Home Allgemein ORDENTLICHER BEZIRKSTAG DER NIEDERBAYERISCHEN STOCKSPORTSCHÜTZEN MIT NEUWAHL

ORDENTLICHER BEZIRKSTAG DER NIEDERBAYERISCHEN STOCKSPORTSCHÜTZEN MIT NEUWAHL

Ordentlicher Bezirkstag der Niederbayerischen Stocksportschützen mit Neuwahl

Die Mitglieder der Bezirksvorstandschaft wie Kreisobmänner, Fachwarte, Kassenprüfer, Sportgericht und Delegierte, trafen sich im Saal des Gasthofes Luginger in Mirskofen zu ihrem ordentlichen Bezirkstag 2015.

Obmann Willi Zieglmayer begrüßte alle Anwesende, speziell die politischen Vertreter wie die Kreisrätin Martina Hammerl, die in Vertretung von Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich anwesend war, den Stellv. Landrat Fritz Wittmann sowie die Herren Egleder und Pongratz vom BLSV. Der BEV (Bayerischer Eisstockverband) war vertreten durch seinen Präsidenten Franz Gattermann und Schatzmeister Leonhard Mittermair. Zieglmayer bedankte sich für ihr Erscheinen, da gerade zu dieser Zeit viele andere Sportveranstaltungen stattfänden, wo auch die Anwesenheit dieser Personen verlangt würde. Anschließend wurde der verstorbenen Mitgliedern gedacht, die in vorbildlicher Weise sich für den Stocksport eingesetzt haben. Grußworte wurden von den verschiedenen Amtsträgern übermittelt. Die Kreisrätin Martina Hammerl, betonte in ihrem Grußwort, dass der Eisstocksport und seine Verbände für den Bezirk Niederbayern mehr Bedeutung hätten, als viele vermuten würden. Warum das so ist, erläuterte Martina Hammerl in wenigen Sätzen. Das Stockschießen hat in Bayern wie auch in anderen Alpenländern eine große Tradition. Entsprechend gehört dieser Sport zur Kultur in Niederbayern – eine Kultur, die es zu pflegen und zu erhalten gilt. Bedauerlich ist, so fuhr sie weiter fort, dass ausgerechnet in der niederbayerischen Bezirkshauptstadt Landshut die Mitgliederzahlen rückläufig sind. Glücklicherweise gibt es in ländlicheren Gebieten keine Nachwuchsprobleme. Zudem würden sich die milden Winter der letzten Jahre bremsend auf das Eisstockschießen auswirken, da sich immer weniger Menschen auf das zu dünne Eis wagen, und sich weniger Leute zu diesem Eissport einfinden. Zu den anderen Jahreszeiten ist es aber natürlich immer möglich auf den jetzt bevorzugten Pflasterbahnen diesem Stocksport nachzugehen.

Tradition, also auch ein Traditionssport wie das Stockschießen, kann immer nur dort weiter bestehen, wo sie von Alt zu Jung weitergegeben wird. Zu  den Vorzügen des Stockschießens gehört, dass dieser Sport von Alt und Jung ausgeübt werden kann. Darin liegt der besondere soziale Faktor des Stocksports.

Soziales, Kultur und Heimatpflege — fehlt nur noch ein Punkt, um das Aufgabengebiet des Bezirks Niederbayern im Wesentlichen zu umschreiben, das ist die Gesundheit. Es wird kaum jemand bestreiten, dass Stockschießen nicht gesund sei. Es ist ein anspruchsvoller Sport, der nicht nur eine gewisse körperliche Fitness erfordert, sondern auch viel Konzentration und Koordination. Dennoch kann er bis ins hohe Alter ausgeübt werden. Unter den aufgeführten Aspekten ist es klar, dass der Bezirk es sehr begrüßt, wenn sich der Stocksport weiterhin großer Beliebtheit erfreut und der Bayerische Eissportverband weiteren Zulauf erhält.

Die Bezirksrätin wünschte der Versammlung einen konstruktiven Verlauf und wünschte dem Obmann Zieglmayer, der nicht mehr zur Wahl antrat, noch viele Jahre gesund zu bleiben und seine jahrzehntelange Erfahrung den Stocksport-Funktionären weiter zu geben.

Anschließend gaben die einzelnen Funktionäre wie Sport-, Damen-, Jugend-, Senioren-, Weitschießwart, Schulsportbeauftragter, Medienwart und Schiedsrichter-Obmann ihre Berichte ab. Der Schiedsgerichts-Vorsitzende erläuterte diverse Vorkommnisse des letzten Turnierjahres. Willi Zieglmayer bedankte sich bei seinen Mitarbeitern für die geleistete Arbeit, speziell bei denen, die ihn viele Jahre in seiner Amtszeit kollegial begleitet haben. Eine geänderte Satzung wurde von Zieglmayer vorgestellt, die diskutiert wurde und nochmals in strittigen Passagen geändert wird.

Als nächster Punkt stand auf der Tagesordnung die Ehrung verschiedener Personen, die sich um den Stocksport verdient gemacht haben. Besonders hervorzuheben wäre die Ehrung von Willi Zieglmayer, der zwanzig Jahre als Obmann den Bezirk durch „Dick und Dünn“ führte. Als Geschenk wurde ihm für seine Verdienste eine besondere Urkunde überreicht.

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Der “alte” (links) und “neue” Bezirks-Obmann

Die „alte“ Vorstandschaft wurde entlastet und ein Wahlausschuss gegründet. Die Wahl wurde hauptsächlich durch Akklamation und offener Abstimmung abgehandelt.

Als neuen Obmann wählten die Mitglieder und Delegierten mit großer Mehrheit den aktiven Bundesliga-Schützen vom EC Garham, Peter Kapfhammer, der im beruflichen Leben als Leiter des Personalamtes in der Stadt Vilshofen tätig ist. Er bedankte sich bei der Versammlung für das Vertrauen, das ihm bei seiner Wahl entgegengebracht wurde. Weitere verschiedene Posten wurden durch die Wahl neu vergeben.

Der neu gewählte Bezirksobmann erläuterte zum Abschluss der Veranstaltung seine Vorstellungen über eventuelle Änderungen im Spielbetrieb und deutete auf die veränderten Lebensgewohnheiten der Gesellschaft hin. Anfangszeiten und die zeitliche Länge von Turnieren wären zu überdenken, meinte Kapfhammer. Ansonsten würde er gerne eine qualitativ gute und offene Diskussionskultur bevorzugen.   

H.J.Lodermeier

 

 

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