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Barbara Kempf

Bildtext: Freuen sich über das neue Kooperationsmodell (von links): Dr. med. Ursula Vehling-Kaiser (Schwerpunktpraxis Hämatologie/Onkologie), Barbara Kempf, Chefärztin der Medizinischen Klinik III für Hämatologie und Internistische Onkologie am Klinikum Landshut, Dr. med. Gabriela Totok, Oberärztin für Hämatologie und Internistische Onkologie und Prof. Dr. med. Wolfgang Herr, Direktor der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin III, Universitätsklinikum Regensburg, und Vorstandsmitglied des Comprehensive Cancer Center Ostbayern.

 

„Ein großer Zugewinn für die Region“


Heimatnahe Stammzell-Transplantation – neue Kooperation am Klinikum Landshut

Es handelt sich um ein in Bayern bislang einmaliges Projekt: Patienten mit einer Krebserkrankung, die eine autologe Stammzell-Transplantation erhalten haben, können nun am Klinikum Landshut weiterbehandelt werden. Eine Neuerung, die für die Patienten wie auch deren Angehörigen Vorteile bietet. Dazu wurde eine Kooperation mit dem Universitätsklinikum Regensburg geschlossen.

Die Therapie bösartiger hämatologischer Erkrankungen hat in den vergangenen Jahren große Fortschritte gemacht und damit zu einer längeren Lebenszeit und auch zur Verbesserung der Lebensqualität der Patienten geführt. Voraussetzung für die Behandlung komplexer hämatologischer Erkrankungen sind zum einen eine hochspezialisierte Diagnostik und Therapie, zum anderen eine interdisziplinäre Zusammenarbeit. Vor allem in ländlichen Regionen spielt die Kooperation heimatnaher Praxen und Kliniken mit spezialisierten Zentren eine entscheidende Rolle in der Behandlung. Seit Oktober 2018 gibt es in Landshut ein neues Modell der interdisziplinären Zusammenarbeit im Rahmen der autologen Stammzell-Transplantation mit der Universitätsklinik Regensburg – ein gemeinsames Projekt des Comprehensive Cancer Center Ostbayern (CCCO). Innerhalb des regionalen Netzwerks des CCCO arbeiten alle Partner eng zusammen, um eine bestmögliche wohnortnahe Versorgung der Patienten zu fördern. In diesem Rahmen haben die Medizinische Klinik III am Klinikum Landshut, das Ambulanzzentrum Landshut, die Praxis und Tagesklinik für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin von Dr. Ursula Vehling-Kaiser und das Universitätsklinikum Regensburg eine Kooperation geschlossen. „In dieser Form ist die Organisation der Zusammenarbeit bisher einmalig in Bayern“, so Prof. Dr. Wolfgang Herr, Direktor der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin III am Universitätsklinikum Regensburg.

Das autologe Verfahren der Stammzell-Transplantation kommt bei Patienten in Frage, die eine Blutkrebserkrankung haben und eine intensive Chemotherapie benötigen, um geheilt zu werden oder einen möglichst langen therapiefreien Zeitraum zu erlangen. Die häufigste Erkrankung, bei der die autologe Stammzell-Transplantation je nach Stadium, Alter der Patienten und weiteren Faktoren die „Therapie der Wahl“ ist, ist das Multiple Myelom, so Barbara Kempf, Chefärztin der Medizinischen Klinik III am Klinikum Landshut. Bei der auch als Plasmozytom bezeichneten Blutkrebserkrankung erhalten die Patienten eine hochdosierte Chemotherapie, durch die die Tumorzellen zerstört werden. Diese reduziert jedoch als Nebenwirkung die Blutbildung im Knochenmark, da die Chemotherapie alle sich schnell teilenden Zellen im Körper zerstört. Weil keine ausreichende Blutbildung möglich ist, sind die Patienten stark immungeschwächt. Im nächsten Schritt erhalten sie daher eigene, aufbereitete Stammzellen zurück. Unter autologer Stammzell-Transplantation, die landläufig auch als Knochenmarktransplantation bezeichnet wird, versteht man somit die Verabreichung von Knochenmarksstammzellen an den Patienten, die zuvor aus seinem Blut abgesammelt wurden. Die Phase, in der der Patient einem erhöhten Infektionsrisiko unterliegt, wird damit verkürzt, indem die Stammzellen das durch die Chemotherapie reduzierte Knochenmark besiedeln und zur Regeneration der Blutbildung führen. Stammzellen sind sogenannte Mutterzellen, aus denen alle Blutzellen im Knochenmark entstehen. Sie kommen vor allem im Knochenmark vor, können aber durch bestimmte Behandlungen auch in größerem Maße in das Blut gelenkt werden. Dies geschieht zum Beispiel durch die Verabreichung von Wachstumsfaktoren.

