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B 15 neu

Bundestagsabgeordneter und Verkehrspolitiker Florian Oßner erörtert mit Thomas Merkle und Susanne Kuffer vom Staatlichen Bauamt Landshut sowie Baudirektor Robert Bayerstorfer, Bereichsleiter Straßenbau beim Staatlichen Bauamt, gemeinsam mit dem Anwohner Hansi Huber an der geplanten zukünftigen Baustelle verschiedene Lösungen zum Weiterbau der B 15 neu in Dirnau.


Bundestagsabgeordneter Florian Oßner im Gespräch mit Anwohnern der B 15 neu

Tägliche Staus, viel verlorene Zeit und kurz vor dem Kollaps – so lässt sich die Verkehrssituation in Landshut auf den Hauptadern momentan beschreiben. Die Forderungen nach einer leistungsfähigen Stadtumfahrung werden daher immer lauter. Im Zuge des Weiterbaus der B 15 neu ist dieses Ziel zu erreichen. Dennoch besteht natürlich Klärungsbedarf im Detail mit den unmittelbaren Anwohnern. So auch bei Hansi Huber. Die B 15 neu würde nach Plan ganz in der Nähe seiner Hofstelle gebaut werden. Bundestagsabgeordneter Florian Oßner (CSU) erörterte deshalb letzte Woche mit Huber sowie mit den Planern des Staatlichen Bauamts vor Ort gemeinsame Lösungen für den zügigen Weiterbau der B 15 neu in Dirnau.

„Das beschäftigt einen natürlich“, meinte Hansi Huber mit Blick auf den Bau der B 15 neu in unmittelbarer Nähe. Allerdings sehe er selbst den Sinn und Zweck der Bundesstraße: „Dass wir sie brauchen, steht außer Frage. Ich bin selbst beruflich ständig auf Achse“, so Huber. „Wie bringen wir den zügigen Weiterbau auf der einen Seite sowie die Interessen der Anwohner auf der anderen Seite unter einen Hut“, brachte Bundestagsabgeordneter Florian Oßner, Mitglied des Verkehrsausschusses des Deutschen Bundestags, den Kern des Problems auf den Punkt. Dazu hatten sich Huber und Oßner mit den Planern des Staatlichen Bauamts Landshut auf Hubers Anwesen in Dirnau getroffen.

„Wir brauchen sie“

„Für den Neubau der Ost-Umfahrung Landshut läuft für den ersten Bauabschnitt von der A 92 bis zur Kreisstraße LAs 14 bei Dirnau derzeit das Planfeststellungsverfahren“, erläuterte Robert Bayerstorfer, Bereichsleiter Straßenbau vom Staatlichen Bauamt. Der Abschnitt sei zwar mit rund zwei Kilometern relativ kurz, allerdings mit der Einhausung auf Höhe Ohu, der Isarbrücke und schließlich dem Anschluss an die LA 14s in Dirnau planerisch sehr anspruchsvoll, so Bayerstorfer. Man habe großes Verständnis für die Belange Hubers. Der enge Korridor lasse in der Planung aber keinen allzu großen Spielraum. Der Tatsache, dass die B 15 neu hier sehr nahe an Hubers Grundstück rücke, werde man mit Blendschutzwällen und in einem Teilbereich auch mit einer 30 Meter langen Lärmschutzwand begegnen.

Wie wichtig solche Maßnahmen sind, verstärkte der Eindruck bei der Besichtigung vor Ort – da waren sich alle einig: „Es gibt nur wenige Stellen, wo die Straße so nahe an die Wohnbebauung rückt, wie hier in Dirnau“, merkte Oßner an. „Primär dient die B 15 neu der Allgemeinheit zur Entlastung von quälenden Staus. Trotzdem haben wir auch die Interessen des Einzelnen im Blick. Deshalb suchen wir pragmatische Lösungen, welche die Anwohner in ihren Interessen schützen“, fasste Oßner den konstruktiven Dialog zusammen und bedankte sich bei allen Beteiligten: „So kommen wir gemeinsam voran – nur alles als Anwohner strikt abzulehnen, würde uns keinen Schritt vorwärts bringen“, so Oßner.

