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Abbruch

Alte Hofstelle wird Biotop

Wie bereits berichtet, wird die alte Hofstelle im Landschaftsschutzgebiet „Tal Josaphat” ab kommenden Montag abgebrochen.

 

Die unmittelbare Umgebung der Hofstelle weist eines der bedeutendsten bekannten Vorkommen des Deutschen Sandlaufkäfers – eine streng geschützte vom Aussterben bedrohte Art – auf und ist damit schon heute naturschutzfachlich von großer Bedeutung. Der Abtransport des Abbruchmaterials wird jedoch durch das Vorkommen des Sandlaufkäfers aus Gründen des Bundesnaturschutzgesetzes erheblich erschwert. In enger Zusammenarbeit mit dem Abbruchunternehmer und einer Landshuter Landschaftsplanerin wird jetzt seitens der Stadt Landshut aus der Not eine Tugend gemacht. Die rein mineralischen Bestandteile der abzubrechenden Hofstelle werden unter fachkundiger Anleitung auf dem Gelände so verteilt und modelliert, dass neue Lebensräume für Reptilien wie Zauneidechse oder Schlingnatter entstehen. Wie der Fachbereich Naturschutz dazu mitteilt, entsteht damit ein Biotopkomplex ganz im Sinne der lokalen Biodiversitätsstrategie der Stadt Landshut. Spannend wird die weitere Entwicklung der Artenzusammensetzung auf der Fläche verlaufen. Mit systematischem Monitoring wird der Fachbereich Naturschutz diese Entwicklung in den nächsten Jahren verfolgen und dokumentieren. Seitens der Regierung von Niederbayern kann die Maßnahme nach den Landschaftspflege- und Naturparkrichtlinien gefördert werden. Für den Artenreichtum im Landschaftsschutzgebiet „Tal Josaphat” ist die gesamte Maßnahme ein großer Gewinn.

 

Foto: Archiv KLARTEXT.LA

Mit vollem Risiko wurden die Abbrucharbeiten an einem Gebäude in der Engstelle am Regierungsplatz gegenüber der Dominikanerkirche durchgeführt.

Ohne Rücksicht auf fallende Trümmerteile und unter unter fliessendem Verkehr ging ein Bagger an den Abbruch des Anwesens Regierungsplatz 571. Dort wo noch vor kurzem ein Friseur die Haare seiner Kunde pflegte sind manchem Betrachter am heutigen Freitag die selben zu Berge gestanden.

Arbeiter sperrten nur kurzfristig den Straßenabschnitt, bevor jeweils größere Trümmerteile auf die Straße fielen. Sobald diese weggeräumt waren, floss der Verkehr erneut durch die durch Absperrgitter zusätzlich verengte Straßenschlucht.

Die Fotos zeigen deutlich, dass ungesicherte Trümmerteile und Teile der Dachkonstruktion jederzeit herabfallen könnten und trotzdem die Verkehrsteilnehmer in jeder Form (Kfz, Fahrrad, Fußgänger) dort passierten.
Der Volksmund sagt in solchen Fällen nicht zu Unrecht: “Mehr Glück als Verstand!”.

Rudolf Schnur


Nach und nach wird hier die Geschichte der Erneuerung der 09-Halle dargestellt. Anhand von Fakten und tatsächlichen Begebenheiten.

 

Datum: Fri, 20 Jul 2007 17:08h
Von: “Rudolf Schnur” <schnur@landshut.org>
An: “Hans Rampf” <Hans.Rampf@landshut.de>
Betreff: ETSV 09-Halle EILT!

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

ich nehme Bezug auf mein Mail vom 03.01.2007 und meinen Stadtratsantrag vom 02.07.2007 hinsichtlich des Bauzustandes und der statischen Situation des Daches der 09-Halle.
Mit Entsetzen habe ich gerade die diesbezügliche Vorlage der Verwaltung für den kommenden Bausenat gelesen:
“…an zwei Schalenelementen massivste Schäden, die im ungünstigsten Fall bei Überschreitung der Tragfähigkeit (d.h. z.B.  Schneelasten) ohne Ankündigung zum sofortigen Versagen des Dachtragwerkes (Einsturz) führen können….”

Demnach sind meine Feststellungen und Befürchtungen vom 03.01.2007 leider vollinhaltlich bestätigt worden.
Ich habe damals einem Fußballturnier von Schülern beigewohnt und zu einem mir bekannten Vater noch gesagt, daß ich Angesichts des Daches sehr froh bin, daß es nicht geschneit hat. Ein Vergleich mit Bad Reichenhall drängte sich auf. Eine Glasscheibe des Daches war gebrochen und der leichte Regen hinterließ auf dem Spielfeld der Halle eine Spur, die während dem Spiel zum Rutschen von Spielern führte.

Bitte teilen Sie mir mit, ab wann die Halle angesichts der akuten Gefährdungslage für jegliche Nutzung gesperrt wurde.

Die Vorlage geht leider nicht auf die konkreten Fördermöglichkeiten ein, obwohl dies bei der genannten Investitionssumme für die weitere Vorgehensweise einen wichtigen Aspekt darstellt. Nach meinen Recherchen können unter günstigen Umständen bis zu 100 % der Investitionssumme von der KfW finanziert werden. Da die Mittel nach dem Windhundsystem vergeben werden, kann sich eine baldige Antragsstellung lohnen.

Freundliche Grüße

Rudolf Schnur
Diplom-Verwaltungswirt (FH)
Baubiologe IBN
Stadtrat