Am Universitätsklinikum Regensburg finden die Sammlung der Stammzellen und die Transplantation statt. Dabei handelt es sich nicht etwa um einen operativen Eingriff, sondern um eine Transfusion. Die Diagnose wie auch die Behandlung vor der Transplantation der Patienten wurde bereits in enger Abstimmung mit der Universitätsklinik Regensburg in Landshut durchgeführt, die Sammlung der Stammzellen, die hochdosierte Chemotherapie mit nachfolgender Transplantation ist in Regensburg verortet. Die neue Kooperation bietet nun aber einen großen Vorteil: Die Patienten können jetzt nach der Transplantation nach Landshut verlegt werden. Das war bislang nicht möglich. „Wir können die Patienten hier im weiteren Verlauf auf der onkologischen Schwerpunktstation heimatnah betreuen. Das erspart nicht zuletzt den Angehörigen weite Wege“, erklärt Barbara Kempf. „Das ist ein Pilotprojekt für das Comprehensive Cancer Center Ostbayern“, sagt Prof. Herr.

Die Phase nach der Transplantation stellt einen kritischen Teil der Behandlung dar, da die Patienten stark immungeschwächt sind. In Landshut können die notwendigen Standards vorgehalten werden. Für die hohe Behandlungsqualität von Krebspatienten wurde das Klinikum Landshut nicht zuletzt 2018 als „Onkologisches Zentrum“ durch die Deutsche Krebsgesellschaft zertifiziert. Die Patienten werden nach der Transplantation am Klinikum engmaschig überwacht, bekommen Bluttransfusionen, Infektionskomplikationen werden behandelt. Außerdem erhalten sie Wachstumsfaktoren, die die Bildung weißer Blutkörperchen stimulieren. Etwa nach 12 bis 14 Tagen erholt sich die Blutbildung. Drei Patienten wurden am Klinikum bereits erfolgreich behandelt. „Wir können Patienten mit komplexen hämatologischen Systemerkrankungen eine wohnortnahe Behandlung auf universitärem Niveau anbieten“, so Kempf. Patienten aus der Praxis von Dr. Vehling-Kaiser kommen nach der Therapie wieder in die Praxis zurück.
Maßgeblich beteiligt an der Umsetzung der Kooperation am Klinikum war Oberärztin Dr. Gabriela Totok, eine wichtige Verantwortung übernehmen auch speziell weitergebildete Onkologische Fachpflegekräfte, die sehr nah mit den Patienten arbeiten. Durch ihre langjährige Tätigkeit im Bereich der Stammzell-Transplantation können Kempf, Totok und ihr Team viel Erfahrung vorweisen, die sich in der neuen Kooperation widerspiegelt. Kempf: „Das Projekt stellt einen großen Zugewinn für die Region dar“.

Mehr Informationen finden Sie unter www.klinikum-landshut.de/fachbereiche/onkologie-haematologie

 

Foto: skyphoto Landshut

„Viele haben diesen Rückhalt nicht“

Christine Gollwitzer spendet 520 Euro für Lebensmut

 

Christne Gollwitzer von der gleichnamigen Bäckerei in Furth unterstützt jedes Jahr eine gemeinnützige Einrichtung. Die Entscheidung fällt sie meist schon zu Beginn des Jahres. Das war auch heuer nicht anders. Ihre Wahl fiel auf Lebensmut – wenig später erhielt sie selbst die Diagnose Krebs. Doch die Lebensfreude hat ihr die Erkrankung nicht genommen. Im Gegenteil: Freudestrahlend konnte sie Barbara Kempf, Chefärztin der Onkologie am Klinikum und Initiatorin von Lebenmut Landshut, kürzlich eine Spende in Höhe von 520 Euro überreichen.

