Home Tags Posts tagged with "Abfallwirtschaft des Landkreises."

Abfallwirtschaft des Landkreises.

Bildtext: Diese Tonnen stehen an den Altstoff-Sammelstellen für demontierte und gesicherte Akkus bereit

 

Bei Akkus besonderes Augenmerk gefordert

Abfallwirtschaft des Landkreises informierte beim Platzwartetreffen
über Neuerungen an den Altstoffsammelstellen

 

Mithilfe eines Klebebandes können ausgebaute Lithium-Ionen-Akkus leicht gesichert werden

 

Nach dem Großbrand in einer Recyclingfirma in Wörth im Juni hat die Abfallwirtschaft im Landkreis Landshut Konsequenzen gezogen: Ab Ende November werden die Container für Elektroschrott an den Altstoff-Sammelstellen nicht mehr offen zugänglich sein, damit kein Lithium-Ionen-Akku mehr unbemerkt unter die abgegebenen Elektrogeräte geraten kann. Im Rahmen des letzten Platzwarte-Treffens wurden dies und einige andere Neuerungen bekannt gegeben.

Für den Elektroschrott werden jetzt Transportwägen beschafft, auf denen die Altgeräte deponiert werden können – die Platzwarte untersuchen die Geräte, ob die Bürgerinnen und Bürger nicht doch einen Akku vergessen haben – denn sie stehen ebenfalls weiter in der Pflicht, die Energiespeicher bereits vor der Fahrt zur Altstoff-Sammelstelle so weit wie möglich von den Geräten zu lösen. „Akkus, die außen angebracht wurden, sollten vorab demontiert und die Kontakte mit einem Klebeband gegen Kurzschluss gesichert oder einzeln in Plastiktüten verpackt werden. Die Platzwarte nehmen den Akku zur weiteren Entsorgung gerne persönlich entgegen“, erklärt der zuständige Sachgebietsleiter Gernot Geißler.

Lithium-Ionen-Akkus gehören zu den Hochenergiebatterien und bergen bei unsachgemäßer Entsorgung eine hohe Brandgefahr – deshalb ist hier besonderes Augenmerk gefordert. Das vielfach diskutierte Thekenmodell kam aber für die Landkreis-Abfallwirtschaft nicht in Frage: „In den Altstoffsammelstellen herrscht während der Öffnungszeiten immer reger Betrieb. Wir wollen lange Wartezeiten für die Bürgerinnen und Bürger vermeiden. Deshalb nehmen wir auch höhere Personalkosten in Kauf, sodass die Platzwarte die angelieferten Geräte außerhalb der Öffnungszeiten auf verbaute Akkus prüfen werden“, meint Geißler. Hochenergiebatterien sind nicht nur in Handys, sondern in allen möglichen Geräten verbaut, beispielsweise in elektrischen Werkzeugen oder auch in Rasenmähern. Herkömmliche Batterien können weiterhin in den entsprechenden Sammeltonnen abgegeben werden.

Auch der Buchsbaumzünsler und die ihm zum Opfer gefallenen Pflanzenteile wurden im Rahmen des Platzwartetreffens thematisiert. Anders als im letzten Jahr ist die Raupe bereits so weit im Landkreis verbreitet, dass die betroffenen Pflanzen wie das herkömmliche Grüngut in den Containern entsorgt werden können.

Ebenfalls angesprochen wurden die Annahmekriterien bei der Sperrmüll- und Altholzsammlung. Denn entgegen der weitläufigen Annahme handelt es sich um zwei unterschiedliche Entsorgungskategorien. In die Sperrmüllcontainer dürfen nur Abfälle bis maximal zwei Metern Länge eingeworfen werden. Wenn es sich bei diesen Abfällen um massive Teile handelt, wie etwa Holzbalken mit einem Durchmesser von mehr als zehn Zentimeter, dürfen die Abfälle sogar nur maximal einen halben Meter lang sein.

Beim Altholz dürfen Abfälle eine Länge von höchstens 2,50 Metern aufweisen. Allerdings darf in die Altholzcontainer nur gering belastetes, sogenanntes „A3“-Holz. Das sind in der Regel alle Hölzer aus dem Wohn-Innenbereich. Holz aus dem Außenbereich, wie beispielsweise Gartenmöbel, Teile des Gartenzauns, Holzfenster oder Außentüren wird aus diesem Grund als Sperrmüll entsorgt und muss entsprechend zerkleinert werden.

Weitere Tipps und Informationen zur sachgerechten Abfalltrennung finden Sie auch auf der Homepage des Landratsamtes unter www.landkreis-landshut.de.

 

Fotos: Landkr. Landshut

 

Bildunterschrift: Gemeinsam mit Vertretern des Landratsamtes besichtigten die Mitglieder des Kreisrechnungsprüfungsausschusses die Reststoff-Deponie Spitzlberg und informierten sich über das umfangreiche Abfallwirtschaftssystem des Landkreises.

 

Deponie unter die Lupe genommen

Kreisrechnungsprüfungsausschuss besichtigt Reststoff-Deponie Spitzlberg

 

Sie prüfen jährlich Unmengen an Zahlen, sie beurteilen die Haushaltsführung des Landkreises und haben dabei stets seine Wirtschaftlichkeit im Blick: Der Rechnungsprüfungsausschuss des Landkreises Landshut.

 

Die Mitglieder um ihre Ausschussvorsitzende Monika Maier (CSU) beschränken sich dabei nicht nur auf Buchungsvorgänge und Belege – sie machen sich selbst ein Bild von den Einrichtungen des Landkreises. So auch von der Reststoff-Deponie Spitzlberg, eine der Vorzeige-Einrichtungen der erfolgreichen Abfallwirtschaft des Landkreises.

 

Dabei schilderte der Sachgebietsleiter für Abfallwirtschaft am Landratsamt, Gernot Geißler, das Entsorgungskonzept des Landkreises vor und ging auf die Geschichte der Reststoff-Deponie ein: Im Frühjahr 1985 in Betrieb genommen, wurde Spitzlberg stetig ausgebaut, der erste Bauabschnitt konnte nach fachmännischer Abdichtung in mehreren Schichten zur dauerhaften Lagerung zum Teil bereits wieder rekultiviert werden. Hier wurde eine Photovoltaikanlage zur Gewinnung regenerativer Energie aufgebaut. Mittlerweile umfasst die Deponie etwa 13 Hektar.

 

„Die Abfallwirtschaft des Landkreises Landshut und insbesondere die Reststoff-Deponie Spitzlberg ist bestens organisiert und ausgebaut. Nicht nur der Landkreis und die Stadt Landshut profitieren von dieser umsichtigen und zukunftsorientierten Planung – auch umliegende Landkreise und Abfallzweckverbände sind froh, dass sie ihre nicht brennbaren Abfälle hier lagern können. Aber diese Leistung kommt nicht von ungefähr: Der Landkreis Landshut investiert stetig in seine Abfallwirtschaft – das ist auch für uns als Kreisrechnungsprüfungsausschuss ein wichtiges Thema, das wir stets aufmerksam beobachten“, erklärte die Ausschussvorsitzende und Bodenkirchener Bürgermeisterin, Monika Maier.

 

Begleitet wurden die Ausschussmitglieder vom Kreisrechnungsprüfer Karl-Heinz Fischer und Kämmerer Gerhard Brandstetter.

 

Foto: Landratsamt