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Bayerisches Gesundheitsministerium

Pressemitteilung

München, 02. August 2020

PM 191/GP

Huml wirbt für erfolgreiches Naloxon-Modellprojekt –

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml will den Kampf gegen Drogen verstärken und sieht dafür im erfolgreichen Naloxon-Modellprojekt einen wichtigen Baustein. Huml erläuterte am Sonntag: “Wir dürfen auch in Corona-Zeiten andere wichtige Aufgaben nicht aus dem Blick verlieren. Das bayerische Naloxon-Projekt hat sich seit seinem Start 2018 bewährt. Wir haben mittlerweile fast 500 Menschen für den Einsatz des Nasensprays geschult. In 70 Notfallsituationen kam Naloxon gezielt zum Einsatz und konnte somit Leben retten.”

Huml verwies darauf, dass es voraussichtlich im November einen Abschlussbericht zu dem Projekt geben wird. Die Ministerin betonte: “Wenn sich darin der positive Eindruck bestätigt, werde ich mich für eine bayernweite Ausweitung der Schulungen einsetzen.”

Die Ministerin ergänzte: “Mein Ziel ist, dass die Zahl der Drogentoten in Bayern sinkt. Dabei ist ein spezialisiertes Angebot für Drogenkonsumenten wichtig, das die Betroffenen in ihren verschiedenen Lebenslagen gezielt erreicht und unterstützt.”

Naloxon ist ein Nasenspray, das bei einer Überdosis Heroin, Methadon oder anderer Opioide angewendet wird. Bei einem Atemstillstand kann es lebensrettend wirken.

Bislang durfte Naloxon nur von Ärzten eingesetzt werden. Im bayerischen Modellprojekt ‘BayTHN – Take-Home-Naloxon in Bayern’ werden medizinische Laien geschult, wie sie ein Naloxon-Nasenspray bei Menschen anwenden. Damit sollen die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass die Naloxon-Notfallgabe durch geschulte medizinische Laien sachgerecht erfolgt. Zielgruppen sind unter anderem Heroinkonsumenten und Menschen, die mit einem Ersatzstoff für Heroin behandelt werden. Auch in Drogenhilfeeinrichtungen sowie in Justizvollzugsanstalten wurde geschult.

Das Projekt läuft seit Oktober 2018 und wird federführend von der Universität Regensburg in Kooperation mit der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Universität Bamberg umgesetzt. Beteiligt sind zudem verschiedene Einrichtungen der bayerischen Suchthilfe an den fünf Standorten Regensburg, München, Nürnberg, Ingolstadt und Augsburg. Das bayerische Gesundheitsministerium fördert das Projekt bis Ende des Jahres mit 330.000 Euro.

Die Zahl der Drogentoten ist in Bayern zuletzt wieder leicht gestiegen. Für 2019 wurden 244 Fälle registriert, 2018 waren es 235. Der Freistaat investiert jährlich mehr als sechs Millionen Euro in Suchtprävention und -hilfe.

Huml betonte: “Ein stabiles Lebensumfeld und ein guter Allgemeinzustand bedeuten Lebensqualität und sind ein entscheidender Schutzfaktor gegen den Drogentod. Deshalb ist es wichtig, dass wir Projekte wie dieses fördern und eine breite Basis an Hilfsmöglichkeiten schaffen, die die Betroffenen in ihrem Alltag erreichen.” Die Ministerin warb zudem für das dichte Netz von Einrichtungen in ganz Bayern, die Unterstützung rund um Fragen von Drogen, Sucht und Abhängigkeiten bieten – wie die ambulanten Psychosozialen Beratungs- und Behandlungsstellen für Suchtgefährdete und -kranke.

