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Anke Humpeneder-Graf

Bildtext: Das neue, für drei Jahre vergebene Gütesiegel 2020-2022.

„Premium-Auszeichnung für die Gemeinwohlarbeit“

Erneute Gütesiegel-Zertifizierung für die Landshuter Bürgerstiftung

 

Der Vorstand der ausgezeichneten Stiftung: Prof. Dr. Thomas Küffner, Anke Humpeneder-Graf, Friederike Appold

Zum fünften Mal in Folge wurde die Bürgerstiftung Landshut nun mit dem Gütesiegel des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen ausgezeichnet. Dieses Siegel belegt, dass die Landshuter weiterhin die „10 Merkmale einer Bürgerstiftung“ erfüllen, die sie unter anderem zu Unabhängigkeit, Gemeinwohlorientierung, Transparenz und offenen Strukturen verpflichtet. Dieses Gütesiegel, das jeweils für drei Jahre verliehen wird, haben die Landshuter schon seit ihrer ersten Bewerbung, 2009, ohne Pause inne. Am 6. März wurde das neue Siegel in der Münchener LMU verliehen.

„Es ist jedesmal eine Menge Papierkram, der der Verleihung vorausgeht. Wir müssen uns praktisch nackt ausziehen und alles, was die Stiftung macht, säuberlich belegen“, so beschreibt Stiftungsvorsitzende Anke Humpeneder-Graf das Verfahren, für das Tätigkeitsberichte, Entscheidungsträger und viele, viele Zahlen nachgefragt werden. Nur so ist die Transparenz gegeben, die eine der Voraussetzungen für das begehrte Siegel ist. Mittlerweile hat die dem Zuschlag vorgeschaltete Jury ihre inhaltliche Prüfung der eingereichten Unterlagen noch weiter verstärkt, sodass die Familie der Gütesiegel-Bürgerstiftungen immer exklusiver wird.

Der Bundesverband Deutscher Stiftungen attestiert den so ausgezeichneten Bürgerstiftungen, dass sie wirklich etwas bewegen. Sie stellen die größte Gruppe lebender Stifter, sind offen für neue Themen und kreative Projektideen und zeichnen sich durch ihre Unabhängigkeit aus, die sie vor Instrumentalisierung durch einzelne andere Akteure schützt.

Die Bürgerstiftung Landshut hat in den letzten Jahren viel gearbeitet, die Vorstände und die Stiftungsräte haben für die Stadtgesellschaft viel erreicht und die Landshuter Stiftung ist beträchtlich angewachsen, ist mittlerweile auch für Treuhandstifter interessant geworden. „Aber wir stoßen an unsere Kapazitätsgrenzen und bräuchten dringend personelle Verstärkung in Form von Ehrenamtlichen, die bei Projekten oder im Stiftungsrat mitarbeiten wollen. Informieren Sie sich über uns auf www.buergerstiftung-landshut.de“, so Humpeneder-Graf.

Das Bürgerhaus Landshut ist eines der Projekte der Bürgerstiftung Landshut, es spielt eine wichtige Rolle bei der Integration von Migranten in die Landshuter Stadtgesellschaft.

 

Fotos: Bürgerstiftung

Landshuter Stiftungsvorsitzende als Titelbild für bundesweiten Stiftungsratgeber

 

„Gutes besser tun“, so lautet das Motto der Stiftung aktive Bürgerschaft in Berlin. Die Landshuter Bürgerstiftung gilt auch dort als eines der Aushängeschilder für Bürgerengagement, ihre Arbeit als Vorbild für zahlreiche andere Gemeinwohleinrichtungen. Für ihr Bürgerhaus Landshut wurde sie mit dem „Förderpreis aktive Bürgerschaft“ ausgezeichnet, eine Reihe weiterer Preise und Gütesiegel wurden ihr verliehen. Die Vorsitzende der Stiftung, Anke Humpeneder-Graf, wurde zu zahlreichen Vorträgen und Podiumsdiskussionen in Deutschland und in der Schweiz nachgefragt und traf in ihrer Eigenschaft den Bundespräsidenten, den Ministerpräsidenten und Stiftergrößen wie Susanne Klatten, die reichste Frau Deutschlands.

