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Offener Dachstuhlbrand in der Sylvesternacht in Landshut

1. Januar 2015

Offener Dachstuhlbrand in der Silvesternacht in Landshut

27 Personen aus Mehrparteienhaus in der Inneren Münchner Straße evakuiert

Insgesamt über 100 Einsatzkräfte der Hilfsorganisationen vor Ort

 

2014/2015 nur ein brennender Papiercontainer

 

Nachdem der Silvesterabend und der Jahreswechsel selbst für die Landshuter Feuerwehr bis auf einen Containerbrand im Innenstadtbereich am 31.12. um 18:00 (konnte mit Wasser und Schaum schnell gelöscht werden) sehr ruhig blieben, so waren ab 5:50 fünf Löschzüge mehrere Stunden bei einem größeren Dachstuhlbrand in der Inneren Münchner Straße gefordert. Bei dem Einsatz wurden 27 Personen aus den betroffenen Gebäudeteilen des Reihenhauses evakuiert. Nach Kenntnis der Feuerwehr wurden zwei Personen verletzt und vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus eingeliefert.

Als die ersten Kräfte der Feuerwehr am Brandort eintrafen, war der hölzerne Dachstuhl auf mehreren Metern Länge gerade am Durchbrennen und offenes Feuer und Funkenflug waren schon von weitem sichtbar. Die Einsatzkräfte konzentrierten sich im Innenangriff zunächst darauf, die bereits anwesenden Polizeikräfte bei der Evakuierung der noch im Haus befindlichen Personen zu unterstützen und den verrauchten Bereich gründlich nach eventuell noch schlafenden Personen abzusuchen. Diese Absuche verlief negativ. Da es sich beim Brandobjekt um ein Reihenhaus mit mehreren Eingängen handelte, wurden sicherheitshalber auch die beiden Hauseingänge links und rechts neben dem betroffenen Dachstuhlbereich evakuiert. Insgesamt wurden schließlich 27 Personen aus dem Haus gebracht.

Parallel wurden über zwei Drehleitern (eine auf der Vorderseite in der Inneren Münchner Straße und eine auf der Gebäuderückseite auf dem Parkplatz eines Discounters) sowie über das Treppenhaus mehrere Leitungen zur Brandbekämpfung errichtet. Das Löschwasser wurde aus Hydranten in der Inneren Münchner Straße und der Wittstraße entnommen. Durch die starke Rauch- und Hitzeentwicklung war es für die eingesetzten Atemschutzträger anfangs schwer, bis in den Dachstuhl vorzudringen. Wegen der Vielzahl an benötigten Atemschutzträgern wurden im Verlauf des Einsatzes zu den erstalarmierten drei Löschzügen weitere zwei Löschzüge nachalarmiert. Nachdem der Brand unter Kontrolle und weitestgehend gelöscht war, wurden über beide Drehleitern Teile des Dachstuhls abgedeckt und eingerissen, um so auch an die letzten Glutnester heranzukommen.

Zur Betreuung der evakuierten und verletzten Personen sowie der Einsatzkräfte waren zudem fast 30 Einsatzkräfte des Rettungsdienstes vor Ort. Es wurden unter anderem eine kleine Feldküche für warme Getränke und ein Versorgungszelt aufgebaut. Die Bewohner kamen übergangsweise in einem bereitgestellten Bus der Stadtwerke Landshut unter und wurden dort ebenfalls mit warmen Getränken versorgt. Nach Ende der Löscharbeiten konnte der Großteil der Bewohner wieder in die Wohnungen zurückkehren. Die Wohnungen unter dem Dach wurden durch das Feuer und das Löschwasser jedoch stärker in Mitleidenschaft gezogen.

Der Sachschaden dürfte sich nach ersten vorsichtigen Schätzungen im sechsstelligen Bereich bewegen. Zur Brandursache kann die Feuerwehr keine Angaben machen. Die Polizei hat nach Ende der Löscharbeiten die Ermittlungen vor Ort aufgenommen. Von der Landshuter Feuerwehr waren unter der Leitung von Stadtbrandrat Erich Gahr und Stadtbrandinspektor Martin Dax die Löschzüge Stadt, Achdorf, Rennweg, Hofberg und Siedlung sowie die UGÖEL mit 75 Einsatzkräften vor Ort. Hinzu kommen die erwähnten Kräfte des Rettungsdienstes sowie mehrere Streifen der Polizei. Der Einsatz endete schließlich gegen 9:30.

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