Home Allgemein Osteoporose und ihre Behandlung aus der Sicht des Neurochirurgen

Osteoporose und ihre Behandlung aus der Sicht des Neurochirurgen

Bildunterschrift: v.l. Kreisvorsitzende Monika Voland-Kleemann; Referent  OA Dr. med.  Steffen Pauli

Dr. Steffen Pauli, Oberarzt aus dem Klinikum Landshut stellte sich zur Verfügung, bei den Damen der FrauenUnion über die Osteoporose zu sprechen

Begrüßt und in das Thema eingeführt wurden die Teilnehmerinnen von der Kreisvorsitzenden Monika Voland-Kleemann.

Die Osteoporose oder Knochenschwund ist eine weitverbreitete Volkskrankheit, die hauptsächlich  Frauen betrifft. In Mitteleuropa ist jede 3. Frau und jeder 5. Mann im Verlauf des Lebens davon betroffen.  Millionen Menschen leiden darunter. Bei den Betroffenen kommt es zu einer Minderung der Knochenmasse. Dadurch werden die Knochen instabil und brüchig. Bei akuten Wirbelkörpereinbrüchen treten Frakturschmerzen auf. Diese normalerweise starken Schmerzen halten bis zur Konsolidierung der Fraktur für circa vier bis sechs Wochen an. Besonders multiple Frakturen können zu chronischen Rückenschmerzen, Verkrümmung und Verkürzung der betroffenen Wirbelsäulenabschnitte führen. Die hieraus resultierenden statischen Veränderungen bedingen zahlreiche Beschwerdebilder mit Schmerzen in unterschiedlichen Wirbelsäulenabschnitten durch fortschreitende Degeneration mit sekundären Engen des Wirbelkanalkanals und der Nervenaustritts-löcher. Diese Beschwerden mit weiteren Schmerzen haben zur Folge, dass die Betroffenen sich immer weniger bewegen, immer weniger die Wohnung verlassen. Neben der reduzierten körperlichen Leistungsfähigkeit treten häufig auch damit psychosoziale Beeinträchtigungen wie Ängstlichkeit, Depression und soziale Isolation auf. Die Lebensqualität der Betroffenen nimmt ab.

Was ist zu tun? Beim Menschen überwiegt bis zum 30. Lebensjahr der Knochenmassenaufbau. Dazu ist vor allem Bewegung wichtig. Danach überwiegt der Knochenabbau dem Knochenaufbau.

Man kann die Knochendichte messen lassen, Knochendichtemessung (versch. Verfahren möglich)

Bei starken Rückenschmerzen sind zur Diagnose auch bildgebende Verfahren notwendig, die entsprechend der Krankheitsgeschichte und Beschwerden  gezielt von den behandelnden  Ärzten eingesetzt werden sollen, denn nicht alle Rückenschmerzen resultieren aus einer Osteoporose.

Ist eine Osteoporose diagnostiziert gibt es sowohl  neben der  konservativen und medikamentösen Behandlung  bei Komplikationen  wie Wirbelbrüchen  und sekundären Krankheitsfolgen  operative Möglichkeiten. Dr. Pauli zeigt die verschiedenen Möglichkeiten auf.

Zusammenfassung: Allgemeines Ziel ist es im jungen Erwachsenenalter ein Maximum an Knochenmasse aufzubauen bevor der regelhafte  altersbedingte Knochenabbau überwiegt. Dazu gehören  eine ausgewogene Ernährung mit Zufuhr von Calcium und Vitamin D, körperliche Aktivität, einen gesunder Lebensstil und Reduktion von Risikofaktoren wie z.B. Rauchen und Phosphatreiche Nahrungsmittel

Ziel der medizinischen Therapie ist es, Frakturen zu verhindern, die Aktivierung der Betroffenen und die möglichst achsgerechte Ausheilung bereits eingetretener Frakturen. Hierzu dienen neben der medikamentösen Therapie, physikalische Anwendungen, Krankengymnastik, lokale Injektionen, Orthesen und operative Maßnahmen.

Nach dem Vortrag bedankte sich die Kreisvorsitzende Voland-Kleemann bei Dr. Pauli und überreichte ihm ein kleines Dankeschön

Foto und Text: M.VK

 

 

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