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Ausgedehnter Dachstuhlbrand

Ausgedehnter Dachstuhlbrand in einer großen Merhparteienanalge am Landshuter Tannenweg

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch wurden die Feuerwehren aus Landshut und Altdorf kurz vor Mitternacht zu einem Dachstuhlbrand in einer großen Mehrparteienanlage am Landshuter Tannenweg alarmiert.

 

Bereits auf der Anfahrt waren für die Führungskräfte eine massive Rauchentwicklung sowie Flammen weithin sichtbar, so dass die Alarmstufe unmittelbar nochmals erhöht wurde. Auf Grund der Vielzahl an gemeldeten Bewohnern im Brandobjekt wurde parallel auch seitens der Polizei und vom Rettungsdienst ein Großaufgebot in Marsch gesetzt. Auch Mitarbeiter der Landshuter Stadtwerke wurden zur Einsatzstelle beordert, um das Gebäude komplett von der Strom- und Gasversorgung abzuschließen.

Am Brandobjekt – einer großen U-förmigen Mehrparteienanlage – stellte sich die Lage wie folgt dar. Der Dachstuhl des U-förmigen Gebäudes stand an einer Ecke im Vollbrand, das Feuer breitete sich deutlich sichtbar in beide Richtungen aus. Deshalb wurden sofort über die Drehleiter aus Altdorf sowie über mehrere Strahlrohre vom Boden aus mit den Löscharbeiten begonnen. Parallel machten sich Atemschutztrupps der Feuerwehr auf den Weg ins Gebäude. Seitens der Polizei und weiteren Feuerwehrkräften wurden zwischenzeitlich insgesamt fünf Eingänge rund um den brennenden Bereich mit über 50 Personen geräumt. Der Bewohner der Brandwohnung konnte sich selbst ins Freie retten und Alarm schlagen. Insgesamt waren in den Eingängen 75 Personen gemeldet. Die Personen, die Kontakt mit Rauch hatten, wurden vom Rettungsdienst gesichtet. Nach aktuellem Stand wurden zwei Personen mit einer Rauchgasinhalation leicht verletzt, wovon eine Person in ein Krankenhaus eingeliefert werden musste. Seitens der Rettungsdienste – die sich zwischenzeitlich um die Betreuung der evakuierten Personen kümmern und der Stadt Landshut wird in der Sparkassenarena aktuell ein Ausweichquartier eingerichtet.

Nachdem der erste massive Löschangriff eine erste Wirkung gezeigt hatte, konnten noch mehr Atemschutztrupps in die Wohnungen sowie in den Dachstuhl vordringen. Jedoch erschwerten den Einsatzkräften die immer wieder aufflammenden Glutnester und Brandherde unter den Ziegeln sowie in der Isolierung die Arbeiten massiv. Deshalb wurde von der nördlichen Seite eine weitere Drehleiter in Stellung gebracht. Dazu mussten zunächst mit schwerem Gerät mehrere gusseiserne Fahrradständer und Wäschespinnen weggeflext werden. Anschließend konnten die Einsatzkräfte mit den umfangreichen Nachlöscharbeiten beginnen, die sich zur Stunde noch hinziehen. Gegen 2:30 konnten erste Kräfte aus dem Einsatz heraus gelöst werden.

Seitens der Freiwilligen Feuerwehren aus Landshut und Altdorf sind aktuell gut 100 Kräfte vor Ort. Hinzu kommen weitere rund 50 Kräfte der Rettungsdienste, mehrere Streifenbesatzungen der Polizei und das THW Landshut. Zu Sachschaden und Brandursache haben Polizeibeamte bereits vor Ort die Ermittlungen aufgenommen.

Weiterhin ist aktuell angedacht, Teile des Dachstuhls durch das THW abstützen zu lassen. Der Einsatz dauert an.

Aktueller Hinweis:

Insgesamt waren in den evakuierten Gebäudeteilen 75 Personen gemeldet; betreut wurden allerdings nur etwa 55 Bewohner. Diese Erstversorgung durch die Rettungs- und Einsatzkräfte erfolgte vorwiegend in einem nahegelegenen Hotel. In Absprache mit Polizei und Feuerwehr hatte der Katastrophenschutz der Stadt Landshut außerdem unverzüglich die Sparkassen-Arena als Notquartier eingerichtet. Diese war binnen kürzester Zeit bereit, wurde aber letztlich NICHT benötigt: Bis auf ein älteres Ehepaar kamen alle betroffenen Anwohner bei Angehörigen oder Bekannten unter. Das ältere Ehepaar wiederum wurde in einem Hotel untergebracht. Die Sparkassen-Arena ist also derzeit NICHT belegt.

 

Foto: Archiv – KLARTEXT.LA