Home Politik Niederbayerische Energiekompetenz tagte in Neustadt an der Donau

Niederbayerische Energiekompetenz tagte in Neustadt an der Donau

0 2508

4.3.2013

PM_Tagung_AKE_AKU

Niederbayerische Energiekompetenz tagte in Neustadt an der Donau

Hohe Wellen hatte sie geschlagen, die Energiewende in Deutschland. Was noch vor eini-gen Monaten heiß diskutiert wurde, scheint mittlerweile aber an Brisanz verloren zu ha-ben. Nicht so in Niederbayern und vor allem nicht in Neustadt! Vergangenen Donnerstag tagten hier der Arbeitskreis Umwelt (AKU) und der Arbeitskreis Energiewende (AKE) des CSU-Bezirksverbandes Niederbayern zusammen mit dem Europaabgeordneten Manfred Weber. Eingeladen hatte der stellvertretende AKE-Bezirksvorsitzende Werner Reichl.

Erster Programmpunkt war die Vorstellung des Projekts „Abwärmenutzung in Neustadt an der Donau“ durch Herrn Lothar Behringer, dem Geschäftsführer der Firma Behringer Consulting – Energiewirtschaftliche Beratung. Durch die Nutzung vorhandener Industrie-abwärme könnte eine große Menge Energie bereitgestellt werden, die der Bevölkerung zu geringen Kosten zur Verfügung gestellt werden könnte. Derzeit geht die überschüssi-ge Wärme in die Atmosphäre oder muss aufwändig abgekühlt werden, was sowohl zu hohen Kosten als auch zur weiteren Belastung der Umwelt führt. Die sinnvolle Nutzung der Abwärme wird von den Teilnehmern als wichtiges Instrument in der Energiewende angesehen.

Klar herausgestellt wurde auch noch einmal die zentrale Forderung der Arbeitskreisvor-sitzenden Freymadl und Schnur nach der Umsetzung der Power-to-Gas-Pilotanlage in Pleinting. Unter Power-to-Gas versteht man ein Verfahren, bei dem überschüssige Energie z.B. aus Wind oder Sonne, die nicht bedarfsgerecht anfällt, gespeichert wird. Dies ge-schieht durch die Umwandlung von Strom in synthetisches Erdgas.

Zur Sprache kam auch das Erneuerbare-Energien-Gesetz „EEG“. Nach Meinung beider Arbeitskreise ist es erforderlich, dieses Gesetz einer systematischen Prüfung zu unterzie-hen und gegebenenfalls Anpassungen an die derzeitige Situation vorzunehmen.

Abschließend gab MdEP Manfred Weber einen Überblick, was sich in Bezug auf die EU-Wasserrichtlinie im Binnenmarkt-Ausschuss des Europäischen Parlaments getan hat. „Un-ser Druck im Europaparlament und aus Bayern zeigt Wirkung. Die Kommission will klar-stellen, dass Wasser öffentliches Gut und eine Privatisierung der Trinkwasserversorgung nicht Ziel der Richtlinie ist”, sagte Niederbayerns Europaabgeordneter Manfred Weber. Trotzdem rief er auch weiterhin zu Wachsamkeit auf, da man sich mitten im Gesetzge-bungsprozess zwischen Europäischem Parlament und Ministerrat befinde. Für die CSU ist nach den Worten des EVP-Fraktionsvizes klar: “Wir wollen, dass der Wasserbereich am besten gar nicht in der Richtlinie geregelt wird, auf alle Fälle aber die bayerischen Kom-munen nicht betroffen sind.”