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“NICHT KOSTEN-, SONDERN TECHNOLOGIEFÜHRER” — MdL Radlmeier informierte sich bei HA-BE Gehäusebau

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„Nicht Kosten-, sondern Technologieführer“

Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier informierte sich bei HA-BE Gehäusebau.

 

Die Region Landshut ist ein starker Wirtschaftsstandort. Was vielen nicht bewusst ist: Manche der ansässigen Unternehmen sind in ihrem Segment globale Spitzenreiter. Bei einem dieser Unternehmen, der Firma HA-BE Gehäusebau in Altheim, informierten sich Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier und Essenbachs Bürgermeister Dieter Neubauer über die Erfolgsgeschichte des Unternehmens, aber auch über aktuelle Hemmnisse wie Mindestlohn und Infrastruktur.   

 

„Weltweite Positionierung.“ Das ist das klare Ziel, dass Karlheinz Brunner, Geschäftsführer von HA-BE Gehäusebau ausgibt. Diese ambitionierte Zielrichtung verfolgt HA-BE seit langem mit großem Erfolg. Als Systemanbieter ist HA-BE spezialisiert auf die kundenspezifische Fertigung von Blechteilen, Baugruppen und mechanischen Systemen. Oberste Maßgabe: Die Qualität muss stimmen. Dass diese Strategie von Erfolg gekrönt ist, zeigt sich angesichts des Standortes von HA-BE in Altheim. Seit Jahren vergrößert das Unternehmen stetig seine Produktionsfläche – auf derzeit über 10.000 m².

 

Doch nicht nur in der Region Landshut ist das Unternehmen vertreten, sondern verfügt auch über Standorte rund um den Globus. „Seit 2012 haben wir eine Dependance in China. Seit vier Wochen gibt es HA-BE-Qualität auch in Kanada“, konnte Geschäftsführer Karlheinz Brunner berichten. Möglich sei dies nur durch qualifiziertes Personal, so Brunner. Daher setze das Unternehmen auf Ausbildung in Eigenregie in mittlerweile vier Berufen. Und das mit großen Erfolg wie Brunner betonte: „So mancher ehemalige Lehrling ist seit Jahrzehnten in unserem Betrieb und jetzt in Führungsposition. Solche Mitarbeiter bilden das Fundament unseres Unternehmens und unseres Erfolges“, führte Brunner aus.

 

B 15 neu zwingend notwendig

 

Für einen dauerhaften Erfolg und den Erhalt von Arbeitsplätzen könne ein Unternehmen vieles selbst leisten. Auf so manches habe man aber keinen Einfluss. Hier müsste die Politik die richtigen Rahmenbedingungen schaffen. Ein wichtiger Faktor sei eine ausgebaute Infrastruktur. „Gegenwärtig hat für uns der Weiterbau der B 15 neu absolute Priorität“, unterstrich Brunner. Die Landshuter Industrie brauche eine verbesserte Verkehrsanbindung. Für sie sei die B 15 neu daher zwingend notwendig. Der gleichen Ansicht war Landshuts Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier, der Anfang des Jahres gemeinsam mit seinem Parteikollegen Erwin Huber bei Ministerpräsident Horst Seehofer für die Weiterführung der damals gestoppten B 15 neu interveniert hatte. „Die Region Landshut braucht die B 15 neu als Entlastungs- und Entwicklungsachse“, hielt Radlmeier fest. „Ohne Verkehrsinfrastruktur keine Industrie“, bekräftige Geschäftsführer Brunner den Abgeordneten.

 

Bessere Rahmenbedingungen wünschte sich Brunner auch in Sachen Mindestlohn. Dabei spiele der Mindestlohn an sich für HA-BE gar keine Rolle, da die Mitarbeiter nach höheren Tariflöhnen bezahlt werden. Auswirkungen hätten allerdings die bürokratischen Hemmnisse, die mit dem Mindestlohn allen Betrieben aufgebürdet werden. „Vieles davon ist unnütz und bindet Personal, Zeit und Geld“, so Brunner. Damit habe man gegenüber der starken Konkurrenz aus den östlichen EU-Staaten einen Wettbewerbsnachteil. Zumal diese in der Regel noch hohe Fördermittel von der EU erhalten würde. Auch Radlmeier sah diese Praxis kritisch. Unter dem Motto „Ja zum Mindestlohn – nein zur Bürokratie“ habe die CSU bereits Änderungen erreicht und sei auch weiterhin dahinter, erläuterte der Abgeordnete.

 

Alles in allem fühle sich HA-BE in Deutschland und vor allem in der Region Landshut sehr wohl, fasste Brunner zusammen. Daher investiere man auch ständig in den Altheimer Standort. Investitionen seien auch wichtig, ansonsten drohe einem Unternehmen der Stillstand. „Und Stillstand bedeutet in der Branche immer Rückschritt“, so Brunner. Das Investieren in neue Technologien passe auch zur Firmenphilosophie. „Wir können und wir wollen auch gar nicht Kostenführer, sondern Technologieführer sein“, so Brunner anschaulich.

 

Bildunterschrift: Stimmkreisabgeordneter Helmut Radlmeier und Essenbachs Bürgermeister Dieter Neubauer informierten sich bei Geschäftsführer Karlheinz Brunner (m.) über Stellung und Ziele von HA-BE Gehäusebau.

 

-hjl-