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Nachtrag: Tödlicher Verkehrsunfall in der Landshuter Innenstadt

Einsatzkräfte haben erneut mit vielen Gaffern und uneinsichtigen Passanten zu kämpfen
Der schwere Verkehrsunfall in der Landshuter Innenstadt, der am gestrigen Montagnachmittag ein Todesopfer gefordert hat, hat leider in den insgesamt rund 3,5 Stunden Einsatzdauer auch wieder eine Reihe an unschönen Begleiterscheinungen mit sich gebracht. Als wären der Unfall und der tragische Tod eines Menschen nicht schon mehr als genug, so hatten die Einsatzkräfte immer wieder mit diversen Gaffern und uneinsichtigen Passanten zu kämpfen. 
Trotz der in nahezu alle Richtungen aufgebauten Sichtbarrieren durch Einsatzfahrzeuge sowie Sichtschutzwände versuchten immer wieder Personen, entweder einfach so oder mit gezücktem Smartphone eine Sichtbeziehung zur direkten Einsatzstelle herzustellen. Manche schreckten dabei nicht einmal davor zurück, sich auf die Fahrbahn zu legen und unter den Fahrzeugen hindurch zu filmen. Auch aus den oberen Stockwerken der benachbarten Häuser wurde das eine oder andere Video gemacht. Sobald dies durch die Einsatzkräfte festgestellt wurde, wurden die Personen darauf angesprochen, ermahnt und zum Weitergehen aufgefordert. Ebenso wurden die absperrenden Einsatzkräfte vor allem von Fußgängern und Radfahrern mit teils fadenscheinigen Begründungen und Aussagen konfrontiert, warum man jetzt hier die Sperre passieren müsse und warum die Umleitung über das Ursulinenkloster bzw. die Königsfeldergasse und die Freyung einfach unzumutbar sei. Selbst sachliche Aufklärungsversuche zur Ursache der Sperrung und der Sichtbarrieren stießen zumeist auf taube Ohren. Besonders erschreckend war dabei die Tatsache, dass auch Eltern mit ihren Kindern mit dabei waren. Trauriger Höhepunkt waren schließlich die verbalen und gestenreichen Beleidigungen aus einem vorbeifahrenden PKW gegen eine Feuerwehrfrau, die mit einem Kollegen die Regierungsstraße am Abzweig Podewilsstraße absperrte. Der Vorfall wurde entsprechend bei der Polizei zur Anzeige gebracht. 
Einsätze dieser Art stellen auf Grund der vorgefundenen Lage und der Bilder am Unglücksort auch für die eingesetzten Einsatzkräfte aller beteiligten Hilfsorganisationen sowie auch für die herbeigeeilten Ersthelfer, die von den vorstehenden Worten ausdrücklich ausgenommen sind, eine außerordentliche Belastung dar. Dementsprechend wurde durch die Einsatzleitung auch frühzeitig die „PSNV“ (Psychosoziale Notfallversorgung) zur Betreuung der Einsatzkräfte mit an die Einsatzstelle beordert. Die Landshuter Feuerwehr appelliert daher nochmals eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger, Sperrungen zu beachten und zu akzeptieren sowie auch die definitiv nicht grundlos aufgebauten Sichtschutzbarrieren zu respektieren. 

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