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Schimmelbildung auf Silikonfugen

Immer wieder bei Beratungen die Frage gestellt, wie denn der unansehnliche und oft auch krankheitsfördernde Schimmel auf sogenannten Spannungsausgleichsfugen im Bad- und Sanitärbereich entsteht.

Dafür gibt es mehrere Ursachen, deren Wirkungen oft miteinander Synergieeffekte ergeben. Insbesondere sind folgende Ursachen bekannt:

1. Organische Ablagerungen in Form von Seifen- und Shampooresten, sowie Schmutzpartikel (z.B. Hautschuppen)

2. Dauerfeuchte, zumindest hohe Luftfeuchtigkeit und hohe Temperaturen, schlechte Belüftung

3. Reinigungsmittel, die ein saures Milieu aufbauen und die Oberfläche des Silikons angreifen / aufrauhen

4. Vermeidung einer Dreiflankenhaftungen (Ursache für frühzeitige Abrisse) durch Hinterlegung mit geeigneten Hinterfüllmaterialien (z.B. spezielle PE-Schnur)

5. Ausführung der Dichtfuge soll geometrisch so erfolgen, dass sich möglichst wenig Feuchtigkeit und Schmutz an der Fugenoberfläche ansammeln kann (Hohlkehle)

6. Verwendung des richtigen Glättmittels (nicht einfaches Spülmittel)

7. gründliches Vor- und Nachnässen der Fuge beim Aufbringen des Silikonmaterials

Es würde mich freuen, wenn es gelänge mit diesen Ratschlägen dem Schimmel auf den Silikonfugen Einhalt zu gebieten und ich Ihnen dabei helfen konnte.

Die Sporen von Schimmelpilzen können sich schädlich auf die menschliche Gesundheit auswirken. Allergien und Atembeschwerden sind nicht selten dadurch verursacht.

 

Rudolf Schnur

Geprüfter Baubiologe IBN

E-Mail: RS@LA-umwelt.de

 




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