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B15neu

B15neu BIS ZUR LA14: BE- ODER ENTLASTUNG?


Landshuter Stadträte Graf und Schnur initiieren INFO-Veranstaltung in der Sparkassenakademie

 

Die Verkehrsbelastung gerade im Stadtteil-Ost ist vor allem im Hinblick auf die zunehmende Bebauung, die Ausweitung der staatlichen Bildungseinrichtungen und Behörden, sowie die Planung der B15neu bis zur Kreisstraße LA14 (bei Dirnau) ein Dauerthema. Seit Jahren engagieren sich die Landshuter Stadträte Graf und Schnur für eine Informationsveranstaltung über die Entwicklung der Verkehrsbelastungen.

Am Donnerstag dieser Woche war es nun so weit. In der Sparkassenakademie fanden sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger speziell aus dem Stadtteil-Ost, sowie Interessierte zur Informations-Veranstaltung der Stadt und des Freistaates über den ersten Bauabschnitt der Ortsumfahrung Landshut der B15 ein.

Nach kurzen einführenden Vorträgen zu den wichtigsten Aspekten des Projektes bestand für die Bürgerinnen und Bürger, vor allem für die Betroffenen der Ortsumfahrung, die Möglichkeit an Themenständen bei Planern und Gutachtern detailliert Erkundigungen einzuholen.

Fragen und Zwischenrufe während der Vorträge waren nicht zugelassen, auch eine Diskussionsmöglichkeit war nicht vorgesehen.

 

Stadtrat Rudolf Schnur zum Thema Infoveranstaltung B 15neu in der Sparkassenakademie:


Die Veranstaltung war nicht das Format, um das Ludwig Graf und ich seit fast zwei Jahren OB Putz und den Leiter des Staatlichen Straßenbauamtes Landshut, Herrn Manfred Dreier, gebeten haben.
Die Bürgerbedenken und -anliegen hatten zu wenig Möglichkeiten. Die Einzelgesprächen an den Infoständen sollten vom Ergebnis her allen Bürgern zugänglich gemacht werden.
Die Sorgen der Bürger sollten ausführlich vorgetragen und diskutiert werden können.
Zahlreiche Zwischenbemerkungen und -rufe aus dem Publikum zeigten die Unzufriedenheit mit dem Format, das keine offene Diskussion im Forum zuliess.
OB Putz hat dies erkannt und im Gespräch mit mir heute angekündigt, dass nach der Verabschiedung des Haushalts für 2019 eine weitere, bürgernähere, Veranstaltung stattfinden wird. Der OB und alle anderen Entscheidungsträger konnten deutlich an der Zahl der erschienen Bürger erkennen, dass das Thema im Stadtosten auf den Nägeln brennt.“

 

Die B 15 verbindet die Räume und Oberzentren Regensburg, Landshut und Rosenheim und damit die Regierungsbezirke Oberpfalz, Nieder- und Oberbayern. Die B 15 verknüpft zentral in Nord-Süd-Richtung die querlaufenden Autobahnen A 93, A 92, A 94 und A 8 und erschließt damit den zwischen den Autobahnen liegenden ländlichen Raum.

Die Fertigstellung der B 15neu bis zum Anschluss an die A 92 östlich von Landshut wird für das Jahr 2019 angestrebt. Gleichzeitig wird auch von Süden her die Westumfahrung Rosenheim zügig weitergebaut.

Für die Gesamtumfahrung von Landshut wurde bereits im Jahre 2017 ein Raumordnungsverfahren durchgeführt. In diesem Verfahren hat die Regierung von Niederbayern geprüft, ob dieses überörtliche Vorhaben den Anforderungen der Raumordnung genügt. Das Ergebnis dieser örtlichen Vorhaben war, dass sie positiv beurteilt werden und zwar der Planfall 1B, der an der A92 in Stadtnähe verläuft und in Richtung Geisenhausen abschwenkt, der Planfall 1C, der stadtferner verläuft, die Variante „Lange Talbrücke“ und wie auch die Untervariante Nord bei Altfraunhofen. Negativ beurteilt wurde die stadtnahe Trasse, der Planfall 1A, ebenso wie die Trasse Isarhangleite und die Untervariante Süd bei Altfraunhofen.