Foto: Büro MdB Oßner

 

 

Sobald die B 15 neu an der Kreisstraße LAs 14 ankäme würde die Belastung der Straße in Richtung Kasernenknoten zunehmen. Diese Befürchtung der Bevölkerung aus dem Stadtosten veranlasste die Stadträte Ludwig Graf, Lothar Reichwein und Rudolf Schnur eine Prüfung auf vorübergehende Sperrung der Strecke für den Schwerlast-Durchgangsverkehr zu beantragen. Dem wurde nun gestern im letzten Plenum des alten Stadtrates (2014 bis 2020) einstimmig stattgegeben.
Ein entsprechender Passus ist nun in den Brief des Oberbürgermeisters an die Regierung von Niederbayern aufgenommen worden. Das selbe gilt auch für den Lärmschutz in dem Bereich zwischen LA der Einmündung der B 15 neu in die LA 14 und dem Kasernenknoten.

Auszug aus dem Schreiben an die Regierung von Niederbayern:

“Schwerlastverkehr auf der LAs 14 

Beim Ausbauzustand der B15neu bis zur LAs 14 ergeben sich für den Abschnitt der LAs 14 westlich von Auloh bis zum Kasernenknoten gemäß des Verkehrsgutachtens der Planfeststellung keine Mehrbelastungen durch Schwerverkehre. 

Die Gründe, weshalb der Schwerverkehr zwischen der Kreuzung der B 15neu mit der A 92 und dem Kasernenknoten weiterhin über die bisherige Route B 15 und B 299 verläuft und somit kein Durchgangsschwerverkehr auf der LAs 14 auftritt, sind vom Staatlichen Bauamt detailliert, auch unter Berücksichtigung verkehrslenkender Maßnahmen, wie beispielsweise einer Sperrung des Abschnitts für Durchgangsverkehre, darzustellen. Dabei sind die Schwerverkehre über 3,5t zu betrachten. “

 

 

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„Nicht Kosten-, sondern Technologieführer“

Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier informierte sich bei HA-BE Gehäusebau.

 

Die Region Landshut ist ein starker Wirtschaftsstandort. Was vielen nicht bewusst ist: Manche der ansässigen Unternehmen sind in ihrem Segment globale Spitzenreiter. Bei einem dieser Unternehmen, der Firma HA-BE Gehäusebau in Altheim, informierten sich Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier und Essenbachs Bürgermeister Dieter Neubauer über die Erfolgsgeschichte des Unternehmens, aber auch über aktuelle Hemmnisse wie Mindestlohn und Infrastruktur.   

 

„Weltweite Positionierung.“ Das ist das klare Ziel, dass Karlheinz Brunner, Geschäftsführer von HA-BE Gehäusebau ausgibt. Diese ambitionierte Zielrichtung verfolgt HA-BE seit langem mit großem Erfolg. Als Systemanbieter ist HA-BE spezialisiert auf die kundenspezifische Fertigung von Blechteilen, Baugruppen und mechanischen Systemen. Oberste Maßgabe: Die Qualität muss stimmen. Dass diese Strategie von Erfolg gekrönt ist, zeigt sich angesichts des Standortes von HA-BE in Altheim. Seit Jahren vergrößert das Unternehmen stetig seine Produktionsfläche – auf derzeit über 10.000 m².

 

Doch nicht nur in der Region Landshut ist das Unternehmen vertreten, sondern verfügt auch über Standorte rund um den Globus. „Seit 2012 haben wir eine Dependance in China. Seit vier Wochen gibt es HA-BE-Qualität auch in Kanada“, konnte Geschäftsführer Karlheinz Brunner berichten. Möglich sei dies nur durch qualifiziertes Personal, so Brunner. Daher setze das Unternehmen auf Ausbildung in Eigenregie in mittlerweile vier Berufen. Und das mit großen Erfolg wie Brunner betonte: „So mancher ehemalige Lehrling ist seit Jahrzehnten in unserem Betrieb und jetzt in Führungsposition. Solche Mitarbeiter bilden das Fundament unseres Unternehmens und unseres Erfolges“, führte Brunner aus.

 

B 15 neu zwingend notwendig

 

Für einen dauerhaften Erfolg und den Erhalt von Arbeitsplätzen könne ein Unternehmen vieles selbst leisten. Auf so manches habe man aber keinen Einfluss. Hier müsste die Politik die richtigen Rahmenbedingungen schaffen. Ein wichtiger Faktor sei eine ausgebaute Infrastruktur. „Gegenwärtig hat für uns der Weiterbau der B 15 neu absolute Priorität“, unterstrich Brunner. Die Landshuter Industrie brauche eine verbesserte Verkehrsanbindung. Für sie sei die B 15 neu daher zwingend notwendig. Der gleichen Ansicht war Landshuts Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier, der Anfang des Jahres gemeinsam mit seinem Parteikollegen Erwin Huber bei Ministerpräsident Horst Seehofer für die Weiterführung der damals gestoppten B 15 neu interveniert hatte. „Die Region Landshut braucht die B 15 neu als Entlastungs- und Entwicklungsachse“, hielt Radlmeier fest. „Ohne Verkehrsinfrastruktur keine Industrie“, bekräftige Geschäftsführer Brunner den Abgeordneten.

