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Neubewertung frühestens Mitte der Woche möglich

Schwankende 7-Tages-Inzidenzen sorgen weiter für Verwirrung in der Region Landshut

Gestern 51,9, heute 49,4 im Landkreis Landshut, 40,9 waren es gestern in der Stadt Landshut, heute sind es bereits wieder 65,4: Die stark schwankende 7-Tages-Inzidenz, die die Corona-Neuinfektionen einer Region in Relation zur Einwohnerzahl setzt, sorgt weiter für Verwirrung in Stadt und Landkreis Landshut (Quelle: Robert-Koch-Institut). Da sie in der geltenden 12. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung als alleiniger Maßstab für Lockerungen hinsichtlich der Corona-Maßnahmen zu Grunde gelegt wird, ist eine langfristige Prognose schwierig.

Fest steht, dass nach landesrechtlicher Verordnung die Wocheninzidenz „stabil“ unter dem Grenzwert von 50 bzw. 100 bleiben muss, damit Lockerungen, aber auch Verschärfungen, in Kraft treten. „Stabil“ wird mit drei Tagen in Folge definiert. So ist es frühestens am Mittwoch möglich, sowohl in Stadt und Landkreis die Lage hinsichtlich der Corona-Maßnahmen neu zu bewerten – eine verlässliche Vorhersage über diesen Punkt hinaus ist kaum möglich.

Bis dahin gelten die vom Bayerischen Gesundheitsministerium festgesetzten Stufen: So gelten in der Stadt Landshut aktuell die Regelungen UNTER dem Grenzwert von 50, also die Öffnung des Einzelhandels unter Einhaltung von Hygienekonzepten und Kundenbegrenzung, abhängig von der Größe der Verkaufsfläche, kontaktfreier Sport in kleinen Gruppen im Außenbereich oder auch die Öffnung von Museen etc.

Im Landkreis Landshut kommen hingegen die Regelungen zwischen 50 und 100 zum Tragen: Einkauf mit vorheriger Terminvereinbarung – „click & meet“, Öffnung von Museen nach vorheriger Terminbuchung.

Unabhängig des Inzidenzwertes sind seit heute in ganz Bayern wieder Buchhandlungen, unter Einhaltung der geltenden Infektionsschutzmaßnahmen und Hygienekonzepte, sowie Büchereien, Archive und Bibliotheken wieder geöffnet.

Landesweit gelockert werden außerdem die Kontaktbeschränkungen. So sind ab heute private Treffen des eigenen Haushalts mit einem weiteren Haushalt möglich; wobei die Teilnehmerzahl auf maximal fünf Personen begrenzt ist. Kinder bis 14 Jahre werden dabei jeweils nicht mitgezählt. Eine Verschärfung der Regeln droht in diesem Bereich übrigens erst, wenn die 7-Tage-Inzidenz über 100 steigen sollte. Für Schulen sind erst ab Montag, 15. März, Öffnungsschritte geplant, die sich ebenfalls an der 7-Tage-Inzidenz orientieren werden.

Eine gemeinsame Betrachtung des Infektionsgeschehens von Stadt und Landkreis Landshut, wie sie Oberbürgermeister Alexander Putz und Landrat Peter Dreier seit Einführung dieses Maßstabs fordern, wurde vom Bundesgesundheitsministerium stets abgewiesen: „Jetzt wird noch einmal deutlich, wie unsinnig es ist, die Grenzen streng anhand formeller Gebietskörperschaften zu ziehen, ohne die wirklichen Lebensumstände vor Ort zu berücksichtigen – dies macht das Chaos perfekt.“

60 positive Befunde sind seit Freitag bei der Corona-Arbeitsgruppe in Landshut eingegangen – damit sind bei bislang insgesamt 7 951 Bürgerinnen und Bürger, die ihren Erstwohnsitz in Stadt oder Landkreis Landshut gemeldet haben, Infektionen mit dem Corona-Virus festgestellt worden. Von diesen konnten 7 518 bereits aus der häuslichen Quarantäne entlassen werden, sie gelten als „genesen“ (+ 50). So sind in der Region Landshut derzeit 185 laufende Corona-Infektionen registriert, ein Plus von 10 gegenüber dem Vortag.  

248 Personen sind bislang verstorben, bei denen ein Zusammenhang mit COVID19 besteht, es ist kein neuer Todesfall gemeldet worden. Einen stärkeren Anstieg an Corona-Patienten ist in den regionalen Krankenhäusern zu beobachten: 18 Patienten, bei denen SARS-CoV2 festgestellt wurde, auf den Normalstationen behandelt (+ 4). Hinzu kommen zehn Personen, die intensivmedizinisch betreut werden müssen (+ 4). 

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