Nun wurde die Landshuter Bürgerstiftung in Berlin ein weiteres Mal in ihrer Vorbildfunktion bestätigt: Die Vorstandsvorsitzende, Anke Humpeneder-Graf, wurde zum Titelbild eines bundesweiten Ratgebers zum Thema Stiften. „Das war mal eine ganz andere Anfrage als sonst, wo ich um Vorträge, Diskussionsbeiträge oder Workshopleitungen gebeten werde. Und ich habe gerne zugesagt. Das Foto ist ja auch richtig lustig geworden“, freut sich Humpeneder-Graf.

Der Taschenratgeber zeigt auf zwanzig Seiten, wie man eine Bürgerstiftung vor Ort mit Zeit, Geld und Ideen unterstützen kann, was man davon hat und worauf man achten sollte. „So möchten wir“, schreibt die Stiftung aktive Bürgerschaft auf ihrer Homepage, „noch mehr Menschen für das Engagement in einer Bürgerstiftung begeistern.“

Die Stiftung aktive Bürgerschaft als Kompetenzzentrum für Bürgerengagement mit Sitz in der Regierungshauptstadt berät und vernetzt Bürgerstiftungen und setzt sich gemeinsam mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern, Wirtschaft und Wissenschaft, Gesellschaft und Politik für eine Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements und ihrer gemeinnützigen Organisationen zum Wohle unseres Landes ein.

Der Ratgeber ist online als pdf unter www.aktive-buergerschaft.de/buergerstiftungen/buergerstiftung-mitmachen/ abrufbar.

 

Hier ist das Originalbild zu sehen, bitte klicken:

mitmachen_humpeneder

 

Foto: Bürgerstiftung

Bildtext: (v.l.n.r.): Turnierleiter Hans Pongratz und Bürgerstiftungsvorsitzende Anke Humpeneder-Graf mit den drei Erstplatzierten Hans Faltlhauser (3), Christa Bauer (2) und Roman Schießl (1).

 

Spiel, Spaß und Spannung beim Schafkopfturnier der Bürgerstiftung

 

Mit sehr viel Spielfreude waren die Teilnehmer am vergangenen Freitag dabei: In zwei Runden zu je 30 Spielen hatten alle Beteiligten großes Vergnügen am 1. Benefiz-Schafkopfturnier der Bürgerstiftung Landshut. In der Gaststätte Zollhaus ließen sich zahlreiche Kartler von Turnierleiter Hans Pongratz an Vierertische losen, um in zwei Runden je dreißig Mal auf ein gutes Blatt zu hoffen. Mit zehn Euro Spieleinsatz pro Spieler legte die Bürgerstiftung dabei einen Grundstock für ein Weihnachtsessen, das die Berberhilfe Landshut e.V. heuer für die Landshuter Obdachlosen ausrichtet. „Es ist enorm, was die Verantwortlichen der Berberhilfe täglich für die Menschen auf der Straße leisten“, stellte Anke Humpeneder-Graf, Vorsitzende der Bürgerstiftung fest.

„Da freut es uns umso mehr, dass wir an Weihnachten mit unseren Mitteln und mit unserer Manpower dazuhelfen können.“ Nicht nur das positive Ziel tat seine Wirkung: Getreu dem ausgegebenen Motto „Spiel, Spaß, Spannung und was zum Naschen“ gab es drei Haupt- und weitere sieben Trostpreise – und für den Letztplatzierten sprang zudem ein Satz Schafkopfkarten zum Üben heraus. Das Organisationsteam Bojana Moosbühler, Friederike Appold und Josef Wirkert hat bereits eine Wiederholung im kommenden Jahr angekündigt.

 

Bildquelle: Anke Humpeneder-Graf

 

Bildtext: Viel Freude hatten die Bürgerhauskinder und –familien beim Ausflug in den Straubinger Tiergarten. Auch das Wetter spielte bestens mit.

 

 

Familienausflug zu Zebras und Löwen


Bürgerstiftung ermöglicht den Kinderhaus-Familien den Besuch des Tiergartens Straubing

 