 

Bessere Rahmenbedingungen wünschte sich Brunner auch in Sachen Mindestlohn. Dabei spiele der Mindestlohn an sich für HA-BE gar keine Rolle, da die Mitarbeiter nach höheren Tariflöhnen bezahlt werden. Auswirkungen hätten allerdings die bürokratischen Hemmnisse, die mit dem Mindestlohn allen Betrieben aufgebürdet werden. „Vieles davon ist unnütz und bindet Personal, Zeit und Geld“, so Brunner. Damit habe man gegenüber der starken Konkurrenz aus den östlichen EU-Staaten einen Wettbewerbsnachteil. Zumal diese in der Regel noch hohe Fördermittel von der EU erhalten würde. Auch Radlmeier sah diese Praxis kritisch. Unter dem Motto „Ja zum Mindestlohn – nein zur Bürokratie“ habe die CSU bereits Änderungen erreicht und sei auch weiterhin dahinter, erläuterte der Abgeordnete.

 

Alles in allem fühle sich HA-BE in Deutschland und vor allem in der Region Landshut sehr wohl, fasste Brunner zusammen. Daher investiere man auch ständig in den Altheimer Standort. Investitionen seien auch wichtig, ansonsten drohe einem Unternehmen der Stillstand. „Und Stillstand bedeutet in der Branche immer Rückschritt“, so Brunner. Das Investieren in neue Technologien passe auch zur Firmenphilosophie. „Wir können und wir wollen auch gar nicht Kostenführer, sondern Technologieführer sein“, so Brunner anschaulich.

 

Bildunterschrift: Stimmkreisabgeordneter Helmut Radlmeier und Essenbachs Bürgermeister Dieter Neubauer informierten sich bei Geschäftsführer Karlheinz Brunner (m.) über Stellung und Ziele von HA-BE Gehäusebau.

 

-hjl-

 

 

Lehrstunde in Demokratie
Beim Kumhausener Widerstand gegen die Autobahn B15 neu hätte bis vor kurzem keiner gedacht, dass es so schnell weitergehen würde mit den Aktionen gegen die geplante „Monstertrasse“. Die Sternstunde der Demokratie, die der bayrische Innenminister Joachim Herrmann den Autobahn-Gegnern neulich gegeben hatte, war noch keine 14 Tage her. Doch schnell kam die Ernüchterung: Alles wie gehabt, Demokratie ausgehebelt, durch Industrielobbyisten.
Aufgrund der starken Proteste im vergangenen Jahr mit Mahnfeuern und Postkarten, mit zehntausenden Holzscheiteln vor dem Münchner Innenministerium und den vielen Protestierenden auf der Verkehrskonferenz bei Dorfen Anfang Dezember, war der Minister mit riesigen Schritten auf die Bürger und seine Wähler zugegangen: Der autobahnartige Ausbau der B15 neu, so ließ er in einer Pressemitteilung vom 19. Januar verkünden, sei gestoppt. Bei den Gegner ungläubiges Staunen: sollte es den Bürgern tatsächlich möglich sein, neben dem mageren Wahlkreuzchen weiteren Einfluss auf die hohe Politik zu nehmen? Viele Skeptiker in Sachen Demokratie, von denen es zu Anfang wahrlich nicht wenige gegeben haben soll, schienen widerlegt.

Während die Gegner des „Monsterprojekts“ noch ungläubig bei einander standen, ihren Erfolg kaum fassen mochten und zögerten, die Sektflaschen zu öffnen, wurde man an anderer Stelle aktiv.

CSU trommelt
Zunächst war das der Landrat Martin Bayerstorfer (CSU) aus Erding. Dem hatte es gar nicht gefallen, als Minister Herrmann im Dezember eine neue Trassenvariante für die B15 neu durch die Autobahndirektion vorstellen ließ, die sich nahe an der bestehenden B15 orientieren sollte. „Bei uns nicht“, gab sich der Landrat entsetzt. „Unser Landkreis ist mit dem Flughafen, der A94 und der A92 schon über Gebühr belastet.“ Da mag ihm mancher Recht geben.