Pressemitteilung

München, 31. Juli 2020

PM 190/GP

Bayerns Gesundheitsministerin: Bereits mehr als 6.800 Menschen auf Corona getestet

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml treibt die Umsetzung der Corona-Testoffensive für Reiserückkehrer voran. Huml betonte am Freitag: „Am Flughafen München haben sich seit dem vergangenen Wochenende 4.700 Menschen auf eine Corona-Infektion testen lassen (Stand Freitag, 11.30 Uhr). Dabei wurden bislang nur wenige positive Befunde entdeckt. Die Positivrate liegt bei 0,36 Prozent. Am Flughafen Nürnberg haben im selben Zeitraum 424 Menschen das Testangebot genutzt. Das zeigt: Die Testmöglichkeiten werden gut angenommen.“

Am Donnerstag hatten auch die Teststationen an den Hauptbahnhöfen in München und Nürnberg sowie an drei Autobahnraststätten in Grenznähe die Arbeit aufgenommen. Huml ergänzte: „Bis Freitagmorgen (Stand 8.00 Uhr) haben sich 1.734 an den Bahnhöfen in München und Nürnberg sowie an den drei Raststätten testen lassen. Ich freue mich, dass damit nun auch Rückkehrer, die mit dem Auto und mit der Bahn reisen, unser freiwilliges Testangebot nutzen können. Das ist ein wichtiger Schritt für den Schutz der Bevölkerung.“

Die Autobahn-Testzentren liegen an den drei Raststätten Hochfelln-Nord (A8), Inntal-Ost (A93) und Donautal-Ost (A3). Die Testzahlen im Detail nach Angaben des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK):

  • Hochfelln-Nord 557
  • Inntal-Ost: 450
  • Donautal-Ost: 680
  • Hauptbahnhof München: 22
  • Hauptbahnhof Nürnberg: 25

Die Tests sollen täglich betrieben werden. An den Hauptbahnhöfen und Flughäfen sind Tests möglich, solange der Reiseverkehr läuft. Auch am Wochenende und an Feiertagen kann man sich als Reiserückkehrer testen lassen. Am Flughafen Memmingen hat ein externer Betreiber am Donnerstag mit den ersten Vorbereitungen für die Teststation begonnen.

Die Staatsregierung will verstärkt Reiserückkehrer testen, um Infektionen frühzeitig zu erkennen. Die Ministerin erklärte: „Es kann immer sein, dass sich Menschen auf Reisen infizieren. Mit unserem breiten Testangebot wollen wir verhindern, dass Infektionsketten in Bayern ausgelöst werden. Der Schutz der Bevölkerung steht für uns an oberster Stelle.“

Huml ergänzte: „Die Tests sind momentan freiwillig und für alle kostenlos. Dabei spielt keine Rolle, ob sie aus einem Risikogebiet einreisen oder aus einer anderen Region. Die Kosten übernimmt der Freistaat Bayern, soweit sie nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung getragen werden.“

Huml betonte: „Ich möchte vor allem den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Hilfsorganisationen für ihr Engagement und ihre Unterstützung danken. Ihr Einsatz, ihr beherztes ‚Anpacken‘ hat ermöglicht, diesen Kraftakt in wenigen Tagen zu stemmen.“ Beim Aufbau der Stationen haben sich neben dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit das BRK, das Technische Hilfswerk, das Medizinische Katastrophen-Hilfswerk, die Johanniter-Unfall-Hilfe, der Malteser Hilfsdienst, die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft und der Arbeiter-Samariter-Bund sowie die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns beteiligt.

Zur Wahl der Autobahnstandorte erläuterte die Ministerin: „Um möglichst viele potentiell Infizierte bei der Rückkehr nach Bayern zu identifizieren, sollten Testungen an Raststätten in der Nähe der großen Grenzübergänge stattfinden, an denen der Verkehr auf dem Landweg aus Risikogebieten stattfindet. Dies sind nach Angaben des zuständigen Verkehrsministeriums die genannten großen Grenzübergänge nach Österreich.“

Pressemitteilung

München, 25. Juli 2020

PM 184/GP

Bayerns Gesundheitsministerin: Bayern setzt GMK-Beschluss schon heute um

Reiserückkehrer können sich am Flughafen München ab sofort kostenlos auf das neuartige Coronavirus testen lassen. Darauf hat Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml am Samstag hingewiesen. Huml betonte: „Wir müssen aufpassen, dass Reiserückkehrer keine neuen Infektionen mit nach Hause bringen. Deshalb ist es sinnvoll, sich schon am Flughafen testen zu lassen. Mit der kostenlosen Testmöglichkeit für Reiserückkehrer setzen wir in Bayern den gestrigen Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz schon heute um. Denn klar ist: Der Schutz der Bevölkerung vor dem neuartigen Coronavirus hat für uns oberste Priorität.“

