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PRO STARTBAHN: “Wir sind klar für den Bau der 3. Startbahn”, so die CSU-Abgeordneten — Kritik an FW-Chef Aiwanger

„Wir sind klar für den Bau der 3. Startbahn“

CSU-Abgeordnete positionieren sich pro Startbahn – und kritisieren Freie-Wähler-Chef Aiwanger

 

Die beiden Landtagsabgeordneten Erwin Huber und Helmut Radlmeier unterstreichen in einer gemeinsamen Erklärung die Bedeutung einer 3. Startbahn am Flughafen München für Niederbayern. Deutliche Kritik gibt es dabei für den Fraktions-Vorsitzenden der Freien Wähler im Landtag, Hubert Aiwanger. Der hatte die 3. Startbahn als „unnötig“ bezeichnet.

 

„Um unsere Heimat weiterhin an der Spitze Europas behaupten zu können, unterstützen wir den Bau einer 3. Startbahn am Flughafen München Franz Josef Strauß. Der Flughafen München ist für Niederbayern ein wichtiger Arbeitgeber und für unsere Wirtschaft ein herausragender Standortvorteil“, erklären die beiden direkt gewählten Landtagsabgeordneten für die benachbarten Stimmkreise Dingolfing-Landau und Landshut, Staatsminister a.D. Erwin Huber und Helmut Radlmeier.

 

Die Abgeordneten stellen weiter klar: „Der Flughafen München ist ein echter Wirtschaftsmotor. Wie schon im letzten Jahr ist auch für 2017 ein Anstieg sowohl bei den Flugbewegungen als auch bei den Passagierzahlen zu erwarten. Für 2018 rechnet man mit einem neuen Rekord von dann 45 Millionen Passagieren.

 

„Die Position von uns in der CSU-Landtagsfraktion war und ist deshalb klar: Wir sind für den Bau der dritten Startbahn. Sie bringt mindestens 15.000 neue Arbeitsplätze. Die gesamte Wertschöpfung, die unmittelbar und mittelbar durch den Flughafen entsteht, würde sich mit ihr um rund 20 % erhöhen. Ohne die neue Startbahn ist nicht nur die Bedeutung des Flughafens in Gefahr. Auch die Wirtschaft in Bayern wird ohne sie in den Sinkflug gehen. Gerade unsere Region profitiert enorm vom Flughafen. Zum einen arbeiten viele Menschen aus dem Raum Landshut dort. Zum anderen erhalten zahlreiche Firmen der Region beispielsweise als Zulieferer vom Airport wichtige Aufträge. Außerdem nutzen etliche Unternehmen die Nähe zum Flughafen, um von dort aus ihre Waren in alle Welt zu exportieren. Zusammengenommen hat der Flughafen mehr als 3.000 Arbeitsplätze für die Region Landshut geschaffen“, erläutert Erwin Huber, Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Bayerischen Landtag.

 

Ohne den Bau einer weiteren Startbahn ist dieses Wachstum in Gefahr. Die CSU-Abgeordneten reagieren deshalb mit „völliger Unverständnis“ auf die Aussagen des Fraktions-Vorsitzenden der Freien Wähler im Landtag, Hubert Aiwanger. Für den Abgeordneten aus Rottenburg ist der Bau der Startbahn „geradezu grotesk“. Man solle nicht „noch mehr Flüge nach München herbeisubventionieren“. Lieber will Aiwanger den Flughafen Nürnberg ausbauen, das sei „gesunder Menschenverstand“.

 

„Von „herbeisubventionieren“ kann keine Rede sein“, berichtigen die CSU-Abgeordneten. „Der Bau der dritten Startbahn kostet uns Steuerzahlern nicht einen einzigen Euro. Der Flughafen bezahlt sie aus eigenen Mitteln. Die Baugenehmigung liegt ebenfalls vor. Alle Klagen haben die zuständigen Gerichte abgewiesen. Wir haben es also selbst in der Hand, ob wir, ganz nach den Worten von Staatsminister Söder, Champions League bleiben wollen oder ins Mittelfeld der Bundesliga abrutschen“, führt Helmut Radlmeier aus.

 

Die CSU-Abgeordneten halten abschließend fest: „Die Freien Wähler wollen anscheinend die Wirtschaftsregion Niederbayern schwächen. Wir dagegen werden, wie schon beim Weiterbau der B15 neu, weiter zusammen für die Menschen und ihre Arbeitsplätze in der Region kämpfen. In Sonntagsreden betonen Aiwanger und seine Freien Wähler immer wieder gebetsmühlenartig die Stärkung des ländlichen Raums. Mit ihrer ablehnenden Haltung gefährden sie aber gerade die Zukunftschancen und das Entwicklungspotenzial unserer Heimat. Das ist mehr als entlarvend. Dabei ist Herrn Aiwangers politischer Grundsatz angeblich „Der Mensch im Mittelpunkt“. Mit Blick auf seine Politik stellt sich da die Frage, welche Menschen er damit meint. Uns Niederbayern offensichtlich nicht.“

 

Bildunterschrift: Machen sich für eine dritte Startbahn stark: Die Abgeordneten Erwin Huber (l.) und Helmut Radlmeier.