Fluggs brachte der CSUler die wohlgeschmierte PR-Trommel seiner Partei zum Dröhnen, flutete Presse und Bürger mit Mitteilungen, Verlautbarungen und Kundgebungen. Da behauptete man kühn, dass auf der raumgeordneten Trasse ohnehin schon die Grundstücke von der Autobahndirektion gekauft seien. Die Autobahndirektion widerspricht dem aber, seit den 1970er Jahren habe man wegen der unübersichtlichen Lage überhaupt keine Grundstücke mehr entlang einer möglichen B15 neu-Trasse erworben, so heißt es dort. Und der Landrat nahm es auch nicht so genau mit Äußerungen, dass Bürgermeister aus gewissen Gemeinden im Landkreis Landshut hinter ihm stünden – zwischenzeitlich stattgefundene Wahlen mit neuen Ergebnissen hatte er zur Vereinfachung der weiteren Diskussion schlicht ignoriert.

Ober sticht Unter
Gefreut hat das ganze Tohuwabohu die Befürworter einer schnellen Nord-Süd-Verbindung. Lange waren sie medial unsichtbar geblieben. Auf öffentlichen Podiumsveranstaltungen in den betroffenen Gemeinden war man allenfalls durch Krawallmacherei oder fachliche Unkenntnis aufgefallen.

Als dann am 19. Januar die Herrmann‘sche Entscheidung gegen den autobahnähnlichen Ausbau publik geworden war, wachte man auf: IHK und einige der Straßenbaulobby nahe stehende Industrielle, die sich unter dem Motto Pro B15 neu zusammengeschlossen hatten, suchten gemeinsam mit dem umtriebigen Landrat B. um einen dringenden Termin beim CSU-Chef Horst Seehofer nach. Und dort wurden sofort wieder die alten Argumente aufgewärmt: die notwendige wirtschaftliche Erschließung des östlichen Bayerns, die mangelnde Infrastruktur für exportorientierte Unternehmen im Raum Landshut, die drohende Gefahr der Industrieabwanderung. Und dann geschah es wie schon so oft: Wem zuletzt Audienz beim Landesfürsten gewährt worden war, der bekam recht. Der Ministerbeschluss wurde mit einem Federstrich zu den Akten gelegt. Alles wieder zurück auf Start. Demokratie auf bayrisch: der Ober sticht den Unter?

Wer stellt eigentlich die Arbeitsplätze?
Schaut man genauer zu, muss man allerdings feststellen, dass es nicht die lautstarken Unternehmen der Pro-Bewegung sind, die in den letzten Jahren durch Einstellungen und Betriebserweiterungen in Deutschland aufgefallen sind. Im Gegenteil zog man es dort vor, im billigeren europäischen Ausland, in Nordafrika oder China zu produzieren. Und dafür heimlich übers Wochenende in Deutschland Maschinen und Betriebsgeräte zu demontieren, um Mitarbeitern kündigen zu können. So liest man es zumindest in Wikipedia über den Automobilzulieferer Dräxlmeier.

Den weitaus größten Teil an Arbeitsplätzen in den Landkreisen Landshut, Mühldorf, Ebersberg und Rosenheim stellt ohnehin der Mittelstand kleinerer ortsansässiger Unternehmen. Und der bleibt, weil seine Kunden vor Ort sitzen oder weil es mit gut funktionierenden modernen Kommunikationsmedien ohnehin gleichgültig ist, wo ein innovatives Unternehmen seinen Firmensitz hat.

Interessensvertretung?
Und dann ist da noch die IHK. Wie überzeugend kann eine Organisation eigentlich ihre Mitglieder repräsentieren, wenn ihr Gewerbetreibende und Unternehmen per Gesetz zur Mitgliedschaft zugeführt werden und der Mitgliedsbeitrag, ebenfalls per Gesetz, im Voraus festgelegt ist und zwar als fester Prozentsatz vom Gewinn? Es scheint doch etwas vermessen, wenn das IHK-Management die Autobahn B15 neu fordert, vorgeblich im Auftrag ihrer Mitglieder.

Selbst ein des linken Querulantentums unverdächtiger Hans-Olaf Henkel, ehemaliger BDI-Präsident, meint, dass man es doch den Unternehmern selbst überlassen sollte, ob sie die Leistungen der Handelskammern in Anspruch nehmen wollen oder nicht. Das schiene in der Tat demokratischer zu sein. Erst dann könnte die IHK mit Fug und Recht behaupten, für ihre – dann freiwilligen – Mitglieder zu sprechen.