Zurzeit gibt es insgesamt drei Bauabschnitte. Der erste Bauabschnitt um den es hauptsächlich bei dieser Veranstaltung ging, geht von der A92 bis zur Kreisstraße Dürnau. Der zweite Bauabschnitt schließt dort an und geht bis Geisenhausen, unterschiedlich nach Plan 1B oder 1C. Der letzte Bauabschnitt, die Südumgehung, beginnt bei Geisenhausen und endet an der B15alt.

Die Gründe, warum der Bauabschnitt 1 bevorzugt bearbeitet wird, ist das Einverständnis des BMVI (Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur) da der Abschnitt verkehrswirksam sei und zu einer Entschärfung der Verkehrssituation in Landshut führt. Die Besonderheit des Bauabschnittes1 führt dazu, dass die Achse der beiden Planfälle 1B und 1C lagegleich sei. Die Höhenentwicklung sei höhengleich und die Ingenieurgewerke sind ebenfalls identisch. Es findet dadurch keine Vorfestlegung ob Variante 1B oder 1C statt. Es bleiben damit alle Möglichkeiten offen, dieses gilt auch für die Isarhang-Leite. Der Bauabschnitt1 ist 1,8 km lang. Das Bauamt Landshut ist gerade dabei, die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren zu erstellen und hat  das Ziel, im Frühjahr die Planfeststellung einzuleiten.

Zur Topographie: Der Bauabschnitt beginnt am Kreuz Landshut mit der A92, führt dann über die Bahnlinie Landshut-Plattling in den Ortsteil Ohu. Dort wird die Staatsstraße 2074 überquert. Weiter verläuft die Trasse in Richtung Süden, geht über die Isar am Auwald entlang, weiter über die ehemalige Standortschießanlage und endet bei Dürnau an der Kreisstraße LA14.

Eine 3D Vorführung vervollständigte die Vorstellung dieses Bauvorhabens und beschloss den offiziellen Teil der Veranstaltung. Anschließend gab es die Möglichkeit für die vielen interessierten Bürgerinnen und Bürger der Stadt und aus den betroffenen Gemeinden, an Themenständen bei Planern und Gutachtern detailliert Erkundigungen einzuholen.

 

-hjl-

 

Einblicke in die Veranstaltung:

 

Fotos: h.j.lodermeier

 

*ENDE*

Bildtext: Die Mitglieder der CSU-Fraktion im Essenbacher Gemeinderat um Vorsitzenden Karl-Josef Wenninger (rechts) im engen Austausch mit Sabine Wiedemann von der Autobahndirektion Südbayern (Zweite von rechts) und Bundestagsabgeordnetem Florian Oßner (links) zum Bau der B 15 neu.

 

Provisorium als Anbindung der B 15 neu an die A 92

Fachgespräch der CSU-Fraktion mit MdB Oßner und Autobahndirektion

 

Die CSU-Fraktion des Marktgemeinderats Essenbach hat sich am Donnerstag im Essenbacher Rathaus mit dem Bundestagsabgeordneten Florian Oßner und Sabine Wiedemann von der Regensburger Dienststelle der Autobahndirektion Südbayern über den aktuellen Baufortschritt der B 15 neu zwischen Ergoldsbach und Essenbach (A 92) ausgetauscht. Dabei ging es vor allem um den provisorischen Anschluss bei Ohu/Essenbach, der wegen der Verzögerungen beim Bau der Grundwasserwanne für das Fernstraßenkreuz Landshut nötig ist.

