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Rauschgiftfund in dezentraler Unterkunft

Polizeiinspektion Vilsbiburg

Pressebericht vom Mittwoch, 16. September 2020 – Nachtrag

AHAM, LKRS. LANDSHUT. Bei der Begehung einer dezentralen Unterkunft für Asylbewerber werden einzelne Straftaten festgestellt.

Unterstützt von Kräften der Bayerischen Bereitschaftspolizei führt die Polizei Vilsbiburg auf Initiative der Zentralen Ausländerbehörde Niederbayern am Mittwoch, 16.09.2020, in der Zeit von 05.00 Uhr bis 07.30 Uhr, eine Begehung der dortigen dezentralen Unterkunft durch. Bereits zu Beginn der Maßnahme warf einer der Bewohner aus dem ersten Stock Betäubungsmittelpflanzen aus dem Fenster. Bei der anschließenden Durchsuchung seines Zimmers konnte unter seinem Bett noch eine sogenannte Anscheinswaffe, also eine auf den ersten Blick scheinbar echte Waffe, sichergestellt werden. Der Senegalesen wurde zunächst festgenommen, aber nach Durchführung der ermittlungstaktischen Maßnahmen wieder entlassen. Ihn erwartet nun ein Strafverfahren wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittel- sowie das Waffengesetz.

Darüber hinaus wurde zwei Personen angetroffen, die dort ohne die erforderliche Erlaubnis genächtigt hatten. Sie erhielten einen Platzverweis und müssen nun mit einem Hausverbot rechnen.

Die Begehung selbst verlief ohne besondere Vorkommnisse in ruhiger und relativ entspannter Atmosphäre. Erst zum Schluss kochten die Emotionen etwas hoch, als zwei der dortigen Bewohner, die bisher beharrlich ihre Mitwirkung an der Feststellung ihrer tatsächlichen Nationalität verweigerten, ihre insgesamt 26 Mobiltelefone zum Zwecke der Sichtung durch die Zentrale Ausländerbehörde Niederbayern sichergestellt wurden. Durch Darstellung der Rechtslage und entsprechende Gespräche konnte die Situation allerdings schnell deeskaliert werden.

Foto: Klartext.LA