Erhaltenswert
Was auch nett zu lesen ist: Auf der von der Stadt München betriebenen Website www.metropolregion-muenchen.eu kann man über den Landkreis Landshut lesen: „Der Landkreis Landshut ist ein Stück vom Herzen Bayerns – landschaftlich abwechslungsreich und reizvoll, reich an Geschichte und Kultur, prallvoll mit Sehenswürdigkeiten und Naturschätzen: ein Land mit hoher Lebensqualität und vielfältigen Freizeitangeboten.“

Und den Landkreis Mühldorf bewirbt man so: „… auch als Ausflugs- und Urlaubsziel begeistert der Landkreis Mühldorf a. Inn. Die unberührte Natur der voralpinen Hügellandschaft sowie ein reiches historisches Erbe machen die Region Inn-Salzach zu einem ganz besonderen Erlebnis in Oberbayern.“ Über die Landkreise Rosenheim und Ebersberg, ebenfalls tangiert von den mäandernden Autobahnplänen, findet man ähnlichen Lokalstolz auf schöne Landschaft und ihre Traditionen. Ist da etwa doch etwas erhaltenswert?

So geht man in Kumhausen und anderswo halt wieder auf die Straße, plant in den vielen Bürgerinitiativen entlang der diversen Trassenvarianten weitere Aktionen. Auch das hat schließlich schon eine Tradition, die gut 40 Jahre währt. Die Bürger haben, wie man sieht, ihren Glauben an die Demokratie noch nicht aufgegeben. Glücklicherweise.

Die Initiative PRO B15neu wird an diesem Samstag, 27. September mit einem eigenen Infostand im Ortszentrum von Neufahrn vor Ort sein.

Wann: Von 08.00 bis 12.00 Uhr
Wo: Hauptstraße 47, bei der Kreuzung B15 – St. 2142-Rottenburger Straße

Hier können sich die Bürger über die B15 neu informieren und an der Unterschriftenaktion teilnehmen.
___________________________
Initiative PRO B15neu
Altstadt 392 – 84028 Landshut
E-Mail: pro_b15neu@live.de
Website: 
www.pro-b15neu.de
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CSU-Ortsverband thematisiert die Verkehrslage im Landshuter Osten

In der letzten Sitzung des CSU-Ortsverbandes Landshut-Ost zeigte man sich sehr erfreut über den vom Staatl. Straßenbau, im Rahmen eines Runden Tisches vorgelegten Lösungsvorschlag, mit einer Überführung über die B 299 an der Kreuzung auf Höhe der JVA Landshut.

Bereits seit dem Jahr 1998 ist der Ortsverband (OV) daran interessiert eine optimale Lösung für diese Kreuzung zu finden. Die CSU-Stadträte aus dem Landshuter Osten setzen sich daher durch die verschiedensten Initiativen und mehreren Ortsbegehungen für eine Umgestaltung dieser gefährlichen Kreuzung ein. Die im Oktober 2013 vom Straßenbauamt durchgeführte Verkehrszählung brachte nun die Zahlen auf den Tisch. Mit einem täglichen Fahrzeugaufkommen von ca. 36.500 auf der Bundesstraße und ca. 7.500 Fahrzeugen auf der städt. Straße (aus Richtung Weickmannshöhe) ist das Verkehrsaufkommen immens und ein Einfahren in die B 299, insbesondere bei schlechter Sicht, gefährlich.

Vom OV wird auch angeregt, die Fahrbahn zwischen der JVA und der Abzweigung nach Geisenhausen auf drei Spuren zu erweitern, um in dem Bereich die Unfallgefahr zu senken. Immer wieder kommt es durch riskante Überholmanöver zu schweren Verkehrsunfällen.

Um diese Problematik näher zu erörtern, möchte der Ortsverband in nächster Zeit Vertreter des staatl. Bauamtes einladen um über das weitere Vorgehen zu diskutieren.

 

Der OV hat auch die Brückensanierung der Konrad-Adenauer-Straße angesprochen. Das endgültige Ergebnis hierzu wird voraussichtlich im April 2014 mitgeteilt werden. Hier stellt sich die Frage ob die beiden Brücken „nur“ saniert oder doch neu gebaut werden müssen. Die Untersuchung der beiden Brücken im Ortsbereich von Landshut wird derzeit im Rahmen einer bundesweiten Untersuchungsreihe an Brückenbauwerken vor Baujahr 1970, von einem Ingenieurbüro durch geführt.

Die dadurch entstehenden Verkehrsprobleme sind nicht zu unterschätzen. Ein Ausweichkonzept liegt derzeit weder vom Staat noch von der Stadt Landshut vor.