Laut Wiedemann soll die B 15 neu im Jahr 2019 bis zur Anschlussstelle Essenbach für den Verkehr freigegeben werden. Der Anschluss an die A 92 werde über eine provisorische Anbindung der Kreisstraße LA 7 erfolgen. „Dafür sollen die bereits fertigen Anschlussrampen des Fernstraßenkreuzes Landshut an der A 92 genutzt werden. Die übrigen Arbeiten auf der insgesamt neun Kilometer langen Trasse liegen gut im Zeitplan, um dieses Ziel im kommenden Jahr zu erreichen.“ Würde das Provisorium nicht gebaut, liefe man Gefahr, dass sich die Verkehrsproblematik rund um Essenbach im Vergleich zum derzeitigen Zustand noch weiter verschärfe.

MdB Oßner: Provisorium so kurz wie möglich halten

Der Verkehrspolitiker Oßner sicherte zu, sich im engen Austausch mit Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer dafür einzusetzen, dass der provisorische Anschluss der B 15 neu an die A 92 nur so kurz wie möglich zum Einsatz kommt. „Die Bundesregierung hat den festen Vorsatz, die bauvertraglichen Auseinandersetzungen um die Fertigstellung der Grundwasserwanne zügig abzuschließen.“ Andererseits dürfe sich der Bund im Interesse der Steuerzahler dabei aber auch nicht auf eine vorschnelle und überteuerte Lösung einlassen. „Es ist erforderlich, zum einen so schnell wie möglich die geforderte Entlastung für die Anwohner zu schaffen und zum anderen die etwaige zusätzliche und kurzzeitige Mehrbelastung an Lärm und Verkehr wegen des Provisoriums durch bauliche Optimierung so gering wie möglich zu halten.“

Darum sei die Essenbacher CSU-Fraktion den Planern der Autobahndirektion und MdB Oßner dankbar für die tragfähige Übergangslösung unter Einbeziehung der Kreisstraße LA 7, wie Fraktionsvorsitzender Karl-Josef Wenninger betonte. Verkehrspolitiker Oßner ergänzte: „Mit der B 15 neu kommt für den Markt Essenbach sowie für die gesamte Region die lang ersehnte Entlastung vom Durchgangsverkehr. Entscheidend für die Bürger ist, dass am Ende eine wesentliche Verkehrsberuhigung in der Ortsdurchfahrt erreicht wird. Dafür nimmt der Bund viel Geld in die Hand.“

 

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B15neu: Erster Abschnitt über die Isar soll rasch geplant werden

Die Planungen für den ersten Abschnitt der Umfahrung Landshut sollen rasch vorangetrieben werden – mit dem Ziel, im nächsten Sommer das Planfeststellungsverfahren für diesen Teilbereich einzuleiten. Dies ist das Ergebnis des 5. Dialogforums, das am Vormittag in Landshut stattfand. Der zwei Kilometer lange Planungsabschnitt beginnt am Fernstraßenkreuz bei Ohu (derzeit im Bau) und endet an der Kreisstraße LAs 14 bei Dirnau. In diesem Bereich sind alle Varianten, die im laufenden Raumordnungsverfahren diskutiert werden, in Lage und Höhe identisch. Somit kann diese Teilstrecke realisiert werden, ohne dass man dem Ergebnis des Raumordnungsverfahrens vorgreift – die drei Trassenvarianten 1a, b und c bleiben so weiter möglich. Zudem wäre die Querung der Hangleite sowohl in Form einer hohen Talbrücke als auch eines langen Tunnels möglich. Ferner hat sich das Dialogforum dafür ausgesprochen, die in Tieflage geführte B15neu bei Ohu abzudeckeln.

 

Am Vormittag hat das fünfte Dialogforum für die Ost-Süd-Umfahrung Landshut im Großen Sitzungssaal des Landratsamtes Landshut stattgefunden. Vertreter aus Politik, Verwaltung und Interessensverbänden diskutierten das weitere Vorgehen bei der Umfahrung Landshuts. Dazu eingeladen hatten Landrat Peter Dreier und Landshuts Oberbürgermeister Alexander Putz, sowie Karl Wiebel, Leiter der Abteilung Straßen- und Brückenbau der Obersten Baubehörde.

