Home Kommentar Rassistisch oder nur menschenverachtend?

Rassistisch oder nur menschenverachtend?

0 2182

“Rassistisch” seien die Äußerungen von Heinrich Egner, veröffentlicht in einem Leserbrief in der Landshuter Zeitung vom 9. Oktober 2013. Zudem stelle der Inhalt eine “Schande” dar. So die grüne Stadträtin Raziye Sarioglu bei der Aufstellungsversammlung der Grünen für die Kommunalwahl im März nächsten Jahres.

Nun – Egner ging in dem Leserbrief auf einen Vortrag zum Thema “Die vielen Facetten des Fremden” ein. Darin wurde unter anderem gesagt, die Begegnung der Einheimischen mit Fremden führe oft zu Ausgrenzung letzterer. Egner stellte in dem Leserbrief die These auf, dass die Begegnung von Fremden mit Einheimischen ebenso oft zur Ausgrenzung der Einheimischen führe wie eben der umgekehrte Fall. Dies zeige sich auch darin, dass sich viele “Zuzügler”, vornehmlich aus der Türkei, nicht integrieren wollten. Sie lehnten die deutsche Staatsbürgerschaft ab und beherrschten die deutsche Sprache nur “unzureichend”. Soweit Egner.

Dies stellt meines Erachtens die Beschreibung tatsächlich in der deutschen Wirklichkeit vorkommender Sachverhalte dar. Egner behauptet dies auch völlig wertfrei, und schon gar nicht rassistisch. Wo hierin eine “Schande” liegen soll – Schande für wen? – erschließt sich nicht.

Die Kritik von Frau Sarioglu gipfelt dann in der Bemerkung, dass sie “froh wäre, wenn es Egner nicht gäbe”. Dies ist wohl auch nicht rassistisch, wohl aber zutiefst menschenverachtend. Wie kann Eine einem Anderen das Existenzrecht absprechen? Das ist wohl auch kaum damit zu entschuldigen, dass im LZ-Artikel über besagte Veranstaltung davon die Rede ist, Frau Sarioglu sei bei diesem Thema “in Fahrt gekommen”. Eher wandelt sie auf dem Weg der “Schande”.

Immerhin handelt sich bei dem als “rassistisch” Gescholtenen um einen Träger der Bürgermedaille und am Ende seines Leserbriefes würdigt er die “Beispiele gelungener Integration schon in der ersten Generation” der Zugewanderten. Dies wurde scheinbar von der in Fahrt gekommenen grünen Stadträtin überlesen.

Rüdiger Abel




NO COMMENTS

Leave a Reply