Die Ministerin hob hervor: „Schon bisher hatten Passagiere am Münchner Flughafen die Möglichkeit, sich kostenpflichtig auf eine mögliche Coronavirus-Infektion testen zu lassen. Entsprechende Tests hatte die Tochtergesellschaft des Flughafens, MediCare, im medizinischen Zentrum des Airports angeboten. Dieses Angebot wird nun kostenfrei vom Freistaat zur Verfügung gestellt.“

Huml ergänzte: „Testungen von Reiserückkehrern sind sinnvoll. In Bayern haben wir schon am 1. Juli die Möglichkeit geschaffen, dass jeder sich kostenlos beim Vertragsarzt testen lassen kann – auch ohne Symptome.“

Nun auch auf Landesebene:

München, 20. Juli 2020

PM 183/GP

Huml warnt vor Allergiepflanze Ambrosia – Bayerns Gesundheitsministerin: Ausbreitung muss weiter eingedämmt werden

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml warnt nachdrücklich vor der gesundheitsgefährdenden Allergiepflanze Ambrosia. Huml betonte am Montag anlässlich der Besichtigung eines Ambrosia-Bestandes im Landkreis Roth in Georgensgmünd: “Die Pollen der nordamerikanischen Beifuß-Ambrosie, die kurz vor der Blüte steht, können bei Menschen heftige allergische Reaktionen auslösen. Deshalb ist es unser Ziel, die Ausbreitung der Pflanze in Bayern so weit wie möglich zu stoppen.”

Aktuell sind in Bayern 509 größere Ambrosia-Bestände dokumentiert. Huml erläuterte: “Die Dunkelziffer dürfte jedoch deutlich höher liegen. Bei den Untersuchungen im Jahr 2019 wurden 45 neue große Ambrosia-Bestände gefunden, so dass die Gesamtzahl der erkannten großen Bestände auf 509 anstieg.” Der Landkreis Roth ist der mit am stärksten betroffene Landkreis in Bayern. Insgesamt 34 große Bestände mit jeweils mehr als 100 Pflanzen wurden seit 2007 dort entdeckt.

Mit dem Bayerischen Aktionsprogramm “Ambrosiabekämpfung” begann 2007 im Freistaat eine systematische Erfassung mit wissenschaftlicher Begleitung. Dieses Programm setzt auf die Information der Bürger und die Bekämpfung der Ambrosia auf freiwilliger Basis.

Huml unterstrich: “Jährlich investiert der Freistaat mittlerweile 90.000 Euro in das Ambrosiamonitoring. Auf freiwilliger Basis ist es zwar gelungen, die unkontrollierte Ausbreitung der Allergiepflanze zu verlangsamen. Aber wie unser begleitendes Monitoring zeigt, steigen die Zahlen immer noch an. Deshalb arbeiten wir an einer weiterführenden Strategie.”

Die Ministerin würdigte in diesem Zusammenhang das über 14-jährige Engagement von Renate Haberacker, Kreisfachberaterin für Gartenbau und Landespflege am Landratsamt Roth: “Ihrem jahrelangen vorbildlichen Einsatz ist es zu verdanken, dass die Ambrosia-Ausbreitung im Landkreis Roth massiv eingedämmt werden konnte. Denn dieser Landkreis ist einer der am stärksten von Ambrosia betroffenen Regionen in ganz Bayern. Umso mehr bedauere ich es, dass Renate Haberacker, die zu den aktivsten Ambrosia-Bekämpfern im Freistaat zählt, in diesem Jahr in Rente geht. Ihrem Engagement gebührt Dank und Anerkennung!”

