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Aortenaneurysma

Über die Zertifizierung zum Gefäßzentrum freuen sich v.l. Geschäftsführer Dr. Philipp Ostwald, Dr. med. Gerhard Oberst (Ltd. Oberarzt und Leiter der Interventionellen Radiologie), PD Dr. Dr. Georgios Meimarakis (Chefarzt Gefäßchirurgie), Norbert Schrank (Ltd. Oberarzt Gefäßchirurgie), Martin Wilke (Pflegerischer Bereichsleiter Gefäßchirurgie und Wundexperte) und Carina Loose (Leiterin Gefäßchirurgische Ambulanz). Foto: Klinikum Landshut

Kürzlich haben die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie (DGG) und die Deutsche Röntgengesellschaft (DRG) die Qualität des Gefäßzentrums am Klinikum bescheinigt. Das Team aus Ärzten, Pflegern und weiteren Fachkräften stellt den Patienten in den Mittelpunkt. „Patientenzentriertes Handeln – optimale Behandlung gepaart mit sprechender Medizin – macht uns aus!“, sagt Gefäßchirurgie-Chefarzt PD Dr. Dr. Georgios Meimarakis.

Wenn beim Spazierengehen die Schmerzen in den Waden unerträglich werden, spricht man von der sogenannten Schaufensterkrankheit – eine weit verbreitete Erkrankung der Gefäße. „Enge oder gar verschlossene Gefäße behindern den Blutfluss und können die betroffenen Körperteile nicht mehr ausreichend versorgen“, so Privatdozent Dr. Dr. Georgios Meimarakis, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie, vaskuläre und endovaskuläre Chirurgie. Der Mediziner spricht von der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK). Diese Durchblutungsstörung ist nur eine von zahlreichen Krankheiten, die am neu zertifizierten Gefäßzentrum am Klinikum Landshut behandelt werden. Anfang 2019 haben die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie (DGG) und die Deutsche Röntgengesellschaft (DRG) das Zertifikat ausgestellt. „Ein herzliches Dankeschön gilt allen, die an der erfolgreichen Zertifizierung mitgewirkt haben“, so Geschäftsführer Dr. Philipp Ostwald. Bundesweit sind knapp 100 Zentren zertifiziert, davon weniger als die Hälfte gleich von beiden Fachgesellschaften DGG und DRG.

„Unser Leitgedanke ist, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen“, so Chefarzt Meimarakis. „Wir gehen mit viel Empathie auf unsere Patienten zu. Unsere Herzensangelegenheit ist, die optimale Behandlung mit der sprechenden Medizin zu vereinen.“ Dass sich die Patienten besonders gut aufgehoben fühlen, diese Rückmeldung bekommen die Mitarbeiter des Gefäßzentrums immer wieder – von den Patienten persönlich und in einer repräsentativen Patientenumfrage, genauso wie von Hausärzten. Auch die Auditoren der beiden Fachgesellschaften DGG und DRG haben die Strukturen im Gefäßzentrum überaus positiv bewertet: „Unsere Prozesse und Ergebnisse wurden gleichermaßen gelobt“, so der Chefarzt.

Hinter dem Zentrum steht ein starkes Team aus Ärzten, Pflegekräften und weiteren Mitarbeitern. Hauptkooperationspartnern im Gefäßzentrum sind die Klinik für Gefäßchirurgie und die Klinik für diagnostische und interventionelle Radiologie, die von Chefarzt Privatdozent Dr. med. Hans-Peter Dinkel geleitet wird. Weitere Kooperationen bestehen mit den Fachdisziplinen Nierenheilkunde, Neurologie, Kardiologie, Diabetologie, Angiologie, Rheumatologie und Anästhesiologie. „Wir arbeiten bei sämtlichen Gefäß-Krankheitsbildern fachabteilungs-übergreifend“, so Dr. Meimarakis. Regelmäßig finden Gefäßkonferenzen statt, bei denen sich Gefäßchirurgen und Radiologen mit den anderen Fachdisziplinen absprechen. Zum Gefäßzentrum gehören außerdem Gefäßassistenten, Wundexperten und Fachtherapeuten. „Unsere Stärke besteht darin, dass jeder Patient im Klinikum immer die bestmögliche Behandlung bekommt.“

Das Gefäßzentrum deckt das gesamte Spektrum von Gefäßkrankheiten mittels umfangreicher Diagnostik und moderner Therapieverfahren ab. Das hat auch die Zertifizierung bestätigt. „Gefäßerkrankungen sind auf dem Vormarsch. Wir behandeln stets möglichst schonend, das heißt vornehmlich mit minimal-invasiven Methoden und verzichten häufig komplett auf einen Hautschnitt. Falls nötig kommt die körpereigene Vene als Ersatzteil zum Einsatz, alternativ andere biologische Materialien und möglichst kein Kunststoff.“

Zu den Schwerpunkten des Gefäßzentrums gehören neben der Schaufensterkrankheit (pAVK) die Verengung der Halsschlagader (Carotisstenose), die Erweiterung der Hauptschlagader (Aneurysma) und Krampfadern (Varizen). Auch Patienten mit diabetischem Fuß oder chronischen Wunden werden im Gefäßzentrum erfolgreich behandelt. Im Rahmen der Zertifizierung bestätigten die Fachgesellschaften auch die lückenlose Rund-um-die-Uhr-Betreuung für Gefäßpatienten, die leitlinien-gerechte Behandlung und die konsequente Teilnahme an Qualitätssicherungsprojekten. „Klare Behandlungspfade sorgen für eine zügige Diagnose und individuelle Therapie sowie eine angepasste Nachsorge, damit jeder Patient bald nach seiner Genesung in der häuslichen Umgebung gut versorgt ist“, so Chefarzt Meimarakis.

Um die Bevölkerung zu modernen Diagnostik- und Therapie-Verfahren zu informieren, findet am Samstag, 11. Mai, ein großer Gefäßtag im Klinikum Landshut statt.

Mehr Informationen finden Sie unter www.klinikum-landshut.de/fachbereiche/gefaesschirurgie

Veranstaltungshinweis

 

Aortenaneurysma – Die tickende Zeitbombe: Prävention und Therapie

 

Aortenaneurysmen sind schon längst zu einer Volkskrankheit geworden. Bei dieser Erkrankung erweitert sich die Bauchschlagader. Dieser Prozess verläuft häufig langsam und bleibt meist unentdeckt. Im schlimmsten Fall erweitert sich die Bauchschlagader so sehr, bis es zu einem spontanen Gefäßeinriss kommt. Eine solche Ruptur bedeutet für die meisten Betroffenen den Tod. Die häufigste Ursache für die Entstehung ist die Arteriosklerose, die über 80 Prozent der Fälle ausmacht. Eine Vorsorgeuntersuchung kann helfen, Aneurysmen frühzeitig zu erkennen. Privatdozent Dr. Georgios Meimarakis informiert am Donnerstag, 17. November, über das Aortenaneurysma, über Behandlungsmöglichkeiten und über die Vorsorge. Interessierte können sich nach dem Vortrag in der Gefäßchirurgischen Abteilung screenen lassen.

Beginn ist um 18 Uhr im Klinikum Landshut, Raum Hammerbach, Ebene 0. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

 

Bild: Privatdozent Dr. Georgios Meimarakis, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie, vaskuläre und endovaskuläre Chirurgie:

 

 

 

 

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