Vor allem die Löwen und Tiger haben es den Kindern angetan. Tiere, die sie nur aus dem Fernsehen kannten. Und der Streichelzoo, in dem man die Ziegen nicht nur anschauen, sondern auch ganz wirklich auf Tuchfühlung mit ihnen gehen konnte. Dass man nur liebt und schützt, was man kennt, ist eine Binsenweisheit, und dass die Liebe zu Tieren eng mit der Entwicklung der menschlichen Empathie verknüpft ist, auch. Leider ist es nicht allen Familien möglich, ihren Kindern regelmäßig echte Erlebnisse mit Tieren zu ermöglichen, etwa im Urlaub oder im heimischen Garten. Für viele stellt auch der Besuch eines Zoos eine finanzielle oder logistische Hürde dar. Als Anita Straßenberger, die Leiterin des Kinderhauses und Familienzentrums im Bürgerhaus, mit der Bitte um einen Ausflug für die Kinder und Familien im Wohnquartier um die Porschestraße auf die Bürgerstiftung zukam, zögerte man dort nicht. Inzwischen fand die Fahrt in den Tiergarten Straubing mit mehreren Bussen statt und die Familien, die Kinder und die Betreuer hatten bei bestem Wetter einen wunderschönen Tag. „Es nahmen 69 Kinder und 30 Erwachsene teil. So viel Nachfrage hatten wir noch bei keinem anderen Angebot“, freut sich Anita Straßenberger, die die Fahrt organisierte. Die Kinder konnten ihre Erlebnisse am nächsten Tag im Bürgerhaus in Bildern verarbeiten, die schönsten davon schenkten sie an die Bürgerstiftung als Dankeschön für das möglich machen.
Auf den Bildern tummeln sich Tiger, Bär und Löwen, ein Flamingo, Pinguine und eine Schlange, man kann aber auch Blumen, einen Teich und eine Hütte mit dem Zebra sehen, den Spielplatz, eine Rutsche und viel Sonne. Ein Bild konzentriert sich ganz auf die Darstellung von Mama, Papa und drei Kindern. „Entspannte Erlebnisse mit der Familie und mit Tieren, das ist Gewaltprävention schon bei den ganz kleinen Kindern. Auf den Bildern kann man sehen, dass schon die gemeinsame Busfahrt ein positives Erlebnis für die Kinder war“, meint dazu Anke Humpeneder-Graf, die Vorsitzende der Bürgerstiftung, und verspricht, mit dem Kinderhaus weiterhin eng zusammenzuarbeiten.

 

 

Bildquelle: Bürgerstiftung

 

CSU-Werkstattgespräche: Bildung, Kultur und Jugend

Weiche, aber wichtige Standortfaktoren für Landshut

 

Schon die hohe Besucherzahl der letzten Veranstaltung der Reihe der CSU-Werkstattgespräche zeigte, wie wichtig den Landshuter Bürgern auch die weichen Standortfaktoren ihrer Stadt sind. Die Themen Bildung, Kultur und Jugend brachten zahlreiche Bürger in der Tafernwirtschaft Schönbrunn zusammen, die sich am Erarbeitungsprozess der Ziele für die kommenden Jahre aktiv und ideengebend beteiligen wollten.

Für den Bereich Bildung war Ludwig Zellner, Stadtrat und ehemaliger Lehrer, zuständig. Als Ergebnisse kristallisierten sich eine verstärkte Deutschförderung vor dem Schuleintritt der Kinder, eine bessere Kooperation von Schulen und Handwerksbetrieben und eine Vernetzung von Schulen und Vereinen heraus, aber auch Themen wie Radikalisierungsprävention, Schulausbau, Kinderbetreuungsangebote für die Erwachsenenbildung und ein schnelleres Internet, flossen in die Vorschlagsliste ein.

Den Bereich Jugend leitete Johannes Alfery, Student und ehemaliger Leiter der Schülerunion Landshut. Für die jungen Leute formulierte er in der Zusammenfassung vor allem die Themen Nachtleben, E-Scooter und Isarstrand, bei dem man auch die Verbindung mit einer stehenden Welle für zusätzliche Wassersportmöglichkeiten anstreben solle.

Die – zahlenmäßig größte – Gruppe Kultur wurde von Anke Humpeneder-Graf geleitet, Stadträtin und Kunsthistorikerin mit viel Berufserfahrung. Vor allem Vertreter verschiedener kultureller und wissenschaftlicher Vereine warben für mehr städtische Unterstützung bei der Suche nach Räumen für Sammlungen, Lager, Archive und Besprechungen. Ein Mangel wurde auch hinsichtlich der Logistik zwischen Vereinen, Ansprechpartnern und Veranstaltungsorten empfunden und der Ruf nach einem städtischen Kulturbüro, einem „Kümmerer”, wurde laut. Als weitere Ziele wurde eine bessere Kennzeichnung archäologischer Schnittstellen im Stadtbild, eine Gesamtbetrachtung des Museumsquartiers bei den weiteren Planungen und ein Dranbleiben der Stadt an der Zukunft des Marstalls und der alten JVA formuliert, bei der sich die Stadt, auch wenn sie nicht Eigentümerin ist, bemühen solle, eine kulturelle Nutzung zu sichern.

