird, um zu verhindern, dass
sich die Atommüllverursacher aus der finanziellen Verantwortung ziehen.
Die Ankündigung, dass RWE die steuerfreien Rückstellungen jetzt um 400
Mio. Euro aufstocken will, sei ein geschickter Schachzug, der zeigt,
dass es dem Konzern nicht um Verantwortung, sondern allein um Geld gehe.

Wolfgang Ehmke 0170 510 56 06