Rudolf Schnur, Stadtrat und Teilnehmer des Runden Tisches, berichtet auch darüber, dass der Staatliche Straßenbau die Brückenmaßnahmen schnellstmöglich durchführen will. Der Grund ist einfach, da die B 15neu bis ca. 2018 an der A92 vorläufig enden wird. Bei einer noch nicht abgeschlossen Baumaßnahme an den Brücken, wäre ein Verkehrskollaps vorprogrammiert. Dies muss unbedingt verhindert werden. Eine Verbreiterung der Geh- und Radwege auf den beiden Brücken im Zuge der Konrad-Adenauer-Straße wäre nach Ansicht der Staatsbehörde nur bei einer Erneuerung der Bauwerke möglich und vertretbar. Schnur stellte in Aussicht von den Stadtwerken prüfen zu lassen, in wie weit es finanziell vertretbar wäre, gemeinsam mit der geplanten Neuverlegung der Fernwärmeleitung über die Große Isar einen Fußgänger- und Radfahrersteg zu errichten.

 

Bei der Vorstandssitzung wurde noch ein weiteres Verkehrsproblem besprochen, welches auch wieder den Landshuter Osten treffen würde. Bei einem Weiterbau der B 15neu bis Dirnau würde der Verkehr auf der LA 14 um geschätzte 7.000 Fahrzeuge am Tag steigen. Hier stellt sich die Frage ob diese Straße einem solchem Verkehrsaufkommen gewachsen ist, vor allem auf Höhe Gretlmühle. An dieser Stelle verläuft die LAs 14 zwischen der Isarhangleite und einem Landwirtschaftsbetrieb. Ausweichmöglichkeiten sind nicht vorhanden.

Der Ortsverband Landshut-Ost wird sich auch zukünftig dieser Verkehrsprobleme annehmen und sich für eine bestmögliche Lösung einsetzen.

Für den Ortsverband Landshut-OST

Georg Stemberger                                                            Ludwig Schnur

Schriftführer                                                                    Stellv. Vorsitzender

 

In der vergangenen Woche trafen sich die Vertreter der Bürgerinitiative „LA-Ost-staufrei“ mit Fritz Colesan, einem der Sprecher der Initiative „PRO B15 neu“ zu einem Gedankenaustausch hinsichtlich der Auswirkungen der B15 neu auf die Landshuter Verkehrssituation. Beide Seiten waren sich einig, dass diese Baumaßnahme unabdingbar für die Entlastung der Stadt Landshut, insbesondere für die Konrad-Adenauer-Straße, auf der die B299 verläuft, aber auch für die Luitpold-, Witt- und Veldener Straße im Westen der Stadt, ist. Die BI „LA-Ost-staufrei“ war im vergangenen Jahr zunächst mit dem Ziel angetreten, eine innerstädtische Entlastung der Stadtteile im Landshuter Osten mit dem Bau einer Entlastungsstraße zwischen der LA 14 und der Gemeinde Ergolding zu erreichen. Zu diesem Zweck wurden innerhalb kurzer Zeit fast 1000 Unterschriften gesammelt, die sich für dieses Anliegen stark machten. Damals wurde aber auch immer betont, dass diese Straße keinesfalls als Umgehung von Landshut anzusehen ist und der Schwerlast- und Durchgangsverkehr nur durch den Bau der B15 neu bewältigt werden kann. Aus diesem Grund sicherten die Vertreter der BI „LA-Ost-staufrei“ Colesan zu, künftig die Initiative „PRO B15 neu“ tatkräftig zu unterstützen. So werden beispielsweise die Unterstützer der BI „LA-Ost-staufrei“ darum gebeten, sich auf der Website der Initiative „PRO B15 neu“ zu registrieren, um ein klares Zeichen für den Weiterbau über Landshut hinaus und für eine Entlastung des Stadtgebiets zu setzen.

 

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Am 11. September trafen sich Vertreter der BI “LA-Ost-staufrei” mit dem Sprecher der BI “PRO B 15 neu”, Herrn Fritz Colesan zu einem gemeinsamen Meinungsaustausch.

Harald Böhm von der BI zur Verkehrsentlastung des Stadtostens und Stadtrat Rudolf Schnur verdeutlichten, dass die von ihnen befürwortete Entlastungsstraße Ost keine Konkurrenz zur B 15 neu sein sollte!

Dies wurde auch vom Bundesverkehrsministerium und dem Bayerischen Innenministerium bereits vor Jahren bestätigt.

Weitere Treffen und gemeinsame Aktionen wurden vereinbart.