Die Leiter der drei Bereiche versprachen, die mitgenommenen Vorschläge in die Erarbeitung der künftigen Wahlkampfziele einzubringen und Umsetzungsmöglichkeiten auszuloten.

 

Foto: CSU-Landshut

 

Bildtext: Vorsitzende von Bürgerstiftungen aus ganz Deutschland freuen sich über die Auszeichnung, in der ersten Reihe die Vorsitzende der Bürgerstiftung Landshut, Anke Humpeneder-Graf

 

 

„Soziale Feuerwehr“:

Deutscher Stifterpreis 2019 geht an Bürgerstiftungen

 

Die Bürgerstiftung Landshut ist zusammen mit den anderen 297 Gütesiegel-Bürgerstiftungen in Deutschland mit dem Deutschen Stifterpreis 2019 ausgezeichnet worden. Die höchste Auszeichnung im Stiftungswesen, die bisher 19 Mal verliehen wurde, ging zuletzt an Ise Bosch, Gabriele Quandt und Florian Langenscheidt sowie an die Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main.

Zum ersten Mal wurde der Preis an eine so große Anzahl von Preisträgern vergeben. Der Bundesverband Deutscher Stiftungen würdigt damit laut eigener Aussage das Engagement jener Menschen, die sich in ihren Städten mit Zeit, Geld und Ideen für die Gemeinschaft engagieren. Kennzeichnend für Bürgerstiftungen ist, dass sich ihre Aktiven für viele Gemeinwohlzwecke – Jugend, Senioren, Kultur, Umwelt – einsetzen. Sie sind ein zentraler Ort für gesellschaftliche Mitbestimmung und Partizipation.

Bürgerstiftungen gestalten mit einer Vielzahl eigener Projekte die Gesellschaft liebenswerter und werden als Aktivposten von einer breiten Bürgerschaft vor Ort durch ihr Wirken geschätzt. Als „soziale Feuerwehr“ springen sie dort ein, wo Hilfe gebraucht wird. Bürgerstiftungen sind Stiftungen, die sich fördernd und operativ für das lokale Gemeinwohl mit möglichst breitem Stiftungszweck einsetzen. Die Bürgerstiftung Landshut hat seit ihrer Gründung 2007 in zahlreichen sozialen Projekten ihr Engagement bewiesen, nachhaltigstes Projekt war der Bau des Bürgerhauses Landshut 2012, in dem seitdem soziale und integrative Arbeit für benachteiligte Menschen stattfindet.

Die Geehrten nehmen den Deutschen Stifterpreis am 5. Juni in Mannheim entgegen.

 

Foto: Bürgerstiftung

1000 Euro-Spende ermöglicht Flüchtlingen die Teilnahme an interkulturellem Projekt

Elisabeth Saubert-Orban ermöglicht das Lernen im direkten Austausch

 

„Damit können wir das erfolgreich gestartete Projekt weiterführen“, bedankte sich die Vorsitzende der Bürgerstiftung, Anke Humpeneder-Graf. Bereits im vergangenen Jahr entwickelte die Bürgerstiftung eine Schulung, bei der Flüchtlinge und die Mitarbeiter Landshuter und niederbayerischer Behörden direkt aufeinandertreffen, um gegenseitig zu lernen, wo die kulturellen Verständigungsschwierigkeiten lauern. Denn oft sind es Missverständnisse, die das beiderseitige Verstehen so schwierig machen. Elisabeth Saubert-Orban, die bereits die Projektentwicklung und die Pilotphase großzügig unterstützt hatte, überreichte ihr im Leseclub des Bürgerhauses Landshut eine 1000 Euro-Spende, die weiteren Flüchtlingen den Zugang sichert. Die Behörden bezahlen Ihren Anteil selbst. Nach dem Projektstart, bei dem Saubert-Orban sich selbst ein Bild von der Professionalität der Schulung und der Motivation der Teilnehmer machen konnte, erklärte sie sich spontan bereit, das Projekt weiter zu unterstützen. „Oft fehlt es ja nur am Wissen, dass das Gegenüber aus seiner Kultur heraus Dinge anders versteht, Worte, Gesten oder manchmal bloß Blicke anders interpretiert. Mit oft nur wenig Information kann da schon viel erreicht werden“, erklärt Saubert-Orban ihre Bereitschaft. Bei dem dreitägigen Seminar werden zunächst die Beschäftigten der Verwaltung und die Flüchtlinge in getrennten Trainingseinheiten geschult. Am letzten Tag treffen beide Gruppen aufeinander. Dadurch können kulturelle Differenzen, aber auch Gemeinsamkeiten, unmittelbar angesprochen und gemeinsam erlebt werden. Damit soll die Bildung von Stereotypen und Allgemeinplätzen vermieden werden. Die Veranstaltung wird von Aziz Bouabe, einem vereidigten Dolmetscher und – auch durch seine Tätigkeit bei der bayerischen Justiz – ausgewiesenen Kenner der interkulturellen Feinheiten zweisprachig, deutsch und arabisch, durchgeführt.