Oberbürgermeister Putz betonte vorab, dass man dem Ergebnis des Raumordnungsverfahrens nicht vorgreifen könne. Dennoch sei es möglich, bis zur Kreisstraße LAs 14 bei Dirnau weiter zu bauen, ohne sich für den südlichen Abschnitt auf eine bestimmte Variante festzulegen. „Angesichts der massiven Verkehrszunahme, die ab 2019 mit dem Anschluss der B 15 neu an die A92 auf Landshut zurollt, müssen wir alle Möglichkeiten nutzen, den Zeitplan zu verkürzen“ so Putz.

Landrat Dreier forderte, dass die Stellungnahmen der Kommunen zum Raumordnungsverfahren, soweit Sie den ersten Abschnitt betreffen, bei der Erstellung der Genehmigungsunterlagen berücksichtigt werden müssen. Er gab zudem einen Überblick über die erhobenen Forderungen hinsichtlich einer Abdeckelung bei Ohu. Er habe sich noch einmal mit allem Nachdruck und zusätzlichen Argumenten an Bundesverkehrsminister Dobrindt gewandt, dessen Haus einen Deckel bislang ablehnt. Auch MdB Florian Oßner habe mehrere Gespräche mit dem Ministerium geführt.

Zwischenzeitlich wurde das Staatliche Bauamt vom Bundesverkehrsministerium beauftragt, die technischen Möglichkeiten und die damit verbundenen Kosten zu untersuchen. „Die Einhausung der B15neu bei Ohu wird der Schlüssel zu einem schnellen Erfolg dieses Teilabschnittes sein“, erklärt der Landrat.

Ministerialdirigent Karl Wiebel betonte, dass bereits dieser erste Bauabschnitt spürbar verkehrswirksam ist. Deshalb sei es sinnvoll, schon jetzt mit der Erstellung der Genehmigungsunterlagen zu beginnen, um die Zeit bis zum Abschluss des Raumordnungsverfahrens zu nutzen.

Baudirektor Manfred Dreier vom Staatlichen Bauamt stellte die Planung im Einzelnen vor. Die B15neu ist südlich der A92 als vierstreifige Straße ohne Standstreifen konzipiert. Die Neubaustrecke verläuft im Ortsbereich Ohu in Tieflage und unterquert die Bahnlinie Landshut-Plattling und die Staatsstraße 2074 (früher B11). Der Mühlbach muss nach Süden verlegt und unter der neuen Bundesstraße hindurchgeführt werden. Südlich der Staatsstraße steigt die B15neu zur Isar hin an und erhält Lärmschutzwände auf beiden Seiten. Die Isar samt Deichen sowie Teile des Auwaldes werden mit einer 380 Meter langen Brücke überspannt. Im Bereich Dirnau wird die B15neu an die LAs 14 angebunden, die auf bisherigem Höhenniveau verbleibt.

Hinsichtlich der Auswirkungen auf das städtische Straßennetz erläuterte Baudirektor Dreier, dass diese vom Verkehrsgutachter Prof. Kurzak detailliert untersucht wurden. Es ist zu erwarten, dass nach der ersten Ausbaustufe täglich rund 10.000 Fahrzeuge die neue Isarbrücke passieren. Dadurch werden die Konrad-Adenauer-Straße und der Kasernenknoten um etwa 5.000 Fahrzeuge pro Tag entlastet, weil viele Verkehrsteilnehmer dann nicht mehr durch die Stadt fahren müssten, um in den Stadtosten zu gelangen. Insgesamt sei eine deutliche Entlastung zu erwarten, so Dreier weiter.

Parallel läuft das Raumordnungsverfahren für die gesamte Umfahrung Landshuts weiter. Hier beleuchtet die Regierung von Niederbayern die Auswirkungen des Vorhabens unter überörtlichen Gesichtspunkten und unter Berücksichtigung der Erfordernisse von Raumordnung und Landesplanung. Dazu wurden rund 60 Fachstellen, Kommunen, nach Naturschutzrecht in Bayern anerkannte Vereine, Wirtschafts- und Sozialverbände und Institutionen beteiligt. Erst nach Abschluss des Raumordnungsverfahrens kann das Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden.

