Home Allgemein Neue klimaschonende LEDs erstrahlen auf dem TSV-Trainingsplatz

Neue klimaschonende LEDs erstrahlen auf dem TSV-Trainingsplatz

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(v.l.) Elektriker Christian Schellhorn von der gleichnamigen Elektrofirma, Stadtrat Rudolf Schnur, Sascha Bachmann stellvertretend für die Fa. EFG Gienger KG, 1. Vorsitzender Oliver Lieb und Vorstandsmitglied Bernhard Zens umringen einen alten Fluter. Im Hintergrund hängen die neuen, leistungsstärkeren und wesentlich energieeffizienteren LED-Strahler.

Im Mai 2020 konnten die Verantwortlichen um den 1. Vorsitzenden Oliver Lieb ein weiteres umweltschonendes Projekt zu Ende bringen: Der Nebenplatz (Trainingsplatz) des TSV Landshut-Auloh wird seit kurzem aus 8 neuen LED-Strahlern erleuchtet.

Die ersten Überlegungen zu diesem Projekt gab es, da bereits 2 von 12 bisherigen stromintensiven Strahlern ausgefallen waren und so die Entscheidung getroffen werden musste, ob man einen teuren Austausch vornimmt, oder neue klimafreundliche Wege geht. Nach Kalkulationen bzgl. Stromverbrauch und damit langfristiger Nachhaltigkeit und finanziellen Einsparungen, stellte die Vorstandschaft des TSV Landshut-Auloh einen Finanzierungsplan auf. Mit den zu erwartenden Zuschüssen der Sportförderung der Stadt Landshut (30 Prozent), des Bayerischen Landessportverbandes BLSV (20 Prozent) und des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (25 Prozent) wurde das LED-Projekt vorangetrieben. Hinzu kam der Faktor des wesentlich besseren Lichts. Auf Grund der bisherigen Gegebenheiten konnten weitere hohe Kosten für neue Masten, Leitungen, Erdarbeiten usw. vermieden werden. Einzig eine Standsicherheitsprüfung der bestehenden Flutlichtmasten war notwendig.

An Anschaffungskosten kalkulierte der Verein nach Einholung von Angeboten von mehreren Fachfirmen etwa 23.000,– Euro.

Der Vergleich der beiden Beleuchtungskonzepte ergibt folgenden unterschiedlichen Stromverbrauch:

Alt: 12 Strahler mit je 2300 Watt Systemleistung (incl. Vorschaltgerät)

Neu: 8 Strahler mit je 878 Watt Systemleistung

Eine deutliche Stromersparnis von 75% (bei Volllast) bis zu 95% (bei reduzierter aber ausreichender Leuchtleistung) sollte realistisch sein. Der Eigenanteil des Vereins an den Gesamtkosten sollte sich dadurch innerhalb von 12 Jahren amortisiert haben. Errechnet wurde eine CO2-Einsparung (über 20 Jahre Laufzeit) in Höhe von 92,73 Tonnen bei 300  Betriebsstunden jährlich (vorher und nachher).

Energieverbrauch bei Volllast (alt): 8.280 kWh

Energieverbrauch bei Volllast (neu): 2.107,2 kWh

Energieverbrauch bei zu erwartender Leuchtleistung: 415 kWh

Die neuen LED-Strahler haben eine Lebensdauer von mindestens 75.000 Stunden. Zum Vergleich: Die alten Halogenstrahler (Halogen-Metalldampflampen) hatten eine Lebensdauer von nur etwa 2000 Stunden. Die neuen Strahler weisen ein deutlich besseres Licht auf und die Wartezeit beim Einschalten beträgt im Gegensatz zu den alten Strahlern nur wenige Sekunden bis zur vollen Leuchtstärke.

Mitinitiiert wurde das Projekt einmal mehr vom Auloher Stadtrat und CSU-Fraktionsvorsitzendem Rudolf Schnur, der den Verein auf die zusätzliche Förderung durch das „Projekt Jülich“ aufmerksam machte. Dem Landshuter Stadtteilsportverein „gilt mein Dank und Respekt für eine weitere wirkungsvolle Klimaschutzmaßnahme in vorbildhafter Eigenleistung!“, so Schnur. Anstelle von Wahlkampf-Material hatte Schnur dem Sportverein im März bereits eine Spende für den Beleuchtungstausch übergeben.

Die Auftragsvergabe der Elektro-Arbeiten erfolgte an die Fa. Schellhorn aus Altdorf. Die Montage wurde innerhalb von 3 Tagen im Mai 2020 abgeschlossen. Hierbei ersparte sich der TSV durch eingebrachte Eigenleistungen erneut Kosten. Ein besonderer Dank geht an Vorstandsmitglied Bernhard Zens, der sich um die Demontage und die Installation der Strahler – in Koordination mit den nachfolgend genannten beteiligten Firmen – gekümmert hat.

Der erste Eindruck nach exakter Feinjustierung der Strahler war gleich hervorragend und überzeugend.

Für die Antragsbearbeitung zeichneten sich Stefan Hundhammer und Richard Hampl verantwortlich. Die Gesamtleitung hatte Oliver Lieb, er kümmerte sich zudem um die Einholung der Angebote. Lieb sprach von einer „Investition in die Zukunft“. Erfreulich sei auch, dass es „in absehbarer Zeit zu keinen Wartungs- und Reparaturkosten kommen wird“.

Die installierte LED-Beleuchtung stellt den vorläufigen Abschluss vieler – umweltschonender – Projekte dar. Bereits die energetische Sanierung des Vereinsheimes vor 13 Jahren stellte ein Vorzeigeprojekt in der Stadt Landshut dar. Es folgte ab 2017 der Umbau des kompletten Kabinentraktes und von Teilen des Gaststättenraumes incl. Küche. Ende 2019 und Anfang 2020 wurde auf allen Fußballplätzen eine Bewässerungsanlage verlegt.

Der Verein bedankt sich bei der Stadt Landshut, beim BLSV (Bayerischer Landessport-Verband) und bei der Projektgruppe Jülich für die zugesagten Zuschüsse.

Alle Verantwortlichen, und natürlich die Fußballer, warten jetzt auf das erste Testspiel bzw. das erste Training unter den neuen (Licht-)Bedingungen.

Beteiligte Partner: Fa. Elektro Schellhorn, Altdorf und Fa. EFG Gienger KG, Ergolding als Lieferant der neuen LED-Strahler.

Zuwendungsgeber: Gefördert wurde das Projekt vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit auf Grund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.
Aufgrund der Fördervorgaben erfolgt der nachfolgende Hinweis: “Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.“

Die neue Beleuchtung im Betrieb

und aus der Nähe betrachtet.

Fotos: TSV Landshut-Auloh