 

Zum Bild (v.l.n.r.): Anke Humpeneder-Graf bedankte sich bei Elisabeth Saubert-Orban für die Spende. Damit steht die Schulung der Bürgerstiftung auch weiterhin für Flüchtlinge offen.

 

Interkulturelle Kompetenz für Profis geht in die zweite Runde

Bürgerstiftung setzt interkulturelle Schulungen für Verwaltungsmitarbeiter und Flüchtlinge fort
Die Pilotphase wurde erfolgreich durchlaufen: 15 Teilnehmer haben an dem dreitägigen Seminar „interkulturelle Begegnung“ der Bürgerstiftung Landshut teilgenommen, darunter Mitarbeiter der Stabsstelle für Flüchtlinge, der Regierung von Niederbayern und des Schulverwaltungsamtes. Das Besondere an dem Projekt: Die Hälfte der Teilnehmer waren Flüchtlinge, denn ein Ziel des Projektes ist der interkulturelle Austausch.

Bei dem dreitägigen Seminar wurden zunächst die Beschäftigten der Verwaltung und die Flüchtlinge in getrennten Trainingseinheiten geschult. Am letzten Tag trafen beide Gruppen aufeinander. Dadurch konnten kulturelle Differenzen, aber auch Gemeinsamkeiten, unmittelbar angesprochen und gemeinsam erlebt werden. Damit soll die Bildung von Stereotypen und Allgemeinplätzen vermieden werden.

Die Pilotphase, die, wie auch die gesamte Projektentwicklung, dank der großzügigen Unterstützung von Elisabeth Saubert-Orban stattfinden konnte, war ausgesprochen erfolgreich. Anke Humpeneder-Graf, die Vorsitzende der Bürgerstiftung Landshut, erläutert: „Wir haben in der Pilotphase bewusst auf Multiplikatoren gesetzt, sowohl in der Verwaltung als auch bei den Flüchtlingen.“ Sowohl einzelne Verwaltungsmitarbeiter als auch ganze Einrichtungen hätten mittlerweile Interesse an der Schulung signalisiert, sodass weitere Trainings wieder im Bürgerhaus Landshut, aber alternativ auch gleich in den Räumen der jeweiligen Behörde stattfinden könnten.

Aziz Bouabe, der das Projekt mit der Bürgerstiftung entwickelt hat und die dreitägigen Kurse als vereidigter Dolmetscher zweisprachig durchführt, ist ein ausgewiesener Kenner der interkulturellen Feinheiten. Auch Richter und Staatsanwälte hat er für den Rechtskundeunterricht der bayerischen Justiz bereits interkulturell sensibilisiert.

Die Behörden werden die für ihre Mitarbeiterschulung anfallenden Kosten, anders als in der Pilotphase, im weiteren Projektverlauf selber tragen müssen. „Was die Kosten für die Flüchtlinge betrifft, so springt in den nächsten ein, zwei Kursen noch einmal unsere Sponsorin ein“, so Humpeneder-Graf. „Für die weiteren Kurse versuchen wir, die Teilnahmegebühren für die Flüchtlinge durch Spenden zu decken.“ Anmeldungen und Terminvereinbarungen bei Herrn Fischer im Bürgerhaus unter 0871/97472134 oder unter info@buergerhaus-landshut.de. Die Spendenkonten unter www.buergerstiftung-landshut.de oder unter www.gut-fuer-die-region-landshut.de

 

Zum Bild: Aziz Bouabe (2.v.li.) bei der Überreichung der Zertifikate für die erfolgreiche Teilnahme an (von links)  Tareq al Shallah, Mohammed Mohsen und Helal Ozoun.