Barbara Kempf, Chefärztin der Onkologie am Klinikum Landshut und Initiatorin von Lebensmut, freut sich über die großzügige Spende von Christine Gollwitzer in Höhe von rund 520 Euro.

Eine Geschichte, wie sie das Leben schreibt: Dass sie selbst zur Betroffenen am Klinikum werden würde, ahnte Christine Gollwitzer noch nicht, als sie auf Lebensmut aufmerksam wurde. Durch einen Zeitungsartikel erfuhr sie von den Make-up-Kursen für Krebspatienten. Eines von vielen Angeboten, das Gollwitzer überzeugte und unterstützen wollte. Im Familienbetrieb, eine Bäckerei in Furth, hatte sie eine Spendendose aufgestellt, um das Trinkgeld zu sammeln. „Ich möchte mich ganz herzlich bei unserer Kundschaft bedanken“, sagte Gollwitzer. Etwa 300 Euro kamen so über das Jahr hinweg zusammen, in einer Zeit, in der sich Gollwitzer der Krankheit stellen musste und am Klinikum behandelt wurde. „Mir war es immer wichtig, offen über die Krankheit zu sprechen, auch mit den Kunden“, erzählt sie. Doch damit nicht genug: Zusätzlich organisierte die Familie einen Flohmarkt im Laden und verkaufte Kinderkleidung und Spielsachen. Rund 510 Euro lautete schließlich das stolze Ergebnis. 10 Euro obendrein erhielt Gollwitzer noch von einer ebenfalls Betroffenen bei einem Behandlungstermin in der onkologischen Tagesklinik vor der Spendenübergabe. „Psychoonkologische Hilfe ist sehr wichtig“, so Gollwitzer. „Ich kann mit der Krankheit umgehen, weil mich meine Familie aufgebaut hat.“ Sie habe die Angebote daher nicht in Anspruch genommen, „aber viele haben diesen Rückhalt nicht“. Nach Operation und Chemotherapie am Klinikum hat Gollwitzer inzwischen ihr Hobby – die Klosterarbeiten – wieder aufgenommen. Die Handarbeit ist fester Bestandteil ihrer „Zurück-ins-Leben-Phase“. „Hätte ich das nicht, würde ich vielleicht an der Kunsttherapie teilnehmen“, so Gollwitzer. „Wer nicht so viel Unterstützung erfährt wie ich, der ist hier in den besten Händen.“

Die Spende für Lebensmut trägt dazu bei, dass Betroffene einer Krebserkrankung  therapie-begleitende Maßnahmen erhalten. „Vielen herzlichen Dank! Wir können mit der Spende ein halbes Jahr die Aromatherapie abdecken“, erklärte Chefärztin Barbara Kempf. Im Klinikum ist eine Armoaexpertin tätig, zwei weitere Mitarbeiter im Haus bekommen die Ausbildung über den Verein bezahlt. Bei der Aromatherapie werden Räume und die Station mit speziellen Ölen beduftet, die  zum Beispiel Ängste lindern oder entspannend wirken. Auch unangenehme Gerüche bei offenen Tumoren können abgemildert werden.

Alle Therapien, Kurse, Sprechstunden und mehr werden ausschließlich durch Spenden finanziert. Für die Patienten sind alle Angebote von Lebensmut kostenlos und unabhängig vom Krankenhaus oder behandelndem Arzt.

 

Foto: Klinikum.

 

Rekordspende für Lebensmut

BTB Bigband sammelt 5025 Euro bei Benefizkonzert für Lebensmut

 

550 Besucher und eine Rekordspendensumme von 5025 Euro: Das Ergebnis des diesjährigen Benefizkonzerts der BTB Bigband übertraf alle Erwartungen. Überwältigt konnte Barbara Kempf, Chefärztin der Onkologie am Klinikum und Initiatorin des Vereins Lebensmut in Landshut, den Scheck kürzlich von Julius Rathmayer, dem Leiter der Gruppe, entgegennehmen. Das Geld fließt in Projekt für therapie-begleitende Maßnahmen für Krebspatienten.