 

Stadtrat Rudolf Schnur legte dar, wieso er sich nun für den Bau der B 15, trotz der Eingriffe in die Natur einsetzt:

1. Die beiden Brückenübergänge im Zuge der B 299 Ortsdurchfahrt auf der Konrad-Adenauer-Straße werden ab 2014 eine Sanierung oder schlimmstenfalls eine Erneuerung erfahren. Damit ist der Verkehr auf dieser Trasse enorm eingeschränkt.

Diese Erfahrung wurde bereits bei der Verlegung der Fernwärmeleitung der Stadtwerke Landshut im Jahre 2012 leidvoll gewonnen.

 

2. Bei Fertigstellung des Anschlusses der B 15 neu an die A 92 in Essenbach wird sich der Verkehr auf der Konrad-Adenauer-Straße (B 299) von zwei Bundesstraßen bewegen!

Zähflüssiger Verkehr und Staus (= Lärm, Schadstoffe, Energieverbrauch, Kosten) werden dann täglich stundenlang andauern.

 

3. Durch die negative Entscheidung der Marktgemeinde Ergolding vom November 2012 ist eine Möglichkeit zur Schaffung einer Entlastungsstraße Ost in absehbarer Zeit nicht mehr gegeben.

 

4. Der ÖPNV scheidet als adäquater Ersatz für die B 15 neu aus, da weder die Transportanforderungen (Volumen, Baubedarf, Gewichte usw.) noch die Streckenführung (Ziele im Landkreis oder in der Region) dazu geeignet ist. Im übrigen würde der Bus bei einem Umstieg auch im Stau stehen (Zeitfaktor).

 

 

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Verkehrsbelastung im Großraum Landshut

Nachdem sich in den vergangenen Wochen Politiker der verschiedensten Couleur zum Thema Verkehrsbelastung in Landshut, insbesondere zur B15n bzw. einer Ostumgehung zu Wort gemeldet haben, erscheint es mir an der Zeit, jenseits jeglichen Wahlkampfgetöses die Meinung betroffener Bürger zu äußern. Eine andere Motivation, als die des Wahlkampfes kann ich mir aus so seltsamen Ansichten, wie die des Herrn Dr. Gambke und anderer grüner Politiker auch nicht vorstellen, wenn er sich einerseits vehement gegen die B15n als Nord-Süd-Umfahrung von Landshut, andererseits aber für eine Osttangente ausspricht, die von der Gemeinde Ergolding in ignoranter Weise abgelehnt wurde. Hier ist die Frage erlaubt, wo denn Herr Dr. Gambke war, als die Bürger sich für dieses Vorhaben engagiert haben? Auch die Vertreter der anderen Parteien haben sich bei diesem Thema nicht gerade mit Ruhm bekleckert und haben – mit Ausnahme des Stadtrates Rudolf Schnur – durch Abwesenheit geglänzt. Ebenfalls erwähnt werden muss der glorreiche Vorschlag der FDP, der zur Entlastung der Konrad-Adenauer-Straße einen Brückenschlag der B15n über die Isar mit vorläufigem Endpunkt an der LA14 und Weiterführung zum Kaserneneck vorsieht. Bravo, dann rollt der Durchgangsverkehr eben vorbei an Auloh und über die Niedermayerstraße bzw. durch Schweinbach. Die betroffenen Bürger werden es sicherlich danken!

Vielleicht sollten einfach alle einmal innehalten und sich fragen um was es eigentlich geht. Es geht um die Entlastung des gesamten Großraumes Landshut (LA-Ergolding-Altdorf-Kumhausen) vom Schwerlast- und Durchgangsverkehr sowie eine sinnvolle Verkehrsführung des Ziel- und Quellverkehrs, u.a. durch weitere Isarübergänge im Stadtbereich, damit die Nadelöhre K.-A-Straße und Luitpoldstraße sowie die Witt- und Veldenerstraße endlich entlastet werden. Und wir sprechen hier nicht nur davon, dass Autos schneller vorankommen, sondern in der Hauptsache von den Belastungen der Anwohner, die tagtäglich mit diesem Irrsinn konfrontiert sind. Dazu ist sicher ein Gesamtkonzept, auch unter Berücksichtigung des ÖPNV, notwendig.

Es sollten sich endlich alle an einen Tisch setzen, Politiker aller Parteien, Vertreter aller Kommunen des Großraums Landshut, echte Experten und Betroffene, denen das Wohl dieser schönen Stadt und ihrer anliegenden Gemeinden am Herzen liegt, ohne Vorurteile, Besitzstandsdenken, Ideologien und Parteibuch, nur den gesunden Menschenverstand und das Wohl der Bürger im Sinn!

