Home Allgemein Orkantief Niklas sorgt für zahlreiche Einsätze in Stadt und Landkreis

Orkantief Niklas sorgt für zahlreiche Einsätze in Stadt und Landkreis

31.03.2015,Stand 20:00 Uhr

Bisher 50 Einsätze in der Stadt Landshut; 125 Einsätze im Landkreis Landshut

Das angekündigte Orkantief Niklas hat ab Dienstagvormittag auch die Feuerwehren in und um Landshut ordentlich auf Trab gehalten. Während bis zur Mittagszeit lediglich einzelne Sturmschäden verzeichnet wurden, so häuften sich ab Mittag bis in den Nachmittag und die Abendstunden hinein die Alarmierungen der Feuerwehren.

Die Feuerwehren mussten dabei überwiegend umgestürzte oder auf Häuser gefallene Bäume beseitigen, abgedeckte Dächer sichern und diverse Trümmer von Fahrbahnen und Gehwegen räumen. Durch die oftmalige Notwendigkeit von Drehleitern an den Einsatzstellen mussten die Einsätze priorisiert behandelt werden, was vereinzelt auch zu Wartezeiten bei nicht gefährlichen und zeitkritischen Einsätzen führte.

Die erste größere Herausforderung für die Feuerwehr bestand in der Sicherung eines rund 30 Quadratmeter großen Blechdaches am Englbergweg. Das Dach wurde über die Drehleiter wieder befestigt.

Kurze Zeit später stürzte im Bereich Münchnerau ein Baum über die Bahnlinie Landshut – München und die darüber verlaufende Oberleitung. Auch ein Oberleitungsmast wurde getroffen. Nachdem die Leitung von der Bahn abgeschaltet und geerdet wurde, konnte die Feuerwehr mit der Beseitigung des Baumes beginnen.

Im Sonnblickweg verhakte sich ein Baum neben den dortigen Wohnblöcken in anderen Bäumen. Um die Gefahr zu beseitigen wurde der Baum mittels Seilwinde herausgezogen und zu Boden gelassen.

In der Landshuter Oberndorfer Straße stürzte um Mittag rum ein großer Holzzaun um. Der im Garten befindliche Hund war auf Grund des starken Windes und der umher fliegenden Teile sehr verängstigt und insofern sichtlich begeisterst, als ihn die Feuerwehrleute aus dem Garten holten und an einen Nachbarn übergaben.

In der Schönbrunner Straße stürzte ein massiver Baum über die Straße und beschädigte zudem die dortige Straßenbeleuchtung. Der Baum wurde mit schwerem Gerät beseitigt und zerkleinert. Auch in Achdorf fiel ein Baum auf einen Leitungsmasten. Nach Abschaltung der Leitung durch die Stadtwerke konnte auch dieser Baum beseitigt werden.

Vor allem im Bereich Auwaldsiedlung, Schönbrunn und Auloh lagen in den Siedlungsgebieten diverse Bäume auf Häusern und Garagen und mussten von der Feuerwehr in Teils mühevoller Arbeit beseitigt werden. Ab dem Nachmittag wurde die Landshuter Wehr dabei auch von Kameraden des THW Landshut und der Feuerwehr Altdorf tatkräftig unterstützt. Ebenso waren die Drehleitern aus Landshut zur Unterstützung im Landkreis eingesetzt.

Während des Sturmes lösten in Landshut zudem in der Prof-Kurt-Huber Straße, in der Sandnerstraße, in der Ritter-von-Schoch-Straße und in der Weilerstraße vier automatische Brandmeldeanlagen Alarm aus. Die Absuche der Örtlichkeiten verlief jedes Mal ohne Feststellung. Es ist anzunehmen, dass die Alarme im Zusammenhang mit dem Sturm aufliefen.

Auf Grund des enormen Einsatzaufkommens wurde ab dem späten Vormittag auch die Kreiseinsatzzentrale in der Landshuter Hauptwache mit mehreren Mann besetzt. Von hier aus wurden alle Einsätze in Stadt und Landkreis Landshut koordiniert und abgearbeitet. Der Betrieb der Kreiseinsatzzentrale konnte erst um 20:00 eingestellt werden. Die Einsätze der Feuerwehren dauern derzeit (20:00 Uhr) noch an.

Die Feuerwehr der Stadt Landshut war den ganzen Tag über mit allen Löschzügen und mehr als 100 Einsatzkräften unterwegs.




NO COMMENTS

Leave a Reply