Huml, die ausgebildete Ärztin ist, betonte: “Die Pollen der Ambrosia können schon in kleinen Mengen heftige Gesundheitseffekte beim Menschen auslösen. Dazu zählen allergische Reaktionen wie Heuschnupfen, Bindehautreizungen und allergisches Asthma. Die Ambrosiapollen haben ein fünf Mal höheres Allergiepotenzial als Gräserpollen.” Etwa 80 Prozent aller Pollenallergiker reagieren Experten zufolge auch auf Ambrosia, von denen circa die Hälfte anschließend dauerhaft allergisch dagegen sind.

Die ursprünglich in den USA beheimatete Pflanze Beifuß-Ambrosie breitet sich seit den 1990er Jahren auch in Bayern aus. Eine Ambrosia-Pflanze kann zwischen 3.000 und 60.000 Samen in ihrem einjährigen Lebenszyklus abwerfen. Außerdem kann sie bis zu eine Milliarde Pollen in die Luft entlassen. Zur Hauptblüte kommt Ambrosia erst spät im Jahr – je nach Wetterlage zwischen August und September.

Speziell in der Stadt Landshut ist das seit 2007 ein Thema:
https://www.klartext.la/invasive-arten-in-flora-und-fauna-was-unternimmt-die-stadt-dagegen/

Pressemitteilung

München, 24. Mai 2020

PM 136/GP

Huml: Menschen mit Demenz gehören in die Mitte der Gesellschaft – Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin: Bayerischer Demenzfonds fördert innovative Projekte zur Verbesserung der Lebenssituation von Menschen mit Demenz

Auch wenn die Corona-Pandemie derzeit im Fokus steht, darf die Förderung wichtiger innovativer Ansätze in der Pflege nicht vernachlässigt werden. Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml setzt sich für eine verstärkte Teilhabe von Menschen mit Demenz ein. Huml betonte am Sonntag: “Menschen mit Demenz gehören in die Mitte der Gesellschaft. Soweit möglich, sollen Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen am ganz normalen gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Hierfür braucht es viele innovative Ideen. Mit dem Bayerischen Demenzfonds fördern wir innovative Ansätze, die durch kulturelle, musische, sportliche oder andere Angebote die Teilhabemöglichkeiten von Menschen mit Demenz und ihrer Angehörigen stärken.”

Im Rahmen des Bayerischen Demenzfonds werden einerseits Ansätze zur Stärkung der gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen mit Demenz und ihrer Angehöriger mit einmalig bis zu 10.000 Euro gefördert. Zum anderen werden jährlich Preise in Höhe von 1.000 Euro für wissenschaftliche Arbeiten, wie Bachelor- oder Masterarbeiten, Dissertationen oder Habilitationen vergeben, die sich mit praxisbezogenen Fragestellungen zu Demenz beschäftigen. Ein Bezug zum Freistaat Bayern soll gegeben und die Arbeit abgeschlossen sein.

Förderanträge sowie Bewerbungen für Auszeichnungen können jederzeit gestellt werden. Wichtig ist zu beachten, dass die geplanten Projekte noch nicht begonnen haben, sondern die Umsetzung erst in der zweiten Jahreshälfte 2020 oder auch später vorgesehen ist. Ein Expertengremium entscheidet über die Auszeichnungen. In der seit 1. Januar 2020 geltenden Förderrichtlinie Demenz und Teilhabe (DEMTeil) sind weitere Details geregelt.

Die Ministerin ergänzte: “Der Bayerische Demenzfonds fördert lokale Initiativen sowie die Gewinnung praxisrelevanter Erkenntnisse zur Verbesserung der Lebenssituation Betroffener und ihrer Angehörigen. Unterstützt werden insbesondere Ansätze ehrenamtlich Tätiger, die Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen die Teilnahme am Alltagsleben ermöglichen. Hierdurch sollen auch Vorbehalte gegen Menschen mit Demenz abgebaut werden, die leider immer noch bestehen.”