Barbara Kempf, Chefärztin der Onkologie am Klinikum Landshut und Initiatorin von Lebensmut, war kurzzeitig sprachlos als ihr Julius Rathmayer die Rekordspendensumme nach dem Benefizkonzert der BTB Bigband in Höhe von rund 5025 Euro überreichte. Foto: Klinikum.

Die BTB Bigband hat dieses Jahr zum dritten Mal in Folge für Lebensmut gespielt und konnte die Besucherresonanz nochmals steigern – 150 Besucher mehr als im vergangenen Jahr und ein Plus von über 1600 Euro. „Es war ein phänomenales Konzert mit einer ganz besonderen Stimmung“, sagte Julius Rathmayer. „Wir freuen uns sehr, dass so viel Geld für Lebensmut zusammengekommen ist.“

Nach vielen Proben und einem Aufbau am späten Freitagabend mit vielen helfenden Händen war es am 17. November in der Alten Kaserne soweit: Die rund 20 Musiker der Bigband entführten die Zuhörer auf eine musikalische Weltreise mit Titeln wie „Volare“, „Sunshine of my life“, „Summertime“ oder „Valerie“ und dem James Bond Song „Golden Eye“. Die Vollblutmusiker mit zwei begabten Sängerinnen begeisterten das spendenfreudige Publikum und erhielten jede Menge Applaus. „Ich wurde oft auf diesen tollen Abend angesprochen“, sagte Barbara Kempf bei der Spendenübergabe in der onkologischen Tagesklinik im Klinikum. „Ich möchte Ihnen allen großen Dank aussprechen.“ Kempf erläuterte Rathmayer auch, wie das Geld verwendet wird. So soll einerseits eine Musiktherapie zu dem bereits bestehenden Angebot hinzukommen, andererseits soll eine „Stationsfee“ beschäftigt werden. Diese soll ab mittags auf der Station sein und sich den persönlichen Bedürfnisse der Patienten annehmen. „Das können besondere Essenswünsche sein oder die Zeitung zu holen. Denn nicht jeder hat Angehörige, die sich um ihn kümmern“, so Kempf.

Info

Spenden für Lebensmut tragen dazu bei, dass Betroffene einer Krebserkrankung  psychoonkologische Unterstützung erhalten. Alle Angebote sind rein spendenfinanziert und werden nicht von den Kostenträgern übernommen. Für die Patienten sind alle Angebote von Lebensmut kostenlos und unabhängig vom Krankenhaus oder behandelndem Arzt.

Mehr Informationen finden Sie unter www.klinikum-landshut.de/lebensmut .

 

Foto: Klinikum

 

Bildtext: Barbara Kempf, Chefärztin der Medizinischen Klinik III

 

Tag der offenen onkologischen Tagesklinik
Jubiläum zehn Jahre Medizinische Klinik III am Klinikum am 13. Oktober

 

Eine Krebsdiagnose verändert das Leben schlagartig – sowohl das der Betroffenen als auch ihrer Angehörigen. Umso wichtiger sind eine umfassende medizinische und psychoonkologische Betreuung in allen Krankheitsphasen und ein interdisziplinäres Expertenteam hinter sich. Die Medizinische Klinik III am Klinikum Landshut widmet sich Patienten aus den Bereichen Hämatologie und internistische Onkologie mit hoch entwickelten Behandlungsmethoden. Seit zehn Jahren besteht die Fachabteilung inzwischen am Klinikum. Ein Jubiläum, das am Samstag, 13. Oktober, von 10 bis 15 Uhr mit einem Tag der offenen onkologischen Tagesklinik gefeiert wird.

