Home Bürgerbriefe Relativierung des Überfalles ist unangebracht

Relativierung des Überfalles ist unangebracht

Leserbrief zum Leitartikel von Prof. Dr. Martin Balle „Die Populisten dieser Welt“ vom 19.1.2019

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Martin Balle,

in Ihrem Leitartikel vom 19.1.2019 nehmen Sie den Angriff auf den AfD-Bundestagsabgeordneten Franz Magnitz als Beispiel für Populismus. Die Art und Weise wie Sie das darstellen ist menschenverachtend; so nach dem Motto „war ja nicht so schlimm“.  Ob er mit einem Stück Holz oder mit dem Ellenbogen und der Wucht dieses kräftigen Mannes (Video) zu Fall gebracht wurde, ist zunächst sekundär.  Entscheidend ist, dass die drei Angreifer die Absicht hatten, diesen Mann zu verletzen. Wie schwer, das wissen nur die Angreifer selber. Jedenfalls nahmen sie in Kauf, dass er auch schwere Verletzungen davonträgt oder sogar bei unglücklichem Sturz stirbt. Ihre Relativierung der Tat ist hier fehl am Platz. Menschenverachtender ist aber Ihre despektierliche Formulierung „und fiel unglücklich auf seinen Schädel“.  Ist das nicht auch Populismus? Am linken Rand können Sie damit bestimmt viel Häme gegenüber Herrn Magnitz auslösen. Übrigens: Das mit dem Stück Holz stammt von Arbeitern, welche die Angreifer vorher damit gesehen haben.

Würde mich interessieren wie Ihre Formulierungen ausfallen würden, wenn jemand aus einer anderen Partei überfallen worden wäre!

Ihren Satz „ das Mittel der Lüge oder auch das Verdrehen von Sachverhalten, wie es die AfD praktiziert, also Lüge und Manipulation als Mittel der Politik“ kann man getrost auch auf andere Parteien und viele Mainstream-Medien anwenden.  Z. B. Das Versprechen (H. Kohl), den Soli bis 1999 abzuschaffen!! 1983, die Hitlertagebücher im Stern!  2017/18 Claas Relotius`s  erfundene Geschichten im Spiegel, um nur einige gravierende Beispiele zu nennen.

J. Huber, Ergolding

– Laut Angaben des Verfassers des Leserbriefes wurde eine Veröffentlichung von der Landshuter Zeitung abgelehnt –
Leserbriefe geben nicht unbedingt die Meinung von Redaktion oder Herausgeber wieder. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe nicht, in kenntlicher Form gekürzt oder in Auszügen zu veröffentlichen. Anonyme Zuschriften werden nicht berücksichtigt.
Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
Art. 5. (1) 1Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. 2Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. 3Eine Zensur findet nicht statt.

Bitte teilen