Der Bayerische Demenzfonds ist ein Baustein der Bayerischen Demenzstrategie, deren Leitziel die Verbesserung der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für Angehörige und Betroffene ist. Der Bayerische Demenzfonds finanziert sich aus Spenden und Mitteln des Freistaates Bayern. Spenden können auf folgendes Konto einbezahlt werden: Staatsoberkasse Bayern, Bayerische Landesbank München, IBAN: DE75 7005 0000 0001 1903 15, BIC: BYLADEMM, Verwendungszweck: PK-Nr. 2528.1000.0034 Bayerischer Demenzfonds. Spendenbescheinigungen ab einer Spendenhöhe von 200 Euro werden automatisch erstellt, sofern die Adresse der Spenderinnen und Spender angegeben ist. Bei einer Spende darunter gilt der Überweisungsträger als Spendenquittung.

Pressemitteilung

München, 22. Mai 2020

PM 135/GP

Huml: Neue App für Pollen-Allergiker Bayerns Gesundheitsministerin: Bayerisches Polleninformationsnetzwerk ePIN läuft seit einem Jahr erfolgreich

Pollen-Allergiker können sich in Bayern ab sofort mit einer neuen App über die aktuelle Pollenflug-Lage informieren. Darauf hat Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml am Freitag hingewiesen. Huml unterstrich: “Betroffene können jetzt auch unterwegs die Einnahme von Medikamenten leicht steuern. Das ist ein wichtiger Fortschritt!”

Das bayerische Polleninformationsnetzwerk ePIN war vor genau einem Jahr gestartet. Die Ministerin erläuterte: “Seit dem 22. Mai 2019 misst ePIN mit Hilfe von acht elektronischen Pollenmonitoren die Pollenbelastung in Bayern standort- und pollenspezifisch. Aktuelle Daten zum Pollenflug in Bayern können Pollenallergiker und Asthmatiker online über die Webseiten www.epin.bayern.de undwww.pollenflug.bayern.de abrufen. Die Daten werden alle drei Stunden aktualisiert.” Im Verlauf des Monats Mai konnten bislang über 10.000 Zugriffe auf die ePIN-Website verzeichnet werden.

Huml fügte hinzu: “Wer weiß, welche Pollen wann und wo fliegen, kann wichtige Vorsorgemaßnahmen ergreifen und auch seine Medikamente zielgenau einnehmen.” Aktuell fliegen in Bayern vor allem die Gräserpollen, darüber hinaus gibt es noch einen mäßigen Birken- sowie Eschenpollenflug.

Die ePIN App steht im Google PlayStore (https://play.google.com/store/apps/details?id=de.bayern.lgl.epin.android) und im Apple AppStore (https://apps.apple.com/de/app/epin-pollenflug-bayern/id1497523553) kostenfrei zum Download zur Verfügung. Die App umfasst dieselben Funktionen wie auch die Website. Es können Daten zur aktuellen sowie zur vergangenen Pollenbelastung standort- und pollenspezifisch abgerufen werden. Ebenso stehen Informationen zu den wichtigsten allergieauslösenden Pflanzen, Allergien, den Messstandorten und dem wissenschaftlich-technischen Hintergrund zu ePIN bereit.

ePIN zeigt Daten zum aktuellen und vergangenen Pollenflug der wichtigsten allergieauslösenden Pflanzen Hasel, Erle, Esche, Birke, Gräser, Roggen, Beifuß und Ambrosia an. Die Daten können rückwirkend bis zum 15.05.19 heruntergeladen werden.

Die erste von insgesamt acht elektronischen Pollenmessstationen im Rahmen von ePIN war im April 2018 in Garmisch-Partenkirchen in Betrieb gegangen. Weitere Pollenmonitore stehen in Viechtach, Marktheidenfeld, Altötting, Mindelheim, Hof, Feucht und München. Am 22. Mai 2019 wurde ePIN durch Ministerin Huml am Zentrum für Allergie und Umwelt (ZAUM) der Technischen Universität in München offiziell gestartet. Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ist für den Betrieb von ePIN zuständig.