 

Foto Leitungsgremium (v. l. Oberbürgermeister Alexander Putz, Landrat Peter Dreier, Ministerialdirigent Karl Wiebel, Manfred Dreier, Abteilungsleiter Straßenbau am Staatlichen Bauamt Landshut)

 

 

„Ein Bau ohne Einhausung wäre unverantwortlich“

Landrat Dreier bekräftigt seine Forderung, die B15neu bei Ohu abzudecken

 

Landrat Peter Dreier hat sich im Bundesverkehrsministerium erneut für eine Einhausung der B15neu am Essenbacher Ortsteil Ohu eingesetzt. In einem Schreiben an Bundesminister Alexander Dobrindt fordert Dreier, dass lediglich die Einhausung der neuen Bundesstraße mit Deckel in diesem Bereich für die Bürgerinnen und Bürger in Frage käme und unterstützt damit eine entsprechende Resolution des Marktgemeinderates. Bereits im Oktober 2016 hatte sich Dreier gemeinsam mit dem damaligen Landshuter Oberbürgermeister Hans Rampf mit dieser Forderung an den Bundesverkehrsminister gewandt.

 

„Zudem hat das Bundesverkehrsministerium unter Minister Wolfgang Tiefensee bereits vor knapp zehn Jahren auf Anfrage von Abgeordneten der Bundestagsfraktion von Bündnis ‘90/Die Grünen die Einhausung der B15neu bei Ohu bestätigt. Deshalb appelliere ich an den Bundesverkehrsminister, an den Versprechen seines Ministeriums festzuhalten und zum Schutz der Bevölkerung die Einhausung in den weiteren Planungen sämtlicher Trassenverläufe fest zu verankern“, erklärt Dreier.

 

Vor allem die Bewohner der bestehenden Siedlung nahe des geplanten Kreuzungsbereiches der A92 mit der B15neu müssen nach Meinung des Landrates besonders geschützt werden: „Der Markt Essenbach, und insbesondere die Bürgerinnen und Bürger von Ohu, sind bereits jetzt extrem belastet – ohne eine Einhausung würde hier noch bei weitem mehr Verkehrslärm entstehen.“

 

Foto: Ing.- Büro Putz

PRESSEMELDUNG

07. September 2016

B15neu wichtig für Wirtschaft

Der BDS Bayern fordert eine schnelle Umsetzung der Pläne zur B15neu

„Die B15neu ist wichtiger denn je für Südostbayerns Wirtschaft. Nach deren Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan sollten die Pläne jetzt unverzüglich umgesetzt werden”, sagt Marco Altinger, Präsident des BDS Bayern. Der Weiterbau der B15neu von Landshut nach Rosenheim wurde lange und öffentlichkeitswirksam diskutiert und ist seit kurzem offiziell im Bundesverkehrswegeplan aufgenommen. Für viele Selbständige und Arbeitnehmer würde eine Fertigstellung der wichtigen Verbindungsstraße enorme Wegezeiten einsparen. Angesichts der überlasteten Verkehrswege, die oftmals noch in einem schlechten Zustand sind, erscheint diese Maßnahme besonders dringend. Der BUND Naturschutz hatte jedoch Beschwerde gegen die Infrastrukturpläne eingelegt. „Dabei handelt es sich um reine Verzögerungstaktik”, ist sich Marco Altinger sicher und ergänzt: „Bremser wie der Bund Naturschutz behindern den wirtschaftlichen Fortschritt.”

 

 

 

-hjl-

 

Heucheln, Täuschen oder Tagträumen?

Die Grünen und ihre Sicht zu einer Verkehrsumgehung der Stadt im Osten

Frau Floegel zitiert den Oberbürgermeister der Stadt Landshut in ihrem Leserbrief vom 10.08.2013 wie folgt: „…Landshut brauche entweder die B15 neu ODER eine Osttangente…“. Er soll dies bei der Verkehrskonferenz der Grünen am 25. Juli 2013 im Landshuter Rathaus gesagt haben.