Schwerpunkt der Medizinischen Klinik III liegt im Bereich der Medikamentösen Tumortherapie, eine bedeutende Säule in der Behandlung von Krebserkrankungen. Fachärzte und ein speziell ausgebildetes Pflege- und Betreuungsteam behandeln die Patienten nach aktuellen Leitlinien und Standards. In diesem Jahr wurde das Klinikum als Onkologisches Zentrum nach den Kriterien der Deutschen Krebsgesellschaft erfolgreich zertifiziert. Patienten und ihren Angehörigen stehen zudem zahlreiche Unterstützungsangebote zur Verfügung, die der Verein Lebensmut – Initiative Landshut organisiert. „Lernen Sie die interdisziplinäre Onkologische Tagesklinik und ihr Netzwerk bei einem Besuch persönlich kennen“,  lädt Barbara Kempf, Chefärztin der Medizinischen Klinik III, ein. Die Besucher erwartet ein umfangreiches Programm in der Onkologischen Tagesklinik, Station 9b, mit Angeboten zum Ausprobieren, Medizin zum Anfassen, Information und Beratung, Musik, Imbiss und Saftbar sowie eine große Tombola.  So können Interessierte beispielsweise erfahren, was ein Tropfen  Blut über einen Menschen verrät und was sich in unserem Knochenmark versteckt.

Einen Blick hinter die Kulissen können die Besucher im Reinraumlabor werfen.

Das Team des Hämatologischen Labors führt Mikroskopie-Demonstrationen durch. Angeboten werden unter den Schlagworten „Schönheit bei Krebs“ professionelle Gesichtspflege- und Schmink-Tipps mit zertifizierten Pflege- und Naturkosmetik-Produkten, kurze Übungen aus der Atemtherapie, die innere Spannungen lösen und den Atem wieder leichter fließen lassen, und Massagen von Experten der Aromatherapie mit ätherischen Ölen. Der Friseur im Klinikum bietet Haar- und Perückenberatung. Zudem können die Besucher die Bilder, die im Rahmen der Kunsttherapie für Krebserkrankte entstanden sind, entdecken. Präsentieren werden sich an diesem Tag auch Vereine wie Lebensmut, Selbsthilfegruppen, die Onkologische Fachpflege und viele mehr. An zahlreichen Informationsständen können sich Interessierte beraten lassen. Außerdem wird eine Führung durch den Hochsicherheitstrakt – das Reinraumlabor am Klinikum – angeboten. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie eine Chemotherapie zubereitet wird, ein Blick hinter die Kulissen des High-Tech-Labors, das nach strengsten Sicherheitsregeln individuelle Infusionen herstellt. Die Führungen finden um 10.30, 11 und 11.30 Uhr statt, Treffpunkt ist Station 9b. Programm wird aber nicht nur auf der Station angeboten, sondern auch im Raum Kompass im Gesundheitszentrum direkt neben dem Klinikum mit Angeboten zum Ausprobieren. Dort können Besucher die Meditationsform Qi Gong kennenlernen. Um Wohlbefinden und Meditation geht es auch bei der Klangtherapie. Gezeigt werden Entspannungsübungen mit Klangschalen sowie klassische, simple Meditationstechniken.

„Schönheit bei Krebs“: Interessierte können professionelle Gesichtspflege- und Schmink-Tipps erhalten.

Außerdem finden acht Vorträge im Raum Hammerbach statt. Los geht es um 10.30 Uhr mit dem Vortrag „Psychoonkologie – das Patientengespräch“ von Markus Besseler, Geschäftsführer der Bayerischen Krebsgesellschaft. Um 11 Uhr spricht der Klinikum-Pharmaziedirektor Dr. rer. nat. Mario Kager zum Thema „Wie sauber sind unsere Krebsmedikamente? Sicherheit bei Lieferantenauswahl, Transport, Lagerung und Herstellung der onkologischen Infusionen“. „Keine Angst vor Strahlentherapie“ lautet der Titel des Vortrags um 11.30 Uhr von Dr. med. Hans-Joachim Wypior, Chefarzt der Radioonkologie und Strahlentherapie am Klinikum. Chefärztin Barbara Kempf referiert anschließend um 12 Uhr zur „Immuntherapie in der Onkologie und Hämatologie“. Um  „Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung“ geht es um 12.30 Uhr bei Sabine Haberberger vom Hospizverein Landshut. Die zertifizierte Qi Gong-Lehrerin Sabine Kern hält um 13 Uhr den Vortrag „Ich kann was, ich mache was – und es tut mir gut. Qi Gong für Krebspatienten am Klinikum Landshut – lebensmut e.V.“. Um 13.30 Uhr hält Dr. med. Ludwig Woidy, Chirurgische Klinik I, Darmkrebszentrum Klinikum, den Vortrag „Operative Therapiemöglichkeiten bei Darmkrebs mit Operationsvideo“. Im letzten Vortrag des Tages um 14 Uhr spricht “ Karolina Steinbauer, Pflegebereichsleitung Onkologie am Klinikum über „Die Onkologische Fachpflege“.