Huml erläuterte: “Die Auswahl der acht ePIN-Standorte basiert auf einer umfangreichen mehrjährigen Machbarkeitsstudie des ZAUM und des Helmholtz Zentrums München in Zusammenarbeit mit internationalen Experten. Ziel war es, unter Berücksichtigung verschiedener Klimaparameter und der Bevölkerungsdichte in Bayern die optimale Verteilung der acht elektronischen Messstationen zu bestimmen und somit den Pollenflug in Bayern möglichst repräsentativ abzudecken.”

Die in ePIN eingesetzten elektronischen Pollenmonitore verfügen über ein vollautomatisch arbeitendes Lichtmikroskop und eine hochauflösende Kamera, die von jeder Pollenprobe eine Vielzahl von Bildern macht. Dadurch entsteht ein synthetisches Foto, welches durch eine Bilderkennungssoftware pollenspezifisch analysiert wird. Der Pollenmonitor schickt die Messdaten dann digital an das Leibniz-Rechenzentrum. Von diesem werden die Daten zum Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit übertragen und dort graphisch für die Anwendung in Web und App aufbereitet.

Huml fügte hinzu: “Die bei ePIN gemessenen Rohdaten können außerdem sowohl von Wetterdiensten zur Verbesserung der Pollenflugvorhersage als auch von wissenschaftlichen Einrichtungen zur eigenen Verwendung an einer öffentlichen Schnittstelle heruntergeladen werden.”

Die Ministerin, die approbierte Ärztin ist, fügte hinzu: “In Deutschland leidet etwa jeder fünfte Erwachsene an einer allergisch bedingten Entzündung der Nasenschleimhaut. Bei manchen Patienten können dadurch Atemwegsbeschwerden bis hin zu Asthma auftreten.” Sie ergänzte: “Wenn akute Beschwerden auftreten, sollten Allergiker möglichst rasch Antihistaminika einnehmen, die die Symptome einer Allergie lindern. Diese Medikamente wirken in der Regel schon nach zehn Minuten. Allergiker sollten sie für den Notfall dabeihaben. Die Medikamente können so lange eingenommen werden, bis die allergieauslösenden Pollen nicht mehr fliegen.”

In Bayern leiden nach LGL-Schätzungen mehr als zwei Millionen Menschen an einer Allergie oder an Überempfindlichkeitsreaktionen. Etwa 490.000 Erwachsene und circa 85.000 Kinder und Jugendliche sind von Asthma bronchiale betroffen.

Huml unterstrich: “Asthma als Folge einer unerkannten Allergie ist leider nicht selten: Etwa 40 Prozent der Betroffenen bekommen im Schnitt nach acht Jahren chronisches Asthma bronchiale – wenn die Allergie nicht ärztlich behandelt wird. Deshalb ist es ratsam, bei Verdacht auf eine Allergie zeitnah einen Arzt aufzusuchen. Typische Symptome sind häufiges Niesen, eine laufende Nase, juckende Augen, Atemnot oder Husten.”

Allergietests führen unter anderem Hausärzte, Hautärzte, Internisten und Kinderärzte durch. Bei konkretem Verdacht ist die Untersuchung eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen.

„Daran wird eine Gesellschaft gemessen“

Landrat Peter Dreier kritisiert ministerielle Vorgaben
zum Umgang mit verstorbenen Corona-Infizierten

 

„Da der Sarg nicht wieder geöffnet werden darf, ist eine Abschiednahme am offenen Sarg in diesen Fällen nicht möglich.“ Dier Satz ist in einem Schreiben des Bayerischen Gesundheitsministeriums Ende vergangener Woche enthalten – und genau dieser Satz stößt Landrat Peter Dreier sauer auf.

„Bei allem Verständnis für die Vorsicht und die Maßnahmen um das mögliche Infektionsrisiko zu senken: Die Angehörigen in ihrer schwersten Stunde zu verwehren, einen geliebten Menschen noch ein letztes Mal zumindest kurz zu sehen, das kann ich nicht verstehen.“ Zumal es durchaus Möglichkeiten gibt, dass die Angehörigen bei der Verabschiedung geschützt sind – beispielsweise mit dem Tragen entsprechender Schutzausrüstung.