Auf der Internetseite von „pro-b15neu.de“ steht folgendes Zitat:
“Für Landshut als Regierungshaupt
stadt Niederbayerns und regionales Oberzentrum ist eine gute Infrastruktur unerlässlich. Darüber hinaus wird der
 Stadt bis 2030 ein deutlicher Zuwachs an Einwohnern prognostiziert. 
Die B 15neu ist eine wichtige Verbindung mit der Region zum Beispiel auch für Ein- und Auspendler und außerdem eine dringend benötigte Ergänzung des städtischen Infrastrukturkonzepts, da sie den Verkehr durch die Stadt spürbar entlasten wird.”
Hans Rampf, Oberbürgermeister Stadt Landshut

Die Entscheidung GEGEN eine Entlastungsstraße Ost, vulgo „Osttangente“, zwischen der B 15 (Ortsdurchfahrt von Ergolding) und der LA 14 (Stadt Landshut) mit Brückenschlag über die Isar ist am Abend des 8. November 2012 im Rathaus von Ergolding einstimmig gefallen. Dabei war OB Hans Rampf anwesend!
Die ihm eingangs unterstellte Einlassung “ODER” ergibt vor diesem Hintergrund keinen Sinn.
Die Ergoldinger Entscheidung fiel völlig im Sinne der sogenannten Grünen im Landshuter Stadtrat, da sie in den vergangenen Jahren bei ALLEN Abstimmungen über die Entlastungsstraße Ost dagegen gestimmt haben!
Daher wundert es den informierten Leser, wie sich Herr Dr. Thomas Gambke, MdB bei der Podiumsdiskussion im Blumberg zu folgender Aussage versteigen konnte: „Was wir brauchen, ist eine weitere Überquerung der Isar, um die hochbelastete Konrad-Adenauer-Straße zu entlasten. … Kassieren Sie die Lüge B15 neu und lassen Sie uns das Landshuter Problem gemeinsam nach Berlin tragen.“ (LZ vom 20.06.2013).
Herr Dr. Gambke sollte sich mit den Tatsachen genau beschäftigen, bevor er so etwas sagt, wenn ihm an der Wahrheit gelegen ist. Nötigenfalls soll er jemand fragen, der die Fakten kennt und die Thematik seit Jahren aktiv verfolgt. Fakt ist erstens, die Grünen im Stadtrat haben die Entlastungsstraße Ost immer abgelehnt und das sogar als er selbst noch im Stadtrat saß! Zweitens die Finanzierung einer Entlastungsstraße Ost wurde bereits seit 2006 mehrmals mit dem Bayerischen Innenministerium (Oberste Baubehörde) und dem Bundesministerium für Verkehr erörtert. Sein Kollege Dr. Wolfgang Götzer hat hierfür bereits vor Jahren für Klarheit gesorgt: es gibt nur eine Planung, die vom Bund finanziert und getragen werden würde: Die B 15neu! Es wäre gut, wenn dies auch MdB Dr. Anton Hofreiter wahrheitsgemäß darstellt, bevor er tagträumerische Aussagen trifft: „Der Kompromiss der Ostumgehung unter Bauträgerschaft des Bundes wäre für die Stadt eine Alternative und sollte dem Stadtrat als Lösungsmöglichkeit vorgelegt werden.“ Und legt dann noch eine weitere unhaltbare Behauptung nach: Den Schwerlastverkehr durch Landshut mittels eines Stadtratsbeschlusses für eine Umweltzone zu verbieten! Dass der Stadtrat keine Sperrung einer Bundesstraßenortsdurchfahrt ohne geeignete Umfahrung beschliessen kann, wissen wir in Landshut seit einem entsprechenden Vorstoß im Stadtrat zur Entlastung der Veldener Straße (B15).
Wenn jemand, der dem Ausschuss für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung des Deutschen Bundestages vorsitzt, den Wählern wieder besseren Wissens, solche wirkungslosen Vorschläge unterbreitet, ist dies beschämend und skandalös zugleich. Sein Kollege, Herr Dr. Gambke hat OB Rampf schon wegen weniger zum Rücktritt aufgefordert.

Rudolf Schnur