 

Harald Böhm

BI LA-Ost-staufrei

 

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Zum Leserbrief von Herrn Dr. Thomas Gambke vom 24.08.2013
“Totes Pferd mit Namen B 15 neu”

Der Leserbriefschreiber behauptet, dass die B 15 neu (er meint damit wohl die Weiterführung zwischen der A 92 und Geisenhausen) aus finanziellen Gründen in den nächsten 30 Jahren nicht zu realisieren sei.
Dazu ist anzumerken, dass die Finanzierung der B 15 neu schon viel weiter sein könnte, wenn diese nicht unter einer Rot-Grünen Bundesregierung aus dem vordringlichen Bedarf genommen worden wäre.
Sollte die kommende Bundesregierung wieder mehrheitlich von CDU/CSU besetzt sein, ist davon auszugehen, dass bei der Neufestlegung des Bundesverkehrswegeplanes im Jahre 2015 die B 15 neu in dem genannte Abschnitt der nötige Vorrang eingeräumt wird.
Fakt ist, dass von mindestens vier Repräsentanten der Grünen (Frau Floegel, Frau Steinberger, Herr Dr. Gambke und Herr Dr, Hofreiter) in den vergangenen Wochen in der LZ die B 15 neu abgelehnt haben und dafür eine Ortsumgehung vorschlagen, die von einer Stadtratsmehrheit mehrfach und von der Gemeinde Ergolding im November 2012 einstimmig abgelehnt wurde.

Um im Bild von Herrn Dr. Gambke zu bleiben stellt sich die Frage, wer das Pferd B 15 neu tot reden will oder dem Wähler ein bereits totes Pferd (Ostumgehung) verkaufen möchte.

 

Zum Leserbrief von Dr. Thomas Gambke, MdB vom 24.08.2013 „Totes Pferd mit dem

Namen B15 neu“

Grüne Doppelzüngigkeit

Der Leserbriefschreiber Dr. Thomas Gambke behauptet, dass die B 15 neu (er meint damit wohl

die Weiterführung zwischen der A 92 und Geisenhausen) aus finanziellen Gründen in den nächsten

30 Jahren nicht zu realisieren sei.

Dazu ist anzumerken, dass die Finanzierung der B 15 neu schon viel weiter sein könnte, wenn diese

nicht unter einer Rot-Grünen Bundesregierung aus dem vordringlichen Bedarf genommen worden

wäre.

Sollte die kommende Bundesregierung wieder mehrheitlich von CDU/CSU besetzt sein, ist hoffentlich

davon auszugehen, dass bei der Neufestlegung des Bundesverkehrswegeplanes im Jahre

2015 die B 15 neu in dem genannte Abschnitt der nötige Vorrang eingeräumt wird. Diese Straße

benötigen wir für Stadt und Landkreis Landshut dringend, sowohl um die Infrastruktur zu entlasten

als auch um den Wirtschaftsstandort zu stärken.

Wir werden auch in Zukunft auf Autos und Schwerlastverkehr angewiesen sein. In einer Region

wie Landshut bietet der ÖPNV keine adäquate Alternative. Alle anderen Behauptungen sind ideologische

grüne Träumereien. Gerade als Mann aus der Wirtschaft sollte das Herr Dr. Gambke wissen.

Er sollte als Volksvertreter die Interessen unserer Heimat offensiv durchsetzen und ihnen

nicht mit seiner Blockadepolitik schaden.

Fakt ist außerdem, dass von mindestens vier Repräsentanten der Grünen (Frau Floegel, Frau

Steinberger, Herr Dr. Gambke und Herr Dr, Hofreiter) in den vergangenen Wochen in der Landshuter

Zeitung die B 15 neu eindeutig abgelehnt und dafür eine Ortsumgehung vorschlagen wurde, die

eine Stadtratsmehrheit in Landshut mehrfach und die Gemeinde Ergolding im November 2012 einstimmig

abgeschmetterte.

Um in der Bildersprache von Herrn Dr. Gambke zu bleiben: Die Grünen reden das für die Region

wichtige Zugpferd B 15 neu aus völlig unerklärlichen Gründen tot und machen dem Wähler dafür

ein bereits gestorbenes Pferd (Ostumgehung) schmackhaft.

Thomas Haslinger

Stellvertretender Vorsitzender der CSU Landshut – Stadt

Vorsitzender der Jungen Union Landshut – Stadt

Bundestagslistenkandidat

Ludmillastraße 33

84034 Landshut