 

Eine Anmeldung für den Tag der offenen Klinik ist nicht erforderlich. Mehr Informationen finden Sie unter www.klinikum-landshut.de/fachbereiche/onkologie-haematologie/

 

Fotos: Klinikum Landshut

Lebensmut finanziert Make-up-Kurs für Krebspatientinnen

Vormachen, Nachmachen – Make-up-Artist Alisa Kolb leitet die Patientinnen im Klinikum Schritt für Schritt an.

Bei Patienten mit einer Krebserkrankung mit viel Angst verbunden: Durch eine Krebstherapie verlieren viele Frauen vorübergehend nicht nur ihre Haare auf dem Kopf, sondern auch die Wimpern und Augenbrauen. Die Haut wird meist etwas blasser, trocken und empfindlicher. Für Barbara Kempf, Chefärztin der Klinik für Onkologie und Hämatologie am Klinikum Landshut, eine große Motivation, diese Patientinnen in besonderer Weise zu unterstützen: „Gut aussehen und sich besser fühlen ist das Ziel des Kurses“, so Kempf. Zwei Stunden lang informiert und berät Make-up Artist Alisa Kolb zehn Patientinnen rund um Gesichtspflege und Schminken. Sie zeigt, wie Hautflecken, Wimpern- oder Augenbrauenverlust professionell kaschiert werden können, wie ein wenig Rouge auf den Wangen den Teint strahlender und blasse Wangenknochen voller macht. Auch die Pflege der beanspruchten Haut steht im Fokus. Zum Einsatz kommen im Kurs zertifizierte Pflege- und Naturkosmetik-Produkte. Vormachen und Nachmachen lautet dabei die Devise; die Frauen lernen sich selbst zu schminken, Schritt für Schritt ein passendes Make-up anzulegen.

Mit Alisa Kolb konnte Barbara Kempf eine herausragende Expertin für den Make-Up-Kurs am Klinikum Landshut gewinnen. Sie arbeitet mit vielfältigen Film- und Fernsehproduktionen sowie mit Firmen wie Marc o’Polo, Hallhuber, Bulgari, Bogner oder dem Axel Springer-Verlag zusammen. Studium und Ausbildung absolvierte sie in München und Berlin; neben der dekorativen Kosmetik ist sie auch Ansprechpartnerin für professionelles Haarstyling. „Ich möchte die Schönheit der Menschen zur Geltung bringen, insbesondere bei Menschen, die an Krebs erkrankt sind und häufig besonders zerbrechlich wirken“, so Kolb. „Wenn die Damen mit einem Lächeln den Raum verlassen, habe ich alle Ziele erreicht“, erzählt sie. Der Kurs findet einmal im Monat im Klinikum Landshut statt. Weitere Informationen und Termine unter Telefon 0871/698-3297.

Der Make-Up-Kurs wird wie alle Angebot des Vereins Lebensmut e. V. ausschließlich durch Spenden finanziert. „Für die Unterstützung von Firmen und Privatpersonen sind wir sehr dankbar“, freut sich Chefärztin Barbara Kempf. „Eine Spende für Lebensmut schenkt Krebspatienten Lebensqualität. Schon mit 30 Euro können wir einem Patienten Kunsttherapie anbieten, mit 100 Euro eine Beratung in der Familiensprechstunde“, so Kempf. Weitere Informationen über den Verein Lebensmut gibt es unter www.lebensmut.la

 

Veranstaltungshinweis:

 

Vortrag: Neue Methoden in der Krebsbehandlung – was sind Antikörpertherapien?