Schlimm genug sei es für Dreier bereits, dass für alle Verstorbenen derzeit nicht die Trauerfeier möglich ist, die sie sich möglicherweise gewünscht haben – denn derzeit dürfen ausschließlich engste Familienangehörige (zehn bis maximal 15 Personen), unter Einhaltung des Mindestabstandes, an der Beerdigung teilnehmen. Eine Trauerfeier mit Freunden, Bekannten und Kollegen kann, wenn überhaupt, nur zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden.

Dreier versprach, den Ermessensspielraum seiner Behörde möglichst auszureizen, damit die Angehörigen sich würdevoll vom Verstorbenen verabschieden können: „Denn sie waren jahrzehntelang Ehepartner, Eltern, Geschwister, Großeltern. So viel Würde müssen wir jedem Verstorbenen und seiner Familie lassen – egal an was der Betroffene letztlich verstorben ist. Daran muss sich eine Gesellschaft messen lassen.“

 

Foto: Archiv/Klartext

Bayerisches Gesundheitsministerium: Weitere sieben Coronavirus-Todesfälle in Bayern bestätigt

Insgesamt nun 20 Fälle

 

Das bayerische Gesundheitsministerium hat am Freitag über sieben weitere bestätigte Coronavirus-Todesfälle in Bayern informiert. Bei den Verstorbenen handelt es sich nach Angaben des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) um je einen Patienten aus den Landkreisen Starnberg, Wunsiedel und Tirschenreuth. Außerdem wurden weitere vier Todesfälle aus Würzburg gemeldet. Damit gibt es in Bayern derzeit insgesamt 20 Coronavirus-Todesfälle.

Zahlen zu Coronavirus-Todesfällen in Bayern können künftig über die Homepage des LGL abgerufen werden. Dort werden allerdings nur Fälle aufgelistet, die dem LGL über den elektronischen Meldeweg (wie im Infektionsschutzgesetz vorgesehen) von den Gesundheitsämtern übermittelt wurden. Da es sich um eine sehr dynamische Situation handelt, kann es zu Abweichungen zwischen den Angaben in den LGL-Darstellungen und regional verkündeten Zahlen kommen.

 

Foto: © Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Bayerisches Gesundheitsministerium: Weitere sechs Coronavirus-Todesfälle in Bayern bestätigt 

Insgesamt nun 13 Fälle

Das bayerische Gesundheitsministerium hat am Donnerstag über sechs weitere bestätigte Coronavirus-Todesfälle in Bayern informiert. Ein Ministeriumssprecher teilte in München mit, dass es sich nach Angaben des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bei den Verstorbenen um eine 69-jährige Patientin aus dem Landkreis Oberallgäu, eine 86-jährige Patientin aus dem Landkreis Traunstein sowie um einen 80-jährigen Patienten aus dem Landkreis Weilheim-Schongau und einen 99-jährigen Patienten aus Würzburg handelt. Außerdem wurden zwei Todesfälle aus dem Landkreis Freising mitgeteilt. Bei diesen Verstorbenen handelt es sich um eine 80-jährige Patientin und einen 87-jährigen Patienten.

Damit gibt es in Bayern derzeit insgesamt 13 Coronavirus-Todesfälle.

 

Foto: © Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Bayerisches Gesundheitsministerium: Weiterer Coronavirus-Todesfall in Bayern bestätigt – Insgesamt nun fünf Fälle seit vergangenem Donnerstag

Das bayerische Gesundheitsministerium hat am Montag über einen weiteren bestätigten Coronavirus-Todesfall informiert. Ein Ministeriumssprecher sagte in München: “Bei diesem Todesfall handelt es sich nach Angaben des Landratsamts Würzburg um einen über 90-jährigen Patienten aus Würzburg.” Damit gibt es in Bayern seit vergangenem Donnerstag insgesamt fünf Coronavirus-Todesfälle.

Der Verstorbene war Bewohner des gleichen Pflegeheims, aus dem bereits zwei andere Coronavirus-Todesfälle in Bayern stammten.

© Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege
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Foto: Archiv KLARTEXT.LA