Eine der wichtigen Säulen im Bereich der Krebstherapie ist die Chemotherapie. Sie wird häufig mit dem Verlust der Lebensqualität, mit Haarausfall, Erbrechen und Übelkeit verbunden.

Im vergangenen Jahrzehnt kamen aber eine große Anzahl neuer tumorwirksamer Medikamente auf den Markt, auf die diese Beschreibung nicht mehr zutrifft. Häufig können diese Antikörper sogar in Form von Tabletten verabreicht werden. Barbara Kempf, Chefärztin der Medizinischen Klinik III, wird in ihrem Vortrag die erweiterten Behandlungsmöglichkeiten durch diese Mittel für Patienten mit Darm-, Brust-, Lungenkrebs aber auch für Patienten mit Lymphdrüsenkrebserkrankungen vorstellen. Die Veranstaltung findet am 27.Oktober 2015 um 18 Uhr im Klinikum Landshut, Raum Hammerbach statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

 Bild: Chefärztin Barbara Kempf, Fachärztin für Onkologie und Hämatologie

 

 

-hjl-

v.l.: Chorleiterin Rita Oberloher, Marlies Wolf (Chormitglied), Chefärztin Barbara Kempf, Christine Ora (Chormitglied)

Als Barbara Kempf, Chefärztin der Medizinischen Klinik III im Klinikum und Gründerin des Vereins Lebensmut Landshut, am 3. Juli nach Vilsheim fuhr, wusste sie noch nicht, dass sie ein wirklich „atemloser“ Abend erwartet. Die Rhythmusgruppe Ubuntu und der Chor Atemlos veranstaltete im romantischen Vilsheimer Pfarrhof ein fulminantes Konzert mit Gospelgesang und vielen afrikanischen Stücken. Der Chor, der inzwischen 26 Mitglieder zählt, hat sich unter der Leitung von Rita Oberloher in den vergangenen Jahren ein umfangreiches Repertoire erarbeitet. Begleitet wurde der mehrstimmige Gesang von verschiedenen Instrumenten und Percussion. Rund 350 Gäste waren zum Jubiläums-Konzert gekommen und haben zu Gunsten „Lebensmut“ gespendet. Chefärztin Barbara Kempf war begeistert von den musikalischen Darbietungen: „Da kriegte man richtig Lust, selbst mitzusingen“. Der Chor und die Besucher haben mit ihren Spenden dem Verein Lebensmut ein besonderes großes Geschenk gemacht. „Mit 2.456 Euro können wir spezielle Therapieangebote wie z. B. Kunsttherapie, Atemtherapie oder Ernährungsberatung für unsere Krebspatienten weiter sicherstellen. Solche Angebote werden von den Krankenkassen nicht übernommen“, so Barbara Kempf. Zu den jüngsten Angeboten, die über Spenden finanziert werden, gehört die Familiensprechstunde im Klinikum. Die Sprechstunde ist ein Angebot für an Krebs erkrankte Eltern und ihre Angehörigen, einschließlich der Kinder vom Kleinkind bis zum Jugendlichen. Das Angebot umfasst Einzelgespräche mit den Eltern oder Angehörigen, Familiengespräche, sprachlicher und spielerischer Dialog mit Kindern und Gespräche mit Jugendlichen. Dabei geht es u. a. um den Umgang der Erkrankung im Alltag der Familie. Künftig sollen die Patienten im Klinikum von Entspannungsübungen profitieren. Viele Krebspatienten kennen Gefühle wie innere Unruhe, Nervosität und Angst nur zu gut. Entspannungsverfahren sollen dabei helfen, Ängste zu mildern und die eigenen Kräfte zu stärken. Der Verein Lebensmut e.V. Landshut engagiert sich seit 2005 für die psycho-onkologische Begleitung von Betroffenen vor, während und nach der Behandlung einer Krebserkrankung.